DE25048C - Verfahren und Vorrichtung zum Falten von Briefumschlägen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Falten von Briefumschlägen

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DE25048C
DE25048C DENDAT25048D DE25048DA DE25048C DE 25048 C DE25048 C DE 25048C DE NDAT25048 D DENDAT25048 D DE NDAT25048D DE 25048D A DE25048D A DE 25048DA DE 25048 C DE25048 C DE 25048C
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Germany
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DENDAT25048D
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W. H. HOOK in London, England
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    • B31B2160/10Shape of flexible containers rectangular and flat, i.e. without structural provision for thickness of contents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S4: Papiererzeugnisse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1883 ab.
Gegenstand meiner Erfindung ist ein Verfahren zum Falten von Briefumschlägen vor ihrem Zusammenkleben. Die hierzu benutzte Vorrichtung besitzt einen Stempel, welchem in oder auf einer darunter befindlichen Tischplatte eine Vertiefung oder ein Gehäuse von gleicher Form, aber etwas gröfseren Dimensionen entspricht. Ueber diese Vertiefung oder dieses Gehäuse kommt ein Blatt aus Kautschuk oder anderem biegsamen Material zu liegen, auf welches man den zu pressenden Umschlag unter den Stempel legt, so dafs Umschlag und Kautschukblatt zusammen in die Vertiefung oder das Gehäuse geprefst werden.
Auf diese Weise werden die Lappen des Briefumschlages aufgebogen, und wenn der Stempel sich dann hebt, so wird das Kautschukblatt vermöge seiner Elasticität den geprefsten Umschlag herausschleudern, so dafs er einfach weggenommen werden kann.
α ist dieser rechteckige oder sonst entsprechend geformte Stempel, dessen Gröfse jener der zu erzeugenden Briefumschläge entspricht und der durch einen Schwalbenschwanz oder auf sonstige Art am unteren Ende einer verticalen Schiene b befestigt ist, welche in den am Gestell oder Rahmen d vorhandenen oder befestigten Führungen c auf- und abgleitet. Diese Bewegung wird der Schiene b durch die am vorderen Ende der horizontalen Welle f angebrachte Kurbelscheibe c mitgetheilt, deren Stift g in den an der Rückseite der Schiene b angebrachten geschlitzten Ansatz h eingreift. Die Welle / der Kurbelscheibe ist in dem Ge-"Btell d gelagert und wird durch ein Zahnrad i in Rotation versetzt, in welches das Getriebe i1 eingreift. An der dieses Getriebe tragenden Welle ist eine feste Riemscheibe j und eine lose Scheibe j1 angebracht, von welchen die erstere durch einen Treibriemen von der Scheibe k aus angetrieben wird. Scheibe k sitzt mit dem Schwungrad / an einer kurzen Welle m und empfängt ihre Bewegung vom Trittbrett η aus durch die Pleuelstange 0, wie das aus der Zeichnung ersichtlich ist. Selbstverständlich kann die verticale Hin- und Herbewegung der Schiene b, je nach den zur Verfügung stehenden Mitteln, auch auf irgend eine andere Weise bewirkt werden.
Dem Stempel α entspricht eine ähnlich geformte Vertiefung oder ein ähnlich geformtes Gehäuse p, in welches der Stempel α eintritt und welches entweder in die unter dem Stempel befindliche Tischplatte. q eingeschnitten oder auf derselben befestigt ist. Ueber dieses Gehäuse oder diesen Ausschnitt wird ein Blatt r aus Kautschuk oder ähnlichem biegsamen Material gelegt (in Fig. 3 mit punktirten Linien dargestellt), an welchem eine Metallscheibe befestigt sein kann oder auch nicht, und auf welches der zu pressende Umschlag gelegt wird (in Fig. 3 ebenfalls mit punktirten Linien dargestellt). Letzteres geschieht knapp unter dem Stempel a, welcher dann gesenkt wird und das Kautschukblatt r nebst dem Umschlag in das Gehäuse oder den Ausschnitt p drückt.
Dabei werden die Lappen 1,2, 3 und 4 des Umschlages aufgebogen, und wenn dann der Stempel α zurücktritt, wird durch die Elasticität des Kautschukblattes der geprefste Umschlag aus der Hülse oder dem Ausschnitt/ gehoben, so dafs es einfach entfernt werden
kann. Form und Gröfse des Stempels α können für Umschläge verschiedener Dimensionen regulirbar sein.
Zum Gummiren der Ränder der Lappen ι und 2, Fig. 3, des Umschlages dienen die Gummiflügel s, welche in die in den Hohlraum der Tischplatte q gefüllte klebende Flüssigkeit tauchen und durch die Hebel t automatisch gehoben werden. Diese Hebel werden durch die mit ihnen verbundenen Anschlaghebel u bewegt, an welche der am Stempel α oder an der Schiene b angebrachte Arm ν anschlägt, knapp bevor der Stempel seinen Weg nach unten zurückgelegt hat. An den Stempel α angebrachte leichte Arme mit Rollen w (in Fig. 3 nicht dargestellt) halten die Lappen 1 und 2 des Umschlages während des Gummirens flach an die Tischplatte q. Das Gewicht dieser Arme mit Rollen mufs genügend grofs sein, dafs sie hinreichenden Druck ausüben, ohne die Lappen 1 und 2 am schliefslichen Aufstellen zu verhindern, während der Stempel a sich auf den Umschlag senkt. Statt der Arme w mit Rollen können auch Federn aus Draht oder sonstigem Material für den gleichen Zweck in Anwendung gebracht werden.
Die beschriebene Maschine kann auch zur Erzeugung von Cartonschachteln und ähnlichen Artikeln Anwendung finden, bei welchen das Falten von Papier oder Pappe nöthig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein Verfahren zum Aufbiegen der Randlappen von Briefumschlägen oder der Seitenwände von Pappschachteln, darin bestehend, dafs das zugeschnittene Papier-, oder Pappblatt auf eine der Form des Briefumschlages oder dem Boden der Schachtel entsprechende und von einem lose aufgelegten Kautschukblatt überdeckte Vertiefung gelegt wird, in welche dann ein Stempel von gleicher Form eintritt, so dafs beim folgenden Herausheben des Stempels das Kautschukblatt vermöge seiner Elasticität den geprefsten Umschlag oder die Schachtel auswirft.
    Bei einer Maschine zum Falten von Briefumschlägen in der angegebenen Weise eine Vorrichtung zum Gummiren der Ränder der langen Seitenlappen, bestehend aus den an einer horizontalen Welle befestigten horizontalen Armen t, welche die in das Klebemittel tauchenden Flügel ί tragen, und aus einem an der gleichen Welle sitzenden verticalen Arm u, gegen dessen Knaggen ein am Stempel α angebrachter Arm ν anschlägt, dafs die Arme t gehoben werden, während gleichzeitig die Rollen der drehbaren Arme w des Stempels α über den Rand der Flügel s laufen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT25048D Verfahren und Vorrichtung zum Falten von Briefumschlägen Expired DE25048C (de)

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DE25048C true DE25048C (de) 1900-01-01

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DENDAT25048D Expired DE25048C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Falten von Briefumschlägen

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