DE2425482C3 - Vorrichtung zum maschinellen Auffalten von Kartons und Verschließen bzw. Verkleben der Klappen der Böden derselben - Google Patents

Vorrichtung zum maschinellen Auffalten von Kartons und Verschließen bzw. Verkleben der Klappen der Böden derselben

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DE2425482C3
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Fopac Maschinenbau & Co Kg 2919 Barssel De GmbH
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum maschinellen Auffalten von Kartons und Verschließen bzw. Verkleben der Klappen der Böden derselben mit einer Auffaltstation zum Offnen der Schachtelschläuche, mit einer Transporteinrichtung für die geöffneten Schläuche, mit einem um eine Achse drehbaren Faltdornrad zur Aufnahme der Schläuche, mit Einrichtungen zuim Schließen der Bodenklappen und mit einer Ausstoßstation.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 66 344 bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung muß das Faltdornrad zum Aufschieben der Schachtelschläuche jeweils kurz stillgesetzt werden. Dadurch ergeben sich relativ lange Standzeiten. Ferner müssen nach jedem Stillsetzen große Massen beschleunigt werden. Die Vorrichtung ist aufgrund ihrer diskontinuierlichen Arbeitsweise relativ laut und erschütterungsbehaftet. Aufgrund der Standzeiten des Falzdornrades während des Aufschiebens der Schachtelschläuche ist schließlich die Ausstoßleistung der bekannten Vorrichtung relativ
begrenzt
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die nach der DE-OS 19 66 344 bekannte Vorrichtung dahingehend zu verbessern, daß die Ausstoßleistung erhöht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Dornrad kontinuierlich bewegbar ist, daß die Dorne aus Gegenhaltern bestehen, die an den Enden von Steuerstangen befestigt sind, die ihrerseits im Zenirum des Faltdornrades gelagert und radial hin- und hersteuerbar sind.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung erlaubt einen kontinuierlichen Arbeitsablauf und damit eine wesentlich gesteigerte Ausstoßleistung.
Die Gegenhalter der erfindungsgemäßen Vorrichtung fahren nach dem öffnen der Schachtelschläuche in diese hinein und fixieren die geöffneten Schachtelschläuche in exakt rechtwinkeliger Lage ihrer Seitenflächen solange, bis die Bodenklappen bzw. Deckelklappen sicher verklebt sind, worauf eine Deformation des Kartons nicht mehr möglich ist.
Vorzugsweise sind jeweils zwei diametral gegenüberliegende Gegenhalter auf mindestens einer gemeinsamen Steuerstange angeordnet. Dadurch ist es möglich, daß zur gleichen Zeit, in der der eine Gegenhalter in einen gerade geöffneten Schachtelschlauch eingefahren wird, der diametral angeordnete Gegenhalter aus dem bereits mit einem verschlossenen Boden oder Deckel versehenen Karton herausbewegt wird. Aus dieser äußerst zweckmäßigen Maßnahme resultiert zugleich der Vorteil, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung wenig bewegte Teile aufweist und deshalb äußerst einfache Steuermittel für diese zur Anwendung gelangen können. Auch dies trägt zur Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit und damit Ausstoßleistung erheblich bei. Versuche haben gezeigt, daß mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Ausstoßleistung von etwa 3000 Karton/h erreicht werden kann, während bei der bekannten Vorrichtung in der Regel die Leistungsgrenze bei ca. 1000 Karton/h liegt.
Weitere bevorzugte konstruktive Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 3 bis 7 näher beschrieben.
Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur stellt diese Ausführungsform in perspektivischer, auseinandergezogenen Darstellungsweise dar.
Die Vorrichtung umfaßt einen entsprechend kontinuierlich angetriebenen Drehtisch 1, auf dem die entsprechenden Baueinheiten, wie im folgenden erläutert werden wird, angeordnet sind.
Der Drehtisch trägt vier Lagerstücke 2. Jeweils zwei gegenüberliegende Lagerstücke 2 dienen der verschieblichen Führung zweier Steuerstangen 3, die zwei diametrale Gegenhalter 4 tragen. Die Gegenhalter 4 werden demgemäß mit dem Drehtisch 1 in Pfeilrichtung Z mitgenommen und durchlaufen eine Kreisbahn. Zu dieser Kreisbahn sind jeweils die zwei diametralen Halter 4 gegenläufig radial verschiebbar, indem, wie schematisch angedeutet, eine Kettenanordnung 5 bzw. 5' jeweils an zwei diametralen Gegenhaltern 4 angreift. Die Kettenanordnungen 5 bzw. 5' werden jeweils durch einen entsprechend angesteuerten Hydraulikzylinder 6 bzw. 6'betätigt.
Im Bereich des Drehtisches 1 sind nacheinander eine Auffaltstation A, eine Übernahmestation ß, eine Schließstation ('und eine Ausstoßstalion Dangeordnet.
Der genauere Aufbau der einzelnen Baueinheiten der Vorrichtung wird im folgenden im Zusammenhang mit der Wirkungsweise der Vorrichtung näher beschrieben.
In der Auffaltstation A erfolgt in bekannter Weise das Auffalten eines aus einem nicht dargestellten Magazin mittels einer geeigneten Vorrichtung entnommenen Kartonzuschnitts K. Hierzu umfaßt die Auffaltstation entsprechend gesteuerte Saugvorrichtungen 7, die den Kartonzuschnitt erfassen und diesen, auf einer seiner großen Seitenwände liegend, auffalten.
Der derart aufgefaltete Karton K wird mittels einer geeigneten Transportvorrichtung in die Übergabestation B bewegt Dabei kann bereits mittels einer Klebemittelauftragvorrichtung 8 ein geeignetes Klebemittel auf die zu verklebenden Klappen des Bodens des Kartons K aufgebracht werden. Ferner können auch bereits während des Transports des Kartons K von der Auffaltstation A zur Übergabestation B entweder die Längsklappen oder die Querklappen desselben zumindest teilweise geschlossen werden, indem eine entsprechend angeordnete Schließleiste 9 vorgesehen ist.
In der Übergabestation B fährt nun der sich gerade in dieser Stellung befindliche Gegenhalter 4 von der nicht zu verschließenden Seite her in das Innere des Kartons ein, um diesen im aufgefalteten Zustand exakt rechtwinkelig zu fixieren und dessen weiteren Transport zu den Bearbeitungsstationen zu übernehmen. Da der Gegenhalter 4 bis auf die Höhe der Falze der zu verschließenden Klappen des Bodens bzw. des Deckels des Kartons K in diesen einfährt, dient er gleichzeitig der Fixierung der Klappen in der Schließstellung für die weiteren Bearbeitungsvorgänge.
Beim Weiterdrehen des Drehtisches 1 gelangt der auf den Gegenhalter 4 aufgenommene und exakt fixierte Karton in die Schließstellung C, in der die Klappen des Kartons geschlossen und u. U. bereits auch verpreßt werden, so daß eine gute und sichere Verklebung der Klappen erfolgt.
Hierzu ist zweckmalJigerweise jedem der Gegenhalter 4 eine von außen her au! die Klappen einwirkende Schließplatte 10 zugeordnet. Um jede dieser Schließplatten 10 synchron mit dem zugehörigen Gegenhalter 4 mitzubewegen, sind die Schließplatten 10 auf einem Drehkreuz 11 angeordnet, das drehfest mit dem Drehtisch 1 verbunden ist. Die Betätigung der Schließplatten 10 erfolgt jeweils mittels eines Hydraulikzylinders 12. Die entsprechende Stsuerung sowohl der Hydraulikzylinder 12, der Hydraulikzylinder 6 und der anderen zu betätigenden Bauteile der Vorrichtung erfolgt über eine geeignete Steuervorrichtung.
Auf dem Drehkreuz 11 sind zudem Mitnehmer 13 vorgesehen, von denen jeweils zumindest einer ebenfalls einem Gegenhalter 4 zugeordnet ist. Dieser Mitnehmer 13 erfaßt den auf dem Gegenhalter 4 befindlichen Karton K zusätzlich von außen, wodurch eine besonders gute Führung und Mitnahme des Kartons K gewährleistet ist
Der Karton K ist nun durch den sicheren und exakten Verschluß der Klappen seines Bodens bzw. Deckels so widerstandsfähig in seiner genauen rechtwinkeligen Form festgeleg', daß der Gegenhalter 4 in der Ausstoßstation D aus dem Karton K herausgefahren werden kann. Hierdurch fährt aber gleichzeitig der diametral dem geschilderten Gegenhalter 4 gegenüberliegende Gegenhalter in den gerade in der Übergabestation Sbefindlichen, bereits aufgefalteten Karton ein.
Der fertige Karton A wird in der Ausstoßstation D durch eine geeignete Vorrichtung erfaßt und aus dem Bearbeitungsprozeß entnommen.
Während bei den bekannten Vorrichtungen beim Verarbeiten unterschiedlicher Kartongrößen ganze Baueinheiten ausgewechselt werden müssen, ist bei der beschriebenen Vorrichtung lediglich die Auswechslung der Gegenhalter 4 entsprechend der zur Verarbeitung gelangenden Kartongröße erforderlich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

1 Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum maschinellen Auffalten von Kartons und Verschließen bzw. Verkleben der Klappen der Böden derselben mit einer Auffaltstation zum öffnen der Schachtelschläuche, mit einer Transporteinrichtung für die geöffneten Schläuche, mit einem um eine Achse drehbaren Faltdornrad zur Aufnahme der Schläuche, mit Einrichtungen zum Schließen der Bodenklappen und mit einer Ausstoßstation, dadurch gekennzeichnet, daß das Dornrad (1) kontinuierlich bewegbar ist, daß die Dorne aus Gegenhaltern (4) bestehen, die an den Enden von Steuerstangen (3) befestigt sind, die ihrerseits im Zentrum des Faltdornrades gelagert und radial hin- und hersteuerbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei diametral gegenüberliegende Gegenhalter (4) auf mindestens einer gemeinsamen Steuerstange (3) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung der Steuerstangen (3) jeweils eine mechanisch oder hydraulisch betätigte Kettenanordnung (5,5') vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der Steuerstangen (3) jeweils eine Nockenanordnung vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Gegenhalter (4) eine Vorrichtung (10, 12) zum Schließen der Quer- und/oder Längsklappen des Kartons zugeordnet ist, die mit diesem mitbewegt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließvorrichtung (10, 112) mindestens eine von außen her auf die Klappen einwirkende Schließplatte (10) umfaßt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Gegenhalter (4) mindestens ein dem Karton von außen erfassender Mitnehmer (13) zugeordnet ist, der mit dem Gegenhalter (4) dessen Kreisbahn durchläuft.
DE2425482A 1974-05-27 1974-05-27 Vorrichtung zum maschinellen Auffalten von Kartons und Verschließen bzw. Verkleben der Klappen der Böden derselben Expired DE2425482C3 (de)

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DE2425482B2 DE2425482B2 (de) 1981-01-08
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