DE250278C - - Google Patents

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DE250278C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/13Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines
    • C03B9/14Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines
    • C03B9/16Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines in machines with turn-over moulds
    • C03B9/18Rotary-table machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 250278 KLASSE 32«. GRUPPE
MARCEL AUBIN GUILLEMOT in PARIS.
Selbsttätige Glasblasemaschine. Zusatz zum Patent 230944 vom 1. November 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Oktober 1910 ab. Längste Dauer: 31.Oktober 1923.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine
Ausführungsform einer Maschine gemäß Patent 230944, durch welche eine Vereinfachung in der Bauart und Wirkungsweise dieser Maschinen bezweckt wird.
Dieser Zweck wird gemäß der Erfindung zunächst dadurch erreicht, daß man die Vorblaseform in Fortfall kommen läßt, so daß das in der Vorform vorgeblasene Külbel in der Fertigform weiterbehandelt wird.
Durch das Fortfallen der Vorblaseform, die eine gewisse Blasezeit für sich in Anspruch nimmt, wird die Zeit verkürzt, welche die Fertigstellung einer Flasche erfordert. Hierdurch ergibt sich eine Verminderung des Bruches, der aus einem zu starken Abkühlen des Glases entsteht, und die Erhöhung der Blasezeit in den Blase- und Fertigformen, wodurch die Herstellung großer Flaschen ermöglicht wird. Verteilt man die drei Formen so um die Mittelachse der Maschine, daß sie um je 900 voneinander entfernt sind und der Einstichform eine freie Stelle gegenübersteht, so kann man ohne merkliche Verlängerung der Herstellungsdauer einer Flasche mit zwei Kopfformen arbeiten, wenn man den Halt an der Einstichform bzw. an der Stelle, an welcher das Külbel frei hängt, kürzer macht als die andern Halte. Der, wenn auch kurze, Aufenthalt des Külbels in der freien Luft, während der Bewegung des Külbels von der Vorform zur Fertigform, erlaubt ein geringes Erhärten des Glases, so daß dieses unter den günstigsten Blasebedingungen der Fertigform überliefert wird.
Die Verschiebung der Kopfformen erfolgt durch ständig aufeinanderfolgende Vierteldrehungen, so daß sich die Arbeitsstufen für jede Kopfform wie folgt verteilen:
Erste Kopfform.
a) Bildung des Külbels und Vorblasen in der Vorform.
b) Anhalten des Külbels in der freien Luft, um das Glas etwas erhärten zu lassen.
c) Blasen in der Fertigform.
d) Einstechen des Bodens in der Einstichform und Auswerfen der Flasche.
Zweite Kopfform,
a) Blasen in der Fertigform.
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b) Einstechen des Bodens in der Einstichform und Auswerfen der Flasche.
c) Bildung eines neuen Külbels und Vorblasen in der Vorform.
d) Anhalten des neuen Külbels in der freien Luft, um das Glas etwas erhärten zu lassen.
Eine Ausführungsform der neuen Maschine ist beispielsweise in der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist ein Querschnitt,
Fig. 2 eine entsprechende Draufsicht,
Fig. 3 ein Schnitt nach 3-3 der Fig. 1 von links gesehen,
Fig. 4 ein Schnitt nach 4-4 der Fig. 1 von rechts gesehen.
■ Fig. 5 stellt einen senkrechten Schnitt der geschlossenen Kopfform und die Stellung des Stempels beim Blasen dar.
Der Träger α für die Kopfformen a1, a3 wird durch die auf die Welle c6 aufgekeilte Scheibe c7 angetrieben. Die Scheibe c7 besitzt zwei gezahnte Sektoren c10, c11, welche absatzweise ein auf das Unterteil des Trägers c aufgekeiltes Kegelrad c8 mitnehmen. Der viereckige Sockel c9 steht mit der Scheibe c7 so lange in Berührung, als die Kopfformen in Ruhestellung sind. In der Scheibe c7 sind Ausschnitte c12 angeordnet, um die Drehung des Sockels während der Umdrehung des Kegelrades c8 durch die Sektoren c10, c11 zu ermöglichen. Die Aufrichtung der Vorform 1 geschieht durch eine Scheibe e12 mit zwei gezahnten Sektoren e19, e20, welche absatzweise das Zahnrad e10 antreiben, dessen viereckiger Bund e21 konzentrisch zu dem Zahnrad e10 ist. Die Seiten des Bundes e21 sind so gekrümmt, daß sie dem Umfang der Scheibe e12 sich dicht anlegen können. Die Scheibe e12 hat gegenüber den Sektoren e19, e20 Ausschnitte, die die Drehung des viereckigen Bundes während des Eingriffs des Zahnrades e10 ermöglichen.
Die Scheibe β12 steht mit einem Zahnrad e13 in Verbindung, welches mit einem auf die Welle c6 aufgekeilten Zahnrad e14 in Eingriff steht.
Bei der Aufrichtung der Vorform (in die Stellung Fig. 1) wirkt ein feststehender Daumen k auf eine Rolle k1 ein und bestimmt vermittels der Hebel k2, k3 die Stellung des Stempels β14, je nachdem die Form 1 umgekehrt wird, damit das Glas vorgeblasen werden kann.
Der Anlauf b3, welcher den die Kopfformen tragenden Arm cC entklinkt, steht fest. Er wirkt auf die Klinke b2, sobald dieselbe an ihm vorbei gleitet. Das öffnen der Kopfform zum Loslassen der Flasche geschieht vermittels eines Anschlages unterhalb des Bodeneinstechapparates.
Zu diesem Zwecke ist der Anschlag i beweglich angeordnet und wird durch einen Daumen i1 betätigt, der beispielsweise auf der Scheibe c7 sitzt (s. Fig. 3). Dieser Daumen wirkt auf die Rolle i2 ein, welche mit dem Konus i durch ein geeignetes Hebelwerk und Zugstange i3 verbunden ist.
Die anderen Maschinenteile und ihre Wirkung bleiben dieselben wie bei dem Hauptpatent.
Die abgeänderte Maschine arbeitet folgendermaßen : ;
In der in der Zeichnung veranschaulichten Stellung wird die Kopfform al durch die sie umschließende Vorform 1 festgehalten. Diese ist für die Umkehrung bereit. Dies geschieht durch den Zahnsektor β19, der mit dem Zahnrad e10 in Eingriff steht und der Form eine halbe Umdrehung gibt, um das offene Ende derselben in die höhere Lage zu bringen, so daß diese untere Öffnung der Vor- oder Füllform zur Aufnahme der flüssigen Glasmasse nach oben kommt.
. In dieser Stellung bildet der Stempel infolge der Wirkung des Daumens k den Verschluß, so daß er das Glas in der Form hält und das Formen des Flaschenkopfes gestattet. In dieser Stellung wird die Form durch den Sockel e21 während der Drehung des glatten Sektors der Scheibe e12, welcher sich zwischen den gezahnten Sektoren e19 und e20 befindet, festgehalten. Diese Zeit ist so berechnet, daß die Glasmasse in die Form laufen und vor der Aufrichtung derselben genügend fest werden kann. Diese Drehung geschieht dann, wenn der gezahnte Sektor e20 in das Zahnrad β10 eingreift und die Form 1 aufrichtet. Der Stempel wird hierbei zurückgezogen, um das Vorblasen des Glases zu gestatten, nachdem der Boden gegen die Vorform angehoben worden ist.
Die Form wird nun in dieser Stellung wiederum durch den Sockel e2i während der Drehung des zwischen den gezahnten Sektoren e20, e19 liegenden glatten Sektors der Scheibe e12 festgehalten. Während dieser Zeit erfolgt, wie schon bemerkt, das Vorblasen des Külbels. Darauf wird die Vorform geöffnet und ihr Boden gesenkt.
Nunmehr tritt der Zahnsektor c10 in Eingriff mit dem Zahnrad c8 und dreht die Kopfformen α1, α3 um eine Viertelumdrehung in der Pfeilrichtung (Fig. 2); die Kopfform α1, die das Külbel trägt, wird auf diese Weise in einer Zwischenstellung zwischen der Blaseform ι und der Fertigform 3 angehalten, während die Kopfform α3, welche die aus der Fertigform kommende Flasche trägt, ihrerseits oberhalb der Bodeneinstichform 4 angehalten wird. Während dieser Stillstandszeit, deren Dauer der Aussparung χ zwischen den Sektoren c10 und c11 entspricht, erhärtet das Glaskülbel etwas, und der Daumen Ä4 läßt die Bodeneinstichform 4 aufwärts gehen. Diese Form umschließt die von der Kopfform α3 getragene Flasche und drückt den Boden derselben ein.
In diesem Augenblick läßt der Daumen ix den beweglichen Anschlag i auf den Arm α17
der Kopfform α3 einwirken, um diese zu öffnen und eine fertige Flasche freizugeben, und der Zahnsektor c11 tritt in Eingriff mit dem Zahnrad c8 und dreht die Kopfform von neuem um eine Viertelumdrehung, und zwar immer in der Pfeilrichtung (Fig. 2). Die Kopfform a1 bietet nunmehr das Külbel der Fertigform 3 dar, und die Kopfform a3, die ihre Flasche in der Bodeneinstichform 4 zurückgelassen hat, bietet sich der Vorform 1 dar. Schließlich zieht ein Arbeiter mit einer Zange die fertige Flasche aus der Bodeneinstichform 4 heraus.
Zu bemerken ist, daß infolge der geringen Entfernung λ: zwischen den Sektoren c10 und c11 die Stillstandsdauer, welche dem Eindrücken des Flaschenbodens entspricht, viel geringer ist als die Stillstandsdauer, welche dem Blasen in der Vor- und der Fertigform entspricht.
Hieraus ergibt sich, daß das Blasen viel länger ausgedehnt werden kann als in der Maschine des Hauptpatentes, und zwar sogar bei einer geringeren Herstellungsdauer der Flasche, so daß man Flaschen von größeren Abmessungen herstellen kann. Die Bewegung der Kopfformen a1 und as wird durch den viereckigen Sockel c9 begrenzt, auf dessen Flächen die Scheibe c7 gleitet.
Das öffnen und Schließen der Formen während des Stillstandes des Trägers vollzieht sich auf ähnliche Weise, wie es im Hauptpatent beschrieben wird. Die Maschine befindet sich wieder in der in der Zeichnung veranschaulichten Stellung; dieselben Vorgänge wiederholen sich darauf.
Bei jeder Umdrehung der Welle c6 wird eine Flasche fertiggestellt, während gleichzeitig eine weitere Flasche vorbehandelt wird. Die Herstellung einer Flasche erfordert etwa 48 Sekunden; alle 24 Sekunden wird eine Flasche geliefert.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbsttätige Glasblasemaschine gemäß Patent 230944, dahin abgeändert, daß die Vorblaseform weggelassen ist. und daß das in der umkehrbaren Vorform (1) hergestellte und vorgeblasene Külbel in der Fertigform (3) weiterbehandelt wird.
    .2. Ausführungsform der Maschine gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gegenständige Kopfformen (a1, a3) während ihres Umlaufes an vier um 900 voneinander entfernten Punkten, von welchen der erste, dritte und vierte der Reihe nach durch die Vorform, Fertigform und Einstichform (4) besetzt sind, anhalten, und zwar an der Vor- und Fertigform langer als an den beiden anderen Punkten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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