DE24642C - Neuerung in der Masse und in der Art der Herstellung von Stuckornamenten - Google Patents

Neuerung in der Masse und in der Art der Herstellung von Stuckornamenten

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DE24642C
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A. RACHNER in Breslau, Bahnhofstrafse 32
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Ornamente an den Facaden und im Innern der Häuser werden entweder aus Gyps oder Cement gegossen oder als Steinpappe aus Schlemmkreide und Leim hergestellt. In beiden Fällen hat man es mit fast unelastischen, spröden Körpern zu thun, die eine erhebliche Stärke erfordern, um haltbar zu sein, und sich nur in kurzen Längen herstellen lassen.
Sie werden an den Wänden mit Gyps befestigt, an den Decken und Dachgesimsen mit Holzschrauben angeschraubt.
Es gehört nicht zu den Seltenheiten, dafs derartige Gesimse, namentlich wenn ein Setzen der Gebäude stattfindet, sich lockern, in den Schraubenlöchern zerspringen, herabstürzen und infolge ihres schweren Gewichtes Personen oder Gegenstände mehr oder minder beschädigen.
Bei meinem neuen Verfahren wende ich statt reinen Gypses eine Masse an, die besteht aus: 100 Theilen Gyps, 50 Theilen Schlemmkreide, 7 Y2 Theilen Caput mortuum, 6 '/2 Theilen Carbolsäure und 5'/2 Theilen Dextrin.
Aenderungen in der quantitativen Zusammensetzung sind immer zulässig, so dafs ich in weiterer Fassung zurDefinirung des Patent-Anspruches die Masse bezeichnen möchte als enthaltend auf 100 Theile Gyps: 40 bis 60 Theile Schlemmkreide , 5 bis 15 Theile Dextrin, 7 ]/2 Theile Caput mortuum und 6]/2 Theile Carbolsäure.
Bei Herstellung der Ornamente wird zunächst die Masse ebenso wie reiner Gyps mit Wasser angerührt und dann in möglichst dünner Lage in die geölte Form gestrichen.
Diese selbst ist eine Leim- oder Gypsform, ganz wie bei der Herstellung von Gypsabgüssen. Nur kann man den Formstücken bedeutend gröfsere Längen geben, und werden danach auch die Formen entsprechend länger.
Auf die erste dünne Lage werden alsdann Hanffasern aufgelegt, mit einem straffen Pinsel eingedrückt und wieder mit der Masse bestrichen.
Bei einfachen schmalen Leisten wird dann eine, bei breiteren Stücken werden zwei bis drei oder noch mehr Holzleisten hinten aufgelegt, sorgfältig mit der Masse verstrichen.
Diese Holzleisten, etwa 4 bis 6 cm breit und ι bis 2 cm stark, müssen aus durchaus astfreiem Kiefernholz bestehen und werden einige Tage vor Verwendung in Dextrinlösung gelegt. Sie verbinden sich dadurch leicht mit der Masse und trocknen gleichmäfsig mit dieser zusammen.
Endlich wird hinten in ganzer Breite ein Streifen grober Leinwand aufgelegt und wieder mit der Masse verstrichen.
Die Befestigung an Ort und Stelle geschieht durch Holzschrauben, welche durch die eingelegten Holzleisten gezogen werden.
Die Vortheile dieser Ornamente gegenüber den bisherigen Gyps- und Steinpappornamenten bestehen:
i. in ihrer grofsen Härte und Elasticität; sie können infolge dessen in Längen bis über 4 m hinaus hergestellt werden und sehr beträchtliche Durchbiegungen aushalten, ohne im geringsten zu zerbrechen oder zu zerbröckeln. Bei der Befestigung an den eingelegten Holzleisten

Claims (3)

  1. ist die Gefahr des Abfallens, auch wenn die Gebäude sich stark setzen, absolut ausgeschlossen ;
  2. 2. in ihrem geringen Gewicht; dasselbe beträgt durchschnittlich nur Y3 bis α/4 des Gewichtes gleicher Ornamente in Gyps oder Steinpappe;
  3. 3. in der leichten Handhabung beim Ansetzen; in grofsen Längen hergestellt, werden diese Ornamente nur in vollkommen trockenem Zustand angesetzt. Es wird dabei reichlich !/3 der Arbeitszeit, welche das Ansetzen von Gypsornamenten erfordert, erspart, und können sofort nach dem Ansetzen die Malerarbeiten beginnen, während dies bei Gypsornamenten erst nach zwei bis drei Wochen, nach vollständigem Austrocknen, geschehen kann.
    Pa τ ent-An s ρ rüche:
    1. Die Herstellung der Masse, aus welcher die Ornamente hergestellt werden, aus 100 Theilen Gyps, 40 bis 60 Theilen Kreide, 5 bis 15 Theilen Dextrin, 7 Y2 Theilen Caput mor- tiium und 6 Y2 Theilen Carbolsäure.
    2. Bei Herstellung der Ornamente, Gesimse etc. das Durchtränken der Holzleisten mit Dextrinlösung zur Erzielung dauernd fester Verbindung mit der gleichfalls dextrinhaltigen Masse.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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