DE2502768C3 - Verfahren zur Reinigung von rohen Trlarylphosphiten - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von rohen Trlarylphosphiten

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DE2502768C3
DE2502768C3 DE19752502768 DE2502768A DE2502768C3 DE 2502768 C3 DE2502768 C3 DE 2502768C3 DE 19752502768 DE19752502768 DE 19752502768 DE 2502768 A DE2502768 A DE 2502768A DE 2502768 C3 DE2502768 C3 DE 2502768C3
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phosphites
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phosphite
crude
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DE2502768A1 (de
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Jean-Marie Pontoise Frey (Frankreich)
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Rhone Poulenc Industries SA
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Rhone Poulenc Industries SA
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Description

4. Verfahren nach Anspruch oder 2, dadurch 15 *»£ groß. hen Patentschrift 12 71 964 ist ein gekennzeichnet, daß man die Wasserstoff-Stick- AusterKa , von Triaryiphosphiten bestoffverbindung in Form eines Gases verwendet. venanren niedrigen Temperaturen durchgeführt
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch *£*-*£*» ηκ* |atentsch P rift 35 14 506 ist ebengekennzeichnet, daß man als Tnarylphosph.t em wird. A«^^ zur Herstellung von Triarylphos-Triphenylphosphit behandelt. ^ *» itjtn bekannt. Bei diesem Verfahren muß in Abwe-
Verfa bwe
^SftWasser und Sauerstoff gearbeitet vorLuft^w ^^ J^ ^
^ i von unreinen Triaryiphosphiten. Ferner
verfahren von relativ reinen Aus
die
6" Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Triarylphosphit ein Trialkylphenylphosphit behandelt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion bei einer a5 muß nach Temperatur zwischen 20 und 120° C, vorzugsweise oof" '
zwischen 80 und 100°C durchführt. umc.i^ '""'^"-T"" _r wie sie häufie üei Jer
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch jerbrndun^n *^^^^*£^ gekennzeichnet, daß man die basische Wasserstoff- Rückführung una is.u^g
Stickstoffverbindung in Mengen zwischen 0,005 30 anfallen.
und 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Triaryl- ™'"
phosphit, verwendet. XspMten auszu^JTaiten und ein Verfahren verfügbar
zu machen, das insbesondere die Verbesserung der
35 physikalischen und chemischen Eigenschaften der Triarylphosphite und die Herstellung eines praktisch farblosen, geruchlosen Produkts mit einer stark abgeschwächten wenn nicht vollständig ausgeschalteten Acidität ermöglicht, ohne daß spezielle Anlagen und bekannten 40 umständliche Handhabungen erforderlich sind.
Es wurde überraschenderweise gefunden, dall durch Zusatz sehr geringer Mengen wenigstens einer basischen Wasserstoff-Stickstoffverbindung zu den Triiiten eine erhebliche Verbesserung der Ent-
Triarylphosphite werden im allgemeinen großtechnisch durch Umsetzung von Phosphortrichlorid mit einem im leichten Überschuß über die stöchiomctrische Menge verwendeten Phenol gemäß der
Reaktion
PCl3 + 3 ArOH -> (ArO)3P + 3 HCI,
in der Ar ein unsubstituierter oder ein in den meisten ^,^..wr·"— —.-. , . . ■,-·♦·„„·
Fällen mit einer Kohlenwasserstoffgruppe substituier- 45 färbung und Geruchsbeseitigung und gleichzeitig eine ter Arylrest ist, hergestellt. Die Abtrennung des über- nahezu vollständige Neutralisation der restlichen Saure schüssigen Phenols und der gebildeten Salzsäure durch erzielt werden. .
Vakuumdestillation führt zu einem noch ziemlich un- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur reinen Triarylphosphit. Dieses rohe Triarylphosphit Reinigung von rohen Tnarylphosphiten, das dadurch ist im allgemeinen ein farbiges Produkt (200 bis 500 50 gekennzeichnet ist, daß man die Triarylphosphite mit auf der Hlzen-Skala), dessen Säuiezahl noch zwischen einer geringfügigen Menge wenigstens einer bauschen 0,3 und 0,7 liegt, d*. es sehr schwierig wenn nicht Wasserstoff-Stickstoffverbindung behandelt Die Beunmöglich ist, die restliche Salzsäure vollständig zu handlung wird vorzugsweise bei Temperaturen zwientfernen. sehen 20 und 1200C, insbesondere zwischen 80 und
Triarylphosphite werden bekanntlich auf zahlreichen 55 1000C durchgeführt.
Gebieten, insbesondere in der Kunststoffindustrie und Zu den Triaryiphosphiten, die der Behandlung ge-
Kautschukindustrie, beispielsweise als Stabilisatoren, maß der Erfindung unterworfeVf χ £T£n6JT
Antioxydantien und Komplexbildner verwendet. In hören die Triphenylphosphite und die Tnalkylphenyl-
dem Maße, in dem der Bedarf an Triaryiphosphiten phosphite, die aus substituierten Phenolen erhalten
gestiegen ist, ergab sich die Notwendigkeit, gereinigte 6° werden, z. B. die Trikresylphosphite und die Tna hy -
Produkte, d. h. Produkte, die von jeglichem Geruch, phenylphosphite. In Fällen, in denen die l;nahcyi-
■■■■-■ . - 6.,·-,.-- ..:J:^. phenylphosphite bei der Temperatur, bei der die
Reinigungsbehandlung stattfinden muß, fest oder viskos sind, wird diese Behandlung vorteilhaft in Gegenwart
jeglicher Farbe und von Spuren restlicher Acidität befreit sind, zu verwenden, da festgestellt wurde, daß diese Verunreinigungen die Qualität der Endprodukte, m Ata Ano TnnpiilnlfAcnliit ainfTaorKBitet \\rr\rAf*r\ ICt
in die das Triarylphosphit eingearbeitet worden ist, «5 eines geeigneten Lösungsmittels durcngutunri.
beeinträchtigen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Salzsäure in dem Maße der Bildungsreaktion des Triarylphosphits
Die Wasserstoff-Stickstoffverbindungijn sind Monostickstoff derivate (NH3) und Distickstoff derivate (H2N—NH2). Das Ammoniak wird vorzugsweise in
Gasform verwendet, während das Hydrazin H2N-NH2 Hydrochlorids hatte das Triphenylphosphit die folgen-
vorzugsweise in Form seines Hydrats verwendet wird. den Eigenschaften:
Die verwendeten Mengen der Wasserstoff-Stick- Qa111-^hI 0 2
Stoffverbindung liegen im Bereich zwischen einer wirk- aaurezani ,
samen Mindestmenge ovn etwa 0,005 % und etwa 0,5 5 J£™: schwach
Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des PhOs- ^erucn scnwat-n
phits. Im Falle von Ammoniak in Gasform wird vorzugsweise das Zweifache bis Zehnfache der Menge Beispiel 3 verwendet, die für die Neutralisation erforderlich ist. Unter den in Beispiel 1 genannten Bedingungen
Die Temperatur, bei der die Reaktion der Entfer- io wurde ein Triphenylphosphit mit einer Säurezahl von
nung der Salzsäure gleichzeitig mit der Entfärbungs- 0,2, einer Farbe von 350 Hazen und stechendem Geruch
reaktion stattfindet, liegt vorzugsweise zwischen 80 unter Verwendung von 0,02 Gewichtsprozent Hydra-
und 100° C. zin behandelt. Nach dem Abfiltrieren des ausgefällten
Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird die Hydrazinhydrochlorids hatte das Triphenylphosphit
Wasserstoff-Stickstoffverbindung in Gegenwart eines 15 die folgenden Eigenschaften:
Inertgases, z. B. Stickstoff oder Argon, zugesetzt. Säurezahl 0 1
Völlig überraschend ist die Feststellung, daß von F b 50 Hazen
den basischen Verbindungen, die die restliche Säure in Q h"' y/////////,[[ [[[[[][ 'vernachlässigbar
den 1 narylphosphiten zu neutralisieren vermögen,
allein die Wasserstoff-Stickstoffverbindungen eine aus- 20 .
gesprochene Entfärbungsreaktion mit den Phosphiten Beispiel 4
mit Ausschluß anderer Neutralisationsmittel eingehen. Durch das gleiche rohe Reaktionsprodukt wie in
Diese besondere Wirkung wurde in Vergleichsver- Beispiel 2 wird bei 8O0C gasförmiges Ammoniak in
suchen ermittelt. Die primären, sekundären und ter- einer Menge, die der 5fachen Menge entspricht, die
tiären Amine, sowie die Alkalisalze und Erdalkalisalze as für die Neutralisation der restlichen Säure erforderlich
von Mineralsäure und organischen Säuren erwiesen ist, geleitet. Nach dem Abfiltrieren des ausgefällten
sich als unwirksame Mittel zur Beseitigung der Ver- Ammoniumchlorids hat das Triphenylphosphit die
färbung und des starken Geruchs. folgenden Eigenschaften:
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele Säurezahl 07
weiter erläutert. 30 Farbe ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;; 60" Hazen
Beispiel 1 Geruch vernachlässigbar
Durch Umsetzung von Phosphortrichlorid mit Phe- . .
nol und anschließendes Abdestiliieren des gegebenen- Beispiel
falls vorhandenen überschüssigen Phenols unter ver- 35 Einem rohen Triphenylphosphit mit einer Säurezahl
mindertem Druck wurde ein Triphenylphosphit erhal- von 0,6, einer Farbe von 150 Hazen und stechendem
ten, das eine Säurezahl von 0,4, eine Farbe von 530 Geruch wird bei 8O0C gasförmiges Ammoniak in einer
Hazen und einen stechenden Geruch hatte. Dann Menge zugesetzt, die der lOfachen Menge entspricht,
wurde auf einmal 0,035 Gewichtsprozent Hydrazin- die zur Neutralisation der restlichen Säure erforderlich
hydrat, bezogen auf das Gewicht des Phosphits, bei 40 ist. Nach dem Abfiltrieren des Ammoniumchlorids
einer Temperatur von 80°C zugesetzt. Das Gemisch hat das Triphenylphosphit die folgenden Eigenschaf -
wurde kräftig gerührt. Nach einigen Minuten wurde ten:
das ausgefällte Hydrazinhydrochlorid bei etwa 50° C Säurezahl 0,1
abfiltriert. Das Triphenylphosphit hatte nun die fol- Farbe 60 Hazen
genden Eigenschaften: 45 Geruch '.^Y................. vernachlässigbar
Säurezahl 0
Farbe 30 Hazen Beispiel 6
Gemch vernachlässigbar Auf ^ .n ^.^ 4 beschriebene Weise( jedoch unter
50 Durchleiten des Ammoniakgases bei 200C wird nach
Beispiel 2 der Filtration und Stehenlassen für 12 h ein Triphenyl-
Ein rohes Triphenylphosphit mit einer Säurezahl phosphit mit folgenden Eigenschaften erhalten: von 0,6, einer Farbe von 300 Hazen und stechendem
Geruch wurde unter den in Beispiel 1 genannten Be- Säurezahl 0,1
dingungen mit 0,035 Gewichtsprozent Hydrazinhydrat 55 Farbe 70 Hazen
behandelt. Nach dem Abfiltrieren des ausgefällten Geruch vernachlässigbar

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Reinigung von rohen Triarylphosphiten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Triarylphosphite mit einer geringfügigen Menge wenigstens einer basischen Wasserstoff-Stickstoffverbindung behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Wasserstoif-Stickstoffverbindung Ammoniak verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Wasserstoff-Stickstoffverbindung Hydrazinhydrat verwendet.
mit neutralisierenden Mitteln, z. B. Alkalicarbonate!!, Trimethylamin, Triäthylamin, Pyridin, Anilin und N N Drthylanilin, zu neutralisieren. Dieses Verfahren ist iedoch großtechnisch nicht durchführbar, da es die Verwendung großer Mengen an Neutrahsationsmitteln erfordert und das rohe Endprodukt dennoch ziemlich stark gefärbt ist. .
Es wurde ferner vorgeschlagen, das 1 narylphosphit zu destillieren. Dieses übliche Verfahren erfordert iedoch nicht nur eine Spezialapparatur, sondern hat auch den Nachteil, daß es einen großen Energiebedarf hat und äußerst langsam verläuft. Ferner haben gewisse Triarylphosphite eine geringe thermische Stabilität und die Gefahren von Verlusten durch Zersetzung
DE19752502768 1974-01-25 1975-01-24 Verfahren zur Reinigung von rohen Trlarylphosphiten Expired DE2502768C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7402497 1974-01-25
FR7402497A FR2259104B1 (de) 1974-01-25 1974-01-25

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2502768A1 DE2502768A1 (de) 1975-12-11
DE2502768B2 DE2502768B2 (de) 1976-09-16
DE2502768C3 true DE2502768C3 (de) 1977-04-28

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