DE250373C - - Google Patents

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DE250373C
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Germany
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gramophone
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record
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records
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
    • G11B3/68Record carriers
    • G11B3/70Record carriers characterised by the selection of material or structure; Processes or apparatus specially adapted for manufacturing record carriers

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  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannten mehrschichtigen Grammophonplatten entsprechen den gestellten Anforderungen nur unvollkommen, da diese Platten hinsichtlich ihrer Dauerhaftigkeit, Widerstandsfähigkeit, ihrer akustischen Wirkungen oder ihrer mechanischen Festigkeit Mängel aufweisen.
Die bekannten zweischichtigen Grammophonplatten, die aus Schichten von verschiedenen
ίο thermoplastischen Massen aufgebaut sind, weisen den Übelstand auf, daß sie nur mit verhältnismäßig dicker Rekordschicht hergestellt werden können. Wird bei dieser Gruppe von Platten eine wirklich dünne Rekordschicht verwendet, so tritt während des Einpressens der Schallnuten das minderwertige Material des Versteifungskörpers durch die dünne, während des Pressens stark beanspruchte Rekordschicht, wodurch die Platte unbrauchbar wird.
In der Tat weisen derartige Platten, sobald wirklich dünne Rekordschichten verwendet werden, immer nach dem Einpressen der Schallnuten Rißbildungen an der Oberfläche auf, die ihre Ursache in dem verschiedenen Flusse der Rekordschicht und des Versteifungskörpers haben. Die bekannten zweischichtigen Grammophonplatten weisen weiter den Ubelstand auf, daß man in der Wahl des Materials für den Versteifungskörper an bestimmte Massen gebunden ist, da das spätere Werfen der Grammophonplatten nur dann sich vermeiden läßt, wenn als Material für den Versteif ungskörper eine Masse gewählt wird, die genau den gleichen Ausdehnungs- und Kontraktionskoeffizienten besitzt wie die Rekordmasse.
Man hat zur Beseitigung dieser Übelstände unter anderem auch vorgeschlagen, dreischichtige Grammophonplatten zu verwenden, und diese Platten in der Weise hergestellt, daß man einen mit dünner Grammophonschicht versehenen Papierträger — den Rekordmassenträger — auf einer metallischen Unterlagsplatte aufgeklebt hat; auch diese Platten entsprechen den Anforderungen an eine vollkommene Grammophonplatte nicht, da solche Platten nur einen höchst ungenauen Matrizenabzug gestatten und keine vollkommen glatte Rekordschichtoberfläche ergeben.' Platten der vorstehend beschriebenen Art weisen überdies einen harten metallischen Klang auf und eine insbesondere in den Schallnutwänden leicht verletzbare Rekordschicht.
Es wurde nun gefunden, daß alle bisherigen Ubelstände mehrschichtiger Grammophonplatten sich vermeiden lassen, wenn man in folgender Weise verfährt:
Auf einer angewärmten Matrize der üblichen Art wird zunächst ein mit der eigentlichen Grammophonmasse überzogenes Papierblatt aufgelegt, und zwar derart, daß die Grammophonmasse des Rekordmassenträgers auf der Matrizenfläche aufliegt. Hierauf wird auf die Mitte, des Grammophonmassenträgers irgendeine billige thermoplastische Masse aufgelegt und diese durch eine zweite angewärmte Platte auf den Grammophonmassenträger aufgepreßt. Das Aufpressen der thermoplastischen Masse
auf den Grammophonmassenträger wird mit solcher Stärke ausgeführt, daß gleichzeitig das Einpressen der Schallkurven in die Grammophonmasse erfolgt.
Die Rekordschicht wird sohin bei dem vorliegenden Verfahren nicht nur in vertikaler Richtung an die Matrize angepreßt, sondern gleichzeitig durch die während des Preßvorganges in Fluß geratende thermoplastische
ίο Masse regelrecht über der Matrize ausgewalkt. Trotz dieser vervielfachten Preßwirkung ist zufolge der Eigenart des vorliegenden Verfahrens jedwede Gefährdung der dünnen Rekordschicht vermieden, da die Zwischenlage aus Papier alle gefährlichen Beanspruchungen der Rekordschicht auf Zug aufnimmt und gleichzeitig verhütet, daß die Masse der billigen Unterlage durch die dünne Grammophonschicht durchdringt.
Unter den vielen versuchten Massen für den Versteifungskörper hat sich besonders eine aus Kolophonium und einem Fülhriittel bestehende Masse bewährt, da diese. Masse hinsichtlich ihres Flusses und hinsichtlich Ausdehnung und Zusammenziehung am besten den gestellten Anforderungen entspricht. Als Füllmittel hat sich eine Mischung von schwefelsaurem Baryt mit einer kleinen Menge von feinen Faserstoffen, wie Papierpulpe oder Holzwolle, für vorteilhaft erwiesen.
Die Vorteile der neuen Platte gegenüber den bekannten zweischichtigen Grammophonplatten sind eingangs bereits angeführt worden. Zusätzlich sei noch bemerkt, daß man bei der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Platte in der Materialwahl der Versteifungsplatte bedeutend freier ist, da der zwischen zwei plastischen Massen eingebettete Rekordmassenträger das spätere Werfen der Platte verhindert und gleichzeitig auch die mechanische Festigkeit der Platte erhöht.
Gegenüber den bekannten dreischichtigen Grammophonplatten mit auf metallischer Unterlagsplatte aufgeklebten Rekordmassenträgern weist die neue Platte gleichfalls große Vorteile auf, da durch das neue Verfahren ein ungleich feinerer Matrizenabzug gewährleistet wird als durch das Aufkleben eines Rekordfilms auf metallische Unterlagen. '
Die eigenartige Zusammensetzung der Platte in Verbindung mit der Vereinigungsart der Plattenschichten gewährleistet nach den Beobachtungen des Erfinders einen bis in die allerf einst en Einzelheften getreuen Matrizenabdruck, eine vollkommen glatte Rekordschichtenoberfläche und eine äußerst widerstandsfähige Platte von reiner Klangfarbe.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: x
1. Verfahren zur Herstellung niehrschich- . tiger Grammophonplatten, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Matrizenfläche ein mit der eigentlichen Grammophonmasse überzogenes Papierblatt aufgelegt und daß sodann eine billige thermoplastische Masse auf dem Papierblatt aufgebracht und unter
■ Anwendung von Wärme und Druck auf- und auseinander gepreßt wird, wobei gleichzeitig die Schallkurven in die Grammophonmasse eingepreßt werden.
2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Material für die thermoplastische Versteifungsmasse eine aus Kolophonium und einem Füllmittel bestehende Mischung verwendet wird.
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