DE245877C - - Google Patents

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DE245877C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K47/00Beehives

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Housing For Livestock And Birds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT.
- -Ju 245877 KLASSE 45 Α. GRUPPE
OTTO SCHRÖPER in WRONKE.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. September 1910 ab.
Es ist bekannt, daß der Bienenschwarm sich während der Ruhezeit in Kugel- oder Traubenform zusammenzieht und dementsprechend auch den Brutraum ausbaut. Die Brutwaben erhalten also angenäherte Kreisform, und die Honigwaben werden in Gestalt eines gewölbten Wulstes über dem Brutraum angeordnet. Diesem Naturtrieb der Bienen soll der Bienenstock gemäß vorliegender Erfindung möglichst entgegenkommen. Bei den bekannten Bienenstöcken mit über dem Brutraum liegendem Honigraum sind beide Räume von rechteckigem Querschnitt in der Höhenrichtung.
Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß der Brutraum durch ein sogenanntes Satteldach begrenzt ist und die beiden Teile des Honigraumes entsprechend der symmetrischen Dachneigung in seitlicher Schräglage vom Dachfirst aus angeordnet sind, während die Rahmen im Brutraum gleich dem Querschnitt des letzteren die Gestalt eines Fünfecks erhalten. Dieses kann man sich zusammengesetzt denken aus einem unteren Viereck mit darüber liegendem, mit der Spitze nach oben gerichtetem Dreieck.
Es ist zwar eine Bienenwohnung bekannt, bei welcher die ganze Beute durch Drehung um eine wagerechte Achse in eine solche Lage gebracht wird, daß gleichfalls ein Satteldach entsteht, welches bewirken soll, daß die Wärme im Winter mehr zusammengehalten wird; dort haben aber die Brut- und Honigräume die bekannte Rechtecksgestalt, und die Schrägstellung des Stockes erfolgt nur während des Winters und muß während der eigentlichen Trachtzeit unbedingt wieder aufgehoben werden. Gerade aber während der Trachtzeit sollen die Vorteile der vorliegenden Erfindung zur Geltung kommen.
Bei dem Erfindungsgegenstand hat das Bienenvolk das Satteldach das ganze Jahr über sich, nicht nur im Winter. Während der Frühjahrsentwicklung wird daher, wie beim Strohstülper, die Brutwärme in ausgezeichneter Weise zusammengehalten; es ist den Bienen möglich, ein richtiges Wärmezentrum zu schaffen, da alle von dem Bienenknäuel aufsteigende Wärme immer wieder auf denselben zurückstrahlt, während in den Beuten mit ebener Deckfläche stets ein großer Teil der erzeugten Wärme nach den Ecken entweicht und das Volk ständig zu unnötiger Zehrung veranlaßt wird.
Der Innenraum der Beute gestattet dem Bienenvolke, wie im Strohstülper in allen Phasen der Entwicklung seine Kugelform beizubehalten. Die Brutflächen zeigen stets Kreisform, und niemals erfolgt eine unnatürliche Einschnürung des Bienenkörpers in eine längliche viereckige Form, wie bei den Hochständern und Breitwabenbeuten.
Die naturgemäße Aufspeicherung der Vorräte, Pollen und Honig, um den Brutkörper herum ist auf allen Waben zu beobachten. Niemals wird das Brutnest von Pollen ganz entblößt; stets wird er dort zu finden sein, wohin er dem Nährbedürfnis der Bienen entsprechend gehört. Auf jeder Wabe zieht er sich in Kreisform um die Brut herum bis
unten an die Rähmchenschenkel. Um diese Pollengürtel werden in gleicher Weise mehr oder weniger breite Honiggürtel gelagert.
Bei der Überwinterung haben die Bienen ihre Vorräte stets am rechten Ort, nicht nur über sich, wie in den Hochständern, oder nur hinter sich, wie in den Lagerbeuten, sondern über und neben sich rechts und links, also völlig um sich herum.
ίο Der vom Imker zu erntende Überschuß an Honig wird, wie bei allen Mobilbeuten, in besonderen Honigräumen abgelagert.
Bei dem Erfindungsgegenstand stehen die Honigräume wegen ihrer Anlehnung an das schräge Satteldach in solch inniger Verbindung' mit dem Brutraum, daß sie den Bienen nicht als etwas Fremdes, Gesondertes erscheinen, sondern als eine natürliche Fortsetzung und Erweiterung des Brutraumes, und die in Schräglage dem Brutraum links und rechts sich anschmiegenden Honigrähmchen entsprechen genau den Honigwülsten im Strohkorbe. ■ Wegen ihrer geringen Höhe (12,5 cm) werden die Honigräume bei Beginn der Tracht sofort von den Bienen besetzt, diese quellen sozusagen in diese Räume hinein, auch wenn das Brutnest noch nicht seine volle Ausdehnung gewonnen hat.
Die geringe Höhe der Honigrähmchen bewirkt ferner, daß beim öffnen der Honigräume weniger Wärme entweicht.
Durch das Vorhandensein von zwei Honigräumen ist der Imker in die Lage versetzt, sich den verschiedenen Trachtverhältnissen anzupassen, indem er bei plötzlich eintretender sehr guter Tracht gleich beide Räume, bei geringerer Tracht nur einen der einander gegenüberliegenden Honigräume öffnet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise in einer Ausführungsform zur Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt den Bienenkasten im Querschnitt mit strichpunktiert angedeuteter Schwarmkugel und dem darüber lagernden Wulst.
Fig. 2 veranschaulicht den Bienenkasten in Seitenansicht mit freigelegten Honigräumen, aus welchen links die Rähmchen entfernt sind. Der Bienenkasten α besitzt einen Brutraum b, welcher oben durch ein sogenanntes Satteldach begrenzt ist, so daß der Querschnitt durch den Brutraum ein Fünfeck ergibt. Auf dem Satteldach c befinden sich die Honigräume d. Diese erstrecken sich infolge der symmetrischen Dachneigung von der Firstlinie aus gleichmäßig nach beiden Seiten über den Brutraum b in schräger Lage nach unten und stehen mit dem Brutraum b durch die üblichen, aus dem Satteldach ausgeschnittenen Durchgangsöffnungen in Verbindung. In diese können die bekannten Absperrgitter e eingefügt werden, die nur den Arbeitsbienen den Zutritt in die Honigräume gestatten.
Die Rahmen f im Brutraum b entsprechen dem Querschnitt dieses Raumes und besitzen die Gestalt eines Fünfecks, das aus einem unteren Viereck und darüber liegendem, mit der Spitze nach oben gerichteten Dreieck zusammengesetzt zu denken ist.
Zur Verbindung zweier Bienenkästen zu einem doppelten sind die Bienenkästen am Boden und am Außendach abwechselnd mit Haken i versehen, durch deren Maulöffnungen Riegel oder Keile k geschoben werden, um die beiden Kästen zusammenzuschließen.
Die Öffnungen I dienen zum Einschieben von Abschlußschiebern über den Gittern e und im Winter zum Entweichen der in den Honigräumen sich ansammelnden schädlichen Dünste.
Die Rähmchen in den Honigräumen d sind mit g und die Fluglöcher des Brutraumes b mit h bezeichnet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Bienenwohnung mit über dem Brutraum liegenden Honigräumen, dadurch gekennzeichnet, daß der Brutraum (b) durch ein sogenanntes Satteldach begrenzt ist und die Horiigräume (d) entsprechend der symmetrischen Dachneigung von der Firstlinie aus beiderseitig in nach unten gerichteter Schräglage über dem Brutraum (b) angeordnet sind, während die Rähmchen (f) des letzteren nach der Querschnittsform des Brutraumes (b) die Gestalt eines Fünfecks mit nach oben gerichteter Spitze erhalten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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