DE250399C - - Google Patents

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DE250399C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/336Preparation characterised by gaseous activating agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 250399 -KLASSE 12<?. GRUPPE
RICHTER & RICHTER in FRANKFURT a. M.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. März 1910 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von fein verteilter aktiver Kohle von besonders hoher Wirksamkeit, welches darin besteht, daß man fein verteilte noch nicht zur Filtration benutzte aktive Kohle, die nach einem beliebigen Verfahren hergestellt worden ist,. einem ein- oder mehrmaligen Veredlungsprozeß unterwirft, indem man sie mit Sauerstoff beladet und
ίο darauf unter Luftabschluß glüht. Man hat dieses Verfahren bisher nur angewendet, um durch den Filtrationsprozeß unbrauchbar gewordene Kohle zu reinigen und wieder zu beleben.
Die Beladung der zu veredelnden Kohle mit Sauerstoff erfolgt zweckmäßig dadurch, daß man die Kohle befeuchtet, wodurch ge-
. ringe Mengen Sauerstoff allen Kohlepartikelchen einer gewissen Kohlenmasse in sehr gleichförmiger Weise zugeführt werden.
Die Beladung der aktiven Kohle mit Sauerstoff bildet bei diesem Verfahren nicht selbst das Mittel, die Aktivität der Kohle zu steigern, sondern sie ist lediglich die Voraussetzung für eine Steigerung der Aktivität durch/ einen nur der Veredlung der Kohle dienenden Glühprozeß. Entsprechend den nur geringen Mengen von Sauerstoff, die bei diesem Prozeß zur Einwirkung auf die Kohle gelangen, beschränkt sich die Wirkung des Veredlungsprozesses auf eine nur oberflächliche Beeinflussung der einzelnen Kohlepartikelchen, wodurch diese gleichsam angeätzt werden.
Voraussetzung für das Verfahren ist die Anwendung eines aktiven Kohlematerials, dessen einzelne Partikelchen bereits aus verkohlter kohlenstoffhaltiger Substanz ev. in Mischung mit fein verteilten Mineralstoffen bestehen, derart, daß durch den Veredlungs- ' prozeß im wesentlichen nicht eine Umwandlung von kohlenstoffhaltigem Material in Kohle, sondern nur eine Beeinflussung der Oberflächenbeschaffenheit der Kohlepartikelchen herbeigeführt wird. Hierdurch unterscheidet sich das Verfahren von bekannten Regenerierungsverfahren, bei welchen durch das Ausglühen von mehr oder weniger aufgebrauchter aktiver Kohle nicht nur ein teilweises Verbrennen von Kohlepartikelchen, sondern auch eine Umwandlung von kohlenstoffhaltigem Material, welches sich auf der Kohle niedergeschlagen hat,, in Kohle stattfindet.
Durch das neue Verfahren ist eine wesentliche Steigerung der Aktivität erreichbar. Es wurde z. B. festgestellt, daß eine nach bekannten Verfahren hergestellte aktive Kohle, . deren Entfärbungswirkung nach der Indigokarminskala 80 bis 90 betrug, durch das oben erläuterte Veredlungsverfahren in eine Kohle umgewandelt wurde, deren Wirksamkeit auf 160 bis 200 derselben Skala erhöht war. Die Steigerung der Aktivität der Kohle zeigte sich jedoch bisher stark schwankend.
Anstatt die zu veredelnde Kohle durch Befeuchtung oder durch Belüftung mit Sauerstoff zu beladen, können ihr auch sauerstoff-
haltige Körper beigemischt werden, wie z. B. Oxyde oder Oxydhydrate sowie Schwefelsäure, Salpetersäure, chlorsaures KaH usw.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. «Verfahren " zur Erhöhung der Wirksamkeit von fein verteilter aktiver Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß man nach beliebigen bekannten Verfahren gewonnene, noch nicht zur Filtration benutzte fein verteilte aktive Kohle einem ein- oder mehrmaligen Veredlungsprozeß unterwirft, indem man sie mit Sauerstoff beladet und darauf unter Luftabschluß glüht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnde aktive Kohle behufs Beladung mit Sauerstoff befeuchtet wird.
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