DE250388C - - Google Patents

Info

Publication number
DE250388C
DE250388C DENDAT250388D DE250388DA DE250388C DE 250388 C DE250388 C DE 250388C DE NDAT250388 D DENDAT250388 D DE NDAT250388D DE 250388D A DE250388D A DE 250388DA DE 250388 C DE250388 C DE 250388C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnesium
calcium
alloys
casting
melting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT250388D
Other languages
English (en)
Publication of DE250388C publication Critical patent/DE250388C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C24/00Alloys based on an alkali or an alkaline earth metal
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D21/00Casting non-ferrous metals or metallic compounds so far as their metallurgical properties are of importance for the casting procedure; Selection of compositions therefor
    • B22D21/002Castings of light metals
    • B22D21/007Castings of light metals with low melting point, e.g. Al 659 degrees C, Mg 650 degrees C
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C23/00Alloys based on magnesium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C25/00Alloys based on beryllium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
m 250388-KLASSE 31 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. November 1909 ab.
Die Erfindung hat ein Verfahren zum Schmelzen und Gießen von Magnesium und seinen Legierungen zum Gegenstand.
Das Schmelzen und Gießen von Magnesium und seinen Legierungen, besonders von magnesiumreichen, hat bisher Schwierigkeiten bereitet, weil diese Metalle sich schon bei der für das Gießen erforderlichen Mindesttemperatur mit den Bestandteilen der Luft verbinden.
ίο Sie überziehen sich z. B. mit schwarzen, aus niedrigen Oxyden und Nitriden bestehenden Häuten und brennen schließlich an; der Guß wird durch die sich hierbei bildenden Verbindungen empfindlich verunreinigt.
Es sind bereits Verfahren bekannt bzw. zum Gegenstand von Patentanmeldungen gemacht worden, nach denen die oben bezeichneten Schwierigkeiten überwunden werden sollen, allein diesen gegenüber zeichnet sich das Verfahren nach der Erfindung durch seine Einfachheit, Billigkeit und Zuverlässigkeit in hervorragendem Maße aus.
Es wurde nämlich gefunden, daß die Reaktionsfähigkeit des flüssigen Magnesiums und seiner Legierungen mit der Luft durch einen geringen Gehalt an Calcium so gemildert wird, daß man bei den in Frage kommenden Temperaturen das Magnesium und seine Legierungen ohne jegliche Oxyd- und Nitridbildung und ohne andere schädliche Nebenerscheinungen vergießen kann. Die. für das Gelingen des Verfahrens nötige Calciummenge ist so gering, daß der fertige Guß nicht als Magnesium-Calciumlegierung angesprochen werden kann. So fließen z. B. Magnesium und seine Legierungen schon mit 1J4 bis 1Z8 Prozent Calcium versetzt, ohne dunkle Häute zu bilden und ohne zu brennen, in einem silberweißen Strahl aus dem Tiegel. Sie füllen die Gieß-. formen Scharf aus und geben dichte, im Bruch saubere und an der Luft nicht auswitternde Gußstücke, die aus Schalen ganz blank und aus Sand- oder Lehmform ohne unansehnliche Gußhaut hervorgehen. Diesen merkwürdigen und äußerst augenfälligen vorbeugenden Einfraß des Calciums kann man sogar mit einem noch unter obigen Angaben liegenden Zusatz erzielen. Das mit dem Calcium versetzte Magnesium läßt sich ziemlich hoch über seinen Schmelzpunkt erhitzen, ohne mit der Luft zu reagieren und verliert selbst nach mehrfachem Umschmelzen die geschilderten Eigenschaften nicht mehr. Außerdem macht sich die Gegenwart des Calciums noch dadurch vorteilhaft geltend, daß es mit dem in Magnesium und seinen Legierungen meist enthaltenen Wasserstoff ein" auf dem flüssigen Metall schwimmendes Hydrid bildet und dadurch die Herstellung dichter, von Wasserstoffblasen freier Güsse sehr erleichtert.
Besonders wertvoll ist auch noch der Umstand, daß es nicht nötig ist, dem Magnesium metallisches Calcium zuzusetzen, sondern man kann es in Form einer durch -Magnesium reduzierbaren Verbindung einführen. Vor allem kann man den billigen und überall erhältlichen Kalk anwenden, von dem ja bereits Clemens Winkler (Berliner Berichte 23, 122) gezeigt hat, daß er ebenso wie auch andere Oxyde durch Magnesium reduziert wird. Auch kann man den Calciumgehalt auf irgendeine andere Weise dem Metall erteilen, z. B. durch Zusatz
60
65
einer Calciumverbindung während der elektrolytischen Darstellung des Magnesiums.
Handelt es sich um die Herstellung einer Legierung, so kann man das Calcium auch mit einer der Bestandteile legiert zur Anwendung bringen. .
Beispiele.
I. In einem passenden Tiegel bringt man ίο io kg Magnesium und 50 g Calcium, bedeckt mit einem Deckel und erhitzt auf etwa 700 °. Nach kräftigem Umrühren ist die Metallschmelze zum Gießen fertig. .
II. Man bringt in den Tiegel 10 kg Magnesium und 70 g gepulverten gebrannten Kalk und verfährt weiter wie bei Beispiel I.
Durch die englische Patentschrift 1699/07
ist bekannt geworden, daß zur Beseitigung von Verunreinigungen aus Kupfer und seinen Legierungen dem Metalle Calcium zuzusetzen ist. Dieses Verfahren steht aber der Erfindung nicht im Wege, da es nach dem englischen Patent nicht vorauszusehen war, daß das Calcium auch die Reaktionsfähigkeit des flüssigen Magnesiums und seiner Legierungen bis zu einem das Schmelzen und Gießen des Metalles an der Luft zulassenden Grade .herabsetzen würde.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Schmelzen und Gießen von Magnesium und seinen Legierungen, dadurch gekennzeichnet, daß man dem
. Metall einen geringen Gehalt an Calcium verleiht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle des metallischen Calciums dessen Oxyd anwendet.
DENDAT250388D Active DE250388C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE250388C true DE250388C (de)

Family

ID=508916

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT250388D Active DE250388C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE250388C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2756781A1 (de) Verfahren zur verminderung der menge an metallischem magnesium in aluminiumlegierungen
DE250388C (de)
DE1909165B2 (de) Verfahren zur herstellung poroeser metallformen
DE760239C (de) Verfahren zum Herstellen von legiertem Stahl
DE649475C (de) Verfahren zum Herstellen von hochwertigem Gusseisen
DE301839C (de)
DE268657C (de)
CH280892A (de) Aluminiumlegierung.
DE589987C (de) Verfahren zur Gewinnung von pulverfoermigem Chrommetall
DE17161C (de) Neuerungen an dem Verfahren zur Herstellung von Legirungen aus Eisen, Kupfer, Zinn und Phosphor mit oder ohne Blei
DE193367C (de)
DE49131C (de) Verfahren zur Herstellung einer Nickelzinn - Legirung
DE18603C (de) Verfahren zur Darstellung von Phosphor und Eisen enthaltenden Kupfer-Zinn- und Kupfer-Zink.Legirungen mit oder ohne Zusatz von Blei
US1915212A (en) Alloy
DE295786C (de)
AT84126B (de) Verfahren zur Gewinnung von Messing aus Schmelzasche u. dgl.
DE246386C (de)
DE652218C (de) Verfahren zum regelbaren und geregelten Zufuehren von haertenden Bestandteilen zu Legierungen
DE228017C (de)
DE696288C (de) Verwendung einer Zinklegierung fuer die Herstellung von Tiefziehblechen
AT99645B (de) Kupferhaltiges Bleilagermetall und Verfahren zur Herstellung desselben.
DE423293C (de) Legierung zum Verloeten von Bleilegierungen mit Eisen, Rotguss u. dgl.
DE323856C (de) Bleilegierung
DE67101C (de) Verfahren zur Vorbereitung des Eisens zum Legiren
DE608161C (de) Verfahren zur Herstellung von borhaltigen Legierungen