DE250720C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H29/00—Switches having at least one liquid contact
- H01H29/18—Switches having at least one liquid contact with level of surface of contact liquid displaced by non-electrical contact-making plunger
Landscapes
- Fluid-Damping Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Verhütung allzu großer Beschleunigung
elektromagnetisch bewegter Schwimmer in quecksilbergefüllten Glasgefäßen. Nachstehend
beschriebene Apparate geben Beispiele für die Anwendung und den Nutzen der neuen
Einrichtung.
Zur häufigen selbsttätigen Öffnung und Schließung elektrischer Stromkreise, z. B. von
Glühlampenstromkreisen, sind Schaltapparate mit abgeschlossenen Quecksilberkontakten sehr
geeignet. Die einfachsten Apparate dieser Art bestehen aus einer Glasröhre mit Kontakteinschmelzungen
und Quecksilberfüllung. In dem
*5 Quecksilber schwimmt ein eiserner Kolben, der
den Zweck hat, durch Verdrängung das Quecksilber empor zutreiben, so daß die Kontakteinschmelzungen
überflutet und elektrisch verbunden werden. Die Glasröhre ist von einem SoIenoid
umgeben, welches beim Durchgang eines genügend starken Stromes den eisernen Kolben
bzw. Schwimmer magnetisch emporzieht. Das Quecksilber tritt hierbei zurück und hebt die
elektrische Verbindung der eingeschmolzenen Kontakte auf. Der elektrische Strom ist nunmehr
unterbrochen, und der Eisenkolben fällt wieder herab, was eine neue Stromschließung
zur Folge hat usw.
Solange das Solenoid von einem Strom in einer dem Betriebe angemessenen Stärke durchflossen
wird, bringt die Bewegung des Eisenkolbens keinerlei schädliche Wirkung hervor;
steigt jedoch etwa bei einem Kurzschluß die Stromstärke plötzlich auf ein Vielfaches des
normalen Betrages, so fliegt der Eisenkolben plötzlich empor und durchschlägt die Glaswand
trotz der eventuell angebrachten Pufferfeder. Um diese Gefahr zu beseitigen, muß der
durch den starken Stromimpuls frei werdende Überschuß an Bewegungsenergie dem Eisenkolben
entzogen werden. Dieses Ziel erreicht man gemäß der Erfindung entweder durch eine
Bremsvorrichtung, die dann in Tätigkeit tritt, wenn der Eisenkolben seinen normalen Hub
überschreitet, oder durch eine Dämpfungseinrichtung, deren Wirkung unter allen Umständen
eine übermäßige Erhöhung der Kolbengeschwindigkeit verhindert.
Von Bremseinrichtungen, die nach Überschreitung eines gewissen Maximalhubes wirken,
ist in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Die ganze Bremseinrichtung befindet sich innerhalb
des luftdicht geschlossenen Glasgefäßes g, das mit einer seitlichen, die Kontakte C1 und C2
enthaltenden Schaltröhre versehen ist. Auf das obere Ende der Röhre g ist die Spule w
aufgesetzt. Unter dem Einfluß dieser stromdurchflossenen Spule bewegt sich der durchbohrte
Verdrängerkolben ν auf dem Stift s. An dem oberen Ende des Stiftes s ist ein fester
Kopf k mit Pufferfeder f angebracht, während das untere Ende den Teller t trägt. Die Stiftlänge
zwischen dem Teller t und dem Kopf k ist so bemessen, daß der Verdränger kolben ν
den für die Schaltwirkung erforderlichen Weg ungehindert zurücklegen kann. Der Teller t,
ein Teil des Kolbens ν und des Stiftes s sind von Quecksilber eingeschlossen.
Bei etwaigem Kurzschluß fliegt der Kolben ν über die normale Hubhöhe hinaus und schlägt
an den Kopf k an. Hierdurch wird aber der an dem unteren Ende des Stiftes s im Quecksilber
liegende Teller t emporgezogen und, da das Quecksilber der plötzlichen Bewegung des Tellers
t einen erheblichen Widerstand entgegensetzt, wird der übermäßig beschleunigte Verdrängerkolben
ν gebremst. Die überschüssige
ίο lebendige Kraft des Kolbens ν wird also verbraucht
und der sonst auftretende Schlag gegen die Glaswand verhindert.
Eine andere Ausführungsform, die erst bei Überschreitung einer gewissen Geschwindigkeit
des Verdrängerkolbens als Dämpfung wirkt, ist in Fig. 2 dargestellt. An dem unteren Ende
des Verdrängers ν ist ein korbartiges, nach unten durch einen Boden b abgeschlossenes Gebilde k
befestigt. Seitlich ist dieser Korb k mit öffnungen bzw. Schlitzen ζ versehen, so daß er
sich mit Quecksilber füllen kann.. Bewegt sich nun der Eisenkörper mit normaler Geschwindigkeit,
entsprechend einer normalen Stromstärke nach oben, so entleert sich der Korb k. durch die
Schlitzen, wobei eine Störung oder Beeinflussung des Schaltvorganges nicht auftritt.
Wird dagegen der Kolben υ durch die Wirkung
eines übermäßig starken Stromstoßes nach oben gerissen, so ist die Geschwindigkeit des
Kolbens bedeutend größer als die Ausflußgeschwindigkeit des Quecksilbers aus dem Korb.
Der Korb k kann sich also zunächst nicht entleeren, und das mitgehobene Quecksilber vergrößert
die Masse des Kolbens ganz bedeutend.
3S Außerdem wird durch die Wirkung des Bodens b
ein Druck auf das Quecksilber zwischen Glas-
' wand g und Korb wand k herbeigeführt, und
endlich entsteht durch das Mitreißen der den Korb durchsetzenden und umgebenden Quecksilbermenge
ein leerer Raum, der auf die Bewegung des Kolbens ebenfalls hemmend einwirkt. Die Gesamtwirkung dieser Vorgänge ist eine
derartige Verzögerung des aufwärts bewegten Verdrängerkolbens v, daß dessen verbleibende
lebendige Kraft nicht mehr ausreicht, um die Glaswand zu beschädigen.
Eine ebenso wirksame Einrichtung ist in Fig. 3 dargestellt. Hierbei wird der Korb durch
eine entsprechend gewickelte Spiralfeder f mit eingesetztem Blechboden b gebildet. Allgemein
werden alle korbartigen Gebilde, gleichviel welcher Herstellungsart, die gewünschte Wirkung
hervorbringen, sofern die vorhandenen öffnungen so groß gehalten werden, daß .die Geschwindigkeit
der Entleerung des gefaßten Quecksilbers klein ist gegenüber der Geschwindigkeit
des übernormal bewegten Eisenkolbens.
Claims (3)
1. Dämpfungseinrichtung für elektromagnetisch bewegte Verdrängerkolben in
gläsernen Quecksilberschaltröhren, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdränger kolben
mit solchen Brems- oder Dämpfungseinrichtungen ausgerüstet ist, welche bei plötzlichem
Emporschnellen des Verdrängers die umschlossene Quecksilbermenge mitreißen und dadurch die überschüssige Bewegungsenergie aufzehren.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenschwimmer
(v) bei Überschreitung seines normalen Hubes eine von Quecksilber umgebene Staufläche
(Kolben oder Teller t) anhebt (Fig. 1).
3. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenschwimmer
(v) an seinem von Quecksilber umgebenen Ende ein korbartiges Gebilde (aus
gelochtem Blech k in Fig. 2 oder aus Drahtwindungen f in Fig. 3, mit Boden b) trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250720C true DE250720C (de) |
Family
ID=509223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250720D Active DE250720C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250720C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE744476C (de) * | 1936-07-23 | 1944-01-19 | Charles Ramelot | Elektromagnetisches UEberstrom-Primaerrelais fuer Hochspannungsschalter |
| DE890218C (de) * | 1942-07-11 | 1953-10-29 | Eberle & Co | Quecksilberschaltroehre fuer verzoegerte Schaltung |
| DE947913C (de) * | 1952-02-14 | 1956-08-23 | Nikolaus Laing | Elektromagnetischer Schutzschalter |
| DE1089448B (de) * | 1955-11-07 | 1960-09-22 | Jean Ghys | Elektrisches Quecksilberverzoegerungs-relais |
| US5419373A (en) * | 1991-07-25 | 1995-05-30 | May; Clifford H. | Filter support tube for a filter cartridge |
-
0
- DE DENDAT250720D patent/DE250720C/de active Active
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE744476C (de) * | 1936-07-23 | 1944-01-19 | Charles Ramelot | Elektromagnetisches UEberstrom-Primaerrelais fuer Hochspannungsschalter |
| DE890218C (de) * | 1942-07-11 | 1953-10-29 | Eberle & Co | Quecksilberschaltroehre fuer verzoegerte Schaltung |
| DE947913C (de) * | 1952-02-14 | 1956-08-23 | Nikolaus Laing | Elektromagnetischer Schutzschalter |
| DE1089448B (de) * | 1955-11-07 | 1960-09-22 | Jean Ghys | Elektrisches Quecksilberverzoegerungs-relais |
| US5419373A (en) * | 1991-07-25 | 1995-05-30 | May; Clifford H. | Filter support tube for a filter cartridge |
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