DE2460159B2 - Laufwerk für Schienenfahrzeuge, insbesondere für fahrbare Oberbaumaschinen - Google Patents

Laufwerk für Schienenfahrzeuge, insbesondere für fahrbare Oberbaumaschinen

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Laufwerk für Schienenfahrzeuge gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches I.
Bei Schienenfahrzeugen müssen grundsätzlich besondere Maßnahmen getroffen werden, um einen ruhigen Lauf sicherzustellen. Bei fahrbaren Gleisbaumaschinen, beispielsweise Gleisstopf-, Rieht-, Reinigungs- oder sonstigen Gleisschotter-Behandlungsmaschinen ist diese Forderung nur schwer zu erfüllen. Solche Gleisbaumaschinen dienen als Arbeitsmaschinen für den Schotteroberbau und erfordern daher eine relativ große Raumausnützung unterhalb der Maschine für Arbeitsgeräte, Werkzeuge und dgl. Fahrwerke mit relativ großen Baulängen, z. B. unter Verwendung von Blattfedern, sind aufgrund der Forderung nach einer möglichst geringen Baulänge oft nicht sehr zweckmäßig. Solche Gleisbaumaschinen weisen weiterhin durch den unterschiedlichen Aufbau der Arbeitsgeräte bzw. Werkzeuganordnungen auch voneinander sehr verschiedene ungleichförmige Massenverteilungen auf, wodurch sich· bei Verwendung eines jeweils gleichen Laufwerks naturgemäß unterschiedliche Laufeigenschaften ergeben, so daß beispielsweise die bei Güterwagen gewonnenen Erfahrungen auf solche Gleisbaumaschinen grundsätzlich nicht angewendet werden können. Diese Schwierigkeiten werden bei Einachslaufwerken noch größer, da diese gegenüber den sogenannten Drehgestell-Laufwerken mir geringere Belastungen zulasset?..
to Um eine gute Laufruhe bei derartigen Glelsbaumaschinen zu erreichen, ist es erforderlich, daß die Relativbewegungen zwischen den Fahrgestell- bzw. Drehgestellrahmen und den Laufwerken in allen drei Raumrichtungen, d.h. in der vertikalen Richtung der
is Lastaufnahme, in der in Gleislängsrichtung verlaufenden Horizontalrichtung der Zug- und Bremskräfte und in der quer zur Gleisrichtung verlaufenden Horizontalrichtung der Achslagerquerkräfte abgefedert bzw. gedämpft werden. Der Forderung nach einer guten Laufruhe steht aber das gleichzeitige Bestreben, höhere Maximalgeschwindigkeiten mit solchen Gleisbaufahrzeugen zu erreichen, entgegen.
Aus der Zeitschrift »Technische Rundschau« 1968, Nr. 35, Seite 41, ist ein Laufwerk für Schienenfahrzeuge der gattungsgemäßen Art bekannt, das speziell für die Erfordernisse von Hochgeschwindigkeitslokomotiven abgestimmt wurde. Um den Anforderungen für höchste Dauergeschwindigkeiten und erhebliche Zuglasten genügen zu können, wurde bei diesem bekannten Laufwerk das Achslager mit dem Fahrgestellrahmen über asymmetrisch angeordnete Achslenker verbunden. Außerdem wurden die unteren Schraubenfederenden an einem mit dem Achslagergehäuse gleichfalls gelenkig verbundenen Ausgleichshebel gelenkig gelagert Weiterhin wurden Stoßdämpfer in Schräglage zwischen dem Achslager und der einen Schraubenfeder in einer Normalebene zur Laufwerksachse angeordnet.
Aus der AT-PS 2 09 942 ist ein Laufwerk mit Gummischubfedern bekannt. Derartige Gummischubfedem weisen aber oft trotz gleichbleibender Fertigung unterschiedliche Federcharakteristiken auf. Weiterhin ist auch das frequenzabhängige dynamische Verhalten dieser Gummischubfedern im Einzelfall schwer zu erfassen und muß daher weitgehend unberücksichtigt bleiben. Die Federsteifigkeiten der Gummischubfedern weichen unter dem Einfluß von dynamischen Belastungen sowie durch Materialungleichmäßigkeiten stark von den vorgegebenen Werten ab, so daß daher oft eine rechnerische Auslegung nicht möglich ist. Derartige ausgestattete Laufwerke, insbesondere Einachslaufwerke, haben insbesondere für Oberbaumaschinen nur ein unzureichendes Schwingungs- und Dämpfungsverhalten. Bei dem bekannten Laufwerk sollen die materialbeuingten Unterschiede in den Federungs- und Dämpfungseigenschaften der Gummischubfedern durch zusätzlich angeordnete Stoßdämpfer ausgeglichen werden, was in der Praxis aber nicht zu befriedigenden Ergebnissen führt.
Aus der DE-OS 21 60 274 ist ein Laufwerk bekannt, bei dem sich zwei Schraubenfedern auf einem unterhalb des Achslagers befindlichen Träger abstützen, der die Achslast im Bereich von Kragarmen in eine auf Reibelemente wirksame Kraftkomponente und einen über Schaken auf das Achslagergehäuse wirksamen
Lastanteil aufteilt. Unter den bei Laufwerken üblichen Belastungen unterliegen Reibungsstoßdämpfer erheblich höherem. Verschleiß als hydraulische Stoßdämpfer. Weiterhin ist diese bekannte Ausführung konstruktiv
außerordentlich aufwendig. Schließlich herrschen bei diesem Laufwerk andere Bewegungs- und Kräfteverhältnisse als sie eingangs geschildert wurden.
Aus der CH-PS 1 87 365 ist die koaxiale Anordnung eines hydraulischen Stoßdämpfers innerhalb einer Schraubenfeder eines Laufwerks bekannt Weiterhin ist aus der CH-PS 4 34 344 eine elastische Achslagerführung mit ringsegmentarischen Reibkörpern bekannt
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Laufwerk gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 zu schaffen, welches auch für sehr unterschiedliche Arten von Oberbaumaschinen unter Erzielung einer hohen Laufruhe, insbesondere auch bei relativ hohen Geschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h, einsetzbar <st
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruches 1 angeführten Merkmale gelöst Hierdurch wird erreicht, daß die erfindungsgemäß ausgebildeten Laufwerke, insbesondere beim Einsatz bei Oberbaumaschinen, nicht nur den Erfordernissen des Arbeitsbetriebes, sondern in gleicher Weise auch den Anforderungen hinsichtlich Laufruhe während Überstellfahrten mit relativ hohen Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h und mehr gerecnt werden, ohne daß sich ungleiche Massenverteilungen auf den Fahrzeugen in schädlicher Weise auswirken können. Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht weiterhin besonders einfache und raumsparende Konstruktionen. Durch die Anordnung der Schraubenfedern zwischen dem über Schakengehänge gelenkig am Fahrgestellrahmen gelagerten querjochartigen Federschild und dem Gehäuse des Achslagers wird eine gute Dämpfung der durch das Schakengehänge geschaffenen kombinierten Höhen- und Längsbewegungen mittels der Schraubenfedern gedämpft Gleichzeitig werden dabei die Beanspruchungen der Schraubenfedern verringert, da die Ausweichbewegungen des ungleiche Massenverteilungen aufweisenden Fahrgestellrahmens eine stetige und nicht eine schlagartige Steigerung der Beanspruchung der Schraubenfedern hervorrufen.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstands sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet. Durch die Maßnahmen nach dem Patentanspruch 2 wird eine weitere Verbesserung des erfindungsgemäß ausgebildeten Laufwerks dahingehend erreicht, daß weitere Anpassungen an die jeweils gewünschte Federbzw. Dämpfungscharakteristik möglich sind. Außerdem wird eine zusätzliche Sicherheit gegen zu starke Schwankungen von Oberbaumaschinen erreicht, die oft durch sehr starke asymmetrisch angeordnete Dauteile bedingt sein können, was insbesondere beim Durchfahren von Kurven und dgl. zum Tragen kommt.
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, ein erfindungsgemäß ausgebildetes Laufwerk unter Berücksichtigung der jeweils unterschiedlichen Massenverteilungen an unterschiedliche Oberbaumaschinen anzupassen. Es können beispielsweise Kurzschaken- oder Langschakengehänge bzw. auch Doppelschakengehänge eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft können hier aber die Maßnahmen nach dem Patentanspruch 3, insbeson- ω dere zur Beeinflussung der Längsbeweglichkeit eingesetzt werden. Gleiches gilt für die Maßnahmen nach dem Patentanspruch4. Die Patentanspruches und 6 geben konstruktive Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung der Schraubenfedern bzw. der Stoßdämpfer. Bei Oberbaumaschinen mit Massenverteilungen, wie sie beispielsweise bei Bettungspflügen oder Profiliermaschinen od. dgl. auftreten, ist vorzugsweise die Federungs- bzw. Dampfungscharakteristik jener von Schraubenfedern mit einer einen Federung von z, B. 60 mm bei einer Belastung von z. B. 2000 bis 35G0 kp und parallel zu diesen angeordneten Stoßdämpfern mit einer Verstellkraft bei Zug- und Druckbelastung von etwa 550 kp bei einer Kolbengeschwindigkeit von 10 cm/s im wesentlichen proportional,
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung erläutert ss zeigt
Fig. 1 eine Ansicht eines Laufwerkes mit Backenbremsen, teilweise im Schnitt
Fig.2 die Ansicht in Gleislängsrichtung desselben Laufwerkes, wobei die Federelemente und die Aufhängungen im Bereich der linken Schiene gemäß der Linie A-A und die im Bereich der rechten Schiene nach der Linie B-B in F i g. 1 teilweise im Schnitt dargestellt sind,
Fig.3 bis 5 anhand von Schemaskizzen die Relativbewegungen der einzelnen Federungselemente zwischen dem Fahrgestellrahmen and dem Fahrwerk der Seite, der Länge bzw. der Höhe nach,
F i g. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Laufwerkes mit Scheibenbremsen untf Verwendung von langen Schaken.
Die F i g. 1 zeigt einen Teil eines Fahrgestellrahmens 1 im Bereich eines Radsatzes mit Rädern 2 und 3 (F i g. 2). Die Räder 2 und 3 sind zum Verfahren auf Schieren 4 des Gleises ausgebildet Zur elastischen bzw. federnden Verbindung des Radsatzes mit dem Fahrgestellrahmen 1 sind im Bereich von Achslagern 5 T-förmig ausgebildete Achslagergehäuse 6 angeordnet, auf deren Seitenteilen sich jeweils ein; Schraubenfeder 7 abstützt. Die Schraubenfedern 7 drücken mit ihrem anderen Ende gegen ein querjochartiges Federschild 8, welches über Schakengehänge 9 mit dem Fahrgestellrahmen 1 am Federschild 8 verbunden ist.
Weiterhin ist zur Dämpfung der Relativbewegungen zwischen dem Fahrgestellrahmen und dem Achslagergehäuse 6 ein hydraulischer Schwingungs- bzw. Stoßdämpfer 10 angeordnet. Dieser ist bei Verwendung einer Backenbremse mit dem Zylinder am Fahijgestellrahmen und mit der Kolbenstange am Achslagergehäusedeckel gelenkig gelagert.
.nnerhalb der Schraubenfeder 7 sind Vertikalführungen 11 angeordnet, die die Führung des Radsatzes verbessern und die Größe der Auslenkbewegungen der Seite und der Länge nach (z. B. Nickbewegungen) vermindern. Jede dieser Vertikalführungen 11 besteht aus einem mit dem Achslagergehäuse 6 verbundenen pilzförmigen Fortsatz 12, der in einem am Federschild 8 befestigten Führungsteil 13 gleitet. Je nach der Größe der Einfederung der Schraubenfedern 7 taucht dieser Fortsatz 12 mit Spiel teleskopartig mehr oder weniger in den Führungsteil 13 ein. Der Fortsatz 12 ist an seinem oberen Ende mit einem pilzförmigen bzw. abgerundeten Kopf "ersehen, der eine Neigung zwischen der Achse des Fortsatzes 12 und der des Führungsteiles 13 quer zum Gleis und in Gleislängsrichtung zuläßt Dadurch kann sich der Radsatz mit dem Rad 3 relativ zum Federschild 8 bewegen, so daß die Flexicoilwirkung der Schraubenfedern 7 ausgenützt, aber z. B. große Relativbewegungen begrenzt werden können und eine Aufteilung der Relativbewegungen auf die Schraubenfedern 7, das Federschild 8 und die Schakengehänge 9 erreicht werden kann.
Aus Fig.2 sind anhand der Schnittdarstellungen der Feder- bzw. Aufhängungselemente beim Rad 2 die Einzelteile der Schakengehänge 9 zu erkennen. In die jeweilige Bohrung von Rahmenteilen 15 und des
Federschildes 8 wird unter Zwischenschaltung einer Einschweißbüchse ein Federbolzen 16 eingesetzt. Beidseits der Rahmenteile 15 und des Federschlitzes 8 ist jeweils ein Federschakenstein 17 auf den vorspringenden Teilen des Federbolzens 16 gelagert zur Aufnahme bzw. zum Einhängen von Federschaken 18. Die Federbolzen 16 sind mit Verschlußstücken versehen, um die Federschakensteine 17 gegen Loslösung zu sichern. Eine Bewegung der Schaken quer zur Gleislängsrichtung wird durch entsprechende Bemessung der Führungsflächen dieser dieser beiden Teile möglich. Überdies können sich die Federschaken 18 auch um die Federbolzen 16 drehen.
Die Wirkungsweise und Funktion des Laufwerkes wird anhand der Schemaskizzen nach den F i g. 3 bis 5 näher erläutert:
Kommt es beispielsweise durch Richtungsfehler im Gleis oder auch nur durch den wellenförmigen Verlauf des Gleises (Sinuslauf) zum Schleudern des Fahrzeuges, so bewegt sich z. B. der Fahrgestellrahmen 1 - wie in F i g. 3 gezeigt — relativ zum Rad 2 quer zur Gleislängsrichtung, also zur Seite nach rechts um den Betrag z. Dies bewirkt ein Schrägstellen der Federschaken 18 gegenüber den Rahmenteilen 15 einerseits und gegenüber dem Federschild 8 andererseits. Überdies werden auch die Schraubenfedern 7 schräggestellt bzw. auf Biegung beansprucht. Die gesamte seitliche Relativverschiebung wird etwa jeweils zur Hälfte von den Federschaken bzw. den Schraubenfedern aufgenommen. Die Vertikalführung 11 verhindert dabei, daß die gesamte Querbewegung durch die Flexicoilwirkung der Schraubenfedern 7 aufgenommen wird. Es wird also die Belastung bzw. Beanspruchung der Schraubenfedern 7 herabgesetzt und trotzdem im Zusammenwirken mit dem hydraulischen Stoßdämpfer 10 eine Dämpfung und Rückstellkraft auf das Federschild 8 ausgeübt.
Um z. B. bei großen Massen im Bereich eines der Laufwerke eine zu große Querverschiebung in den Federschaken 18, insbesondere bei kurzen Schlagen, vermeiden zu könen bzw. zu dämpfen, sind im Bereich der Schaken 18, wie in Fi g. 3 schematisch angedeutet, auf Biegestäben angeordnete Reibungsdämpfungselemente 19, z.B. elastische Anschläge (Fig. 3 und 6) od. dgl. vorgesehen.
Die Verhältnisse, wie sie beispielsweise beim Anfahren oder Bremsen auftreten, sind aus F i g. 4 ersichtlich. Der Fahrgestellrahmen 1 bewegt sich dabei in Gleislängsrichtung relativ zum Rad 2 um den Betrag x. Dabei stellt sich das Federschild 8 schräg zur Gleisebene, da sich die Federschaken 18 um die Federbolzen 16 drehen. Durch die Schrägstellung des Federschildes S wird die eine Schraubenfeder 7 stärker be- und die andere mehr entlastet Diese unterschiedliche Federbelastung bewirkt ihrerseits nicht nur eine Dämpfung, sondern übt andererseits auch eine Rückstellkraft auf das Federschild 8 zur Rückführung in seine Ruhestellung — parallel zur Gleisebene — aus.
Bewegt sich der Fahrgestellrahmen 1 dagegen, wie aus Fig.5 ersichtlich, senkrecht zur Gleisebene und zum Rad 2 um den Betrag y, wird die F.infederungsbewegung durch die Stoßdämpfer 10 sowie durch das Zusammendrucken der Schraubenfedern 7 gedämpft Gleichzeitig versuchen die zusammengedrückten Schraubenfedern, den Fahrgestellrahmen entgegen seiner Einfederungsbewegung wieder in seine Ruhestellung zu bringen. Selbstverständlich treten diese einzelnen Relativbewegungen nach den Fig.3 bis 5 während des Arbeitseinsatzes bzw. der Überstellfahrt meist gleichzeitig auf- bzw. überlagern sich. Die einzelnen Komponenten bzw. Schwingungen dieser Bewegungen werden jedoch entsprechend den obigen Darlegungen abgefedert bzw. gedämpft.
Die in Fig.6 dargestellte Ausfuhrungsform des Einachslaufwerkes unterscheidet sich von der in den F i g. 1 und 2 beschriebenen dadurch, daß zur Verbindung der Rahmenteile 15 mit dem Federschild 8 lange Schaken 21 vorgesehen sind. Wie bereits bei der Erläuterung der Fig.3 aufgezeigt, sind bei diesem Ausführungsbeispiel den Federschaken 21 elastische Anschläge zugeordnet, die die Auslenkung dieser Schaken quer zur Gleislängsrichtung dämpfen bzw. begrenzen sollen. Diese Anschläge bestehen beispielsweise aus einem Biegestab 23, auf dem Klötze 24 (F i g. 3) aus elastischem Material aufgebracht sind.
Wie aus der Darstellung in Fig.6 weiter ersichtlich ist, kann das Federschild 8 auch mit mehreren, beispielsweise zwei Bohrungen ausgestattet sein, so daß
zur Verbindung zwischen den Rahmenteilen 15 und dem Federschild 8 je nach Verwendungsart sowohl kurze Schaken 18 als auch lange Schaken 21 eingesetzt werden können.
Die Anordnung der Schraubenfedern 7 sowie der
Vertikalführung 9 ist bei diesem Ausfuhrungsbeispiel in F i g. 6 entsprechend den Darlegungen in den F i g. I und 2.
Bei beiden Ausführungsformen der Erfindung gemäß F i g. 1 und 2 bzw. 6 ist es möglich, daß der den Radsatz aufnehmende Rahmenteil nicht durch den Fahrgestellrahmen der Maschine, sondern durch den Rahmen eines Drehgestelles gebildet wird. In solch einem Fall können dann zwei oder mehr Radsätze mittels der beschriebenen Verbindungs- und Federungsmittel mit dem Trägerrahmen eines Drehgestelles verbunden sein, welches dann seinerseits über entsprechende, dem Fachmann geläufige Führungsorgane· mit dem Fahrgestellrahmen einer Oberbaumaschine od. dgl. verbunden ist.
Um der speziellen Situation im Zusammenhang mil der Massenverteilung bei Oberbaumaschinen gerecht zu werden, bzw. insbesondere die von den einzelnen Bahnverwaltungen vorgeschriebenen Wertungszahler (Wz-Werte), die über die Laufruhe der Fahrzeuge eine
so Aussage treffen, zu erreichen, ist es selbstverständlich nicht nur möglich, entweder Kurzschaken 18 oder lange Schaken 21 (F i g. 1 bzw. 6) zu verwenden, sondern es isi weiter möglich, Doppelschakengehänge zwischen derr Federschild 8 sowie den Rahmenteilen 15 eine:
Drehgestelles bzw. Fahrgestellrahmens 1 anzuordnen Weiter ist es beispielsweise auch möglich, der Fahrgestellrahmen einer Oberbaumaschine im Bereict des einen Radsatzes mit langen Schaken 21, welcher Anschläge 19 zugeordnet sind, am Federschild i
aufzuhängen, während die zweite Achse, beispielsweisi mittels kurzer Schaken 18, mit dem Fahrgestellrahmei verbunden sein kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Laufwerk für Schienenfahrzeuge, insbesondere für fahrbare Oberbaumaschinen, bei welchen zwischen dem Fahrgestell- bzw. Drehgestellrahmen und jedem Achslager wenigstens zwei Schraubenfedern und ein am Fahrgestellrahmen und am Achslager gelenkig gelagerter, hydraulischer Schwingungsbzw. Stoßdämpfer angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfedern (7) zwischen einem Ober Schakengehänge (9) gelenkig am Fahrgestellrahmen (1) gelagerten, querjochartigen Federschild (8) und dem Gehäuse (6) des Achslagers (5) und der hydraulische Stoßdämpfer (10) mittig zwischen den Schraubenfedern (7) angeordnet sind.
2. Laufwerk nach Anspruch 1, mit einer durch teleskopartig ineinandergreifende, in der Federachse angeordnete Führungsteile gebildeten Vertikalführung für jede Schraubenfeder, dadurch gekennzeichnet, «laß die Vertikalführung (11) aus einem am Achslagergehäuse (6) befestigten pilzförmigen Fortsatz (12) und einem mit diesem teleskopartig zusammenwirkenden, am Fahrgestellrahmen befestigten Führungsteil (13) besteht.
3. Laufwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Schakengehänges (9) auf Biegestäben angeordnete Reibungsdämpfungselemente(19) vorgesehen sind.
4. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das querjochartige Federschild (8) mit mehreren Bohrungen zum wahiweisen Einbau verschiedenartiger Schakengehänge, insbesondere /Curzscc.akengehänge (Schaken 21), versehen ist.
5. Laufwerk nach einem <k: Ansprüche I bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung von Schraubenfedern (7), die bei einer Achsbelastung beispielsweise 2500 kp eine Einfederung von 40 mm bis 70 mm — vorzugsweise 60 mm — aufweisen.
6. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Verwendung von Stoßdämpfern (10), die bei einer Kolbengeschwindigkeit von 10 cm/s eine Verstellkraft von wenigstens 400 bis 700 — vorzugsweise 550 kp — aufweisen.
DE2460159A 1974-12-06 1974-12-19 Laufwerk für Schienenfahrzeuge, insbesondere für fahrbare Oberbaumaschinen Expired DE2460159C3 (de)

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