DE2425385B2 - Pneumatisch-mechanisches Blindnietgerat - Google Patents
Pneumatisch-mechanisches BlindnietgeratInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein pneumatisch-mechanisches Blindnietgerät mit einem mittels Druckluft
betriebenen Kolbensystem, das über einen von Hand betätigbaren Hebel durch ein Ventil steuerbar ist, wobei
das Kolbensystem über eine Kolbenstange auf einen das Einspannfutter des Blindnietgerätes betätigenden, im
Gehäuse drehbar gelagerten zweiarmigen Übersetzungshebel wirkt.
Blindnietgeräte der genannten Art zi'm Setzen von Blindnieten, bestehend aus Hohlniet und abreißbarem
Nietdorn, sind bekannt. So wird in der US-PS 23 96 001 ein Blindnietgerät vorgeschlagen, bei dem bei Betätigung
eines Handhebels ein Steuerventil geöffnet wird,
so daß Druckluft auf die Beaufschlagungsseite eines in einem Zylinder gegen die Kraft einer Rückstellfeder
verschiebbaren Kolbens auftrifft Die Kolbenstange dieses Kolbens ist direkt mit einem auf Rolen laufenden
Keil verbunden. Beidseitig dieses Keü? ist jeweils ein um
einen Drehpunkt schwenkbarer Arm angeordnet; diese Arme sind in ihrem vorderen Drittel durch eine
Querachse verbunden, auf der eine Rolle drehbar gelagert ist, die auf der Schrägen des ihr mit seiner
Spitze zugewandten Keils aufliegt und auf dieser ι ο Schrägen rollen kann. Die vorderen Enden der als
einarmiger Hebel wirkenden Arme greifen in Ausnehmungen des mit dem Einspannfutter verbundenen
Zugkörpers ein. Das den Futtermechanismus enthaltende Gehäuse steht senkrecht zum übrigen Gehäuse. Wird '5
der Kolben durch Druckluft gegen die Kraft der Rückstellfeder in seinem Druckzylinder verschoben, so
wird der Betätigungskeil auf seinem Rollenlager durch die Kolbenstange nach vorn geschoben ui J die auf der
die Arme verbindenden Querachse gelagerte Rolle rollt auf seiner Schrägen aufwärts, wodurch auch der
Zugkörper und das Einspannfutter in Betätigungsrichtung, ebenfalls gegen die Kraft einer Rückstellfeder,
bewegt werden. Der Aufbau des pneumatischen und noch mehr des mechanischen Teils dieses Gerätes ist
jedoch kompliziert und kostspielig. Besonders die Rollenlager für den Betätigungskeil und die auf der
Querachse drehbare Rolle, die mit hoher Präzision hergestellt sein müssen und auch der ständigen Wartung
bedürfen, verteuern das Gerät sehr. Durch den komplizierten Aufbau wird das Gerät plump, unproportioniert
und unhandlich; die Hand der Bedienungsperson ermüdet schnell. Die Übersetzung vom pneumatischen
System auf das mechanische System ist ungünstig, da der Angriffspunkt für den Betätigungskeil, also die
Rolle, im vorderen, d. h. vom Drehpunkt abgewandten Drittel der Betätigungsarme liegt und somit der Keil
einen verhältnismäßig weiten Weg zurücklegen muß, um den erforderlichen Arbeitshub zu bewirken.
Es sind auch noch andere pneumatisch betätigte Blindnietgeräte bekanntgeworden. So beschreiben die
DE-OS 16 27 446, 19 07 388 und 20 62 728 und auch die FR-PS 93 986 (Zusatz zu FR-Patent 14 64 977) pneumatisch
betriebene Blindnietgeräte, bei denen zur Leistungssteigerung zwei oder mehr, über eine Verteilerleitung
beaufschlagbare Zylinder-Kolben-Einheiten hintereinander geschaltet sind und die gemeinsame
Kolbenstange direkt mit dem Zugkörper des Einspannfutters verbunden ist. Dabei erfolgt die Rückführung der
Kolben in ihre Ausgangslage entweder durch die Kraft einer Rückholfeder, wodurch dieser Vorgang verhältnismäßig
langsam abläuft, da die Rückholfeder die Druckluft herauspressen muß, oder mittels Umsteuerung
der Druckluft. Auch diesen Nietgeräten haftet insbesondere bei der bevorzugten Pistolenform der "
Nachteil der Unhandlichkeit an, weil das Gerät mit dem Handgelenk balanciert werden muß; außerdem bauen
sie ebenfalls aufwendig und voluminös, denn, da die gemeinsame Kolbenstange der Zylinder-Kolben-Einheiten
direkt auf den Zugkörper des Einspannfutters ^0
wirkt, also keinerlei Kraftübersetzung stattfindet, muß die gesamte Betätigungskraft von dem pneumatischen
System aufgebracht werden, was entsprechend große Beaufschlagungsflächen erforderlich macht.
Die US-PS 3105 416 beschreibt ein pneumatisch ()Γ'
betätigtes Blindnietgerät, bei dem die Kraftübertragung von der Kolbenstange des pneumatischen Systems auf
den Zugkörper des Einspannfutters über einen zweiarmigen Hebel erfolgt, der mit den Enden seiner beiden
Arme an der Kolbenstange einerseits und dem Zugkörper andererse/ts angelenkt, d. h. fest mit ihnen
verbunden ist Der beschriebene zweiarmige Hebel kann, da seine beiden Arme gleich lang sind, lediglich
der Kraftumlenkung, auf den zur pneumatischen Zylinder-Kolben-Einheit winklig (im speziellen Fall
sogar rechtwinklig) stehenden Zugkörp^r des Einspannfutters dienen, dagegen keine Kraftübersetzung bewirken.
Das pneumatische System dieses Gerätes ist von einer aufwendigen Konstruktion, was hohe Hersteilungskosten
und ein besonders für die Handhabung nachteiliges hohes Gewicht zur Folge hat und der
letztgenannte Nachteil wird durch eine ungünstige Schwerpunktlage noch verstärkt
Die GB-PS 5 87 938 zeigt ein Blindnietgerät in der bekannten Pistolenform, bei dem die Kraftübertragung
vom Kolben der pneumatischen Zylinder-Kolben-Einheit auf den Zugkörper des Einspannfutters ebenfalls
über einen zweiarmigen Hebel erfolgt. Die Zylinder-Kolben-Einheit und der Zugkörper des Einspannfutters
liegen dabei in derselben Längsrichtung, jedoch seitlich versetzt Der zweiarmige Hebel ist durch zwei
zueinander parallel liegende Scheiben in Form eines gleichschenkligen Dreiecks ausgebildet die an ihrer
einen Ecke drehbar gelagert sind und mit der einen anderen Ecke mit dem Zugkörper in Eingriff stehen. An
ihrer dritten, dem Kolben zugewandten Ecke ist zwischen den Scheiben eine Rolle angebracht, der eine
weitere Rolle gegenübersteht, die an einem zwischen die Scheiben ragenden feststehenden Träger angeordnet
ist Mit dem Kolben fest verbunden ist ein Keil, der zwischen die Scheiben des Hebels ragt und an den
Rollen anliegt, wodurch bei Verschiebung des Kolbens eine Verdrehung des Hebels und somit eine Betätigung
des Zugkörpers erfolgt. Auch in diesem Fall sind Aufbau und Wirkungsweise sehr umständlich und die Herstellungs-
und Montagekosten erheblich. Die Kraftübersetzung erfolgt durch den Keil, während der zweiarmige
Hebel lediglich eine seitliche Versetzung der Bewegungsrichtung bewirkt. Auch dieses pistolenförmige
Gerät hat eine ungünstige Schwerpunktlage und läßt die Hand der Bedienungsperson schnell ermüden; häufig
sind mit derartigen Nietgeräten bestimmte Nietstellen nur schwer oder gar nicht zu erreichen.
Die US-PS 20 53 717 zeigt ein Blindnietgerät mit einem mittels Druckluft betriebenen Kolbensystem, das
über einen von Hand betätigbaren Hebel durch ein Ventil steuerbar ist, wobei das Kolbensystem über eine
Kolbenstange auf einen das Einspannfutter des Blindnietgerätes betätigenden, im Gehäuse drehbar gelagerten
zweiarmigen Übersetzungshebel wirkt. Als Kolbensystem ist hier eine Zylinder-Kolben-Einheit vorgesehen.
Diese wirkt mittels der Kolbenstange über einen zweiarmigen Ubersetzungshebel auf das Einspannfutter.
Auch bei diesem Gerät ist jedoch die Schwerpunktlage ungünstig; Aufbau und Konstruktion, insbesondere
die Verbindung der beiden Enden des Übersetzungshebels mit der Kolbenstange und dem Zugkörper sind
kompliziert, so daß auch hier hohe Herstellungs- und Montagekosten anfallen.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein auf verhältnismäßig geri.ige Außenabmessungen reduziertes, handliches,
leichtes und leicht bedienbares pneumatisch-mechanisches Blindnietgerät mit erhöhter Leistung zu schaffen,
das aus einfachen Teilen und Baugruppen besteht, in einfacher Weise montier- und herstellbar und damit
preisgünstig ist.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Kolbensystem in an sich bekannter Weise aus mehreren
hintereinandergeschalteten Zylinder-Kolben-Einheiten besteht und einerseits das freie Ende des längeren
Hebelarms des Übersetzungshebels über einen Wälzkörper mit dem freien Ende der Kolbenstange des
Kolbensystems zusammenwirkt, während andererseits das freie Ende des kürzeren Hebelarmes am Zugkörper
des Einspannfutters angelenkt ist und das dem Kolbensystem zugeordnete Steuerventil in einem
Gehäuse untergebracht und um das Gehäuse des Kolbensystems bzw. um den Abschlußdeckel angeordnet
ist.
Das das pneumatische System des Blindnietgeräts bildende Kolbensystem ist vorzugsweise als Baueinheit
ausgebildet und besteht aus durch Trennwände voneinander getrennten, die Zylinder bildenden Zylinderrohren,
in jedem Zylinder aus einem dichtend verschiebbar angeordneten Kolben, aus einer Kolben
und Trennwände durch mittige Bohrungen mit Spiel durchdringenden Zugstange (Kolbenstange) sowie die
Zugstange (Kolbenstange) umgebenden und die Kolben in gleichbleibendem Abstand haltenden, jeweils eine
Trennwand dichtend durchdringenden Distanzhülsen und wird einerseits durch ein am Hebel angreifendes
Druckstück sowie andererseits durch ein Gegenstück zusammengehalten. Das als Baueinheit ausgebildete
pneumatische System ist so als Ganzes in das zylindrische Gehäuse des Gerätes einschiebbar, was die
Montage entscheidend vereinfacht und erleichtert.
Vorteilhaft werden die Trennwände durch die Zylinderrohre in ihrer Position gehalten.
Die durch das Kolbensystem gebildeten druckluftbeaufschlagten Zylinderkammern stehen vorzugsweise
durch Durchlässe in den Distanzhülsen bzw. dem Gegenstück des Druckstücks und durch einen zwischen
der Zugstange und den Innenwänden der Distanzhülsen bzw. den mittigen Bohrungen der Kolben bestehenden
Luftkanal untereinander in Verbindung.
Die Zugstange kann einen quadratischen Querschnitt haben. Die vor den Kolben liegenden Zylinderkammern
stehen zweckmäßig durch Abluftkanälc direkt oder über das Steuerventil mit der Atmosphäre in Verbindung.
Das das Steuerventil enthaltende Gehäuse ist vorzugsweise um das zylindrische Gehäuse des Gerätes
bzw. um den Abschlußdeckel dichtend drehbar angeordnet
Das Steuerventil ist vorteilhaft als Schieberventil ausgebildet dessen Ventilstößel durch Druckluft gegen
die Kraft einer Feder in seiner Ausgangsstellung gehalten wird. Die vor der Stirnfläche des Ventilstößels
liegende Druckkammer (Zylinderraum) kann durch ein zusätzliches, durch den Betätigungshebel des Gerätes
betätigbares Ventil mit der Atmosphäre verbindbar sein.
Die zur Betätigung des Gerätes mit Druckluft beaufschlagte Zylinderkammer der ersten Zylinder-Kolben-Einheit
kann in Ausgangsstellung des Steuerventils mit einem Abluftkanal im Ventilgehäuse und in
Schaltstellung des Steuerventils mit einem Druckluftanschluß in Verbindung stehen, während die vor dem
Kolben liegende Zylinderkammer der ersten Zylinder-Kolben-Einheit in Ausgangsstellung des Steuerventils
mit dem Druckluftanschluß und in Schallstellung des Steuerventils mit einem Abluftkanal im Ventilgehäuse in
Verbindung stehen kann.
Der mit dem Kolbensystem zusammenarbeitende zweiarmige Hebel hat vorteilhaft ein Übersetzungsverhältnis
von mindestens 2:1. Er ist vorzugsweise als zweiteiliger Hebel ausgebildet, der auf einer den Teilen
gemeinsamen Achse im Gehäuse drehbar gelagert ist, ri wobei wenigstens an einem der Hebelarme, zweckmäßig
an deren Enden, eine Verbindung vorgesehen ist.
Auf der die freien Enden der längeren Hebelarme des Doppelhebels verbindenden Achse kann eine Gleitrolle
drehbar gelagert sein, die ständig mit dem an der
ίο Zugstange des pneumatischen Systems angebrachten
Druckstück in Berührung steht, und die freien Enden der kürzeren Hebelarme können durch eine sie verbindende
Achse mit dem Zugkörper des Einspannfutters drehbar verbunden sein.
Der Zugkörper oder der Hebel kann durch eine Feder in Ausgangsstellung vorgespannt sein.
Das erfindungsgemäße Blindnietgerät zeichnet sich durch eine ganze Reihe von Vorteilen aus. Es ist leicht
von Gewicht, handlich und bequem zu bedienen. Das
2ü Gerät muß nicht wie die bekannten Pistolengeräte in
der Hand balanciert werden. Die Hand der Bedienungsperson umfaßt das zylindrische Gehäuse, der Betätigungshebel
des Steuerventils kann mit einem, sogar dem kleinen Finger der Hand in beliebiger Richtung bedient
werden. Das Handgelenk wird so entlastet und ermüdet nicht, was sowohl arbeitsphysiologisch bedeutsam ist als
auch die Nietleistung der Bedienungsperson erhöht. Das um das Gehäuse drehbare Ventilgehäuse kann stets
entsprechend der Druckluftquelle ausgerichtet werden
so bzw. richtet sich selbst aus, so daß die Druckluftleitungen
bei der Arbeit nicht stören können. Der Abschlußdeckel dient zugleich als Aufstandsfläche,
wenn das Gerät abgestellt werden soll.
Durch das Hintereinanderschalten mehrerer Zylin-
Durch das Hintereinanderschalten mehrerer Zylin-
J5 der-Kolben-Einheiten, die bei Betätigung gleichzeitig
mit Druckluft beaufschlagt werden, ergibt sich eine große Beaufschlagungsfläche für die Druckluft, die
jedoch eine Funktion der Baugröße ist, die auf einem Minimum gehalten wird infolge der zusätzlichen
■to mechanischen Kraftübersetzung des von dem pneumatischen
System (Kolbensystem) betätigten zweiarmigen Hebels. Indem ein Hebel mit Übersetzungsverhältnis
verwendet wird, führt die von dem erfindungsgemäßen Blindnietgerät aufgebrachte Zugkraft auch zur Möglichkeit
der Verarbeitung von Blindnieten größeren Durchmessers oder von Blindnieten aus härteren
Werkstoffen bei kleiner Baugröße des Gerätes.
Die Einzelteile des Blindnietgerätes und insbesondere des mechanischen Teiles sind einfach in ihrer Form
so sowie leicht montier- und herstellbar. Die Störanfälligkeit
des Gerätes ist dadurch erheblich reduziert; im Falle notwendiger Reparaturen oder des Austauschs
von Teilen ist das Gerät leicht auseinandernehmbar und wieder zusammensetzbar, weil das an dem einen Ende
der Kolbenstange des pneumatischen Systems angeordnete Druckstück an dem am einen Arm des Übersetzungshebels
befindlichen Wälzkörper nur zur Anlage kommen muß und Kolbenstange und Übersetzungshebel
in keiner Weise fest oder gelenkig miteinander verbunden sind. Das als eine Baueinheit ausgeführte
Kolbensystem wird außerhalb des Gehäuses zusammengesetzt und dann als Ganzes, indem es von dem
Druckstück an dem einen Ende der Kolbenstange und von dem Gegenstück an dem anderen Ende der
Kolbenstange zusammengehalten wird, in das Gehäuse eingeschoben. Durch die Einfachheit der einzelnen
Bauteile und der Montage werden die Herstellungskosten erheblich gesenkt und das Blindnietgerät insgesamt
preiswert.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung
F i g. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Blindnietgerät in Ausgangsstellung,
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch das Blindnietgerät
in einer Zwischenstellung nach seiner Betätigung,
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch das Blindnietgerät
in äußerster Arbeitsstellung bei Beendigung des Niet Vorganges,
F i g. 4 zeigt einen Querschnitt durch das Blindnietgerät entsprechend der Schnittlinie I-i in F i g. 3,
F i g. 5 zeigt in einem vergrößerten Ausschnitt aus F i g. 2 und F i g. 3 das Steuerventil nach Betätigung des
Betätigungshebels,
F i g. 6 zeigt einen Querschnitt durch das Blindnietgerät entsprechend der Schnittlinie II-1I in F i g. 7,
F i g. 7 zeigt einen Längsschnitt durch drei als Baueinheit ausgebildete, in Reihe hintereinander geschaltete
Zylinder-Kolben-Einheiten, die das pneumatische System bilden.
Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Blindnietgerätes besteht, wie Fi g. i, Fi g. 2 und
F i g. 3 und insbesondere F i g. 2 zeigen, in Ansicht gemäß den Figuren von rechts nach links gesehen, aus
einem zylindrischen Teil A (Fig. 1) mit der pneumatischen
Antriebsvorrichtung und einem zur horizontalen Achse des Teils A in leicht nach vorn geneigtem Winkel
verlaufenden Teil B (Fig. 1), der die mechanische Antriebsvorrichtung und das Einspannfutter des Nietgerätes
enthält.
In das vorzugsweise aus Leichtmetall oder auch Kunststoff bestehende zylindrische Gehäuse 1 des Teils
A ist als eine Baueinheit gemäß F i g. 7 das dreifache pneumatische Zylinder-Kolben-System bis zu einem im
Gehäuse 1 vorgesehenen Anschlag 14 eingepaßt bzw. eingeschoben. Die drei Zylindereinheiten werden
gebildet von drei Zylinderrohren 2, die durch Trennwände 3, insgesamt zwei im Ausführungsbeispiel, in Abstand
zueinander gehalten sind. Die Zylinderrohre 2 greifen dazu in am Umfang der Trennwände 3 vorgesehene
Abstufungen ein. Die Stoßstellen sind auf der der Zylinder- bzw. Druckkammer des jeweiligen Zylinders
zugewandten Seite durch eine Rundschnurdichtung 4 auch gegenüber dem Gehäuse 1 abgedichtet. Diese
Rundschnurdichtungen 4 gleichen dabei auch geringere Bohrungsdifferenzen zwischen dem Gehäuse 1 und den
Zylinderrohren 2 aus. Die Trennwände 3 sowie die drei Kolben 6 für die Zylinderräume haben mittig durchgehende
Bohrungen, in die Distanzhülsen 7 in Form von Stahlrohren in gleichbleibenden Abständen eingelassen
sind. Durch die Bohrungen und die Distanzhülsen führt eine Zugstange 5 mit quadratischem Querschnitt (siehe
F i g. 2 und F i g. 6) hindurch. Das ganze System wird auf der einen Seite durch ein auf das innen liegende Ende
der Zugstange 5 beispielsweise aufschraubbares Druckstück 8 und auf der anderen Seite beispielsweise durch
eine als Gegenstück dienende, auf das andere Ende der Zugstange 5 aufschraubbare Abschlußmutter 9 zusammengehalten
und bildet so die Baueinheit gemäß F i g. 7. Kolben 6 und Trennwände 3 bestehen vorzugsweise aus
Kunststoff, insbesondere einem duroplastischen, spangebend bearbeiteten Kunststoff. Die Kolben 6 sind an
ihrem Umfang durch Dichtungen 10 gegen die Wand des jeweiligen Zylinderrohres 2 abgedichtet (siehe
F i g. 2), während zwischen den Distanzhülsen 7 und den mittigen Bohrungen der Trennwände 3 wiederum je
eine Rundschnurdichtung 11 vorgesehen ist. Zwischen der Innenwand der Distanzhülsen 7 bzw. der Bohrungen
in den Kolben 6 sowie der Zugstange 5 bleibt ein Luftkanal 12 bestehen (siehe F i g. 2), der durch Einstiche
13 als Durchlässe in den Distanzhülsen 7 bzw. der als Gegenstück dienenden Abschlußmutter 9 mit den
Zylinderkammern 15, in die zur Betätigung des Gerätes Druckluft eingelassen wird, verbunden ist. Die Trennwände
3 haben eine umlaufende V-förmige Nut 16, die
in wiederum auf der von der Zylinderkammer 15 abgewandten Seite eine oder mehrere Quernuten 16'
aufweisen, durch die dieser Teil des ersten und zweiten Zylinderraumes mit Abluftkanälen 17,17' im Gehäuse 1
in Verbindung steht. Der Abluftkanal 17 des ersten Zylinders ist mit dem weiter unten beschriebenen
Steuerventil 18 des Gerätes verbunden, während der Abluftkanal 17 des zweiten Zylinders direkt mit der
Atmosphäre in Verbindung steht. Der dritte, innen liegende Zylinder wird durch das Gehäuse der
mechanischen Antriebsvorrichtung entlüftet. Am Umfang seines offenen Endes weist das zylindrische
Gehäuse 1 ein Gewinde 19 auf, auf das der das entsprechende Gewinde aufweisende Abschlußdeckel
20 konzentrisch aufschraubbar ist und so das Gehäuse 1 und die erste Zylinder-Kolben-Einheit nach außen
abschließt. An seiner Innenseite weist der Abschlußdekkel 20 einen Anschlag 21 mit Dichtring für das erste
Zylinderrohr 2 auf, an seiner Stirnseite sind Bohrungen 22 zum Ansetzen eines Zapfenschlüssels vorgesehen.
Konzentrisch zu Gehäuse 1 und Abschlußdeckel 20 ist auf Dichtringen 60 drehbar das Gehäuse 23 des durch
den Betätigungshebel 24 betätigbaren Steuerventils 18 angeordnet, welches weiter unten anhand F i g. 5
genauer beschrieben wird. Es ist durch einen Bund 20' des Abschlußdeckels 20 und einen Anschlag V am
Umfang des Gehäuses 1 gegen axiale Verschiebung gesichert.
Im sich an das zylindrische Gehäuse 1 des pneumatischen Teils anschließenden Gehäuseteil 25 der
"to mechanischen Antriebsvorrichtung ist auf einer festen
Drehachse 26 ein zweiarmiger, aus zwei parallel und in Abstand zueinander gehaltenen Hebelteilen bestehender
Doppelhebel 27 vorzugsweise mit mindestens dem Übersetzungsverhältnis 2 :1 drehbar gelagert (siehe
auch F i g. 4). Am Ende des längeren Hebelarms 27a ist auf einer die Hebelteile verbindenden Achse 26a eine
Gleitrolle 28 drehbar gelagert, die mit der Stirnfläche des auf die Zugstange 5 aufgeschraubten Druckstückes
8 in Berührung steht. Der kürzere Hebelarm 27b ist bei 26Zj am Zugkörper 29 angelenkt, der das an sich
bekannte Einspannfutter 30 des Blindnietgerätes trägt, und ist so mit seinem vom Einspannfutter 30
abgewandten Ende drehbar verbunden. Eine am Zugkörper 29 und am Gehäuseteil 25 für den
Futtermechanismus angreifende Zugfeder 31 hält den Zugkörper 29 mit dem Einspannfutter 30 und damit den
Hebel 27 in Ausgangsstellung, d. h. sie hält Zugkörper 29 und Einspannfutter 30 im Gehäuseteil 25 vorgeschoben
und die Gleitrolle 28 am Hebelarm 27a in Anlage an dem Druckstück 8 der Zugstange 5. Der Zugkörper 29
weist eine Ausnehmung 32 auf, die den bei Betätigung des Gerätes verschwenkbaren Hebel 27 teilweise
aufnimmt
In F i g. 5 ist das bereits erwähnte Steuerventil 18 des Gerätes vergrößert dargestellt, und zwar im betätigten
Zustand gemäß Fig.2 und 3. Im Ventilgehäuse 23 ist eine Zylinderbohrung 33 vorgesehen, in der ein
Ventilstößel 34 verschiebbar angeordnet ist Durch
Ausnehmungen am Umfang des Ventilstößels 34 entstehen drei Ringräume 35, 36, 37, die durch
Rundschnurdichtungen 38 an der Wand der Zylinderbohrung 33 gegeneinander abgedichtet sind. In das
offene Ende der Zylinderbohrung 33 ist eine auf einer Abstufung anliegende, mit einer mittigen Bohrung 42
versehene Anschlagplatte 39 für den Ventilstößel 34 eingebracht. Diese Anschlagplatte 39 wird durch eine in
die erweiterte Zylinderbohrung 33 einschraubbare Hülse 40 mit Außengewinde an ihrem Platz gehalten. An
ihrem mit dem Gehäuse 23 abschließenden Ende weist die Hülse 40 einen nach innen weisenden Bund 41 auf. In
den durch die Hülse 40 definierten Raum 43 ragt das mit einem Flansch 44 versehene Ende des Betätigungshebels
24. Eine sich einerseits in der mittigen Bohrung 42 der Anschlagplatte 39 und andererseits in einer mittigen
Sackbohrung des Betätigungshebels 24 abstützende Druckfeder 45 hält den Flansch 44 des Betätigungshebels
24 normalerweise in Anlage am Bund 41 der Hülse 40 (siehe Fig. 1). Der Flansch 44 erfüllt dabei die
Funktion eines Ventilkegels im Sinne eines Sensitivventils und besteht zum besseren Abdichten vorzugsweise
aus Gummi oder elastischem Kunststoff.
Je nach Stellung des Ventilstößels 34 in der Zylinderbohrung 33 (Ruhestellung oder Arbeitsstellung)
bildet sich an einer der beiden Stirnflächen des Ventilstößels 34 ein Zylinderraum 47 oder 48. Eine
Druckfeder 46, die sich am Boden der Zylinderbohrung 33 bzw. des Zylinderraumes 47 und in einer Sackbohrung
des Ventilstößels 34 abstützt, ist derart vorgespannt, daß sie den Ventilstößel 34 zur Anlage an die
Anschlagplatte 39 belastet. Im Boden der Zylinderbohrung 33 ist ein Abluftkanal 49 mit geringem Querschnitt
vorgesehen, der den Zylinderraum 47 ständig mit der Atmosphäre verbindet. Der durch die Anschlagplatte 39
abgegrenzte und durch deren Bohrung 42 mit dem Raum 43 des durch den Betätigungshebel 24 zu
betätigenden Ventils verbundene Zylinderraum 48 ist durch einen nahezu haarfeinen Kanal 50 mit der
Bohrung 51 für den Anschlußstutzen der Druckluft verbunden. Dieser Kanal 50 ist im Querschnitt so fein,
daß durch das Umsteuern auftretende Leckluft sich nicht störend auswirken kann. Vom Ringraum 37 des
Steuerventils 18 besteht eine dauernde Verbindung durch eine Querbohrung 52 und eine Ringnut 53 im
Ventilgehäuse 23 und eine Querbohrung 54 im Abschlußdeckel 20 mit der bei Betätigung des Gerätes
mit Druckluft beaufschlagten Kammer 15 der ersten Zylinder-Kolben-Einheit des pneumatischen Antriebssystems. Die auf der anderen Seite des Kolbens 6 vor
diesem liegende Kammer 55, in die zur Rückstellung des Gerätes Druckluft eingelassen wird, ist ständig durch die
Nuten 16,16' in der Trennwand 3, den im Gehäuse 1 des Gerätes ausgebildeten Kanal 17, eine Querbohrung 56
des Abschlußdeckels 20, eine Ringnut 57 und eine Querbohrung 58 im Ventilgehäuse 23 mit dem
Ringraum 36 des Ventils verbunden. In Ventilgehäuse 23 ist außerdem ein Abluftkanal 59 vorgesehen, der in
Ausgangsstellung des Ventilstößels 34 mit dem Ringraum 37 und in dessen Schaltstellung mit dem
Zylinderraum 47 verbunden ist Die Anschlußbohrung 51 für die Druckluft ist in Ausgangsstellung des
Ventilstößels 34 mit dem Ringraum 36 und in dessen Schaltstellung mit dem Ringraum 37 verbunden. Der
Ringraum 35 des Ventils ist in Ausgangsstellung des Ventilstößels 34 mit einem Abluftkanal 49 im Ventilgehäuse
23 verbunden. Wie bereits erwähnt, ist das Ventilgehäuse 23 auf den Dichtungen 60 um das
zylindrische Gehäuse 1 des Gerätes bzw. den Abschlußdeckel 20 drehbar, was bei der Handhabung des Gerätes
besonders vorteilhaft ist, da der Druckluftanschluß 51 immer in die günstigste Lage gebracht werden kann und
rt so die Druckluftleitungen bei der Arbeit nie stören
können.
Die Funktionsweise des Blindnietgeräts ist folgende: In Ausgangsstellung des Gerätes, bei nicht betätigtem
Betätigungshebel 24 (Fig. 1), wird dessen Flansch 44
hi durch die Feder 45 in Anlage an dem Bund 41 der Hülse 40 gehalten und der Raum 43 ist nach außen dicht
abgeschlossen. Druckluft dringt von dem Anschluß 51 durch den Kanal 50 in den Zylinderraum 48 des
Steuerventils 18, beaufschlagt die ihn begrenzende
ι ■> Stirnfläche des Ventilstößels 34 und bringt ihn mit seiner
entgegengesetzten Stirnfläche gegen die Kraft der Feder 46 in Anschlag an den Boden der Zyünderbohi
jng 33. Der Durchtritt für die Druckluft ist nun frei vom
Anschluß 51, und sie tritt durch den Ringraum 36, die
2i) Querbohrung 58, die Ringnut 57, die Querbohrung 56,
den Luftkanal 17 und die Nuten 16,16'in der Trennwand
3 in die Kammer 55 der ersten Zylinder-Kolben-Einheit, wo sie die Fläche des betreffenden Kolben- 6 in
Richtung des Pfeiles P beaufschlagt und somit infolge ihrer starren Verbindung alle drei Kolben 6 des
pneumatischen Systems und die Zugstange 5 in ihre Ausgangsstellung bringt, die bestimmt wird durch den
Anschlag der Anschlußmutter 9 auf der Zugstange 5 am Abschlußdeckel 20. Dieser Anschlag für die Rücklaufbe-
JO wegung kann auch beispielsweise am Anschlag 21 (des
ersten Zylinderrohres 2) des Abschlußdeckels 20 erfolgen oder direkt durch die Trennwände 3. In der
Kammer 15 des ersten Zylinders befindliche Luft kann durch die Querbohrung 54, die Ringnut 53, die
Querbohrung 52, den Ringraum 37 und den Abluftkanal 59 ins Freie entweichen. Der mechanische Teil des
Blindnietgerätes befindet sich in der in F i g. 1 wiedergegebenen Stellung, in der das Einspannfutter 30
des Gerätes in seinem Gehäuse nach vorn geschoben ist.
Betätigt die Bedienungsperson den Betätigungshebel 24, was ohne Kraftaufwand durch ein leichtes
Verschwenken des Betätigungshebels, und zwar in einer beliebigen Richtung zur Ventilachse geschehen kann, so
wird das durch dessen Flansch 44 und den Bund 41 der Hülse 40 gebildete Ventil gemäß Fig.2, Fig.3 und
F i g. 5 geöffnet, und die in dem Zylinderraum 48 des Steuerventils 18 anstehende sowie die durch den
haarfeinen Kanal 50 nachströmende Druckluft kann durch die Bohrung 42 in der Anschlagplatte 39 und das
geöffnete Ventil ausströmen, so daß die Feder 46 den Ventilstößel 34 in Anschlag an aie Anschlagplatte 39
bringt, also das Steuerventil 18 umgeschaltet wird. In dieser Stellung des Steuerventils 18 strömt die Druckluft
vom Anschluß 51 durch den Ringraum 37, die Querbohrung 52, die Ringnut 53 im Ventilgehäuse 23
und die Querbohrung 54 im Abschlußdeckel 20 in die druckluftbeaufschlagte Kammer 15 der ersten Zylinder-Kolben-Einheit,
von dort durch den Einstich 13 in der Abschlußmutter 9 in den Luftkanal 12 zwischen
Zugstange 5 und Distanzhülsen 7 sowie durch die Einstiche 13 in den Distanzhülsen 7 auch in die
druckluftbeaufschlagten Kammern 15 der folgenden Zylinder-Kolben-Einheiten und wirkt im wesentlichen
gleichzeitig auf die die Kammern 15 begrenzenden
Flächen aller Kolben 6, wodurch die Kolben 6 zusammen mit der Zugstange 5 in Richtung der Pfeile Q
verschoben werden. Dabei hebt sich die Abschlu3mutter 9 vom Boden des Abschlußdeckels 20 ab, die Kolben
6 werden in den betreffenden Zylindern 2 dichtend verschoben, wobei sich die Kammern 15 erweitern und
die vor den Kolben 6 liegenden Kammern 55 verkleinern und das an der Zugstange 5 befestigte
Druckstück 8 den Hebel 27 im Uhrzeigersinn ver- r> schwenkt. Die in der vor dem Kolben 6 liegenden
Kammer 55 des ersten Zylinders befindliche Luft kann während dieser Bewegung durch die Nuten 16, 16' der
Trennwand 3, den Kanal 17, die Querbohrung 56 im Abschlußdeckel 20, die Ringnut 57 und die Querbohrung '<
> 58 im Ventilgehäuse 23, den Ringraum 36 und den Abluftkanal 49 entweichen. Die in der Kammer 55 des
zweiten Zylinders befindliche Luft entweicht durch den Abluftkanal 17' in der Gehäusewand, und der dritte
Zylinder wird durch das Gehäuse der mechanischen 1^
Antriebsvorrichtung entlüftet. Über die in F i g. 2 dargesteiiie Zwischensieilung erreichen Kolben 6,
Zugstange 5 und Hebel 27, aber auch der mit dem Hebel 27 verbundene, das Einspannfutter 30 tragende Zugkörper
29 die Betätigungsendstellung gemäß F i g. 3; denn 2() bei der Verschiebung der Zugstange 5 in Richtung der
Pfeile Q übt deren Druckstock 8, als Kolbenstange wirkend, über die Gleitrolle 2Jl eine Kraft auf das freie
Ende des längeren Arms 27a des zweiarmigen Doppelhebels 27 aus und dreht ihn um seine Drehachse 2^
26 im Uhrzeigersinn in Ansicht der F i g. 1 bis 3. Dadurch zieht der am Zugkörper 29 angreifende kürzere
Hebelarm 27i> sich um die Achse 26£>
drehend den Zugkörper 29 und das Einspannfutter 30 in seinem Gehäuse 25 gegen die Kraft der Zugfeder 31 über die Jo
Zwischenstellung gemäß F i g. 2 in die Betätigungsendstellung zurück, und dies mit starker Kraft, da am
zweiarmigen Doppelhebel 27 nach dem Ausführungsbeispiel eine Kraftiibersetzung von 2: 1 stattfindet.
Damit ist der Nietvorgang ausgeführt. Wird nun der Betätigungshebel 24 losgelassen, wird sein als Ventilkegel
wirkender Flansch 44 durch die Feder 45 in die Ausgangs-, d. h. schließende Stellung gebracht. Die in
den Zylinderraum 48 des Steuerventils 18 strömende Druckluft schiebt den Ventilstößel 34 gegen die Kraft
der Feder 46 in die Ausgangsstellung zurück. Die auf dem oben beschriebenen Wege in die vor dem Kolben 6
liegende Kammer 55 des ersten Zylinders einströmende Druckluft beaufschlagt den ersten Kolben 6 in Richtung
des Pfeiles fund schiebt dadurch alle Kolben 6 und die
Zugstange 5 in ihre Ausgangsstellung gemäß Fig. 1 zurück. Die in den Kammern 15 der Zylinder-Kolben-Einheiten
befindliche Luft strömt durch die Einstiche 13 in den Distanzhülsen 7, den Luftkanal 12 und den oben
beschriebenen Weg aus der ersten Kammer 15 des ersten Zylinders durch das Steuerventil 18 und den
Abluftkanal 59 aus. Die am Hebelarm 27a angreifende Kraft wird dadurch weggenommen, und die Zugfeder 31
bringt den Zugkörper 29 mit Einspannfutter 30 in die Ausgangsstellung zurück, wobei der Doppelhebel 27 um
seine Drehachse 26 entgegen dem Uhrzeigersinn in Ansicht gemäß F i g. 1 bis 3 gedreht und die GleitroMe 28
in Anlage an dem Druckstück 8 gehalten wird. Die Zugfeder 31 kann dabei über den Hebel 27 den Rücklauf
des pneumatischen Systems bei dessen Anlauf noch unterstützen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Pneumatisch-mechanisches Blindnietgerät mit einem mittels Druckluft betriebenen Kolbensystem,
das Ober einen von Hand betätigbaren Hebel durch
ein Ventil steuerbar ist, wobei das Kolbensystem über eine Kolbenstange auf einen das Einspannfutter
des Blindnietgerätes betätigenden, im Gehäuse drehbar gelagerten zweiarmigen Obersetzungshebel
wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolbensystem in an sich bekannter Weise aus
mehreren hintereinandergeschalteten Zylinder-Kolben-Einheiten besteht und einerseits das freie Ende
des längeren Hebelarms (27a) des Obersetzungshebels (27) Ober einen Wälzkörper (28) mit dem freien
Ende (8) der Kolbenstange (5) des Kolbensystems zusammenwirkt, während andererseits di.s freie
Ende des kürzeren Hebelarmes (27£>,>am Zugkörper
(29) des Einspannfutters (30) angelenkt ist und das dem Kolbensystem zugeordnete Steuerventil (18) in
einem Gehäuse (23) untergebracht und um das Gehäuse (1) bzw. um den Abschlußdeckel (20)
angeordnet ist
2. Blindnietgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Kolbensystem als Baueinheit
ausgebildet ist und aus durch Trennwände (3) voneinander getrennten, die Zylinder bildenden
Zylinderrohren (2), in jedem Zylinder einem dichtend verschiebbar angeordneten Kolben (6),
einer Kolben (6) und Trennwände (3) durch mittige Bohrungen mit Spiel durchdringenden Zugstange
(Kolbenstange 5) sowie die Zugstange (Kolbenstange 5) umgebenden und die Kolben (6) in gleichbleibendem
Abstand haltenden, jeweils eine Trennwand (3) dichtend durchdringenden Distanzhülsen (7) J5
besteht und einerseits durch ein am Hebel (27) angreifendes Druckstück (8) sowie andererseits
durch ein Gegenstück (9) zusammengehalten ist.
3. Blindnietgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände (3) durch die
Zylinderrohre (2) in ihre Position gehalten werden.
4. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die durch das Kolbensystem gebildeten druckluftbeaufschlagten
Zylinderkammern (15) durch Durchlässe (13) in den Distanzhülsen (7) bzw. dem Gegenstück (9) und
durch einen zwischen der Zugstange (5) und den Innenwänden der Distanzhülsen (7) bzw. den
mittigen Bohrungen der Kolben (6) bestehenden Luftkanal (12) untereinander in Verbindung stehen. r>0
5. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange (5) quadratischen Querschnitt hat.
6. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die vor dem Kolben " (6) liegenden Zylinderkammern (55) durch Abluftkanäle
(17', 17, 35) direkt oder über das Steuerventil (18) mit der Atmosphäre in Verbindung stehen.
7. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß das das Steuerventil b0
(18) enthaltende Gehäuse (23) um das Gehäuse (1) bzw. um den Abschlußdeckel (20) dichtend drehbar
angeordnet ist.
8. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (18) M
als Schieberventil ausgebildet ist, dessen Ventilstößel (34) durch Druckluft gegen die Kraft einer Feder
(46) in seiner Ausgangsstellung gehalten ist.
9. Blindnietgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß die vor der Stirnfläche des
Ventilstößels (34) liegende Druckkammer (Zylinderraum 48) durch ein zusätzliches, durch den
Betätigungshebel (24) des Gerätes betätigbares Ventil (41,44) mit der Atmosphäre verbindbar ist
10. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Betätigung des Gerätes mit Druckluft beaufschlagte Zylinderkammer
(15) der ersten Zylinder-Kolben-Einheit in Ausgangsstellung des Steuerventils (18) mit einem
Abluftkanal (59) im Ventilgehäuse (23) und in Schaltstellung des Steuerventils (18) mit einem
Druckluftanschluß (51) in Verbindung steht und daß die vor dem Kolben liegende Zylinderkammer (55)
der ersten Zylinder-Kolben-Einheit in Ausgangsstellung des Steuerventils (18) mit dem Druckluftanschluß
(51) und in Schaltstellung des Steuerventils (18) mit einem Abluftkanal (35) im Ventilgehäuse
(23) in Verbindung steht
11. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet daß der mit dem Kolbensystem zusammenarbeitende zweiarmige
Hebel (27) mindestens ein Übersetzungsverhältnis von 2 :1 hat
12. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet daß der zweiarmige
Hebel (27) als zweiteiliger Hebel ausgebildet ist, der auf einer den Teilen gemeinsamen Achse (26) im
Gehäuse (1) drehbar gelagert ist, wobei wenigstens an einem der Hebelarme (27a bzw. 27b) eine
Verbindung vorgesehen ist.
13. Blindnietgerät nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der die freien Enden der längeren Hebelarme (27a) des Doppeihebels (27)
verbindenden Achse (26a,) eine Gleitrolle (28) drehbar gelagert ist, die ständig mit dem an der
Zugstange (5) des pneumatischen Systems angebrachten Druckstück (8) in Berührung steht, und daß
die freien Enden der kürzeren Hebelarme (27b) durch eine sie verbindende Achse (26b) mit dem
Zugkörper (29) des Einspannfutters (30) drehbar verbunden sind.
14. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugkörper (29) durch eine Feder (31) in Ausgangsstellung vorgespannt
ist.
15. Blindnietgerät nach einem der Ansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (27) durch eine Feder in Ausgangsstellung vorgespannt
ist.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2425385A DE2425385C3 (de) | 1974-05-25 | 1974-05-25 | Pneumatisch-mechanisches Blindnietgerät |
| GB21708/75A GB1479375A (en) | 1974-05-25 | 1975-05-21 | Pneumatic-mechanical blind riveting tool |
| CH665475A CH591907A5 (de) | 1974-05-25 | 1975-05-23 | |
| JP50061129A JPS5915734B2 (ja) | 1974-05-25 | 1975-05-23 | ニユ−マチツクメカニツク式盲鋲植込機 |
| ES437907A ES437907A1 (es) | 1974-05-25 | 1975-05-23 | Perfeccionamientos relativos a aparatos neumatico-mecanicos para el remachado desde un solo lado. |
| US05/580,328 US4005598A (en) | 1974-05-25 | 1975-05-23 | Pneumatic blind riveter with cascaded pistons |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2425385A DE2425385C3 (de) | 1974-05-25 | 1974-05-25 | Pneumatisch-mechanisches Blindnietgerät |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2425385A1 DE2425385A1 (de) | 1975-12-04 |
| DE2425385B2 true DE2425385B2 (de) | 1980-06-04 |
| DE2425385C3 DE2425385C3 (de) | 1981-02-19 |
Family
ID=5916461
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2425385A Expired DE2425385C3 (de) | 1974-05-25 | 1974-05-25 | Pneumatisch-mechanisches Blindnietgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2425385C3 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SE428537B (sv) * | 1979-01-15 | 1983-07-11 | Lars Erik Gunnar Olsson | Pneumatiskt-hydrauliskt verktyg, foretredesvis for blindnitning |
| DE202017006901U1 (de) * | 2016-11-02 | 2018-10-08 | Mtg Hartmut Thiele Gmbh | Tragbares Nietgerät mit modularem Druckzylinder |
| IT202100023876A1 (it) * | 2021-09-16 | 2023-03-16 | Ober S P A | Attrezzatura portatile con dispositivo di sicurezza |
-
1974
- 1974-05-25 DE DE2425385A patent/DE2425385C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2425385A1 (de) | 1975-12-04 |
| DE2425385C3 (de) | 1981-02-19 |
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