DE2449219C2 - Verfahren zur Gewinnung von 1-Nitroanthrachinon - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von 1-Nitroanthrachinon

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von 1 -Nitroanthrachinon durch Behandlung eines Gemisches nitrierter Anthrachinone mit Hydrazin in Gegenwart inerter Lösungsmittel.
1-Nitroanthrachinon ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen, z. B. sauren Wollfarbstoffen und Reaktivfarbstoffen, und ihren Vorprodukten, z.B. 1-Aminoanthrachinon durch Reduktion des i-Niirüanihräehinoris.
Voraussetzung für eine technische Verwertung ist, daß 1-Nitroanthrachinon in sehr reiner Form erhalten wird. Bei der Nitrierung von Anthrachinon entstehen stets Gemische verschiedener Nitroverbindungen, da die Nitrierung nicht einheitlich verläuft Man erhält ein 1-Nitroanthrachinon, das mit 2-Nitro-, 1,6-, 17-, 1,5-, 1,8-, 2,7-, 2,6-Dinitroanthrachinon und unumgesetztem Antrachinon verunreinigt ist Eine Trennung der Endstoffe durch Umkristallisieren oder Sublimieren ist schwierig, unwirtschaftlich und föhn zu Produktverlusten.
Es wurde nun gefunden, daß man 1-Nitroanthrachinon durch Abtrennung aus Gemischen nitrierter Anthrachinone in Gegenwart inerter Lösungsmittel a vorteilhaft erhält, wenn man das Gemisch nitrierter Anthrachinone mit Hydrazin behandelt
Im Hinblick auf den Stand der Technik liefert das Verfahren nach der Erfindung auf einfacherem und wirtschaftlicherem Wege 1-Nitroanthrachinon in besserer Ausbeute und Reinheit Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, daß das Gemisch der nitrierten Anthrachinone nicht getrocknet werden muß, denn es kann direkt als wasserfeuchte Paste gereinigt werden. Diese vorteilhaften Ergebnisse sind überraschend, denn es ist aus Tetrahedron, Band 8 (I960), Seiten 107-115, bekannt, daß sich l-Chlor-2-nitroanthrachinon mit Hydrazin in Dimethylformamid zu 3-Nitropyrazolanthron und 33'-Azopyrazolanthron, das sich anscheinend aus intermediärem 3-Aminopyrazolanthron bildet, um- w> setzt Eine weitere Arbeit in Tetrahedron, Band 1 (1957), Seite 107, zeigt, daß im Falle von 1-Nitroanthrachinonen die Nitrogruppe durch Hydrazin substituiert wird. Es bilde: s;ch aus l-Nitroanthrachinon-2-carbonsäureäthylester mit Hydrazin S-Hydroxy-ö.il-diketo-l-anthra-(1,2-d)-pyrazolundPyrazol-anthron-2-carbonsäureäthylester. ]. General Chem. UdSSR (engl. Ausgabe), Band 27 (1957), Seiten 865-867, zeigt den gleichen Befund und weist auf die starke Reduktionskraft des Hydrazins und die relative Labilität der Nitrogruppe hin. So werden mit Hydrazin l-Nitro-2-meihylanthrachinon in 2-Methyl-pyrazolanthron, 1 -Nitro-anthrachinon-2-carbonsäure bzw. sein Carbonsäurechlorid in die entsprechende Pyrazolanthroncarbonsäure und l-Amino-4-nitroanthrachinon-2-carbonsäure in die 1,4-Diaminoverbin- h5 dung umgewandelt. Man hätte somit zumindest überwiegende Bildung von 1-Aminoanthrachinon und Pyrazolanthron im Gemisch mit entsprechenden homologen Amino- bzw. Pyrazolanthronderivaten der Dinitroanthrachinone und des 2-Nitroanthrachinons erwarten sollen. Da solche Umsetzungen sich meist nicht quantitativ vollziehen, war somit ein sehr inhomogenes Gemisch von in den verschiedenen Stellungen, insbesondere in 1 -, 2-, 5- und/oder 8-Stellung substituierten Monoamino-, Mononitro-, Monoamino-mononitro-, Dinitro-, Diaminoanthrachinonen und homologen Pyrazolanthronen zu erwarten.
Die als Ausgangsstoffe verwendeten Rohgemische der Nitrierung können unsubstituiertes Anthrachinon, 2-Nitroanthrachinon und/oder die vorgenannten Dinitroverbindungen als Nebenstoffe enthalten. Vorteilhaft ist die Menge der nitrierten Nebenstoffe, bezogen auf die Gesamtmenge 1-Nitroanthrachinon, höchstens I0OGew.-%, vorzugsweise von 5 bis 50, insbesondere von 10 bis 40 Gew.-%. Bevorzugt sind Gemische von 1-Nitroanthrachinon mit 2-Nitroanthrachincr.. 1,5-Dinitroanthrachinon und/oder 1,8-Dinitroanthrachinon. Die Herstellung der nitrierten Anthrachinone kann in weitem Maße auf beliebige Weise durchgeführt werden, z. B. durch Nitrierung von Anthrachinon in Phosphorsäure, Flußsäure und zweckmäßig in Schwefelsäure oder Salpetersäure. Im allgemeinen verwendet man das rohe, neutralisierte Nitriergemisch, gegebenenfalls nach Abtrennung des Lösungsmittels, das so häufig noch Wasser, zweckmäßig von 0 bis 60Gew.-% Wasser, bezogen auf das Gesamtgemisch nitrierter Anthrachinone, enthält
Man verwendet Hydrazin im allgemeinen in Form von Hydrazinhydrat Man kann aber auch Hydrazin selbst oder seine Salze, z.B. die primären oder sekundären Sulfate, zusammen mit einer Base, die das Hydrazin freisetzen, verwenden. Die Umsetzung wird mit Hydrazin in stöchiometrischer Menge oder in einem Unterschuß oder Überschuß, vorzugsweise in einem Verhältnis von 0,01 bis 2,5 Mol Hydrazin, bezogen auf 1 Mol 1-Nitroanthrachinon, durchgeführt Als Lösungsmittel werden in der Regel organische, unter den Reaktionsbedingungen inerte Lösungsmittel vervendet Es kommen z. B. in Frage: Alkenole und Cycloalkanole wie Äthanol, n-Butanol, Isobutanol, tert-Butanol, Cyclohexanol, Propanol, Methanol, Äthylenglykol, Methylglykol. Bevorzugt sind Amide der Formel
R1-C = N
wor!n die einzelnen Reste Ri, R2 und Rj gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit t bis 4 Kohlenstoffatomen, einen cyclohexylrest, einen Aralkylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen, einen Phenylrest bedeuten, darüber hinaus die Reste Ri und R3 auch zusammmen mit dem benachbarten Kohlenstoffatom und Stickstoffatom für Glieder eines 5- oder 6gliedrigen heterocyclischen Ringes oder R3 und R; und das beiden benachbarte Stickstoffatom für Glieder eines 5- oder 6g]iedrigen heterocyclischen Ringes stehen können. Die Reste und Ringe können noch durch unter den Reaktionsbedingungen inerte Gruppen, z. B. Alkylgruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, substituiert sein.
Geeignete Amide I sind beispielsweise
N.N-Dimethylbenzamid,
N,N-Dimethylformamid,
Ν,Ν-Dimethylacetamid,
N.N-Dimethylphenylacetamid,
N.N-Dimethylcyclohexancarbonsäureamid,
NfN-Dimethylpropionsäureamid
und homologes Carbonsäurepiperidid,
Carbonsäurepyrrolidid; entsprechende
N.N-Diäthyl-,
Ν,Ν-Düsopropyl-, Ν,Ν-Dibenzyl-,
N,N-Diphenyl-,
N-Methyl-N-phenyl-,
N-CycIohexyi-N-methyl-,
N-Äthyl-N-tert-butyl-verbindungen;
N-Äthyl-piperidon-(6);
entsprechende Gemische. Bevorzugt sind Dimethylformamid, Diäthylformamid, Dimethylacetamid, Diäthylacetamid, N-Methylpyrrolidon. Ebenfalls kommen Gemische von Carbonsäureamiden und/oder Alkanolen bzw. Cycloalkanolen in Betracht
Die Behandlung des Ausgangsgemisches wird in der Regel bei einer Temperatur von 0 bis 1000C1 vorzugsweise im Fall«! von Alkanolen und Cycloalkanolen eis Lösungsmittel von 20 bis 70cC, im Faiie von Carbonsäureamiden von 0 bis 40° C, drucklos oder unter Druck, kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt Das Lösungsmittel wird zweckmäßig in einer Menge von 50 bis 1000, vorzugsweise von 80 bis 500Gew.-%, bezogen auf das Genisch nitrierter Anthrachinone, verwendet
Anstelle von Alkanolen als Lösungsmittel können auch entsprechende alkanolische Alkanolatlösungen verwendet werden, z. B. Lösungen von Alkalialkanolaten, z.B. Natrium- uui Kaüumalkanolaten, wobei das Methylat und Äthylat bevorzugt sind. Turn Lösen des Alkanolats verwendet man bevorzugt das ihm entsprechende Alkanol, insbesondere Methane.1 und Äthanol. Die Lösungen sind zweckmäßig von 1 bis 10 gewichtsprozentig, bevorzugt Natriummethylatlösungen in Methanol und von dieser Konzentration. Im Falle solcher Alkanolatlösungen sind Temperaturen von 0 bis 300C bevorzugt
Die Behandlung kann wie folgt durchgeführt werden: Das Gemisch nitrierter Anthrachinone, gegebenenfalls nach Neutralisation, Filtration und noch in feuchtem Zustand, wird zusammen mit Hydrazin und Lösungsmittel während 0,5 bis 20 Stunden bei der Umsetzungstemperatur gehalten. Das Verfahren wird zweckmäßig so durchgeführt, daß man das Nitriergemisch im Lösungsmittel suspendiert, zur besseren Verteilung der Komponenten das Gemisch eine Stunde auf z. B. 50 >is 130° C erwärmt, dann auf die Reaktionstemperatur abkühlt und unter Rühren das Hydrazin zugibt Nach der Umsetzung wird das 1-Nitroanthrachinon in üblicher Weise abgetrennt, im Falle von 2-Nitroanthrachinon und/oder Diazoverbindungen als Nebenstoffen durch Filtration oder Dekanutton. Zweckmäßig verdünnt man vor der Abtrennung das Umsetzungsgemisch, z. B. in einem Verhältnis von 50 bis 300Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgemisch, mit einem der vorgenannten Lösungsmittel. Vorteilhaft wird die Umsetzung in Carbonsäureamiden, insbesondere in Formamid, seinen Alkylderiveten wie Dimethylformamid, oder N-Methylpyrrolidon durchgeführt, dann mit einem Alkanol. vorteilhaft Methanol, verdünnt und schließlich der Endstoff abfiltriert Verwendet man Alkenole, Cycloalkanole oder Alkanolatlösungen, so erübrigt sich im allgemeinen die Verdünnung.
Nach der Abtrennung wird 1-Nitroanthrachinon zweckmäßig noch mit dem Lösungsmittel und/oder Wasser gewaschen.
Das nach dem Verfahren der Erfindung hergestellte
l-Nitroanthrachinon ist ein wertvoller Ausgangsstoff für die Herstellung von Farbstoffen und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Bezüglich der Verwendung wird auf
Ulimanns Encyklopädie der technischen Chemie (7.
Auflage), Band 7, Seiten 585-646, verwiesen.
Die in den folgenden Beispielen aufgeführten Teile
bedeuten Gewichtsteile. Sie verhalten sich zu den ίο Volumenteilen wie Kilogramm zu Liter.
Beispiel 1
485 Teile 61,8gewichtsprozentiges, wäßriges Gemisch nitrierter Anthrachinone, das 75Gew.-% 1-Nitroanthracninon enthält, werden in 700 Volumenteilen Dimethylformamid eine Stunde auf 1100C erwärmt Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur werden innerhalb von 30 Minuten 45 Teile Hydrazinhydrat in 50 VoIumenteilen Ν,Ν-Dimethylformamid unter Rühren langsam zugegeben. Die Temperatur des Reaktionsgemisches wird dabei bei Ί8 bis 25° C gehalten. Nach beendeter Zugabe wird das Gemisch noch 45 Minuten gerührt und 1000 Volumenteile Methanol zugefügt. Das 1-Nitroanthrachinon wird abfiltriert und mit 700 Volumenteilen Methanol nachgewaschen. Nach dem Trocknen erhält man 216 Teile 1-Nitroanihrachinon (96% der Theorie) vom Fp. 225 bis 228°C und einer Reinheit von 96%.
Wird das so gereinigte l-Nitroanthrachinon in derselben Weise erneut mit 3 Teilen Hydrazinhydrat umgesetzt, so erhält man 1-Nitroanthrachinon in 99prozentiger Reinheit
Beispiel 2
484 Teile 6I^gewichtsprozentiges, wäßriges Gemisch nitrierter Anthrachinone werden in 120 Volumenteilen N-Methylpyrrolidon eine Stunde auf 100 bis 1100C erwärmt, auf Raumtemperatur abgekühlt und innerhalb von 30 Minuten unter Rühren mit einer Lösung von 4,75 Teilen Hydrazinhydrat in 5 Volumenteilen N-Methylpyrrolidon versetzt. Nach '/rstfliidigem Rühren des Gemisches bei Raumtemperatur werden 200 Voiumenteile Methanol zugefügt und 1-Nitroanthrachinon abfiltriert. Man wäscht das Filtergut mit 300 Volumenteilen Methanol nach und erhält nach dem Trocknen 20 Teile 1-Nitroanthrachinon (89% der Theorie) vom Fp. 225 bis 228° C und einer Reinheit von 92%.
Beispiel 3
30 Teile trockenes nitriertes Anthrachinongemisch, das 75 Gew.-% 1-Nitroanthrachinon enthält, werden in 30 Volumenteilen Dimethylformamid eine Stunde auf 100 bis 110°C erwärmt und anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt. Unter Kühlen und Rühren werden 4,75 Teile Hydrazinhydrat in 5 Volumenteilen Dimethylformamid innerhalb von 30 Minuten langsam zugegeben. Das Gemisch wird noch V2 Stunde gerührt und das Reaktionsgemisch mit 100 Volumenteilen Methanol versetzt. Nach dem Absaugen, Waschen mit 300 VoIumenteilen Methanol und Trocknen erhält man 193 Teile t -Nitroanthrachinon (87% der Theorie) vom Fp. 223 bis 225°C und einer Reinheit von 97%.
"' Beispiel 4
In 1200 Volumenteilen Methanol werden 485 Teile 61,8gewichtsprozentiges Gemisch nitrierter Anthrachi-
none, das 75% 1-Nitroanthrachinon enthält, 5'/2 Stunden am Rückfluß erhitzt Nach dem Abkühlen auf 150C werden 80 Teile 30gewichtsprozentige Natriummethylatlösung zugegeben und unter Rühren innerhalb von 30 Minuten bei dieser Temperatur 40 Teile Hydrazinhydrat in 100 Volumenteilen Methanol langsam zugegeben. Man rührt das Gemisch noch 2 Stunden bei 15° C nach, saugt ab und wäscht das Filtergut nacheinander mit 2gewichtsprozentiger Natriummethylatlösung, Methanol und Wasser. Nach dem Trocknen erhält man 192 Teile 1-Nitroanthrachinon (85% der Theorie) vom Fp. 225 bis 228°C und einer Reinheit von 94%.
Beispiel 5
In 300 Volumenteilen Methanol werden 145,5 Teile 61,8gewichtsprozentige!i, wäSriges Gemisch nitrierter Anthrachinone suspendiert und eine Stunde am Rückfluß erhitzt Anschließend werden bei 55° C 14,25 Teile Hydrazinhydrat in 20 Volumenteilen Methanol innerhalb von 30 Minuten langsam zugegeben. Das Gemisch wird noch eine Stunde am Rückfluß erhitzt, das 1 -Nitroanthrachinon abgesaugt und mit Methanol so lange nachgewaschen, bis das Filtrat klar abläuft. Nach dem Trocknen erhält man 67 Teile 1-Nitroanthrachinon (99% der Theorie) vom Fp, 225 bis 228°C und einer Reinheit von 89%.
Beispiel 6
2425 Teile Nitriergemisch (925 Teile Wasser, 1125 Teile 1-Nitroanthrachinon, 30 Teile Anthrachinon, 180 Teile 1,5- und 1,7-, 75 Teile 1,8-, 80 Teile 1,6- und 2,7-Dinitroanthrachinon, 10 Teile 2-Nitroanthrachinon) werden in 1750 Volumenteilen Ν,Ν-Dimethylformamid unter Rühren innerhalb von 3 Stunden auf 13O0C erwärmt Dabei wird das anhaftende Wasser zum überwiegenden Teil abdestilliert. Nach dem Abkühlen auf 25° C wird innerhalb von einer Stunde eine Mischung von 125 Volumenteilen Hydrazinhydrat und 100 Volumenteilen Dimethylformamid bei 20 bis 250C langsam zugegeben. Man rührt das Gemisch noch 5 Stunden bei 25° C nach, saugt den Niederschlag ab und wäscht nacheinander mit 2406 Volumenteilen einer Dimethylformamid-Methanol-Mischung (1 :3) und 2000 Volumenteilen Methanol nach, bis das Filtrat klar abläuft. Nach dem Trocknen vhält man 1120 Teile ! -Nitroanthrachinon vom Fp. 225 bis 2280C.
Die Ausbeute an 1-Nitroanthrachinon entspricht 96% der Theorie, die Reinheit des daraus durch Reduktion hergestellten 1-Aminoanthrachinons ist höher als 96%.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von 1-Nitroanthrachinon durch Abtrennung aus Gemischen nitrierter Anthrachinone in Gegenwart inerter Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch nitrierter Anthrachinone mit Hydrazin behandelt
    10
DE2449219A 1974-10-16 1974-10-16 Verfahren zur Gewinnung von 1-Nitroanthrachinon Expired DE2449219C2 (de)

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