DE249104C - - Google Patents

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DE249104C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B3/00Extraction of metal compounds from ores or concentrates by wet processes
    • C22B3/20Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching
    • C22B3/44Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching by chemical processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 249104 KLASSE 40«. GRUPPE
Eisenoxydsalzlösungen werden in der Praxis vielfach zur Überführung der in Erzen enthaltenen Schwefelmetalle usw. in den löslichen Zustand verwendet. Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, Lösungen von Eisenoxydulsalzen, die häufig als wertlose Rückstände erhalten werden, schnell und vollständig in den oxydischen Zustand umzuwandeln, um die so gebildeten Eisenoxydsalzlösungen zur Auflösung
ίο von metallischen Sulfiden, Oxyden, Carbonaten ο. dgl. zu benutzen.
Die Oxydation von Eisenoxydulsalzlösungen durch den Sauerstoff der Luft geht nur sehr langsam vor sich, so daß sie für technische Zwecke ganz unbrauchbar ist. Man hat daher vorgeschlagen, die Oxydation der Oxydulsalzlösungen mittels Luft dadurch zu beschleunigen, daß man nach Art der im Weldonverfahren üblichen Oxydation der Manganoxydulsalze, das Eisen in der Eisenoxydullösung mittels Calciumhydrats fällt und Luft durch die in offenen hohen Behältern befindliche Laugen hindurchbläst. Dieses Verfahren hat den großen Nachteil, daß Kalksalze als Verunreinigungen in die Laugen eingeführt werden, die nur mit Schwierigkeit und mit nicht geringen Kosten entfernt werden können.
Die Erfindung besteht nun darin, die Eisenoxydulsalzlösungen mindestens ebenso schnell und ohne Zusatz fremder Stoffe dadurch in Eisenoxydsalzlösungen überzuführen, daß man Luft unter hohem Druck auf über ihren Siedepunkt erhitzte Eisenoxydulsalzlaugen in geschlossenen Gefäßen einwirken läßt. Versuche haben gezeigt, daß, wenn die Einwirkung der Luft auf die Eisenoxydulsalzlösungen bei einer Temperatur von etwa 160 ° C. und einem Druck von etwa 6 bis 7 Atm. stattfindet, die Umwandlung des Oxyduls in Oxyd sehr schnell vor sich geht.
In der britischen Patentschrift 29286/1909 ist ein Verfahren zur Behandlung von Erzen unter gleichzeitiger Trennung des Eisens von anderen in den Erzen enthaltenen Metallen beschrieben, bei welchem man Säure oder, falls die Erze nicht genügend Eisen enthalten, eine Eisenoxydulsalzlösung im Verein mit Säure unter Mitwirkung von Hitze und Luft unter hohem Druck in einem geschlossenen Behälter auf das Erz einwirken läßt, wobei das intermediär gebildete Eisenoxydsalz lösend auf die Schwefelmetalle, Oxyde, Carbonate u. dgl. einwirkt und selbst als unlösliches Eisenoxyd ausfällt. Wesentlich für dieses Verfahren ist also die Bildung bzw. die Gegenwart von Eisenoxydsalzen, da die Reaktion nur in Gegenwart genügender Mengen Eisenoxydsalz vor sich geht. Es ist klar, daß wenn man in der Lage ist, bereits fertig gebildete Eisenoxydsalzlösungen verwenden zu können, die Behandlung der Erze in einem geschlossenen Druckgefäß nach dem Verfahren des genannten britischen Patentes erspart werden kann, weil die Eisenoxydsalzlösungen schon unter gewöhnlichen Umständen lösend auf die Schwefelmetalle, Oxyde, Carbonate u. dgl. einwirken. Es genügt also eine einfache Auslaugung mit den Eisenoxydsalzlösungen, und man kann
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daher in dem gleichen Zeitraum und mit einer bedeutend vereinfachten Apparatur erheblich größere Mengen von Schwefelmetalle, Oxyde, Carbonate u. dgl. enthaltenden armen Erzen 5 oder Erzrückständen behandeln, was praktisch von großer Bedeutung ist.
Hiernach ist weiter ersichtlich, daß die gesonderte Überführung von Eisenoxydullösungen in Eisenoxydlösungen eine ausgedehnte Verwendung für alle solche Auslaugungsprozesse gestattet, bei welchen Eisenoxydlösungen zur Löslichmachung von Metallverbindungen benutzt werden können. Eine solche allgemeine Verwendung der in der britischen Patentschrift für einen bestimmten Zweck beschriebenen Reaktion konnte aus dem dort erläuterten Verfahren nicht gefolgert werden. Weiter ist zu beachten, daß, wenn die Umwandlung des Eisenoxyduls in Eisenoxyd und die Löslichmachung der Metalle gleichzeitig erfolgt, am Anfang der Operation ein großer Teil des durch die Oxydation der Luft gebildeten Eisenoxyds infolge der reduzierenden Einwirkung des im Erz enthaltenen Schwefeleisens wiederum in den Oxydulzustand zurückverwandelt wird. Das Oxydul muß alsdann erst von neuem durch die fortgesetzte Wirkung der Luft zu Eisenoxyd oxydiert werden, bevor es lösend auf die anderen sulfidischen Metalle, Oxyde und Carbonate einwirken kann. Nimmt man aber die Umwandlung des Eisenoxyduls in Eisenoxyd gesondert vor und läßt diese Lösung auf das Erz einwirken, so kann die eben erwähnte Zwischenreduktion nicht eintreten, weil sofort eine Reaktion zwischen der Säure des Eisenoxydsalzes und den Sulfiden, Oxyden und Carbonaten stattfindet.
Es sind daher die in vorliegender Erfindung und in der britischen Patentschrift beschriebenen Verfahren vor sich gehenden Reaktionen nicht identisch, weil in dem einen Falle eine Zwischenreduktion eintritt, die in dem anderen Falle durch die Natur der Reaktion vermieden werden kann.
Man kann auch das Verfahren in der Weise ausführen, daß man beispielsweise Schwefelkupfer durch die Einwirkung der gesondert hergestellten Eisenoxydsalzlösungen in lösliches Kupfersulfat überführt, das Kupfer mittels metallischen Eisens fällt und die so gebildeten Eisenoxydulsulfatlösungen durch Hitze und Luft unter hohem Druck wieder in Eisenoxydlösungen überführt, welche zur Lösung neuer Mengen von Schwefelkupfer Verwendung finden. Das Verfahren wird alsdann ein cyclisches, indem die Eisenlösungen sich in einem geschlossenen Kreislauf bewegen und immer von neuem regeneriert werden.
Sollten bei der Umwandlung der Eisenoxydulsalze durch Druckluft und Hitze unlösliehe basische Eisenoxydsalze entstehen, so kann man dieselben durch Zusatz von geringen Mengen Säuren leicht in den löslichen Zustand überführen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Oxydation von Eisenoxydulsalzlösungen unter Anwendung von Luft, dadurch gekennzeichnet, daß man die über ihren Siedepunkt erhitzten Oxydulsalzlösungen mit Luft unter hohem Druck in einem geschlossenen Gefäße behandelt.
DENDAT249104D Expired DE249104C (de)

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