DE2452180C3 - Gegendruckfüllorgan für Bierfässer und dergleichen Behälter - Google Patents

Gegendruckfüllorgan für Bierfässer und dergleichen Behälter

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DE2452180C3
DE2452180C3 DE19742452180 DE2452180A DE2452180C3 DE 2452180 C3 DE2452180 C3 DE 2452180C3 DE 19742452180 DE19742452180 DE 19742452180 DE 2452180 A DE2452180 A DE 2452180A DE 2452180 C3 DE2452180 C3 DE 2452180C3
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Philipp 6521 Flörsheim-Dalsheim Schmitt
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Gegendruckfüllorgan für Bierfässer und dergleichen Behälter mit einem durch eine umsteuerbare, pneumatische Hubzylindereinheit, die ein Steuerventil mit Druckluftzuleitungen zum Kopf- und Fußteil aufweist, heb- und senkbarem und in das Faß einfahrbaren Füllrohr, das ein in Abhängigkeit von vorgegebenen Füllrohrpositionen selbsttätig öffnendes und schließendes Fußventil aufweist, mit einem das Füllrohr abgedichtet umfassenden, relativ zu letzterem, axial verschiebbaren, durch einen nach unten gerichteten Kraftangriff auf einem Außenbund des Fußventiles aufsitzenden, sowie Gaswege und Anschlußleitungen für Spann- und Rückgas aufweisenden und an dem dem Außenbund des Füllrohres zugekehrten Ende eine Spunddichtung tragenden Preßkopf, wobei die Strömung des Spann- und des Rückgases durch Wege zwischen dem Füllrohr und der Spunddichtung bei von dem Außenbund abgehobenem Preßkopf verläuft.
Solche Faßfüllorgane sind vorbekannt. Das in das Faß einianrbare Fülirohr weist eine Schiauchzuieitung für die Flüssigkeit auf und ist über eine rohrförmige Kolbenstange mit dem Kolben der Hubzylindereinheit verbunden. In der Ausgangsstellung ist das zu füllende Faß lotrecht unter dem Füllorgan und das Ende des Füllrohres in einer solchen Höhe über dem Faßaufnah mes.it/. angeordnet, daß zwischen dem größten ζ füllenden Faß und dem unteren Ende des Füllrohres ei 'usreichender Spielraum zum Manipulieren des Fasse verbleibt. In der oberen Position wird das Fülirohr um der ihm aufsitzende Preßkopf samt dessen Zusatzge wicht mittels der Kolbenstange und des von unten he mit Druckluft beaufschlagten Kolbens gehalten. Soll de Füllvorgang des Fasses eingeleitel werden, dann win ίο das Steuerventil für die Hubzylindereinheit umgestelli so daß die, den Kolben von unten beaufschlagend) Druckluft über einen Schalldämpfer nach außei abgeführt und umgekehrt durch Einlassen von Druckluf dor Kolben von oben her beaufschlagt wird. Es senk sich dann das gesamte Fülirohr mit dem Preßkopf nacl unten gegen die Spundöffnung des Fasses, während de Preßkopf auf dem Faß bzw. dem Rande dei Spundöffnung aufsitzt, wird das Füllrohr durch der Preßkopf hindurch weiter nach unten in das Faß entsprechend der Kolbenbewegung der Zylinderkol beneinheit abgesenkt, bis diese Absenkbewegung ir vorbestimmter Höhe durch einen Anschlag beendei wird. Der Preßkopf steht über Rohrleitungen oder Schläuche mit Behältern oder Rohrleitungen ir Verbindung, die Spanngas zuführen bzw. Rückgas aufnehmen. Sobald die Abwärtsbewegung des Preßkopfes durch Aufsitzen auf dem Faß beendet ist. löst sich das Füllrohrende von dem unteren Ende des Preßkopfes wodurch die Gaswege des Preßkopfes zum Faß frei werden. Spanngas strömt in das Faß ein. Das Faß wird auf Gegendruck vorgespannt, während sich das Füllrohr im Faßinnern weiter nach unten bewegt. Gesteuert durch Anschläge entlang der Bewegungsbahn des Füllrohres gelangt durch die als Rohr ausgebildete Kolbenstange, von der Oberseite des Kolbens aus. Druckluft in eine im Füllrohrkopf vorgesehene Betätigungseinrichtung für das Fußventil, das dann In Abhängigkeit von dieser Steuerung den Ventilkegel des Fußventiles nach unten absenkt, wodurch die in das Faß einzufüllende Flüssigkeit am Füllrohrende ausströmt. Der Zulauf zum Füllrohr erfolgt, da letzteres auf- und abbewegbar ist, üblicherweise über eine Schlauchzuleitung. Mit solchen Füllorganen v/erden Fässer unterschiedlicher Größe, 30-Liter-Fässer ebenso wie 100-Liter-Fässer, gefüllt. Dabei bleiben alle Einstellungen gleich. Die Höhendifferenzen der Fässer werden dadurch ausgeglichen, daß die Preßköpfe in unterschiedlicher Höhe auf den Fässern abgesetzt werden. Das Öffnen der Fußventile erfolgt einheitlich in unterer Stellung des Füllrohres, während das Spannen der Fässer jeweils kurz nach dem Aufsetzen des Preßkopfes auf das Faß beginnt. Da das Volumen eines Fasses sehr viel rascher anwächst als sein Durchmesser ist es bekannt, daß beim Vorspannen von großen Fässern, z. B. 100-Liter-Fässern, die Abwärtsbewegung des Füllrohres zwischenzeitlich gestoppt werden muß, damit die Vorspannung beendet ist, bevor das Fußventil seine untere Stellung erreicht hat und geöffnet wird. Bei der Füllung eines großen Fasses muß der Bedienungsmann also nach aufgesetztem Preßkopf eine Schaltbewegung ausführen und das weitere Absenken des Füllrohres einige Sekunden unterbrechen. Vielfach wird diese Tätigkeit vergessen oder aus sonstigen Gründen, z. B. weii zwischenzeitlich ein anderes Fa5 eingerichtet wird, nicht durchgeführt. Die Folge davon ist, daß bei großen Fässern oft keine ausreichende Vorspannung des Fasses erfolgt und daß Bier mit zu geringem Gegendruck in das Fafi einschießt. Die weitere Folge ist
in
daß das Faß beim Abziehen des Füllorganes L dam't unerträglicher Weise überschäumt. Eine automati- mT Steuerung des Zwischenhalles wäre nur mit mtragbar hohem Aufwand möglich. Aufgabe der Erfindung ist es, bei den eingangs nnten und bekannten Faßfüllorganen das Schäugen%on großen und kleinen Fässern auch ohne jeden Twischenhalt nach eingefahrenem Füllrohr zu vermei-H damit nach aufgesetztem Füllorgan bis zum Abschluß des Füllvorganges keine zusätzlichen Schaltnrgänge mehr erforderlich sind.
7ur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der FHndung vorgeschlagen, daß entweder in der vom £ "ventil zum Kopfteil führenden Druckluftleitung
Hr in der zum Fußteil des Druckluflzyl'nder!> rhrenden Druckluftleitung ein voreinstellbares Drucki ft Drosselventil angeordnet ist. Überraschenderweise h t sich ergeben, daß trotz der Drosselung das Absenken des Füllrohres bis zum Aufsetzen des Preßkopfes auf das Faß praktisch unverzögert erfolgt, nie Umsteuerung des Steuerventil auf Absenken hewirkt nicht nur eine Druckluftzufuhr zu der Oberseite Hs Hubkolbens, sondern auch ein rasches Ausblasen des unterhalb des Kolbens befindlichen Druckluftvorrains Freie. Da der Preßkopf funktionsgemäß, er muß Hie Abdichtung mit dem Faß bewirken, ein hohes fewicht aufweist, wird auch das Druckpolster unter Hern Kolben durch Preßkopf und Füllrohr sehr rasch ausgetrieben und die nachströmende Druckluft hat icilweise nur unterstützende Wirkung beim Absenken des Füllrohres samt Preßkopf. Sobald jedoch der Preßkopf auf dem Faß aufsitzt, ist das Gewicht, das die Kolbenstange nach unten zieht, zum größten Teil weggenommen und die Weiterbewegung des Fullrohres innerhalb des Fasses erfolgt nur durch die gedrosselt nachströmende und auf die Kolbenoberseite einwirkende Druckluft. Die Menge dieser zuströmenden Druckluft ist durch das Druckluftdrosselventil gemäß der Frfindung so gedrosselt, daß auch bei dem größten Faß, das zur Abfüllung gelangt, die Vorspannung gerade vollständig beendet ist, bevor das Füllrohr in der untersten Stellung angekommen ist. Erst in dieser Stellung baut sich dann verhältnismäßig langsam, weil «drosselt der volle Druck oberhalb des Kolbens auf und gelangt durch die hohle Kolbenstange auch verzögert zu der Öffnungseinrichtung für das FuBvent.l. Auch die Öffnung des Fußventiles wird daher etwas verlangsamt, was zu einem ruhigen Anlauf auch bei großen Fässern führt. Eine Zeiteinbuße gegenüber der bekannten Methode mit gesteuertem Zwischenhalt ist nicht vorhanden. Auch bei kleinen Fässern tritt keine praktische Verzögerung ein, weil der größere Weg zum Absenken des Füllrohres bis zum Aufsetzen des Preßkopfes, unter dem Einfluß des höheren Gewichtes entsprechend schnell vonstatten geht und das Fullrohr im Innern des kleinen Fasses ohnehin rasch seine unterste Stellung erreicht hat und öffnet.
Gemäß der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daß für das Druckluft-Drosselventil eine Umgehungsleitung mit derart eingebautem Rückschlagvent.l vorgesehen ist daß die Umgehungsleitung bei Strömung der Druckluft in Richtung zum Kopfteil des Druckluftzyl.nders gesperrt und bei Strömung m umgekehrter R htunggeöffnet ist oder daß das Rfckschlagvenu, ,„ entgegengesetzter Richtung öffnet bzw. schließt, falls dSXtife in der zum Fußteil des Druckluftzy.mders führenden Druckluftleitung angeordnet sind. Durch diese Umgehungsleitung wird erreicht, daß beirr, Herausfahren des Füllrohres und beim Anheben des I üllrohres und des Preßkopfes bis in die oberste Endstel'ung keine Verzögerung beim Ausströmen der nun aus dem oberen Teil des Druckluftzylinders ausströmenden Luft entsteht. Trotz des eingebauten Drosselventil kann also die entweichende Luit unbehindert rasch abströmen, damit dieser Vorgang des Anhebens nicht gebremst wird.
Selbstverständlich könnte das Druckluft-Drosselventil auch in die zum Fußteil des Hubzylinders fuhrende Druckluftleitung eingebaut werden; auch mit einer solchen Vorrichtung könnte man einen entsprechenden Effekt erzielen, obwohl sich der Einbau komplizierter gestal'en würde, weil üblicherweise das Steuerventil fur die Druckluft des Zylinders in unmittelbarer Nahe des Zylinderfußes angebracht ist. Das Rückschlagvent.l müßte in diesem Fall jedoch in anderer Richtung, nämlich bei Strömung zum Zylinder hin, öffnen.
Durch die Erfindung wird die Bedienung des Faßfüllorganes wesentlich vereinfacht, da der Fullvorgang keinerlei Aufmerksamkeit mehr erfordert Der Bedienungsmann kann wahrend des gesamten Funvorganges sich mit anderen Dingen, z. B. mit der Vorbereitung anderer Fässer, beschäftigen. Ein Scnaumen bei großen Fässern tritt aus den angegebenen Gründen nicht mehr auf. . ,
In der Zeichnung ist die Erfindung be.sp.elswe.se und schematisch dargestellt. . .
Fig.l zeigt wesentliche Teile e.nes in seiner Ausgangsstellung über dem zu füllenden Faß befindh-
t· ι g. δ zeigt die gleichen Teile des Füllorganes in Spann- und Füllstellung mit teilweise geschnittenem Faß;
Fig. 3 zeigt die Hubzylindereinheit teilweise geschnitten und die
F i g. 4a und 4b zeigen verschiedene Stellungen des in F i g. 3 eingezeichneten Steuerventils.
Das zu füllende Faß 1 befindet sich auf dem Faßsitz ta 40 in Füllposition und zu dem Füllorgan 2 derart zentriert, daß sich das Spundloch Ib lotrecht unterhalb des Fußventiles 3a des Fullrohres 3 befindet. Das FuQventil 3a schließt das untere Ende des Fullrohres 3 ab und ist in Axialrichtung mit Hilfe der Steuerstange 3b auf- und 45 abbewegbar. Am unteren Ende des Füllrohres 3, in nächster Nähe des Sitzes des Fußventiles 3a ist auf der Außenseite des Füllrohres ein nicht gezeichneter Bund vorgesehen, auf dem der Preßkopf 4 des Füllorganes aufsitzt. Der Preßkopf 4 selbst weist die Spanngaszulei-50 tung 4a, die Rückgasableitung 4b, sowie am unteren Ende eine Spunddichtung 4c, sowie im Innern Gaswege für Spann- und Rückgas auf. Der Preßkopf 4 ist am oberen Ende gegenüber dem Mantel des Fullrohres abgedichtet, jedoch axial verschiebbar geführt. Die 55 Gaswege im Innern des Preßkopfes münden im Raum zwischen der Außenfläche des Rückgasrohres 3 und der Innenfläche der Spunddichtung 4c, soweit, wie in F i g. dargestellt, der Preßkopf 4 unter Einwirkung seines Eigengewichtes und eines schematisch dargestellten 60 Zusatzgewichtes 4/?, das in der Praxis meist stangenförmig ausgebildet ist, auf dem nicht gezeichneten Bund des Fullrohres 3 aufsitzt, sind die Gaswege auch nach uruen abgedichtet. Die Leitung 4a wird durch eine nicht gezeichnete Druckgasquelle mit Spanngas versorgt. 65 Durch die Leitung 4b kann zu einem nicht gezeichneten Sammelbehälter Rückgas abströmen. Üblicherweise sind für die Zu- und Ableitung der Gase Teleskoprohre vorgesehen, die sich bei der Auf- und Abbewegung des
Preßkopfes 4 abgedichtet ineinander verschieben. Das ist jedoch in F i g. 1 und 2 nicht gezeichnet, sondern nur angedeutet. Es könnten jedoch auch Schläuche als Gasleitungen vorgesehen werden.
Soweit, wie üblich, Teleskoprohre verwendet werden. ist in den Fig. 1 bis 3 das jeweils obere, weitere und feststehende Teleskoprohr mit 4c/ und 4e bezeichnet. Die Traverse 5 ist ebenfalls feststehend. An ihr ist außen ein Lagerstück 5a mit Schalthebel 56, sowie Schaltstange 5c angeordnet. Die Schakstange 5c wird durch Verschwenken des Schalthebels 5b um ihre Achse gedreht. Sie führt, wie die F i g. 3, sowie F i g. 4a und 4b zeigen, zu dem Steuerventil 6, dessen Steuerscheibe mit 6a und deren Gaswege mit 6b und 6c bezeichnet sind. Auf den oberen festen Teleskoprohren 4dund 4e ist die Schiebetraverse 7 geführt; an ihr ist das Füllrolir 3 mit seinem Oberteil 3c, Biereinlauf 3d und Schaltventil 3c mit Steuerhebel fest angeordnet. Von oben her getragen wird das Füllrohr 3 samt dem vollständigen Oberteil 3c und Preßkopf 4 durch die verlängerte Kolbenstange 8, to die als Luftrohr ausgebildet ist. Durch diese Kolbenstange 8 kann, geschaltet durch das Schaltventil 3c, Druckluft aus dem oberhalb des Kolbens 10 befindlichen Zylinderraum 9a des Druckluftzylinders 9 zum Füllrohroberteil 3c gelangen, in dem sich eine Hubmembran für die Steuerstange 3b des Fußventiles 3a befindet. Diese Membran wird von unten her durch Bierdruck nach oben gepreßt, dadurch schließt das Fußventil 3a. Durch Einleiten von Druckluft wird entgegen dem Bierdruck das Fußventil 3a geöffnet. Beim Anlauf der Steuerhebel des Schaltventiles 3c an den seitlichen Schaltnocken 3f erfolgt diese Steuerung selbsttätig. Die Zylinderkolbeneinheit 9, 10, gemäß Fig.3, bildet zusammen mit dem Füllorgan 2, gemäß den F i g. 1 und 2, jeweils eine Einheit, wobei die Zylindcrkolbencinheit 9, 10 oberhalb der Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 angeordnet ist. Der Kolben 10 hat bei einer Stellung des Füllorgans 2 nach Fig. 1 die in Fig.3 eingezeichnete obere Stellung 10. Für die in Fig. 2 gezeichnete Stellung des Füllorganes ist der Kolben 10' gestrichelt eingezeichnet (F i g. 3). Die zum Kopfteil 9c des Druckluftzylinders 9 führende Druckluftleilung ist mit 11, 11', die zum Fußteil 9d führende Druckluftleitung mit 12 bezeichnet. In der Druckluftleitung 11, 11' ist das einstellbare Druckluft-Drosselventil 13 und parallel dazu in einer Umgehungsleitung 11a ein Rückschlagventil 14 angeordnet, das nur die aus dem oberen Kolbenraum 9a zurückströmende Druckluft durchtreten läßt, nicht jedoch Druckluft, die zum oberen Kolbenraum 9a hinströmt. Mit Fi g. 4Aund Ag sind die oberen Spann- und Rückgaszulcitungen angedeutet. Sie führen in bekannter Weise zu nicht gezeichneten Vorratsbehältern oder Rohrleitungen. In den F i g. 4a und 4b, die die Funktion des Steuerventils 6 aufzeigen, ist die Druckluftspeiselcitung mil 15 bezeichnet. In der Einstellung nach Fig.4a ist sie über den Gasweg 6b mit der Druckluftleitung 11 verbunden, wodurch in den oberen Zylinderraum 9a Druckluft hineingelangt. In der anderen Stellung der Steuerscheibe 6a, gemäß Fig.4b, ist die Druckluflspciselcitung 15 über dem Gasweg 6b mit der Druckluftleilung 12 und damit mit dem unteren Zylinderraum 9b verbunden. Während nach F i g. 4a die Druckluftlcitung 12 über den Gasweg 6c mit dem Schalldämpfer 16 verbunden ist, ist gemäß Fig.4b die Drucklufllcilung 11 über den Gasweg 6c mit dem Schalldämpfer 16 (Abblasdüsc) verbunden. Das einstellbare Druckluft-Drosselventil 13 und das Rückschlagventil 14 könnten auch in der Dnickiiifuci'iiing 12 angeordnet werden. Die Durchlaßrichtung des Rückschlagventils 14 müßte sich dabei umkehren. Schon aus rein konstruktiven Gründen ist diese Anordnung weniger günstig.
Um ein Faß 1 zu füllen, muß es wie Fig. 1 zeigt, zunächst auf den Faßsitz la gelangen und so eingerichtet werden, daß sich das Spundloch Ib zentrisch unter dem Fußvenlil 3a befindet. Hierbei ist der Kolben 10 in seiner oberen, in F i g. 3 gezeichneten Stellung und die Steuerscheibe 6a in den Fig.4b gezeichneten Schaltstellungen. Im unteren Zylinderraum 9b befindet sich Druckluft, die mit Hilfe des Kolbens 10 und der Kolbenstange 8 das Füllrohr 3 samt dem Preßkopf 4 und seinem Gewicht 4/j in der in F i g. 1 gezeichneten Stellung hält. Um das Faß zu füllen, wird der Hebel 5b verschwenkt und damit die Schaltstange 5cverdreht, so daß die Steuerscheibe 6a,die in Fig.4a gezeichnete Stellung einnimmt. Die unterhalb des Kolbens 10 befindliche Druckluft kann sofort über die Druckluftlcitung 12 und den Gasweg 6 aus dem Schalldämpfer bei vollwirksamen Querschnitten abströmen. Unter dem Einfluß des Gewichtes des Füllrohres 3, des Preßkopfes 4 und des Zusatzgewichtes 4Λ gelangt das Füllorgan sehr rasch nach unten, und zwar trotzdem die in den oberen Zylinderraum 9a nachströmende Druckluft durch das eingestellte Drosselventil 13 mengenmäßig beschränkt (gedrosselt) ist. Es erfolgt hierbei eine Expansion der beschränkt nachströmenden Druckluft im Zylinder 9a infolge des am Kolben 10 hängenden verhältnismäßig hohen Gewichtes. Es erfolgt also, trotz Drosselung der Druckluftzufuhr, ein rasches Absenken des Füllrohres 3 mit Preßkopf 4, wobei wie üblich, durch den Bedienungsmann mit Hilfe des Handgriffes 4 eine Zentrierung zum Spundloch Ib hin vorgenommen werden kann. Sobald sich der Preßkopf 4 mit seiner Spunddichtung 4c auf das Spundloch Ib abgesetzt und durch das Gewicht 4Λ die Abdichtung mit dem Faß 1 übernommen hat. wirkt das Gewicht des Preßkopfes 4 samt Zusatzgewicht 4/j nicht mehr auf das Füllrohr 3 ein, was eine ganz erhebliche Verminderung der am Kolben 10 hängenden Last bewirkt. Die Weiterbewegung des Kolbens 10 samt Füllrohr 3 erfolgt nunmehr verzögert und nur noch in dem Maß, wie der obere Zylinderraum 9a mit Druckluft, die das Drosselventil 13 passiert, aufgefüllt wird. Sobald aber das Fußventil 3 mit seinem nicht gezeichneten Bund sich unterhalb der Spunddichtung 4c befindet, verschiedene Stellungen des Füllrohrendes sind in Fig. 2 gestrichelt angedeutet, strömt zwischen dem Füllrohr 3 und der Spunddichtung 4c Spanngas 17 in da; Innere des Fasses 1 und bringt dieses auf der erforderlichen Vorspanndruck, während sich das Füll rohrende mit dem Fußventil 3a weiter nach unter bewegt. Diese Bewegung ist jedoch langsam und durcl das Nachströmen von Druckluft 13 zum oberei Zylinderraum 9a bestimmt. Die Einstellung des Drossel ventiles 13 erfolgt so, daß die Vorspannung des Fasses mit Sicherheit beendet ist, wenn das Füllrohr 3 seine i F i g. 2 gezeichnete, untere Stellung erreicht. Dann wir in bekannter Weise über das Schaltventil 3c Drucklu aus dem oberen Zylinderraum 9a über die hohl Kolbenstange 8 zum Füllcrobcrtcil 3c geleitet uii dadurch über die Stcucrstangc 3b das Fußventil 2 geöffnet, so daß über die Zuleitung 3b, Füllrohrkopi 1 und das Füllrohr 3 Bier in das Faß einlaufen kann.
Während also infolge des Gewichtes des Füllrohres und des Preßkopfes 4 samt Zusatzgewicht 4/j d Absenken des Füllrohrcs 3 auf das Faß 1 vcrhältnism ßig rasch vonslatten geht, erfolgt das weitere Abscnki
des Füllrohres 3 im Faß 1 selbst gerade mit der Geschwindigkeit, die erforderlich ist, um zwischenzeitlich auch ein großes Faß 1 voll vorspannen zu können. Nach dem Aufsetzen des Preßkopfes 4 auf das Faß 1 braucht sich der Bedienungsmann um dieses Faß 1 nicht mehr zu kümmern, bis die Füllung beendet ist und er durch Zurückschwenken des Hebels 5b in die in F i g. 4b gezeichnete Stellung die Aufwärtsbewegung des Kolbens 10 veranlaßt, wobei diese Aufwärtsbewegung unverzögert vor sich geht, weil einesteils die Druckluft- |0 zufuhr über die Speiseleitung 15 ungedrosselt und andererseits die Entlastung des oberen Zylinderraumes 9a ebenfalls ungedrosselt erfolgt. Die aus dem Zylinderkopf 9c kommende Druckluft strömt über die Umgehungsleitung 11a und das in dieser Richtung voll öffnende Rückschlagventil 14. Während der Aufwärtsbewegung des Füllrohres 3 erfolgt ein Umsteuern des Schaltventiles 3e durch die Schaltnocken 3f, wodurch die im Füllrohrkopf 3c einwirkende Druckluft abbläst und das Fußventil 3a dadurch automatisch durch den Bierdruck geschlossen wird, lange bevor das Ende des Füllrohres wieder die Spunddichtung 4cerreicht hat und dann bei der weiteren Aufwäitsbewegung den Preßkopf 4 wieder mit in die in Fig. I gezeichnete Ausgangsstellung mit nach oben nimmt.
Durch die Vorrichtung können Fässer 1 unterschiedlichster Größe mit ein und demselben Füllorgan 2 ohne jede Zwischensteuerung und Zwischenhalt und ohne jedes Nachschäumen infolge zu geringer Vorspannung des Fasses 1 in optimalen Zeiten gefüllt werden. Dadurch wird nicht nur die Funktion des Füllorganes 2 und seine Bedienung verbessert, bzw. vereinfacht, sondern die Bedienungsperson kann sich zwischenzeitlich längere Zeit der Einrichtung anderer Fässer 1 und der Bedienung weiterer Füllorgane 2 widmen. Schließlich benötigt das Bedienungspersonal keinerlei Erfahrung um, wie seither bei größeren Fässern erforderlich war, einen ausreichend langen Zwischenhalt einzusteuern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    I. Gegendruckfüllorgan für Bierfii1 ■·■■■■ u.dgl. Behälter mit einem durch eine uii icrbare, pneumatische Hubzylindereinheit, die on Steuerventil mit Druckluftzuleilungen zum Kopf- und FuQteil aufweist, heb- und senkbaren und in das Faß einfahrbaren Füllrohr, das ein in Abhängigkeit von vorgegebenen Füllrohrpositionen selbsttätig öffnendes und schließendes Fußventil aufweist, mit einem das Füllrohr abgedichtet umfassenden, relativ zu letzterem axial verschiebbaren, durch einen nach unten gerichteten Kraftangriff auf einem Außenbund des Fußventiles aufsitzenden, sowie Gaswege und Anschlußleiiungen für Spann- und Rückgas aufweisenden und an dem, dem Außenbund des Füllrohres zugekehrten Ende eine Spunddicbiung tragenden Preßkopf, wobei die Strömung des Spann- und Rückgases durch Wege zwischen dem Füllrohr und der Spunddichtung bei von dem Außenbund abgehobenem Preßkopf verläuft, d a durch gekennzeichnet, daß entweder in der vom Steuerveniil (6) zum Kopfteil (9c) führenden Druckluftleitung (11, 11') oder in der zum Fußteil (9djdes Druckluftzylinders (9) führenden Druckluftleitung (12) ein voreinstellbares Druckluft-Drosselventil (13) angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß für das Druckluft-Drosselventil (13) eine Umgehungsleitung (11</,J mit derart eingebautem Rückschlagventil (14) vorgesehen ist, daß die Umgehungsleitung (1 lajbei Strömung der Druckluft in Richtung zum Kopfteil (9cjdes Druckluftzylinders (9) gesperrt und bei Strömung in umgekehrter Richtung geöffnet ist oder daß das Rückschlagventil (14) in entgegengesetzter Richtung öffnet bzw. schließt, falls die Ventile (13, 14) in der zum Fußteil (9d)des Druckluftzylinders (9) führenden Druckluftleitung(12)angeordnet sind.
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DE2452180B2 DE2452180B2 (de) 1977-03-10
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