DE2454503C3 - Probenehmer, vorzugsweise für Flotationskonzentrate - Google Patents

Probenehmer, vorzugsweise für Flotationskonzentrate

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DE2454503C3
DE2454503C3 DE19742454503 DE2454503A DE2454503C3 DE 2454503 C3 DE2454503 C3 DE 2454503C3 DE 19742454503 DE19742454503 DE 19742454503 DE 2454503 A DE2454503 A DE 2454503A DE 2454503 C3 DE2454503 C3 DE 2454503C3
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Hans-Joachim 4690 Herne Rasch
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/02Devices for withdrawing samples
    • G01N1/10Devices for withdrawing samples in the liquid or fluent state
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Description

Die Erfindung betrifft einen Probenehmer zur diskontinuierlichen Probenahme aus einem in einem Strömungskanal strömenden Medium, insbesondere Flotations-Konzentrat, wobei die Probe durch Einführen einer Probenahme-Vorrichtung in das strömende Medium von der Kanaloberseite her. Füllen und anschließendes Entleeren der Probenahmevorrichtung entnommen wird.
Zur Überwachung des Arbeitsprozesses in Flotatiouszellen ist es notwendig, von Zeit zu Zeit das Flotationskonzentrat zu überprüfen. Dazu wurde bisher meist an der Auslaufseite der Flotationszellen Flotalionskonzentrat abgeschöpft und einer Laboruntersuchung unterzogen. Zur Probenahme wurde dabei ein einfacher Probenahmebehälter, der manuell gefüllt wurde, verwendet« Hierdurch ergab sich jedoch eine Verfälschung, da durch einfaches Ausschöpfen nur die Oberflächenschicht des Flölatioris-Könzelfales mit gegenüber dem Häüptström abweichenden Eigenschaften entnommen wurde, Eine ähnliche Verfälschung ergab sich, wenn in den Strömungskanal ein Entnahme* hahn eingebaut wurde, uni die Probe aus dem Flotations-Konzentrat zu nehmen. Hier wurde ebenfalls eine nicht repräsentative Teilmenge erhalten, da sich in Folge der Schwerkraftwirkung in dem Strömungskanal eine Schichtung des Flotations-Konzentrates nach den unterschiedlichen Feststoffgehalten ausbildet.
In der nachveröffentlichten DE-OS 25 04 2Ϊ5 wird vorgeschlagen, die Probemenge durchfluß-proportional durch einen kleinen Drehbehälter zu entnehmen. Hier wird nur ein Teilquerschnitt des Strömungsweges
ίο erfaßt, die Randschichten werden nicht mitberücksichtigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorerwähnten Nachteile bei der Probenahme von flüssigem Medium zu vermeiden und insbesondere eine Probe zu erhalten, die für die Zusammensetzung des Mediums repräsentativ ist, ohne daß große Mengen aus dem Produktionsprozeß entnommen zu werden brauchen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Probenahme-Vorrichtung aus einem Behälter besteht, der eine Einlauföffnung und einen in der Probenahmestellung in Strömungsrichtung des Mediums verlaufenden Durchströmungskanal aufweist, wobei sich in Probenahmestellung die Durchströmungsöffnung in der Mitte und die Einlauföffnung am Boden des Strömungskanals befindet. Diese erfindungsgemäße Ausbildung hat den Vorteil, daß in den Strömungskanal, der offen sein kann, meist jedoch a's geschlossenes Rohr ausgeführt ist, eine Probenahme-Vorrichtung eingeführt werden kann, die — obwohl den gesamten Querschnitt des Strömungskanals erfassend — während der Probenahme den Strömungskanal nicht sperrt, sondern ein Weiterströmen des Mediums erlaubt. Dabei wird während der Probenahme die Einlauföffnung auf dem Weg zum Boden des Strömungskanals durch alle Einzelschichten der Strömung geführt. So erhält man einen repräsentativen Durchschnitt des Mediums, im Augenblick des völligen Einschwenkens der Probenahme-Vorrichtung in den Strömunjskanal, wenn der
ίο Strömungswiderstand der Probenahme-Vorrichtung am größten wäre, befindet sich vorteilhaft die volle Öffnung der Durchströmungsöffnung in der Strömungsmitte. Auf diese Wiese entsteht bei der Probenahme an der günstigsten Stelle ein genügend großer Durchströmungs-QuerschrvU im Strömungskanal, obwohl sich die Entnahme-Öffnung durch alle Schichten des Mediums hindurch bewegt.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Probenahme-Vorrichtung eine
ϊο Keilform mit einer Drehachse am breiten Teil und der Einlauföffnung an der Spitze des Keiles aufweist. Hierdurch wird vorteilhaft der Widerstand beim Einschwenken in die Flüssigkeit so gering wie möglich gehalten.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Probenehmer eine Ausschwenkvorrichtung zum Ausschwenken aus dem Strömungskanal aufweist, die motorisch oder manuell angetrieben ist. Weiterhin ist in einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß oberhalb der Probenahme-Vorrichtung im Strömungskanal eine Gummidichtplatte Vorhänden ist, an der die Probenahmevorrichtung in heraUsgeschwenktet Lage abdichtend anliegt. Hierdurch wird vorteilhaft erreicht, daß das Innere des Strömungska·
nals gegenüber dein Äußeren im Ruhezusland der Probenahmevorrichtüng abgedichtet ist> Dies ist insbe·1 sondere notwendig, wenn es sich um stärk schäumende Flotationskonzenfrate handelt, bei denen es immer
wieder zum Austrag von Schaum durch die Probeleitrinne, die die Probemenge aus der Probenahmevorrichtung weiterleitet, kommen würde. Gleichzeitig wird durch die Gummiplatte ein federnder Anschlag für die herausgeschwenkte Probenahmevorrichtung geschaffen, der ■·, eventuelle Stöße dämpft und eine Positionierung für die Entleerungsstelluirig ergibt
In einer weiteren Ausführi'ngsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schwenkvorrichtung eine Zeit- und/oder Mengeinsteuerung aufweist Durch die Zeitsteuerung wird vorteilhaft erreicht, daß zum Beispiel in vorherbestimmten Abständen Proben entnommen werden können, so daß eine laufende Produktionsüberwachung erfolgt Mit einer Mengensteuerung ist es möglich, die Probenahme so zu steuern, daß jeweils r> nach einer bestimmten Produktionsmenge eine Probe entnommen wird. Ob die Zeit- oder die Mengensteuerung oder eine Kombination von beiden verwendet wird, ist dabei von den Anforderungen an die Produktion abhängig.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Probenahmevorrichtung in einem durch zwei Flansche begrenzten, separat im Strömungskanal montierten Rohrstück angeordnet ist, aas eine Probeleitrinne zur Weiterleitung der Probemenge 2s aufweist. Hierdurch wird vorteilhaft erreicht, daß es sich bei dem Probenehmer um eine geschlossene Einheit handelt, die als Serienteil herstellbar ist Diese Einheit kann an bliebigen Stellen zwischen einzelne Produktionseinheiten eingebaut und auch ohne Schwierigkei- jo ten nachträglich in bereits bestehende Anlage eingefügt werden. Die Einheit weist auch die Probeleitrinne auf, die die Probemenge ableitet Die entnommene Probemenge fließt durch die Schwerkraft aus der Probeleitrinne aus. Ein zusätzliches Pumpaggregat wird nicht η benötigt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Probenahmevorrichtung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 die Probenahmevorrichtung in Entnahmestellung und
F i g. 2 die Probenahmevorrichtung im Schnitt gemäß der Linie II-II in Fig. 1.
Wie Fi g. 1 zeigt, befindet sich im Strömungskanal 1, der nach oben durch die Abschlußplatte 2 abgedeckt wird, unter der sich die Gummidichtp'atte 3 befindet, die Probenahmevorrichtung 4. Diese weist an ihrem unteren Ende die Einlauföffnung 5 auf. die, um den Querschnitt des Strömungskanals vollständig erfassen zu können, als Schlitz entlang des äußeren Randes der
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•15 Probenahmevorrichtung ausgebildet ist Die Durchströmungsöffnumg 6, die ein Weiterströmen des Flüssigkeitsstromis, aus dem die Probe entnommen wird, während der Probenahme ermöglicht, ist so angeordnet, daß sie in der Mitte des Strömungskanals liegt. Gegenüber dem Inneren der Probenahmevorrichtung ist die Durchströmungsöffnung 6 durch das Rohrstück 7 abgeschlossen. Die auf der Anströmseite der Probenahmevorrichtung 4 befindliche vorstehende Kante 8 sorgt für eine einwandfreie Abdichtung in Ruhestellung. Die Probenahmevorrichtung wird im Strömungskanal durch die Schwenkachse 9 gehalten, die in den Lagern 10 gelagert ist Die Drehung erfolgt durch den Schwenkarm 11. Dieser kann wahlweise als Handhebel oder als Stellorgan für eine elektromagnetische, hydraulische oder pneumatische Stellvorrichtung ausgebildet sein.
Aus Fig.2 ist der keilförmige Querschnitt der Probenahmevorrichtung 4 zu ersehen. Durch die keilförmige Ausbildung steht ein genügend großes Probenahnievolumen zur Verfügung und es ist sichergestellt daß ein einwandfreier Abfluß .-,'S entnommenden Probematerials in die Abieitrinne i? erfoigt Die Probenahrnevorrichtung befindet sich zwischen den beiden Flanschen 13 und 14, so daß sich ein vollständig geschlossenes, in jede Rohrleitung ohne weiteres einfügt: .ires Standardbauteil ergibt Die hochgeschwenkte Probenahmevorrichtung dichtet mit der vorstehenden Kante 8 das Innere des Strömungskanals vollständig ab, so daß es nicht zu einem Austreten von Schaum oder von Flotationsflüssigkeil im Falle eines Rückstaues in der Leitung oder bei erhöhter Schaumbildung kommen kann. Die Schwenkachse 9 ist als Vierkant ausgeführt, um eine einfache Montage der Probenahrnevorrichtung auf der Schwenkachse durch Verschraubung z. B. mittels der Schraube 15 zu ermöglichen.
Der vorgesehene Probenehmer kann nicht nur für die Probenahme von Flotationskonzentrat, sondern allgemein für die Probenahme von teilchenbeLdenen Flüssigkeitsströmen verwendet werden, z. B. für Schmutzwasser. Je nach den Anforderungen an die Probenahme, wie sie sich durch das zu untersuchende Medium ergeben, wird dabei die Entnahmeöffnung in ihrem Querschnitt angepaßt Ebenso wird die Neigung des Keilwinkels verändert. Darüber hinaus ist es möglich, auch die Durchströmungsöffnung zur Füllung der Entnahmevorrichtung heranzuziehen, indem passende Löcher und Schlitze in die Wandung eingebracht werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Probenehmer zur diskontinuierlichen Probenahme aus einem in einem Strömungskanal strömenden Medium, insbesondere Flotations-Konzentrat, wobei die Probe durch Einführen, einer Probenahme-Vorrichtung in das strömende Medium von der Kanaloberseite her, Füllen und anschließendes Entleeren der Probenahme-Vorrichtung entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Probenahme-Vorrichtung aus einem Behälter (4) besteht, der eine Einlauföffnung (5) und einen in der Probenahmestellung in Strömungsrichtung des Mediums verlaufenden Durchströmungskanal (6) aufweist, wobei sich in Probenahmestellung die Durchströmungsöffnung (6) in der Mitte und die Einlauföffnung (5) am Boden des Strömungskanals befindet
2. Probenehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Probenahmevorrichtung eine Keilform mit einer Drehachse (9) am breiten Teil und der Einlauföffnung (5) in der Spitze des Keils aufweist.
3. Probenehmer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Ausschwenkvorrichtung (11) zum Ausschwenken aus dem Strömungskanal aufweist, die motorisch oder manuell angetrieben ist.
4. Probenehmer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Probenahmevorrichtung im ^trömungskanal eine Gummidichtplatte (3) vorhanden ist, an die die Probenahmevorrichtung in herausgeschwenkter Lage aüdichtend anliegt.
5. Probenehmer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aus^chwenkvorrichtung (11) eine Zeit- und/oder Mengensteuerung aufweist.
6. Probenehmer nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß die Probenahmevorrichning in einem durch zwei Flansche (13, 14) begrenzten, separat im Strömungskanal montierten Rohrstück (16) angeordnet ist, das eine Probeleitrinne (12) zur Weiterleitung der Probemenge aufweist.
DE19742454503 1974-11-16 1974-11-16 Probenehmer, vorzugsweise für Flotationskonzentrate Expired DE2454503C3 (de)

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DE2454503B2 DE2454503B2 (de) 1981-01-08
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