DE247404C - - Google Patents
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- G05D16/14—Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power
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Description
Elften= €$emplat
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
' - te 247404 KLASSE 4 c. GRUPPE
ERNST GERBER in SCHLIEREN, Schweiz.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. März 1910 ab.
Bei Gasanlagen, bei welchen zur Regelung des Druckes im Verbrauchsrohrnetz Druckregler
dienen, lassen sich bekanntlich die Drücke erfahrungsmäßig feststellen, die jeweilig durch
den Druckregler an dessen Einschaltstelle aufrechterhalten werden müssen, damit der für
den ordnungsmäßigen Betrieb der mit Gas gespeisten Vorrichtungen erforderliche Gasdruck
möglichst an allen Stellen des Netzes herrscht.
ίο Die Einstellung dieses Druckes kann ohne Zu-•
hilfenahme eines Wärters selbsttätig bei Verwendung einer Schablone erfolgen, die entsprechend
der Drucklinie profiliert ist, welche unter Berücksichtigung der Arbeitspausen in den Fabriken,
der Tag- und Nachtzeiten usw. für jeden einzelnen Fall festgestellt werden kann.
Wird diese Schablone nach Maßgabe der Zeit bewegt, in der sich die Druckänderungen vollziehen
und mit den zur Änderung der Belastung des Druckgliedes des Reglers dienenden Gliedern zwangläufig verbunden, so wird
die Belastung des Druckgliedes stets selbsttätig so geändert, daß der Gasdruck hinter dem Absperrorgan
des Reglers mit dem zeitlich entsprechenden Druck der Druckkurve übereinstimmt.
Die Erfindung besteht nun darin, den durch die Schablone beeinflußten Druckregler so einzurichten,
daß seine Fähigkeit, bei schwankendem Gasverbrauch den der jeweiligen Belastung seines Druckgliedes entsprechenden Gasdruck
selbsttätig aufrechtzuerhalten, nicht beeinträchtigt wird. Dies ist dadurch erreicht, daß
durch die Schablone unmittelbar zur Änderung der Belastung des Reglerdruckgliedes dienende
Stellglieder zwangläufig gesteuert werden, die durch Zwischenglieder mit dem Druckglied in
solcher Verbindung stehen, daß der durch die Schablone eingestellte Gasdruck durch die Bewegungen
des Druckgliedes bei schwankendem Gasverbrauch nicht beeinflußt wird. Bei dieser
Einrichtung des Reglers ist einerseits die selbsttätige Aufrechterhaltung des Gasdruckes bei
schwankendem Gasverbrauch gesichert, während anderseits durch die Änderung der Belastung
des Druckgliedes mit Hilfe der Schablone gewährleistet ist, daß auch an den ungünstigsten
Stellen des Rohrnetzes stets annähernd der gleiche Druck aufrechterhalten bleibt.
Diese Bedingungen sind bei einem Gasdruckregler mit Laufgewichtsbelastung in besonders
einfacher Weise dadurch erfüllt, daß die Schablone mit einem gegen sie ständig anliegenden
beweglichen Stift zusammenwirkt, der mit dem auf einem gelenkig mit dem Druckglied verbundenen Schwinghebel ruhenden
Laufgewicht und mit einem Zug- oder Druckglied verbunden ist.
Bei Gasdruckreglern mit durch ein Überlauf rohr geregelter Wasserbelastung wird zu
diesem Zweck das Überlaufrohr an einer losen Rolle aufgehängt, deren Zugglied über eine an
der Bewegung des Druckgliedes teilnehmenden festen Rolle geführt und mit dem von der
Schablone gesteuerten Stellstift verbunden ist.
Die selbsttätige Regelung des Gasdruckes mit Hilfe der Schablone ohne Störung der Regelungsfähigkeit
des Reglers bei Schwankungen des Gasverbrauches ist ferner nach der Erfindung bei Reglern, bei denen das Druckglied
durch eine Zweigleitung an eine Umgangslei-
tung angeschlossen ist und unter dem Einflui3
eines in diese Leitung eingeschalteten Absperrorgans steht, das durch ein unter dem Druck
des Verbrauchsrohrnetzes stehendes Druckglied gesteuert wird, dadurch ermöglicht, daß der
mit der Schablone zusammenwirkende Stellstift durch einen Doppelhebel einerseits mit dem
Absperrorgan und anderseits mit dessen Steuerorgan gelenkig verbunden ist, dessen Belastung
ίο sich nach Maßgabe der Verstellung des Stellstiftes
selbsttätig ändert.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch einen mit der Vorrichtung ausgerüsteten Stadtdruckregler
mit Gewichtsbelastung.
Fig. 2 ist die teilweise im Schnitt gezeichnete Ansicht eines mit der Vorrichtung ver-.
sehcnen Stadtdruckreglers mit Wasserbelastung. Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch eine
Ausführungsform der Vorrichtung für aus der Ferne zu steuernde Stadtdruckregler.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Regler mit Laufgewichtsbelastung ist das Laufgewicht 35
in bekannter Weise auf einem Schwinghebel 36 verschiebbar gelagert, der mit einem Ende an
dem z. B. als Schwimmerglocke 37 ausgebildeten Druckglied des Reglers gelenkig angreift
und am anderen Ende in einem am Gehäuse 38 befestigten Bügel 39 um die Achse 40 drehbar
gelagert ist. Das Laufgewicht 35 ist einerseits mit dem Stellstift 4 z. B. durch ein über eine
Leitrolle 41 geführtes Seil 42, anderseits durch ein über eine Rolle 43 geleitetes Seil 44 mit
einem Gewicht 45 verbunden.
Bei Verwendung einer z. B. hölzernen Schablone 8 mit in ein Polarkoordinatensystem eingezeichneter
Drucklinie 2 greift das Seil 42 an dem Ende eines Schwinghebels 46 an, der mit seinem anderen Ende um den Zapfen 47 drehbar
z. B. an dem Gehäuse des zum Antrieb der Schablone 8 dienenden Uhrwerk 10 befestigt
ist, das auf einem am Gehäuse 38 befestigten Bock 48 gelagert ist. Durch dieses Uhrwerk wird die Schablone 8 entsprechend
der der Drucklinie zugrunde gelegten Zeit angetrieben. Zwischen seinen Enden trägt der
Schwinghebel 46 den Stellstift 4, über welchem die von oben gegen ihn anliegende Schablone 8
um ihre Achse 9 drehbar gelagert ist. ■
Bei der Drehung der Schablone wird demnach entweder der Schwinghebel 46 durch die
Schablone heruntergedrückt oder unter der Wirkung des Gewichtes 45 gegen die Schablone
gedrückt, so daß das Laufgewicht 35 stets entsprechend der Gestalt der Drucklinie 2
auf dem Hebel 36 verschoben und demgemäß ■ die Belastung der Schwimmerglocke 37 geändert
wird.
Bei einer Niederbewegung des Schwinghebels 46 wird das Laufgewicht 35 nach rechts verschoben
und dadurch von dem Drehzapfen 40 des Schwinghebels entfernt, so daß das die Glocke 37 belastende Moment größer wird und
infolgedessen die Glocke sinkt. Durch das Sinken der Glocke wird das durch diese gesteuerte
Absperrorgan 49 weiter geöffnet und der Druck im Stadtrohr 50 erhöht.
Dieser höhere Stadtdruck bleibt infolge der größeren Belastung der Glocke 37 bestehen und
wird auch bei eintretender Änderung des Gasverbrauches aufrechterhalten, denn bei den
Heb- und Senkbewegungen, welche die Glocke 37 infolge ■ einer Änderung des Gasverbrauches
ausführt, wird lediglich der Schwinghebel 36 um seine Achse 40 gedreht, ohne daß dadurch
das Laufgewicht 35 verschoben wird. ' .
Macht der Schwinghebel 46 eine Aufwärtsbewegung, die bei der anderen Ausführungsform
der Schablone dem Absteigen des Stellstiftes 4 entspricht, so vermindert sich dementsprechend
der Druck im Stadtrohr 50.
Eine Störung der gewünschten Belastungsänderung durch die bei schwankendem Gas-
verbrauch auftretenden Bewegungen des Druckgliedes wird bei einem Gasdruckregler mit durch
ein Uberlaufrohr geregelter Wasserbelastung durch die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung
vermieden. ·
Bei einem Druckregler dieser Art ist bekanntlich auf der Schwimmerglocke 37 eine
Wassertasse 51 angeordnet, an welcher eine nach unten gerichtete, mit Quecksilber gefüllte
Tasche 52 vorgesehen ist, in der sich ein Uberlaufrohr 53 auf und nieder bewegen
kann. Das Belastungswasser fließt durch ein Rohr 54 in die Wassertasse 51 und aus dieser
durch das Uberlaufrohr 53 ständig in das mit der Sperrflüssigkeit gefüllte Gehäuse 38, aus
dem es durch ein Uberlaufrohr 55 austritt.
Das Uberlaufrohr 53 ist nach der Erfindung mit einer Stange 56 an einer losen Rolle 57
aufgehängt. Diese wird von einer Kette oder einem Seil 58 getragen, das mit einem Ende
an dem Bügel 39 befestigt, nach Umführung um die lose Rolle 57 über eine feste, an der
Glocke mittels eines Tragarmes 59 angebrachte Rolle 60 geführt und an ihrem anderen Ende
mit dem freien Ende des Schwinghebels 46 verbunden ist.
Bei der Drehung der Schablone 8 wird entweder der Schwinghebel 46 durch die Schablone
niedergedrückt, so daß das Uberlaufrohr 53 durch die Bewegung der losen Rolle 57 gehoben
wird, oder es wird der Schwinghebel unter der Gewichtswirkung des Überlaufrohres und
der losen Rolle gegen die Schablone gedrückt, so daß der Schwinghebel und infolgedessen
auch das Uberlaufrohr 53 stets entsprechend der Gestalt der Drucklinie 2 eingestellt wird.
Durch die Verstellung des Überlaufrohres 53
wird die von der Höhe seiner Einlauföffnung über dem Boden der Wassertasse 51 abhängige
Füllmenge der Tasse und dadurch die Belastung der Glocke 37 in bekannter Weise geändert.
Macht nun die Glocke 37 bei schwankendem Gasverbrauch eine Aufwärts- oder Abwärtsbewegung,
so behält das Uberlaufrohr seine durch die Schablone eingestellte Lage gegenüber
dem Boden der Wassertasse bei, da bei der Bewegung der Glocke der gegenseitige Abstand
der losen Rolle 57 und der festen Rolle 60 sich nicht ändert.
Zur Erhöhung der Empfindlichkeit der Regelung mittels einer Schablone, und um das
Druckglied des Reglers aus der. Ferne beeinflussen zu können, so daß die Schablone an
einer zur Kontrolle der Vorrichtung günstig gelegenen Stelle der Gasanlage untergebracht
werden kann, wird das Druckglied vorteilhaft mit Hilfe der in Fig. 3 dargestellten Vorrich-.
tung gesteuert, die nach der Erfindung so eingerichtet ist, daß die Regelungsfähigkeit des
Reglers bei Schwankungen des Gasverbrauches nicht beeinträchtigt wird.
Der Stadtdruckregler, dessen Druckglied z. B. die Gestalt einer Membran 75 besitzt, ist in
bekannter Weise von der Leitung 73, 50, in welcher das durch sie gesteuerte Absperrorgan
49 eingeschaltet ist, völlig durch eine Scheidewand 76 getrennt, durch welche die Stellglieder
des Absperrorgans gasdicht hindurchgeführt sind. Der Raum ηη unter der Membran 75
ist durch eine Zweigleitung 78 an eine Umgangsleitung 79 angeschlossen, durch welche
die vom Gasbehälter kommende Leitung 73 mit dem Stadtrohr 50 ständig in Verbindung
steht. Vor der Abzweigstelle der Leitung 78 ist in die Umgängsleitung 79 ein Drosselorgan
80 eingeschaltet, welches z. B. als Nadelventil ausgebildet ist und so eingestellt wird, daß nur
eine sehr kleine Gasmenge hindurchtritt. Um ein Verstopfen des Nadelventils zu .verhüten,
wird zweckmäßig vor diesem ein Reiniger 81 in die Umgarigsleitung eingeschaltet, der die
im Gas enthaltenen Unreinigkeiten zurückhält. Hinter der Abzweigstelle der Leitung 78 ist
in die Unigangsleitung ferner ein Absperrorgan, z. B. eine Tauchglocke 82, eingeschaltet, die in
als Sperrflüssigkeit dienendes Quecksilber einer Tasse 83 taucht, welche an einem Rohrstück 84
vorgesehen ist, durch das die Umgangsleitung 79 bis unter die Absperrglocke 82 gasdicht hindurchgeht.
Die Glocke wird durch ein nachgiebiges Druckglied beeinflußt, das z. B. ebenfalls
als Tauchglocke 85 ausgebildet ist und durch ein hinter der Glocke 82 von der Umgangsleitung abgezweigtes Rohr 86 unter den
Druck gesetzt ist, der hinter der Glocke 82 herrscht. Mit der Steuerglocke 85 ist um den
Go Zapfen 87 drehbar ein Hebel 88 verbunden, an dessen anderem Ende um einen Zapfen 89
drehbar die Stange 90 der Absperrglocke 82 angreift. Zweckmäßig wird dieses Ende des
Hebels 88 noch in einer an dem Rohrstück 84 angebrachten Führung 91 geführt.
Zwischen den Drehzapfen 87 und 89, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform in
der Mitte zwischen diesen ist auf dem Hebel 88 der Stellstift 4 angebracht, der durch die
unter ihm angeordnete Schablone 8 so gesteuert wird, daß er sich stets unter der Gewichtswirkung
der an dem Hebel 88 angreifenden Teile der Vorrichtung auf die Schablone stützt. Die Schablone ist z. B. wie bei der in
den Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsformen nach einer in ein Polarkoordinatensystem
eingezeichneten Drucklinie profiliert und im Pol auf der Achse 9 befestigt, die durch das
Uhrwerk 10 entsprechend der durch die Drucklinie gegebenen Zeit gedreht wird.
Um die aus dem Nadelventil 80 austretende Gasmenge zur Druckwellengebung unter Umgehung
der Absperrglocke 82 in die Leitung hinter dieser Glocke überführen zu können, ist
eine Umgangsleitung 92 vorgesehen, in welche ein Absperrorgan, z. B. ein Hahn 93, eingeschaltet
ist.
Die Durchgangsöffnung des Absperrorgans 49 des Stadtdruckreglers wird in bekannter Weise
dadurch geregelt, daß die z. B. durch Gewichte go belastete Membran 75 durch die Änderung
des bei geschlossenem Hahn 93 in dem Gasraum zwischen dem Nadelventil 80 und der
Glocke 82 herrschenden Gasdruck beeinflußt wird.
Zu diesem Zweck wird die Absperrglocke 82 so eingestellt, daß die gesamte Gasmenge, welche
aus dem Nadelventil 80 austritt, durch die Glocke hindurchtreten kann, und die Abmessungen
der Glocke 82 sowie der Steuerglocke 85 bzw. deren Gewichte sind so gewählt, daß bei dem durch diese Einstellung
der Glocke 82 in der Umgangsleitung 79 herrschenden Druck die Absperrglocke durch die
Steuerglocke im Gleichgewicht gehalten wird.
Die Belastung des zur Steuerung des Absperrorgans 82 dienenden Druckgliedes 85 wird
nun nach der Erfindung selbsttätig so geändert, daß der durch die Schablone 8 eingestellte Druck
aufrechterhalten bleibt.
Bei dem dargestellten Äusführungsbeispiel ist deshalb die Steuerglocke 85 mit einem Schwimmer
94 versehen, der bei der Heb- und Senkbewegung der Glocke aus- und eintaucht. Dieser
Schwimmer ist nun so bemessen, daß sich die Steuerglocke bei 1 mm Druckveränderung
des Gases im Stadtrohr 50 um 2 mm hebt oder senkt, während die Drucklinie 2 der Schablone 8
in einem solchen Maßstab gezeichnet ist, daß der Stellstift 4 durch die Schablone um 1 mm
gehoben oder gesenkt wird, wenn sich der Druck im Stadtrohr um 1 mm erhöhen bzw.
erniedrigen soll. Zur selbsttätigen Änderung der Belastung der Steuerglocke 85 ohne die
Zuhilfenahme eines aus- und eintauchenden Schwimmers kann z. B. auch die Glocke die
Form eines umgekehrten Kegelstumpfes erhalten.
Wird z. B. der Stellstift 4 durch die Schablone 8 um ι mm gehoben, so wird der Schwinghebel
88 um den Zapfen 87 aufwärtsgedreht, da die Glocke 85 in Ruhe bleibt. Die Absperrglocke
82 hebt sich infolge der doppelten Entfernung ihres Aufhängepunktes 89 von dem Drehzapfen 87 um 2 mm. Der vergrößerte
Durchgangsquerschnitt für das Gas an der Absperrglocke bewirkt eine Abnahme des Gasdruckes
in dem Raum 77 unter der Membran 75, so daß diese allmählich sinkt und das Absperrorgan
49 öffnet. Die Vergrößerung der durch das Absperrorgan hindurchtretenden Gasmenge
hat eine Druckerhöhung in dem Stadtrohr 50 zur Folge, die sich bis unter die Steuerglocke
fortpflanzt. Letztere hebt sich infolgedessen allmählich und dreht dabei den Hebel
88 um den Stellstift 4, der den mittleren Drehpunkt dieses Hebels bildet, so daß die Absperrglocke
gesenkt wird.
Ist der Gasdruck im Stadtrohr um 1 mm gestiegen, so hat sich die Glocke 85 um 2 mm
gehoben und infolgedessen die Glocke 82 in ihre Anfangslage zurückgebracht, in welcher
sich die Vorrichtung wiederum im Gleichgewicht befindet. Da jedoch die Steuerglocke durch die
Austauchung des Schwimmers 94 um so viel schwerer geworden ist, daß sie durch einen
um ι mm höheren Gasdruck bei der Anfangslage des Absperrorgans 82 im Gleichgewicht
gehalten wird, so bleibt der höhere Druck im Stadtrohr 50 bestehen.
Sobald die Absperrglocke in ihre Anfangslage zurückgekommen ist, kann die Membran
75 des Stadtdruckreglers keine Bewegung mehr ausführen und behält demnach ihre dem höheren
Stadtdruck entsprechende tiefere Lage, in welche sie während der Dauer der Auf- und
Abwärtsbewegung der Absperrglocke 82 gekommen ist, bei.
Gleitet der Stellstift 4 auf der Schablone abwärts, so wird infolge der Abwärtsbewegung
der Glocke 82 der Durchgangsquerschnitt für das Gas in der Umgangsleitung 79 verkleinert,
der Gasdruck unter der Membran 75 wächst, das Absperrorgan 49 schließt sich weiter, der
Stadtdruck wird kleiner und bringt die Steuerglocke 85 unter gleichzeitiger Verkleinerung
ihrer Belastung um so viel zum Sinken, daß die Absperrglocke wieder in ihre Anfangslage
zurückgebracht wird.
Da demnach die Stellung der Membran 75 und damit der Durchgangsquerschnitt für das
Gas an dem Absperrorgan 49 von der Zeit abhängt, in welcher die Absperrglocke 82 sich
aus ihrer Normallage hebt bzw. senkt und wieder in diese Lage zurückkehrt, und diese Zeitdauer
von dem Maß der Verstellung des Stellstiftes 4 durch die Schablone 8 abhängig ist,
so ist die Übereinstimmung des Druckes im Stadtrohr 50 mit dem durch die Schablone
gegebenen Druck stets gewährleistet.
Der eingestellte Stadtdruck wird bei einer Änderung des Gasverbrauches aufrechterhalten,
da die Steuerglocke 85 bei einer Druckänderung im Stadtrohr sich hebt oder senkt und dadurch
die Absperrglocke 82 entsprechend gesenkt bzw. gehoben wird, indem der Hebel 88 um den als Drehpunkt dienenden Stellstift 4
schwingt.
Die Schablone kann auch nach einer in rechtwinkligen Koordinaten eingezeichneten Drucklinie
profiliert sein. In diesem Falle ist die Schablone zweckmäßig längsverschiebbar gelagert
und wirkt mit einem Stellstift zusammen, der quer zur Bewegungsrichtung der Schablone
in einer festen Führung verschiebbar ist.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Regelung des Gasdruckes mittels einer nach Maßgabe der
Druckänderungen profilierten und entsprechend der Zeit der Druckänderungen bewegten
Schablone bei Gasanlagen mit Druckregler, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Schablone (8) unmittelbar zur Änderung
der Belastung des Reglerdruckgliedes dienende Stellglieder (35, 53, 82) zwangläufig
gesteuert werden, die mit dem Druckglied durch Zwischenglieder (36, 57, 85, 88) in solcher
Verbindung stehen, daß der durch die Schablone eingestellte Gasdruck durch die Bewegungen des Druckgliedes bei schwankendem
Gasverbrauch nicht beeinflußt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 bei Gasdruckreglern mit Laufgewichtsbelastung, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schablone (8) mit einem ständig gegen sie anliegenden beweglichen Stift (4) zusammenwirkt, der
mit dem auf einem an das Druckglied angelenkten Schwinghebel (36) ruhenden Laufgewicht
(35) und einem Zug- oder Druckglied (45) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 bei Gasdruckreglern mit durch ein Uberlaufrohr geregelter
Wasserbelastung, dadurch gekennzeichnet, daß das Uberlaufrohr (53) an einer losen Rolle (57) aufgehängt ist, deren Zugglied
(58) über eine an der Bewegung des Druckgliedes teilnehmende feste Rolle (60) geführt und an dem mit der Schablone (8)
zusammenwirkenden Stellstift (4) befestigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bei Gasdruckreglern, bei welchen das Druckglied
durch eine Zweigleitung an eine Umgangs-
leitung angeschlossen ist und unter dem Einfluß eines in diese Leitung eingeschalteten
Absperrorgans steht, das durch ein unter dem Druck des Verbrauchsrohrnetzes stehendes
Druckglied gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellstift (4) durch einen Doppelhebel (88) einerseits mit dem
Absperrorgan (82) und anderseits mit dessen Steuerorgan (85) gelenkig verbunden ist,
dessen Belastung sich nach Maßgabe der Verstellung des Stellstiftes (4) selbsttätig
ändert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE247404C true DE247404C (de) |
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| DENDAT247404D Active DE247404C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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- DE DENDAT247404D patent/DE247404C/de active Active
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