DE250381C - - Google Patents
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- DE250381C DE250381C DENDAT250381D DE250381DA DE250381C DE 250381 C DE250381 C DE 250381C DE NDAT250381 D DENDAT250381 D DE NDAT250381D DE 250381D A DE250381D A DE 250381DA DE 250381 C DE250381 C DE 250381C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D1/00—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines
- F01D1/02—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines with stationary working-fluid guiding means and bladed or like rotor, e.g. multi-bladed impulse steam turbines
- F01D1/023—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines with stationary working-fluid guiding means and bladed or like rotor, e.g. multi-bladed impulse steam turbines the working-fluid being divided into several separate flows ; several separate fluid flows being united in a single flow; the machine or engine having provision for two or more different possible fluid flow paths
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250381 KLASSE 14 c. GRUPPE
GUTEHOFFNUNGSHÜTTE,
in OBERHAUSEN, Rhld.
Zusatz zum Patent 222332 vom 16. Dezember 1909.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. August 1910 ab.
Längste Dauer: 15. Dezember 1924.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Regelung nach Patent 222332. Durch diese
Verbesserung sollen die bisweilen störend auftretenden Schwankungen in der Umlaufzahl
beim Übergang vom Abdampf- zum Frischdampfbetrieb und umgekehrt beseitigt werden.
Bei der Regelung nach Patent 222332 treten die erwähnten Änderungen in der Umlaufzahl
deshalb auf, weil die Öffnung des Frischdampfventiles nicht in demselben Augenblick und
in gleichem Maße geschieht wie der Abschluß des Niederdruckventiles und umgekehrt, da.
der Hilfsschieber des Ölrelais, das den gerade nicht arbeitenden Dampf steuert, mit seiner
Steuerkante die entsprechende Drosselöffnung für die Ölleitung nicht verschließen darf,
solange nur mit einer Dampfart gearbeitet wird. Die Steuerkanten der Relais mußten
daher bislang auf eine bestimmte Hubstrecke einen toten Gang aufweisen, ehe sie die Drosselöffnung
erreichten.
Nach der vorliegenden Erfindung wird dieser tote Gang des Ölrelaisschiebers nun dadurch
unschädlich gemacht, daß man die Bewegung der Schieberspiegel, in denen die Drosselöffnungen
für die Ölleitungen liegen, künstlich beschleunigt, indem man die Schieberspiegel
erst verstellt, wenn die Druckänderung des Abdampfes ein gewisses Maß erreicht hat, dann
aber diese Bewegung plötzlich vor sich gehen läßt.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung wiedergegeben, und
zwar zeigt:
Fig. ι schematisch einen senkrechten Schnitt durch die zum Vergleich dargestellte . Ausführungsform
nach Patent 222332,
Fig. 2 einen gleichen Schnitt durch aie erste Ausführungsform nach vorliegender Erfindung,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch eine zweite Ausführungsform nach vorliegender Erfindung,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch eine dritte
Ausführungsform der Erfindung.
Fig. 5 bis 8 geben Einzelheiten zur dritten Ausführungsform wieder.
Während nach Patent 222332 (Fig. 1) der unter dem Druck der Feder 1 stehende Kolben
2 vermittels der Kolbenstange 3 und der Winkelhebel 4 und 5, die Schieberspiegel 6
und 7 für das Abdampf- und Frischdampfrelais allmählich (oder schleichend) verstellt
werden, erfolgt diese Verstellung bei der neuen Ausführung in Fig. 2 vermittels der Winkelhebel
11 und 12 durch den unter dem Wärmespeicherdruck und der Kraft der Feder 8
stehenden Kolben 9 und die Kolbenstange 10, an der die Knaggen 13 und 14 angebracht sind.
Diese Knaggen 13 und 14 stützen sich hierbei
45
55
gegen die Anschläge 15 und 16 und werden in
ihrer Lage so lange festgehalten, bis der allmählich zunehmende Überschuß der auf den
Kolben 9 wirkenden Kraft der Feder 8 bzw.
des Druckes im Wärmespeicher imstande ist, die entgegenstehende Kraft der Anschläge 15
und 16 zu überwinden.
In der Fig. 2 werden die Anschläge durch die Federn 17 und 18 gegen die schiefen Ebenen
der Knaggen 13 und 14 gedrückt. In dem
Augenblick nun, in dem die Federkraft den entgegenwirkenden Dampfdruck so weit überwiegt,
daß sie die Feder 17 zusammendrückt, wird der Kolben plötzlich seinen gesamten
Hub nach unten durchlaufen. Umgekehrt wird bei steigendem Druck im Wärmespeicher all-,
mählich ein solcher Überschuß an Kraft aufgespeichert werden, daß der Dampfdruck den
Widerstand der Hemmung 16 überwindet, und wieder wird der Kolben plötzlich seinen gesamten
Hub nach oben durchmessen. Infolge dieser ruckweisen Betätigung des Kolbens werden
auch die Schieberspiegel 19 und 20 plötzlich nach innen bzw. nach außen verschoben,
so daß die Umsteuerung von Niederdruckdampf auf Hochdruckdampf in sehr kurzer Zeit erfolgt.
Die Leistungsabnahme des Niederdruckdampfes und die Leistungszunahme des Hochdruckdampfes
geht hier erheblich rascher vor sich, und die Energie, die während des Umsteuervorganges
zu wenig zugeführt wird, wird erheblich verkleinert. Sie kann praktisch auf jedes beliebig kleine Maß zurückgeführt werden.
In Fig. 3 ist der Erfindungsgedanke in der Weise gelöst, daß mit der Kolbenstange die
Anschläge 21 und 22 verbunden sind und daß
.. der erste Teil des Kolbenhubes von 23 bis 24 durchlaufen wird, ohne die Schieberspiegel zu
verschieben, wobei aber die Feder 26 gespannt wird. Kommt nun der Punkt 23 von 24 nach 25,
so beginnt sich die Feder 26 auszudehnen und unterstützt die Kraft der Kolbenfeder 27; zu
: gleicher Zeit ist der Anschlag 21 von 28 über 29
nach 30 gelangt und beginnt die Winkelhebel 11 und 12 mitzunehmen, so daß auch die Schieberspiegel
31 und 32 plötzlich nach innen verschoben werden, wodurch dieselbe Wirkung
erzielt wird wie durch die Anordnung nach Fig. 2.
Fig. 4 stellt eine Lösung dar, bei der durch eine indirekt wirkende hydraulische Regelung
die erstrebte plötzliche Bewegung des Arbeitskolbens 37 bewirkt wird, der in der unten beschriebenen
Weise die Schieberspiegel n1 und n2
verschiebt. Bei dieser Anordnung dient der '· vom Wärmespeicher beeinflußte Kolben p nur
als Hilfsschieber, der den mit der Kolbenstange verbundenen Schieber q innerhalb des Arbeitskolbens 37 verschiebt. Um die Wirkungsweise :
dieser Anordnung klar zu machen, sind in Fig. 5 bis 8. vier verschiedene Stellungen derselben'
gezeichnet. In Fig. 5 ist bei höchstem Wärmespeicherdruck der Kolben p in seiner äußersten
Lage rechts angekommen., während der Arbeitskolben 37, der die Schieberspiegel n1 und n2
(Fig. 4) bewegt, sich in seiner linken Endlage befindet, entsprechend der größten Entfernung
der Schieberspiegel n1 und n2 in Fig. 4. Beginnt
nun der Druck im Wärmespeicher zu sinken, so bewegt sich der Kolben p allmählich in die
in Fig. 6 dargestellte Endlage. Kurz ehe diese erreicht wird, schließt die Kante 43 das durch
die Kanäle 41 und 34 zufließende Drucköl ab, wobei gleich darauf die Steuerkante 44 den
Ölabfhiß 35 bis 42 freilegt, so daß das Öl in
der durch Pfeile angegebenen Weise unter dem Druck der Feder 36 durch Kanal 35 abfließen
kann. Da der Kolben 37 eine gegenläufige Bewegung macht, werden die Schieber Öffnungen
gleich nach Beginn der Bewegung sehr groß, so daß die Verschiebung des Kolbens sehr
rasch vor sich geht. Die Bewegung des Kolbens 37 nach rechts kommt erst zum Stillstand,
wenn die in Fig. 7 dargestellte Lage erreicht wird. In diesem Augenblick schließt die Kante
33 den Ölraum 40 von den Ölabflußleitungen 35 und 42 ab, so daß der Kolben 37 zur Ruhe kommen
muß. Steigt nun der Druck im Wärmespeicher von neuem, so wird die in Fig. 8 dargestellte
Lage erreicht, bei der die Kante 44 den Abflußkanal 35 schließt, während gleich darauf die Kante 43 den Kanal 39 öffnet, so
daß das Drucköl durch die Kanäle 34, 39 und 41 in den Ölraum 40 gelangen kann, wodurch der
Kolben 37 nach links verschoben und die in Fig. 5 dargestellte Lage erreicht wird, in der
die Steuerkante 45 den Kanal 35 abschließt und damit den weiteren Zufluß von Drucköl
nach Raum 40 hindert.
Anstatt von der Abdampfspannung kann man die Umsteuerung auch von der Abdampfmenge
abhängig machen, indem der Abdampfsammler bei Überschreitung einer höchsten und Unterschreitung einer tiefsten Stellung die Umschaltung
bewirkt.
Claims (5)
1. Regelung für Abdampfturbinen mit vorgeschalteten Frischdampfstufen nach Patent
222332, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuerung der Relaisschieber zum Übergang vom Abdampf- zum Frischdampfbetrieb
oder umgekehrt nach Unterschreitung einer Tiefstgrenze bzw. nach Überschreitung
einer Höchstgrenze der Abdampf spannung plötzlich erfolgt.
2. Vorrichtung zur Regelung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bewegung der Relaisschieber durch eine Hemmung so lange gehindert wird (Fig. 2),
bis der höchste bzw. tiefste zulässige Druck
des Abdampfes eingetreten ist, worauf die Hemmung überwunden und der ganze
Schieberhub auf einmal rasch durchlaufen wird.
3. Vorrichtung zur Regelung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der
unter dem Abdampfdruck stehende Hilfskolben zunächst einen Leerhub ausführt, wobei eine Hilfsfeder gespannt wird (Fig. 3),
welche hierauf den Kolben unterstützt, so daß dieser seinen Endhub plötzlich durchläuft.
4. Vorrichtung zur Regelung nach Patent 222332, dadurch gekennzeichnet, daß
der vom Abdampf beeinflußte Kolben einen Hilfsschieber verstellt, der in dem eigentlichen,
die Verschiebungen der Schieberspiegel bewirkenden Kraftkolben eingebaut
ist, wobei durch geeignete Anordnung der Steuerkanten am Schieber und Führung
der ölkanäle in dem Kraftkolben letzterer seinen Hub jedesmal beginnt, wenn der
durch den Abdampf beeinflußte Kolben seine Endlage erreicht hat und dann den gesamten Hub plötzlich durchläuft.
5. Vorrichtung zur Regelung nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abdampfsammler der wechselnden Abdampfmenge entsprechend die Umsteuerung
bewirkt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250381C true DE250381C (de) |
Family
ID=508910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250381D Active DE250381C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250381C (de) |
-
0
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