DE248308C - - Google Patents
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Classifications
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
der Flußperiode.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Verbesserung der im "*Hauptpatent beschriebenen
Apparatur in der Richtung, das im Hauptpatent dargestellte Verfahren leichter durchführen
zu können.
Nach diesem verbesserten System werden die Gießpfannen, welche das Metall enthalten,
das vom Gas befreit werden soll, direkt in die Räume gebracht, wo die Luftleere erzeugt
wird. Dieser Raum ist außerdem so angeordnet, daß die Abkühlung der abgesaugten Gase noch viel energischer gesichert wird,
und zwar durch einen Apparat, der eine kombinierte Zirkulation von Flüssigkeit und
kalten Gasen zuläßt. Die Einzelheiten der Bauart und ihre Verbindung miteinander ergeben
sich aus der anliegenden Zeichnung.
Fig. ι stellt die Gesamtanordnung des neuen Apparates dar,
Fig. 2 einen Schnitt nach M-M der Fig. 1, Fig. 3 und 4 in größerem Maßstabe gezeichnete
Einzelheiten, welche weiter hinten näher beschrieben werden.
Der Apparat besteht aus einem senkrechten, aus autogen geschweißtem Stahlblech hergestellten
Zylinder A, welcher ein den Flammröhren eines Dampfkessels entsprechendes
Röhrensystem enthält; dieses Röhrensystem wird umspült von kaltem Wasser, welches
am oberen Teil bei C eintritt und den Zylinder an seinem unteren Teil bei D verläßt,
nachdem es sich begreiflicherweise beim Bespülen des Röhrensystems entsprechend erhitzt
hat.
Der untere Teil des Zylinders A ist umzogen von einem Kragen E (vgl. Fig. 3), welcher
aus mehreren mittels Flanschen und Bolzen vereinigten Segmenten besteht.
Dieser Kragen bildet mit dem Zylinder A einen umlaufenden Hohlraum, welcher einem
Dichtungsring b aus Kautschuk oder einem anderen bildsamen Stoffe als sicheres Lager
dient. Gegen diesen Dichtungsring kann sich ein ringförmiger Wulst c der Gießpfanne anpressen,
welche das vom Gase zu reinigende, flüssige Metall enthält. Um einen luftdichten
Abschluß zwischen dem Dichtungsring b und dem ringförmigen Wulst c der Gießpfanne zu
erzielen, genügt es, die Gießpfanne so weit anzuheben, um den ringförmigen Wulst c an
den Dichtungsring b anzupressen. Zu diesem Zweck bringt man den Wagen X und die
von ihm getragene Gießpfanne auf eine hydraulisch anzuhebende Plattform G, welche
senkrecht unter dem Kühlzylinder A vorgesehen ist. Nun hebt man durch hydraulischen
Druck die Plattform G und die auf ihr ruhende Gießpfanne F, bis daß sich ihre
wulstförmige Erhöhung c an den Dichtungsring b anpreßt und damit einen hermetischen
Verschluß des Zylinders A herbeiführt. Hierauf setzt man die Pumpen und die Ejektoren in
Tätigkeit.
Aus den Fig. ι und 3 ist ersichtlich, daß sich der untere Boden des Zylinders A zu
einem wasserdurchlaufenen Kranz 0 nach unten verlängert, welcher sich von innen an
den Dichtungsring b anlegt und einer Zerstörung dieses Dichtungsringes durch die von
der Gießpfanne ausgestrahlte Hitze vorbeugt. Aus Fig. ι ist weiterhin zu ersehen, daß
die die Röhren stützende Bodenplatte m des Kühlapparates, unter welche man die Gießpfanne
-F führt, gegenüber dem Rande der Gießpfanne so hoch gelagert ist, daß zwischen
der Platte und der Oberfläche des geschmolzenen Metalles ein so großer Zwischenraum
entsteht, daß Metallteilchen, welche bei dem durch die Absaugung der Gase hervorgerufenen
starken Wallen des Metalles emporspritzen, die Bodenplatte m nicht erreichen können.
Um zu verhindern, daß durch den Sitz d des Stopfens e, welcher das Ausflußloch f
(vgl. Fig. 4) verschließt, Luft zuströmt, lötet man zuvor an den unteren Teil dieses Ausflusses
eine ■ dünne Blechkapsel g an; sobald sich der Stopfen e im Augenblick des Gusses
hebt, wird die Blechkapsel g von dem flüssigen Metall zerstört und löst sich gleichzeitig
unter dem Einfluß der das Lot schmelzenden Hitze von dem Ausfluß.
Die unter der Wirkung des Vakuums abgesaugten heißen Gase kühlen sich in dem
Röhrensystem B ab, welches wiederum durch den Umlauf des kalten Wassers gekühlt wird.
Es spielt also dieser Teil des Apparates die Rolle eines Wärmeabieiters, durch welchen in
der Tat auch eine Herabsetzung der Temperatur von etwa 1450 bis 1500 ° bis etwa 350
bis 3000 erzielt wird.
Um eine noch vollständigere Abkühlung der abgesaugten Gase herbeizuführen, verbindet
man den soeben beschriebenen Kühlapparat mit einem zweiten Kühlzylinder, welcher aus
einem zylinderförmigen Mantel H und einem von diesem eingeschlossenen Röhrensystem /
besteht. Dieser Zylinder H weist an seinem unteren Ende den Anschlußstutzen / für den
Eintritt eines Kältemittels auf, während ein Anschlußstutzen K das Abströmen des erwärmten
Kältemittels am oberen Teil des Zylinders vermittelt. Die beiden Kühlkammern A
und H sind an ihren oberen Teilen durch eine Verbindungsröhre M miteinander verbunden,
so daß die in dem ersten Apparat abgekühlten Gase in den zweiten hinüberstreichen
und hier die durch das Kältemittel gekühlten Röhren / durchlaufen müssen, worauf sie
durch die gleichfalls am unteren Ende des Zylinders H befindliche, mit den Absaugeapparaten
in Verbindung stehende Röhre N abziehen. Dieser zweite, Kühlröhren enthaltende
Apparat setzt die noch etwa 350 bis 300 ° betragende Temperatur der abgesaugten
Gase auf 15 ° und noch weniger herab. Ist die Abkühlung so weit erfolgt, so treten die
Gase in die Absaugeapparate ein,= wodurch dann die in dem Hauptpatent hinlänglich beschriebene
Wirkung eintritt.
Sobald das Absaugen der eingeschlossenen Gase aus den geschmolzenen Metallen beendet
ist, was man an dem durch den Manometer angezeigten Stillstand erkennt, läßt man die
Luft nach und nach wieder in den ersten Zylinder A eintreten, indem man sie entweder
unmittelbar der Atmosphäre entnimmt oder indem man, was mehr zu empfehlen, den ersten Apparat zunächst mit einem zweiten
verbindet, welcher in der Weise mit dem ersten zusammenwirkt, daß durch das absolute
Vakuum in dem ersten Zylinder zunächst ein teilweises Vakuum in dem zweiten Zylinder geschaffen wird, wodurch gleichzeitig
die zum Absaugen der Gase aus der Gießpfanne des zweiten Apparates erforderliche
Arbeit der Absaugeapparate erheblich verringert wird. Sobald der atmosphärische Druck
im ersten Zylinder wieder hinreichend gestiegen ist, senkt man die hydraulische Plattform
G mit der auf ihr ruhenden Gießpfanne F, welche nunmehr eine Charge geschmolzenen,
gänzlich gasfreien Metalles enthält und sofort den Gußformen zugeführt wird.
Die an die beiden Kühlzylinder A und H abgegebene Hitze kann in verschiedener Weise,
wie dieses auch sonst üblich ist, ausgenutzt werden, s
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Absaugung der in Metallen, Metallegierungen, geschmolzenen
Stählen u. dgl. enthaltenen Gase durch Einwirkung eines möglichst hohen Vakuums während der Flußperiode nach Patent
244660, bestehend aus einem senkrechten Behälter, unter dem die die geschmolzenen
Metalle usw. enthaltenden Gießpfannen herangebracht werden, gekennzeichnet durch
einen Zylinder, welcher ein röhrenförmiges Bündel für den Durchtritt der heißen Gase
einschließt, das von einer Zirkulationseinrichtung für kaltes Wasser umgeben ist,
wobei der untere Teil des Zylinders einen Anschluß aufweist, gegen welchen sich ein
Röhrenflansch der Gießpfanne anlegt, wenn diese durch eine hydraulische Plattform
gehoben und senkrecht angepreßt wird.
2. Äusführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Erzielung einer möglichst vollkom-
menen, schnellen Abkühlung der abgesaugten Gase der Kühlzylinder mit einem
zweiten Kühlzylinder verbunden ist, welcher gleichfalls ein System durch ein Kältemittel umspülter Kühlröhren enthält
und die Abkühlung der durchströmenden Gase schnell und nahezu vollkommen zu
Ende führt.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
am unteren Boden des Kühlzylinders ein wasserdurchflossener Zylinder vorgesehen
ist, welcher den, einen luftdichten Abschluß zwischen Gießpfanne und Kühlzyzylinder
sichernden Dichtungsring gegen die Ausstrahlungen der Gießpfanne schützt.
4. Aus zwei oder mehr Vorrichtungen nach Ansprüchen 1 bis 3 bestehende Anlage,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kühlbehälter zur Verringerung der Arbeit der Absaugapparate bei häufigeren
Reinigungen derart miteinander verbunden sind, daß, sobald in dem einen Kühler der Inhalt einer Gießpfanne gereinigt ist,
die Luft des zweiten Kühlbehälters in das Vakuum des ersten Behälters überströmt,
so daß dadurch das Öffnen des ersten Behälters erleichtert und gleichzeitig die
zum Evakuieren des zweiten Kühlers erforderliche Arbeit der Absaugeapparate durch kräftige Luftverdünnung vorbereitet
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE244660T | 1910-12-30 | ||
| DE248308T | 1911-06-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE248308C true DE248308C (de) | 1912-06-18 |
Family
ID=507031
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1911248308D Expired DE248308C (de) | 1910-12-30 | 1911-06-13 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE248308C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166229B (de) * | 1957-05-08 | 1964-03-26 | Thyssen Huette Ag | Vorrichtung zu intermittierender Durchlaufentgasung von Fluessigkeiten und Verfahren dazu |
| EP2236679A2 (de) | 2009-06-12 | 2010-10-06 | Thorsten Bolls | Verfahren zur Sediment-Transport-Baggerung und Schleppkopfsaugbagger zur Durchführung des Verfahrens |
-
1911
- 1911-06-13 DE DE1911248308D patent/DE248308C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166229B (de) * | 1957-05-08 | 1964-03-26 | Thyssen Huette Ag | Vorrichtung zu intermittierender Durchlaufentgasung von Fluessigkeiten und Verfahren dazu |
| EP2236679A2 (de) | 2009-06-12 | 2010-10-06 | Thorsten Bolls | Verfahren zur Sediment-Transport-Baggerung und Schleppkopfsaugbagger zur Durchführung des Verfahrens |
| DE102009015203A1 (de) | 2009-06-12 | 2010-12-16 | Bolls, Thorsten | Verfahren zur Sediment-Transport-Baggerung und Schleppkopfsaugbagger zur Durchführung des Verfahrens |
| DE202009018834U1 (de) | 2009-06-12 | 2014-02-21 | Thorsten Bolls | Schleppkopfsaugbagger zur Durchführung der Sediment-Transport-Baggerung |
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