DE247625C - - Google Patents

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DE247625C
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salicylic
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds
    • C07F3/12Aromatic substances containing mercury

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

2Jf ten - (Ejemptor
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannten haltbaren, leicht löslichen Verbindungen der Quecksilbersalicylsäure sind Doppelverbindungen der Alkalisalze dieser Säure mit den Alkalisalzen von Aminofettsäuren (vgl. Patentschrift 224435, Kl. 12 q). Ferner sind leicht lösliche Verbindungen der Quecksilbersalicylsäure bekannt, welche an Stelle der Aminofettsäuren oder deren Alkalisalzen Iminoverbindungen von * 10 Säurecharakter oder deren Alkalisalze bzw. solche stickstoffhaltige Körper enthalten, welche bei neutraler Reaktion gegen Lackmus gleichzeitig basischen und sauren Charakter besitzen (vgl. die Patentschriften 224864 und 227391, Kl. 12 q).
Die den Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildenden neuen komplexen, in Wasser ebenfalls überaus leicht löslichen Quecksilberverbindungen unterscheiden sich von den oben erwähnten bekannten Verbindungen dadurch, daß die Quecksilbersalicylsäure mit den Salzen der bisher unbekannten Oxyquecksilbersulfamidbenzoesäure bzw. der Dioxydiquecksilberdisulfamidbenzoesäure vereinigt wird. Es handelt sich also um eine Vereinigung mit bereits quecksilberhaltigen Körpern, die nicht zur Gruppe der in den oben erwähnten Patentschriften beschriebenen Verbindungen gehören. Man erreicht auf diese Weise, daß der hohe Quecksilbergehalt der Quecksilbersalicylsäure keine wesentliche Verminderung erleidet, wie dies bei der mit quecksilberfreien Verbindungen vereinigten Quecksilbersalicylsäure der Fall ist.
Zur Darstellung der komplexen Quecksilberverbindungen sollen von den Salzen der mercurierten Mono- und Di-Sulfamidbenzoesäuren angewendet werden: die Alkalisalze sowie die Salze der Erdalkalien und des Magnesiums.
Das Verhältnis von oxyquecksilbersulfamidbenzoesaurem Salz zur Quecksilbersalicylsäure kann sehr schwanken. Am geeignetsten ist die Verbindung von 1 Mol. oxyquecksilbersulfamidbenzoesaurem Salz mit 2 Mol. Quecksilbersalicylsäure bzw. die Verbindung von ι Mol. dioxydiquecksilberdisulfamidbenzoesaurem Salz mit 4 Mol. Quecksilbersalicylsäure.
Als Beispiele seien die Darstellungen der komplexen Verbindungen aus 1 Mol. oxyquecksilbersulfamidbenzoesaurem Natrium mit 2 Mol. Quecksilbersalicylsäure und derjenigen aus ι Mol. dioxydiquecksilberdisulfamidbenzoesaurem Natrium mit 4 Mol. Quecksilbersalicylsäure angeführt.
Verbindung aus 1 Mol. o-oxyqueck-
silbersulfamidbenzoesaurem Natrium mit 2 Mol. Quecksilbersalicylsäure.
i. Darstellung und Eigenschaften des o-oxyquecksilbersulfamidbenzoesauren Natriums.
30 Teile ο - Sulfamidbenzoesäure werden in 200 Teilen Wasser gelöst und durch 12,5 Teile Natriumbicarbonat genau neutralisiert. Sodann werden bei Zimmertemperatur 34 Teile gelbes Quecksilberoxyd eingetragen und die Lösung zum Schluß noch einige Zeit auf 80° erwärmt. Man filtriert alsdann die vom überschüssigen Quecksilberoxyd dekantierte Lösung und dampft zweckmäßig im Vakuum zur Trockene ein.
Das so erhaltene o-oxyquecksilbersulfamidbenzoesaure Natrium
-COONa
L SO2NH -HgOH
ist ein schwach basisch reagierendes Salz, welches in Wasser unbegrenzt löslich ist. Schwefelammonium fällt in der Kälte Quecksilbersulfid.
2. Darstellung der komplexen Verbindung aus ι Mol. o-oxyquecksilbersulfamidbenzoesaurem Natrium und 2 Mol. Quecksilbersalicylsäure.
12 Teile oxyquecksilbersulfamidbenzoesaures
1S Natrium werden in 50 ecm Wasser gelöst, darauf 34,7 ecm % Normalnatronlauge (entspricht 2,19 g festem Ätznatron) und 18,4 g feste Quecksilbersalicylsäure hinzugefügt. Die Lösung wird zweckmäßig im Vakuum zur
Trockene gedampft oder auch durch Alkohol oder Aceton gefällt. Man kann naturgemäß auch so verfahren, daß man zu der Lösung des oxyquecksilbersulfamidbenzoesauren Natriums zuerst die Quecksilbersalicylsäure und
dann das Alkali hinzufügt.
Verbindung aus 1 Mol. dioxydiquecksilber-2 · 4- disulf amidbenzoesaurem
Natrium und 4 Mol. Quecksilbersalicylsäure.
i. Darstellung des dioxydiquecksilber-2 · 4-disulfamidbenzoesauren Natriums.
20 g 2 · 4-Disulfamidbenzoesäure werden in 120 g Wasser gelöst und durch 6 g Natriumbicarbonat genau neutralisiert. In die so erhaltene Lösung werden bei Zimmertemperatur 33 Teile gelbes Quecksilberoxyd eingetragen und die Lösung zum Schluß noch einige Zeit auf 80 ° erwärmt. Die vom ungelösten Quecksilberoxyd dekantierte Lösung wird filtriert und zweckmäßig im Vakuum zur Trockene gedampft. Das so erhaltene dioxydiquecksilber-2 · 4-disulfamidbenzoesaure Natrium
COONa
-SO2NH-HgOH
SO2NH-HgOH
ist ein schwach basisch reagierendes wasserlösliches Salz, aus dessen Lösungen Schwefelammonium in der Kälte Quecksilbersulfid fällt.
2. Darstellung der komplexen Verbindung aus ι Mol. dioxydiquecksilber-2 · 4-disulfamidbenzoesaurem Natrium und 4 Mol. Quecksilbersalicylsäure. . ι
12 g dioxydiquecksilberdisulfamidbenzoesaures Natrium werden in 50 ecm Wasser gelöst, darauf 66,5 ecm Normalnatronlauge (entspricht 2,66 g festem Ätznatron) und 22 g feste Quecksilbersalicylsäure hinzugefügt. Die Lösung wird zweckmäßig im Vakuum zur Trockene gedampft oder auch mit Alkohol oder Aceton gefällt. Man kann naturgemäß auch so verfahren, daß man zu der Lösung des dioxydiquecksilberdisulfamidbenzoesauren Natriums zuerst die Quecksi'bersalicylsäure und dann die Natronlauge hinzufügt.
Die komplexen Verbindungen aus den Salzen der Oxyquecksilbersulfamidbenzoesäure und der Dioxydiquecksilberdisulfamidbenzoesäure mit der Oxyquecksilbersalicylsäure sind schwach gelblich gefärbte Körper von schwach basischer Reaktion, die durch äußerste Löslichkeit in kaltem Wasser und große Beständigkeit in festem sowie im gelösten Zustand ausgezeichnet sind. Die Lösungen dieser Komplexverbindungen greifen Metalle nicht im mindesten an und fällen Eiweißlösungen nicht. Schwefelammonium fällt erst beim Kochen Quecksilbersulfid. Wegen dieser Eigenschaften und insbesondere wegen ihres hohen, etwa 50 Prozent betragenden Quecksilbergehalts sollen diese komplexen Salze als Desinfektionsmittel und außerdem auch als Antiluetica Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung leicht löslicher Verbindungen des Oxymercurisalicylsäureanhydrids (salicylsauren Quecksilberoxyds), dadurch gekennzeichnet, daß man wäßrige Lösungen der Alkali-, Erdalkali- oder Magnesiumsalze von Monooxyquecksilbersulfamidbenzoesäuren oder von Dioxydiquecksilberdisulfamidbenzoesäuren auf die wäßrigen Lösungen von Alkalisalzen der Oxymercurisalicylsäure einwirken läßt.
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