DE24403C - Apparat zum Eindampfen organischer Flüssigkeiten - Google Patents

Apparat zum Eindampfen organischer Flüssigkeiten

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DE24403C
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DENDAT24403D
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A. BERNARD in Courrieres
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/08Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances
    • C01C1/083Preparation of ammonia from nitrogenous organic substances from molasses

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Erfinder beschäftigt sich seit langem mit der trockenen Destillation der Zuckerschlempe in geschlossenen Gefäfsen zum Zweck der Gewinnung von Methylen, Ammoniak, essigsauren Salzen und Methylamin und hat dabei die Beobachtimg gemacht, dafs es für die rationelle Abdestillation der Schlempe wesentlich darauf ankommt, dafs die Masse möglichst vollständig zertheilt werde, da man alsdann zur vollständigen Zerstörung der in der Schlempe enthaltenen organischen färbenden Stoffe einer verhältnifsmäfsig nur geringen Erhitzung bedarf. Auf Grund dieser Beobachtung ist der in folgendem beschriebene und in den Fig. ϊ und 2 der Zeichnung im Längs- und Querschnitt dargestellte Apparat construirt worden.
^e .SiililäüSJL gelangt durch den Trichter Ό und die Klappe P in den langen Kessel ABC, welcher von der Feuerung F durch Vermittelung des Wasserbades L geheizt wird. In diesem Kessel wird sie durch die Rühr- und Transportirvorrichtimg E langsam gegen das andere Ende des Kessels hin bewegt, um dort zu Staub eingedampft aus dem Kessel auszutreten. Die Rühr- und Transportirvorrichtimg besteht aus dem Rahmen E, an welchem die Kratzer und die durchbrochenen Schaufeln a befestigt sind. Vor den Schaufeln α befinden sich die in Scharnieren hängenden Klappen c, welche bei der Bewegung der Schaufeln von rechts nach links die Durchbrechungen derselben offen lassen und der Schlempe den Durchtritt gestatten, während sie sich bei der entgegengesetzten Bewegung der Schaufeln gegen diese anlegen und die einzudampfende Masse vor sich hin schieben.
Der Rahmen E erhält von irgend einem Motor aus sowohl eine verticale als auch eine horizontale hin- und hergehende Bewegung. Die verticale Bewegung wird durch Vermittelung der Stangen / bewirkt. Diese Stangen sind an ihrem unteren gabelförmigen Ende mit den Rollen e versehen, über welche der Bügel d läuft, und an diesem Bügel hängt der Rahmen E. Oben gehen die Stangen/ durch Stopfbüchsen durch die Decke des Kessels α und sind mit ihrem oberen Ende mit den um h drehbaren Hebeln g durch ein Gelenk verbunden, Fig. 2. Die Hebel g und mit diesen die Stangen/ erhalten durch die mit Hebedaumen versehene Welle M eine intermittirende auf- und abgehende Bewegung. Durch dieselbe Welle M wird auch .die Klappe P des Trichters D abwechselnd geöffnet und geschlossen und hierdurch der Zuflufs der Schlempe in den Kessel A regulirt. Die horizontale hin- und hergehende Bewegung erhält der Rahmen E durch die durch eine Stopfbüchse gehende Stange /, welche durch eine Kurbel oder ein Excenter m hin- und herbewegt wird.
Die staubförmige Masse, welche sich aus der Eindampfung der Schlange ergiebt, ist Rohkali. Dieses wird am Ende X des Apparates in einen geschlossenen Auslauger G, welcher mit einem Rührwerk H versehen ist, geleitet. In diesem Auslauger werden die Salze etc. aufgelöst und der Rückstand bildet eine kohlige Masse, welche von dem Rührwerk des Auslaugers ausgeworfen wird. Diese Operation ist jedoch nur in den
Fabriken möglich, die eine Kaliraffinerie haben, und es wird alsdann die aus dem Auslauger kommende Flüssigkeit direct in die Raffinerie geleitet, um dort eingedampft zu werden.
In Fabriken ohne Raffinireinrichtung wird das pulverförmige Rohkali auf eine durch Wasser gekühlte Verlängerung des Apparates gestofsen und dort von Zeit zu Zeit von den Arbeitern weggeschaufelt, so jedoch, dafs der Ausgang des Kessels stets von aufsen von der ausgestofsenen Masse bedeckt bleibt, damit keine Luft in den Apparat hineingelangen kann.
Die aus der Calcination resultirenden Gase gehen nach einem Kühlapparat, in welchem sie sich zu einer ammoniak- und methylaminhaltigen Flüssigkeit condensiren. Um jede Spannung in dem Kessel A zu vermeiden, kann man die Gase durch irgend eine Vorrichtung aus demselben absaugen lassen. Die nicht condensirbaren Theile der Gase werden in den Feuerungen der Fabrik verbrannt.

Claims (2)

Patent-AnSprüche:
1. Ein Apparat zum Eindampfen organischer Flüssigkeiten, besonders der Zuckerschlempe und der Elutionswässer, unter Luftabschlufs und bei der Temperatur eines heifsen Wasserbades, bestehend aus dem Kessel A in Verbindung mit dem mit Rührwerk H versehenen Auslauger G, in welchen die eingedampfte Masse unter Lufabschlufs gelangt, um dort gleichfalls unter Luftabschlufs ausgelaugt zu werden.
2. Dieselbe Vorrichtung in Verbindung mit einer Transportirvorrichtung, bestehend aus dem an dem Bügel d und den Stangen/ hängenden, mit Kratzern /; und Klappenschaufeln α c versehenen Rahmen Έ, welcher durch jene Stangen f und die mit Hebedaumen versehene Welle M eine verticale und durch die Stange / eine hin- und hergehende Bewegung erhält, um die einzudampfende Masse von einem Ende des Kessels nach dem anderen zu befördern.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT24403D Apparat zum Eindampfen organischer Flüssigkeiten Active DE24403C (de)

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