DE246236C - - Google Patents

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DE246236C
DE246236C DENDAT246236D DE246236DA DE246236C DE 246236 C DE246236 C DE 246236C DE NDAT246236 D DENDAT246236 D DE NDAT246236D DE 246236D A DE246236D A DE 246236DA DE 246236 C DE246236 C DE 246236C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/02Electric signal transmission systems in which the signal transmitted is magnitude of current or voltage
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    • G08C19/06Electric signal transmission systems in which the signal transmitted is magnitude of current or voltage using variable inductance

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
M 246236 KLASSE 74 b. GRUPPE
Durch die Veröffentlichung von C. L.Weber in der »Elektrotechnischen Zeitschrift« 1901, Seite 403 bis 405 ist ein Verfahren zur Erkennung und Übertragung der Richtung des erdmagnetischen Feldes (Kompaßübertragung) bekannt geworden, welches darin besteht, einem dauernd rotierenden Erdinduktor durch zwei Bürstenpaare oder drei Bürsten Ströme zu entnehmen, die zwei oder drei Komponen-
xo ten des Erdfeldes entsprechen. Diese Ströme werden in der Anzeigevorrichtung z. B. zu einem resultierenden Felde zusammengesetzt, in dessen Richtung sich eine gegen das Erdfeld geschützte Magnetnadel einstellt, deren Richtung dann der relativen Lage des Erdfeldes entspricht.
Das Verfahren der Erfindung beruht auf dem gleichen allgemeinen Prinzip, das Erdfeld in zwei Komponenten zu zerlegen, ist jedoch sowohl für den erwähnten Erdinduktor als . auch für Kompaßnadeln anwendbar. Es soll für den auch praktisch einfachsten Fall der Zerlegung in zwei Komponenten und zunächst für Kompasse beschrieben werden.
Zum Nachweise der beiden zueinander senkrechten Komponenten des Erdfeldes dienen die beiden Kompaßnadeln nx n% (Fig. 1), die senkrecht zueinander und zwischen den Kontakten P1 qt bzw. P2 q2 so angeordnet sind, daß sie nur kleine Ausschläge machen können. Hat das Erdfeld z.B. die durch den Pfeil N-S angedeutete Richtung, so würden die Nadeln zunächst die gezeichnete Stellung ein- ^bmen. Die Berührung der Kontakte be- ^ aber, ähnlich wie bei Spannungsregula-Zellenschalter, durch Vermittlung von (nicht dargestellten) Zwischenrelais und Servomotoren oder auf ähnliche Weise die Bewegung der voneinander unabhängigen Schieber Wx W2 des Potentiometers w. Die von diesem gelieferten positiven oder negativen Ströme durchfließen die neben den Kompassen aufgestellten eisenfreien Spulen C1 bzw. c2> und ihre Stärke ändert sich so lange, bis die Nadeln in ihre Mittellage zurückkehren, also das Erdfeld für sie kompensiert ist.
Ändert das Erdfeld seine relative Lage, z. B. im Sinne des Uhrzeigers, so wird die Nadel W1 den Kontakt qv die Nadel M2 den Kontakt q2 berühren, die Potentiometerschieber führen eine kleine Bewegung aus, und die geänderten Kompensationsfelder bringen die Nadeln wieder in die Mittellage.
Sind die beiden Nadeln gleich stark und die ihnen entsprechenden Spulen usw. gleich angeordnet, so ist das Verhältnis der beiden Potentiometerströme gleich dem Verhältnis der Erdfeldkomponenten; sie lassen sich daher in der Anzeigevorrichtung e in bekannter Weise zusammensetzen. Von derartigen Empfängern können natürlich auch mehrere parallel oder hintereinander geschaltet werden.
Die beiden Kompaßnadeln müssen, was nicht ganz leicht ist, so angeordnet sein, daß sie sich gegenseitig nicht merkbar beeinflussen. Nötigenfalls können Restfehler durch kompensierende Stahlmagnete o. dgl. ausgeglichen werden. Vorteilhafter ist daher die Verwendung eines Erdinduktors, bei welchem zwei von den beiden Komponentenströmen durchfjc&sene polarisierte Relais die' Kompaßkontakte crdie beiden Ktiflb^
2H6Z36
sind dann, um 90 ° versetzt, wie Feldmagnetspulen neben dem Erdinduktor anzubringen. Die Verwendung des Erdinduktors ermöglicht jedoch eine viel günstigere Schaltung, die in Fig. 2 dargestellt ist. Der Erdinduktor besteht z. B. aus zwei Spulen s, S2, die mit je einem zweiteiligen Kollektor fr, bzw. 62 verbunden sind. Die Kollektoren (oder die Bürsten) sind um 90° gegeneinander verscho-
»0 ben. Die von beiden Bürstenpaaren gelieferten Ströme werden zu je einem polarisierten Relais rx rs geleitet, wozu drei Leitungen genügen. Die Kontakte der beiden Relais entsprechen den gleichnamigen Kontakten der Fig. χ und bewirken, wie dort beschrieben, die Einstellung der beiden Schieber des Potentiometers w. Die Abzweigwiderstände Z1 bzw. zt liegen gleichzeitig in den Induktor- und Potentiometerstromkreisen, und wenn die
so durch die Potentiometerströme an den Enden dieser Widerstände erzeugten Spannungen gleich den Induktorspannungen sind, wird der Induktorstrom zurückgedrängt und die Relais stellen sich wieder in die Mittellage ein.
Das Verfahren ist also eine Nullmethode und als solche sehr empfindlich. Dadurch, daß dem Induktor kein Strom entnommen wird, vermeidet man auch eine Verzerrung des Erdfeldes durch Ankerrückwirkung.
. Die Potentiometerströme werden durch die getrennten Galvanometer g, und g2 gesandt oder zu dem oben beschriebenen Empfänger e geführt. Je stärkere Potentiometerströme man zu erhalten wünscht, desto kleiner müssen beim gleichen Erdinduktor die Widerstände Z1 Z2 gewählt werden.
Die Stellung der Potentiometerschieber kann auch mechanisch zu einer der Richtung des Erdfeldes entsprechenden Resultante zusammengesetzt werden. Man benutzt z. B. statt
eines Potentiometers mit zwei Schiebern nach Fig. 3 zwei getrennte, senkrecht zueinander aufgestellte Potentiometer w w. deren Schieber Wx w2 mit Winkeln ^1 y, *2 y2 starr verbunden sind. Die Schenkel yt y3 dieser Winkel sind
als Kulissen ausgebildet und ebenso der in einen festen Punkt drehbare Zeigern. Durch diese Kulissen geht ein Stift, so daß sich der Zeiger A in die Resultante, das ist in die Richtung des Erdfeldes, einsteilt; Seine Stellung kann auf beliebige bekannte Weise auf eine Anzahl von Empfängern übertragen werden. " : ' / .V ■'.■■'■ -,-^-': :'r/';;: - - ' ■ ■' -■ An Stelle der beschriebenen Potentiometer, welche aus Widerständen mit Schiebern bestehen, können auch andere Einrichtungen benutzt werden, z. B. Zellenschalter oder Gleichstromdyaamos, bei welchen die Bürsten verstellt werden. .

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    x. Verfahren zur Anzeige der Richtung des erdmagnetischen Feldes und deren Übertragung, wobei die Aufnahmevorrich- 6s rung (mehrfacher Kompaß, Erdinduktor) auf zwei oder mehrere Komponenten des Erdfeldes empfindlich ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung unmittelbar (beim Kompaß) oder dufch Vermittlung von Relais (beim Erdinduktor) die Einstellung einer zwei· oder mehrfachen elektrischen Korapensationsvorrkhtung auslöst, welche Ströme liefert, die entweder die einzelnen Komponenten des Erdfeldes mittete eisenfraer» bei der Aufnahmevorrichtung aufgestellter Spulen kompensieren oder (beim Erdinduktof) die von ihnen erzeugten Spannungen.
    1Z. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompensationsströme bzw. ihnen proportionale Ströme im Empfänger zu einem der Richtung des Erdfeldes entsprechenden orientierten Drehfelde zusammengesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die luchfung des Erdfeldes aus 4er Stellung der die Kompensationsströme regelnden Glieder (Föten* tiometerschieber) erkannt und in beliebiger bekannter Weise auf die Empfänger übertragen wird.
    Hierzu t Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE246236C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767963C (de) * 1936-05-05 1955-04-07 Siemens App Einrichtung zur UEbertragung von Werten, insbesondere Winkelwerten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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