DE249457C - - Google Patents

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DE249457C
DE249457C DENDAT249457D DE249457DA DE249457C DE 249457 C DE249457 C DE 249457C DE NDAT249457 D DENDAT249457 D DE NDAT249457D DE 249457D A DE249457D A DE 249457DA DE 249457 C DE249457 C DE 249457C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L29/00Reversing-gear
    • F01L29/04Reversing-gear by links or guide rods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 249457 -KLASSE Hd. GRUPPE
JOHANN MARTIN WALTER in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1910 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein in sich vollständiges, körperlich geschlossenes Steuergetriebe (Lenkersteuerung) für Kolbenmaschinen, Kompressoren und Pumpen. Die Bewegungen dieses Steuermechanismus, auf ein gebräuchliches Steuerorgan, wie Schieber, Ventil, Hahn usw. übertragen, ergibt eine Verteilung des Treibmittels, die sonst nur durch zwei getrennte Ein- und Auslaßorgane erreicht
ίο werden kann. Also bleiben bei veränderlichen Füllungen von ο bis 90 Prozent die Ausströmung und die Verdichtung unveränderlich. Die Vorrichtung arbeitet vollständig zwangschlüssig, ohne Federn, Puffer, Wälzkurven usw. Außer gewöhnlichen Kraftmotoren findet die Vorrichtung auch für Umsteuermaschinen jeder Art Verwendung.
In Fig. ι ist an eine Kurbel oder ein Exzenter / der Haupt- oder einer besonderen Steuerwelle eine festgelagerte Schwinge p mittels eines Koppelgliedes h angelenkt. Die Bewegung der Schwinge p wird mittels eines verstellbaren Hebels i, der an der Schwinge p im Punkte g angelenkt ist, durch einen Stützhebel f auf eine Treibstange a-b-ä, die vom Exzenter / ausgeht, übertragen. Der gemeinsame Gelenkpunkt s der Hebel t und f wird mittels des Lenkers q geführt, der seinerseits vom Regler r verstellt wird. Die Treibstange a-b-ä. erhält also ihre Bewegung einerseits von der Schwinge p und andererseits vom Exzenter /.
Entsprechen nun am Exzenter die Punkte β dem Voreintritt, c der Kompression und ν der Vorausströmung, so sind die zugehörigen Lagen des Endpunktes 0 der Schwinge p, e' c' v', des Verbindungspunktes g der Schwinge p mit dem Hebel t, e" c" v", des gemeinsamen Gelenkpunktes s von den Hebeln /, t und q, e° c° v° und des Punktes b der Treibstange a-b-d, ECV. Der Punkt b der Treibstange a-b-d beschreibt während der ganzen Exzenterbewegung eine geschlossene Kurve y, ähnlich einer Ellipse oder einer Eiform. Der Endpunkt d der Treibstange a-b-d beschreibt ebenfalls eine geschlossene Kurve z. Bei den Exzenterstellungen c und ν schneidet'sich die Kurve ζ angenähert im Punkte m, indem sie eine Lemniskoidenbahn bildet. Wird nun der Endpunkt s am Stützhebel f und t bei Verstellung des Lenkers q durch den Regler auf einem Bogen, gleich dem Radius der Stange t, verschoben, so ändern die Kurven y und ζ ihre Bahnen, die Punkte C V und m dieser Kurven bleiben jedoch immer angenähert in gleicher Lage. Dies wird dadurch erreicht, daß der Punkt s bei den Exzenterstellungen c und ν sich auf einem Bogen w und w' bewegt, der von den Punkten c" v'1 als Radius die Länge der Stange t hat. Wird nun der Punkt b der Treibstange a-b-d so gewählt, daß in seinen Lagen C und V mit der Länge der Stange f Kreisbogen geschlagen werden, so decken sich diese angenähert mit den genannten Kreisbogen w v° und w' c° des Stützhebels t. Die Unterschiede, die entstehen, sind geringe.
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Bei jeder Verstellung des Lenkers q durch den Regler fallen die Punkte C und V annähernd zusammen, die anderen Punkte der Bahn des Gelenkpunktes b weichen aber je nach der Reglerstellung voneinander ab; genau dasselbe trifft auch bei der Bahn des Punktes d zu. Bei dieser liegt für die Exzenterstellungen c und ν der Endpunkt d des Treibhebels a-b-d immer angenähert im Punkte m.
ίο Im übrigen ist die Lage der Kurve ζ je nach der Verstellung des Lenkers q durch den Regler verschieden. Die verschiedenen Lagen der Kurve ζ können zu Füllungsveränderungen ausgenutzt werden. Entspricht der Voreintrittslage des Steuerorganes der Bogen k, dem Voraustritts- und Kompressionsbeginn der Bogen I, beide Bogen I und k mit der Länge der Antriebsstange des Steuerorganes beschrieben, so sind alle Ausweichungen der verschiedenen Bahnen ζ über dem Bogen k von ungleicher Dauer und Größe und eignen sich daher zu Füllungsänderungen. Die Ausweichungen über dem Bogen I hinaus dienen für die Ausströmungsperioden. Die Kurven sind nur teilweise gezeichnet, für 70 Prozent gilt die Kurve z, für Nullfüllung ist die Kure z' nur zur Hälfte gezeichnet. Der Regler verstellt also mittels der Stange q die Stange t und f, und ändern sich dadurch dann die Füllungen. Wie zu ersehen, beginnt die Kompression und der Voraustritt immer angenähert bei der ,derselben Exzenterstellung, wie groß auch die Füllung sein mag. Der Voreintritt variiert in kleinen zulässigen Grenzen.
Für besondere Fälle kann die Steuerung auch so eingerichtet werden, daß der Stützhebel f in einer Kulisse geführt wird, die in der Schwinge p ausgebildet ist und deren Krümmungshalbmesser gleich der Länge des Stützhebels f ist (vgl. Fig. 2 der Zeichnung). Dadurch fällt der Stützhebel t fort, und der Stützhebel f wird in dieser Kulisse den Füllungen entsprechend durch den Lenker q verschoben.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Regelbare Lenkersteuerung für Kolbenmaschinen mit gleichbleibendem Beginn der Ausströmung und der Verdichtung, bei welcher die Bewegung des Endpunktes der Treibstange nach einer sich schneidenden Bahn (Lemniskoide) verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Endpunkt (d) der Verbindungsstange (d, n) mit dem Steuerorgan durch eine angelenkte Treibstange (a-b-d) auf lemniskoidenförmigen Bahnen (z, z'J von verschiedener Gestalt und verschiedener Lage geführt wird, die sich, wie auch die Stellung des Reglers sein mag, stets angenähert in einem und demselben, dem Beginn der Ausströmung und der Verdichtung entsprecchenden Punkte (m) schneiden, indem die Treibstange (a-b-d) einerseits am entgegengesetzten Endpunkte (a) eine Bewegung von der Maschinen- oder einer Steuerwelle mittels Exzenters, Kurbel o. dgl. und andererseits an einem weiteren Punkte (b) eine Bewegung erhält, die ebenfalls von der Maschinen- oder der Steuerwelle abgeleitet wird, und zwar durch eine mittels einer Koppel (h) angetriebene Schwinge (p) mit festem Drehpunkt.
2. Regelbare Lenkersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des mittleren Punktes (b) der Treibstange (a-b-d) von zwei weiteren Gelenkstangen (t, f) abgeleitet wird, deren Verbindungsgelenk (s) durch eine vom Regler gehaltene Schwinge (q) geführt wird.
3. Regelbare Lenkersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des mittleren Punktes (b) der Treibstange (a-b-d) von einem Stützhebel (f) abgeleitet wird, der in einer Kulisse geführt wird, die in der Schwinge (p) ausgebildet ist und deren Krümmungshalbmesser gleich der Länge des Stützhebels (f) ist-
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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