DE246656C - - Google Patents

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DE246656C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
    • G01C17/02Magnetic compasses
    • G01C17/04Magnetic compasses with north-seeking magnetic elements, e.g. needles
    • G01C17/20Observing the compass card or needle
    • G01C17/26Observing the compass card or needle using electric pick-offs for transmission to final indicator, e.g. photocell

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 246656 KLASSE 74 b. GRUPPE
MARCEL KIEPACH in ZAGREB, Kroatien.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. März 1910 ab.
Es sind schon Vorrichtungen zum gleichzeitigen Ablesen νψι Zeigerstellungen beliebiger Apparate, z. B. eines Schiffskompasses, an beliebigen Stellen des Schiffes bekannt geworden. Dabei ist auch schon die Einschaltung von Widerständen durch Selenzellen und die Anzeige von Widerstandsänderungen mittels eines Amperemeters angewendet worden. Demgegenüber besteht die Neuerung der vorliegenden Erfindung darin, daß als reibungslose, von der Magnetnadel bewegte Vorrichtung zum Wechseln von Widerständen o. dgl., welche jedoch außerhalb dieser Vorrichtung angeordnet sind, eine mit der Magnetnadel sich drehende Platte mit einem rechtwinklig zur Magnetnadelachse gerichteten Schlitz dient, oberhalb dessen sich die Lichtquelle befindet.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar erläutert
Fig. ι das an sich bekannte Prinzip, auf welchem der Erfindungsgegenstand beruht, in schematischer Weise.
Fig. 2 zeigt die konstruktive Ausführung des Kompasses zur Verwirklichung dieses Prinzipes im senkrechten Längsschnitt gezeichnet.
Fig. 3 zeigt Schnitte nach Linie I-1 und II-II der Fig. 2.
Die Übertragung der Bewegungen der Kompaßnadel eines Hauptkompasses α auf einen Wiedergabeapparat b findet nach dem bekannten Prinzip, wie aus Fig. 1 hervorgeht, wie folgt statt. . : ::
Der Hauptkompaß α ist mit dem vom Zeiger bewegten Kontakthebel c versehen, der auf den Kontakten d schleift.
An dem Kontakthebel c ist bei der Klemme e, nach dem Wiedergabeapparat b führend, die Leitung f angeschlossen, während an der Klemme g des' um die Kontakte d herumgelegten Widerstandes h die Leitung i angeschlossen ist. Die einzelnen Kontakte d stehen an verschiedenen Stellen mit den Windungen des Widerstandes h durch Leitungsdrähte k in Verbindung. Als Wiedergabeapparat dient ein Amperemeter mit entsprechend veränderter Skala I, welches derart angeordnet ist, daß es den jeweiligen Stromverbrauch in demjenigen Teil des Widerstandes anzeigt, welcher zwischen dem vom Kontakthebel c berührten Kontakt d und der Klemme g gelegen ist.
Zweckmäßig ist in die Leitung i ein Strömregulator m sowie ein Voltmeter η eingeschaltet. Durch diese Vorrichtung kann die Zeigerstellung des Kompasses genau an dem Amperemeter abgelesen werden.
Gemäß der Erfindung wird nun, um die Reibung des Kontakthebels c auf den Kontakten d zu vermeiden, wie in Fig. 2 und 3 veranschaulicht ist, der Kontakthebel c der Fig. ι ersetzt durch eine von der Magnetnadel 0 getragene dünne Platte φ aus Aluminiumblech, welche im rechten Winkel zur Magnetnadelachse eine radial verlaufende öffnung q besitzt. Die Platte ist schwarz bestrichen. Unter der Platte befinden sich an
Stelle der Kontakte d (Fig; i) im Kreise angeordnete, voneinander isolierte Selenzellen r. Jede von ihnen schaltet einen bestimmten Teil des Widerstandes h ein. Oberhalb der Magnetnadel befindet sich die Lampe s, die mit der Leitung t in Verbindung steht. Die Lampe ist umgeben von dem Lichtschirm u, der auf dem Lichtschirmhalter υ aufsitzt, w ist das Gehäuse, welches durch die in die Grundplatte y eingeschraubten Stellschrauben χ einstellbar ist. Die Stellung der Öffnung q in der von der Magnetnadel getragenen Platte p rechtwinklig zur Magnetnadelachse und ferner die radiale Verbindung der inneren Klemmen der Selenzellen mit dem Widerstände h durch die Leitungen k verhüten eine Einwirkung des die Selenzellen bei ihrer Belichtung durchfließenden elektrischen Stromes auf die Magnetnadel, welche andernfalls dadurch abgelenkt werden könnte. Die Lampe, die zweckmäßig als Metallfadenlampe ausgebildet ist, wirft ihr Licht durch die Öffnung in der Aluminiumplatte auf die jeweilig darunter liegende Selenzelle r, was zur Folge hat, daß diese von einem elektrischen Strom durchflossen werden kann, dessen Verbrauch in dem jeweilig eingeschalteten Teile des Widerstandes h in beliebiger Entfernung, so wie es in Fig. 1 dargestellt ist, durch ein Amperemeter b (es können auch deren mehrere sein) mit entsprechend veränderter Skala angezeigt wird.
Es wird bemerkt, daß die gezeichnete Ausführung ausschließlich ein Beispiel darstellt und daß damit die Anwendung der Erfindung auf anderem Gebiete nicht beschränkt ist.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Vorrichtung zum gleichzeitigen Ablesen der Stellung eines Schiffskompasses an beliebigen Stellen des Schiffes, bei der die Einschaltung von Widerständen durch Selenzellen und die Anzeige von Widerstandsänderungen mittels eines Amperemeters geschieht, dadurch gekennzeichnet, daß die in bekannter Weise für die Belichtung der Selenzellen dienende Öffnung in der mit der Magnetnadel sich drehenden Platte als ein rechtwinklig zur Magnetnadelachse gerichteter Schlitz ausgebildet ist, oberhalb dessen sich eine Lichtquelle befindet, während unterhalb die Selenzellen angeordnet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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