DE250388C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE250388C DE250388C DENDAT250388D DE250388DA DE250388C DE 250388 C DE250388 C DE 250388C DE NDAT250388 D DENDAT250388 D DE NDAT250388D DE 250388D A DE250388D A DE 250388DA DE 250388 C DE250388 C DE 250388C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- magnesium
- calcium
- alloys
- casting
- melting
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- FYYHWMGAXLPEAU-UHFFFAOYSA-N Magnesium Chemical compound [Mg] FYYHWMGAXLPEAU-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 16
- 229910052749 magnesium Inorganic materials 0.000 claims description 16
- 239000011777 magnesium Substances 0.000 claims description 16
- OYPRJOBELJOOCE-UHFFFAOYSA-N Calcium Chemical compound [Ca] OYPRJOBELJOOCE-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 14
- 229910052791 calcium Inorganic materials 0.000 claims description 14
- 239000011575 calcium Substances 0.000 claims description 14
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 claims description 10
- 239000000956 alloy Substances 0.000 claims description 10
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 8
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 8
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 6
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 5
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 5
- ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N Calcium oxide Chemical compound [Ca]=O ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N Hydrogen Chemical compound [H][H] UFHFLCQGNIYNRP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 2
- 229910052739 hydrogen Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000001257 hydrogen Substances 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 2
- 150000004767 nitrides Chemical class 0.000 description 2
- 230000009257 reactivity Effects 0.000 description 2
- 229910000882 Ca alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 241000182341 Cubitermes group Species 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 230000000996 additive effect Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 229940043430 calcium compound Drugs 0.000 description 1
- 150000001674 calcium compounds Chemical class 0.000 description 1
- ZFXVRMSLJDYJCH-UHFFFAOYSA-N calcium magnesium Chemical compound [Mg].[Ca] ZFXVRMSLJDYJCH-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000012255 calcium oxide Nutrition 0.000 description 1
- 239000000292 calcium oxide Substances 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 230000003292 diminished effect Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000009931 harmful effect Effects 0.000 description 1
- 150000004678 hydrides Chemical class 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- RYZCLUQMCYZBJQ-UHFFFAOYSA-H lead(2+);dicarbonate;dihydroxide Chemical compound [OH-].[OH-].[Pb+2].[Pb+2].[Pb+2].[O-]C([O-])=O.[O-]C([O-])=O RYZCLUQMCYZBJQ-UHFFFAOYSA-H 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 229910001338 liquidmetal Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
- 230000003449 preventive effect Effects 0.000 description 1
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C24/00—Alloys based on an alkali or an alkaline earth metal
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D21/00—Casting non-ferrous metals or metallic compounds so far as their metallurgical properties are of importance for the casting procedure; Selection of compositions therefor
- B22D21/002—Castings of light metals
- B22D21/007—Castings of light metals with low melting point, e.g. Al 659 degrees C, Mg 650 degrees C
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C23/00—Alloys based on magnesium
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C25/00—Alloys based on beryllium
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
m 250388-KLASSE 31 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. November 1909 ab.
Die Erfindung hat ein Verfahren zum Schmelzen und Gießen von Magnesium und
seinen Legierungen zum Gegenstand.
Das Schmelzen und Gießen von Magnesium
und seinen Legierungen, besonders von magnesiumreichen, hat bisher Schwierigkeiten bereitet,
weil diese Metalle sich schon bei der für das Gießen erforderlichen Mindesttemperatur
mit den Bestandteilen der Luft verbinden.
ίο Sie überziehen sich z. B. mit schwarzen, aus
niedrigen Oxyden und Nitriden bestehenden Häuten und brennen schließlich an; der Guß
wird durch die sich hierbei bildenden Verbindungen empfindlich verunreinigt.
Es sind bereits Verfahren bekannt bzw. zum Gegenstand von Patentanmeldungen gemacht worden, nach denen die oben bezeichneten
Schwierigkeiten überwunden werden sollen, allein diesen gegenüber zeichnet sich das Verfahren nach der Erfindung durch seine
Einfachheit, Billigkeit und Zuverlässigkeit in hervorragendem Maße aus.
Es wurde nämlich gefunden, daß die Reaktionsfähigkeit
des flüssigen Magnesiums und seiner Legierungen mit der Luft durch einen geringen Gehalt an Calcium so gemildert wird,
daß man bei den in Frage kommenden Temperaturen das Magnesium und seine Legierungen
ohne jegliche Oxyd- und Nitridbildung und ohne andere schädliche Nebenerscheinungen
vergießen kann. Die. für das Gelingen des Verfahrens nötige Calciummenge ist so
gering, daß der fertige Guß nicht als Magnesium-Calciumlegierung
angesprochen werden kann. So fließen z. B. Magnesium und seine Legierungen schon mit 1J4 bis 1Z8 Prozent
Calcium versetzt, ohne dunkle Häute zu bilden und ohne zu brennen, in einem silberweißen
Strahl aus dem Tiegel. Sie füllen die Gieß-. formen Scharf aus und geben dichte, im Bruch
saubere und an der Luft nicht auswitternde Gußstücke, die aus Schalen ganz blank und
aus Sand- oder Lehmform ohne unansehnliche Gußhaut hervorgehen. Diesen merkwürdigen
und äußerst augenfälligen vorbeugenden Einfraß des Calciums kann man sogar mit einem
noch unter obigen Angaben liegenden Zusatz erzielen. Das mit dem Calcium versetzte
Magnesium läßt sich ziemlich hoch über seinen Schmelzpunkt erhitzen, ohne mit der Luft zu
reagieren und verliert selbst nach mehrfachem Umschmelzen die geschilderten Eigenschaften
nicht mehr. Außerdem macht sich die Gegenwart des Calciums noch dadurch vorteilhaft
geltend, daß es mit dem in Magnesium und seinen Legierungen meist enthaltenen Wasserstoff
ein" auf dem flüssigen Metall schwimmendes Hydrid bildet und dadurch die Herstellung
dichter, von Wasserstoffblasen freier Güsse sehr erleichtert.
Besonders wertvoll ist auch noch der Umstand, daß es nicht nötig ist, dem Magnesium
metallisches Calcium zuzusetzen, sondern man kann es in Form einer durch -Magnesium reduzierbaren
Verbindung einführen. Vor allem kann man den billigen und überall erhältlichen Kalk anwenden, von dem ja bereits Clemens
Winkler (Berliner Berichte 23, 122) gezeigt hat, daß er ebenso wie auch andere Oxyde
durch Magnesium reduziert wird. Auch kann man den Calciumgehalt auf irgendeine andere
Weise dem Metall erteilen, z. B. durch Zusatz
60
65
einer Calciumverbindung während der elektrolytischen Darstellung des Magnesiums.
Handelt es sich um die Herstellung einer Legierung, so kann man das Calcium auch
mit einer der Bestandteile legiert zur Anwendung bringen. .
I. In einem passenden Tiegel bringt man ίο io kg Magnesium und 50 g Calcium, bedeckt
mit einem Deckel und erhitzt auf etwa 700 °. Nach kräftigem Umrühren ist die Metallschmelze
zum Gießen fertig. .
II. Man bringt in den Tiegel 10 kg Magnesium und 70 g gepulverten gebrannten Kalk
und verfährt weiter wie bei Beispiel I.
Durch die englische Patentschrift 1699/07
ist bekannt geworden, daß zur Beseitigung von Verunreinigungen aus Kupfer und seinen
Legierungen dem Metalle Calcium zuzusetzen ist. Dieses Verfahren steht aber der Erfindung
nicht im Wege, da es nach dem englischen Patent nicht vorauszusehen war, daß das Calcium auch die Reaktionsfähigkeit des
flüssigen Magnesiums und seiner Legierungen bis zu einem das Schmelzen und Gießen des
Metalles an der Luft zulassenden Grade .herabsetzen würde.
Claims (2)
1. Verfahren zum Schmelzen und Gießen von Magnesium und seinen Legierungen,
dadurch gekennzeichnet, daß man dem
. Metall einen geringen Gehalt an Calcium verleiht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle des
metallischen Calciums dessen Oxyd anwendet.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250388C true DE250388C (de) |
Family
ID=508916
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250388D Active DE250388C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250388C (de) |
-
0
- DE DENDAT250388D patent/DE250388C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2756781A1 (de) | Verfahren zur verminderung der menge an metallischem magnesium in aluminiumlegierungen | |
| DE250388C (de) | ||
| DE1909165B2 (de) | Verfahren zur herstellung poroeser metallformen | |
| DE760239C (de) | Verfahren zum Herstellen von legiertem Stahl | |
| DE649475C (de) | Verfahren zum Herstellen von hochwertigem Gusseisen | |
| DE301839C (de) | ||
| DE268657C (de) | ||
| CH280892A (de) | Aluminiumlegierung. | |
| DE589987C (de) | Verfahren zur Gewinnung von pulverfoermigem Chrommetall | |
| DE17161C (de) | Neuerungen an dem Verfahren zur Herstellung von Legirungen aus Eisen, Kupfer, Zinn und Phosphor mit oder ohne Blei | |
| DE193367C (de) | ||
| DE49131C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Nickelzinn - Legirung | |
| DE18603C (de) | Verfahren zur Darstellung von Phosphor und Eisen enthaltenden Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zink.Legirungen mit oder ohne Zusatz von Blei | |
| US1915212A (en) | Alloy | |
| DE295786C (de) | ||
| AT84126B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Messing aus Schmelzasche u. dgl. | |
| DE246386C (de) | ||
| DE652218C (de) | Verfahren zum regelbaren und geregelten Zufuehren von haertenden Bestandteilen zu Legierungen | |
| DE228017C (de) | ||
| DE696288C (de) | Verwendung einer Zinklegierung fuer die Herstellung von Tiefziehblechen | |
| AT99645B (de) | Kupferhaltiges Bleilagermetall und Verfahren zur Herstellung desselben. | |
| DE423293C (de) | Legierung zum Verloeten von Bleilegierungen mit Eisen, Rotguss u. dgl. | |
| DE323856C (de) | Bleilegierung | |
| DE67101C (de) | Verfahren zur Vorbereitung des Eisens zum Legiren | |
| DE608161C (de) | Verfahren zur Herstellung von borhaltigen Legierungen |