DE248751C - - Google Patents

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DE248751C
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rod
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C3/00Miscellaneous appliances for hat-making, e.g. for making wire forms for hat-frames; Apparatus for changing the form or size of finished hats

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 41 a. GRUPPE
ALEXANDER HORWITZ in WIEN.
Vorrichtung zur Herstellung von Drahtgestellen für Hüte.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1911 ab.
auf Grund der Anmeldung in Osterreich vom 1. April 1910 anerkannt.
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Herstellung von Drahtgestellen für Hüte, welche Vorrichtungen bekanntlich aus einer Anzahl von radial und in der Höhenrichtung einstellbaren Armen zum Halten des Formdrahtes bestehen. Bei diesen Vorrichtungen ist auch bereits eine vertikal einstellbare, mit radial einstellbaren Drahthaltern versehene Scheibe zum Formen des Hutdeckels angewendet worden. Diese bekannten Vorrichtungen gewähren aber entweder keine leichte Einstellung und keine sichere Haltung der den Draht tragenden Stäbe, da diese nur durch einen einzigen Bolzen befestigt sind und daher leicht unbeabsichtigterweise verdreht und verschoben werden; zum Teil können auch die Stäbe überhaupt nicht in eine schräge Lage gestellt werden, so daß an einer solchen Vorrichtung nicht alle möglichen Hutformen hergestellt werden können. Die Anordnung nur einer Formscheibe genügt besonders bei der Herstellung unregelmäßiger Hüte zum Formen des Hutdeckels nicht.
Der Erfindung gemäß bestehen die vorzugsweise zum Formen der Hutkrempe dienenden Haltestäbe aus zwei ineinander einschiebbaren Teilen, von denen der untere Teil am Gestell angelenkt ist. Außerdem sind die Halter in zweckdienlich ausgebildeten oberen Führungen gehalten, so daß sie in verschiedene Längen und Neigungen gestellt werden können und in ihrer Lage sicher gehalten werden, ohne daß ein Verstellen der Halter während der Arbeit unbeabsichtigterweise möglich ist. Zum Formen des Hutdeckels werden der Erfindung gemäß mehrere, wenigstens aber zwei Formscheiben benutzt, wodurch die Herstellung des Deckels, besonders bei unregelmäßigen Hüten, wesentlich erleichtert bzw. überhaupt ermöglicht wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι einen Vertikallängsschnitt durch die ganze Vorrichtung, einzelne Teile in Ansicht, Fig. 2 einen Horizontalschnitt nach der Linie A-A der Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Formscheibe für den Hutkopf mit den einzeln verstellbaren Formbacken, Fig. 4 einen einzelnen Formbacken in Seiten- und Vorderansieht mit teilweisem Schnitt, Fig. 5 eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung, wozu Fig. 6 eine Draufsicht veranschaulicht, Fig. 7 eine andere besondere Ausführungsform, zu der die Fig. 8, 9 und 10 Einzelheiten darstellen.
Auf einer Grundplatte 1 ist eine Mittelsäule 2 drehbar angeordnet, welche durch einen breiten Bund 3 an der Platte befestigt ist. In der Mittelsäule 2 ist eine weitere Säule 4 verschiebbar und durch eine Klemmschraube 5 gegenüber 2 feststellbar angeord-
net. Die Säule 4 weist eine Anzahl an ihr verschiebbarer Formscheiben 6 auf, in deren Naben 7 ein Feststellmittel, beispielsweise eine Klemmschraube 8, sitzt, die durch Anziehen die Scheiben 6 in beliebigen Höhen an der Säule 4 festlegen. Die Scheiben 6 sind radial geschlitzt und in den Schlitzen 9 sind Backen 10 geführt, die ebenfalls durch beliebige Feststellmittel in verschiedenen Lagen unabhängig voneinander festgestellt werden können (Fig. 1 bis 3). Zweckmäßig durchsetzt ein an jedem Backen 10 vorgesehener Schraubenbolzen 11 den Schlitz 9 und wird an der Unterseite der Scheibe 6 durch eine Flügelmutter 12 gesichert (Fig. 4). Die Formbacken verbreitern sich außen und weisen je zwei aufeinander senkrechte Nuten 13 zur Aufnahme des Formdrahtes 14 auf.
Die verschiebbare Mittelsäule 4 ist an ihrem oberen Teile achsial längsgebohrt und nimmt in dieser Bohrung 15 die Stange 16 eines einstellbaren Kölbchens 17 für das Hutdach auf. Zweckmäßig sichert die Feststellschraube der obersten Scheibe 6 auch gleichzeitig die einzelnen Stellungen des Kölbchens 17, indem sie die Nabe der Scheibe 6 und die Säule 4 selbst durchsetzt.
Die bis jetzt beschriebenen Mittel dienen lediglich zur Formgebung des Hutkopfes. Zur Herstellung der Krempe sind an einem mit der Mittelsäule 2 drehbaren Teller 18 in konzentrischen Kreisen hohle Stäbe 19 um Zapfen 20 schwingbar gelagert (Fig. 1 und 2). Durch eine Feder 21, welche an dem über den Drehpunkt nach abwärts verlängerten Ende eines jeden Stabes angreift und an einem Fortsatz 22 am Teller befestigt ist, wird auf jeden Stab ein solcher Zug ausgeübt, daß er trachtet, in seine Ausgangslage zurückzukehren.
In jedem hohlen oder auch gabelförmig geschlitzten oder langgenuteten Stabe 19 ist ein besonderer Stab 23 eingepaßt und verschiebbar, und weist an seiner einen Seite eine Schneide 24 auf. Diese Schneide 24 greift in Riffelungen 26 an der Innenseite eines gegabelten Führungsarmes 25 ein, welcher unter einem rechten Winkel von der Mittelsäule absteht, und von dem so viele vorgesehen sind, daß je eine Gruppe von in einer Ebene liegenden Stäben 19 bzw. 23 in der Gabel einer Führung 25 liegt bzw. steht. Der größeren Festigkeit halber sind die Riffeln derart gefeilt oder gehauen, daß für jeden der zu einer Gruppe gehörenden Stäbe ein bestimmter Wirkungsbereich vorgesehen ist, d. h. daß die Richtung der Riffeln in bestimmten Zonen radial zu dem Drehpunkt des entsprechenden Stabes verläuft.
Die Benutzung der Vorrichtung erfolgt auf die Weise, daß der ausschiebbare Stab 23 in die erforderliche Höhe gegenüber 19 gezogen und zwischen den Gabelarmen 25 in die verlangte Lage gebracht wird; da einerseits der Stab 23 stramm in den Hohlstab 19 bzw. dessen Längsschlitz oder Langnut 26' paßt und andererseits der Formdraht 27, 29 einen ziemlich großen Anpreßdruck der Schneiden an die Riffelung verursacht, so genügt die Reibung allein, die einzelnen Stäbe in der ihnen einmal gegebenen Lage festzuhalten.
Ist die Vorrichtung in die Gebrauchslage gebracht, so werden Drahtringe 27 in die Nuten von an den Enden der Stäbe 23 vorgesehenen Köpfchen 28 gelegt, dies entsprechend oft wiederholt und in ähnlicher Weise auch der Kopf hergestellt. Die Verbindung der Drahtringe 27 durch die Drähte 29 kann dadurch außerordentlich leicht erfolgen, da diese von allen Seiten zugänglich sind und dadurch auch das Wegstehen jedes Drahtendes vermieden, die Verwendung eines Hilfsbindemittels aber überflüssig wird. Ist die Form vollendet, so kann sie leicht abgenommen werden, denn sowohl der Teller 18 als auch die Säule 2 sind zweiteilig und um ein Scharnier 30 aufklappbar. Ein Verbiegen der Form oder Verwinden ist also so gut wie ausgeschlossen.
Gemäß der in den Fig. 5 und 6 dargestellten besonderen Ausführungsform ist die gegebenenfalls schadhaft werdende Schneide 24 vermieden. Die Einstellung der Stäbe 19 bzw. 23 · erfolgt hier ebenfalls zwischen den beiden Teilen einer gegabelten Führung 25, deren Oberseiten mit einer feinen Zahnung mit gegeneinander versetzter Teilung versehen sind. An dem Stabe 23 selbst ist eine ein- und feststellbare Muffe 52 vorgesehen, welche an ihrer radial inneren Seite, entsprechend den beiden Gabelarmen, zwei Fallkeile 33 aufweist, welche bedarfsweise in die Lücken zwischen den Zähnen einfallen. Infolge der versetzten Teilung kann die Einstellung der Stäbe 19, 23 je um eine halbe Teilung erfolgen. Es genügt daher, die Stäbe in ihre Lage zu stellen, die Muffe 32 am Stabe 23 festzustellen, wodurch sich die Stäbe auf den Führungen 25 feststellen.
Die in den Fig. 7 bis 10 dargestellte Ausführungsform erlaubt die Einstellung der Stäbe bis auf Bruchteile von Millimetern. An dem no als Rohr ausgebildeten Stabe 19 ist eine geteilte Kiemmutter 34 derart befestigt, daß sie sich wohl verdrehen, aber gegenüber dem hohlen Stabe 19 achsial nicht verschieben kann. Die beiden Hälften dieser Klemmmutter 34 werden durch eine starke Bügelfeder 35 zusammengepreßt, die als Schere 36 mit Handgriffen 37 ausgebildet ist und ein öffnen der Kiemmutter 34 entgegen der Wirkung der Feder 35 ermöglicht. Die achsiale Festlagerung der Mutter gegenüber dem Stabe 19 erfolgt zweckmäßig durch einen über einen

Claims (6)

  1. Endflansch 38 des Stabes 19 greifenden tellerartigen Teil 39, der durch ein Band 0. dgl. mit der Feder 35 verbunden ist. Der verschiebbare Stab 23 ist nun mit einem Gewinde versehen, welches dem der Kiemmutter entspricht, im Stabe 19 aber leer läuft. Wird nun nach Lüften der Kiemmutter der Stab 23 herausgezogen und bei einer beliebigen Länge die Mutter 34 der Federwirkung überlassen, so wird sie nach einem gegebenenfalls nötigen leichten Verdrehen um einen Bruchteil ihres Umfanges von selbst in das Gewinde einschnappen und durch ihre Reibung den Stab 23 gegenüber dem Hohlstabe 19 feststellen. Dieselbe Einrichtung ist an den die Radialentfernung regelnden Stäben 40 getroffen, nur daß diese an der Mittelsäule 2 und an den Stäben 19 bei 41 gelenkig befestigt sind, um den verschiedenen Lagen Rechnung tragen zu können.
    Die Zahl der Formscheiben 6 ist beliebig, doch dürften für die meisten Fälle zwei bis drei genügen. Die verstellbaren Formbacken sollen in möglichst großer Anzahl vorgesehen sein, um eine gefällige Krümmung der Kopfform ■— die ohnedies durch deren äußere Begrenzungsfläche gefördert wird — zu erzielen. Was endlich die Zahl der Stäbe 19, 23 und Führungen 25 anbelangt, so ist diese durch jeweilige Bedürfnisse der Mode, des Geschmackes oder des Herstellungsmateriales gegeben.
    Aus der Beschreibung erhellt unmittelbar der Gebrauch der Vorrichtung. Es geht hervor, daß mit ihr alle möglichen Hutformen hergestellt, alle Krümmungen und Verwindungen der Krempe erzeugt und somit allen Anforderungen Rechnung getragen werden kann.
    Pate ν t-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zur Herstellung von Drahtgestellen für Hüte, bestehend aus einer Reihe um einen gemeinsamen Ständer angeordneter, einzeln radial und in der Höhenrichtung einstellbarer, den Formdraht aufnehmender Haltestäbe, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe (19) um einen festen unteren Zapfen (20) drehbar sind, aus ausschiebbaren Teilen (19, 23) bestehen und außer durch die Lagerung (20) um den festen Zapfen (20) noch an einer oberen
    Führung (25) für den ausschiebbaren Teil (23) in der jeweiligen Lage feststellbar 55 sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung des Hutdeckels wenigstens zwei am Ständer in der Achsenrichtung einstelllbare und mit radial einstellbaren Drahthaltern versehene Formscheiben (6) angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere ausschiebbare Teil (23) der Stäbe (19, 23) mit einer länglichen Schneide (24) versehen ist, welche in eine an der Innenseite der Führung (25) radial zum Drehpunkt (20) der Stäbe eingearbeitete Riffelung eingreift und den Stab in der gewünschten Lage hält.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den ausziehbaren Teilen (23) der Stäbe (19) bewegliche und feststellbare Muffen (32) vorgesehen sind, welche an ihrer radial inneren Seite Fallkeile (33) aufweisen, die durch Einfallen in auff der Oberseite der radialen Führungen (25) vorgesehene versetzte Teilungen (31) die Stäbe in ihrer jeweiligen Lage feststellen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ausziehbare Teil (23) der Stäbe mit einem Gewinde versehen ist und gegenüber dem hohlen Teile der Stäbe (19) durch eine auf letzterem Teile drehbar, aber achsial nicht verschiebbar angebrachte, federnde, zweiteilige Kiemmutter (34) mit einem über einen Endflansch (38) des hohlen Teiles go der Stäbe (19) greifenden, tellerartigen Teil (39) in Stellung gehalten wird, wobei die Teile der Kiemmutter (34) durch eine scherenartig ausgebildete Bügelfeder (35, 36) mit Handgriffen (37) zusammengehaltensind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der Stäbe (19, 23) an Stelle der Führungen (25) mit radialer Riffelung zweiteilige, mittels einer Mutter und eines Gewindes verlängerbare bzw. verkürzbare Radialstangen (40) angeordnet sind, die sowohl am Ständer als auch an den am Ständer drehbar gelagerten hohlen Teilen der Stäbe (19) angelenkt sind (Fig. 7).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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