DE2455022A1 - Diffusionsuebertragungsfarbfilmeinheit - Google Patents

Diffusionsuebertragungsfarbfilmeinheit

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DE2455022A1
DE2455022A1 DE19742455022 DE2455022A DE2455022A1 DE 2455022 A1 DE2455022 A1 DE 2455022A1 DE 19742455022 DE19742455022 DE 19742455022 DE 2455022 A DE2455022 A DE 2455022A DE 2455022 A1 DE2455022 A1 DE 2455022A1
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Yoshiaki Ono
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Description

PATENTANWXLTE
DR. E. WIEGAND DIPL-ING. W. NIEMANN DR.M. KÖHLER DIPL-ING. C GhRNHARDf
MÖNCHEN HAMBURG
TELEFON: 555476 - 8000 M ö N CH E N 2,
TELEGRAMMErKARPATENT . MATH ILDENSTRASSE 12
TE L EX : 529068 K A R P D
W. 42206/74 - Ko/Ne 20. November 1974
Fuji Photo Film Co., Ltd. Mnami Ashigara-Shi, Kanagawa (Japan)
Mffusionsübertragungsfarbfilmeinheit
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur raschen Herstellung.eines Diffusionsübertragungsfarbbildes mit hohem Kontrast unter Verwendung eines physikalischen Auflösungsentwicklungssystems.
Gemäss der Erfindung wird eine Diffusionsübertragungsfarbfilmeinheit für ein physikalisches Auflösungsentwicklungssystem angegeben, die
(1) ein lichtempfindliches Element, welches einen Träger mit wenigstens einer darauf befindlichen lichtempfindlichen Sehichteinheit aufweist, die (i) eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht vom Negativtyp, die eine mit Ballast-
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gruppe versehene Verbindung, welche zur Umsetzung mit einem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Aminfarbentwicklungsmittels unter Herstellung einer nicht-diffundierbaren Verbindung befähigt ist, enthält und (ii) eine angrenzende '· Schicht aufweist, die physikalische Entwicklungskeime und einen mit Ballastgruppe versehenen Kuppler, der zur Umsetzung mit einem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Aminfarbentwicklungsmittels unter Herstellung eines diffundierbaren Farbstoffs befähigt ist, enthält;
(2) ein Bildaufnahmeelement, welches einen Träger mit einer darauf befindlichen Bildaufnahmeschicht, die zur Fixierung von aus dem lichtempfindlichen Element freigegebenen diffundierbaren Farbstoffen befähigt ist, aufweist;
(3) einen zerbrechbaren Behälter, der eine alkalische Behandlungsmasse enthält und zur Freigabe einer alkalischen Behandlungsmasse durch die Wirkung druckaufgebender Elemente zur Verteilung zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem Bildaufnahmeelement befähigt ist und
(4) ein aromatisches primäres Aminfarbentwicklungsmittel in der Behandlungsmasse oder ein Vorläufer, der nach Hydrolyse mit der Behandlungsmasse das Entwicklungsmittel in dem lichtempfindlichen Element liefert und ein Lösungsmittel für Silberhalogenid aufweist und
(B) geeignet ist, nach bildweiser Belichtung des lichtempfindlichen Elementes durch Ausbreitung der Behandlungsmasse als eine Schicht zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem Bildaufnahmeelement durch die
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Wirkung der druckaufgebenden Elemente behandelt zu werden,
wobei die Diffusionsübertragungsfarbfilmeinheit wenigstens eine Verbin-dung der folgenden allgemeinen Formel
212 , (I)
worin Ex. und E2 jeweils eine Alkylsngruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und E, ein "Wasserstoffatom, eine Aminogruppe, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Aminoalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, oder der allgemeinen Formel
G O
52 , (II)
worin E^ und E,- jeweils eine Alkylengruppe mit 1 bis 4· Kohlenstoffatomen und E^ ein Wasserstoffatom, eine Aminogruppe, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4· Kohlenstoffatomen oder eine Aminoalkylgruppe mit Λ bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, enthält.
Die sogenannte farbphotographische Diffusionsübertragungsmethode, bei der eine Silberhalogenidemulsionsschicht als lichtempfindliches Element verwendet wird und eine bildweise Verteilung diffundierbarer Farbstoffbild bildender Materialien, wie beispielsweise diffundierbare Farbstoffe, die als Ergebnis der Entwicklung der belichteten Silberhalogenidemulsionsschicht gebildet werden^ in eine andere Schicht diffundieren kann und dort unter
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Bildung übertragener Farbstoffbilder fixiert wird, ist bekannt.
In diesem photograph!sehen Verfahren ist es, da die übertragenen Farbstoffbilder in einer von der Silberhalogenidemulsionsschicht abweichenden Schicht gebildet werden, nicht notwendig, verbleibendes Silberhalogenid und abgeschiedenes Silber durch Fixieren, Bleichen und ähnliche Stufen zu entfernen. Daher können Farbstoffbilder in lediglich einer Entwicklung erhalten werden. Ferner sind Techniken bekannt, bei denen eine Filmeinheit, mit der eine Entwicklungsbehandlungslösung vereinigt ist, angewendet wird und unmittelbar nach dem Photographieren die Entwicklungsbehandlung in einer Kamera einsetzt, um rasch Farbbilder zu ergeben. Unter diesen Verfahren wurde neuerdings eine vereinigte Filmeinheit entwickelt, die aufeinanderfolgende Beobachtung der Bildausbildung ermöglicht, während die Behandlung an einem hellen Ort ausserhalb der Kamera erfolgt und wobei keine Massnahmen erforderlich sind, wie beispielsweise Entschichtung der Druckschicht von der Filmeinheit;
Insbesondere sind ein Verfahren zur Erzielung eines Übertragungsfarbbildes unter Verwendung eines aromatischen primären Aminfarbentwicklungsmittels und eines mit Ballastgruppe versehenen Kupplers, der zur Kupplung mit einem Oxidationsprodukt des Farbentwicklungsmittels befähigt ist und verschiedene chemische Mittel zur Erzielung einer positiven Bildverteilung diffundierbarer Farbstoffe unter Verwendung einer Silberhalogenidemulsion vom Negativtyp als lichtempfindliches Element bekannt. Ferner ist auch die Übertragung von Farbstoffbildern von einem lichtempfindlichen Element, das einen Träger mit einer Mehrzahl darüber liegender Emulsionsschichten aufweist; mit denen diffundierbare Farbstoff liefernde Materialien zur subtraktiven Farb-
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wiedergabe verbunden sind, auf eine gewöhnliche Bildaufnahmeschicht bekannt.. In diesen Umkehrfarbeinheiten ist eine gewisse Art von optischem Bildumkehrmechanismus notwendig, um ein Farbbild entsprechend einem photographierten Gegenstand zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung umfasst eine Filmeinheit, die diesen Bildumkehrmechanismus aufweist^unter Verwendung eines physikalischen Lösungsentwicklungssystems.
Das physikalische.Lösungsentwicklungssystem wird nachfolgend kurz beschrieben.
In der Diffusionsübertragungsfarbeinheit unter Verwendung dieses physikalischen Lösungsentwicklungssystems sind (i) eine Silberhalogenidemulsionsschicht vom Negativtyp, die eine mit Ballastgruppe versehene Verbindung enthält, welche zur Umsetzung mit einem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Aminfarbentwicklers unter Bildung einer nicht-diffundierbaren Verbindung befähigt ist; (ii) eine lichtunempfindliche Schicht angrenzend an- die Silberhalogenidemulsionsschicht, welche einen mit Ballastgruppe versehenen Kuppler und physikalische Entwicklungskeime enthält, wobei der mit Ballastgruppe versehene Kuppler zur Umsetzung mit einem Reaktionsprodukt des Entwicklers unter Bildung eines diffundierbaren Farbstoffs befähigt ist und (iii) ein aromatischer primärer Aminfarbentwickler als Behandlungslösung oder ein Vorläufer davon in einem lichtempfindlichen Element und ein Lösungsmittel für Silberhalogenid, wobei der Vorläufer befähigt ist, den Entwickler als Ergebnis der Hydrolyse mit einer Behandlungsmasse zu bilden, erforderlich.
Dieses physikalische Lösungsentwicklungssystem ist seit langem bekannt. Dieses System war jedoch auf Grund der geringen Empfindlichkeit, eines erheblichen Ausmasses
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an Flecken, geringem Kontrast, langsamer Farbentwicklungsgeschwindigkeit und dgl. keineswegs durchführbar.
Bei der Umkehr von Bildern nach dem physikalischen Lösungsentwicklungssystem wird belichtetes Silberhalogenid entwickelt, ein Lösungsmittel für Silberhalogenid löst nach Beendigung dieser Negativentwicklung das an den unbelichteten Bereichen befindliche Silberhalogenid unter Bildung eines Silberkomplexsalzes, dieses Komplexsalz diffundiert in eine benachbarte Schicht, die sowohl physikalische Entwicklungskeime als auch einen mit Ballastgruppe versehenen Kuppler, der zur Freigabe eines diffundierbaren Farbstoffs befähigt ist, enthält, die physikalische Entwicklung erfolgt bildweise mit Hilfe eines aromatischen primären Aminfarbentwicklungsmittels und eines in einer Behandlungsiösungszusammensetzung enthaltenen Alkalis, und ein Oxidationsprodukt des aromatischen primären Amxnfarbentwicklungsmittels reagiert mit einem mit Ballastgruppe versehenen Kuppler unter Freigabe eines diffundierbaren Farbstoffs mit einer positiven Bildverteilung. Bei dieser Gelegenheit ist es zweckmässig, die negative Entwicklung des bildweise belichteten Silberhalogenids so rasch wie möglich herbeizuführen und nach Beendigung der negativen Entwicklung rasch das an den unbelichteten Bereichen befindliche Silberhalogenidkomplexsalz mit einem Lösungsmittel für Silberhalogenid zu bilden und rasch in eine angrenzende Schicht, welche physikalische Entwicklungskeime enthält, zu diffundieren. Auch ist es, um in kurzer Zeit eine sofortige Photographie zu erhalten, zweckmässig, dass das diffundierte Silberkomplexsalz rasch einen diffundierbaren Farbstoff mit einer positiven Bildverteilung mit Hilfe physikalischer Entwicklungskeime, eines mit Ballastgruppe versehenen Kupplers, der zur Umsetzung mit einem aromatischen primären Aminfarbent-
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Wicklungsmittel unter Freigabe eines diffundierbaren Farbstoffs befähigtist, eines Alkalis in einer Behandlungslösung und eines aromatischen primären Aminfarbentwicklungsmittels freisetzt, also rasch ein diffundierbarer Farbstoff mit einer positiven Bildverteilung freigesetzt wird. Wenn ein Lösungsmittel für Silberhalogenid vor Beendigung der Negativentwicklung auf Grund der langsamen Geschwindigkeit der Negativentwicklung wirkt, wird auch Silber, das sich an den belichteten Bereichen befindet, gelöst und diffundiert in eine positive Schicht, und es findet physikalische Entwicklung in der positiven Schicht statt. Somit wird die Dichte an den den Hochlichtbereichen des positiven Bildes entsprechenden Bereichen so weit erhöht, dass das als Ergebnis der Diffusion und Fixierung in der Bildaufnahmeschicht gebildete positive Farbbild zu einem grossen Ausmass Flecken aufweist und nicht-kontrastreich sowie undeutlich ist.
Jedoch wirkt bei einer üblichen bekannten Entwicklungsbehandlungslosung der folgenden Zusammensetzung:
Entwicklungsbehandlungslosung: Ascorbinsäure
4-Amino-ir-äthyl-N- (ß-hydroxyäthyl )-anilinsulfat
6-Eitrobenzimidazol Natriumhydroxid Carboxymethylcellulose Natriumthiosulfat Titandioxid Wasser zu
ein Silberkomplexbildungsmittel bevor das Silberhalogenid vollständig negativ entwickelt ist, und somit wirkt das Mittel nicht nur auf das an den unbelichteten Bereichen
2 g
35 S
o, 2 g
35 g
20 g
8 g
25 ε
1 1
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befindliche Silberhalogenid unter Bildung eines Silberkomplexsalzes, sondern auch auf das an den belichteten Bereichen befindliche Silberhalogenid, um in gleicher Weise ein Silberkomplexsalz zu bilden, wobei das Komplexsalz in eine physikalische Entwicklungskeime enthaltende Schicht diffundiert. Auf diese Weise ergibt sich ein positives. Bild mit schlechter Freimachung der Hochlichtteile. In einem derartigen Fall liefert das erhaltene positive Bild eine charakteristische Kurve, in der die Minimaldichte (Dmin) an einem Spitzenbereich hoch ist und sowohl die Empfindlichkeitals auch der Kontrast gering sind. Daher kann lediglich ein nicht-zufriedenstellendes Bild von geringem praktischen Wert erhalten werden. Diese Eigenschaft kann nicht merklich verbessert werden, indem die Menge des Entwicklungsmittels oder Silberkomplexbildungsmittels verändert wird. Selbst wenn beispielsweise die Negativentwicklung viel rascher erfolgt, um die negative Entwicklung vor der Wirkung des Komplexbildungsmittels zu beenden,in einem Versuch, die Behandlungszeit zu verkürzen oder den Dmin-Wert des positiven Bildes zu verringern, um ein deutliches Bild zu erhalten, ergibt sich eine Grenze hinsichtlich der Konzentration des Alkalis und des Entwicklungsmittels. Wenn ein Alkali und ein Entwicklungsmittel, wie 4-Amino-N-äthyl-N-(ß-hydroxyäthyl)-anilin-sulfat oder 4-Amino-3-methyl-N-äthyl-N-(ß-hydroxyäthyl)-anilinsulfat (Monohydrat) auf ein Ausmass von etwa 50 g/l konzentriert wird, tritt die Schwierigkeit auf, dass die als Salz bildendes Mittel für das Entwicklungsmittel verwendete Schwefelsäure freigesetzt wird und öltröpfchen des freien 4-Amino-N-äthyl-N-(ßhydroxyäthyl)-anilins sich abscheiden. Diese Behandlungslösung muss in einem zerbrechbaren Behälter enthalten sein und muss mit einer Filmeinheit vereinigt sein, so dass eine
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Anzahl von Filmeinheiten so kompakt wie möglich in einer Filmkassette zum Gebrauch in der Kamera gestattet werden kann. Deshalb muss die Menge der eingesetzten Behandlungslösung so gering wie möglich sein. Andernfalls wurde eine dicke Filmkassette notwendig, wodurch die Herstellung einer kompakten Kamera unmöglich würde. Auch wenn eine Behandlungslösung mit niedriger Entwicklungsstärke dick ausgebreitet werden müsste, wird die notwendige Wassermenge gross, so dass ein Verdickungsmittel in grosser Menge verwendet werden müsste. Falls das Verdickungsmittel in grosser Menge ausgebreitet wird, wird die Diffusionsgeschwxndigkeit des diffundierbaren Farbstoffes in die Bildaufnahmeschicht ernsthaft verzögert, so dass sich eine ernsthafte Schädigung der Rapideigenschaft ergibt, die wesentlich für die Instantfarbphotographie ist. Derartige Massnahme sind deshalb nicht zu bevorzugen.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht in der Beschleunigung des Fortschrittes der Entwicklung einer Kegativemulsion und der Erhöhung der Auflösungsgeschwindigkeit des Silh,erhalogenides. durch ein Lösungsmittel 'für Silberhalogenid, indem eine Verbindung gemäss der Erfindung zu der Entwicklungsbehandlungslösung zugesetzt wird und in der Beschleunigung der Geschwindigkeit, womit ein diffundierbarer aus der positiven Schicht freigesetzter Farbstoff in die Bildaufnahmeschicht diffundiert und darin fixiert wird, indem die Aktivität des Entwicklers erhöht wird und die notwendige Stärke der Behandlungslösung so dünn wie möglich gemacht wird und die Menge des verwendeten Verdickungsmittels verringert wird. Dies ist notwendig zur Erzielung eines Farbdiffusionstransportes mit Schnelligkeit und hoher Empfindlichkeit.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der markanten Verringerung der unentwickelten Silberhalogenidkörner
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in den belichteten Bereichen (sogenannte "tote Körner")· Dies kann durch Zusatz, der Verbindung gemäss der Erfindung erzielt werden, wodurch die Geschwindigkeit der Entwicklung einer negativen Emulsion erhöht wird.
Ein Lösungsmittel für Silberhalogenid, wie Natriumthiosulfat, löst selbst diese toten Körner und bildet ein Silberkomplexsalz, welches Salz sich dann in die positive Schicht bewegt (Schicht, die physikalische Entwicklungskerne und einen mit Ballastgruppe ausgerüsteten Kuppler, der zur Freisetzung eines diffundierbaren Farbstoffes fähig ist, enthält) und verursacht die physikalische Entwicklung unter Bildung eines Farbstoffes. Dieser Farbstoff diffundiert dann in die Bildaufnahmeschicht und wird dort fixiert. Dadurch wird ein positives Bild mit einem ernsthaften Betrag an Flecken gebildet. Deshalb ist es notwendig, die Entwicklung so stark als möglich zu bewirken, um diese toten Körner zu entfernen.
Wie vorstehend geschildert, ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Verhinderung der Auflösung des Silberhalogenides in den belichteten Bereichen vor der Entwicklung unter Diffusion in die positive Schicht (Schicht, die physikalische Entwicklungskerne und einen mit Ballastgruppe ausgerüsteten Kuppler, der zur Freisetzung eines diffundierbaren Farbstoffes fähig ist, enthält). Diese Diffusion in den belichteten Bereichen würde das Auftreten einer ungünstigen physikalischen Entwicklung und die Freisetzung eines diffundierbaren Farbstoffes verursachen, welcher in die Bildaufnahmeschicht diffundieren würde und dort unter Ausbildung eines grossen Betrages an Flecken fixiert würde. Diese Aufgabe wird durch Beschleunigung der negativen Entwicklung der belichteten Bereiche erreicht, wobei ein Lösungsmittel für Silberhalogenid zur Einwirkung nach der
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Beendigung der Negativentwicklung gebracht wird.
Infolge ausgedehnter Untersuchungen zur Erzielung der vorstehenden Aufgaben wurde die vorliegende Erfindung erreicht, welche eine Mffusionsübertragungsfarbfilmeinheit vom Auflösungs-physikalisehen Entwicklungs-System umfasst, (A), welche
(1) ein lichtempfindliches Element, bestehend aus einem Träger mit mindestens einer darauf befindlichen lichtempfindlichen Schichteinheit, die
(i) eine Silberhalogenidemulsionsschicht vom Negativtyp, welche eine mit Ballastgruppe ausgerüstete Verbindung, die zur Umsetzung mit dem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmittel unter Lieferung einer nichtdiffundierbaren Verbindung fähig ist, und (ii) eine benachbarte Schicht, welche physikalische Entwicklungskerne und einen mit Ballastgmppe ausgerüsteten Kuppler, der zur Umsetzung mit dem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Amins als Farbentwieklungsmittel unter Bildung eines diffundierbaren Farbstoffes fähig ist, enthält,
(2) ein Bildaufnahmeelement, bestehend aus einem Träger mit einer darauf befindlichen Bildaufnahmeschicht, die zur Fixierung der aus dem lichtempfindlichen Element freigesetzten diffundierbaren Farbstoffe fähig ist,
(3) einen zerbrechbaren Behälter, der eine alkalische Behandlungsmasse enthält und zur Freisetzung des Inhaltes bei Einwirkung von Druckübertragungsbauteilen fähig.ist, und
(4-) ein aromatisches primäres Amin als Farbentwicklungsmittel in der Behandlungsmasse oder einen Vorläufer
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hiervon, der bei der Hydrolyse mit der Behandlungsmasse das aromatische primäre Amin als Farben twicklungsmittel in dem lichtempfindlichen Element liefert, und ein Lösungsmittel für Silberhalogenid umfasst und
(B) welche zur Behandlung nach der bildweisen Belichtung des lichtempfindlichen Elementes durch Ausbreitung der Behandlungsmasse in Schichtform zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem Bildaufnahmelement durch die Einwirkung von Druckanwendungsbauteilen fähig ist,
wobei die Diffusionsübertragungsfarbfilmeinheit mindestens eine Verbindung entsprechend den folgenden allgemeinen Formeln (I) oder (II)
(I)
worin R^ und R2 jeweils eine Alkylengruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und R^ ein Wasserstoffatom, eine Aminogruppe, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Aminoalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und
2452 , (II)
OH
worin R4 und R,- jeweils eine Alkylengruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Rg ein Wasserstoffatom,eine Aminogruppe, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Aminoalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, enthält.
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In den Zeichnungen stellen
Fig. 1 einen Querschnitt eines lichtempfindlichen Elementes, eines Bildaufnahmeelementes und eines Behandlungsmassenbehälters, wie sie erfindungsgemäss verwendet werden können,
• Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Filmeinheit gemäss der Erfindung, wobei Fig. 2a von der Seite des lichtempfindlichen Elementes gesehen ist und Fig. 2b von der Seite des Bildaufnahmeelementes gesehen ist, ,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausfuhrungsform der Filmeinheit gemäss der Erfindung und
Fig. 4- einen Querschnitt der Filmeinheit gemäss Fig. J dar.
In den vorstehenden allgemeinen Formeln (I) und (II) sind Beispiele für Alkylengruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomsn entsprechend E,,, Ep, R1, und E,- beispielsweise Methylengruppen,Äthylengruppe, Trimethylengruppen, -Propylengrupp en > Tetramethylengrupp en, 1,1-Dimethyläthylengrupp en, 2-Methyltrimethylengruppen und dgl.. Beispiele für Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen entsprechend E, und Ec umfassen beispielsweise eine Methylgruppe, eine Äthylgruppe, Propylgruppe, Isopropylgruppe, Butylgruppe, sek.-Butylgruppe, tert.-Butylgruppe und dgl. Geeignete Aminoalkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen entsprechend E, und Eg sind z. B. Aminomethylgruppen, Aminoäthylgruppen, Aminopropylgruppen, Aminobutylgruppen und dgl.
Einige spezifische Beispiele der Verbindungen gemäss der Erfindung sind nachfolgend angegeben:
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(1) NH2CH2N-HCH2OH
(2) NH2CH2NHCH2CH2Oh
(3) NH2CH2CH2NHCH2Oh
(4) NH2Ch2CH2NHCH2CH2OH
(5) NH2CH2CH2Ch2NHCH2CH2OH
(6) NH2CH2CH2NHCH2CH2CH2Oh
(7) NH2CH2CH2NHCHCh2OH
CH3
CH3
(8) NH2CH2CH2NHCh2C-OH
CH3
(9) NH2CH2CH2NHCH2CHCh3
I
OH
(10) NH2CH2CH2CH2CH2NHCH2CH2Oh
(11) NH2CH2CH2NHCH2CH2CH2CH2Oh
(12) NH2CH2CH2NHCH2CHCH2Oh
CH3
(13) NH2CH2CH2N-CH2Ch2OH
I CH3
(14) NH2CH2CH2N-Ch2CH2OH
NH2
(15). NH2Ch2CH2N-CH2-CH-CH2OH
I I
NH2 CH3
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(16) NH2Ch2CH2MCH2CH2OH
CH2CH2NH2
(17) NH2CH2CH-CH2NH2
OH
(18) NH2CH2CH2CHCH2Nh2
I OH
(19) NH2CH2CH2CHCH2Ch2NH2
OH
(20) NH2CH2CH2CHCh2CH2CH2NH2
OH
(21) NH2CH2CH2CHCh2CHCH2NH2
•I I
OH CH3 CH3
(22) NH2CH2CCH2NH2
CH3 I
(23) NH2CH2CH2-C-CH2NH2
OH NH2
(24) NH2CH2C-CH2NH2
in
NH2
(25) NH2CH2CH2CCH2NH2
OH
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CH2NH2
(26) NH2CH2CCH2NH2
♦ ι ·
OH
CH2CH2NH2 I
(27) NH2CH2CCH2NH2
OH
CH2NH2 I -
(28) NH2CH2CH2CCH2NH2
I OH
CH2CH2NH2
(29) NH2CH2CH2CCH2NH2
OH
CH2NH2
(30) Nh2CH2CH2CH2C-CH2NH2
OH
Der Verlauf der Anwendung des Entwicklungsbeschleunigers gemäss der Erfindung ist der folgende: (i) Das lichtempfindliche Element wird bildweise in der Kamera entweder direkt von der entgegengesetzten Seite zur Trägerseite oder durch einen transparenten Träger von der Trägerseite belichtet. (ii) Die Behandlungsmasse wird zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem Bildaufnahmeelement in Schichtform durch Anwendung eines Druckes auf den Behälter der Behandlungsmasse durch Druckanwendungsbauteile zu dessen Zerbrechung ausgebreitet, wobei die Oberflächen gegenüberstehend
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den Trägern der beiden Elemente in Flächen-Flächen-Kontakt miteinander angebracht sind.
(iii) Jede lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht
Jeder lichtempfindliehen Schichteinheit wird entsprechend dem Belichtungsbetrag durch die Einwirkung des Entwicklungsbeschleunigers gemäss der Erfindung, eines Alkalis und eines aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmittel (oder dieses Entwicklungsmittels, welches aus dem in dem lichtempfindlichen Element enthaltenen Vorläufer auf Grund der Hydrolyse mit dem Alkali freigesetzt wurde) entwickelt, wobei, der Entwicklungsbeschleuniger, das Alkali und das Entwicklungsmittel durch die Behandlungsmasse eingeführt werden. Bei dieser Gelegenheit ist die Entwicklung vom Negativtyp. Durch die Reduktion des in der lichtempfindlichen Emulsionsschicht enthaltenen Silberhalogenides wird das Farbentwicklungsmittel oxidiert und reagiert mit dem mit Ballästgruppe ausgerüsteten Kuppler innerhalb der lichtempfindlichen Emulsionsschicht und liefert nicht-diffundierbare Farbstoffe. .
(iv) Andererseits wird das Silberhalogenid in der lichtempfindlichen Emulsionsschicht in den unbelichteten Bereichen durch die Einwirkung des Silberkomplexbildungsmittels, wie Natriumthiosulfat, gelöst und das dabei gebildete Komplexsalz diffundiert in die benachbarte Schicht, welche feine physikalische Entwicklungskerne und einen nicht-diffundierbaren Kuppler, der zur Bildung eines diffundierbaren Farbstoffes fähig ist, enthält. Beispiele für physikalische Entwicklungskerne umfassen Kerne von Edelmetallen, wie Silber, Platin, Palladium, Gold, Rhodium, Ruthenium, Osmium und dgl. entsprechend der US-Patentschrift. 3 647 440 und Silbersulfid, Palladiumsulfid, Goldsulfid und dgl. Das auf der lichtempfindlichen Emulsions-
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schicht diffundierte Silberkomplexsalz erleidet rasch eine physikalische Entwicklung auf Grund des Alkalis, des aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmittel (oder des gleichen Farbentwicklungsmittels, welches aus dem in dem lichtempfindlichen Element enthaltenen Vorläufer auf Grund der Hydrolyse mit dem Alkali freigesetzt wurde), von physikalischen Entwicklungskernen, dem Entwicklungsbeschleuniger gemäss der Erfindung und dem Farbkuppler. Diese physikalische Entwicklung ist durch eine oxidative Kupplungsreaktion zwischen dem mit Ballastgruppe ausgerüsteten Kuppler, der in der lichtunempfindlichen Schicht enthalten ist und einem aromatischen primären Amin als Entwicklungsmittel, so dass ein diffundierbarer Farbstoff mit einer positiven Bildverteilung freigesetzt wird. Die aus jeder lichtempfindlichen Schichteinheit freigesetzte diffundierbaren ' Farbstoffe diffundieren durch das lichtempfindliche Element und durch die Behandlungslösungsschicht und erreichen die Bildaufnahmeschicht, wo sie fixiert werden und ein positives Farbstoffbild bilden.
(v) Praktisch bei Beendigung der gewünschten Farbbildübertragung wird die Entwicklung in dem lictitempfindlichen Element auf Grund der Erschöpfung der in der Behandlungsmasse enthaltenen wirksamen Bestandteile oder mittels eines Timing-Mechänismus zum' Abbruch der Entwicklung abgebrochen, wobei dieser Timing-Mechanismus in der Filmeinheit enthalten ist.
(vi) Das lichtempfindliche Element wird von dem Bildaufnahmeelement in Abhängigkeit von dem Zweck des Endgebrauches der Filmeinheit abgetrennt. Das lichtempfindliche Element wird bisweilen verwendet, nachdem es einer Silberentfernungsbehandlung oder dgl. unterzogen wurde.
Die Verbindung gemäss der Erfindung ist wirksam, wenn sie in einer Menge von etwa 0,05 6 bis 5 g je Liter der
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Behandlungslösung zugegeben wird. Falls die Menge der Verbindung gemäss der Erfindung weniger als etwa 0,05 g ist, ist der Effekt zur Verbesserung des Kontrastes des positiven Bildes niedrig, während, falls mehr als etwa 5 g der Verbindung gemäss der Erfindung vorliegen, der Schleier der negativen Emulsion erhöht wird und der Wert Dmin des positiven Bildes erhöht wird, während der Wert Dmax verringert wird, so dass die Differenz zwischen Dmax und Dmin (AD) im positiven Bild verringert wird und sich ein Bild von niedrigem Kontrast ergibt. Deshalb ist die bevorzugte Menge der Verbindung gemäss der Erfindung 0,05 bis 3 g je Liter der Behandlungslösung.
Falls weiterhin die Verbindung gemäss der Erfindung direkt zu einer Emulsion zugesetzt wird, können ähnliche Effekte erhalten werden. Es ist Jedoch vorteilhafter, die Verbindung zu der Behandlungslösung aus dem Gesichtspunkt der Beeinflussung der Stabilität des lichtempfindlichen Materials im Verlauf der Zeit zuzusetzen.
Weiterhin wurden bei einem Vergleich von Verbindungen gemäss der Erfindung mit verschiedenen Sensibilisiermitteln, die bisher für Schwarz- und Weiss-Photographie oder übliche Farbphotographie bekannt waren, festgestellt, dass die üblichen Verbindungen unwirksam für das Auflösungsphysikalische Entwicklungs-System sind. Beispielsweise wird mit Metol, Hydrochinon, alkylsubstituierten Hydrochinonderivaten, p-Aminophenol, Phenidon, Glycin, 2,4-Diaminophenol, Hydroxylamin-hydrochlorid, Polyoxyäthylenglykol (Molekulargewicht etwa I5OO), Semicarbazid-hydrochlorid und dgl., zwar die Geschwindigkeit der Hegativentwicklung erhöht, jedoch wird der Wert Dmax des positiven Bildes so ernsthaft verringert, dass sie in der Praxis nicht mit einem Diffusionsübertragungsfarbmaterial bei Anwendung des Auflösungs-physikalischen Entwicklungs-Systemes
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verwendet werden können. Der Grund für den grossen Unterschied zwischen dem Effekt dieser Sensibilisatoren, wenn sie für Schwarz- und Weiss- oder übliche Farb-Systeme angewandt werden, und der Effekte derselben, wenn sie für das Auflösungs-physikalische Entwicklungs-System angewandt werden, liegt darin, dass beim Auflösungs-physikalisehen Entwicklungs-System das lichtempfindliche Material feine Kerne (von einer Grosse von etwa 0,002 Mikron bis 0,02 Mikron) eines Schwermetalles enthält und die Behandlungslösung ein Lösungsmittel für Silberhalogenid (Komplexbildungsmittel) enthält. Diese Faktoren erfordern zusätzliche Gesichtspunkte, die bei Schwarz- und Weiss- oder üblichen ITarb-Systeinen nicht erforderlich sind. Das heisst, der Effekt der Sensibilisatoren wird durch komplizierte Faktoren vor der Bildung eines positiven Bildes beeinflusst, beispielsweise Auflösungsgeschwindigkeit des Silberhalogenides, Diffusionsgeschwindigkeit des Silberkomplexes in die positive Schicht, Stabilität des Silberkomplexes und Aktivität der physikalischen Entwicklungskerne, welche unterschiedlich von den Schwarz- und Weiss- und üblichen Farb-Systemen sind.
Das heisst, die Geschwindigkeit der Auflösung des Silberhalogenides muss so eingestellt werden, dass die Auflösung des Silberhalogenides nicht der negativen Entwicklung vorhergeht und das Silberkomplexsalz muss eine solche Stabilität besitzen, dass es stabil ist, bis das Silberkomplexsalz die die positiven Kerne enthaltende Schicht (physikalische Entwicklungskerne' enthaltende Schicht) erreicht und muss so rasch als möglich in der Nachbarschaft der in der die positiven Kerne enthaltenden Schicht enthaltenen Kerne zersetzt werden. Auch die Aktivität .der physikalischen Entwicklungskerne ist bis jetzt noch
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nicht klar verständlich. In völlig überraschender Weise wird das Silberkomplexsalz in Gegenwart eines Entwicklungsmittels, eines Alkalis und der Entwicklungskerne zersetzt, Silber auf den Kernen abgeschieden und bei dieser Gelegenheit erfolgt eine Oxidations-Reduktions-Reaktion zwischen dem Silberkomplex und dem Entwicklungsmittel, wobei das oxidierte Entwicklungsmittel mit einem Kuppler unter Freisetzung eines diffundierbaren Farbstoffes reagiert. Es ist sicher, dass die Geschwindigkeit der Färbentwicklung und die Farbdichte auf Grund dieser physikalischen Entwicklung in diesem Fall in starkem Ausmass von der Aktivität der physikalischen Entwicklungskerne abhängig ist. Teilchengrösse, Oberflächenbereich und Art der physikalischen Entwicklungskerne sind wichtige Faktoren. Die vorstehenden üblichen Sensibilisatoren können die Aktivität der physikalischen Entwicklungskerne auf Grund Adsorption an demselben verringern oder sie können eine schlechte Fähigkeit zur Beschleunigung der Auflösung des Silberhalogenides sowie eine schlechte Fähigkeit zur Beschleunigung der Negativentwicklung besitzen.
Die Verbindungen gemäss der Erfindung sind ausgezeichnete Zusätze zu Behandlungslösungen gemäss dem Auflösungsphysikalischen Entwicklungs-System, welche die negative Entwicklung beschleunigen und gleichzeitig die Geschwindigkeit der positiven Farbentwicklung erhöhen.
Von den üblichen bekannten Verbindungen analog zu den Verbindungen gemäss der Erfindung zeigen Diäthanolamin und Triäthanolamin, die als Sensibilisatoren für Schwarz- und Weiss- und übliche Farb-Systeme bekannt sind, keine Effekte zur Beschleunigung der Entwicklung und keine Effekte zur Verbesserung des Kontrastes, wenn sie im Auflösungsphysikalischen Entwicklungs-System angewandt werden. Es
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ist hieraus ersichtlich., dass das Diffusions-physikalische Entwicklungs-System einen· ganz speziellen Bereich darstellt.
Ausser den erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen sindVerbindungen, wie z. B. CH5CH2CH2NH2, KB2CH2CH2CH2HH2 usw. entsprechend der deutschen OLS 2 3OO 772 als Sensibilisiermittel bekannt. Diese Verbindungen besitzen jedoch insofern Schwierigkeiten, als sie den starken aufdringlichen, für Amine spezifischen Geruch besitzen, eine zu starke Reduzierkraft aufweisen und den Schleier der Hegativemulsion erhöhen, so dass sich eine Verringerung der Dichte der Farbbilder einstellt. Die Verbindungen gemäss der Erfindung haben Hydroxylgruppen in ihrem Molekül, besitzen kaum einen Geruch, haben eine geeignete niedrige Reduzierkraft und zeigen eine geeignete Silberhalogenidauflösungsfähigkeit und sind deshalb ausgezeichnet als Zusätze für Behandlungslösungen nach dem Auflösungs-physikalischen Entwicklungs-System. Da die Verbindungen gemäss der Erfindung eine Hydroxylgruppe im Molekül haben, besitzen die höchstens einen geringen Geruch und besitzen eine geeignete niedrige Reduzierkraft, zeigen nicht den Fehler, dass selbst eine nicht-belichtete Emulsion indiskriminiert entwickelt wird und sie besitzen eine geeignete Silberhalogenidauflösungseignung. Deshalb sind sie ausgezeichnete Zusätze zur Behandlungslösungen gemäss dem Auflösungs-physikalischen Entwicklungs-System.
Verschiedene hier angewandte Ausdrücke werden nachfolgend erläutert.
Im Hinblick auf "Diffundierbarkeit" wird, falls eine ausreichende Menge einer Substanz, die in jeder Schicht der Filmeinheit oder in der bei der Behandlung gebildeten Schicht enthalten ist, in eine andere Schicht unter Verur-
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sachung photographischer Effekte diffundiert, diese Substanz als diffundierbar bezeichnet, während eine Substanz, die nur in unzureichender Menge, um irgendwelche photographischen Effekte zu verursachen, diffundiert, als nichtdiffundierbar bezeichnet wird. Wirksame Bestandteile, die durch Massnahmen, wie Assoziation oder Polymerisation nicht diffundierbar gemacht wurden, werden bisweilen als diffusionsbeständig oder beschwert bezeichnet. Diese Ausdrücke werden in der üblicherweise auf dem farbphotographisehen Gebiet angewandten Weise angewandt. Der Grad oder das Ausmass der Diffusion wird etwa bestimmt, indem als Standard die Bedingungen der photographischen Schicht genommen werden, in die die Behandlungsmasse eingedrungen ist. Insbesondere im Hinblick auf die Filmeinheit gemäss der Erfindung wird das Ausmass der Diffusion in geeigneter Weise auf der Basis des Ausmasses der Diffusion in einer hydrophilen Kolloidschicht, beispielsweise einer Gelatineschicht, welche eine alkalische wässrige lösung mit einem pH-Wert von etwa 10 enthält, bestimmt.
Die Ausdrücke "Farbempfindlichkeit" und "Absorption der Farbstoffe" werden in der üblichen Weise angewandt, wie sie im weiten Umfang bei der subtraktiven Farbreproduktionsphotographie angewandt werden.
Die vorliegende Erfindung kann auch auf Systeme angewandt werden, welche Hilfsfarbkorrekturmitt.el zusätzlich zu den drei Hauptfarben enthalten, die bei der subtraktiven Farbreproduktionsphotographie angewandt werden.
Der Kuppler, der in der lichtunempfindlichen Schicht enthalten ist und der einen diffundierbaren Farbstoff liefert, wird in diesem Sinne und Ausmass als farblos bezeichnet, dass der Kuppler keine Absorption des Lichtes im lichtempfindlichen Wellenlängenbereich der den Kuppler
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enthaltenden Einheit besitzt, wobei diese Absorption die Empfindlichkeit der lichtempfindlichen Emulsion stark ver- · ringert, und dass das behandelte lichtempfindliche Element keine Absorption besitzt, die ernsthaft die Eigenschaft des Elementes als negatives Original zur Farbwiedergabe schädigt.
Das im Rahmen der Erfindung eingesetzte Bildverteilungsübertragungsmaterial spielt in jeder lichtempfindlichen Schichteinheit die Rolle der Übermittlung der Informationssteuerung der Bildverteilung. Das heisst, das Material wandert von der negativ-bildweise entwickelten lichtempfindlichen Emulsionsschicht zu einer lichtunempfindlichen, hiermit verbundenen Schicht und bewirkt eine Reduktion des Silbers mit einer umgekehrten positiven Bildverteilung entsprechend dem negativen Bild in der lichtempfindlichen Emulsionsschicht. Das bildverteilungsbildende Material kann entweder
(i) ein Entwicklungsprodukt, das mit der negativen Bildverteilung gleichzeitig mit der Entwicklung der lichtempfindlichen Schicht gebildet wurde oder (ii) eine Substanz, welche anfangs einheitlich in die lichtempfindliche Emulsionsschicht einverleibt wurde und nach der Entwicklung der lichtempfindlichen Emulsionsschicht mit einer negativen Verteilung verbraucht wurde, so dass eine positive Verteilung der Substanz verbleibt, welche mit der Behandlungsmasse diffundierbar gemacht wird, sein.
In der lichtunempfindlichen»Schicht jeder lichtempfindlichen Schichteinheit ist ein ein positives Bild bildendes Material einverleibt, welches die Silberreduktion eines positiven Bildes bei der Einwirkung des Bildverteilungsübertragungsmaterials verursacht oder welches die
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Silberreduktion erleichtert.
Als derartiges Bildumkehrverfahren unter Ausnutzung der Effekte der benachbarten Schicht sind ein Verfahren der Verursachung der Entwicklungssteuerungseffekte des Entwicklungsproduktes aus der lichtempfindlichen Emulsion zur Einwirkung auf die benachbarte praktisch lichtunempfindliche geschleierte Emulsionsschicht und ein Verfahren zur Auflösung der nicht-entwickelten Silberhalogenidkörner in der lichtempfindlichen Emulsionsschicht mit einem Komplexbildungsmittel und Übertragung des aufgelösten Silbers auf die benachbarte, physikalische Entwicklungskerne enthaltende Schicht besonders brauchbar für die Filmeinheit gemäss der Erfindung. Positive Diffusionsübertragungsfarbbilder können durch Behandlung der lichtunempfindlichen Schicht-, die benachbart zur negativen Silberhalogenidemulsionsschicht angebracht ist, und einen einen diffundierbaren Farbstoff freisetzenden Kuppler und physikalische Entwicklungskerne enthält, mit einem Entwickler, der ein Lösungsmittel für Silberhalogenid enthält, erhalten werden. Geeignete Verfahren zur Ausbildung von Umkehrfarbstoffbildern unter Anwendung der physikalischen Entwicklung, die gleichfalls angewandt werden können, sind in der US-Patentschrift 3 227 550 und dgl. beschrieben.
Die mit Ballastgruppe ausgerüsteten Kuppler, welche nicht-diffundierbare Farbstoffe liefern, sind Verbindungen, die sowohl einen Kupplerkernrest, der zur Umsetzung mit dem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmittel unter Bildung einer Farbstruktur ■ fähig ist, und einen hydrophoben Rest mit 8 oder mehr Kohlenstoffatomen enthalten. Die Kupplerkernreste können die in C.E.K.Mees und T.H. James, The Theory of the Photographic Process, 3· Auflage, Seite 383 bis 394-, Hacmillatf (1966)
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und W. Pelz, Farbkuppler, Seite 111 bis 175» Agfa Mitteilungen (Leverkusen) III, Springer (1961) beschriebenen ■ sowie Phenolreste, Anilinreste, offenkettige oder cyclische aktive Methylengruppen enthaltende Reste sein. Der hydrophobe Rest dient zur Verringerung der Löslichkeit des Kupplers in einem wässrigen Medium oder z.ur Verringerung der Diffundierbarkeit desselben in photographischen Schichten durch die Wirkung der Erhöhung der Kohäsivkraft zwischen den Kupplermolekülen oder zwischen dem Kupplermolekül und einer ölartigen Substanz, so dass die intermolekulare Assoziation erhöht wird, oder in ähnlicher Weise. Brauchbare hydrophobe Reste sind geradkettige oder verzweigtkettige Alkylgruppen, wie n-Octylgruppen, 2-Äthylhexylgruppen, tert.-Octylgruppen, n-Nonylgruppen, Triisopropylgruppen, Decylgruppen, n-Dodecylgruppen, 1,1-Dimethylhexadecylgruppen, Stearylgruppen und., dgl., Cycloalkylgruppen, wie 2,4-Di-n-amylcyclohexylgruppen und dgl., Alkenylgruppen,wie Oleylgruppen und dgl'., Arylgruppen, wie Terphenylgruppen und dgl., Haiοgenalkylgruppen, wie 8,9-Dichlorheptadecylgruppen, Perfluoroctylgruppen und dgl., Aikoxyalkylgruppen oder Alkylthiοalkylgruppen, wie 3-n-Dodecyloxypropylgruppen, 2-n-Dodecylthiopropylgruppen und dgl., Alkylarylgruppen, wie 4~tert.-Amylphenylgruppen, p-n-Octylphenylgruppen, 2,4-Di-tert.-Butylphenylgruppen, 2,4-Di-tert.-amylphenylgruppen, 3-n-Pentadecylphenylgruppen und dgl., Alkoxyarylgruppen, wie 3-n-Hexyloxyphenylgruppen, 3-n-Dodecyloxyphenylgruppen, 2-n-Dodecyloxyphenylgruppen und ähnliche Gruppen. Diese hydrophoben Reste können mit dem Kupplerkernrest entweder direkt oder über eine zweiwertige verbindende Gruppe, wie eine Alkylengruppe, Arylengruppe, Oxyalkylengruppe (-O-Alkylengruppe), beispielsweise eine Oxymethylengruppe, eine a-Oxyäthylengruppe, eine ct-Oxypropylengruppe, eine i^-Oxybutylengruppe
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und dgl., eine Amidgruppe, eine Garbamylgruppe, eine Sulfonamidgruppe, eine SuIfamylgruppe, eine Ureidgruppe,
eine Imdigruppe, beispielsweise _jj'
und dgl., eine Carbonylgruppe, eine Carbonyloxygruppe, eine Oxycarbonylgruppe, eine Sulfonylgruppe, eine Sulfonyloxygruppe, eine Oxysulfonylgruppe und dgl., verbunden sein. Bei Kupplerkernen ohne wasserlöslichmachende Gruppen, wie Sulfogruppen oder Carboxygruppen, kann die hydrophobe Gruppe in dem an der Kupplungsstelle angebrachten Substituenten enthalten sein, der durch das Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmittel entfernt wird. Die erfindungsgemäss eingesetzten mit Ballastgruppe ausgerüsteten Kuppler können wasserlöslichmachende Gruppen, wie Sulfogruppen, Carboxylgruppen, Sulfonamidgruppen und dgl. enthalten. Bei den sogenannten Kupplern vom Fischer-Typ, die derartige wasserlöslichmachende Gruppen enthalten, enthalten die hydrophoben Reste vorzugsweise etwa 12 bis 32 Kohlenstoffatome, während bei den sogenannten Kupplern vom oleophilen Schutztyp ohne derartige hydrophile Gruppen, die hydrophoben Reste vorzugsweise etwa '8 bis 32 Kohlenstoffatome enthalten.
Spezifische Beispiele für Ballastgruppen, die die . hydrophobe Gruppe und die Bindungsgruppe enthalten und die besonders für die mit Ballastgruppen ausgerüsteten Kuppler geeignet sind, sind folgende: Fettsäureamidgruppen, wie n-Lauroylamidgruppen, Stearoylamidgruppen, Oleoylamidgruppen und dgl., mit einer Alkyl- oder Alkenylgruppe substituierte Carbamylgruppe, beispielsweise eine N-Lau-
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rylcarbamylgruppe, N-Methyl-N-stearylcarbamylgruppe, eine Oleoylcarbamylgruppe und dgl., substituierte aliphatische Amidgruppen entsprechend den US-Patentschriften 3 337 334 und 3 418 129, α-(2,4-Di-tert.-amylphenoxy)-acetamidgruppen entsprechend der US-Patentschrift 2 600 788, a-(2-,4-Di-sek.-amylphenoxy)-acetamidogruppen entsprechend der britischen Patentschrift 1 149 514, α- oder γ-(3-Pentadecylphenoxy)-butyramidogruppen entsprechend der US-Patentschrift 2 908 573» mit einer Alkylaryloxygruppe substituierte aliphatische Amidgruppen, beispielsweise a-Dimethyl-a-(3-pentadecylphenoxy)-acetamidgruppen, mit einer wasserlöslichmachenden Gruppe substituierte aliphatische Amidgruppen, beispielsweise 1-Octadecenylsuccinmonoamidgruppen, a-Sulfostearoylamidgruppen und dgl., Alkoxygruppen wie Octadecyloxygruppen und dgl, Estergruppen, wie Cetyloxycarbonylgruppen entsprechend den US-Patentschriften 3 409 439 und 3 551 155, SuIfamylgruppen, wie Ν,Ν-Dioctylsulfamylgruppen und ähnliche Gruppen.
Als Kerne für den Kuppler zur Lieferung eines gelben Farbstoffes sind ein cc-Acylacetamidrest und besonders bevorzugt ein a-Acylacetanilidrest brauchbar. Diese Reste können mit den vorstehenden Ballastgruppen, die den hydrophoben Rest in der Acy1amido(anilino)-gruppe und den entfernbaren Rest an der Kupplungsstelle enthalten, verbunden sein. Die vorstehend geschilderten Kupplerkerne können weiterhin mit Substituenten, wie Halogenatomen, Alkyl-gruppen, Alkoxygruppen, Amyloxygruppen, Carbonylgruppen, SuIfogrupp en, Alkoxycarbonylgrupp en, SuIfamylgruppen, Acylamidgruppen, Sulfonamidgruppen, Aminogruppen, Nitrogruppen, Cyangruppen und dgl., substituiert sein.
Die mit Ballastgruppen ausgerüsteten Kuppler, die vorteilhafterweise im Rahmen der Erfindung verwendet werden
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können und nicht-diffundierbare gelbe Farbstoffe liefern, können unter den üblicherweise bekannten gelben Kupplern, wie in Mees und James, supra und Pel, supra, beschrieben, gewählt werden. a-Benzoylacetamidkuppler mit einer wasserlöslichmachenden Gruppe, wie BIOS 1901, FIAT 943 und Japanische Patent-Veröffentlichung 6030/65 beschrieben, oleophile a-Benzoylacetamidkuppler entsprechend den US-Patentschriften 2 407 210, 2 875 057, 3 409 439, . 3 551 155, 3 551 156, 3 649 276, 3 685 995, sowie der britischen Patentschrift 1 286 411 beschrieben, a-Pivaloylacetamidkuppler entsprechend der US-Patentschrift 3 265 506 und ähnliche Verbindungen sind besonders brauchbar für die Praxis gemäss der Erfindung. Darüberhinaus kann ein in der α-Stellung dieser a-Acylacetamidgruppen befindliches Wasserstoffatom durch einen Rest substiuiert sein, der als Anion entfernt werden kann, beispielsweise eine Arylthiogruppe, eine heterocyclische Thiogruppe, ein Halogenatom, wie ein Fluoratom entsprechend der US-Patentschrift 3 277 155, eine Thiocyangruppe entsprechend der .US-Patentschrift 3 253 924, eine Acyloxygruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 447 928, eine Aryloxygruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 408 194, eine Sulfonyloxygruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 415 652, eine Diacylaminogruppe entsprechend der deutschen OLS 2 213 461 und dgl.
Typische bevorzugte gelbe Kuppler umfassen die folgenden Kuppler:
X-1) a-(4-Stearoylaminobenzoyl)-aceto-3,5-d.icarboxyanilid Y-2) α-/Ά- (a-0ctadecenylsuccinmonoamido)-benzoyl7-aceto-
2-methoxy-5-carboxyanilid
Y-3) a-(4-0ctadecyloxybenzoyl)-aceto-2-methoxy-5-sulfoanilid-Kaliumsalz
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Υ-4) α- 3-/ä-(2,4-Di-tert.-amylphenoxy)-butyramido7-benzoyl
aceto-2-methoxyanilid
Υ-5) a-(4-Methoxybenz'pyl)-aceto-2-chlor-5-/ä-(2,4-di-
tert.-amylphenoxy)-butyramido7-anilid Y-6) a-Benzoylaceto^-chlor-fj-dodecylcarbonylanilid Y-7) a-(2-Methoxybenzoyl)-aceto-2-chlor-5-tetradecyloxy-
carbonylanilid
Y-8) a-(2-Methylbenzoyl)-aceto-2-chlor-5-^lr,N-bis-(2-
äthylhexyl)-sulfamyl7-anilid
Y-9) a-(2-Methoxybenzoyl)-a-(5»5-dimethyl-3-hydantoinyl)-aceto-2-chlor-5-Zä-(2,4-di-tert.-amylphenoxy)-butyr-
amid£>7-aniiid
Y-10) a-Pivaloyl-a-(4-carboxyphenoxy)-aceto-2-chlor-5-/ä-(3-pentadecylphenoxy)-butyramido7-aniIid
Als Kerne für die erfindungsgemäss einsetzbaren Kuppler zur Lieferung von Magentafarbstoffen sind 5-Pyrazolonreste, Pyrazolobenzimidazolreste, Indazolonreste und 1-H-Pyrazolo/3ii7-s-triazolreste brauchbar. Insbesondere sind 1-Aryl-5-pyrazolone brauchbar. Im Rahmen der Erfindung können 5-Pyrazolonverbindungen, die in der 1-Stellung eine unsubstituierte Phenylgruppe oder eine mit einem Halogenatom, einer Alkylgruppe, einer Alkoxygruppe, einer Aryloxygruppe, einer Acylaminogruppe, einer Sulfonamidgruppe, ein er Carbamylgruppe, einer Sulfamylgruppe, einer Alkoxycarbonylgruppe, einer Cyangruppe, einer Nitrogruppe, einer Carboxylgruppe, einer Sulfogruppe und dgl. substituierte Phenylgruppe besitzen, und 5-Pyrazolonverbindungen, die in der 3-Stellung mit einer Alkylgruppe, einer Alkoxygruppe, einer Aryloxygruppe, einer Aminogruppe, beispielsweise einer Anilinogruppe und dgl., einer Acylaminogruppe, einer Sulfonamidgruppe, einer Ureidgruppe, einer Carbamylgruppe, einer Alkoxycarbonylgruppe und dgl.,
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substituiert sind, mit grossem Vorteil verwendet werden. Auch die entsprechenden acylierten Produkte dieser 5-Pyrazolverbindungen können in gleicher Weise gebraucht werden. Die einen hydrophoben Rest umfassende Ballastgruppe ist vorteilhafterweise in dem Substituenten in der 1- oder 3-Stellung der 5-Pyrazolonverbindungen enthalten.
Die mit Ballastgruppe ausgerüsteten Kuppler, die vorteilhafterweise im Rahmen der Erfindung verwendet werden können und nicht-diffundierbare Magentafarbstoffe liefern, können aus den bekannten und in Mees und James, supra, und Pelz, supra, und in sonstigen Literaturstellen beschriebenen gewählt werden. 1-Phenyl-3-alkyl-5-pyrazolonkuppler, die eine wasserlöslichmachende Gruppe enthalten, wie sie in BIOS 1901, I1IAT 943 beschrieben sind, 3-Alkoxy-5-pyra^olonkuppler entsprechend der US-Patentschrift 2 439 098, 3-Acylamino-5-pyiiazolonkuppler entsprechend den US-Patentschriften 2 600 788, 3 062 653 und dgl., 3-Amino-5-pyrazolonkuppler entsprechend der britischen Patentschrift 856 261 und der deutschen OLS 2 015 .867, 3-Arylureido-5-pyrazolonkuppler entsprechend der US-Patentschrift 3 558 319 und ähnliche Verbindungen sind besonders brauchbar für die Praxis gemäss der Erfindung. Weiterhin kann ein Wasserstoffatom der aktiven Methylengruppe in der ^-Stellung der 5-Pyrazolone mit einem Rest, welcher durch das Oxidationsprodukt des aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmittel entfernt werden kann, substituiert sein, beispielsweise eine Arylazogruppe, eine heterocyclische Azogruppe, eine Arylthiοgruppe, eine heterocyclische Thiogruppe, eine Thiocyangruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 253 924, eine Aryloxygruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 4-19 391» eine Acyloxy-
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gruppe entsprechend der TJS-Pat ent schrift 3 311 4-76, eine Triazolylgruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 4-15 652, eine Alkoxycarbonyloxygruppe, eine Aryliden- oder Alkylidengruppe entsprechend den US-Patentschriften 2 706 683, 2 618 641, 3 468 666 und ähnliche Gruppierungen.
Typische bevorzugte magentabildende Kuppler umfassen die folgenden Kuppler:
M-1) 1-(3-Sulfo-4-phenoxyphenyl)-3-heptadecyl-5-pyrazolon-Kaliumsalz
M-2) 1-Phenyl-3-(a-octadecenylsuccinmonoamido)-5-pyrazolon M-3) 1-Phenyl-3- £2-chlor-4-ZB-n-(4-dodecylphenyl)-acetylamino-ß-carboxypropylamino7-anilinoj -5-pyrazolon
M-4) 1-Phenyl-3-{3-/öc-(2,4-di-sek.-amylphenoxy)-acetamido7-
benzoylamido^-5-pyrazolon
M-5) 1-(2,4,6-Trichlorphenyl)-3-^3-/ä-(2,4-di-tert.-&.mylphenoxy)-butyramido7-benzoylainidoj-5-pyrazolon
M-6) 1-Phenyl-3-£3-Zöc-(3-pentadecylphenoxy)-butyramid_o7-
phenylJ-ureido-5-pyrazolon
M-7) 1-(2,6-Dichlor-4-methoxyphenyl)-3-{3-/^-2i4-ditert.-amylphenoxy)-butyramido7-phenylureido^-5-pyra-
zolon
M-8) 1-(2,4,6-Trichlorphenyl)-3-(2-dalor-5-myristoyl-
amidoanilino)-5-pyrazolon
M-9) 1-Phenyl-3-(2-chlor-5-tetradecyloxycarbonylanilino)-
5-pyrazolon
M-1O) 1-(2,4,6-Trichlorphenyl)-^-/3-^a-(2,4-di-tert.-amylphenoxy)-acetamidoJ-benzamid£7-5-pyi'azonyl(4)-
benzylcarbonat
M-11) 1-(2,4,6-Trichlorphenyl-3-(2,4-dichloranilino)-4-
(3-N-octadecylcarbamylphenylthio)-5-pyrazolon M-I2) 1-(2,4,6-Trichlorphenyl)-3-/3-ia-(2,4-di-tert.-
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amylphenoxy)-acetamidoJ-benzamidq7-4-(4--methoxyphenylazo)-5-pyrazolon
Als Kerne für Kuppler, die erfindungsgemäss zur Lieferung von Cyanfarbstoffen verwendet werden können, sind Verbindungen mit einer phenolischen' Hydroxylgruppe, insbesondere phenolische Verbindungen und oc-naphtholische Verbindungen, brauchbar. Von diesen sind mit einer Acylaminogruppe in der o- oder m-Stellung substituierte Phenolderivate und mit einer Carbamylgruppe in der 2-Stellung substituierte a-Naphtholderivate besonders brauchbar. Die einen hydrophoben Rest enthaltende Ballastgruppe' ist üblicherweise in die Kupplerkerne als Acylaminogruppe oder als Carbamylgruppe eingeführt. In diesen Kupplern ist die p-Stellung zur Hydroxylgruppe die Reaktionsstelle mit dem oxidierten aromatischen primären Amin als Farbentwicklungsmittel. Diese Reaktionsstelle kann entweder unsubstituiert sein oder mit einem Rest, der durch das oxidierte Entwicklungsmittel entfernt werden kann, substituiert sein. Andere Kernstellungen können mit einem Halogenatom, einer Alkylgruppe, einer Alkoxygruppe, einer Aryloxygruppe, einer Acylaminogruppe, einer Sulfonamidgruppe, einer Carbamylgruppe, einer Sulfamylgruppe, einer Alkoxycarbonylgruppe, einer Cyangruppe, einer Nitrogruppe, einer Carboxylgruppe, einer Sulfogruppe, einer heterocyclischen Gruppe, beispielsweise einer 2-Triazolylgruppe, einer 2-ImidazoIyIgruppe und dgl., und ähnlichen Gruppen substituiert sein. Die phenolische Hydroxylgruppe kann 'in die acylierte Form überführt sein, die durch eine alkalische wässrige Lösung hydrolysiert werden kann. Die mit Ballastgruppen ausgerüsteten Kuppler, die vorteilhafterweise im Rahmen der Erfindung verwendet werden können und nicht-
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diffundierbare Cyanfarbstoffe liefern, können aus den bekannten Kupplern gewählt werden, wie sie in Mees und James, supra, und durch Pelz, supra, oder durch weitere Literaturstellen beschrieben sind. 2-Naphthamidkuppler mit einer Sulfo'gruppe, entsprechend BIOS 1901, E1IAT 94-3, Acylaminophenolkuppler entsprechend den US-Patentschriften 2 367 531, 2 369 929, 2 423 730, Diacylaminophenolkuppler entsprechend den US-Patentschriften 2 772 162 und .2 895 826, öllösliche 2-Naphthamidkuppler entsprechend der US-Patentschrift 2 474 293, li,]!f-di-substituierte Naphthamidkuppler entsprechend der US-Patentschrift 3 591 383 und ähnliche Kuppler sind besonders brauchbar. Diese Phenolderivate können auch in der 4-Stellung mit einem Halogenatom, wie einem Fluoratom oder einem Chloratom, einer Arylazogruppe, einer heterocyclischen Azogruppe, einer Arylthiοgruppe, einer heterocyclischen Thiogruppe, einer Alkoxygruppe, einer Aryloxygruppe, einer Thiocyangruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 253 924, einer Imidgruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 458 315, einer Aminomethylgruppe entsprechend der US-Patentschrift 3 419 390 oder ähnlichen Gruppen substituiert sein.
Typische bevorzugte cyanbildende Kuppler umfassen die folgenden Kuppler:
C-1) 1-Hydroxy-4-sulfo-U-octadecyl-2-naphthamid-Natrium-
salz
C-2) i-Hydroxy-21-(N-methyl-N-octadecylamino)5'-sulfo-
2-naphthanilid-Kaliumsalz
C-3) 1-Hydroxy-F-/B-(a-sulfostearoylamido)-äthypl7-2-
naphthanilid-Hatriumsalz
C-4) 1-Hydroxy-Ii-ZY-(2,4-di-tert.-amylphenoxy)-propyl/-
2-naphthamid
C-5) 1-Hydroxy-4-chlor-N-dodecyl-2-naphthamid
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C-6) 1-Hydroxy-2'-chlor-5l-^/B-(2,4-di-tert.-amylphenoxy)-
äthox27-carbonylj— 2-naphthanilid C-7) 4,6-Dichlor-5-methyl-2-/ä-(2,4-di-4;ert.-amylphenoxy)-
butyramidoj-pheno1
C-8) 2-Heptafluorbutyramido-5-/ä-(2,4-di-tert.-amyl-
phenoxy ) - caproyl amino7-pb.eno 1
C-9) 1-Hydroxy-4-(2-äthoxycarbonylphenylazo)-N-(2-äthylhexyl)-2-naphthamid
Die Kuppler, die im Rahmen der Erfindung zur Lieferung von diffundierbaren Farbstoffen verwendet werden können, sind reaktionsfähige, nicht-diffundierbare, praktisch farblose Verbindungen, welche zur Kupplung mit dem oxidierten Entwicklungsmittel fähig sind und welche infolge der Kupplungsreaktion einen in der Entwicklungsmasse löslichen und diffundierbaren Farbstoff freisetzen. Derartige Kuppler lassen sich durch die folgende allgemeine Formel wiedergeben:
(Cp) - L - (Bl)
worin Cp eine kupplungsreaktive Struktureinheit bedeutet, worin die Kupplungsstellung mit dem (Bl)-L-Rest substituiert ist, und wenn der Kuppler in Kombination mit einem Entwicklungsmittel ohne eine wasserlöslichmachende Gruppe, beispielsweise einer SuIfοgruppe oder Carboxylgruppe, verwendet wird, enthält der Cp-Rest eine wasserlöslichmachende Gruppe, beispielsweise eine Sulfogruppe, eine Carboxyl-
gruppe, eine Sulfonamidgruppe und dgl., in mindestens einer Mcht-Kupplungsstellung. Für die als Cp verwendete kupplungsreaktive Struktureinheit können zahlreiche funktioneilen Gruppen, die für die oxidative Kupplungs-
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reaktion mit einem aromatischen primären Amin als Farbentwicklungsmittel bekannt sind, als Beispiele aufgeführt werden. Die vorstehend als Kerne für Kuppler, die nichtdiffundierbare Farbstoffe liefern, angegebenen können in gleicher Weise eingesetzt werden. Geeignete Beispiele umfassen Phenole, Aniline, cyclische oder offenkettige aktive Methylenverbindungen und Hydrazone. Spezifische Beispiele für besonders brauchbare reaktive Struktureinheiten umfassen diejenigen, welche sich von acylaminosubstituierten Phenolen, i-Hydroxy-2-naphthoesäureamiden, N,N-Dialkylanilinen, 1-Aryl-5-pyrazolonen, wobei die J-Stellung mit einer Alkylgruppe, einer Arylgruppe, einer Alkoxygruppe, einer Aryloxygruppe, einer Aminogruppe, einer Acylaminogruppe, einer Ureidgruppe oder einer SuIf onamidgruppe substituiert ist, Pyrazolobenzimidazole, Pyrazolotriazole, a-Cyanacetophenone und oc-Acylacetaniliden ableiten.
Die verbindende Gruppe oder Bindungsgruppe L, deren Bindung zur Kupplerstruktureinheit durch das oxidierte Entwicklungsmittel gespalten wird, kann eine Azogruppe, eine Azoxygruppe, eine Mercurylgruppe (-Hg-), eine Oxygruppe, eine Thiogruppe, eine Dithiogruppe, eine Triazolylgruppe, eine Diacylaminogruppe, eine Acylsulfonaminogruppe
(O=C SOp)* eine Acyloxygruppe, eine Sulfonyloxy-
gruppe oder eine Alkylidengruppe sein. Von diesen sind be sonders eine Oxygruppe, eine Thiogruppe, eine Dithiogruppe, eine Diacylaminogruppe, eine Acyloxygruppe und dgl., die als Anion entfernt werden, brauchbar, da eine grosse Menge des diffundierbaren Farbstoffes freigesetzt wird. Die Kupplungsstellung der Kupplungsstruktureinheit
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des Phenols, oder Naphthols ist vorzugsweise mit einer über eine Oxygruppe, eine Thiogruppe oder eine Diacyloxygruppe verbundene Gruppe substituiert. Auch die Kupplungsstellung des Pyrazolone ist vorzugsweise mit einer Azogruppe, einer Thiogruppe, oder einer Acyloxygruppe substituiert und die Kupplungsstellung des Acylacetanilids ist vorzugsweise mit einer Oxygruppe, einer Thiogruppe oder einer Diacylaminogruppe substituiert. Die in den durch Bl wiedergegebenen Resten enthaltenen hydrophoben Reste sind praktisch die gleichen wie die vorstehend geschilderten hydrophoben Gruppen der Kuppler zur Lieferung nicht-diffundierbarer Farbstoffe und erteilen die Kohäsionskraft zwischen den Kupplermolekülen in einem wässrigen Medium, so dass die Moleküle nicht diffundierbar in dem das lichtempfindliche Material bildenden hydrophilen Kolloid werden. Als hydrophobe Reste können substituierte oder unsubstituierte Alkylgruppen, Alkenyl gruppen, Ar alkyl gruppen oder Alkylarylgruppen mit 8 oder mehr Kohlenstoffatomen vorteilhaft verwendet werden. Spezifische Beispiele umfassen Laurylgruppen, Stearylgruppen, Oleylgruppen, 3-n-Pentadecyl- . phenylgrupp en, 2,4-Di-t ert.-amylphenoxygrupp en und dgl. Diese hydrophoben Reste können direkt oder über eine zweiwertige Bindung, wie eine Amidbindung, Ureidbindung, Ätherbindung, Esterbindung oder Sulfonamidbindung an die Reste, wie Arylgruppen oder heterocyclische Gruppen zur Bildung des Restes Bl gebunden sein. Die in den Resten entsprechend Cp enthaltene wasserlöslichmachende Gruppe ist eine saure Gruppe, die praktisch zur Dissoziation in der Behandlungsmasse fähig ist oder ein Vorläufer, der eine derartige saure Gruppe bei der Hydrolyse liefert. Insbesondere sind saure Gruppen mit einem pKa von nicht mehr als etwa 11 brauchbar. Beispiele derartiger Gruppen
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sind Sulfogruppen, Schwefelsäureestergruppen (-0-SO^H), Carboxylgruppen, Sulfonamidgruppen, Diacylaminogruppen, Cyansulfonamidnogruppen, phenolische Hydroxylgruppen und dgl.
Die einen diffundierbaren Farbstoff freisetzenden Kuppler, die im Eahmen der Erfindung verwendet werden können, erleiden bei der Umsetzung mit dem oxidierten Entwicklungsmittel eine Spaltung der L-Cp-Bindung und liefern einen löslichen Farbstoff, der ein oxidatives Kupplungsreaktionsprodukt zwischen Cp und dem Entwicklungsmittel darstellt, sowie ein nicht-diffundierbares praktisch farbloses abgespaltenes Produkt, das sich von Bl-L- ableitet. Der erhaltene lösliche Farbstoff diffundiert in die Bildaufnahmeschicht und bildet dort das Farbstoffbild.
Geeignete diffundierbare färbstoffliefernde Kuppler, die im Rahmen der Erfindung mit Vorteil verwendet werden können, umfassen die folgenden Kuppler:
α- (4— Methoxybenzoyl )-ct-( 3-octadecylcarbamylphenylthio )-3,5-dicarboxyacetanilid
a-Pivalyl-a-(3-οetadecylcarbamylphenylthio)-4-sulfο-acetanilid-Kaliumsalz
1-Phenyl-3-(3,5-dicarboxyanilino)-4-(3-octadecylcarbamylphenylthio )-5-pyrazolon
1-Phenyl-3- ( 3»5-disulf obenzoylamino )-5- (2-hydroxy-4-n-pentadecylphenylazo )-5-pyrazolon
Λ-/\- (3,5-Dicarboxybenz amido )-phenyl7-3-äthoxy-4-(3-octadecylcarbamylthio)-5-pyrazolon
1-Hydroxy-4-(3-οctadecylcarbamylphenylthiο)-N-äthy1-3',5'-dicarboxy-2-naphthanilid
1-Hydroxy-2!—(n-o et ade cyl succinimido )-N-äthyl-3' , 5' carboxy-2-naphthanilid.
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Andere spezifische Beispiele für einen diffundierbaren Farbstoff freisetzende Kuppler und deren Herstellungen sind in den britischen Patentschriften 84-0 731, 904 364, 1 085 631 und den US-Patentschriften 3 476 563, 3 644 und 3 419 391 beschrieben.
Die aromatischen primären Amine als Entwicklungsmittel, die erfindungsgemäss verwendet werden können, umfassen vorteilhafterweise p-Aminophenole, p-Phenylendiamine und Derivate hiervon. Insbesondere sind 2-Chlor-4-aminophenol, 2,6-Dichlor-4-aminophenol, 4-Amino-N,N-diäthyl-3-methylanilin, Ν,Ν-Biäthyl-p-phenylendiamin, N-iLthyl-ß-methansulfonamidoäthyl-3-methyl-4-aminoanilin, 4-Amino-N-äthyl-N-(£-sulfobutyl)-anilin, 4-Amino-N-äthyl-N-(ß-hydroxyäthyl)-anilin, 4-Amino-3-methyl-N-äthyl-N-(ß-hydroxyäthyl)-anilin, 4-Amino-N-äthyl-N-(ß-carboxyäthyl)-anilin, 4-Amino-N,N-bis-(ß-hydroxyäthyl)-3-methyIanilin, 3-Acetamido-4-amino-N,N-(ß-hydroxyäthyl)-anilin, 4-Amino-N-äthyl-N-(2,3-dihydroxypropyl)-3-niethylanilin, 4-Amino-N,N,diäthyl-3-(3~ hydroxypropoxy)-anilin, 4-Amino-N-äthyl-N-(ß-hydroxyäthyl)-3-methoxyanilin und die Salze dieser Aniline, wie das Hydrochloride Sulfat, Oxalat, p-Toluolsulfonat und dgl., brauchbar. Weiterhin können Vorläufer der Entwicklungsmittel, wie Schiffsche Basen dieser Aniline und Phthalimide verwendet werden und sind brauchbar, da sie zu dem lichtempfindlichen Element zugesetzt werden können.
Die mit Ballastgruppe ausgerüsteten Kuppler können in einem Träger oder einem hydrophilen Kolloid unter Anwendung verschiedener Verfahren in Abhängigkeit von der Art des das Farbbild liefernden Materials dispergi-ert werden. Beispielsweise können Kuppler mit einer dissoziierenden Gruppe, beispielsweise Sulfogruppe oder Carboxylgruppe, zu der hydrophilen Kolloidlösung nach ihrer Auf-
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lösung in Wasser oder einer alkalischen wässrigen Lösung zugesetzt werden. Kuppler, die in einem wässrigen Medium gering löslich sind und in einem organischen Lösungsmittel leicht löslich sind, werden zunächst in einem organischen Lösungsmittel gelöst und dann wird die erhaltene Lösung zu der hydrophilen Kolloidlösung zugesetzt und dann gerührt, um die Lösung in Form feiner Teilchen zu dispergieren. Geeignete Lösungsmittel sind Ithylacetat, Tetrahydrofuran, Methyläthylketon, Cyclohexanon, ß-Butoxy-ß-äthoxyäthylacetat, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, 2-Methoxyäthanö.l,Tri-n-butylphthalat und dgl. Von diesen Dispersionslösungsmitteln können diejenigen Lösungsmittel, welche einen verhältnismässig hohen Dampfdruck haben, bei der Trocknung der photographischen Schichten abgedampft werden oder können unter Anwendung des in den US-Patentschriften
2 322 027 und 2 801 171 angegebenen Verfahrens vor dem Aufziehen abgedampft werden. Von derartigen Dispersionslösungsmitteln können diejenigen Lösungsmittel, welche in Wasser leicht löslich sind, durch Wäsche mit Wasser entsprechend den in den US-Patentschriften 2 94-9 360 und
3 396 027 angegebenen Verfahren entfernt werden.
Um die Dispersion des Kupplers zu stabilisieren und die Farbbildausbildungsstufe zu beschleunigen, ist es vorteilhaft, in das lichtempfindliche Element ein Lösungsmittel, welches praktisch in Wasser unlöslich ist und einen Siedepunkt von nicht weniger als etwa 200° C bei gewöhnlichem Druck hat, zusammen mit dem Kuppler einzuverleiben. Geeignete hochsiedende Lösungsmittel, die für diesen Zweck geeignet sind, umfassen Fettsäureester, wie Triglyceride höherer Fettsäuren und Dioctyladipat, Phthalsäureester, wie Di-n-Butylphthalat, Phosphorsäureester, wie Tri-ocresylphosphat und Tri-n-hexylphosphat, Amide, wie N, N-
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Diäthyllaurylamide, Hydroxylverbindungen, wie 2,4—Di-namylphenol und dgl., Um weiterhin die Dispersion des Kupplers zu stabilisieren und die Stufe der Farbbildausbildung zu beschleunigen, ist es vorteilhaft, in das lichtempfindliche Element ein Polymeres mit einer Affinität für das Lösungsmittel zusammen mit dem Kuppler einzuverleiben. Polymere mit einer Affinität für das Lösungsmittel, die für diesen Zweck geeignet sind, umfassen Schellak, Phenolformaldehyd-Kondensate, Poly-n-b utylacrylat, n-Butylacrylat-Acrylsäure-Copolymere, n-Butylacrylat-Styrol-Methacrylamid-Copolymere und ähnliche Materialien. Diese Polymeren können in einer organischen Lösung zusammen mit dem Kuppler dispergiert werden und dann in dem hydrophilen Kolloid dispergiert werden oder können als das durch Emulsionspolymerisation oder dgl. hergestellte Hydrosol zu der Dispersion des Kupplers im hydrophilen Kolloid zugesetzt werden.
Im allgemeinen kann die Dispersion' des Kupplers wirksam unter hohen Scherkräften ausgeführt werden. Beispielsweise sind ein Hochgeschwindigkeits-Drehmischer, eine Kolloidmühle, ein Hochdruckmilchhomogenisator, ein Hochdruckhomogenisator entsprechend der britischen Patentschrift 1 304 264·, ein Ultraschallemulgierapparat und dgl. brauchbar. Die Anwendung eines oberflächenaktiven Mittels als. Emulgierhilfsmittel fördert markant die Dispersion des das Farbbild liefernden Materials. Typische oberflächenaktive Mittel, die für die Dispergierung des das Farbbild liefernden Materials im Rahmen der Erfindung brauchbar sind, sind Natriumtriisopropylnapthalinsulfonat, Natriumdinonylnaphthalinsulfonat, Natrium-p-dodecylbenzolsulfonat, Natriumdioctylsulfosuccinat, Hatriumcetylsulfat und die in der japanischen Patentveröffentlichung 4-293/64· beschriebenen anionischen oberflächenaktiven Mittel.
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Die kombinierte Anwendung dieser anionischen oberflächenaktiven Mittel und höherer fettsäureester von Anhydrohexitol zeigt besonders gute Emulgiereigenschaften, wie in der US-Patentschrift 3 676 14-1 angegeben.
•Die erfindungsgemäss verwendbaren Silberhalogenidemulsionen sind kolloidale Dispersionen von Silberchlorid, Silberbromid, Silberchlorbromid, Silberbromjodid,. Silberchlorbromjodid oder Gemischen hiervon. Die Halogenidzusammensetzung. ist abhängig von dem Zweck des Endgebrauches des lichtempfindlichen Materials und den Behandlungsbedingungen. Insbesondere sind eine Silberbromjodidemulsion oder eine Silberchlorbromjodidemulsion mit einem Gehalt von etwa 1 Mol% bis 10 Mo1% Jodid, nicht mehr als etwa 30 Mol% Chlorid, Rest Bromid, günstig. Die geeigneten Silberhalogenidkörner haben eine mittlere Korngrösse von etwa 0,1 Mikron bis etwa 2 Mikron. Pur einige Endverwendungszwecke des lichtempfindlichen Materials werden Silberhalogenide mit einheitlichen Korngrösse bevorzugt. Die Körner können in kubischer Form, octaedrischer Form oder in Mischkristallform vorliegen. Diese Silberhalogenidemulsionen können unter Anwendung bekannter üblicher Verfahren, wie in P. Glafkides, Chimie Photographique, 2. Auflage, Kapitel 18 bis 23, Paul Hontel, Paris (1957) beschrieben, hergestellt werden. Das heisst, ein lösliches Silbersalz, wie Silbernitrat und ein wasserlösliches Halogenid, wie Kaliumbromid, werden miteinander in Gegenwart einer Lösung' eines Schutzkolloides, wie Gelatine umgesetzt und die Kristalle der Entwicklung in Gegenwart von überschüssigem Silberhalogenid oder einem Lösungsmittel für Silberhalogenid, wie Ammoniak, überlassen. Bei dieser Gelegenheit kann ein Einzel- oder Doppeldüsenverfahren oder ein pAg gesteuertes Doppeldüsenverfahren als Ausfäl-
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längsverfahren angewandt werden. Die Entfernung der löslichen Salze auf der Emulsion kann durch Waschen oder Dialyse der kaltverfestigten Emulsion, durch Kombination der Zugabe eines Sedimentiermittels, wie eines anionischen Polymeren mit Sulfongruppen, Schwefelsäureestergruppen oder Carboxylgruppen oder anionischen oberflächenaktiven Mitteln und Einstellung des pH-Wertes oder .durch die Kombination des Gebrauches eines acyli'erten Proteins, wie phthaioylierter Gelatine als Schutzkolloid und Einstellung des pH-Wertes, um dadurch Sedimentierung zu verursachen, bewirkt werden.
Die im Rahmen der Erfindung verwendeten Silberhalogenidr emulsionen werden vorzugsweise einer chemischen Sensibilisierung unter Anwendung einer Wärmebehandlung unter Einsatz der in Gelatine enthaltenen natürlichen Sensibilisatoren, Schwefelsensibilisatoren, wie Natriumthiosulfat oder If,U,IT'-Trimethylthioharnstoff, Goldsensibilisatoren, Thiocyanat-Komplexsalzen oder Thiosulfat-Komplexsalzen von einwertigem Gold oder reduzierenden Sensibilisatoren, wie Zinn(II)-Chlorid oder Hexamethylentetramin unterworfen. Auch können gemäss der Erfindung Emulsionen verwendet werden, die zur Bildung latenter Bilder auf der Oberfläche der Silberhalogenidkörner neigen und Emulsionen, die zur Bildung latenter Bilder innerhalb der Silberhalogenidkörner neigen, wie in den US-Patentschriften.2 592 550, 3 206 313 und dgl. beschrieben.
Die gemäss der Erfindung verwendbaren Silberhalogenidemulsionen können durch Zusätze, wie beispielsweise.4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden, 5-Nitroimidazol, i-Phenyl-5-mercaptotetrazol, 8-Chlormercurichinolin, Benzolsulfinsäure, Pyrocatechin und dgl., stabilisiert werden. Ferner eignen sich auch anorganische Verbindungen z. B.
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Cadmiumsalze, Quecksilbersalze, Kociplexsalze von Metallen der Platingruppe, wie "beispielsweise das Chlorkomplexsalz von Palladium und dgl., zur Stabilisierung des lichtempfindlichen Materials der Erfindung. Ferner können Silberhalogenid emulsion en gemäss der Erfindung verwendet werden, die sensibilisierende Verbindungen, z. B. eine Polyäthylenoxidverbindung enthalten.
Die erfindungsgemäss verwendbaren Silberhalogenidemulsionen können gegebenenfalls eine durch optische Sensibilisierungsfarbstoffe erweiterte Farbempfindlichkeit "besitzen. Geeignete optische sensibilisierende Farbstoffe sind Cyanine, Merocyanine, holopolare Cyanine, Styryle, Hemicyanine, Oxanole, Hemioxanole und dgl. Spezifische Beispiele optischer Sensibilisierungsmittel sind in der vorstehend beschriebenen Literaturstelle P. Glafkides,. Kapitel 35 bis 41 und F,M. Hamer, The Cyanine Dyes and Related Compounds (Interscience) beschrieben. Insbesondere' sind Cyanine, in denen ein Kernstickstoffatom mit einer aliphatischen Gruppe, die eine Hydroxygruppe, eine Carboxygruppe oder eine Sulfogruppe aufweist, substituiert ist, beispielsweise die in den US-Patentschriften 2 503 776, 3 459 553 und 3 177 210 beschriebenen zur Durchführung der Erfindung besonders geeignet.
Die erfindungsgemäss verwendeten für Behandlungsmasse durchlässigen Schichten, wie beispielsweise die Silberhalogenidemulsionsschicht, die Farbstoffbild lieferndes Material enthaltende Schicht und die Hilfsschichten, z. B. eine Schutzschicht, eine Zwischenschicht und dgl., enthalten ein hydrophiles Polymeres als Binder. Geeignete hydrophile Polymere sind Gelatine, Casein, mit Acylierungsmitteln oder dergleichen modifizierte Gelatine, mit Tinylpolymerem gepfropfte Gelatine, Proteine, wie beispiels-
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weise Albumin, Cellulosederivate, z. B. Hydroxyäthylcellulose, Methylcellulose, Carboxymethylcellulose und dgl,, Polyvinylalkohol, ein partiell hydrolysiertes Produkt von Polyvinylacetat, Polyvinylpyrrolidon, !Ticht-Elektrolyte mit hohem Molekulargewicht, z. B. Polyacrylamid, Polyacrylsäure, ein partiell hydrolysiertes Produkt von Polyacrylamid, anionische synthetische Polymere, wie beispielsweise Vinylmethyläther-Maleinsäure-Copolymere, M-Vinylimldazol-Acrylsäure-Acrylamid-Copolymere, synthetische Polymere amphoterer Elektrolyte, wie "beispielsweise Polyacrylamid, das der Hofmann-Reaktion unterworfen worden ist. Diese hydrophilen Polymeren können allein oder in Kombination verwendet werden. Ferner können diese hydrophilen Polymerschichten eine latexartige Polymerdispersion hydrophober Monomerer, wie beispielsweise ein Alkylacrylat, ein Alkylmethacrylat und dgl., enthalten. Diese Polymeren, insbesondere Polymere mit furiktionellen Gruppen, wie beispielsweise einer Aminogruppe, einer Hydroxygruppe oder einer Carboxygruppe, können mit verschiedenen Vernetzungsmitteln unlöslich gemacht werden ohne Verlust der Durchlässigkeit für die Behandlungslösung. Zu besonders geeigneten Vernetzungsmitteln gehören Aldehydverbindungen, z. B. Formaldehyd,, Glyoxal, Glutaraldehyd, Mucochlorsäure, Acroleinoligomeres und dgl.,; Aziridinverbindungen, z. B. Triäthylenphosphoramid gemäss der japanischen Patent-Veröffentlichung 8790/62; Epoxyverbindungen, z. B. 1,4-Bis-(2·,3'-epoxypropoxy)-diäthyläther gemäss der japanischen Patent-Veröffentlichung 7133/59; aktive Halogenverbindungen, z. B-. 2-Hydroxy-4,6-dichlor-s-triazin-lTatriumsalz gemäss der US-Patentschrift 3 325 287; aktive Olefinverbindungen, z. B. Hexahydro--1,3,5-triacryl-s-triazin; Methylolverbindungen, z. B. H-Polymethylolharnstoff,
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HexamethylolBielamin .und dgl.; Verbindungen von hohem Molekulargewicht, wie "beispielsweise Dialdehydstärke oder 3-Hydroxy-5-chlor~s-triazinylgelatine gemäss der US-Patentschrift 3 362 827 und dgl. Diese hydrophilen Polymeren können ein Verriet zungsbeschleunigungsmitt el, wie beispielsweise ein Carbonat oder Resorcin sowie das Vernetzungsmittel enthalten.
Die erfindungsgemäss verwendeten photographischen Schichten können unter Anwendung verschiedener Überzugsmethoden, wie beispielsweise eine Tauchüberzugsmethode, eine ¥alzenüberzugsmethode und eine Luftmesserüberzugsmethode, eine Perlüberzugsmethode gemäss der US-Patentschrift 2681 294-, eine Vorhangüberzugsmethode gemäss den US-Patentschriften 3 508 947 und 3 513 017, aufgezogen werden. Insbesondere bei lichtempfindlichen Elementen einer mehrschichtigen Struktur ist es günstig, eine Reihe von Schichten gleichzeitig unter Verwendung eines Mehrfach-Schlitztrichters gemäss den US-Patentschriften 2 761 417, 2 761 4I8, 2 761 419 und 2 76I 791 aufzuziehen.
Um das Aufziehen der erfindungsgemäss verwendeten photographischen Schichten zu erleichtern, kann die Überzugsmasse vorteilhaft eine Mehrzahl oberflächenaktiver Mittel als Überzugshilfsmittel enthalten. Zu geeigneten Überzugshilfsmitteln gehören nicht-ionische oberflächenaktive Mittel, z. B. Saponin, p-Nonylphenoläthylenoxid-Addukte, Alkyläther von Saccharose, Glycerinmonoalkyläther und dgl., anionische oberflächenaktive Mittel, wie beispielsweise TTatriumdodecylsulfat, Uatrium-p-dodecylbenzolsulfonat, Natriumdioctylsulfosuccinat, und dgl. und amphotere oberflächenaktive Mittel, wie beispielsweise innere Salze von Carboxymethyldimethyllaurylammoniumhydroxid, "Deriphat" 151", Handelsbezeichnung, hergestellt
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von General Mills, Inc., Betainverbindungen gemäss der . TJS-Pat ent schrift- 3 441 413, der britischen Patentschrift 1 159 825 und der japanischen Patent-Veröffentlichung 21985/71.
Um das Aufziehen der erfindungsgemäss verwendeten photographischen Schichten zu erleichtern, kann die Überzugsmasse verschiedene Dickungsmittel enthalten. Beispielsweise sind ausser solchen, welche die Viskosität der "Überzugsmasse auf Grund ihrer eigenen Viskosität erhöhen, wie beispielsweise Polyacrylamid, anionisehe Polymere, z· B. Cellulosesulfat, Poly-p-sulfostyrol-Kaliumsalz und Acrylpolymere gemäss der US-Patentschrift 3 655 407, welche eine Verdickungswirkung auf Grund gegenseitiger Wechselwirkung mit einem in der Überzugsmasse enthaltenen Binderpolymeren ergeben, in gleicher Weise geeignet.
Die erfindungsgemäss verwendbare Behandlungsmasse ist eine flussige Masse, welche die für die Entwicklung der Silberhalogenidemulsion und zur Ausbildung des Diffusionsübertragungsfarbstoffbildes notwendigen Behandlungsbestandteile enthalten. Das Hauptl'ösungsmittel darin ist Wasser und in einigen Fällen liegt zusätzlich ein hydrophiles Lösungsmittel, wie beispielsweise Methanol oder Methylcellosolve vor. Die Behandlungsmasse enthält Alkali in einer ausreichenden Menge, um den pH-Wert bei einem zur Herbeiführung'der Entwicklung der Emulsionsschicht und zur Neutralisation der während der verschiedenen Stufen der Entwicklung und Farbbildausbildung erzeugten Säuren notwendigen Wert zu halten. Typische Alkalien sind Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Calciumhydroxiddispersionen, Tetramethylammoniumhydroxid, Natriumcarbonat, Trinatriumphosphat, Diäthylamin und dgl. Die Behandlungsmasse besitzt vorzugsweise einen pH-Wert von nicht unter etwa 12 bei
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Bäumtemperatür (etwa 20 Ms 30° C). Starker "bevorzugt entlaält die Behandlungsmasse ein hydrophiles Polymeres, wie "beispielsweise Polyvinylalkohol, Hydroxyäthylcellulose, IJatriTmcarboxymethylcellulose von hohem Molekulargewicht oder dgl* Diese Polymeren erteilen der Behandlungsmasse eine Viskosität von nicht unter etwa 1 Poise, vorzugsweise etwa 1000 P bei !Raumtemperatur, wodurch nicht nur die gleichmässige Ausbreitung der Masse bei Behandlung, sondern auch noch die Ausbildung eines unbeweglichen Films nach Eonzentrierung der Behandlungslösung auf Grund der Wanderung öes "wässrigen Lösungsmittels in das lichtempfindliche Element und das Bildaufnahmeelement im Verlauf der Behandlung erleichtert und somit zur Vereinheitlichung der Filmeinheit -nach Behandlung dient. Ferner kann dieser polymere Film nach der praktischen Beendigung der Ausbildung des Diffusionsübertragungsfarbbildes dazu dienen, die Wanderung der färbenden Bestandteile in die Bildaufnahmeschicht weiter zu steuern und dadurch zu verhindern, dass sich das Bild verändert.
In einigen Fällen enthält die Behandlungsmasse zweckmässig ein lichtabsorbierendes Mittel, wie beispielsweise nuss und ein Desensibilisierungsmittel gemäss der US-Patentschrift 3 579 333, um auf diese Weise zu verhindern, dass die Silberhalogenidemulsion durch Umgebungslicht während der Behandlung geschleiert wird. Ferner enthält die Behandlungsmasse zweckmässig Zusätze, wie beispielsweise einen Entwickler, z. B. ein primäres Amin als Farbentwicklungsmittel und dgl., ein Antioxidationsmittel, z. B. ein Sulfit, Ascorbinsäure und dgl., ein Antischleiermittel, z. B. eine Halogenverbindung, 5-Nitrobenzimidazol und dgl.,
Zu geeigneten Beispielen für in der Behandlungsmasse enthaltene Silberhalogenidlösungsmittel gehören Alkali-
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metallthiosulfat, wi-e beispielsweise iTatriumthiosulfat und Kaliumthiosulfat, Ammoniumthi ο sulfat und Alkyl-(GH, oder CpHj-)-bis-sulfonylmethan und dgl. Alkalimetallthiocyanate, z. B. Natrium- und Kaliumthiocyanate, Ammoniumthiοcyanat und Uracil können in Kombination mit den obigen Verbindungen verwendet werden. Eine geeignete Menge beträgt etwa 4 g/l bis 9 g/l in der Behandlungsmasse.
Die gemäss der Erfindung verwendete Behandlungsmasse wird vorteilhaft in einem zerbrechbaren Behälter aufgenommen. Ein derartiger Behälter wird zweckmassig durch Palten eines Bogens aus einer "flüssigkeit- und luftundurchlässigen Substanz und Versiegelung der jeweiligen Kanten unter Bildung eines Hohlraums j in dem die Behandlungsmasse aufgenommen wird, hergestellt und der Behälter wird zweckmassig so ausgebildet, dass, wenn die Filmeinheit durch druckaufgebende Bauteile geführt wird, der Behälter an einem gegebenen Teil auf Grund des in der Behandlungsmasse erzeugten inneren hydraulischen Drucks zerbrochen wird, um dadurch den Inhalt freizugeben. Geeignete vorteilhafte Materialien zur Bildung des Behälters sind ein Polyäthylenterephthalat-Polyvinylalkohol/Polyäthylenlaminat, ein Bleifolie/Vinylchlorid-Yinylacetat-Copolymerlaminat oder dgl. Dieser Behälter ist in günstiger Weise fest angeordnet und erstreckt sich quer zu einer Führungskante der FiImeinheit, d. h. in Richtung der Wanderung der Filmeinheit mit Bezug auf die druckaufgebenden Bauteile, wodurch eine praktisch in einer Richtung liegende Entleerung des Inhalts des Behälters auf der Oberfläche des lichtempfindlichen Elementes erfolgt. Bevorzugte Beispiele derartiger Behälter sind in den US-Patentschriften 2 543 181, 2 643 886,
2 653 732, 2 723 051, 3 056 491, 3 056 492, 3 152 515 und
3 173 580 beschrieben. Diese Behälter sind iWvorteilhafter-
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Weise zur Durchführung der Erfindung geeignet.
Das gemäss der Erfindung verwendete Bildaufnahmeelement fixiert die Farbbild bildenden Materialien, wie "beispielsweise die diffundierbaren Farbstoffe und dgl., die mit einer bildmässigen Verteilung aus Farbstoffbild liefernden Materialien verbunden mit der Silberhalogenidemulsion freigegeben werden. Wo Farbentwickler mit einer Hydrochinonylgruppe oder anionische Substanzen, wie beispielsweise gefärbte Farbstoffe mit einer sauren wasserlöslichmachenden Gruppe als Färbstoffbild ausbildendes Material verwendet werden, enthält das Bildaufnahmeelement vorzugsweise ein basisches Polymeres oder ein basisches oberflächenaktives Mittel. Als basisches Polymeres sind solche Polymere, welche tertiäre oder quatemäre Stickstoffatome enthalten^ausgezeichnet. Speziellere typische Beispiele sind Poly-4-vinylpyridin, ein Polymeres des Aminoguanidinderivats von Yinylmethy!keton gemäss der US-Patentschrift 2 882 156, Poly-4-vinyl-H-benzylpyridiump-toluolsulfonat, Poly-3~vinyl-4-methyl-N-n-butylpyridium~ "bromid, Styrol/U-(3-Maleimidopropyl)-irlir-cLiiaetliyl-]J-4-phenylbenzylammoniumchlorid-Copolymeres gemäss'der britischen Patentschrift 1 261 926, Poly-/f-(2-methacryloyläthyl)-N,IT-dimethyl-F-benzylammoniumchlorid] und dgl. Als basisches oberflächenaktives Mittel sind solche oberflächenaktive Mittel, welche einen Oniumrest, wie beispielsweise einen Ammonium-, Sulfonium- oder Phosphoniumrest enthalten und einen hydrophoben Rest, wie beispielsweise eine langkettige Alkylgruppe enthalten, ausgezeichnet. Besonders geeignete Beispiele sind U-Iaurylpyridiniumbromid, Cetyltrimethylammoniximbromid, Methyl-tri-n-laurylammonium-ptoluolsulfonat, Methyläthylcetylsulfoniumjodid, Benzyl-
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triphenylphosphoniumchlorid und dgl. Ausser diesen "basischen Verbindungen ergeben auch mehrwertige Metalle, wie beispielsweise Thorium, Aluminium, Zirconium und dgl, eine fixierende Wirkung auf die anionischen Färbstoffbild ausbildenden Materialien. Diese Substanzen bilden in vorteilhafter Weise zusammen mit Polymeren, wie beispielsweise Gelatine, insbesondere mit Säure behandelte Gelatine, Polyvinylalkohol, Polyacrylamid, Polyvinylmethyläther, Hydroxyäthylcellulose, IT-Methoxymethylpolyhexylmethylenadipamid, Polyvinylpyrrolidon und dgl. Filme.
Wo das Farbstoffbild bildende Material eine Komponente zur Bildung eines Farbstoffs ist, wie beispielsweise ein diffundierbarer Kuppler, enthält die Bildaufnahmeschicht andere Kupplungskomponenten, die zur Umsetzung mit dieser Komponente unter.Bildung eines Farbstoffs befähigt sind, wie beispielsweise ein p-Phenylendiaminderivat und, ein Oxidationsmittel oder eine Diazoniumverbindung. Diese Art des Bildaufnahmeelementes, die verwendet werden kann, ist in den US-Patentschriften 2 647 049, 2 661 293, 2 698 244, 2 698 798, 2 802 735, 3 676 124, den britischen Patentschriften 1 I58 440 und 1 157 507 und dgl. beschrieben.
Die Filmeinheit der Erfindung kann ein Spülmittel für das Entwicklungsmittel enthalten, das mit.dem überschüssigen Entwicklungsmittel, welches nach der Behandlung verbleibt, unter Bildung eines farblosen Produktes, das schwer zu oxidieren ist, reagiert. Insbesondere liefert eine Filmeinheit, welche das oben beschriebene Spülmittel in der die saure Substanz enthaltende Neutralisationsschicht, in der Timing-Schicht oder in der Bildaufnahmeschicht der Filmeinheit enthält, Bilder mit weniger Flecken. Filmeinheiten, die ein aromatisches primäres Amin als Entwicklungsmittel enthalten, die zur Verursachung von Fleckenbildung
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neigen, enthalten in vorteilhafter Weise als Spülmittel eine Verbindung mit einer funktioneilen Gruppe, die zur Kondensation mit Aminen "befähigt ist, wie beispielsweise ein Isocyanat, einen Aldehydvorläufer und eine VinylsulfonylverMnaung gemäss den DT-OS 2 201 592, 2 225 480 und 2 225 497.
Die gemäss der Erfindung eingesetzte photographische Duffisionsübertragungsfilmeinheit besitzt die Punktion der Neutralisation des aus einer Behandlungsmasse eingebrachten Alkalis. Die Behandlungsmasse enthält Alkali, so dass ein pH-Wert von mehr als etwa 10, bevorzugt höher als 11, erhalten wird, was ausreichend hoch ist, um die Bildausbildungsstufen, welche die Entwicklung der Silberhalogenidemulsion, die Bildung des diffundierbaren Färb- ' stoffbild bildenden Materials und die Diffusionsübertragung umfasst, zu beschleunigen. Nach praktischer Beendigung der Bildung der Diffusionsübertragungsbilder wird der pH-Wert in der Filmeinheit auf etwa den Neutralpunkt herabgesetzt, d. h. weniger als etwa 9, bevorzugt weniger als 8, wodurch weitere Bildausbildung effektiv abgebrochen wird, um zu verhindern, dass der Bildton mit Ablauf der Zeit verändert wird und um Verfärbung und Ausbleichen der Bilder und Verfärbung des weissen Hintergrundes auf Grund hoher Alkalinität zu bekämpfen. Zu diesem Zweck enthält die Filmeinheit in vorteilhafter Weise eine Neutralisierungsschicht, die eine saure Substanz in einer ausreichenden Menge enthält, um das in der Behandlungsmasse enthaltene Alkali auf den oben beschriebenen pH-Wert zu neutralisieren, d. h. in einer Flächenkonzentration gleich oder grosser als die Menge des in der ausgebreiteten Behandlungsmasse enthaltenen Alkalis. Bevorzugte saure Substanzen sind solche, die eine saure Gruppe mit einem pKa-Wert von weniger als etwa 9 enthalten, insbesondere eine Carboxygruppe oder eine Sulfon-
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säuregruppe oder die-eine Vorlaufergruppe enthalten, welche zur Lieferung einer sauren Gruppe nach Hydrolyse "befähigt ist· Stärker "bevorzugte Beispiele sind höhere !Fettsäuren, z. B. Oleinsäure gemäss der TJS-Pa tent schrift 2 983 606, Polymere "von Acrylsäure, Methacrylsäure oder Maleinsäure, deren partiell veresterte Polymere oder Säureanhydrids. Spezifische Beispiele für saure Substanzen mit hohem Molekulargewicht sind Copolymere eines Tinylmonomeren, · "beispielsweise Äthylen, Vinylacetat, Yinylmethyläther und dgl., tmd Maleinsäureanhydrid und deren n-Butylharbester; Copolymere von Butylacrylat und Acrylsäure; Celluloseacetathydrogenphthalat und dgl. Ausser diesen'sauren Substanzen kann die neutralisierende Schicht Polymere enthalten, wie "beispielsweise Cellulosenitrat und Polyvinylacetat und ein Plastifizierungsmittel wie beispielsweise in' der US-Patentschrift 3 557 237 "beschrieben. Ferner kann die neutralisierende Schicht durch Vernetzung mit einer mehrfunktionellen Aziridinverbindung, einer Epoxyverbindung und dgl. gehärtet werden. Die neutralisierende Schicht kann in dem-Bildaufnahmeelement und/oder dem lichtempfindlichen Element angeordnet sein. Insbesondere wird die neutralisierende Schicht -zweckmässig zwischen dem Träger des Bildaufnahmeelementes und der Bildaufnahmeschicht angeordnet. Wie in der OT-OS 2 038 254 "beschrieben, können die sauren Substanzen zur Einarbeitung in die Filmeinheit mikroeingekapselt sein.
Die gemäss der Erfindung verwendete Neutraliseerungsschicht oder die die saure Substanz enthaltende Schicht wird zweckmässig von der ausgebreiteten Behandlungsmassenschicht durch eine die Neutralisationsgeschwindigkeit regelnde Schicht oder Timing-Schicht getrennt. Diese Timing-Schicht wirkt zur Verhinderung einer nächteiligen Verrin-
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gerung der Übertragungsbilddichte auf Grund einer zu raschen Herabsetzung des" pH-Wertes, "bevor die notwendige Entwicklung der Silberhalogenidemulsionsschicht und die Bildung des Diffusionsübertragungsbildes "beendet sind. Bas heisst, diese Schicht wirkt verzögernd auf die Verringerung des pH-Wertes, "bis die notwendige Entwicklung und Übertragung beendet sind. Bei einer bevorzugten Ausführung sform der Erfindung besitzt das Bildaufnahmeelement eine mehrschichtige Struktur, die einen Träger, eine Nautralisierungsschicht, eine Timing-Schicht, eine Beizschicht (Bildaufnahmeschicht) in dieser Reihenfolge umfasst. Die Timing-Schicht weist vorwiegend Polymere, wie beispielsweise Gelatine, Polyvinylalkohol, Polyvinylpropyläther, Polyacrylamid, Hydroxypropylmethylcellulose, Isopropylcellulose, Copolymere von Polyvinylalkohol und Polyvinylbutyral, partiell hydrolysiertes Polyvinylacetat, Copolymere von ß-Hydroxyäthylmethacrylat und Äthylacrylat und dgl. auf. Diese Polymeren werden zweckmässig durch "Vernetzung mit einer Aldehydverbindung, z. B. Formaldehyd, oder einer ΪΓ-Methylolverbindung, gehärtet. Die Timing-Schicht besitzt vorzugsweise eine Stärke von etwa 2 Mikron bis 20 Mikron.
In einer bevorzugten mehrschichtigen Struktur für die Filmeinheit der Erfindung sind eine blau-empfindliche Silberhalogenidemulsion, eine grün-empfindliche Silberhalogenidemulsion und eine rot-empfindliche Silberhalogenidemulsion in dieser Folge von der zu belichtenden Seite angeordnet. Insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsemulsionen, die Silberjodid enthalten, kann ein Gelbfilter zwischen der blau-empfindlichen Silberhalogenidemulsion und der grün-empfindlichen Silberhalogenidemulsion angeordnet werden. Diese Gelbfilterschicht enthält eine gelbe kolloidale
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Sirberdispersion, eine öllösliche gelte Farbstoffdispersion, einen mit einem "basischen Polymeren gereizten sauren Farbstoff oder einen mit einem sauren Polymeren gebeizten ■basischen Farbstoff. Die Emulsionsschichten werden in vorteilhafter Weise voneinander durch Zwischenschichten getrennt. Die Zwischenschichten verhindern, · dass nachteilige gegenseitige Wechselwirkungen zwischen den Emulsionsschichteinheiten mit unterschiedlichen Farbempfindlichkeiten auftreten. Die Zwischenschicht wird durch ein poröses Polymeres, das feine Poren enthält, und einen Latex eines hydrophilen Polymeren und hydrophoben Polymeren aufweist, wie in der US-Patentschrift 3 625 685 beschrieben oder ein Polymeres, dessen Hydrophilizität durch die Behandlungsmasse langsam erhöht wird, wie beispielsweise Oalciumalginat, wie in der-US-Patentschrift 3 384 483 beschrieben, sowie ein hydrophiles Polymeres, z. B. Gelatine, Polyacrylamid, ein partiell hydrolysiertes Produkt von Polyvinylacetat und dgl. gebildet. Die Zwischenschicht wird wirksam für ein Reduktionsmittel, wie beispielsweise ein mit Ballastgruppe versehenes Hydrochinonderivat und einen mit Ballastgruppe versehenen Kuppler, der zur Fixierung durch die Umsetzung mit dem Oxidationsprodukt : befähigt ist, um zu verhindern, dass das Oxidationsprodukt eines Entwicklungsmittels zwischen Emulsionseinheiten ausgetauscht wird. Ferner ist es zur Erzielung.guter Farbwiedergabe in einem System, in dem Bildumkehr durch physikalische Auflösungsentwicklung herbeigeführt wird, wirksam, weiterhin in die Zwischenschicht physikalische Entwicklungskerne, wie beispielsweise kolloidales metallisches Silber, in der Zwischenschicht einzuarbeiten.
Der erfindungsgemäss verwendbare Träger ist eine praktisch planare Substanz, die keinerlei ernsthaften Dimen-
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sionsveränderungen auf Grund der während der Behandlung verwendeten Behandlungsmasse unterliegt. Pur einige Zwecke können starre Träger, wie "beispielsweise eine Glasplatte verwendet werden. Im allgemeinen sind jedoch flexible Träger "brauchbar. Geeignete flexible Träger, die mit Vorteil verwendet werden können, sind solche, die allgemein für photographische lichtempfindliche Materialien verwendet werden, wie "beispielsweise ein Cellulosenitratfilm, ein Celluloseacetatfilm, ein Polyvinylaeetalfilm, ein Polystyrolfilm, ein Polyäthylenterephthalatfilm, ein Polycarbonatfilm und dgl. Träger mit Dimensionsstabilität und Sauerstoff-undurchlässigen Eigenschaften, wie "beispielsweise ein Schichtstoff, in dem eine Polyvinylalkoholschicht zwischen Polyäthylenterephthalatschichten oder zwischen Celluloseacetatschichten zwischengelegt ist, ist "besonders geeignet, da die Schichtstruktur zur Herstellung eines stabilen Farbbildes dient und zu geringerem Ausmass gefleckt ist. Um die Verdampfung von in der ausgebreiteten Behandlungsmasse enthaltener Feuchtigkeit durch den Träger nach der Behandlung zu erleichtern, ist es vorteilhaft, einen für wässrigen Kampf durchlässigen Träger zu verwenden, wie beispielsweise in der US-Patentschrift 3 573 044 beschrieben. Um zu verhindern, dass einfallendes Licht durch die Kanten des transparenten Trägers zu der Silberhalogenidemulsionsschicht während der Behandlung der Filmeinheit an einem hellen Platz durchsickert, ist der .transparente Träger zweckmässig zu solchem Ausmass gefärbt, dass der Durchfall von Licht in einer planaren Richtung zu dem Träger verhindert werden kann, ohne die bildweise Belichtung und die Beobachtung hindurch zu hemmen. Gegebenenfalls kann der Träger ein Plastifizierungsmittel, wie beispielsweise einen Phosphorsäureester, einen Phthalsäureester
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und dgl., ein Ult-raviolettlichtabsorptionsmittel, wie beispielsweise 2-(2-Hydroxy-4-tert.-butylphenyl)-benzotriazol und dgl., ein Antioxidationsmittel, wie "beispielsweise ein gehindertes Phenol und dgl., enthalten. Um die Haftung zwischen dem. Träger und der das hydrophile Polymere enthaltenden Schicht "beizubehalten, ist es zweckmässig, eine Unterschicht oder Grundierschicht vorzusehen oder die Oberfläche des Trägers einer vorangehenden Behandlung, wie "beispielsweise Koronaentladung, Bestrahlung mit Ultraviolettlicht oder einer Flammbehandlung zu unterziehen. Der Träger "besitzt gewöhnlich eine Starke von etwa 20 "bis 300 Mikron,
In der Filmeinheit der Erfindung wird eine lichtreflektierende Substanz zwischen der Bildaufnahmeschicht und der Oberfläche der lichtempfindlichen Einheit spätestens zum Zeitpunkt der Beendigung der Behandlung angeordnet, um einen weissen Hintergrund des in der Bildaufnahmeschicht gebildeten Farbbildes zu bilden. Geeignete lichtreflektierende Substanzen sind Titandioxid, Barium- . sulfat, Zinkoxid, Aluminiumoxid, Bariumstearat, Calciumcarbonat, Siliciumdioxid, Zirconoxid, Kaolin, Magnesiumoxid und dgl. Diese Substanzen können allein oder in Kombination verwendet werden. Derartige lichtreflektierende Substanzen können entweder zu Beginn gebildet werden oder wie in den US-Patentschriften 3 647 434 und 3 647 436 beschrieben, in einer gegebenen Position aus einem in einer Filmeinheit verteilten Vorläufer gebildet werden. Die lichtreflektierende Substanz kann in die Schicht eingearbeitet werden, welche als Binder ein hydrophiles Polymeres, wie beispielsweise Polyvinylalkohol, Gelatine, Hydroxypropylcellulose, Polyvinylpyrrolidon und dgl. enthält. Ferner kann die lichtreflektierende Substanz in der Behandlungs-
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masse so kompoundiert werden, dass die Substanz nach Verteilung der Behandlungsmasse in einem dispergierten Zustand in einer Schicht eines' filmbildenden Polymeren, wie beispielsweise Hydroxyäthylcellulose oder Carboxymethylcellulose, die nach Verteilung der Behandlungsmasse gebildet wird,· fixiert wird. Die kombinierte Verwendung einer lichtreflektierenden Substanz und eines Fluoreszenzaufhellungsmittels, wie beispielsweise· ein Stilben, ein Cumarin, ein Triazin, ein Oxazol und dgl., liefert einen schönen weissen Hintergrund. TJm die Silberhalogenidemulsionsschicht vor umgebendem Licht während der Behandlung zu schützen, ist es Yorteilhaft, wie in den US-Patentschriften 3 647 und 3 702 245 beschrieben,, einen Farbstoff, der bei einem höheren pH-Wert als der pKa-Wert des Farbstoffs gefärbt ist und der bei einem geringeren pH-Wert als der pKa-Wert farblos wird, einzuarbeiten. Die die lichtreflektierende Substanz enthaltende Schicht weist zweckmässig ein Verhältnis von lichtreflektierender Substanz zu Binderpolymermasse, bezogen auf das Gewicht, von etwa 0,5 bis etw 100 auf, und besitzt eine Trockendichte von etwa 5 bis 50 Mikron. Auch besitzt die die lichtreflektierende Substanz enthaltende Schicht eine Reflexionsfähigkeit von nicht weniger als etwa 50 $, bevorzugt nicht weniger als 70 $.
Die Filmeinheit der Erfindung weist einen zerbrech-, baren Behälter auf, der die Behandlungsmasse aufnimmt. Der Behälter wird, wenn er durch die druckaufgebenden Bauteile gepresst wird, auf Grund des inneren Drucks unter Freigabe der Behandlungsmasse in einer vorbestimmten Weise zerbrochen. Eine Vielzahl von druckaufgebenden Bauteilen kann verwendet werden. Speziell ist ein druckaufgebendes Bauteil für die Behandlung der Filmeinheit der Erfindung geeignet, dass wenigstens ein Paar mit einem bestimmten Spalt oder
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Spiel nebeneinander angeordneter Bauteile umfasst. Ein JBauteilpaar ist mit einem "bestimmten Spielraum fest angeordnet oder liegt einander über eine Feder oder einen ähnlichen elastischen Körper gegenüber. Die Bauteile können stabförmige frei rotier "bare Walzen oder motorgetriebene Walzen sein. Wenn eine Filmeinheit zwischen einem Paar gegenüberliegender druckaufgebender Bauteile geführt wird, wird der Behälter zerbrochen und die Behandlungsmasse wird.freigegeben und zwischen den beiden Elementen als Schichtform verteilt. Als nebeneinander angeordnete druckaufgebende Bauteile können die in den TJS-Pat ent schrift en 3 647 441 und 3 652 281 beschriebenen mit Vorteil verwendet werden.
In der Filmeinheit der Erfindung wird die Entwicklungsbehandlung ausserhalb einer Kamera, beispielsweise an einem hellen Ort, fortgesetzt. Die Silberhalogenidemulsionsschichten werden vor Umgebungslicht geschützt, bis die Entwicklung und die Übertragung von Farbstoffbildern praktisch beendet sind. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, eine Lichtunterbrechungsschicht, die ein Lichtabsorptionsmittel auf der Silberhalogenidemulsionsseite enthält, vorzusehen. Die Lichtunterbrechungsschicht ist so aufgebaut, dass' sie für die Behandlungsmasse durchlässig ist (hydrophil) oder für die Behandlungsmasse undurchlässig ist (dimensionsstabil) je nach der Lage der Schicht. Die für die Behandlungsmasse durchlässige Lichtunterbrechungsschicht ist eine wasserdurchlässige Polymerschicht aus Gelatine, Polyvinylalkohol, Polyacrylamid, Polyhydroxyäthylcellulose, Carboxymethylcellulose-Natriumsalz, Methylcellulose und dgl., die eine Lichtunterbrechungssubstanz enthält. Diese Schicht kann entweder vorher als vorgeformte Schicht aufgezogen werden oder kann nach Behandlung als eine Behand-
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lungsmassenschicht verteilt werden. Andererseits ist die Liehtunterbrechungsschicht mit Dimensionsstabilität eine ein Liehtabsorptionsmittel enthaltende Polymerschicht, wie sie "beispielsweise in der japanischen Patent-Veröffentlichung 24547/68 und der US-Patentschrift 3 607 818 beschrieben ist. Sie ist in einer Filmeinheit als ein Träger oder ein Lichtunterbrechungselement enthalten. Auch kann diese dimensionsstabile Lichtunterbrechungsschicht aus einer Metallfolie, beispielsweise aus AluminiunijZinn und dgl., einem Schichtfilm aus einer Metallfolie und einem Polymeren oder einem Polyäthylenterephthalatfilm mit darauf durch Yakuumbeschichtung aufgebrachten Aluminium und einem Schichtfilm hergestellt werden. Im Hinblick auf erhöhte Lichtunterbrechungseigenschaft und schönes Aussehen wird es bevorzugt, die Lichtunterbrechungsschicht mit einer lichtreflektierenden Substanz, wie beispielsweise Titandioxid, zu überziehen. Verschiedene Lichtabsorptionsmittel können in der Lichtunterbrechungsschicht verwendet werden. Insbesondere sind Kohlepulver, wie beispielsweise Russ, kolloidales Silber, organische Pigmente, wie beispielweise Azolack oder Kupferphthalocyanin, wasserunlösliche Azofarbstoffe, eine Anthrachinonfarbstoffdispersion, Polymere, die mit einem reaktiven Farbstoff umgesetzt worden sind und Micellen bildende hydrophile Farbstoffe geeignet. In vielen Fällen ist es notwendig, dass die Lichtunterbrechungsschicht eine Absorption gegenüber diffundiertem Licht von nicht weniger als etwa 3, bevorzugt nicht weniger als 5 über den gesamten Wellenlärtgenbereich von etwa 350 mu bis 650 my, bevorzugt etwa 300 mu bis 750 mu, besitzt, obgleich dies vom Verwendungszweck der Filmeinheit abhängt. Die dimensionsstabile Lichtunterbrechungsschicht kann in vorteilhafter Weise als ein Klebband verwendet werden, um
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die Kanten des transparenten Träger zu bedecken und dadurch lichtdurchfall durch, die Kanten der Filmeinheit zu den Silberhalogenidemulsionsschichten zu verhindern.
I"ig. 1 erläutert eine Qüerschnittsansicht eines spezifischen Beispiels des lichtempfindlichen Elementes, des Bildaufnahmeelementes und des Behälters für Behandlungsmasse. Die Figur ist so gezeichnet, dass sie klar die Anordnung jedes Bestandteils wiedergibt. Die Dimensionen sind nicht proportional, und in einigen Fällen erheblich vergrössert. Das lichtempfindliche Element 1 enthält ein lichtempfindliches Teil 61, das einen transparenten Träger 51 auf v/eist, wobei auf der einen Seite des transparenten Trägeis 51 iti der Reihenfolge eine diffundierbaren gelben Farbstoff freigebende lichtunempfindliche Schicht 52, eine blau-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht 53, die ein nicht-diffundierbares gelbes Farbstoffbild liefert, eine Gelbfilterschicht 54, eine diffundierbaren Magentafarbstoff freigebende lichtunempfindliche Schicht- 55, eine grün-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschieht 56, die ein nicht-diffundierbares Magentafarbstoffbild liefert, eine Zwischenschicht 57, eine diffundierbaren Cyanfarbstoff freigebende lichtunempfindliche Schicht 58 und eine rot-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht 59, die ein nicht-diffundierbares Cyanfarbstoffbild liefert, aufgebracht ist. Die Iichtunterbrechungsschicht 60, welche ein Lichtabsorptionsmittel enthält, ist darauf aufgezogen und die Ruckseitensehicht 50 ist auf der gegenüberliegenden Seite des Trägers aufgezogen. Das Bildaufnahmeelement 2 enthält das Bildaufnahmeteil 74, das einen transparenten Träger 70 aufweist, auf dem sich in der angegebenen Reihenfolge eine Neutralisierungsschicht 71, die eine saure Substanz enthält, eine Timing-Sehicht 72 und eine Bildaufnahme-
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schicht 73 "befinden. Der Behälter 4 für Behandlungslösung ist eine Hülse, die "beispielsweise aus einem Schichtfilm aus Bleifolie 92 und einer alkalibeständigen Polymerschicht 91 gebildet ist und die Behandlungslösung 93 aufnimmt. Nach Anwendung von Druck auf den Behälter für Behandlungslösung wird der Behälter auf Grund des inneren Drucks der Behandlungsmasse unter Freigabe des Inhalt zerbrochen.
Pig. 2 zeigt die Ausführungsform der Filmeinheit der Erfindung. Fig. 2a zeigt das Aussehen der lichtempfindlichen Seite und Fig. 2b das Aussehen der Übertragungsbildseite. In Fig. 2 bezeichnet das Bezugszeichen 1 ein lichtempfindliches Element, 2 ein Bildaufnähmeelement, 3 ein Lichtunterbrechungselement, 4 einen Behälter für Behandlungsmasse, 8 einen weissen Begrenzungsbogen des Übertragungsbildes und 9 eine Überzugsschicht zur Abdeckung der Kanten, um Licht abzufangen.
In der in Fig. 3 wiedergegebenen Filmeinheit ist das lichtempfindliche Element 1 in einer Kamera durch die Druckplatte 100 gelagert und ist mit Führungspapier 5 an den Führungskanten in der Bewegungsrichtung verbunden. Das Bildaufnahmeelement 2 und das Lichtunterbrechungselement 3 sind jeweils mit dem Führungspapier 6 und 7 jeweils an den Führungskanten verbunden. Diese Führungspapiere 5, 6 und 7 sind miteinander verbunden. Die drei Elemente sind so angeordnet, dass sie durch Ziehen der Spitze des Führungspapiers 5 so übereinandergelegt werden können, dass sämtliche Kanten miteinander übereinstimmen. Der Behälter 4 für Behand'lungslösung wird auf dem Führungspapier so angeordnet, dass der Inhalt zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem Bildaufnahmeelement freigegeben werden kann. In dem Zustand, in dem die drei Elemente sich in einer dicht übereinanderliegenden Beziehung befinden, wird die Silberhalo-
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genidemulsionsschicht des lichtempfindlichen Elementes von Umgebungslicht sowohl durch die Lichtunterbrechungsschicht 60 als auch das Lichtunterbrechungselement 3 geschützt. I1Xg. 4 zeigt eine Querschnittsnansicht der in Pig. 3 wiedergegebenen Filmeinheit. Pig. 4 zeigt, dass das lichtempfindliche Element so angeordnet ist, dass es so aufeinanderliegtj dass sowohl die Rückseite 50 als auch, der transparente Träger 51 nach aussen gerichtet sind und sowohl das lichtempfindliche Teil 61 als auch die Lichtunterbrechungsschicht 60 nach innen gerichtet sind und dass das Bildaufnahmeelement so angeordnet ist, dass es so übereinanderliegt, dass der transparente Träger nach aussen gerichtet und der Bildaufnahmeteil 74 nach innen gerichtet sind. Pig. 4 zeigt auch, dass das Lichtunterbrechungselement so angeordnet ist, dass es so übereinanderliegt, dass es die Rückseitenschicht und den transparenten Träger des lichtempfindlichen Elementes bedecken kann. Pig. 4 zeigt ferner, dass der Behälter für Behandlungsmasse so angeordnet ist, dass der InMLt zwischen Führungspapier·5,verbunden mit dem lichtempfindlichen Element, und Führungspapier 6, verbunden mit dem Bildaufnahmeelement, angebracht werden kann.
Die Erfindung wird nun im einzelnen unter Bezugnahme auf die folgenden nicht begrenzenden Beispiele bevorzugter Ausführungsformen .der Erfindung erläutert. Falls-nicht anders angegfeben, beziehen sich sämtliche Teile, Prozentangaben Verhältnisse und dgl. auf das Gewicht.
Beispiel 1
Auf eine Oberfläche eines Schichtfilms, der einen 25 »-dicken Polyvinylalkoholfilm aufweist, auf dessen
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"beide Seiten 38 u—dicke Triacetyleellulosefilme aufgezogen sind, wurden in dieser Reihenfolge die nachfolgenden Schichten unter Herstellung eines lichtempfindlichen Elementes aufgezogen:
(1) Eine diffundierteren gelben Farbstoff liefernde Schicht, die 1,6 χ 10~5 Mol/100 cm2 diffundierteren gelben Farbstoff liefernden Kuppler, ein a-Pivaloyl-a-^-octadecylcarbamylphenoxy)-3,5-dicarboxyacetanilid, 1 mg/100 cm tert.-Octylhydrochinon, 12 mg/100 cm If,H-Diäthyllauramid, 0,1 mg/ 100 cm Gold-kolloid vom Carey-Lea-Typ und 16 mg/100 cm Gelatine enthält, wobei das G-oldkolloid durch Reduktion von Chlorgoldsäure mit ITatriumborhydrid in Gegenwart von Gelatine hergestellt worden war und rosa aussah«
(2) Eine Zwischenschicht, die 5 mg/100 cm 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon und 13 mg/100 cm Gelatine enthält.
(3) Eine blau-empfindliche Emulsionsschicht, die 2,4 x 10"^ Mol/100 cm2 gelbbildenden Kupplers, a-(2-Methyll)enzoyl)-2-chlor-5-n-dodecyloxycarbonylacetanilid, 4 mg/100 cm Di-n-butylphthalat, 18 mg/100 cm Gelatine, und Silberbromjodidemulsionskörner vom blau-empfindlichen Hegativtyp (Jodidgehalt: 3,0 MoI^; mittlere Korngrösse: 0,9 ia)bei einer Bedeckung von 14,6 χ 10" Mol Silber/ 100 cm2 enthält.
(4) Eine Zwischenschicht, die 5 mg/100 cm 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon und 13 mg/100 cm Gelatine enthält.
(5) Eine zweite diffundierbaren gelben Farbstoff liefernde
c ρ
Schicht, die 0,8 χ 10 J Mol/100 cm diffundierbaren gelben Farbstoff liefernden Kupplers, a-Pivaloyl-a-(3-octadecyl-
carbamylphenoxy)-3,5-dicarboxyacetanilid, 0,6 mg/100 cm tert.-Octylhydrochion, 6 mg/100 cm ΙΤ,ΙΓ-Diäthyllauramid, 0,05 mg/100 cm Silberkolloid vom Carey-Lea-Typ und 8 mg/100 cm Gelatine enthält, wobei das Silberkolloid
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durch Reduktion von Silbernitrat mit Hatriumborhydrid in Gegenwart von Gelatine hergestellt wurde und gelb aussah.
(6) Eine Zwischenschicht, die 7,0 mg/100 cm Silberkolloid vom Carey-Lea-Typ, 5 mg/100 cm 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon und 13 mg/100'cm Gelatine enthält.
(7) Eine diffundierbaren Magentafarbstoff liefernde Schicht, die 1,0 χ 10 · Mol/100 cm diffundierbaren Magentafarbstoff liefernden Kuppler, 1-Phenyl-3-/2-chlor-5-(Y-sulfobutyramido )-anilino/-4-(^-IT-methyl-lT-octadecylcarbamyl-
phenylthio)-5-pyrazol, 1 mg/100 cm tert.-Octylhydrοchinon, 7 mg/100 cm2 N,N-Diäthyllauramid, 0,1 mg/100 cm2 Silberkolloid vom Carey-Lea-Typ und 13 mg/100 cm Gelatine enthält.
(8) Eine Zwischenschicht, die 5 mg/100 cm 2,5-I>i-tert.-octylhydrochinon und 13 mg/100 cm Gelatine enthält.
(9) Eine grün-empfindliche Emulsionsschicht, die 1,6 χ 10" Mol/100 cm magentabildenden Kuppler, 1-(2,6-Dichlor-4-methoxy)-3-3-Zä-(2,4-di-tert.-amylphenoxy)-butyramido7-phenyl)-ureido-5-pyrazolon, 65 mg/100 cm Tri-p-cresyl-
phosphat, 16 mg/100 cm Gelatine und Silberbromjodidemulsionskörner (Jodidgehalt: 2,0 Mol$; mittlere Korngrösse: 0,7 w), die mit den nachfolgenden Sensibilisierungsmitteln sensibilisiert waren, zu einer Abdeckung von 9,3 x 10" Mol Silber/100 cm2 enthält:
C2H5
V=CH-CH=CH-C
+I
(CH2)3SO3H (CH2)3SO3"
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CH=C
(CH2)3SO3~ I
(CHz)3SO3K
(10) Eine Zwischenschicht, die 5 mg/100 cm2 2,5-Di-tert,-
octylhydrochinon und 13 mg/100 cm Gelatine enthält. (11.) Eine diffundierbaren Magentafartstoff liefernde Schicht, die 0,6 χ 10"^ Mol/100 cm2 diffundierteren Magentafarbstoff liefernden Kuppler, 1-Phenyl-3-/2-chlor-5-(y-sulfo-■butyramido)-anilino/-4-(3-N -methyl -ΪΓ-octade cylcartemyl-
— ρ
phenylthiο)-5-pyrazol, 0,6 mg/100 cm tert.-Octylhydrochinon, 4 mg/100 cm2 Ν, IT-Di äthyllauramid, 0,06 mg/100 cm2
Sirberkolloid vom Carey-Lea-Typ und 7 mg/100 cm Gelatine enthält.
(12) Eine Zwischenschicht, die 4,0 mg/100 cm2 Sirberkolloid
vom Carey-Lea-Typ, 5 mg/100 cm 2,5-Di-tert.-octylhydro- ■
chinon und 13 mg/100 cm Gelatine enthält..
(13) Eine diffundierteren Magentafarbstoff liefernde Schicht, die 1,2 χ ΙΟ"·5 Mol/100 cm diffundierteren Cyanfartstoff liefernden Kuppler, 1-Hydroxy-4-(3-N-methyl-N-octylcartemylphenylthio) -IT-r äthyl-2' -methoxy-5' - (γ-sulf o-
T3utyramido)-2-naphthanilid, 0,8 mg/100 cm n-Pentadecylhydrochinon, 8 mg/100 cm W,1T-Diäthyllauramid, 0,1 mg/
ρ ρ
100 cm Sirberkolloid vom Carey-Lea-Typ und 16 mg/100 cm Gelatine enthält.
(14) Eine Zwischenschicht, die 5 mg/100 cm 2,5-Di-tert.-
octylhydrochinon und 1J? mg/100 cm Gelatine enthält.
(15) Eine rot-empfindliche Emulsionsschicht, die 1,8 χ
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Ρ" ρ
1Ο~ Mol/100 cm cyanbildenden Kuppler, 1-Hydroxy-IT-/γ-( 2,4-di-t ert. -amylphenoxy) -propyl/^-naphthamid ♦
ρ P
4mg/i00 cm Di-n-lDutylphthalat, 14 mg/100 cm Gelatine und SilTDerTDromjodidemulsionskörner (Jodidgelialt: 2,0 mittlere Korngrösse: 0,7 κ),die mit den naclifolgenden SensitilisatorerL sensilDilisiert waren^ zu einer Abdeckung von 10,8 χ 10^5 Mol Silfcer/100 cm? enthält:
C2H5
^C=CH-C=CH-C .
(CHz)3SO3H
(CHz)3SO3
CH3
CH3
C=CH-C=CH-Cx Ν
(CHz)3SQ3H
(CHz)3SO3"
(16) Eine Zwischenschicht, die 5 mg/100 cm2 2,5-Di-tert.-octylhydrochinon und 15 mg/100 cm Gelatine enthält.
(17) Eine diffundier "bar en Magentafarlostöff liefernde Schicht, die 0,6 χ 10"5 Mol/100 cm2 diffundierteren Cyanfarbstoff liefernden Kuppler, 1-Hydroxy-4-(3-IT-methyl-li-octyldecylcar"bamylphenylthio)-N-äthyl-2'-methoxy-5'-(γ-sulfohutyr-
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amido)-2-napthanilid, 0,4 mg/100 cm n-Pentadecylhydrochinon, 4 mg/100 cm K",U-I)iatIiyllatiraiii±d, 0,05 mg/100 cm Silberkolloid -vom Carey-Lea-Typ und 8 mg/ΤΟΟ cm Gelatine enthält.
Die oben beschriebenen Schichten (1 )■ Ms (17) vrarden durch Einarbeitung von 8 Gew.?£, bezogen auf die Gelatine, an 4-Chlor-6-hy.dröxy-s-triäzinyl(2)~gelatine, hergestellt nach dem in Beispiel 1 der TJS-Pat ent schrift"j 362 827 beschriebenen Verfahren gehärtet.
Auf die erhaltene Verbundstrufctur \irurden ferner die nachfolgend beschriebenen härterfreien Schichten aufgezogen:
(18) Eine Gelatineschicht zu einer Bedeckung von 7 mg/100 .cm
(19) Eine Gemisch, das 50 g Russ (vom Ofentsrp), 2,5 g α-(4-Octadecyloxybenzoyl)-2-methoxy-5-sulfoacetanilid- Kaliumsalz, 0,5 g Natriumhydroxid und 150 ml Waser enthielt, wurde unter Anwendung einer Kolloidmühle zur Herstellung einer Paste geknetet. Dazu wurden 500 g einer 1Obigen, wässrigen Gelatinelösung und unter Rühren eine 5$ige Citronensäurelösung zugesetzt, um den pH-Wert auf 5,5 einzustellen. Bann wurde das erhaltene Gemisch zu einer Trockenstärke von 4,5 Ά zur Vervollständigung eines lichtempfindlichen Elementes aufgezogen.
Getrennt wurden auf eine Oberfläche eines transparenten Träger eines Schichtfilms, der einen 25 u-dlcfcen Polyvinylalkoholfilm aufwies, auf dessen beide Seiten 25 τα-dicke Polyäthylenterephthalatfilme aufgezogen waren, in der nachfolgenden Reihenfolge die folgenden Schichten zur Herstellung eines Bildaufnahmeelementes aufgezogen. (1) Eine neutralisierende transparente Schicht, die 300 mg/100 cm des durch Behandlung von Vinylmethyläther-Maleinsäureanhydrid-Copolymerem mit n-Butyialkohol herge-
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stellten Halbesters, 60 mg/100 cm 1,4-Bis-(2·,3'-epoxy)-
butan und 21 mg/100 cm Hexahydro-1,3,5-triacryl-s-triazin enthält.
(2) Eine Timing-Schicht, die 45 mg/100 cm n-Butylaerylatß-Hydroxyäthylmethacrylat-Copolymeres (Monomeren-Molverhältnis: etwa 1 : 1).aufweist.
(3) Eine Bildaufnahmeschicht, die 18 mg/100 cm2 Cetyltri-n-butylammoniumchlorid, 4-0 mg/100 cm Gelatine· und 2 mg/100 cm Tetramethylolharnstoff enthält..
(4) -Die erhaltene Oberfläche wurde mit einer 1$igen Acetonlösung von Polyäthylenglylcol(1000)-monocetyläther unter Bildung eines Überzugsfilms einer Stärke von etwa 0,5 V. behandelt.
Dann wurden Behandlungslösungen der folgenden Zusammensetzungen, die einen Entwicklungsbeschleuniger jeweils der folgenden Verbindungen enthielten, hergestellt.Ein zerbrechbarer Behälter, der 1 ml der jeweiligen Behandlungslösung aufnehmen konnte, wurde hergestellt. Der Behälter wurde durch Palten eines Schichtfilms aus Polyäthylen-Aluminium-Cellophan-Polyäthylen und Heissversiegelung, so dass ein Hohlraum zur Aufnahme der Behandlungslösung gebildet wurde, hergestellt.
1. Kein Entwicklungsbeschleuniger
Erfindungsgemässe Verbindung: Aminoäthyläthanolamin
0,005 ml
0,01 ml
0,05 ml
0,1 ml
0,3 ml
0,5 ml
1,0 ml
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-.70 -
100 ml
20 mg
3,0 g
15 mg
4,0 g
3,5 g
3,0 g
0,8 g
0 bis 1,0 ml
Zusammensetzung der Behandlungslösung Wasser
Ascorbinsäure
4-Amino-3-methyl-N-äth.yl-ir-(ß-hydroxyl)anilinsulfat
"■ 6-Nitrobenzimidazolnitrat
Natriumhydroxid
Carboxymethylcellulose-liatriumsalz Titandioxid
Uatriumthiosulfat (wasserfrei) VerlDindung der Erfindung
Die Behandlungsmasse wurde hergestellt und in einer Atmosphäre aus Freongas (Freon 12) in den Behälter gebracht.
Das so hergestellte lichtempfindliche Element und das Bildaufnahmeelement wurden zu einer Grosse von 10 x 8 cm geschnitten und die so geschnittenen Bögen wurden unter inniger Haftung aneinander gepresst, wobei die überzogenen Filme einander gegenüberlagen. Eine 115 u-dicke poröse Polyalkylenterephthalatfolie, die Titandioxid enthielt, wurde längs der Peripherie des Bildaufnahmeelements so haftend verbunden,, dass sie das Bild begrenzte. Der vorstehend angegebene die Behandlungslösung aufnehmende Behälter wurde am Führungsende der erhaltenen Verbundstruktur fest angeordnet, so dass der Inhalt zwischen das lichtempfindliche Element und das Bildaufnahmeelement freigegeben werden konnte. Ferner wurde ein Polyäthylenterephthalat-Lichtunterbrechungselement ausreichender Grosse, um die lichtempfindliche Oberfläche zu bedecken, von einer Stärke von etwa 50 τα, das 5 Gew.$ Russ enthielt, längs des Führungsendes des lichtempfindlichen Elementes haftend verbunden und eine russhaltige Ithylacetatlösung
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wurde an den Rändern der Filmverbundstruktur zur Verhinderung von Lichteinfall durch die Kanten aufgezogen. Auf diese Weise wurden Filmeinheiten, wie beispielsweise in den Fig. 2a und 2b erläutert, welche- die Verbindung der Erfindung in verschiedenen Mengen enthielten, vervollständigt".
Die Sensitometric wurde durch stufenweise Belichtung der Filmeinheiten durch den transparenten Träger des lichtempfindlichen Elementes durchgeführt, wobei das Lichtunterbrechungselement aus der Bahn des Belichtungslichtes herausgenommen wurde. Fach Auflegung des lichtempfindlichen Elementes wurde die Filmeinheit durch ein Paar nebeneinander angeordneter Walzen zur Ausbreitung der Behandlungsmasse in einer Stärke von 200 u durchgeführt. Die Behandlung wurde fortgesetzt, wobei Jede der 8 FiImeinheiten in einem hellen Raum bei 25° C belassen wurde. Die Bildung der übertragenen Farbstoffbilder wurde durch den Träger der Bildaufnahmeschicht beobachtet. Die Reflexionsdichte der Übertragungsbilder wurde unter Verwendung von Rot-(R), Blau-(B) und GrUn-(G-) Filtern gemessen. Die auf diese Weise erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle I wiedergegeben.
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Tabelle I
Menge der Dmax R G Reflexionsdichte B R Dmin B • 'Ad* G- B
zugesetzten
erfindungs-
gemässen
Verbindung
(tu)
1,40 1,40 1,50 0,20 G- 0,55 R 1,00 0,95
Aminoäthanol-
amin O
1,40 1,45 1,40 0,15 0,40 0,20 1,20 1,25 1,20
» 0,005 1,40 1,45 1,40 0,15 0,20 0,20 1,25 1,50 1,20
11 0,01 1,60 1,60 1,55 0,10 0,15 0,15 1,25 1,48 1,50
» 0,05 1,60 1,65 1,60 0,15 0,12 0,22 1,50 1,48 1,58
» 0,1 1,50 1,5o 1,60 0,20 0,17 0,40 1,45 1,15 1,20
" 0,5 1,50 1,50 1,50 0,50 0,55 0,45 1,50 1,05 1,05
M 0,5 1,50 1,60 1,55 0,40 0,45 0,55 1,20 1,10 1,00
11 1,0 0,50 1,10
* AD = Dmax - Dmin: Dies entspricht dem Kontrast der Bilder.
Wie aus den Ergebnissen der Messung der in Tabelle I wiedergegebenen Reflexionsdichte ersichtlich, ergaben Filmeinheiten, denen die Verbindung der Erfindung in einer geeigneten Menge zugesetzt worden war, deutliche Bilder mit hohem Kontrast (AD). Auch ist ersichtlich, dass, wenn die Verbindung in einer grössereu als der geeigneten zugesetzt wird, der Dmin-Wert zunimmt, was zu einer Verringerung des Kontrastes führt.
Beispiel 2
Es wurden Filmeinheiten in der gleichen Weise wie in Beispiel 1, jedoch mit der Ausnahme hergestellt, dass 1,8 χ 10~5 Mol/100 cm2 cyanbildender Kuppler, 1-Hydroxy-H"-/Y-(2,4-di-tert,-amylphenoxy)-propyl7-2-naphthamid anstelle
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des gelbbildenden Kupplers in der dritten Schicht und anstelle des magentabildenden Kupplers in der in der lichtempfindlichen Einheit enthaltenden neunten Schicht verwendet wurden. 0,1 g jeweils der folgenden Verbindungen der Erfindung wurden zu der Behandlungslösung zugesetzt und die Belichtung, Entwicklung, Behandlung und Sensitometrie wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt. Die so erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle II wiedergegeben.
Verbindung 4:
Verbindung 5:
Verbindung 6: 222222
Verbindung 13:NH2 CH2 CH2N(CH,)CH2 CH2OH
VerbindungU: NH2CH2Ch2N(NH2)CH2CH2OH
Verbindung 16:NH2CH2CH2N(CH2CH2NH2 )CH2CH2OH
Tabelle II
Verbindung Reflexionsdichte -
der Erf in- Dmax Dmin AlT
dung RG BR GB R S
Keine 1,38 1,42 1,35 0,20 0,35 0,30 1,18 1,07 1,05
Verbindung 4 1,48 1,55 1,50 0,18 0,30 0,25 1,30 1,25 1,25
Verbindung 5 1,48 1,63 1,62 0,20 0,33 0,32 1,28 1,30 1,30
Verbindung 6 1,57 1,59 1,53 0,25 0,32 0,28 1,32 1,27 1,25
Verbindung 13 1,45 1,50 1,42 0,20 0,28 0,28 .1,25 1,22 1,14
Verbindung 14 1,57 1,60 1,60 0,21 0,30 0,28 1,36 1,30 1,32
Verbindung 16 1,59 1,62 1,58 0,18 0,25 0,20 1,41 1,37 1,38
Wie aus den in Tabelle II angegebenen Ergebnissen ersichtlich, lieferten Filmeinheiten, denen die Verbindungen der Erfindung,zugesetzt worden waren, Bilder mit hohem Kontrast (was sich aus demAD-Wert ergibt).
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Beispiel 3
Es wurden Filmeinheiten, welche die Beispiel 2 beschriebene lichtempfindliche Einheit und Bildaufnahmeeinheit und die in Beispiel 1 "beschriebene Behandlungslösung, welche 0,7 ml Aminoäthyl-äthanolamin als Verbindung der Erfindung enthielt, aufwiesen und Filmeinheiten, welche nicht die erfindungsgemässe Verbindung enthielten, hergestellt und der gleichen Belichtungs- und Entwicklungsbehandlung wie in Beispiel 1 unterworfen. Die Reflexionsdichte der auf das Bildaufnahmeelement übertragenen Farbbilder wurde bei bestimmten Zeitintervallen gemessen, um den Fortschritt der Entwicklung zu prüfen. Die so erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle III wiedergegeben. .
Behandlungszeit
(Min.)
Tabelle III
Reflexionsdichte
Dmax
Dmin
B R B B
5
10
Die erfindungsgemässe Verbindung ■ enthaltend;
0,35 0,40 0,20 0,13 0,15 0,10 0,22 0,25 0,10 0,60 0,75 0,60 0,15 0,18 0,12 0,45 0,57 0,48 1,20 1,25 1,21 0,20 0,23 0,15 1,00 1,02 1,06
0,65 0,70 0,45 0,14 0,17 0,12 0,51 0,53 0,33 0,90 1,05 0,75 0,18 0,19 0,12 0,72 0,86 0,63 1,50 1,58 1,50 0,22 0,25 0,14 1,28 1,33 1,36
Wie aus den in Tabelle III gezeigten Ergebnissen ersichtlich, lieferten Filmeinheiten, zu denen die Verbindung der Erfindung zugesetzt worden war, rasch deutliche Bilder
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mit einem hohen Kontrat (^D) und einer hohen Dichte (Dmax), der in der Bildaufnahmeschicht fixierten Farbbilder innerhalt einer "bestimmten Behandlungszeit im Vergleich mit den Filmeinheiten, denen die Verbindung der Erfindung nicht zugesetzt worden war.
Beispiel- 4
3)as lichtempfindliche Element und die Bildaufnahmeelemente wurden in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt. Es wurden sechs Behandlungslösungen hergestellt, indem zu der in Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung die Verbindung der Erfindung, 2-Hydroxy-1,3-diaminopropan, in einer Menge von 0, 0,01, 0,05, 0,2 oder 1 ml zugegeben wurde, 1,5 ml der jeweiligen Behandlungslösung wurde in einen zerbrechbaren Behälter gegeben und zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem Bildaufnahmeelement angeordnet. Dann wurde jede der erhaltenen Filmeinheiten "belichtet und unter Ausbreitung der Behandlungslösung in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 "behandelt. Die Sensitometric wurde 10 Minuten nach der Behandlung durchgeführt. Die so erhaltenen Ergebnisse sind in Tatelle IV wiedergegeben. Auch mit der Probe, zu der die Verbindung der Erfindung in einer Menge von 0,2 ml zugegeben worden war, wurde die Seusitometrie nach Entwicklung 2, 5 und 10 Minuten durchgeführt, um den Zustand des Portschritts der Entwicklung zu zeigen.
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Verbin
dung d.
Erfin
dung
(ml)
Behand
lungs
zeit
(Min.)
Keine ■ 10
0,01. 10
0,05 10
0,25 2
0,25 5
0,25 10
1 10
Tabelle IY
Ee f1exi ons diente
Dmax
Dmin
Aus den in Tabelle IV gezeigten Ergebnissen der Messung der Reflexionsdichte ist ersichtlich, dass die Filmeinheiten, zu denen die Verbindung der Erfindung in einer geeigneten Menge zugesetzt worden war, Bilder mit einem
hohen Dmax und einem niedrigen Dmin-Wert lieferten, d. h. mit hohem Kontrast im Vergleich zu einer Filmeinheit, die nicht die Verbindung der Erfindung enthielt. Auch ist
ersichtlich, dass im Vergleich mit dem in Beispiel 3,
Tabelle III, gezeigten Entwicklungsfortschritt der Probe, zu der die Verbindung der Erfindung nicht zugesetzt worden war, der Entwicklungsfortsehritt der Probe, zu der die- Verbindung der Erfindung in einer Menge von 0,25 ml zugesetzt worden war, weit grosser ist. Dies ermöglicht, dass eine sofortige Photographie rasch erhalten werden kann. Es ist. somit ersichtlich, wie vorteilhaft es ist, die Verbindung der Erfindung in die lichtempfindliche Einheit einzuarbeiten.
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Beispiel 5
Filmeinheiten, welche die in Beispiel 2 "beschriebene lichtempfindliche Einheit und die Bildaufnahmeeinheit und die in Beispiel 1 beschriebene Behandlungslösung aufweisen, welche die nachfolgend angegebenen Verbindungen als Verbindung der Erfindung enthalten und eine Filmeinheit, welche die Verbindung der Erfindung nicht enthielt, wurden hergestellt und gleicher Belichtungs-, Entwicklungsbehandlung und Sensitometric'wie in Beispiel 1 beschrieben unterzogen. Die so erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle V wiedergegeben. Die jeweiligen erfindungsgemässen Verbindungen wurden in einer Menge von 0,5 g zugesetzt.
Erfindungsgemässe Verbindung 17: 2
OH Erfindungsgemässe Verbindung 19: ΪΓΗ2σΗ2σΗ22
OH Erfindungsgemässe Verbindung 25: HH2
IiH2CH2CCH2CH2ITH2
OH Erfindungsgemässe Verbindung 22 s
22
ITH0CH0C-CH0HH0
OH
Erfindungsgemässe Verbindung 27? CH0CH0ITH0
HH2CH2C-CH2ITH2 OH
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Tabelle Ύ
Verbindung"_ der- Erfindung
Keine 17 19 22
27
Reflexionsdichte
Omax
1,20 1,25 1,21 0,20 Of23 0,15 1,00 1,12 1,06
1f56'1,60 1,45 0,16 0,20 O5H 1,40 1,40 1,31
1,52 1,49 1,41 0,16 0,18 0,12 1,36 1,31 1,29
1,59 1,601,50 0,23 0?26 0,19 1*37 1,34 1,31
1,59 1,65 1,57 0,20 0,21 0,14 1,39 1,44 1,43
1,61 1,64 1*52 0,19 0,20 0,17 1,42 1,44 1,35
Aus den in Tabelle. ¥ wiedergegebenen Ergebnissen der Sensitometrie ist ersichtlich., dass Proben^zu denen die Verbindung der Erfindung zugesetzt worden war, sehr kontrastreiche Bilder mit einem grossen Δ D-Wert lieferten.
Beispiel 6
Die Sensibilisatoren der Erfindunge wurden mit üblichen bekannten Sensibilisatoren verglichen. Als Testproben wurden folgende verwendet.
Lichtempfindliches Element: Eine lichtempfindliche Einheit, die
eine blau-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht vom Negativtyp (Jodidgehalt: 3,0 Mol%; mittlere Korngrosse: 0,8 u) , die durch Mehrschichtüberziehen der ersten Schicht durch die in Beispiel 1 beschriebene fünfte Schicht, eine Zwischenschicht und eine positive Schicht, die ein Goldkolloid und einen zur Freigabe eines dif-
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fundierbaren gelben Farbstoffs befähigten Kuppler enthielt, gebildet wurde, aufweist. Behandlungslösung: - In der gleichen Weise wie in
Beispiel 1, jedoch mit der Ausnahme hergestellt, dass die Art und die Menge des Sensibilisators zu den folgenden üblicherweise bekannten Sensibilisatoren und der Verbindung der Erfindung geändert wurden.
1. Polyäthylenglykol (Molekulargewicht: I5OO)
2. Phenidon
3. Diäthanoiamin
4. Hydrochinon
5· CH3
CH,
6.
.C5H11Cn)
C5H11Cn)
7. Hydroxylamin-hydrochlorid
8. Glycin
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9. Amidol
10. HH2C2H4NHC2H4OH (Verbindung der Erfindung)
Bildaufnahmeschicht: die gleiche wie in Beispiel 1. Die so hergestellten Proben wurden verwendet und der gleichen Sensitometric wie in Beispiel 1 unterzogen. Die Reflexionsdichte des auf den Bildaufnahmebogen übertragenen gelben Farbstoffs wurde durch ein Blaufilter gemessen. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle VI wiedergegeben.
Tabelle VI
Menge der zu der Behandlungslösung zugesetzten Verbindung
(xg/100 ml) ;
Keine
Polyathylenglykol (MW=I^OO) 0,01
" 0,20
Phenidon 0,01
11 0,20
Diäthanolamin 0,01
" 0,20
Hydrochinon 0,01
11 0,10 CH3
Reflexionsdichte
•HC£
Dmax Dmin
0,01 1,10 0,20
0,20 0,25 0,05
A. D
1,86 0,28 1,58
1,75 0,30 1,45
1,76 0,27 0,49
1,65 0,25 1,40
0,92 0,10 0,82
1,86 0,29 1,57
1,90 0,50 1,60
1,70 0,35 1,35
0,89 0,29 0.60
0,90
0,20
5 0 9 8 21/10 0
Tabelle VI
(Fortsetzung)
Menge der zu der Behandlungs- Reflexionsdichte
lösung zugesetzten Ver- ^^ Dmin bindung
- Cxk/1OO ml)
„θ// ^<CsHi](n) -.' 0,01 1,61 0,21 1,40
Hydro xylamin-hydrο chiο ri d
ti
Glycin
It
Amidol
0,25 0,27 0,02 0,25
0,01 1,78 0,28 1,50
0,25 1,10 0,30 0,80
0,01 1,88 0,32 1,58
0,25 1,82 ' 0,32 1,50
0,01 1,^-7 0,27 1,20
0,25 0,32 0,12 0,30
0,01 2,10 0,25 1,85
0,20 2,12 0,32 1,80
22 (Verbindung der Erfindung)
Wie aus. den in Tabelle VI gezeigten Ergebnissen ersichtlich, verringerten Verbindungen, die bisher als Sensibilisatoren zur Verwendung in Schwarz-Weiss-Systemen oder gewöhnlichen Systemen bekannt waren, nicht nur den Dmin-Wert, sondern auch den Dmax-Wert und demzufolge wurde der A D-Vert herabgesetzt, was zur Bildung von Bildern mit geringem Kontrast führt. Auch lieferten, obgleich die Messung der Empfindlichkeit der negativen Bilder zeigte, dass Phenidon, Hydroxylamin, Glycin, Amidol und dgl. die Empfindlichkeit bekannt!ich erhöhen und wirksam als Sensibilisatoren für die negative Schicht waren, sie nur Bilder mit geringem Kontrast,
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wenn sie auf eine farbphotographisehe Methode angewendet wurden, worin ein Umkehrbild durch die physikalische Auflösungsentwicklung gemäss der Erfindung gebildet wird. Es ist somit ersichtlich, dass eine Probe ohne derartige Verbindungen besser ist.
Andererseits lieferten Proben, zu denen die Verbindung der Erfindung (UHpCpH^KHCpH^OH) zugesetzt worden war, sehr kontrastreiche Übertragungsbilder mit einem hohem Dmax-Vert. Somit wurde gezeigt, dass die Verbindung der Erfindung ein ausgezeichneter Sensibilisator ist.
Die Erfindung wurde vorstehend anhand bevorzugter Ausführungsformen beschrieben, ohne darauf begrenzt zu sein.
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Claims (28)

  1. Patentansprüche
    <1. Diffusionsübertragungsfarbfilmeinheit für das physikalische Auflösungsentwicklungssystem, die (A)
    (1) ein lichtempfindliches Element, das einen Träger mit wenigstens einer darauf befindlichen lichtempfindlichen Schichteinheit aufweist, die
    (i) eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionschicht vom Uegativtyp, welche eine mit Ballastgruppe versehene Verbindung, die zur Umsetzung mit einem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmittel unter Herstellung einer nicht-diffundierbaren Verbindung befähigt ist, enthält und
    (ii) eine angrenzende Schicht aufweist, die physikalische Entwicklungskerne und einen mit Ballastgruppe versehenen Kuppler, der zur Umsetzung mit einem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmittel unter Herstellung eines diffundierbaren Farbstoffs befähig ist, enthält;
    (2) ein Bildaufnahmeelement, das einen Träger mit'einer darauf befindlichen Bildaufnahmeschicht, die zur Fixierung von aus dem lichtempfindlichen Element freigesetzten diffundierbaren Farbstoffen befähigt ist, aufweist;
    (3) einen zerbrechbaren Behälter, der eine alkalische Behandlungsmasse enthält und zur Freigabe einer alkalischen Behandlungsmasse durch die Wirkung druckaufgebender Bauteile zur Ausbreitung zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem Bildauf-
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    nähmeelement befähig ist und
    (4) ein aromatisches primäres Amin als Farbentwicklungsmittel in der Behandlungsmasse oder einem Vorläufer davon, der nach Hydrolyse mit der Behandlungsmasse das Entwicklungsmittel in dem lichtempfindlichen Element liefert und ein Lösungsmittel für Silberhalogenid umfasst, und
    (B) geeignet ist, nach bildweiser Belichtung des lichtempfindlichen Elementes durch Ausbreitung der Behandlungsmasse als eine Schicht zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem Bildaufnahmeelement durch die Wirkung druckaufgebender Bauteile behandelt zu werden, wobei die Diffusionsübertragungsfarbfilmeinheit wenigstens eine Verbindung der folgenden allgemeinen Formel
    212 , (I)
    worin R^ und R2 jeweils einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlen stoffatomen und R, ein Wasserstoffatom, eine Aminogruppe, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder eine Aminoalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, oder der folgenden allgemeinen Formel
    52 , .(II)
    OH
    worin R^ und Er jeweils eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Rg ein Wasserstoffatom, eine Aminogruppe, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4- Kohlenstoffatomen oder eine Aminoalkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, enthält.
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  2. 2. Filmeinheit nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der allgemeinen Formel (I) oder (II) in einer Menge von etwa 0,05 g bis 3 g Je Liter Behandlungslösung vorliegt«
  3. - 3- Filmeinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel für Silberhalogenid in der Behandlungsmasse vorliegt und die physikalischen Entwicklungskerne in einer lichtunempfindlichen Schicht des lichtempfindlichen Elementes vorliegen.
  4. 4. Filmeinheit nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass das lichtempfindliche Element eine Säure mit einem pKa-Vert von mehr als etwa 8 enthält, deren zugehöriges Basenanion das Lösungsmittel für das Silberhalogenid wird.
  5. 5· Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Elemente lichtempfindliches Element und Bildaufnahmeelement eine neutralisierende Schicht enthält, die eine ausreichende Menge einer sauren Substanz zur Neutralisation des Alkalis aus der ausgebreiteten Behandlungsmasse auf einen pH-Wert, bei dem die Farbstoff bilder stabil sind, enthält.
  6. 6. Filmeinheit nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, dass die neutralisierende Schicht die saure Substanz in einer Menge enthält, die wenigstens äquivalent der Menge Alkali je Flächeneinheit der ausgebreiteten Behandlungsmasse ist.
  7. 7. Filmeinheit nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, dass die Neutralisierungsschicht zwischen dem Träger des lichtempfindlichen Elementes und der lichtempfindlichen Schicht angeordnet ist.
  8. 8. Filmeinheit nach Anspruch 5 bis 7» dadurch gekennzeichnet, dass die Neutralisierungsschicht und die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht voneinander
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    durch eine Timingschicht getrennt sind.
  9. 9. Filmeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Heutralisierungsschicht zwischen dem Träger des Bildaufnahmeelementes und der Bildaufnahmeschicht angeordnet ist.
  10. 10. Filmeinheit nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, dass die Keutralisierungsschicht und die Bildaufnahmeschicht voneinander durch eine Timingschicht getrennt sind.-
  11. 11. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Lichtunterbrechungsschicht, die während der Behandlung der Filmeinheit ausserhalb einer Kamera die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht vor umgebendem Licht schützen kann und die leicht nach Behandlung entfernt werden kann, auf der gegenüberliegenden Fläche des transparenten Trägers des lichtempfindlichen Elementes zu der Silberhalogenidemulsionsschichtseite enthält.
  12. 12. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Lichtunterbrechungsschicht, welche die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht vor Umgebungslicht während der Behandlung der Filmeinheit ausserhalb einer Kamera schützen kann und welche ihre Lichtunterbrechungsfähigkeit durch Nachbehandlung verliert, zwischen dem transparenten Träger des lichtempfindlichen Elementes und der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht enthält.
  13. 13. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtunterbrechungsschicht schwarzes kolloidales Silber enthält.
  14. 14. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lichtunterbrechungselement, welches die gegenüberliegende Fläche des lichtempfindlichen Elementes zur Emulsionsschichtseite nach der bildweisen Belichtung durch den transparenten Träger des lichtempfindlichen EIe-
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    mentes und vor der Einwirkung der druckaufgebenden Bauteile abdecken kannT so dass die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht vor Umgebungslicht während der Behandlung der Filmeinheit an einem hellen Platz ausserhalb einer Kamera geschützt ist, enthalten ist. .
  15. 15- Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 14-, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lichtunterbreehungselement mit einer Öffnung zur Aufnahme des belichteten lichtempfindlichen Elementes enthalten ist und das an dem Bildaufnahmeelement an den Rändern des Bildaufnahmeelementes befestigt ist, wobei die Bildaufnahmeschicht nach innen gerichtet ist.
  16. 16. Filineinheit nach Anspruch 1 bis 1.5, dadurch gekennzeichnet, dass das aromatische primäre Aminentwicklungsmittel eine p-Phenylendiaminverbindung ist.
  17. 17· Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Ball astgruppe versehene Verbindung in der Silberhalogenidemulsion vom Negativtyp eine Verbindung ist, die sowohl einen Kupplerkernrest, der zur Kupplung mit einem Oxidationsprodukt des aromatischen primären Aminfarbentwicklungsmittels unter Bildung einer mit Ballastgruppe versehenen Verbindung befähigt ist, als auch einen hydrophoben Rest mit 8 oder mehr Kohlenstoffatomen enthält.
  18. 18. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Ballastgruppe versehene Kuppler, der zur Herstellung eines diffundierbaren Farbstoffs befähigt ist, eine Verbindung darstellt, die (i) einen Kupplerkernrest, der zur Umsetzung mit dem Oxidationsprodukt eines aromatischen primären Amins als Farbentwicklungsmit.tel unter Bildung einer Farbsto£fstruktur befähigt ist und wenigstens eine wasserlöslichmachende Gruppe an der Kupplungsstelle des Kupplerkernrestes aufweist und (ii) einen Substituenten enthält, der einen hydrophoben Rest mit 8 oder mehr Kohlen-
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    stoffatomen enthält, der bei der Kupplung durch das aromatische primäre Aminfarbentwicklungsmittel entfernt werden kann.
  19. 19. Filmeinheit nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserlÖslichmachende Gruppe eine Sulfogruppe, eine Carboxygruppe oder eine Sulfonamidogruppe ist.
  20. 20. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 19r dadurch gekennzeichnet, dass, sie eine a-Acylacetanilidverbindung als einen gelben Farbstoff liefernden Kuppler enthält.
  21. 21. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 19» dadurch gekennzeichnet, dass sie eins 5-Pyrazolonverbindung als einen Magentafarbstoff liefernden Kuppler enthält.
  22. 22. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Phenolverbindung oder eine a-Naphtholverbindung als einen Cyanfarbstoff liefernden Kuppler enthält.
  23. 23- Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger des Bildaufnahmeelementes transparent ist.
  24. 24. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine für die Behandlungsmasse durchlässige Lichtunterbrechungsschicht aufweist, die ein Lichtabsorptionsmittel in einer ausreichenden Menge zum Schutz der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht vor Umgebungslicht während der Behandlung der Filmeinheit ausserhalb einer Kamera enthält, welche die der Trägerseite gegenüberliegende Fläche des lichtempfindlichen Elementes abdeckt.
  25. 25· Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass ein wesentlicher Teil der lichtreflek-^ tierenden Substanz in der Behandlungsmasse enthalten ist, wobei die lichtreflektierende Substanz in einer Menge vorliegt, die zur Maskierung der Lichtunterbrechungsschicht des lichtempfindlichen Elementes und zur Bildung eines weissen
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    Hintergrundes für die übertragenen Farbbilder notwendig ist.
  26. 26» Filmeinheit nach Anspruch. 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine für die Behandlungsmasse durchlässige Schicht aufweist, die eine lichtreflektierende Substanz in einer Henge, die zur Maskierung der Liehtunter— brechnngsschicht des lichtempfindlichen Elementes und zur Bildung eines weissen Hintergrundes für übertragene Farbbilder notwendig ist, enthält, welche, die Oberfläche der Bildaufnahmeschicht abdeckt.
  27. 27. Filmeinheit nach Anspruch i bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandl, ungsmasse ein Licht ab sorptionsmittel in einer Menge enthält, die zum Schutz der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht vor Umgebungslicht während der Behandlung der Filmeinheit ausserhalb einer Kamera notwendig ist. ,
  28. 28. Filmeinheit nach Anspruch 1 bis 27» dadurch gekennzeichnet, dass sie eine lichtreflektierende Substanz, die zur Bildung eines weissen Hintergrundes der übertragenen Farbbilder erforderlich ist, in dem Träger der Bildauf nahmeschieht oder zwischen der Bildauf nähme schicht und dem Träger der Bildaufnahmeschicht aufweist.
    29- Filmeinheit nach Anspruch 1 .bis 28, dadurch gekennzeichnet,-dass sie eine Ablösungs- bzw. Entschiehtungsschicht zwischen der Oberfläche der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht am weitesten entfernt von dem !Präger des lichtempfindlichen Elementes und der der Trägerseite gegenüberliegenden Fläche des Bildaufnahmeelementes aufweist, wobei die Ehtschichtungsschicht die Trennung des lichtempfindlichen Elementes und des Bildaufnahmeelementes voneinander nach Behandlung erleichtert.
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