DE2505544C2 - Ventil mit Leckageanzeige - Google Patents
Ventil mit LeckageanzeigeInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16K1/00—Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces
- F16K1/32—Details
- F16K1/34—Cutting-off parts, e.g. valve members, seats
- F16K1/44—Details of seats or valve members of double-seat valves
- F16K1/443—Details of seats or valve members of double-seat valves the seats being in series
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Ventil mit Leckageanzeige, insbesondere für die Lebensmittel-
und/oder Getränkeindustrie, das eine von einer einzigen nach oben geführten Spindel gesteuerte Dichtanordnung enthält, bei der zwei in axialer Richtung
voneinander getrennte Dichtteller mit einem einzigen Kegelsitz des Ventilgehäuses zusammenwirken und der
von den Dichttellern und Teilen des Kegelsitzes abgegrenzte Leckagehohlraum über radiale und axiale
Bohrungen der Spindel an die Außenatmosphäre angeschlossen ist, wobei im geschlossenen Zustand des
Ventiles der Weg ins Freie offen und bei offenem Ventil dieser Weg geschlossen ist.
In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie werden
die verschiedenartigsten Absperrventile mit hohen « Qualitätsanforderungen benötigt. Insbesondere bei der
Automation des Prozeßablaufes wird ein Teil des jeweiligen Leitungssystems mit Produktflüssigkeit und
ein anderer Teil gleichzeitig mit Reinigungslösung durchfahren. Für die Trennung von Produktflüssigkeit «>
von der Reinigungslösung ist es nahezu selbstverständlich, daß irgendwelche Ventile zur Anwendung kommen
müssen. Um ein Vermischen der Flüssigkeiten an einem schadhaften Ventilsitz zu vermeiden, kommen Ventile
der eingangs erwähnten Art, also sogenannte Leckage- 61S
ventile zum Einsatz.
Bei einem bekannten Ventil der eingangs erwähnten
Art sind für das Öffnen und Verschließen des Weges
vom Leckagehohlraum zur Außenatmosphäre zwischen den Dichttellern besondere Ventile vorgesehen, die aber
nicht zuletzt wegen der gegen den im geöffneten Ventil mit Leckageanzeige herrschenden Druck aufzubringenden Schließkräfte einen erheblichen Bauaufwand
erfordern. Außerdem ist der Raum zwischen den beiden Dichttellern außerordentlich beengt, so daß erhebliche
Konstruktionsschwierigkeiten hinzukommen, ganz abgesehen davon, daß räumlich beengte Konstruktionen
zu vorzeitigen Verschleißerscheinungen und Funktionsstörungen führen.
Ausgehend von den aufgezeigten Schwierigkeiten bei der bekannten Bauart liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Ausführungsform zu finden, bei der keine Raumnot herrscht und die weder aufwendig, noch
störanfällig ist
Dieses Ziel wird nach der Erfindung dadurch erreicht,
daß die axiale Bohrung der Ventilspindel in mindestens einer oberen radialen Bohrung endet, die mit Wandungsteilen der Spindelabdichtung im Ventiloberteil
eine Art Absperrschieber bildet, wobei in der Schließstellung des Ventils die Bohrung der Ventilspindel in
einen Abflußquerschnitt im Ventiloberteil mündet, während bei offenem Ventil Wandungsteile der
Abdichtung die Bohrung geschlossen halten. Durch diese Maßnahme ist die Absperr-Konstruktion aus dem
beengten Raum zwischen den Dichttellern herausgenommen und an einen Ort verlegt, wo ihre Maßauslegungen keine Schwierigkeiten bereiten. Nach der
Erfindung erhält man demnach eine Absperrschieber-Konstruktion, die sich bei einem geringen Bauaufwand
durch Einfachheit und Langlebigkeit auszeichnet, ohne daß es für die Funktionsfähigkeit noch weiterer
zusätzlicher Maßnahmen bedarf. Außerdem ist die neue Bauart vom Druck im Ventil selbst unabhängig, zumal
Belastungsfedern o.dgl. in Fortfall gekommen sind, welche bei der bekannten Bauart die Absperrelemente
im Leckageabfluß — bei geöffnetem Ventil — geschlossen halten.
Eine weitere vorteilhafte Gestaltung gemäß der Erfindung besteht darin, daß die im Ventiloberteil,
bevorzugt aus Polytetrafluoräthylen hergestellte Abdichtung für die Ventilspindel in an sich bekannter
Weise aus einem unteren Stopfbuchsenteil, einem für den Leckageabfluß mit einer inneren und einer äußeren
Ausdrehung versehenen, in dem verbleibenden Wandungsteil radiale Bohrungen aufweisenden Zwischenring und einem oberen Stopfbuchsenteil besteht. Hier
sind in einfacher Weise bekannte Maßnahmen sinnvoll und mit Vorteil für einen ganz besonderen Zweck
eingesetzt, wobei wiederum die einfache und robuste Bauart besticht.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise
veranschaulicht; es zeigt
Fig. 1 das erfindungsgemäße Ventil im Längsschnitt,
wobei die linke Seite der Darstellung den geschlossenen Zustand und die rechte Seite den geöffneten Zustand
veranschaulicht und
Fig.2 eine Einzelheit der Fig. 1, und zwar die
Dichtung, teilweise aufgebrochen.
Gemäß Fig. 1 weist das Ventil ein Eckventilgehäuse
f mit einem konischen Ventilsitz 2 auf. Der Ventilsitz 2 kann auch in analoger Weise einem anderen Gehäuse,
z. B. einem Schrägsitzventilgehäuse zugeordnet sein. Die Abdichtung am Ventilsitz 2 erfolgt hier durch eine
massive Ventiltellerdichtung 3, die bevorzugt aus Polytetrafluoräthylen hergestellt ist und die zwei
Dichtflächen 4, 5 aufweist, wobei die umlaufende obere
Dichtfläche 4 in geschlossenem Zustand des Ventils beispielsweise gegen die Produktflüssigkeit und die
umlaufende untere Dichtfläche S gegen die Reinigungslösung abdichtet. Zwischen den beiden Dichtflächen 4
und 5 ist eine umlaufende Außenrille 6 vorgesehen, die s über mindestens eine radiale Bohrung 7 mit einer
Innenrille 8 verbunden ist Die Ventiltellerdichtung 3 wird durch eine Hutmutter 9 an den Ventilteller 10 der
Ventilspindel 11 flüssigkeitsdicht angepreßt Die Dichtung 3 selbst ist besonders gut der F i g. 2 zu entnehmen, ι ο
Die Ventilspindel 11 besitzt eine axiale Bohrung 12, die
durch eine untere radiale Bohrung 13 mit der Innenrille 8 und durch eine obere radiale Bohrung 14 mit dem
freien Raum 15 einer Stopfbuchsenausdrehung 16 des Ventiloberteiles 17 verbunden ist, wenn sich das Ventil
im Schließzustand befindet
Die Ventilspindel Il wird durch eine nachstellbare,
vorzugsweise ebenfalls aus Polytetrafluoräthylen bestehende Stopfbuchse abgedichtet Das Ventiloberteil 17
nimmt — wie schon angedeutet — eine Stopfbuchse in der Stopfbuchsenausdrehung 16 auf, wobei sich die
Stopfbuchse aus einem unteren Stopfbuchsenteil 18, einem Zwischenring 19 mit Bohrungen 20 und einem
oberen Stopfbuchsenteil 21 zusammensetzt
Das Ventiloberteil 17 ist mit einer schräg nach unten gerichteten Bohrung 22 versehen, die eine Verbindung
zwischen dem durch den Zwischenring 19 in der Stopfbuchsenausdrehung 16 entstandenen freien Raum
15 und der zylindrischen Außenfläche des Ventiloberteiles 17 ergibt An die Bohrung 22 ist ein Ablaufrohr 23 ω
angeschlossen. Das Ventilgehäuse 1 ist im Bereich des Ablaufrohres 23 mit einer eingefrästen Nut bzw. einem
Schlitz 24 versehen, so daß das durch die abschraubbarr
Nutmutter 25 angepreßte Ventiloberteil 17 komplett abgenommen werden kann. Die Hubbewegung erfolgt
durch einen pneumatischen Antrieb 26 oder durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Stellmotor bzw.
Handantrieb.
Das Ventil arbeitet wie folgt:
Eine am Ventilsitz 2 oder an der oberen oder unteren Dichtfläche 4 oder 5 auftretende Beschädigung ergibt
eine Undichtigkeit Die jeweilige Flüssigkeit, die den Ventilsitz passiert gelangt über die Außenrille 6 und die
radiale Bohrung 7 in die Innenrille 8 und von dort weiter Ober die untere radiale Bohrung 13, die axiale Bohrung
12 und die obere radiale Bohrung 14 in den freien Raum 15 der Stopfbuchsenausdrehung 16. Über die Bohrungen
20 und 22 und über das Ablaufrohr 23 kann die Leckageflüssigkeit ins Freie austreten. Dadurch läßt sich
eine eventuelle Undichtigkeit am Ventilsitz sofort optisch oder mit einer entsprechenden Einrichtung
feststellen, bevor es zu einer Vermischung von beispielsweise Produktflüssigkeit und Reinigungslösung
kommt
Wird zam öffnen des Ventils die Ventilspindel 11
durch den Ventilantrieb 26 nach oL-en gezogen, gelangt
die obere radiale Bohrung 14 in den Bereich des oberen Stopfbuchsenanteils 21, wodurch keine Flüssigkeit aus
der oberen radialen Bohrung 14 ins Freie austreten kann.
Da die Ventilspindel 11 niemals ruckartig nach oben
gezogen wird, kann — solange sich die obere radiale Bohrung 14 im Bereich des freien Raumes 15 bewegt —
ungehindert Flüssigkeit ins Freie austreten. Dies ist bei Ventilen, die in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie
zum Einsatz kommen, erwünscht da hierbei alle Bohrungen einwandfrei bzw. sauber gespült werden.
Claims (2)
1. Ventil mit Leckageanzeige, insbesondere für die
Lebensmittel- und/oder Getränkeindustrie, das eine von einer einzigen nach oben geführten Spindel
gesteuerte Dichtanordnung enthält, bei der zwei in axialer Richtung voneinander getrennte Dichtteller
mit einem einzigen Kegelsitz des Ventilgehäuses zusammenwirken und der von den Dichttellern und
Teilen des Kegelsitzes abgegrenzte Leckagehohlraum über radiale und axiale Bohrungen der Spindel
an die Außenatmosphäre angeschlossen ist, wobei im geschlossenen Zustand des Ventiles der Weg ins
Freie offen und bei offenem Ventil dieser Weg geschlossen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Bohrung (12) der Ventilspindel (11) in mindestens einer oberen radialen Bohrung (14)
endet, die mit Wandungsteilen der Spindelabdichtung (vgL 18, 19, 21) im Ventiloberteil (17) eine Art
Absperrschieber bildet, wobei in der Schließstellung
des Ventils die Bohrung (14) der Ventilspindel (11) in
einen Abflußquerschnitt (15,20,22) im Ventiloberteil
(17) mündet, während bei offenem Ventil Wandungsteile der Abdichtung (21) die Bohrung (14)
geschlossen halten.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die im Ventiloberteil (17) vorgesehene,
bevorzugt aus Polytetrafluoräthylen hergestellte Abdichtung für die Ventilspindel (11) in an sich
bekannter Weise aus einem unteren Stopfbuchsenteil (18), einem für den Leckageabfluß mit einer
inneren und einer äußeren Ausdrehung versehenen,
in dem verbleibenden Wandungsteil radiale Bohrungen (20) aufweisenden Zwischenring (19) und einem
oberen Stopfbuchsenteil (21) be iteht
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752505544 DE2505544C2 (de) | 1975-02-10 | 1975-02-10 | Ventil mit Leckageanzeige |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752505544 DE2505544C2 (de) | 1975-02-10 | 1975-02-10 | Ventil mit Leckageanzeige |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2505544A1 DE2505544A1 (de) | 1976-08-19 |
| DE2505544C2 true DE2505544C2 (de) | 1981-09-17 |
Family
ID=5938537
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752505544 Expired DE2505544C2 (de) | 1975-02-10 | 1975-02-10 | Ventil mit Leckageanzeige |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2505544C2 (de) |
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