DE2507077C3 - Magnetkernspeicher - Google Patents
MagnetkernspeicherInfo
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- DE2507077C3 DE2507077C3 DE19752507077 DE2507077A DE2507077C3 DE 2507077 C3 DE2507077 C3 DE 2507077C3 DE 19752507077 DE19752507077 DE 19752507077 DE 2507077 A DE2507077 A DE 2507077A DE 2507077 C3 DE2507077 C3 DE 2507077C3
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Magnetkernspeicher mit wenigstens einer Ebene von magnetischen
Speicherkernen, die durch entsprechende Führung von Zeilen- und Spaltentreiberleitungen in eine
vorgegebene Anzahl von jeweils eine Bit-Position definierenden Speicherkernfeldern zusammengefaßt
sind, mit wenigstens einem Lese-Inhibit-Leitungspaar pro Bit-Position, von dem jeweils eine Lese-Inhibit-Leitung
mit jeweils einem Teil der Speicherkerne der Bit-Positionen induktiv gekoppelt ist, und mit wenigstens
einer an das Lese-Inhibit-Leitungspaar angekoppelten Schwellwertschaltung zur Unterdrückung von im
Speicher-Lese-Zyklus auftretenden Störsignalen, unabhäneic
von deren Polarität.
Ein konventioneller SD-Dreidraht-Kernspeicher enthält
eine Vielzahl von rechteckigen Ebenen magnetischer Speicherkernen, wobei jede Ebene eine Bit-Position repräsentiert; mit den Speicherkernen der Felder
ist eine Vielzahl von orthogonalen X- und V-Treiberleitungen
induktiv gekoppelt; jede X-Treiberleitung ist
dabei induktiv mit einer entsprechenden Zeile und jede y-Treiberleitung induktiv mit einer entsprechenden
Spalte jedes Feldes gekoppelt. Wenn durch eine y-Treiberleitung und eine X-Treiberleitung vorgegebene
Teilströme fließen, so ist eine Koinzidenz der beiden vorgegebenen Teilströme in einem Kern jeder Bit-Position
vorhanden, wobei die treibende Kraft ausreicht, um lediglich den bestimmten Kern in den Koinzidenzstellen
der X- und V-Treiberströme zu schalten. Für jede Bit-Pos'tion ist ein induktiv mit deren Kernen in
abgeglichener Form gekoppeltes Paar von Lese-Inhibit-Leitungen vorgesehen, wobei jede Lese-Inhibit-Leitung
durch das Feld parallel zu den K-Treiberleitungen
verläuft und mit der Hälfte der Speicherkerne in der Bit-Position induktiv gekoppelt ist. Ist es nicht
erwünscht, in einen bestimmten Kern in einer gegebenen Bit-Position eine Eins einzuschreiben, so
werden gegen den y-Treiberstrom vorgegebene Teil-Inhibit-Ströme
parallel durch die beiden Lese-Inhibit-Leitungen in der gegebenen Bit-Position geführt, was
dazu führt, daß die algebraische Summe der Ströme für den bestimmten Kern kleiner als der zum Schalten
erforderliche Strom ist.
Die Inhibit-Ströme liegen typischerweise in der Größenordnung von einigen 100 Milliampere, so daß
durch das Lese-Inhibit-Leitungspaar eine beträchtliche elektrische Energie gespeichert wird. Die Zeit, welche
zur Abführung dieser Energie bei Abschaltung eines lnhibit-Stroms erforderlich ist, liegt wesentlich über der
Schaltzeit eines Kerns von 200 bis 400 Nanosekunden, was speziell für solche Fälle gilt, in denen die
Lese-Inhibit-Leitungen mit wenigstens acht K- Kernen
gekoppelt sind. Während eines nachfolgenden Lesezyklus wird ein bestimmter Kern in jeder Bit-Position
durch vorgegebene X- und V-Leseströme mit gegenüber der Polarität der Schreibströme derart angesteuert,
wodurch dieser Kern in der Gegenrichtung bzw. in der Leserichtung auf Null zurückgeschaltet wird.
Speichert ein vorgegebener Kern schon eine Null, bevor er koinzident durch Leseströme angesteuert wird, so
wird lediglich ein sehr kleiner Fluß in diesem Kern geschaltet, wobei lediglich eine kleine Rauschspannung
in der induktiv gekoppelten Lese-Inhibit-Leitung induziert wird. Befindet sich jedoch ein vorgegebener
Kern im Magnetisierungszustand 1, so wird beim Umschalten auf die Null ein beträchtlicher Fluß
geschaltet und im Lese-Inhibit-Leitungspaar differentiell ein Ausgangsschaltimpuls U\ mit einer typischen
Spitzenspannung in der Größenordnung von 13 bis 40 Millivolt erzeugt. Dieses Differenzsignal U1 kann im
Vergleich zu denjenigen Spannungen relativ klein sein, welche auf den Lese-lnhibit-Leitungen als Funktion der
gespeicherten Energie erscheinen, die nach Abschaltung eines lnhibit-Stroms abgeführt werden muß. Um die
Freiwerdezeit so klein wie möglich zu machen, sind die Lese-Fnhibit-Leitungen jedes Paares an einem Ende
zusammengeschaltet, wobei sie parallel angesteuert werden, um gleiche !nhibit-Ströme zu gewährleisten
Wegen der gewählten Symmetrie sind Differenzspan nungskomponenten zwischen den Leitungen eine;
Paars kleiner und können schneller abgeführt werden als Gieichtakt-Spannuigskomponenten der Signale
I he nach der Abschaltung der Inhibit-Ströme
'halten bleiben. Das Schaltsignal kann daher differen- '■ 11 an den nicht miteinander verbundenen Enden eines
Tares von Lese-Inhibit-Leitungen ausgelesen werden, h daß abgewartet werden muß, bis die elektrischen
^leichtaktsignale vollständig abgeführt sind. Das Lesen
wird typischerweise so lange verzögert, bis die
η fferenzsignale auf einen Spannungswert von etwa rnf Millivolt abgesunken sind, wodurch dann keine
Wechselwirkung mit dem SchaStsignal U1 stattfindet.
Da die Lese-Inhibit-Leitungspaare parallel mit irfentischen strömen angesteuert werden, in abgeglichener
Form durch ein Speicherfeld geführt sind und leiche Länge sowie gleichen Durchmesser besitzen, ist
erwarten, daß die zwischen einem Paar von Ϊ ese-lnhibit-Leitungen auftretenden Differenzspannuncleich
sind. Auf Grund von normalen Toleranzabfeichungen in der baulichen Ausgestaltung der
[ eitungen normalen Toleranzabweichungen der Fäde-Ii
der Leitungen durch die Kerne des Speichers,
"ringer Abweichungen in den Größen der Treiberströme sowie auf Grund von Abweichungen, die sich durch
nnterschiedliche magnetische Speicherzustände der nduktiv gekoppelten Kerne ergeben, entstehen auf den
Lese-Inhibit-Leitungspaaren als Funktion der Inhibit-Treiberströme
Differenzspannungen, welche in bezug auf das Schaltsignal U1 ins Gewicht fallen. Bei den
hohen bei Kernspeicheroperationen zur Anwendung kommenden Frequenzen sind die Lese-Inhibit-Lei'uneen
relativ lang im Vergleich zu den Wellenlängen der Lf diesen Leitungen induzierten Differenzspannungs-
*i ale so daß die Leitungen als Wellenleiter anzusehen
ς nd Daher erscheinen an den Leseklemmen periodische Spannungsimpulse mit einer Periode, die etwa
deich der Ausbreitungszeit für einen Spannungsimpuls von den Leseklemmen zu den gemeinsamen Klemmen
und zurück ist Diese Reflexionen können zwar bis zu
einem gewissen Grad durch einen ohmschen Abschluß an den Lese-Inhibit-Leitungsklemmen reduziert werdenauf
Grund einer ungenauen Impedanzanpassung können sie jedoch nicht eliminiert werden. In einem
waschen 8K-Speicher sind wenigstens 340 Nanosekun-71
-r„..,wiiM, his diese reflektierten Differenzspan-
typiscnen öi>w-3pcii-iiti »»>
τ. ~...&.,. ._.
den erforderlich, bis diese reflektierten Differenzspannungsimpulse
auf einen Wert von fünf Millivolt von Spitze zu Spitze abgefallen sind. Während dieses
Intervalls muß der Speicher ungenutzt bleiben, so daß anderweitig zur Verfugung stehende Speicheroperationszeit
verloren geht Diese Verzögerung führt zu größeren Beschränkungen der Kernspeicher-Arbeitsgeschwindigkeit
als die Kernschaltzeit. Mit zunehmender Wortanzahl nimmt diese Freiwerdezeit überproportional
mit der Wortanzahl zu. Daher wird die Herstellungsökonomie, welche sich aus der Herstellung von
Speichern mit mehr Wörtern pro Modul ergibt, durch den langsameren Speicherbetrieb, welcher durch diese
Lese-Inhibit-Freiwerdezeit festgelegt ist, mehr als aufgehoben.
Aus der DT-AS 12 82 707 sind bereits Maßnahmen zur Dämpfung der vorgenannten Störspannungen
bekanntgeworden. Zur Dämpfung von Störspannungen auf den Treiberleitungen (X- und V-Leitungen) werden
diesen Leitungen Widerstände parallel geschaltet, deren Wert jeweils gleich dem Wert des Wellenwiderstands
der entsprechenden Leitung ist. Speziell können diese Widerstände auch als nicht-lineare Widerstände mit
Schwellwertcharakteristik ausgebildet werden. Die Leitungen sind also durch die Widerstände mit ihrem
Wellenwiderstand abgeschlossen. Wie oben aber bereits ausgeführt, können Reflexionen durch einen ohmschen
Abschluß zwar reduziert, aber auf Grund einer ungenauen Impedanzanpassung nicht eliminiert werden.
Generell ergibt sich der Nachteil, daß ein solcher Abschluß unzureichend sein muß, da er nicht alle
Frequenzanteile erfassen kann.
Weiterhin ist aus der Zeitschrift »IRE Transactions on
Microwave Theory and Techniques«, September 1962, S. 302 bis 310, bekanntgeworden, zum Zwecke der
Amplitudenbegrenzung (Spitzenabkappung) in den Verlauf von Leitungen Begrenzer in Form von
antiparallel geschalteten Dioden einzufügen. Solche Dioden sind jedoch nicht in der Lage, einen Nutzimpuls
fast unbeeinflußt zu lassen und einem reflektierten Impuls gegenüber als Stoßstelle zu wirken, da über die
Wahl eines geeigneten Schwellwerts in dieser Druckschrift nichts ausgeführt ist.
Die vorliegende Erfindung löst die Aufgabe, Störspannungen der oben beschriebenen Art bei einem
Magnetkernspeicher der eingangs genannten Art dadurch zu eliminieren, daß die die Störsignale
unterdrückende Schwellwertschaltung derart an das Lese-Inhibit-Leitungspaar angekoppelt ist, daß auf
beiden Seiten der Ankopplungsstelle Speicherkerne liegen und daß die Schwellwertschaltung für auf dem
Lese-Inhibit-Leitungspaar auftretende hochfrequente Signale, deren Größe über dem Schwellwert liegt, eine
Leitungsstoßsteüe bildet, während sie Signale, deren Größe kleiner als der Schwellwert ist, minimal
beeinflußt.
Die Erfindung bietet dabei den Vorteil, die auf den Lese-Inhibit-Leitungen auttretenden mehrfach reflektierten
Störspannungsimpulse nicht nur in möglichst kurzer Zeit zum Abklingen zu bringen, sondern auch die
Erzeugung derartiger Impulse von vornherein zu unterbinden. Dies wird erreicht, wenn die Schwellwertschaltung
während eines Schreibzyklus leitet, um die Ströme auf den beiden Lese-Inhibit-Leitungen auszugleichen,
wodurch dazu beigetragen wird, die Erzeugung großer Differenzsignale nach Abklingen des
Inhibit-Stromes zu unterbinden.
In Weiterbildung der Erfindung enthält die Schwellwertschaltung ein Paar von antiparallel geschalteten
Schottky Dioden mit kleiner Impedanz, welche die beiden abgeglichenen Lese-Inhibit-Leitungen im
Speicherfeld miteinander verbinden. Da die relativ kleine Durchlaß-Vorspannung der Schottky-Dioden
einen Schwellwert bildet, der größer als der Wert ist, welcher für die Auslesung eines Ausgangsschaltsignzls
beim Auslesen eines Kerns erforderlich ist, kann der Einfluß der Schwellwertschaltung während eines Lesevorgangs
vernachlässigt werden. Da während eines Schreibvorgangs jedoch parallele Inhibit-Ströme durch
das Paar von Lese-Inhibit-Leitungen geführt werden, leiten die Schottky-Dioden so weit, als es zur
Begrenzung der Differenzspannungen auf die Durchlaß-Vorspannungen der Dioden an der Ankopplungsstelle
erforderlich ist. Bei Abschaltung der parallelen Inhibit-Ströme wirken die Dioden als Leitungsstoßstellen in
Form von Kurzschlüssen für Differenzspannungen, welche über den Durchlaß-Vorspannungen liegen. Die
Dioden spalten daher nach Abschaltung der Inhibit-Ströme auf den Lese-Inhibit-Leitungen verbleibende
Differenzspannungsimpulse in höherfrequente Harmonische der normal auftretenden Spannungsimpulse auf.
Diese höherfrequenten Harmonischen werden durch die induktiv gekoppelten Speicherkerne schneller
absorbiert, so daß die Verweilzeit, welche erforderlich
ist, um diese Differenzimpulse auf eine im Vergleich zu Lese-Ausgangsschaltimpulsen kleiner Größe abklingen
zu lassen, reduziert wird. Die Frequenz und die Verweilzeit für diese Differenzspannungsimpulse hängt
von der Länge der Lese-Inhibit-Leitung zwischen Stoßstellen ab, wenn diese Stoßstellen durch Abschlußschaltungen
für die Lese-Inhibit-Leitung erzeugt werden, die in einer Kernebene an die Leitung angeschaltet
sind. Es ist daher vorteilhaft, eine Vielzahl von Schaltelementen in einem einzigen Speicherfeld vorzusehen,
um erstens die durch Inhibit-Ströme erzeugten Differenzspannungen zu begrenzen und um zweitens
die Frequenz von den Differenzspannungskomponenten zu erhöhen, welche nach Abschaltung der
Inhibit-Ströme erhalten bleiben.
Antiparallel geschaltete Schottky-Diodenpaare, weiche die abgeglichenen Lese-Inhibit-Leitungspaare in
gleichen Abständen miteinander verbinden, stellen speziell vorteilhafte Schaltelemente zur Verbesserung
der Lese-Inhibit-Freiwerdezeit dar. Schottky-Dioden besitzen geringe Kapazitäten und relativ kleine
Durchlaß-Vorspannungen, so daß die Differenzsignale auf den Lese-Inhibit-Leitungen auf relativ kleine
Größen begrenzt werden können, ohne daß eine Wechselwirkung mit den Ausgangsschaltspannungen
kleiner Amplitude stattfindet. Im Augenblick sind Schottky-Dioden mit Durchlaß-Vorspannungen im
Bereich von 200 Millivolt kommerziell erhältlich. Es ist darüber hinaus zu erwarten, daß in der Zukunft auch
Schottky-Dioden mit noch kleineren Durchlaß-Vorspannungen verfügbar sein werden. Es ist wünschenswert,
daß die Durchlaß-Vorspannung einen Schwellwert kleinster Amplitude bildet, welche eine fehlerfreie
Auslesung der beim Auslesen eines Kerns entstehenden Ausgangsschaltströme ermöglichen. Schottky-Dioden
besitzen darüber hinaus den Vorteil einer sehr kleinen Sperrschichtkapazität in der Größenordnung von 1
Picofarad und sehr kurzer Minoritätsträger-Lebensdauer in der Größenordnung von 100 Picosekunden.
Weiterhin nimmt auch die parametische Sperrschicht-Kapazität mit der Durchlaß-Vorspannung nicht zu, wie
dies bei bipolaren Dioden der Fall ist. Schottky-Dioden bilden daher für hochfrequente, auf den Lese-Inhibit-Leitungen
auftretende Differenzimpulse nichtlineare Leitungsstoßstcllen. Im Gegensatz dazu besitzen
bipolare Dioden eine weit größere Durchlaß-Vorspannung und eine weit größere parametrischc Sperrschichtkapazität,
welche mit der Durchlaß-Vorspannung zunimmt und bewirkt, daß solche Dioden für
hochfrequente Differcnzspannungssignalc nicht als Leitungsstoßstcllen, sondern als praktisch reine Kapazitäten
wirken.
Die Erfindung wird im folgenden un Hand von in den
Figuren dargestellten Ausführiingsbcispiclcn näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild in teilweiser Blockform einer plannrcn Kcrnspcichcrcbcnc gcinilß der Erfindung,
F i g. 2 ein schcmntisches Lcitungsdingrnmm, aus dem
ersichtlich ist, wie Lesc-lnhibit-Leitungspaare durch Kerne einer Bit-Position verlaufen,
Fig.3 eine schcmatischc Darstellung, aus der
ersichtlich ist, wie die elektronische Schaltung an Lcsc-Inhibit-Lcitungspaarc in einer Spcichcrcbcnc
angeschaltet werden kann,
F i g. 4 eine stark vergrößerte perspektivische Tcilansichl
einer Anordnung zur Montage von Schaltelementen in einer Bit-Position, iiuf der Seite einer gedruckten
Schalungsplatte, auf der sich auch die Kerne einer Bit-Position befinden,
Fig.5 ein Schaltbild der Lese-Inhibit-Schaltung für
eine gegebene Bit-Position,
Fig.6 ein Signaldiagramm für ein 16 K-Lese-Inhibit-Leitungspaar
ohne Beschallung in einer Bit-Position, und
F i g. 7 ein Signaldiagramm für ein 16 K-Lese-Inhibit-Leitungspaar
gemäß F i g. 6 mit gemäß der Erfindung in einer Bit-Position an die Leitungen angekoppelten
ίο Schaltelementen.
Gemäß den F i g. 1,2 und 3 enthält ein 3 D-Dreidraht-Kernspeicher
10 hoher Speicherdichte eine gedruckte Schaltungsplatte 12 (Fig.3) mit einer Vorderseite 14
und einer Rückseite 16, eine planare Drei-D-Dreidrahtspeicherebene 18 mit magnetischen Speicherelementen
in Form von Kernen 20, die auf der Vorderseite 14 der gedruckten Schaltungsplatte 12 montiert sind, sowie
periphere Schaltungen 22, welche bei der dargestellten Ausführungsform die Speicherebene 18 auf der
Vorderseite 14 der gedruckten Schaltungsplatte 12 umgeben. Allgemein können diese peripheren Schaltungen
in konventioneller Weise jedoch auch auf der Rückseite 16 oder auf einer getrennten gedruckten
Schaltungsplatte montiert sein. Diese peripheren Schaltungen 22 umfassen konventionelle Speicherschaltungen,
wie Treiber, Dekoder, Leseverstärker sowie für den Betrieb eines 3 D-Dreidraht-Speichers erforderliche
logische Verbindungsschaltungen. Die Schaltelemente der peripheren Schaltungen können in konventioneller
Weise durch gedruckte Leiter auf der Schaltungsplatte 12, beispielsweise durch X-Treiberleitungen
XÖ und X63 miteinander, mit Treibern und
Lese-lnhibit-Schaltungen sowie mit Randlcitern 24 (von
denen lediglich einige dargestellt sind) verbunden sein. Die letztgenannte Verbindung erfolgt dabei durch
gedruckte Leiter 26, um eine elektrische Verbindung mit anderen Schaltungen zu ermöglichen. Die Einzelheiten
der speziellen Anordnung der peripheren Schaltungen 22 sowie der verbindenden gedruckten Leiter kann
konventioneller Natur sein, so daß hier auf sie nicht näher eingegangen wird. Es sei lediglich bemerkt, daß
die Schaltungen für den konventionellen Betrieb des 3D-Dreidraht-Speichers in den peripheren Schaltungen
22 enthalten sind. Die planare Speicherebenc 18 enthält
16K-Wörtcr mit 20 Bit pro Wort. Jede Bit-Position enthält ein Feld von 16 K magnetischen Spcichcrkcrncn
mit 128 Zeilen und 128 Spalten. Die mit Null bis 19 bezeichneten Felder 30 sind in einer Matrix von fünf
Zeilen und vier Spalten angeordnet. Die Felder 30 sind identischer Natur und enthalten 127 Zeilen und 127
Spalten mit Magnetkernen 20, die in einem sehr dichten Dpppel-Fischgratcnmustcr angeordnet sind, wie dies
beispielsweise für die Bit-Position Nummer 2 in der unteren rechten Ecke von Fig. 1 dargestellt ist. In
einem Doppel-FischgrlUcnmustcr sind die Speiehcrkcrnc 20 in der vertikalen V-Achsc bzw. in der
Spaltcnrichtung sehr eng bcabstandet, wobei die Kerne
zur Bildung von Spaltenpanrcn in zwei benachbarten Spalten gleichartig und die Kerne in benachbarten
Spaltenpanrcn gegensinnig orientiert sind. Eine Umkehr der Kcrnohcnticrung tritt einmal lllngs jeder Spalte auf,
wobei die Kerne in Zeilen Null bis 63 in einer ersten Richtung und die Kerne entsprechender Spulten in
Zeilen 63 bis 127 gegensinnig orientiert sind.
Eine V-Trcibcrleitung koppelt eine entsprechende Spalte von Kernen der 20 Bit-Positionen in der Spcichcrcbcnc 18. Beispielsweise die V-Null-Spaltcnlcitting beginnt am Klemmen-linde VO der Bitposition 2 in
Eine V-Trcibcrleitung koppelt eine entsprechende Spalte von Kernen der 20 Bit-Positionen in der Spcichcrcbcnc 18. Beispielsweise die V-Null-Spaltcnlcitting beginnt am Klemmen-linde VO der Bitposition 2 in
der unteren rechten Ecke des Speicherfeldes 18, verläuft vertikal nach oben, wobei sie eine Spalte mit 127 Kernen
der Bit-Positionen 2, 11, 1, 10 und 0 koppelt, läuft nach einer Drehung um 180° vertikal nach unten, wobei sie
eine entsprechende Spalte der Bit-Positionen 12,3,13,4
und 14 aufeinanderfolgend koppelt, verläuft nach einer zweiten Umkehrung von 180° nach oben, wobei sie eine
Spalte von Kernen in den Bit-Positionen 5,15,6,16 und
7 aufeinanderfolgend gekoppelt hat und verläuft dann nach einer letzten Umkehr von 180° nach unten, wobei
sie eine Spalte von Kernen in den Bit-Positionen 9,19,8,
18 und 17 aufeinanderfolgend koppelt, wonach sie dann im Bereich der Bit-Position 17 in einem Ende VD ausläuft.
Weitere V-Treiberleitungen verlaufen durch die Matrix von Bit-Positionen, wobei sie in jeder Bit-Position
eine Spalte von Kernen koppeln. Diese zusätzlichen Treiberleitungen beginnen mit der der Leitung VD
benachbarten Leitung Vl und schreiten durch aufeinanderfolgend benachbarte Spalten bis zur Leitung V127
fort. Da die Kernorientierung für benachbarte Spaltenpaare periodenweise umgekehrt ist, ist auch die
Klemmenpolarität für benachbarte Zeilenpaare von V-Treiberleitungen umgekehrt. Beispielsweise ist das
Einspeisungsende der V-Leitungen VO, Vl, V 4, V5,
V8, V9... im Bereich der Bit-Position 2 angeordnet, während deren anderes Ende im Bereich der Bit-Position
17 angeordnet ist. Das Einspeisungsende der V-Leitungen V2, V3, V6 Y7, VlO, VIl... ist im
Bereich der Bit-Position 17 angeordnet, während deren anderes Ende im Bereich der Bit-Position 2 angeordnet
ist.
A"-Treiberleitungen 0 bis 127 koppeln eine entsprechende
Zeile von Kernen für die 20 Bit-Positionen. Das Einspeisungsende der Zeilenleitungen AO bis X63 ist
im Bereich der Bit-Position Null in der oberen rechten Ecke des Speicherfeldes 18 angeordnet. Diese Leitungen
durchlaufen aufeinanderfolgende Bit-Positionen und treten im Bereich der Bit-Position 17 aus dem
Speicherfeld aus. Die Kerne in den Zeilenpositionen 64 bis 127 sind in bezug auf die Kerne der Zeilenpositionen
0 bis 63 gegensinnig orientiert und werden in Gegenrichtung angesteuert, wobei die ^-Leitungen
λ"64 bis ΑΊ27 mit ihrem Einspeisungsende iim Bereich
der Bit-Position 19 beginnen und das Spcichcrfeld 18 sukzessive durchlaufen, um im Bereich dcir Bit-Position
2 zu enden.
Ein einziger Kern für jede Bit-Posilion wird zur
Umschaltung dadurch ausgewählt, daß ein vorgegebener Teilstrom durch eine V-TreibcrlciUmg und durch
eine A'-Trcibcrlcitting geschickt wird. Der Kern in jeder
Bit-Position, welcher im Schnittpunkt der gewühlten X- und V-Trcibcrlcitung liegt, erhalt einen koinzidcntcn
Strom, wodurch eine volle schaltende magnclomotorischc Kraft induziert wird, die den Kern in der
Treiberrichtung schaltet. Alle anderen Korne der Zeile
und Spalte des ausgewählten Kerns erhalten lediglich einen vorgegebenen Tcilstrom, welcher typischcrwcisc
gleich dem halben vollen vorgegebenen Strom ist und welcher kein Schalten von Kernen bewirken kann. Ein
Einschreiben erfolgt dadurch, dnU am anderen Ende der fa>
Leitungen X- und V-Treiberströme eingespeist werden.
Die Leittingsfülining und die Kcrnoricnticrung sind so
gewühlt, (InD die l'oluritltt der V-Schrcibtrcibcrströmc
koin/.iclcnt mit der l'olnrillU der Λ-Schrcibtrcibcrströmc
für den gemeinsamen Kern in jeder Bit-Position ist. M
Diese Schrcibtreibcrströmc schalten dch ausgewählten
gemeinsamen Kern in einen MHgnctisi>mingszustnnd
»I«. Entsprechend sind Lcsetrcibcrströmc entgegengesetzter Polarität für den vorgegebenen Kern in jede
Bit-Position koinzidenz und schalten diesen Kern in der entgegengesetzten Lesezustand bzw. in den Magnetisie
rungszustand »0«.
Während des Auslesevorgangs werden alle ausge wählten Kerne in den Magnetisierungszustand »0<
geschaltet, wodurch immer dann ein Ausgangsschaltim puls U1 mit einer Spitzenamplitude in der Größenord
nung von 13 bis 14 Millivolt erzeugt wird, wenn eil Kern, der sich vorher im Magnetisierungszustand »1
befunden hat, in den Magnetisierungszustand »0< geschaltet wird. In Abhängigkeit von dem zu speichern
den Dateninformationsinhalt kann es entweder erwünscht oder nicht erwünscht sein, beim Schreibvor
gang einen vorgegebenen Kern in einer gegebener Bit-Position in den Magnetisierungszustand »1« zi
schalten. In einem 3D-Dreidraht-Speicher sind für jedi
Bit-Position getrennt steuerbare Lese-Inhibit-Leitungei
mit den Kernen dieser Bit-Positionen gekoppelt, welch« einen Inhibit-Strom führen können, der entgegengesetz
gleich zum V-Treiberstrom ist. Die algebraische Summf
der Ströme für einen vorgegebenen Kern in einer gegebenen Bit-Position, welcher einen Inhibit-Strom
erhält, ist lediglich gleich dem vorgegebenen A"-Teiltre berstrom, welche zur Schaltung eines Kerns nich
ausreicht. Ein derartiger Kern verbleibt dann am End« eines Schreibvorgangs im Magnetisierungszustand »0
Die induktiv gekoppelten X- und V-Treiberleitunge:
sowie die Lese-Inhibit-Leitungen ermöglichen daher ei selektives Schalten der Kerne in den Bit-Positionei
sowie ein Auslesen von durch selektiv geschaltet Kerne erzeugten Ausgangsspannungssignalen.
Da die X- und V-Treiberleitungen im Speicherfeld 1
in einer 3D-16-K χ 20-Konfiguration geschaltet sind
wird jede Bit-Position in zwei Hälften geteilt, wobei di Lese-Inhibit-Leitungen in 8 K χ 40-Konfiguration ge
schaltet sind. Die Kerne jeder Bit-Position, welche di Spaltenleitungen VO bis V63 aufnehmen, nehmen auc
einen Satz von Lese-Inhibit-Leitungen auf. Diese Kern sind in F i g. 1 mit A bezeichnet. Die Kerne, welch
induktiv mit den V-Treiberleitungen V64 bis V12;
gekoppelt sind, nehmen ein zweites Paar von Lcse-Inhi· bit-Leitungen auf. Diese Kerne sind in Fig. 1 als Teil £
bezeichnet. Die ausgelescnen Ausgangssignale eines Satzes A und eines Satzes ö von Lese-Inhibit-Leitun
gen, welche nicht notwendig in derselben räumliche Bit-Position liegen müssen, werden durch die periphe
ren Schaltungen 22 in der Weise einer logische ODER-Operation unterworfen, daß der Speicher 10 füi
die iiuBcrcn Schaltungen einen 16 K- χ 20-Speichei
bildet. Die Lcse-Inhibit-Lcitungspaarc müssen durch die
Bit-Positionen parallel zu den V-Trciberlcitungen in dei
Weise geführt werden, daß Inhibit-Ströme von derer gemeinsamer Klemme zu Diffcrcnzklcmmcn 5 und ,
gegensinnig zu den V-Trcibcrströmen durch alle Kern in jeder Bit-Position fließen können. F:ür die Bit-Positio
neu 11, 4, 15, 8, 2, 14, 5 und 17 tritt da Liisc-Inhibit-Lcitungspnnr in den entsprechenden Teil
der entsprechenden Bit-Positionen der oberen rechter Ecke ein, lauft noch unten durch die Spalten in einrrr
parallelen benachbarten Paar, um sich zwischen der Zeilen 63 und 64 zu kreuzen und vcrllluft weiter nacr
unten bis zum unteren Rand des entsprechender Bit-Positionspums. Das Lcsc-Inhibit-Lcitungspnnr wir
sodann um 180" gedreht und gekreuzt, bevor es nact
oben durch die unteren 64 Zeilen der beider benachbarten Spalten in der Bit-Position gcflldclt wird
Die beiden Leitungen werden zwischen den Zeilen 6
und 64 erneut gekreuzt und durch den Rest der Spaltenpaare weitergeführt, wonach sie erneut um 180°
gedreht und gekreuzt werden, wenn sie durch das nächste Spaltenpaar nach unten geführt werden. Die
Lese-Inhibit-Leitungen werden auf diese Weise vor- und zurückgeführt, bis sie alle 8 K-Speicherkerne in dem
entsprechenden Bit-Positionsteil induktiv gekoppelt haben. Für die Bit-Position 2 tritt die Lese-Inhibit-Leitung
52 Λ am Schnittpunkt der Spalte VO und der Zeile
XO in die Bit-Position ein, während die Lese-Inhibitbit-Leitungen
S2A und S2A miteinander verbunden
sind. Die erste und zweite Schleife der Lese-Inhibit-Leitung
S2A sind durch das Loch 32£ die dritte und vierte
Schleife durch das Loch 32D und die fünfte Schleife
durch das Loch 32C geführt. In entsprechender Weise sind fünf Schleifen in den Lese-Inhibit-Leitungen S2B
und 52B für den ß-Teil der Bit-Position 2 gebildet. Die
erste Schleife läuft durch das Loch 32C, die zweite und dritte Schleife durch das Loch 32ß und die vierte sowie
ίο die fünfte Schleife durch das Loch 32/4.
Leitung"«* am Schnittpunkt der Spalte Yi und der Gemäß Fig. 3 sind auf der Rückseite 16 ucr
7r\\e XO in die Bit-Position eintritt. Die Lese-Inhibit- gedruckten Schaltungsplatte 12 benachbart zu jedem
Loch 32 zwei Lötanschlüsse 34, 36 und 38, 40 vorgesehen, wie dies für das Loch 32£ beispielsweise
Zeile XO in die Bit-Position
Leitung S2A tritt bei der Spalte 62 aus der Bit-Position
aus, während die Lese-Inhibit-Leitung S2A bei der . .-,.,.,·
Spalte V 63 aus der Bit-Position austritt. Die Enden der '5 dargestellt ist. Die erste Schleife der Lese-Inhibit-Lei-
Lese-Inhibit-Leitungen werden nach dem Austritt aus tung S2A ist zum Lötanschluß 34 geführt, wobei beide
Teile dieser Schleife an diesen Lötanschluß 34 angelotet
und die überschüssigen Enden abgeschnitten sind.
Entsprechend ist die erste Schleife der Lese-Inhibit-Leitung
52Ä an den Lötanschluß 36, die zweite Schleife der
Leitung S2A an den Lötanschluß 38 und die zweite
Lese-Inhibit-Leitungen
dem Speicherfeld bei den Spalten Y62 und Y63 miteinander verlötet und an einen Inhibit-Stromtreiber
in den peripheren Schaltungen 22 angeschlossen. Die Kerne des ß-Teils der Bit-Position 2 werden entsprechend
der Kopplung des Teils A durch die Lese-Inhibit-Leitungen S2A und JJÄ durch Lese-Inhibit-Leitungen
S2B und S2ß gekoppelt. Die Lese-Inhibit-Leitungen
S2A, S2B und 5ΊΒ treten bei den Spalten Y64 und
V 65 in die Bit-Position ein und treten mit ihren Enden bei den Spalten Y26 und Y27 aus der Bit-Position aus.
Für die Bit-Positionen 0,12,7,19,10,3,16,9,1,13,6 und
18 sind die Lese-Inhibit-Leitungen um 180° gedreht, so daß die Leitungen am unteren Ende statt am oberen
Ende in die Bit-Positionsteile eintreten und aus diesen austreten.
Für jede Bit-Position sind fünf Löcher 32 vorgesehen. Diese Löcher bilden eine Verbindung durch die
gedruckte Schaltungsplatte 12 zwischen der Vorderseite 14 und der Rückseite 16 und besitzen einen
Durchmesser von wenigstens 0,127 cm. Diese Löcher, welche für die Bit-Position 2 mit 32-4 bis 32Ebezeichnet
sind, nehmen Schleifen von Lese-Inhibit-Leitungen auf, wie dies im einzelnen F i g. 2 zeigt. Da die Lese-Inhibit-Leitung
durch ein Bit-Positionsteil geführt ist, wird auf der Seite der Bit-Position, an der die Lese-Inhibit-Leitung
eintritt und austritt, periodisch eine Leitungsschleife von etwa 7,62 cm Länge gebildet. Diese Leitungsschleife ist durch eines der Löcher 32/4 bvs 32£ geführt,
um eine Verbindung zur Schaltung auf der Rückseite 16 der gedruckten Schaltungsplatte 12 zu schaffen. Bei der
Ausführungsform nach Fig.2 sind fünf Schleifen in jeder Lese-Inhibit-Leitung gebildet und durch eines der
Löcher 32 geführt. In der Lese-Inhibit-Leitung S2A ist am Auslcsecndc vor dem Eintritt in die Bit-Position an
der Spalte VO eine erste Schleife gebildet. Diese Schleife ist durch das Loch 32£ geführt. Zwischen den
Spalten V14 und V16 ist eine zweite Schleife gebildet
und durch das Loch 32E geführt; eine dritte Schleife ist zwischen den Spalten YMOund V32 gebildet und durch
das Loch 32D geführt; zwischen den Spalten K 46 und K 48 ist eine vierte Schleife gebildet und durch das Loch
32 Egeführt, während zwischen der Spalte V 62 und der
Inhibit·Verbindung I2A eine fünfte Schleife gebildet ist
und durch cliis Loch 32C geführt ist. In der
Lese-Inhibit-l..cimng SJÄ sind entsprechend fünf
Schleifen gebildet, wobei die erste Schleife zwischen l.csecnde und dem lüntriit in die Spulte VI, die zweite
Schleife zwischen den Spulten V15 und Y17, die dritte
Schleife zwischen den Spulten V3I und V33, die vierte
Schleife zwischen den Spulten V 47 und V49 und die fünfte Schleife zwischen der Spalte V63 und dem
Inhibil-Leitungsciulc I2A gebildet ist, wo die Lese Inhi-
an
Schleife der Leitung S2A an den Lötanschluß angelötet. In jedem Fall ist überschüssige Leitung in der
Schleife abgeschnitten. Diese Schaltungsverbindungen der verschiedenen Schleifen bilden die Verbindung der
Lese-Inhibit-Leitungen mit den keine Speicherkerne aufweisenden Schaltungen in der Bit-Position, wobei die
Lese-Inhibit-Leitungen auf beiden Seiten wenigstens einer der Schleifen induktiv mit den magnetischen
Speicherkernen gekoppelt sind. Da die entsprechenden fünf Schleifen der Lese-Inhibit-Leitungen S2A und
S2A an entsprechenden räumlichen Stellen in der Bit-Position auftreten, ist die elektrische Leitungslänge
zwischen entsprechenden benachbarten Paaren von Schleifen gleich. Das bedeutet, daß der elektrische
Abstand zwischen der ersten und zweiten Schleife der Leitung S 2A gleich dem elektrischen Absland zwischen
der ersten und zweiten Schleife der Leitung S2Ä ist.
Darüber hinaus sind bei dieser Ausführungsform die Schleifen längs jeder Lese-Inhibit-Leitung gleich beabstandet,
so daß der elektrische Abstand zwischen der ersten und zweiten Schleife gleich dem elektrischen
Abstand zwischen der zweiten und dritten Schleife jeder Lese-Inhibit-Leitung ist.
Wie F i g. 3 zeigt, ist jeder Lötanschluß 34, 36,38 und
40 elektrisch mit einem Beam-Lead-Anschluß 42 und einem diskreten Bauelementanschluß 44 verbunden,
welcher so geformt ist, daß er zwei diskrete Bauclcmcntanschlüssc aufnehmen kann. Bei einer
bevorzugten Schaltungsiuisführung ist ein Beam-Lead-Anschluß
46 eines Halbleiter-Chips 48 mit eineir Bcam-Lcad-Anschluß 42 des Löinnschlusscs 34 und eil
zweiter Bcam-Lcad-Anschluß 50 des Chips 48 mit deiv
Beam-Lcnd-Anschluß 42 des Lötanschlusses 36 vcrbuiv
ss den. Der Chip 48 ist eine integrierte Schaltung, welche
ein Pour von antiparnllcl geschalteten Schottky-Diotlei
mit geringer Kapazitllt enthüll, welche clektrisel /wischen die Bcnm-Lead-Anschlüssc 46 und 50 geschal
tel sind. Ein Diodenpaar ist dann antipiirallel geschultei
wenn die Anode jeder Diode mit der Kathode de anderen Diode verbunden ist.
Beam-Lcad-Chips mit Schottky-Diode!! sind von de
!•"irma Hewlett-Packard kommerziell erhältlich, wobt
die SperrsehichtkapazittUcn unter 2 Picofarad bis zu
Picofarad, die Schwcllwcrl-Durchlaß-Vorspannung
bei 200Millivolt für I Milliampere und die Minorität?
Irltgcr-Lebensdauer bei lOOPicosekunden liegt. Dies
Soholtky-Diodcri leiten an ihnen auftretende i
komponenten, deren Spannung über dem Durchlaß-Schwellwert von 200 Millivolt liegt. Weiterhin bilden
diese Dioden auf Grund der kleinen parametrischen Sperrschichtkapazität eine Impedanz, welche für die
Hauptfrequenzkomponenten der Differenz-Rausch-Signale überwiegend ohmisch ist. Die Schottky-Dioden
bewirken daher lediglich eine sehr kleine Strom-Spannungs-Phasenverschiebung für die an ihnen stehenden
Hauptfrequenzkomponenten der Differenzsignale. Frequenzkomponenten der Differenzsignale, welche ausreichend
hoch liegen, so daß die Schottky-Dioden überwiegend einen Blindwiderstand darstellen, werden
weit schneller gedämpft und haben daher keinen ins Gewicht fallenden Einfluß auf die Lese-Inhibit-Freiwerdezeit.
Gemäß einer anderen Ausführungsform können Paare diskreter Schottky-Dioden antiparallel zwischen
Paare von diskreten Bauelementanschlüsseri 44 geschaltet werden, wie dies für die Lötanschlüsse 38 und 40
dargestellt ist. Eine erste Schottky-Diode 52 ist dabei so geschaltet, daß sie Strom vom Lötanschluß 38 zum
Lötanschluß 40 leitet, während eine zweite Schottky-Diode 54 so geschaltet ist, daß sie Strom vom
Lötanschluß 40 zum Lötanschluß 38 führt. Es ist nicht erforderlich, Beam-Lead-Schallungen und diskrete
Schaltungen zusammen vorzusehen; zwischen jedes Paar von Lötanschlüssen 34,36 oder .18,40 muß lediglich
ein Diodenpaar geschaltet werden, so daß entweder die diskreten Anschlüsse 33 oder die Beam-Lead-Anschlüsse
42 entfallen können.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform können auch antiparallele Schottky-Diodenpaare, wie beispielsweise
Beam-Lead-Paare 48 auf der Vorderseite 14 der gedruckten Schaltungsplatte 12 zwischen benachbarten
Bit-Positionen vorgesehen werden. Bei einer Ausführungsform können die Diodenpaare auf dünnen
Aluminiumoxid-Substraten 55 montiert werden, die ihrerseits etwa an den Stellen auf der Vorderseite 14 der
gedruckten Schaltungsplatte montiert sind, an denen ein Loch 32 vorgesehen ist, wenn die Dioden im oben
beschriebenen Sinn auf der Rückseite 16 sitzen. Die K-Treibcrlcitungen laufen dann über die Oberseite des
Substrats, auf dem die Dioden montiert sind.
Bei einer etwas abgeänderten AusfUhrungsform nach F i g. 4 kann das Substrat 55 auf einer mit Löchern
versehenen Brücke 56 montiert sein, welche ihrerseits auf der Vorderseite 14 der gedruckten Schaltungsplatte
12 montiert ist. Durch diese Brücke 56 verlaufen V-Trcibcrlcitungcn 58, während Lcsc-lnhibit-Lcitungcn
60 an das Substrat 55 auf der Brücke 56 angelötet sind.
F i g. 5 zeigt ein vereinfachtes Schaltbild der Lese-Inhibit-Leitungcn
der Bit-Position 2. Das Lcse-Inhibit-Lcilungspaar S2A und SiA ist mit dem Lcseendc an
Eingüngc eines Differcnzvcrstilrkers 70 angeschaltet.
)edc I llilfle dieser Leitungen llliift vor dem Verbinden
zur Mildling einer Inhibit-Klcmmu /durch vier Gruppen
von 1000 Kernen. Die Klemme/ ist dabei mit der
Kathode einer Isolationsdiode 72 verbunden. Die Anode dieser Diode 72 liegt im einem Widerstand 74 und
weiterhin an einer (nicht dargestellten) Inhibit-Stromlicibcrquelle.
Einsprechend sind die Lcse-lnhibit-l.ei-Hingen
S 2Π und STfB an die Hingänge eines
Uitlercn/.vcrstHrkcrs 7b angeschlossen und laufen von
ihrer Verbindung zur Bildung einer Inhibit-Klcmme, welche mit der Kathode einer Diode 78 verbunden ist,
durch vier Gruppen von I K-Spcichcrkcrnen. Die Anode
der Diode 78 ist mit der Inhibit-Stromtreiberquclle, dem
Widerstund 74 und der Anode der Diode 72 verbunden.
Die den Dioden 72 und 78 abgewandte Klemme de: Widerstands 74 liegt an Erde.
An den Eingängen der Leseverstärker 70 und 7t liegen identische Abschlußnetzwerke 80 und 82. Da;
s Abschlußnetzwerk 80 enthält Dioden 83 und 84 sowie Widerstände 86,88 und 89. Die Anoden 83 und 84 lieger
an der Leitung S2A bzw. S2A, während ihre Kathoder
an Erde liegen. Die Widerstände 86 und 88 lieger parallel zu den Dioden 83 und 84. Die Dioden 83 und SA
ίο bilden für relativ große Inhibit-S'iröme einen Zweig
kleiner Impedanz gegen Erde und schützen der Verstärker dadurch, daß Gleichtaktspannungen auf ihre
Durchlaß-Vorspannungen begrenzt werden. Die Widerstände 86, 88 und 89 sind an die Leitungscharakteristik
der Lese-Inhibit-Leitungen S2A und S2A angepaßt und
bilden soweit wie möglich einen angepaßten Abschluß wodurch für Gleichtaktsignale und zwischen der
Lese-Inhibit-Leitungen für Differenzsignale ein Widerstandszweig gebildet wird. Zwischen dem Abschlußnetzwerk
80 und der Eintrittsstelle der Lese-Inhibit-Leitungen S2A und S2A in die Speicherkerne der zweiter
Bit-Position liegt ein erstes Paar von antiparallelen Schottky-Dioden 90 und 92, welche räumlich sehr eng
benachbart zu den magnetischen Speicherkernen angeordnet sind. Diese Dioden verbinden die ersten
Schleifen der beiden Lese-Inhibit-Leitungen. Hinter dem ersten Diodenpaar 90,92 sind die Lese-Inhibit-Leitungen
S2A und S2A durch eine Gruppe von Magnetkernen 94 und 96 geführt, welche jeweils einige
1024 Kerne enthalten. Ein zweites Paar von antiparallelen Schottky-Dioden 98 und 100 verbindet die
Lcse-Inhibit-Leitungen S2A und S2A zwischen derer
zweiten Schleifen, welche zwischen den ersten Grupper von Magnetkernen 94 und 96 und zweiten Gruppen vor
jeweis 1024 Speicherkernen 102 und 104 vorgeseher sind. Die Schottky-Dioden 98 und 100 sind räumlich sehi
nahe benachbart zu den Magnetkernen der zweiter Bit-Position angeordnet, um die räumliche Länge dei
zweiten Schleife und die Gesamtlänge der Lese-lnhibit-Leitungen
S2A und S2A zu begrenzen. Da die
Lese-Inhibit-Leitungen S2A und S2A mit den magneti
sehen Speicherkernen der zweiten Bit-Position aul beiden Seiten der zweiten Schleifcnposition induktiv
gekoppelt sind, an der das zweite Paar von antiparalle len Dioden 98 und 100 an die Lese-Inhibit-Leitungcr
angekoppelt ist, sind die Schottky-Dioden 98 und 100 irr
Kcrnspcicherfcld de zweiten Bit-Position an üquivalcn
ten oder symmetrischen Stellen längs des Paars vor Lcse-Inhibit-Leitungen S2A und S2A angekoppelt
Wie oben ausgeführt, sollen die antiparallclcn Paare vor
Dioden in einer Bit-Position raumlich so nahe wii
möglich an der Bit-Position angeordnet sein, wobei sii
sich auf der anderen Seite einer druckbaren Schaltungs
platte nahe der ihnen zugeordneten Bit-Positioi
v> befinden. Ein drittes Paar von untipiirullclen Schottky
Dioden 106 und 108 verbindet die Lcsc-Inhibit-Lcilun
gen S2A und SiA an Äquivalenten oder symmetrische!
Stellen im Bereich der dritten Schleifen zwischen drittel Gruppen von 1024 Magnetkernen 110 und 112 sowii
Ή) den zweiten Gruppen 102 und 104. Hin viertes Paar voi
untipnrnllclcn Schottky-Dioden 114 und 116 verbinde1
die Lese-Inhibit-Leitungen S2A und 5ϊλ im Bereicl
von vierten Schleifen zwischen vierten Gruppen voi 1024 Magnetkernen 1(8 und 120 und den driller
<>■> Gruppen 110 und 112. Hin fünftes Piuir von antiparalle
len Schottky-Diode!) 122 und 124 verbindet clic Lese-Inhibit-Leitungen S2A und SJÄ im Bereich voi
fünften Schleifen rllumliclt bciiiirhhnrl zur Hit-Poüiiion :
und in enger Nachbarschaft zu deii Kernen 118 und 120.
An Stelle der Anordnung der fünf Paare von antiparallelen Dioden in gleichförmigen Intervallen in
der Bit-Position können auch andere Anordnungen der Diodenpaare vorgesehen werden. Beispielsweise kann
sich die Anzahl von Speicherkernen in den Gruppen von Kernen zwischen zwei Paaren von antiparallelen
Dioden von der Anzahl der Kerne zwischen einem anderen Paar von antiparallelen Dioden unterscheiden.
Weiterhin können auch mehr oder weniger Paare von antiparallelen Dioden längs eines Paares von Lese-Inhibit-Leitungen
vorgesehen werden. Es kann beispielsweise wünschenswert sein, das zweite und vierte Paar von
Schottky-Dioden entfallen zu lassen, wobei das fünfte Paar von Schottky-Dioden keinen ins Gewicht fallenden
Einfluß ausübt, wenn der Inhibit-Anschluß, an dem die beiden Lese-Inhibit-Leitungshälften S2A, S2A und
S2B, S2Bmiteinander verbunden sind, sehr nahe an der
Anpassungsstelle liegen. Experimente haben gezeigt, daß eine zusätzliche Reduzierung der Lese-Inhibit-Freiwerdezeit
durch Verwendung eines zusätzlichen Paars von Dioden weniger bedeutend ist, wenn die
Anzahl von Speicherkernen und die Länge der Lese-Inhibit-Leitung zwischen benachbarten Paaren
von Schottky-Dioden reduziert wird. Für jede Speicherkonfiguration muß festgelegt werden, von welchem
Punkt an sukzessiv kleiner werdende Verbesserungen der Lese-Inhibit-Freiwerdezeit die Einfügung von
weiteren antiparallelen Paaren von Dioden nicht mehr rechtfertigen.
Während des Schreibzyklus liefert ein Inhibit-Treiber
den vierfachen Wert des erforderlichen Inhibit-Stroms in die Lese-Inhibit-Leitungen jeder Bit-Position, in die
eine Null eingeschrieben werden soll. Dieser Strom teilt sich auf den doppelten erforderlichen Inhibit-Strom
durch die Isolationsdioden 72 und 78 und sodann auf den Inhibit-Strom, welcher durch die Lese-Inhibit-Leitungen
S 2 A, 3T2Ä S2B und 5ΤΓΒ fließt. Da die Abfallzeit der
lnhibit-Ströme bei Beendigung eines Lese-Schreibzyklus sehr groß sein muß, um einen wirksamen
Speicherbetrieb sicherzustellen, ist diese Abfallzeit klein in bezug auf die Ausbreitungszeit längs der Lese-Inhibit-Leitungen.
Es wird dabei auf jeder der Leitungen ein Spannungsimpuls induziert, welcher zum Leseende hin
weiterläuft. Da diese Spannungsimpulse etwa gleich sind, führen Differenzen in den körperlichen und
elektrischen Eigenschaften der Leitungen und der lnformationszustände der Speicherkerne zu Differenzspannungsimpulsen
zwischen den Lese-Inhibit-Leitungspaaren, welche im Vergleich zu den Differenzschaltsignalen
LJ1 von beträchtlicher Größe sind. Wenn diese Impulse die Abschlußnetzwerke 80 und 82 der
Lese-Inhibit-Leitungen erreichen, werden sie durch diese Netzwerke in einem wesentlichen Maß absorbiert.
Da es jedoch unmöglich ist, eine perfekte Impedanzanpassung zwischen den Anpassungsnetzwerken 80 und
82 und den Lese-Inhibit-Leitungen S2A, S2A und S2B,
S2B sicherzustellen, wird ein Teil des Differenzimpulses
(und auch alle Gleichtaktimpulse) über die Lese-Inhibit-Leitungen zum Treiberende dieser Leitungen zurückreflektiert.
Wenn diese Impulse am Treiberende ankommen, an dem zwei Lese-Inhibit-Leitungen miteinander
verbunden sind, treffen die Differenzimpulse auf einen Kurzschluß und werden mit sehr geringer Dämpfung
zum Leseende zurückreflektiert, wo sie nach einer Dämpfung durch das Abschlußnetzwerk erneut reflektiert
werden. Wenn diese Differenzimpulse über die Lese-Inhibit-Leitungen laufen, bilden die Paare von
antiparallelen SchoUky-Dioden Kurzschlüsse für Differenzspannungen,
welche über den Durchlaß-Vorspannungen der Dioden liegen. Daher werden diese Impulse
mit größeren Spannungen beim Auftreffen auf ein Diodenpaar reflektiert, bevor sie das Ende einer
Lese-Inhibit-Leitung erreichen. Diese frühe Reflexion führt dazu, daß die Spannungsimpulse auf den
Lese-Inhibit-Leitungen mit einer höheren Frequenz auftreten, bei der sie schneller gedämpft werden, weil
die Energie durch die magnetischen Speicherkerne selbst absorbiert wird.
Ersichtlich müssen 16 K-Bit-Positionen nicht so mi; den Lese-Inhibit-Leitungen beschaltet werden, als wenn
sie zwei 8-K-Bit-Positionen wären. Wie speziell Fig.2 zeigt, treien die Leseenden der Lese-lnhibit-Leiiungen
S2B und S2B aus der zweiten Bit-Position nahe an den lnhibit-Enden der Lese-Inhibit-Leitungen 524 und
S2A aus. Lediglich durch Verbinden des Leseendes der Leitung S2B mit dem Inhibit-Ende der Leitung S2A
und des Leseendes der Leitung S2B mit dem Inhibit-Ende der Leitung S2A kann die doppelte
8-K-Lese-Inhil't-Leitungsanordnung in eine einzige
16-K-Lese-Inhibit-Leitungsanordnung transformiert werden. Bei einer derartigen Ausführungsform können
das Abschlußnetzwerk 82 und der Verstärker 78 entlallen. Darüber hinaus muß dann die Inhibit-Treiberstromquelle
lediglich den doppelten Inhibit-Strom liefern, da dieser lediglich einmal beim Eintritt in die
Lese-Inhibit-Leitungen geteilt wird.
Die effektive Reduzierung der Lese-Inhibit-Freiwerdezeit, welche durch die Beschallung der Lese-Inhibit-Leitungen
in einer Bit-Position erzielbar ist, wird an Hand der F i g. 6 und 7 näher erläutert.
Die in diesen Figuren aufgetragenen Signale gelten für einen in konventioneller Weise betriebenen
16-K-Drei-D-Dreidrahtkernspeicher. Fig.6 zeigt Signale
bei fehlender innerer Kompensation, während Fig.7 Signale zeigt, die bei einer Beschallung der
Lese-Inhibit-Leitungspaare durch drei Paare von antiparallelen Schottky-Dioden mit einer Durchlaß-Vorspannung
von etwa 200 Millivolt auftreten. Ein Diodenpaar ist dabei jeweils an einem Ende der
Lese-Inhibit-Leitungen nahe den magnetischen Speicherkernen angeschaltet, während das dritte Paar
etwa in der Mitte zwischen den anderen beiden Paaren angeschlossen ist, wobei jeweils die Hälfte der
Speicherkerne in der Bit-Position mit den Lese-Inhibit-Leitungen auf jeweils einer Seite dieses Paares
gekoppelt ist.
Gemäß F i g. 6 werden die Lese-Inhibit-Leitungen mit einem Inhibit-Strom von 240 Milliampere für eine
ausreichende Zeitdauer gespeist, um einen nahezu stationären Zustand zu erhalten (Kurve 150). Im
Zeitpunkt -100 Nanosekunden wird der Inhibit-Strom abgeschaltet, wobei er in einem Abfallintervall von
100 Nanosekunden um 2,4 Milliampere pro Nanosekunde abnimmt. Zum Zeitpunkt Null hat der Inhibit-Strom
daher den Wert Null angenommen. Etwa in der Mitte des Abfallzeitintervalls sitzt die Inhibit-Stromkurve in
einem Punkt 152 eines Plateaus. Dieses Plateau entsteht durch einen hochenergetischen Gleichtaktimpuls, welcher
am Leseende der Lese-Inhibit-Leitungen ankommt und zum Inhibit-Ende zurückreflektiert wird, wodurch
ein Strom im Inhibit-Treiber enisiehi. Die auf den Lese-Inhibit-Leitungen am Leseende entstehende Differenzspannung
ist für zwei verschiedene Amplitudenwerte auf zwei verschiedenen Horizontalachsen dargestellt.
Eine Kurve 154 stellt die Differenzsignale mit
einer Verstärkung von 200 Millivolt pro Teilung dar,
während eine Kurve 156 die Differenzsignale mit einer Verstärkung von 5 Millivolt pro Teilung darstellt. Die
Kurve 154 zeigt, daß auf din Lese-Inhibit-Leitungen
hochfrequente Differenzspannungsimpulse mit großer Amplitude entstehen, wenn di;r Inhibit-Strom zu fallen
beginnt. Da das Ausgangsspannungssignal beim Schalten eines Kerns vom Magnetisierungszustand 1 in den
Magnetisierungszustand 0 während eines nachfolgenden Lesezyklus eine Spitzenamplitude von lediglich
40 Millivolt besitzt, kann der nachfolgende Lesezyklus so lange nicht stattfinden, bis die Differenzspannungsimpulse
auf den Lese-Inhibit-Leitungen auf einen Spitzenwert von 5 Millivolt oder weniger gedämpft
sind. Die Kurve 156 zeigt, daß etwa 340 Nanosekunden erforderlich sind, bis diese Spannungsimpulse nach dem
Abschalten des lnhibitstroms auf diesen Wert gedämpft sind.
Die Kurve zeigt weiterhin, daß etwas weniger als 100 Nanosekunden erforderlich sind, damit zwei aufeinanderfolgende
Spitzen der Differenzspannungsimpulse auftreten können. Diese Impulse besitzen daher eine
Frequenz von etwas mehr als 20 MHz.
F i g. 7 zeigt, daß das Vorhandensein der antiparallelen Diodenpaare einen wesentlichen Einfluß auf die an
den Leseenden der Lese-Inhibit-Leitungen auftretenden Differenzimpulse hat. Eine Kurve 160 für die Dil'ferenzspannungen
mit einer Verstärkung von 200 Millivolt pro Teilung zeigt, daß hochfrequente Oszillationen stark
gedämpft werden. Beim Abschalten des Inhibit-Stroms
S entsteht ein negativer Spannungsimpuls mit großer Amplitude, welcher jedoch schnell gedämpft wird. Eine
Kurve 162 für die Differenzspannung mit einer Verstärkung von 5 Millivolt Teilung zeigt, daß lediglich
etwa 190 Nanosekunden erforderlich sind, um das
ίο Differenzspannungssignal unter einen Spitzenwert von
5 Millivolt zu dämpfen, wenn antiparallele Pt.are von Schottky-Dioden an die Lese-Inhibit-Leitungen angeschaltet
sind. Dies sind 150 Nanosekunden weniger für die Dämpfung als in dem Fall, in dem keine
Schottky-Dioden vorhanden sind. Weiterhin ist aus der Kurve 162 ersichtlich, daß sich die Frequenz der
impulsförmigen Spannungsoszillationen auf etwa 40MHz nahezu verdoppelt hat. Dies ist einer
Verkürzung der Leitungsstrecke zwischen Stoßstellen auf dem Lese-Inhibitleitungspaar um etwa die Hälfte
äquivalent. Das Vorhandensein der Stoßstellen führt also zur Erzeugung von höherfrequenten Harmonischen,
welcher durch die magnetischen Speicherkerne schneller absorbiert werden und keine Größen erreichen
können, bei denen die ausgelesenen Differenzsignale beträchtlich beeinflußt werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Magnetkernspeicher mit wenigstens einer Ebene von magnetischen Speicherkernen, die durch
entsprechende Führung von Zeilen- und Spaltentreiberleitungen in eine vorgegebene Anzahl von
jeweils eine Bit-Position definierenden Speicherkernfeldern zusammengefaßt sind, mit
wenigstens einem Lese-Inhibit-Leitungspae>r pro Bit-Position, von dem jeweils eine Lese-Inhibit-Leitung
mit jeweils einem Teil der Speicherkerne der Bit-Positionen induktiv gekoppelt ist, und mit
wenigstens einer an das Lese-Inhibit-Leitungspaar angekoppelten Schwellwertschaltung zur Unterdrückung
von im Speicher-Lesezyklus auftretenden Störsignalen, unabhängig von deren Polarität,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Störsignale unterdrückende Schwellwertschaltung
(52, 54) derart an das Lese-Inhibit-Leitungspaar (beispielsweise SZA, SZA) angekoppelt ist, daß auf
beiden Seiten der Ankopplungsstelle Speicherkerne (20) liegen und daß die Schwellwertschaltung (52,54)
für auf dem Lese-Inhibit-Leitungspaar (beispielsweise SZA, SZA) auftretende hochfrequente Signale,
deren Größe über dem Schwellwert liegt, eine Leitungsstoßstelle bildet, während sie Signale, deren
Größe kleiner als der Schwellwert ist,- minimal beeinflußt.
2. Magnetkernspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellwertschaltung (52,
54) ein Paar von antiparallel geschalteten Schottky-Dioden enthält.
3. Magnetkernspeicher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schottky-Dioden (52, 54)
eine kleine Serienkapazität von nicht mehr als drei Picofarad und insbesondere von weniger als zwei
Picofarad besitzen.
4. Magnetkernspeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwellspannung der Schottky-Dioden (52,54) klein, vorzugsweise nicht größer als etwa 200 Millivolt und
insbesondere wenigstens gleich 20 Millivolt ist.
5. Magnetkernspeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Schwellwertschaltungen (90, 92; 98, 100; tO6, 108; 122, 124) über das Lese-Inhibit-Leitungspaar (SZA,
SZA) verteilt zwischen Speicherkerngruppen (94,96;
102, 104; 110, 112; 118,120) zwischen die Leitungen
des Lese-Inhibit-Leitungspaars gekoppelt sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/443,712 US3982233A (en) | 1974-02-19 | 1974-02-19 | Core memory with improved sense-inhibit recovery time |
| US44371274 | 1974-02-19 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2507077A1 DE2507077A1 (de) | 1975-09-04 |
| DE2507077B2 DE2507077B2 (de) | 1977-02-10 |
| DE2507077C3 true DE2507077C3 (de) | 1977-09-29 |
Family
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