DE2502260B2 - Verfahren zur Herstellung eines zelligen Polymeren, dessen hauptsächlich wiederkehrende Polymereneinheit aus einer Isocyanurateinheit besteht - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines zelligen Polymeren, dessen hauptsächlich wiederkehrende Polymereneinheit aus einer Isocyanurateinheit bestehtInfo
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Description
R1 —C-CONR4M*
R3
in der
M ein Alkalimetall, Ri, R2 und R3 jeweils ein Wasserstoffatom, einen
Alkyirest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Aryl-, Aralkyl- oder Cycloalkylrest und
R4 einen Alkyirest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest jo bedeuten, und
R4 einen Alkyirest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest jo bedeuten, und
c) 1 bis 45 Mol-% eines Dibutylzinndi-(aikanoats), bei welchem der Alkanoatrest 2 bis 12
Kohlenstoffatome enthält,
besteht.
besteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Cokatalysatorbestandteil a)
Ν,Ν-Dimethylcyclohexylamin verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Cokatalysatorbestandteil b)
Kalium-N-phenyl-2-äthylhexamid verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Cokatalysatorbestandteil c)
Dibutylzinndiacetat verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Cokatalysatorbestandteil b) in
Form einer 25- bis 75gew.-%igen Lösung in einem Verdünnungsmittel eingesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Cokatalysatorgemisch
ein solches verwendet, das aus
a) Ν,Ν-Dimethylcyclohexylamin,
b) Kalium-N-phenyl-2-äthylhexamid und
c) Dibutylzinndiacetat
besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Verdünnungsmittel für den
Cokatalysatorbestandteil b) eine Mischung aus Äthylenglykol und Dimethylformamid verwendet.
60
Hartpolyisocyanuratschaumstoffe hoher Flammbeständigkeit und Hitzebeständigkeit sowie ausgezeichneten
thermischen Isoliervermögens sind bekannt. Aus den US-PS 35 16 950,35 80 868,36 20 986,36 25 872 und
25 319 ist es beispielsweise bekannt, Schaumstoffe durch Umsetzen eines organischen Polyisocyanats mit
einem Trimerisierungskatalysator in Gegenwart eines Treibmittels und einer untergeordneten Menge, in der
Regel weniger als 0j5 Äquivalent pro Äquivalent Polyisocyanat, eines Polyols herzustellen. Aus der
US-PS 37 45 133 ist es bekannt, mit einer Cokatalysatorkombmation
aus einem Epoxid und einem tertiären Amin zu arbeiten.
Bei den bekannten Verfahren läuft die Verschäumungsreaktion
neben mindestens zwei Polymerenbildungsreaktionen, nämlich einer Isocyanuratbildung aus
der Homopolymerisation des verwendeten Polyisocyanats und einer untergeordneten Polyurethanbildung aus
der Umsetzung eines Polyols mit dem Polyisocyanat, ab.
Insbesondere bei der großtechnischen Durchführung kommt es infolge unterschiedlicher Reaktionsgeschwindigkeit
bei den beiden Polymerisierungsreaktionen zu Schwierigkeiten. So beginnt die Polyurethanbildung
häufig vor der Bildung des trimeren Produkts, so daß es im gesamten Schaumanstiegprofil zwei getrennte
Anstiegstufen gibt
Diese Schwierigkeiten werden im Falle der Anwendung von Polyisocyanuratschaumstoffen durch Sprühverfahren
noch deutlicher. Bei letzteren Verfahren ist es normalerweise erforderlich, daß das zur Bildung des
Polyisocyanuratschaumstoffs benötigte Reaktionsgemisch dem Misch- und Sprühkopf in lediglich zwei
Strömen zugeführt wird. Weiterhin besitzen diese beiden Ströme aufgrund geeigneter Vormischung der
Einzelbestandteile normalerweise eine solche Zusammensetzung, daß sie entweder im gleichen Volumenverhältnis
miteinander oder mit dem Polyisocyanat enthaltenden Bestandteil im doppelten Volumenverhältnis
des anderen Bestandteils vereinigt werden können. Diese Erfordernisse werden vornehmlich durch
die Ausgestaltung bzw. Bauweise der derzeit verfügbaren Sprühvorrichtungen diktiert.
Es wäre folglich in hohem Maße zweckmäßig, wenn man dieselben beiden Bestandteile in einem der
angegebenen Verhältnisse oder in einem beliebigen dazwischen liegenden Verhältnis zum Einsatz bringen
könnte. Wegen der kritischen Rolle, die die Art und Menge des Katalysators bei der Herstellung von
Polyisocyanuratschaumstoffen spielen, war es bisher noch nicht möglich, einen Katalysator anzugeben, der
bei den verschiedenen Katalysatorkonzentrationen, die aus der geschilderten Änderung der Bestandteilverhältnisse
resultieren, zufriedenstellend arbeitet. Folglich war es bisher erforderlich, vollständig verschiedene
Rezepturen für das Arbeiten mit verschiedenen Bestandteilverhältnissen zu schaffen. Weiterhin bereitete
es bisher große Schwierigkeiten, ein System zu rezeptieren, mit dem auch bei Vorliegen der beiden
Bestandteile des Systems im gleichen Volumenverhältnis zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, die Herstellung von zelligen, hochtemperatur- und feuerbeständigen
Polyisocyanurat-Polymeren, insbesondere durch Sprühauftrag auf die verschiedensten Substrate,
zu ermöglichen.
Es wurde nun überraschenderweise ein Katalysatorgemisch gefunden, das nicht mit den geschilderten
Nachteilen behaftet ist und insbesondere in zu versprühenden Systemen gute Ergebnisse liefert.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung eines zelligen Polymeren, dessen hauptsächlich
wiederkehrende Polymereneinheit aus einer Isocyanurateinheit besteht, durch Umsetzen eines
Polyisocyanats und einer untergeordneten Menge eines
Polyols in Gegenwart eines die Trimerisierung der Isocyanatgftippen bewirkenden Cokatalysatorgemisches,
eines Treibmittels und gegebenenfalls sonstigen Zusätzen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß man als Cokatalysatorgemisch ein solches verwendet, das aus
a) 10 bis 95 Mol-% eines tertiären Amins,
b) 2 bis 85 Mol-% eines Amidsalzes der allgemeinen Formel
R2-C-CONR4M8
/
R3
R3
10
15
in der
M ein Alkalimetall,
Rl, R2 und R3 jeweils ein Wasserstoffatom, einen
Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Aryl-, Aralkyl- oder Cycloalkylrest und
R4 einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest
R4 einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Arylrest
bedeuten, und
c) 1 bis 45 Mol-% eines Dibutylzinndi-(alkanoats), bei welchem der Alkanoatrest 2 bis 12 Kohlenstoff atome
enthält,
besteht.
besteht.
Unter dem Ausdruck »Alkylrest mit 1 bis 8 jo Kohlenstoffatomen ist z. B. ein Methyl-, Äthyl-, Propyl-,
Butyl-, Pentyl-, Hexyl-, Heptyl- oder Octylrest oder ein Isomeres hiervon zu verstehen. Unter dem Ausdruck
»Arylrest« ist ein durch Entfernen eines Kernwasserstoffatoms von einem aromatischen Kohlenwasserstoff
erhaltener Rest, beispielsweise ein Phenyl-, Toluyl-, Xylyl-, Naphthyl- oder Diphenylylrest, zu verstehen.
Unter dem Ausdruck »Aralkylrest« ist beispielsweise ein Benzyl-, p-Methylbenzyl-, p-Äthylbenzyl-, J3-Phenyläthyl-,
Benzhydryl- oder Naphthylmethylrest, zu verstehen. Unter einem »Cycloalkylrest« ist beispielsweise ein
Cyclobutyl-, Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Methylcyclohexyl-, Cycloheptyl- oder Cyclooctylrest zu
verstehen. Als »Alkalimetall« ist beispielsweise Natrium, Kalium oder Lithium zu verstehen.
Bei dem Dibutylzinndi-(alkanoat) bedeutet der Ausdruck »Alkanoatrest mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen«
beispielsweise einen Acetat-, Propionat-, Butyrat-, Valerat-, Caproat-, Ocnanthoat-, Capryloat-, Pelargonat-,
Capriat-, Hendecanoat- oder Lauratrest oder einen isomeren Rest hiervon.
Wie bereits erwähnt, macht die Notwendigkeit, die beiden verschiedenen Reaktionen, nämlich die zu
Urethan führende Reaktion und die zu Isocyanurat führende Reaktion, auszugleichen, bei der Herstellung
von Polyisocyanuraten die Wahl des jeweiligen Katalysators besonders bedeutsam. Dies gilt insbesondere
bei der Herstellung von Systemen zur Sprühanwendung.
Dem mit der Herstellung von Schaumstoffen nach eo Sprühverfahren befaßten Fachmann ist es bekannt, daß
zwei Reaktionsteilnehmerströme in eine Sprühpistole eingeführt werden. Der Bestandteil A enthält das
jeweilige Polyisocyanat zusammen mit anderen mit dem Polyisocyanat nichtreaktionsfähigen Zusätzen, z. B.
Treibmittel. Beim Versprühen von Polyurethanmischungen enthält der Bestandteil B die Polyolkomponente in
äquivalenter Menge zu dem Polyisocyanat nebst einem Katalysator, einem Netzmittel und sonstigen mit dem
Polyol oder dem Katalysator nichtreaktiongsfähigen Zusätzen. Aus offensichtlichen mechanischen Gründen
ist es von Vorteil, die einzelnen Bestandteile A und B derart zu rezeptieren, daß sie im Volumenverhältnis
1 :1 gepumpt werden können. Normalerweise ist das Gewichtsverhältnis der Bestandteile A : B nicht genau
1:1. Bei der Sprühherstellung von Polyisocyanuratschaumstoffen,
bei der die Polyolkomponente lediglich in untergeordneter Menge vorhanden ist, ist es dagegen
erforderlich, die einzelnen Rezepturen genau einzustellen, damit ein Volumenverhältnis von 1 :1 erreicht wird.
In der Regel wird ein Unterschuß auf der Volumenseite des Bestandteils B durch Zugabe sonstiger Zusätze, z. B.
nichtrecktionsfähiger Feuerhemmittel, ausgeglichen. Die für eine jeweilige Rezeptur im Hinblick auf
optimale Anstiegeigenschaften erforderliche Katalysatorkonzentration wird einmal bestimmt und bleibt dann
für diese Rezeptur konstant Wenn ein Polyisocyanuratschaumstoff im Volumenverhältnis 2 :1 gesprüht wird,
unterscheidet sich die hierfür optimale Katalysatorkonzentration selbst bei gleichem Katalysator von der für
ein zu versprühendes Volumenverhältnis von 1 :1 erforderlichen Katalysatorkonzentration.
Es wurde nun überraschenderweise ein ganz spezielles Cokatalysatorsystem bzw. eine ganz bestimmte
Katalysatorkombination gefunden, das bzw. die das Rezeptieren tines !.τι Verhältnis 1:1 bis 2:1 zu
versprühenden System gestattet, ohne daß die Mengenverhältnisse an den Reaktionsteilnehmern oder Katalysatoren
neu eingestellt werden müssen. Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren erhält man hierbei auf
höchst einfache Weise ausgezeichnete Sprühschaumstoffe.
Die Cokatalysator-Bestandteile werden während oder unmittelbar vor der Trimerisierungsreaktion des
Polyisocyanats miteinander vereinigt. Gegebenenfalls können das tertiäre Amin und die Verbindung b)
vorgemischt oder in Form einer Mischung gelagert werden, wobei dann das Dibutylzinndi-(alkanoat) bis zur
Verwendung der betreffenden Mischung als Cokatalysator bei der Schaumherstellung getrennt aufbewahrt
werden soll.
Selbstverständlich muß bei dem erfindungsgemäß verwendbaren Cokatalysatorgemisch die Gesamtsumme
der molprozentualen Konzentrationen der Einzelbestandteile 100 Mol-% ausmachen. Die einzelnen
Bestandteile können innerhalb der angegebenen Grenzen beliebig variiert werden, solange die anderen
Bestandteile den ersteren auf insgesamt 100 Mol-% ergänzen. Diese Methode zur Angabe der Mengenanteile
der drei Bestandteile des Cokatalysatorgemisches dient zur Definition der Parameter des Cokatalysatorgemisches
als solchem. Wenn jedoch im folgenden spezielle Ausführungsformen der Verwendung des
Cokatalysatorgemisches bei der Herstellung eines zelligen Polyisocyanurat-Polymeren beschrieben werden,
werden die Mengen der Bestandteile des Cokatalysatorgemisches in absoluten Werten angegeben.
Das tertiäre Amin a) des erfindungsgemäß verwendbaren Cokatalysatorgemisches wird in dem Gemisch in
einer Menge von 10 bis 95, vorzugsweise von 10 bis 70 Mol-% verwendet. Als tertiäres Amin kann jedes
beliebige tertiäre Amin (vgl. beispielsweise US-PS 37 45 133, Spalte 8, Zeile 1 bis 73) verwendet werden.
Bevorzugte tertiäre Amine sind: N,N-Dimethyläthanolamin, Ν,Ν-Dimethylcyclohexylamin, N,N-Dimethyl-
benzylamin, Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethyl-1,3-butandiamin,
Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethylpropandiamin, N-Methylmorpholin,
N-Äthylmorpholin und N,N',N"-Tris-{dimethylaminopropyl)-hexahydrotriazin.
Ein besonders bevorzugtes tertiäres Amin ist N.N-Dimethyicyclohexylamin.
Der Amidsalzanteil b) des erfindungsgemäß verwendbaren Cokatalysatorgemisches wird in einer Menge von
2 bis 85 Mol-%, vorzugsweise in einer Menge von 20 bis
80 Mol-%, verwendet. Das Amidsalz erhält man durch Vereinigen eines Säuresalzes der allgemeinen Formel ι ο
R1
R2—C — COOeMffl
R3
R3
in einem Lösungsmittel mit einem organischen Isocyanurat
der allgemeinen Formel R4NCO unter wasserfreien Bedingungen. Die Reste Ri, R2, R3, R4 und M besitzen
hierbei die angegebene Bedeutung. Das Isocyanat wird langsam zu der Salzlösung zugegeben, worauf eine
R,
exotherme Reaktion eintritt jnd Kohlendioxid entweicht
Beispiele für zu der genannten Umsetzung geeignete Lösungsmittel sind niedrigmolekulare Polyole.. wie
Äthylenglykol, Diäthylenglyk&L Dipropylenglykol, Dibutylenglykol,
Tetraäthylenglykol, Dipropylenglykoi, Dibutylenglykol, Tetraäthylenglykol, Glyzerin, und
flüssige Polyäthylenglykole, z. B. die durch Zugabe von Äthylenoxid zu Wasser, Äthylenglykol oder Diäthylenglykol
erhaltenen Polyoxyäthylenglykole, Äthylglykol. Butylgiykol, Äthyldiglykol, Diäthylenglykolmethyl- und
butyläther, Äthanolamin, Diäthanolamin, Triäthanolamin,
und dipolare aprotische Lösungsmittel, wie Dimethylformamid, Dimethylacetamid, N-Methylpyrrolidon
und Dimethylsulfoxid, sowie Mischungen der genannten Lösungsmittel. Die Umsetzung zwischen
dem Säuresalz und der Isocyanatverbindung läuft weit schneller ab als die Umsetzung zwischen der Isocyanatverbindung
und den hydroxylgruppenhaltigen Lösungsmitteln, so daß der Reaktionsgeschwindigkeitsunterschied
die Verwendung der letzteren Lösungsmittel als bevorzugte Lösungsmittelklasse gestattet.
Die Herstellung des Amidsalzes erfolgt gemäß folgender Gleichung:
Ri
M<B
R2—C — COO0M* + R4NCO
R3
R2—C — CONR4 + CO;
Gegebenenfalls kann das Reaktionslösungsmittel entfernt werden. In der Regel wird jedoch für
vorteilhaft gehalten, das Salz in dem Lösungsmittel r> gelöst zu lassen und den Katalysator später in
Kombination mit seinem Verdünnungsmittel zu verwenden. Wenn das Lösungsmittel entfernt wird, kann das
Amidsalz in der Form, wie es isoliert wurde, verwendet werden. Es sollten jedoch Vorkehrungen getroffen
werden, um es vor seiner Verwendung in dem Cokatalysatorgemisch gegen atmosphärische Feuchtigkeit
zu schützen.
Typische Beispiele für geeignete Säuresalze sind: Natriumacetat, Kaliumacetat, Lithiumacetat, Natriumpropionat,
Kaliumpropionat, Lithiumpropionat, Natriumhexanoat, Kaliumhexanoat, Lithiumhexanoat, KaIiumdecanoat,
Kalium-2-methylhexanoat, Kalium-2-äthylhexanoat,
Kaliumneopentanoat, Natriumphenylacetat, Kaliumphenylacetat, Lithiumphenylacetat, Kalium-0-phenylpropionat,
Kalium-p-toluylacetat, Kaliumcyclohexylacetat,
Kalium^-methylcyclohexylacetat und Kalium-0-cyclohexylpropionat. Typische Beispiele für
organische Isocyanatverbindungen sind: Butylisocyanat, Octylisocyanat, Phenylisocyanat und Toluylisocyanat.
Das Molverhältnis zwischen den bei der Herstellung der Amidsalze verwendeten Reaktionsteilnehmern sollte
1 : 1 betragen.
Ein besonders bevorzugtes Amidsalz stellt Kalium-N-phenyI-2-äthylhexamid
dar. wi
Vorzugsweise wird das Amidsalz in dem Cokatalysatorgemisch in Kombination mit einem Verdünnungsmittel
verwendet. Das Verdünnungsmittel kann aus dem bei der Herstellung des Amidsalzes verwendeten Reaktionslösungsmittel
oder einer Mischung solcher Reak- M tionslösungsmittel oder einer Mischung solcher Reaktionslösungsmittel
bestehen. Eine bevorzugte Klasse von Verdünnungsmitteln besteht aus Älhylenglykol.
Diäthylenglykol, Polyäthylenglykol eines Molekulargewichts von 400 und Mischungen hiervon sowie
Mischungen dieser Verdünnungsmittel mit Dimethylformamid. Eine besonders bevorzugte Verdünnungsmittelmischung
besteht aus Äthylenglykol und Dimethylformamid. Die Kozentration des Amidsalzes in dem
Verdünnungsmittel ist nicht kritisch und beträgt 25 bis 75 Gew.-%. Wenn eine Mischung aus Verdünnungsmitteln
verwendet wird, sollte die Gewichtsmenge des einen Verdünnungsmittels in dem anderen zweckmäßigerweise
10 bis 90, vorzugsweise 25 bis 75 Gew.-% betragen.
Das Dibutylzinndi-(alkanoat) c) des Cokatalysatorgemisches wird in einer Menge von 1 bis 45, vorzugsweise
von 3 bis 30 Mol-% verwendet. Beispiele für geeignete Dibutylzinndi-(alkanoate) sind Dibutylzinndiacetat, Dibutylzinndioctoat,
Dibutylzinndi-2-äthylhexoat und Dibutylzinndilaurat,
vorzugsweise Dibutylzinndiacetat.
Das erfindungsgemäß verwendbare Cokatalysatorgemisch muß unbedingt aus den angegebenen drei
verschiedenen Katalysatorbestandteilen bestehen.
Bei der erfindungsgemäßen Herstellung der Polyisocyanuratschaumstoffe
können sämtliche aus der US-PS 37 45 133 bekannten Polyole oder sonstige Polyole, wie
sie bisher in untergeordneten Mengen bei der Herstellung von Polyisocyanuratschaumstoffen eingesetzt
wurden, verwendet werden. Diese Polyole können getrennt während der Trimerisierung des Polyisocyanats
zugesetzt oder in Form eines mit dem Polyisocyanat gebildeten, endständige Isocyanatgruppen aufweisenden
Vorpolymeren, das dann später trimerisiert wird, eingesetzt werden. Die Polyole werden zweckmäßigerweise
in einer Menge von 0,01 bis 0,3 Äquivalent pro Äquivalent Isocyanat verwendet.
Die bei der erfindungsgemäßen Herstellung der Polyisocyanuratschaumstoffe verwendeten Polyisocya-
nate sind die üblicherweise zu diesem Zweck verwendeten organischen Polyisocyanate. Zur Herstellung von
Schaumstoffen mit außerordentlich hoher Hitzebeständigkeit und Strukturfestigkeit werden im Rahmen des
Verfahrens gemäß der Erfindung vorzugsweise Polymethylenpolyphenylpolyisocyanate,
insbesondere die in der US-PS 37 45 133 beschriebenen Polymethylenpolyphenylpolyisocyanate,
verwendet. Ein besonders bevorzugtes Polymethylenpolyphenylpolyisocyanat ist ein
solches mit einer Azidität von weniger als etwa 0,1%. Es gibt verschiedene bekannte Verfahren zum Erniedrigen
der Azidität auf solche Werte. Ein besonders gut geeignetes Verfahren ist in der DE-OS 22 49 375
beschrieben. Bei letzterem Verfahren wird das Polyisocyanat mit pro Äquivalent an in dem Polyisocyanat
enthaltener Säure 0,25 bis 1 Äquivalent eines monomeren Epoxids behandelt.
Bei der erfindungsgemäßen Herstellung der Polyisocyanuratschaumstoffe
lassen sich die üblichen Maßnahmen durchführen und die üblichen Vorrichtungen zum
Einsatz bringen. Die Mengenanteile des Cokatalysatorgemisches weiden derart gewählt, daß pro Äquivalent
an in dem Reaktionsgemisch enthaltenem Polyisocyanat /u eckmäßigerweise 0,005 bis 0,04 Äquivalent, vorzugsweise
0,01 bis 0,03 Äquivalent, tertiäres Amin, zweckmäßigerweise 0,001 bis 0,03 Äquivalent, vorzugsweise
0,003 bis 0,02 Äquivalent Amidsalz und zweckmäßigerweise 0.0005 bis 0,005 Äquivalent, vorzugsweise
0.001 bis 0,003 Äquivalent Dibutylzinndi-(alkanoat) vorhanden sind. κι
Entsprechend üblicher bekannter Arbeitsweisen werden übliche Treibmittel und gegebenenfalls sonstige
Zusätze, wie Dispergiermittel, Zellstabilisatoren, Netzmitte! und Flammenhemmiue! milverwendei. Eine
besonders bevorzugte Klasse von flammhemmenden 3". Zusätzen sind phosphorhaltige flammhemmende Mittel,
wie Tris-(2-chioräthyl)-phosphat, Tris-(2-chlorpropyl)-phosphat, Tris-(2,3-dibrompropyl)-phosphat und Tris-(1,3-dichlorisopropyl)-phosphat.
Bei der erfindungsgemäßen Herstellung der Polyisocyanuratschaumstoffe
können die verschiedensten, dem Fachmann bekannten Schaumstoffsprühvorrichtungen
verwendet werden. Hierzu gehören beispielsweise die verschiedensten bekannten Sprühpistolen. Die erfindungsgemäß
hergestellten Polyisocyanuratschaumstof- -n fe zeigen an den verschiedensten Substraten, z. B.
Holzfaserplatten. Bauplatten. Gipsplatten, Asbestplatten, Holz. Sperrholz. Metallblechen und Papierprodukten,
wie Kraft-Papier und schwerer Pappe, eine gute Haftung. So können die erfindungsgemäß herstellbaren ~><
> Polyisocyanuratschaumstoffe auf sämtlichen Anwendungsgebieten,
auf denen derzeit durch Sprühapplikation erzeugte zellige Produkte üblicherweise zum
Einsatz gelangen, verwendet werden. Besonders gut eignen sie sich auf Anwendungsgebieten, auf denen eine
hohe thermische Beständigkeit, eine langsame Flammenausbreitung und eine geringe Rauchbildung beim
Verbrennen erforderlich sind.
So können beispielsweise die erfindungsgemäß herstellbaren Polyisocyanuratschaumstoffe nach dem t>o
Aufsprühen auf hohe Temperaturen aufweisende Rohrleitungen, öfen und höhere Temperaturen aufweisende
Flüssigkeiten enthaltende Lagertanks als Wärmedämmung und Isoliermaterialien verwendet werden.
Die erfindungsgemäß hergestellten Polyisocyanuratschaumstoffe finden auch in der Kältetechnik Anwendung,
wobei sie zum Isolieren von Rohren oder Tanky mit darin befindlichen, eine niedrige Temperatur
aufweisenden und eine thermische Isolierung erfordernden Flüssigkeiten dienen.
Die erfindungsgemäß erreichbare Möglichkeit variabler Sprühverhältnisse stellt einen deutlichen Fortschritt
auf dem Gebiet der Sprühschaumstoffherstellung dar. So läßt sich beispielsweise bei einem Gegenstand,
der Isoliereigenschaften erhalten muß, beispielsweise einem eine Flüssigkeit höherer Temperatur enthaltenden
Lagertank, im Komponentenverhältnis 1:1 ein Polyisocyanuratschaumstoff aufsprühen. Hierbei erhält
man eine Abdeckung aus einem einen optimalen Isolierwert aufweisenden zelligen Schaumstoff. Hierauf
wird das Pumpverhältnis auf 2 :1 geändert, wobei auf die erste Schaumstoffschicht eine zweite Schaumstoffschicht
höherer Dichte aufgesprüht wird. Auf diese Weise wird die erste Schaumstoffschicht durch die
zweite Schaumstoffschicht aufgrund ihrer höheren physikalischen Festigkeit geschützt. Hierbei läßt sich die
Notwendigkeit, bei der Sprühherstellung eines Schaumstoffes anderer Dichte die Rezeptur ändern zu müssen,
vermeiden. Diese Maßnahmen eignen sich besonders gut zur Sprühapplikation von Schaumstoffen in
entlegenen Bereichen. Die erfindungsgemäß herstellbaren hitze- und flammbeständigen Schaumstoffe sind,
insbesondere wegen ihrer einfachen Applikation, bei der Konstruktion von Iridustriegebäuden von höchstem
Wert.
Die folgenden Herstellungsbeispiele und Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen. Zunächst
wird die Bestimmung der bei den Hersieilungsbeispielen
angegebenen Aziditätswerte beschrieben.
Bestimmung der Azidität
2 g des zu analysierenden Polyisocyanats werden in einem 250-mI-Griffin-Becherglas mit jeweils 75 ml
Toluol und Methanol gemischt. Hierauf wird das Becherglas mit einem Uhrglas abgedeckt und die
Mischung unter Rühren 5 min lang auf Rückflußtemperatur erhitzt. Nun wird die Mischung auf Raumtemperatur
abkühlen gelassen. Unter Verwendung eines Fisher-Accumet-pH-Meiers mit einer Kombinationselektrode wird dann die Mischung mit 0,02n-Kaliumhydroxidlösung
in Methanol bei konstanter Geschwindigkeit auf einen pH-Wert von 7.7 titriert. Gleichzeitig wird
ein Blindversuch mit einer Mischung aus jeweils 75 ml Toluol und Methanol in entsprechender Weise durchgeführt.
Der Säuregehalt des Isocyanats wird dann entsprechend der Gleichung:
Azidität in % = (A-B) χ 0,0365
berechnet In der Gleichung bedeutet A die Anzahl der
zum Titrieren der Polyisocyanatmischung verbrauchten ml Kaliumhydroxidlösung und B die Anzahl der zum
Titrieren der Blindlösung verbrauchten ml Kaliumhydroxidlösung.
Die Anzahl an in einem gegebenen Polyisocyanat vorhandenen Säureäquivalenten ergibt sich aus der
Gleichung:
Äquivalente Säure =
(Azidität in %) x (g zu behandelndes Polyisocyanat)
36.5
Synthesebeispiel 1
Kalium-N-phenyl-2-äthylhexamid der Formel:
C2H
rut ΓΗ Γ \\—jT
N
Ein 1 1 fassender Dreihalskolben wurde mit einem mechanischen Rührer, einem Thermometer, einem
Tropftrichter und einem Gaseinlaßrohr versehen. Hierauf wurde die Vorrichtung vollständig getrocknet
und mit einer Lösung von 182,2 g (1,0 Mol) Kalium-2-äthylhexanoat
in 168 g Äthylenglykol beschickt. Unter konstantem Rühren unter schwachem Stickstoffdruck
wurden tropfenweise langsam 119,1 g (1,0 Mol) Phenylisocyanat zugegeben. Infolge exothermer Reaktion
erwärmte sich das Reaktionsgemisch auf eine Temperatur von 60°C, wobei Kohlendioxid entwich. Aus der
20 erhaltenen klaren Lösung begannen sich beim Abkühlen kleine Kristalle abzuscheiden. Bei Zugabe von 175 g
Dimethylformamid wurde jedoch eine klare gelbe Lösung der folgenden Eigenschaften erhalten:'
Äquivalentgewicht = 141;
Säurezahl = 3,4;
Viskosität = 53mm2/sbei25°C.
Diese Lösung von Kalium-N-phenyl-2-äthylhexamid konnte direkt als Cokatalysatorgemischbestandteil b)
verwendet werden. Beim Entfernen des Äthylenglykols und Dimethylformamids durch Erwärmen der Lösung
auf Dampfbadtemperatur unter einem Druck von 0,27 mbar und Schützen des Produktes gegen atmosphärische
Feuchtigkeit wurden 275 g eines salzförmigen Rohproduktes in Form eines halbkristallinen orangen
Rückstandes erhalten. Dieser wurde bis zur Verwendung als Cokatalysatorgemischbestandteil b) in einem
Vakuumexsikkator gelagert.
Synthesebeispiel 2
Kalium-N-butyl-2-äthylhexamid der Formel:
C2H5
O Κθ
C4H9-CH-CH2-C-N-C4H9
Ein wie bei Synthesebeispiel 1 ausgestatteter, 1 1 fassender Dreihalskolben wurde mit einer Lösung von
182,2 g (1,0 Mol) Ka!ium-2-äthylhexanoat in 158 g Äthylenglykol beschickt. Unter konstantem Rühren
wurden langsam 99,1 g (1,0 Mol) Butylisocyanat zutropfen gelassen. Aus dem Reaktionsgemisch entwich
Kohlendioxid, wobei sich infolge exothermer Reaktion die Temperatur auf etwa 500C erhöhte. Die erhaltene
klare gelbe Lösung besaß eine höhere Viskosität als die
35
40 Ausgangslösung und ansonsten die folgenden Eigenschaften:
Äquivalentgewicht = 90;
Säurezahl = 3,8;
Viskosität = 560 mm2/s bei 25° C.
Die erhaltene Lösung von Kalium-N-butyl-2-äthylhexamid
konnte direkt als Cokatalysatorgemischbestandteil verwendet werden. Beim Entfernen des
Äthylenglykols durch Erhitzen der Lösung auf Dampfbadtemperatur unter einem Druck von 0,27 mbar und
Schützen des Produktes gegen Feuchtigkeit wurden 267 g eines salzartigen Rohproduktes in Form eines
halbkristallinen orangen Rückstandes erhalten. Dieser wurde bis zur Verwendung als Cokatalysatorgemischbestandteil
in einem Vakuumexsikkator aufbewahrt.
Synthesebeispiele 3 bis
Gemäß Synthesebeispiel 1 und unter Verwendung von 168 g Äthylenglykol und 175 g Dimethylformamid
als Colösungsmittel sowie unter Ersatz der Alkalimetallcarbonsäuresalze und organischen Isocyanate entsprechend
den Angaben in der Tabelle I wurden ie entsprechenden Amidsalze hergestellt Die Salze
werden durch ihren gewichtsprozentualen Lösungsmit-
50 telgehalt gekennzeichnet Das Lösungsmittel selbst
bestand aus 49 Gew.-% Äthylenglykol und 51 Gew.-% Dimethylformamid. Das Entfernen des Lösungsmittels
zur Gewinnung eines Amidsalzes in Rohform ließ sich ohne weiteres durch Erhitzen der Lösung im Vakuum
bewerkstelligen.
Synthssebeispiel
Säuresalz (1,0 Mol)
Isocyanat (1,0 Mol) Produkt
Lösungsmittel'
(Gew.-%)
(Gew.-%)
3 Natriumacetat Phenyl-
4 Kaliumacetat Phenyl-
5 Lithiumacetat Pheiiyl-
6 Kaliumpropäoat Phenyl-
7 Natrmm-2-älhylb.exanoat Phenyl-
8 Kalrom-2-äthylhexanoat p-Toluyl-
Natrium-N-phenylacetamid 68
Kalium-N-phenylacetamid 66
Lithium-N-phenylacetamid 70
KaBum-N-phenyipropionamid 65
Natrium-N-phenyl-2-äthyIhexamid 59
Kalium-N-{p-totuyl)-2-äthyIhexamid 55
Fortsetzung
Synthese- Säuresalz (1,0 Mol)
beispiel
beispiel
Isocyanat (1,0 Mol) Produkt
Lösungsmittel
(Gew.-%)
| Lithium-2-athylhexanoat | ff-Naphtyl- | |
| 10 | Kaliumdecanoat | 4-Biphenylyl |
| 11 | Kalium-ß-phenylpropionat | Phenyl- |
| 12 | Kaliumcyclohexylacetat | Phenyl- |
| 13 | Kaliumphenylacetat | Phenyl- |
| 14 | Kalium-a-naphthylacetat | Phenyl- |
Synthesebeispiele 15 bis 22
Gemäß Synthesebeispiel 2 und unter Verwendung von 158 g Athylenglykol als Lösungsmittel sowie Ersatz
der Kaliumcarbonsäuresalze und organischen Isocyanate gemäß den Angaben in der Tabelle II wurden die
20
Lithium-N-(a-naphthyl)-2-äthyl- 55 hexamid
Kalium-N-(4-biphenylyl)-decanoamid 49
Kalium-N-phenyl-ß-phenylpropionamid 57
Kai ium-N-phenylcyclohexylacetamid 57
Kalium-N-phenylphenylacetamid 58
Kalium-N-phenyl-a-naphthylacetamid 53
entsprechenden Amidsalze hergestellt. Diese Salze werden durch ihren gewichtsprozentualen (Lösungsmittelgehalt)
Äthylenglykolgehalt gekennzeichnet. Die Entfernung des Lösungsmittels zur Gewinnung eines
Amidrohsalzes ließ sich ohne weiteres durch Erhitzen der Lösung im Vakuum bewerkstelligen.
Synthesebeispiel
Säuresalz (1,0 Mol)
Isocyanat (1,0MoI) Produkt
Lösungsmittel (Gew.-%)
| 15 | Kaliumacetat | Butyl- | 45 |
| 16 | Kaliumpropionat | Methyl- | |
| 17 | Kaliumpropionat | Äthyl- | |
| 18 | Kaliumpropionat | Butyl- | |
| 19 | Kaliumpropionat | tert.-Butyl- | |
| 20 | Kaliumpropionat | Hexyl- | |
| 21 | Kaliumpropionat | Octyl- | |
| 22 | Kalium-ß-phenylpropionat | Butyl- | |
| Beispiel 1 | |||
| und Vergleichsversuch A |
In Tabelle III wird ein erfindungsgemäß hergestellter Schaumstoff mit einem unter Verwendung eines
Cokatalysatorgemisches außerhalb der Erfindung hergestellten Schaumstoff verglichen. Beide Schaumstoffe
wurden unter Verwendung einer handelsüblichen Prüfvorrichtung mit einem handelsüblichen Endmundstück
sowohl auf Asbest als auch Pappe aufgesprüht Die Systeme wurden im Volumenverhältnis 2:1
gesprüht, wobei die Komponenten I und II unter einem
Kalium-N-butylacetamid 50
Kalium-N-methylpropionamid 55
Kalium-N-äthylpropionamid 53
Kalium-N-bv.tylpropionamid 48
Kalium-N-teit-butylpropionamid 48
Kalium-N-hexylpropionamid 45
Kalium-N-octylpropionamid 40
Kalium-N-butyl-ß-phenylpropionarnid 39
Druck von 72,4 bis 79,2 bar gepumpt wurden. Der Schaumstoff des Beispiels 1 zeigte eine bessere
Druckfestigkeit und eine durch den Sauerstoffindex wiedergegebene bessere Flammbeständigkeit sowie ein
besseres Verhalten bei dem Sicherheitstest als der Schaumstoff des Vergleichsversuchs A. Beide Schaumstoffe
enthielten ein Polyisocyanat niedriger Azidität von weniger als 0,1% und einem Isocyanatäquivalent
von etwa 135, das durch Behandeln von Polymethylenpolyphenylpolyisocyanat mit etwa 40 Gew.-% Methylen-bis-(phenylisocyanat)
gemäß der DE-OS 22 49 375 mit einer untergeordneten Menge eines monomeren Epoxids behandelt worden war.
Tabelle ΙΠ
Vergleichsversuch A
Bestandteile
Komponente I
134
15
134 15
Fortsetzung
Schaumstoff
30
10
10
Vergleichsversuch A
30
Bestandteile
Komponente I
Komponente I
Handelsübliches Siliconnetzrnittel; Viskosität 1000 mmVs bei 25 C Anderes handelsübliches Siliconnetzrnittel
Komponente II
Polyester1)
Polyäther für Hartschaumstoffe (durchschnittliche Hydroxylzahl: 700)*) Polyesterpolyol auf der Basis von 1,4,5,6,7,7-Hexachlorbicylo-[2,2,1]-5-hepten-2,3-dicarbonsäure (Hydroxyizahl: 320)**) Umsetzungsprodukt von 3 MoI Äthylenoxid mit Trimethylolpropan,
Polyester1)
Polyäther für Hartschaumstoffe (durchschnittliche Hydroxylzahl: 700)*) Polyesterpolyol auf der Basis von 1,4,5,6,7,7-Hexachlorbicylo-[2,2,1]-5-hepten-2,3-dicarbonsäure (Hydroxyizahl: 320)**) Umsetzungsprodukt von 3 MoI Äthylenoxid mit Trimethylolpropan,
Äquivalentgewicht etwa 93
n-Butanol
Handelsübliches Siliconnetzmittel Trichlorfluormethan
Dibutylzinndiacetat
Ν,Ν-Dimethylcyclohexylamin
Lösung aus 43 Gew.-% Kalium-N-phenyl-a-äthylhexamid, 28 Gew.-%
Äthylenglykol und 29 Gew.-% Dimethylformamid Kaliumacetat
Volumenverhältnis I/II
Gewichtsverhältnis I/II
Anstiegeigenschaften:
Gewichtsverhältnis I/II
Anstiegeigenschaften:
Cremezeit, s
Gelzeit, s
Anstieg, s
Zeit bis zum Festwerden, s
Dichte, g/cm3
Druckfestigkeit, kg/cnr
Dichte, g/cm3
Druckfestigkeit, kg/cnr
parallel zur Anstiegrichtung
senkrecht zur Anstiegrichtung
Bröckligkeit (prozentualer Gewichtsverlust), ASTM-C 421-61 (1967) Sauerstoffindex, % (ASTM-D 2863-70)
Sicherheits-Durchbrenntest (h/2,54 cm)2)
*) In Form eines alkoxylierten aliphatischen Polyamins (vgl. die Firmenschrifl »Chemicals and Plastics Physical Properties«
der Union Carbide, Ausgabe 1969. Seite 2. Stichwort LA-700.
**) Vgl. »Hetrofoam 320 and Polyphenylisocyantes in Five Retardant Rigid Urethane Foams«. Service Bulletin No. 3G13.
October 1963.
') Der verwendete Polyester bestand aus 27.6 Teilen des durch Verestern von 1 Mol 1.4.5,6.7.7-Hexachlorbicyclo-[2.2,1]-
| 2 | 5 |
| 1 | 1 |
| 28 | 31,5 |
| 0,5 | 0,5 |
| 3 | 3 |
| 5 | |
| 1 | |
| 2 : 1 | 2 : 1 |
| 1,9 : 1 | 1,9: 1 |
| 1 | 2 |
| 3-4 | 7 |
| 8-9 | 12 |
| 10 | 15 |
| 0,03780 | 0,03828 |
| 1,89 | 1,70 |
| 1,68 | 1,20 |
| 10 | 9,4 |
| 29 | 27,5 |
| 0,6 | 0,32 |
5-hepten-2,3-dicarbonsäureanhydrid 2,4 Teilen Diäthylenglykol.
) Flammendurchdringungstest der Bureau of Mines.
) Flammendurchdringungstest der Bureau of Mines.
Beispiele 2 und 3
Die Schaumstoffe dieser Beispiele wurden in VoIu- t>o
menverhältnissen der Komponenten I/II von 1 :1 bzw. :1 gesprüht Hierbei wurde bei beiden Schaumstoffen
dieselbe Rezeptur verwendet, wobei die Cokatalysatorgemischkonzentration
bei Komponente Il nicht geändert wurde. Es wurde lediglich das BestandteQverhältnis t>5
bei Komponente II entsprechend den Angaben in der Tabelle IV geändert. Verwendet wurden eine handelsübliche
Proportioniervorrichtung und eine handelsübli-
mit 1.1 Mol Diäthylenglykol und 2,5 Mol Propylenoxid erhaltenen Produkts und
ehe Sprühpistole. Beim Sprühverhältnis der Komponen-.
ten I und II von 1 :1 waren die Drücke in beiden Fällen 543 bar. Bei beiden Rezepturen wurden handelsübliche
Pumpen verwendet Beim Sprühverhältnis 2 :1 war der
Druck der Komponente 1 61,8 bar. Hierbei wurde eine handelsübliche Proportionierpumpe verwendet Bei
Komponente II betrug der Druck 48,0 bar, wobei eine andere handelsübliche Proportionierpumpe verwendet
wurde. Die Schaumstoffe der Beispiele 2 und 3 besaßen entsprechende Anstiegeigenschaften. Die Flammen-
und Hitzebeständigkeit beider Schaumstoffe war sehr
15
ähnlich, wobei die physikalische Festigkeit des Schaumstoffes des Beispiels 3 im Hinblick auf den Dichteunterschied
höher war als des Schaumstoffes des Beispiels 2.
Bei der Herstellung beider Schaumstoffe wurde dasselbe mit Epoxid behandelte Polyisocyanat v/Je bei
Beispiel 1 verwendet
| Schaumstoff | Beispiel 4 | Beispiel 5 |
| Bestandteile | ||
| Komponente I | ||
| Polyisocyanat | 135 | 135 |
| Komponente II | ||
| Polyester1) | 70 | 35 |
| Tris-{ß-chloräthyl)-phosphat | 26 | 13 |
| Handelsübliches Siliconnetzmittel | 3 | 1,5 |
| Trichlorfluormethan | 38,4 | 19,2 |
| Lösung aus 43 Gew.-% Kalium-N-phenyl-2-äthylhexamid, 28 Gew.-% | 9 | 4,5 |
| Äthylenglykol und 29 Gew.-% Dimethylformamid | ||
| Dibutylzinndiacetat | 0,6 | 0,3 |
| Ν,Ν-Dimethylcyclohexylamin | 3 | 1,5 |
| Verhältnis NCO : OH | 1 : 0,34 | 1 : 0,17 |
| Volumenverhältnis I : II | 1 : 1 | 2: 1 |
| Anstiegseigenschaften: | ||
| Cremezeit, s | 2 | 2 |
| Anspringzeit, s | 2 | 2 |
| erster Anstieg, s | 4 | 4 |
| zweiter Anstieg, s | 9 | 12 |
| Zeit bis zum Festwerden, s | 28 | 17 |
| Dichte, g/cm3 | 0,03364 | 0,05767 |
| Bröckligkeit (prozentualer Gewichtsverlust) | 2 | 5,3 |
| Druckfestigkeit, kg/cm2 | ||
| parallel zur Anstiegrichtung | 1,07 | 2,49 |
| senkrecht zur Anstiegrichtung | 1,18 | 3,26 |
| Sicherheitsdurchbrenntest (h/2,54 cm) | 0,75 | 0,87 |
| Sauerstoffindex. % | 30,8 | 32,8 |
| Fortsetzung Tabelle IV | ||
| Beispiel 2 | Beispiel 3 |
515
680
Thermische gravimetrische Analyse (50%iger Gewichtsverlust bei 0C)
Thermische gravimetrische Analyse (prozentualer Gewichtsverlust bei einer Temperatur von)
4000C 500°C 6000C
700°C
') Der verwendete Polyester bestand aus 27,6 Teilen des durch Verestern von 1 Mol
5-hepten-2,3-dicarbonsäureanhydrid mit 1,1 Mol Diäthylenglykol und 2,5 Mol Propylenoxid erhaltenen Produkts und
2,4 Teilen Diäthylenglykol.
| 24 | 14,5 |
| 47,5 | 35 |
| 58,5 | 43 |
| 67. )1 1,4,5,6,7,' |
52 |
130119/137
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung eines zelligen Polymeren, dessen hauptsächlich wiederkehrende
Polymereneinheit aus einer Isocyanurateinheit besteht, duch Umsetzen eines Polyisocyanats und einer
untergeordneten Menge eines Polyols in Gegenwart eines die Trimerisierung der Isocyanatgruppen
bewirkenden Cokatalysatorgemisches, eines Treibmittels und gegebenenfalls sonstigen Zusätzen, ι ο
dadurch gekennzeichnet, daß man als Cokatalysatorgemisch ein solches verwendet, das
aus
a) 10 bis 95 Mol-% eines tertiären Amins,
b) 2 bis 85 Mol-% eines Amidsalzes der allgemeinen Formel
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US437781A US3899443A (en) | 1974-01-30 | 1974-01-30 | Novel cocatalyst system for trimerizing polyisocyanates |
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| DE2502260C3 DE2502260C3 (de) | 1982-01-14 |
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Owner name: THE DOW CHEMICAL CO. (EINE GES.N.D.GESETZEN D. STA |
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| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
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