DE2508779C2 - Verfahren zur Herstellung von β-Isophoron - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von β-IsophoronInfo
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- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C45/00—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
- C07C45/61—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups
- C07C45/67—Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reactions not involving the formation of >C = O groups by isomerisation; by change of size of the carbon skeleton
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Description
Es ist bereits verschiedentlich versucht worden, «,^-ungesättigte Oxoverbindungen mit Hilfe von Basen oder
Säuren zu den entsprechenden /,/-ungesättigten Oxoverbindungen zu isomerisieren. So hat man auch bereits
Isophoron mit Hilfe von p-Toluolsulfonsäure teilweise zu/-Isophoron umgelagert
Die nähere Untersuchung dieser letzteren Reaktion ergab, daß bei der Verwendung von p-Toluolsulfonsäure
als Katalysator stets nur ein Gemisch von gleichen Teilen Isophoron und /-Isophoron erhalten wird, worin das
/-Isophoron instabil ist und zumindest teilweise wieder in Isophoron zurückverwandelt wird.
Obwohl somit die säurekatalysierte Isomerisierung unergiebig und wenig erfolgversprechend schien, wurde
gefunden, daß man Isophoron mit sehr guten Ausbeuten zu /Isophoron isomerisieren kann, wenn man als
Katalysatoren Säuren verwendet, die einen pK-Wert von 2—5 aufweisen, wenn man die Isomerisierung kontinuierlich
durchführt und wenn man das Isomerisierungsprodukt kontinuierlich auf destillativem Wege abtrennt.
Die vorliegende Erfindung basiert auf dieser Erkenntnis und betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
/-Isophoron durch säurekatalysierte Isomerisierung von Isophoron unter Verwendung einer unter den Reaktionsbedingungen
stabilen und höher als das Verfahrensprodukt siedenden Säure als Isomerisierungskatalysator.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man als Isomerisierungskatalysator eine Säure mit einem
pK-Wert von 2—5 verwendet und daß man die Isomerisierung kontinuierlich durchführt und das lsomerisierungprodukt
auf destillativem Wege abtrennt.
Wie erwähnt, wird mit p-Toluolsulfonsäure, welche einen pK-Wert von 1,34 aufweist, das erfindungsgemäß
erzielte Resultat nicht erreicht
Dieses Resultat wird auch nicht erreicht, wenn man 4-Hxdroxybenzotsäure als Katalysator verwendet, deren
pK-Wert im obigen Bereich liegt, wenn man nicht kontinuierlich arbeitet (J. Amer. Chem. Soc, 69,1628 [1947]).
Von den als Isomerisierungskatalysatoren verwendbaren Säuren kommen beispielsweise in Frage:
— gegebenenfalls ringsubstituierte monocyclische, gegebenenfalls ein Heteroatom enthaltende aromatische
oder alicyclische Mono-, Di- oder Polycarbonsäure, z. B.:
p-Tolylsäure,
4-Nitro-m-tolylsäure,
4-Hyxdroxy-benzoesäure,
3-Hydroxy-4-nitro-benzoesäure,
4-Trifliiormethyl-benzoesäure,
4-Trifliiormethyl-benzoesäure,
Vanillinsäure,
3,4,5-Trimethoxy-benzoesäure,
5-Nitro-isophthalsäure,
Chelidamsäure und
Cyclohexancarbonsäure;
Cyclohexancarbonsäure;
— gesättigte oder ungesättigte, gegebenenfalls hydroxylierte oder gegebenenfalls durch Phenyl substituierte
aliphatische oder heteroaliphatische Mono-, Di- oder Polycarbonsäuren, z. B.:
Adipinsäu/e,
12-Hydroxy-stearinsäure,
Benzilsäure,
12-Hydroxy-stearinsäure,
Benzilsäure,
p-Nitrozimtsäure und
Diglykolsäure;
Diglykolsäure;
— aliphatische oder aromatische Aminosäure, z. B.:
Indolbuttersäure und
1,2-Diamino-cyclohexan-tetraessigsäure;
1,2-Diamino-cyclohexan-tetraessigsäure;
— anorganische Säuren, z. B.:
Metaphosphorsäure und
Phenylphosphinsäure.
Phenylphosphinsäure.
Die genannten als Isomerisierungskatalysatoren verwendbaren Säuren werden je nach Säurestärke in einer
Konzentration von etwa 0,1 bis etwa 20 Mol-%, bezogen auf die eingesetzte «^-ungesättigte Oxoverbindung
eingesetzt, vorzugsweise in einer Menge von etwa 6 Mol-%.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Katalysatoren sind wegen ihrer Stabilität und ihres niederen Dampf-
drucks für die kontinuierliche Isomerisierung geeignet Es werden hierbei fortlaufend gleiche Mengen an
Isophoron in das Reaktionsgefäß eingespeist wie an Destillat über die Destillationskolonne aus dem Reaktionsgefäß entfernt werden. Das Isomerisierungsprodukt wird durch Rektifikation vom restlichen Ausgangsprodukt
getrennt Die kontinuierliche Isomerisierung kann gegebenenfalls bei vermindertem Druck durchgeführt werden.
Normalerweise arbeitet man jedoch bei Atmosphärendruck.
g Isophoron werden nach Zugabe von 38 g Adipinsäure unter Normaldruck zum Sieden erhitzt Das sich
bildende /-Isophoron wird über einen Rektifikationsaufsatz abdestilliert Der Rücklauf wird so dosiert daß
ml /-Isophoron-Isophoron-Gemisch/h überdestillieren. Das nach 50 Stunden, angesammelte Destillat (456 g)
besteht aus 91% /-Isophoron und 9% Isophoron. Das /-Isophoron wird durch erneute Rektifikation bei
68—690CZIl Torr vom Isophoron getrennt Man erhält 412 g reines /-Isophoron und 42 g Isophoron. Der
Umsatz an isophoron beträgt 428 g.
Die Ausbeute an /-Isophoron, bezogen auf das eingesetzte Isophoron, beträgt 74,5%, bezogen auf das
umgesetzte Isophoron 96,3%.
Der oben eingesetzte Katalysator kann ohne weiteres für weitere isomerisierungansätze verwendet werden.
Unter den vorstehenden Bedingungen werden bei kontinuierlicher Arbeitsweise aus 5530 g eingesetztem und
gumgesetztem isophoron insgesamt 5241 g/-Isophoron erhalten. Die Ausbeute an /-Isophoron, bezogen
auf eingesetztem Isophoron, beträgt 94,8%, bezogen auf umgesetztes Isophoron 97,2%.
In analoger Weise werden durch Isomerisieren von Isophoron mit Hilfe der nachstehenden Säuren Destillate
mit folgendem Gehalt an/-Isophoron erhalten:
4- Nitro-m-tolylsäure 4-Hydroxy-benzoesäure
3-Hydroxy-4-nitro-benzoesäure 4-Trifluormethyl-benzoesäure
Vanillinsäure
3,4,5-Trimethoxy-benzoesäure
3,4,5-Trimethoxy-benzoesäure
5- N itro-isoph thalsäure Chelidamsäure
Cyclohexancarbonsäure
Cyclohexancarbonsäure
Adipinsäure
12- Hydroxy-stearinsäure Benzilsäure
p-Nitrozimtsäure Diglykolsäure
l^-Diamino-cyclohexan-tetraessigsäure
Indolbuttersäure
Metaphosphorsäure Phenylphosphinsäure
94% /-Isophoron 83%/-Isophoron 89%/-Isophoron 93%/-Isophoron
83%/-Isophoron 90%/-Isophoron 92%/-Isophoron 85%/-Isophoron 76% /-Isophoron
91% /-Isophoron 72%/Isophoron 77% /-Isophoron
83%/Isophoron 75% /-Isophoron
87%/-Isophoron 90%/-Isophoron
80%/-Isophoron 96%/-Isophoron
25
30
35 40 45 50 55 fiO
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von /-Isophoron durch säurekatalysierte Isomerisierung von Isophoron
unter Verwendung oiner unter den Reaktionsbedingungen stabilen und höher als das Verfahrensprodukt
siedenden Säure als Isomerisierungskatalysator, dadurch gekennzeichnet, daß man als Isomerisierungskatalysator
eine Säure mit einem pK-Wert von 2—5 verwendet, daß man die Isomerisierung kontinuierlich
durchführt und das Isomerisierungsprodukt kontinuierlich auf destillativem Wege abtrennt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Isomerisierung mit Hilfe von Adipinsäure
durchführt
ίο
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß man die Isomerisierung
mit Hilfe von etwa 0,1 bis etwa 20 Mol-% Säure, bezogen auf Isophoron durchführt
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