DE2432860C2 - Vorrichtung zum kontinuierlichen Dispergieren und Feinmahlen von Feststoffen in einem flüssigen Dispersionsmittel - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen Dispergieren und Feinmahlen von Feststoffen in einem flüssigen DispersionsmittelInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 (Zusatz zu Patent
40 726).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung nach dem Hauptpatent so weiterzubilden, daß
ein Zusetzen der Mischschnecke bei Einsatz von stark klebenden Stoffen ausgeschlossen ist. Diese Aufgabe
wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Kennzeichnungsteiles des Anspruches ! gelöst. Durch die erfindungsgemäßen
Maßnahmen kann völlig ausgeschlossen werden, daß sich die Mischschnecke auch bei Einsatz
von stark klebenden Stoffen zusetzt. Mögliche vorteilhafte Ausgestaltungen der Zwangsfördereinrichtung
ergeben sich aus den Ansprüchen 2 bis 4. Bei der Ausgestaltung nach Anspruch 4 werden die beiden Mischschnecken
gegensinnig angetrieben und weisen auch gegensinnig verlaufende Steigungen auf. In diesem Fall
ist eine weitere Ausgestaltung nach Anspruch 5 zweckmäßig, damit nicht Mahlkörper im Bereich der Einmündung
in die Rührwerksmühle zwischen die Mischschnecken geraten und dort zermahlen werden können.
In jedem Fall wird der Mischeffekt der Mischschnecken im wesentlichen durch die Scherwirkung der Schnecken
hervorgerufen, die im wesentlichen wiederum durch ein
relativ geringes Spiel zwischen Schneckenwindung und Schneckengehäuse hervorgerufen wird. Ein großer Vorteil
der Mischschnecken liegt weiterhin noch darin, daß sie auch mit Teiifüllung betrieben werden können, d. h.
es bedarf keinerlei Anpassung der Mischschnecke an unterschiedliche Durchsatzleistungen der Rührwerksmühle.
Aus den in den Zeichnungen dargestellten Ausfbhrungsbeispielen
gehen weitere Einzelheiten der Erfindung hervor. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine liegende Rührwerksmühle mit vorgeschalteter Mischschnecke, bei der Schneckenwelle und
Rührwerkswelle miteinander fluchtend verlaufen,
Fi£. 2 eine stehende, von unten nach oben durchströmte
Rührwerksmühle mit horizontal am unteren Ende angebrachter Mischschnecke,
F ί g. 3 eine Mischschnecke mit einer aus einem Zsiinrad
bestehenden Zwangsfördereinrichtung,
F i g. 4 eine Mischschnecke mit auf einer geschlossenen Bahn umlaufenden Kugeln als Zwangsfördcrcinrichtung
und
F i g. 5 eine zweiwellige Mischschnecke.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Vorrichtung schließt sich an eine als Schneckenmaschine ausgebildete Einrichtung
A zum Fördern und Mischen unmiuslbar eine Rührwerksmühle B an. Die Einrichtung A weist eine
Mischschnecke 1 auf, die in einem Gehäuse 2 untergebracht ist Das Gehäuse 2 ist mit einem Doppelmantel 3
mit einer Eintrittsöffnung4 und einer Austrittsöffnung 5
für ein Heiz- oder Kühlmedium versehen. Die Mischschnecke 1 befindet sich auf einer Welle 6, welche in
Lagern 7 geführt ist. Der Antrieb erfolgt über ein Antriebsritzel 8. Antriebsseitig ist das Gehäuse 2 der Einrichtung
A von einem Zufuhrtrichter 9 unterbrochen. Diesem Zufuhrtrichter 9 sind zwei Dosiereinrichtungen
10,11 unmittelbar vorgeordnet. Beide Dosiereinrichtungen 10, 11 sind so ausgestaltet, daß sie zur Dosierung
von rieselfähigen Feststoffen dier.zn, ww-fcii einer der
Feststoffe ein durch beispielsweise Temperatureinwirkung und/oder Druck verfiüssigbares Dispersionsmittel
ist, in welchem der andere Feststoff dispergiert bzw. gemahlen wird.
Die Rührwerksmühle B weist einen mit dem Gehäuse 2 der Einrichtung A verbundenen Mahlbehälter 12 auf,
der mit einem Doppelmantel 13 mit einer Eintrittsöffnung 14 und einer Austrittsöffnung 15 für ein Heiz- bzw.
Kühlmedium versehen is·. Eine Rührwelle 16 ist bei diesem Ausführungsbeispiel mit der Antriebs-Achse 6 der
Einrichtung A fest verbunden. Auf der Rübrwelle 16 sind Rührscheiben 17 befestigt, deren Form an das jeweils
zu behandelnde Mahlgut angepaßt ist. Der Mahlbehälter
12 ist teilweise, und zwar etwa zu 40 bis 80%, mit Mahlkörpern 18 gefüllt, deren Art, Menge und Größe
ebenfalls dem Mahlgut angepaßt ist.
Zur Trennung der Mahlkörper 18 von dem feingemahlenen und dispergicrten Mahlgut dient eine Trenneinrichtung,
die hier durch eine sogenannte Ringspalttrenneinrichtung gebildet ist. Diese wird durch einen an
dem Mahlbehälter 12 befestigten Ring 19 und eine mit der Rührwelle 16 umlaufende Scheibe 20 gebildet. Zwischen
dem Ring 19 und der umlaufenden Scheibe 20 wird ein endlicher Spalt eingestellt, der gleich oder kleiner
als der halbe Durchmesser der kleinsten verwendeten Mahlkörper 18 ist.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 2 sind eine ebenfalls
als Schneckenmaschine ausgebildete Einrichtung A' zum Fördern und Mischen und eine Rührwerksmühle B'
winklig zueinander angeordnet. Die Einrichtung A'und
die Rührwerksmühle B' besitze» in diesem Ausführungsbeispiel
in der Zeichnung nicht näher dargestellte gesonderte Antriebe mit gleicher oder unterschiedlicher
Drehzahl.
In einem Gehäuse 26 der Einrichtung A' befindet sich
eine Mischschnecke 27 auf einer Welle 28. Die Lagerung der Welle 28 ist in der Zeichnung nicht dargestellt Das
Gehäuse 26 weist einen Doppelmantel 29 mit einer Eintrittsöffnung 30 und einer Austrittsöffnung 31 für ein
Heiz- bzw. Kühlmedium auf. Das Gehäuse 26 ist antriebsseitig von einem Zufuhrtrichter 32 unterbrochen.
Die Einrichtung A'ist unmittelbar mit dem Mahlbehälter 33 der Rührwerksmühle B' verbunden. Der Malübehälter
33 ist mit einem Doppelmantel 34 mit einer Eintrittsöffnung 35 und einer Austrittsöffming 36 für ein is
Kühl- oder Heir.mediurn versehen. In dem Mahlbehälter
33 ist eine Rührwelle 37 mit Rührscheiben 38 angeordnet, die in einer Lagerung 39 drehbar gelagert ist Im
Mahlbehälter 33 sind Mahlkörper 40 enthalten. Auch hier entspricht die Form der Rührscheiben 38 und die 2&
Art, Menge und Größe der Mahlkörper 40 dem jeweiligen Mahlgut Am oberen Ende des Mahlbehälters 33
dient eine Trenneinrichtung 41, die hier als Zylinderstab dargestellt ist, zum Abscheiden der Mahlkörper 40 von
dem Mahlgut Letzteres verläßt über einen Auslauf 42 die Rührwerksmühle B'.
Tmt kontinuierlichen Dosierung von Feststoffen dient
eine dem Zufuhrtrichter 32 unmittelbar vorgeordnete Dosiereinrichtung 43. Ein flüssiges Dispersionsmittel
wird mit einer als Dosierpumpe ausgebildeten Dosiereinrichtung 44 über eine Rohrleitung 45 der Einrichtung
A 'zugeführt. Es ist eine weitere als Dosierpumpe ausgebildete
Dosiereinrichtung 46 vorgesehen, mit der über eine entsprechende Leitung 47 eine in diesem Fall flüssige
Komponente der Mischschnecke 27 im Bereich zwisehen dem Zufuhrtrichter 32 und der Rührwerksmühle
ß'zugeführt wird.
Für Fälle, wo mehrere unterschiedliche Feststoffe oder mehrere unterschiedliche Dispersionsmittel eingesetzt
werden, muß die Dosierung für jeden Feststoff bzw. jedes Dispersionsmittel getrennt erfolgen. Es ist in
Einzelfällen möglich, daß Feststoffe bzw. Dispersionsmittel mit ähnlichen Dosiereigenschaften diese vorher
zusammengefaßt -.ind vorgemischt und dann gemeinsam
über nur eine Dosiereinrichtung zugegeben werden.
Wie aus F i g. 3 erkennbar ist, ist in einer entsprechenden Ausbauchung 48 des Gehäuses 26 ein Zahnrad 49
um seine Achse 50 frei drehbar angeordnet, das mit seinen Zähnen 51 in die entsprechend angepaßten
Schneckengänge 52 der Mischschnecke 27' eingreift. Die Ausbauchung 48 ist auf ihrer Innenseite derart ausgestaltet,
daß die Spitzen der Zähne 51 nur wenig Spiel gegenüber der Innenwand 53 der Ausbauchung 48 aufweisen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, füllt mindestens ein Zahn 51 den entsprechenden Schneckengang
52 fast vollständig aus, so daß von dieser Stelle her eine Zwangsförderung der in der Schnecke befindlichen
Stoffe zur Rührwerksmühle hin erfolgt.
Bei der Variante nach F i g. 4 weist die Mischschnecke 27 Schneckengänge 54 zwischen den Schneckenwindungen
55 auf, die einen kreisbogenförmigen Querschnitt aufweisen. Im Gehäuse 26 ist eine Ausbauchung 56 vorgesehen,
in der ein umlaufender Gang 58 angebracht ist. Dieser umlaufende Gang 58 ist mit Kugeln gefüllt, die
sich jeweils in die Schneckenyönge 54 legen und hierdurch
die Schneckengänge sperren, so daß wiederum eine Zwangsförderung bewirkt wird. Die einzelnen Kugeln
59 laufen hierbei im Ge^.!'Uhrzeigersinn um. Sie
werden seitlich durch die entsprechenden Seitenwandungen der Bahn 58 geführt
Bei der Variante nach Fig.5 ist eine zweiwellige
Schneckenmaschine vorgesehen, bei der die Schneckenwindungen 60 bzw. 61 der beiden Mischschnecke 62
bzw. 63 ineinandergreifen und gegeneinander abrollen. Die eine Mischschnecke 63 endet vor der Einmündung
in die Rührwerksmühle, wodurch einerseits eine Zwangsförderung und gute Vormischung erzielt wird,
andererseits aber die Gefahr ausgeschlossen wird, daß Mahlhilfskörper 40 zwischen die Windungen 60 bzw. 61
der beiden Mischschnecken 62 bzw. 63 kommen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Dispergieren und Feinmahlen von Feststoffen in einem flüssigen
Dispersionsmittel, mit einem Mahlbehälter zur Aufnahme von Feststoffen und Dispersionsmittel, mit an
einer umlaufend antreibbaren Rührwelle befestigten Rührelementen und einer Mahlkörperfüllung im
Mahlbehälter, mit einer Dosiereinrichtung für die Feststoffe und das Dispersionsmittel, mit einer der
Dosiereinrichtung unmittelbar nachgeschalteten Einrichtung zum Fördern der Feststoffe mit dem
Dispersionsmittel in den Mahlbehälter, wobei diese Einrichtung eine Schnecke aufweist, wobei getrennte
Dosiereinrichtungen für Feststoffe und Dispersionsmittel der mit der Schnecke versehenen Einrichtung
vorgeschaltet sind, und wobei die Schnecke als Mischschnecke ausgebildet ist, so daß die Vormischung
der Feststoffe mii dem Dispersionsmittel
ausschließlich durch die Mischschnecke erfolgt, nach Patent2340726, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum Fördern der Feststoffe mit dem Dispersionsmittel mit einer Zwangsfördereinrichtung
versehen ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwangsfördereinrichtung durch
ein mit der Schneckenwandung kämmendes, frei mitlaufendes Zahnrad (49) gebildet ist.
3. Vorrichtung i„xh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwangsförderebnchtung durch auf einer geschlossenen Bahn (58) umlaufende, in die
Schneckenwindung (54) eingreifend' Kugeln (59) gebildet ist
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei ineinandergreifende Mischschnecken
(62,63) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Mischschnecke (62) in den
Mahlbehälter (12) mündet.
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