DE2425307A1 - Monoazoverbindungen, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung - Google Patents
Monoazoverbindungen, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendungInfo
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- C09B62/473—Monoazo dyes
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Description
"Monoazoverhindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre
Verwendung"
Priorität: 25. Mai 1973, Japan, Nr. 57 691/1973
Die Erfindung betrifft Monoazoverbindungen der allgemeinen Formel
I
X-HiI
NH-Z
(D
in der X eine ChIoracetylgruppe, einer der beiden Reste Y ein
Wasserstoffatom, der andere eine SO^M-Gruppe, in der M ein Wasserstoff
atom oder ein Alkalimetallatom darstellt, und Z eine cx-Bromacryloyl- oder <X,ß-Dibrompr op iony !gruppe bedeutet.
Als Alkalimetallatome kommen vorzugsweise Natrium- und Kaliumatonie
in Betracht.
409850/1091
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel I, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man in an sich bekannter Weise ein Anilin der 'allgemeinen Formel II
,SO3M
_ "NH2 (II)
X-HN' · .
in der X und M die vorstehende Bedeutung haben, diazotiert und
mit. einer Kupplungskomponente der allgemeinen Formel III
OH FiIICO
(III)
•^ J*S. J^
MO3S
kuppelt, in der Y und M die vorstehende Bedeutung haben und Z1
ein Wasserstoffatom oder einec^-Bromacryloyl- oder öl,ß-Dibrompropionylgruppe
darstellt und, sofern Z1 ein Wasserst of fat 0:1 bedeutet,
die erhaltene Verbindung mit uC,ß~Dibrompropionsäurechlorid
oder cc-BromacrylsäureChlorid acyliert und gegebenenfalls
aus der erhaltenen c*L, ß-Dibrompropionamidoverbindung durch
Umsetzen mit einer Base Bromwasserstoff abspaltet.
Die Kupplungsreaktion wird vorzugsweise in neutralem oder wäßrigalkalischem Medium durchgeführt.
Verbindungen
Die verfahrensgemäß eingesetzten/der allgemeinen Formel II werden in an sich bekannter V/eise aus den entsprechenden Diar;ilnobei>
zol-2-sulfonsäuren, vorzugsweise den 1,4- oder 1,5-Diaminover-
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' " — 3 —
bindungen, durch Umsetzen mit Chloracetylchlorid oder Chloressigsäureanhydrid
in Gegenwart eines Säureakzeptors hergestellt. Eine der beiden reaktiven Gruppen der Verbindungen der allgemeinen
Formel I ist eine Chloracetamidogruppe. Deshalb sind diese
Verbindungen leichter zugänglich.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I sind wertvolle Reaktivfarbstoffe,
die sich zur Tauchfärbung oder zum Bedrucken von stickstoffhaltigem Textilgut, beispielsweise aus Wolle, Seide
oder Polyamiden, oder von Leder eignen. Der Ausdruck "Textilgut" umfaßt Textilien jeder Verarbeitungsstufe, also beispielsweise
Fäden, Fasern, Garne, gewirktes und gewebtes Textilgut und Vliesstoffe. Dementsprechend betrifft die Erfindung auch die
Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel I zum Färben von stickstoffhaltigem Textilgut und Leder.
Beim Färben von Volle mit den erfindungsgemaßen Verbindungen
wird eine starke Farbfixierung erreicht und das Textilgut ist in sehr klaren Farben gefärbt, die äußerst licht- und schweißecht
sowie besonders walk- und waschecht sind.
Ein Vorteil der Verbindungen der Erfindung gegenüber bekannten
Farbstoffen ähnlicher Struktur, beispielsweise den in der japanischen Patentschrift 20 988/70 beschriebenen Farbstoffen,
liegt in ihrer V/asser echt he it.
Vorzugsweise wird Wolle mit den Verbindungen der Erfindung in
schwach saurer Flotte in Gegenwart üblicher Egalisiermittel, wie Fettaminpolyglykoläthern, gefärbt.
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Die Beispiele erläutern die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen. Teile und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht,
sofern nichts anderes angegeben ist.
1,88 Teile 1,5-Diaminobenzol-2-sulfonsäure werden in 25 Teile
Wasser· eingetragen. Das Gemisch wird mit Natriumcarbonat neutralisiert. Die erhaltene neutrale Lösung wird bei O bis 5°C tropfenweise
mit einer Lösung von 1,68 Teilen Chloracetylchlorid in
4 Teilen Toluol unter Rühren versetzt. Der pH-Wert wird durch
Zugabe einer lOprozentigen wäßrigen Natriumcarbonatlösung auf
5 bis 6 eingestellt. Nach beendetem Zutropfen wird das Reaktionsgemisch noch 30 Minuten gerührt. Sodann wild das Reaktionsgemisch
mit 1,5 Volumenteilen 3Qprozentiger Salzsäure versetzt und durch. Zugabe von 1,1 Volumenteilen einer 40prozentigen Natriumnitritlösung
diazotiert. Die entstandene Suspension des Diazoniumsalzes wird bei einem pH-Wert von 6 bis 7 zu 3»5 Teilen
1-(4-' - oc -Bromacrylamidobenzoyl )-amino-8-hydroxynaphthol-3,6-disulfonsäure
gegeben. Die gebildete Azoverbindung wird aus der Lösung mit Natriumchlorid ausgesalzen, äbfiltriert und bei 70
bis 800C unter vermindertem Druck getrocknet. Das Produkt hat
die Eormel:
NHCOC=CH2 N=/ ι
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Die Verbindung färbt Wolle in roter Farbe mit guten Echtheitseigenschaften.
Wird das Verfahren wie vorstehend ausgeführt, anstelle von 1,5-Diaminobenzol-2-sulfonsäure
jedoch die 1,4~Diaminobenzol-2-sulfonsäure verwendet, so erhält man "einen Farbstoff der nachstehenden
Formel, der Wolle in rotstichig violetter Farbe mit ausgezeichneten Echtheitseigenschaften färbt.
Beispiel 2 7,12 Teile des Farbstoffs der Formel
ClCH2CONH
NaOjS NaOjS
S0,Na
v/erden in JOO Teilen Wasser gelöst. Die Lösung wird mit Natriumcarbonat
neutralisiert. Die Losung wird unter starkem Rühren tropfenweise bei 10 bis 15°C mit einer Lösung von 3 Teilen cn.,ß-r
Dibrompropionsäurechlorid in 3 Te'ilen Aceton versetzt. Gleichzeitig
wird 20prozentige wäßrige Natriuincarbonatlösung eingetropft,
um den pH-Wert bei 6 bis 7 zu halten. Der gebildete Farbstoff hat die Formel
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N_.N._^ ^ ν, TiHCO-CHEr-CH2Br
SO5Na
Die erhaltene Farbstofflösung wird mit Natronlauge auf einen
pH-Wert von 11 bis 12 eingestellt und 15 bis 20 Minuten bei
einer Temperatur von 10 bis 15°C gerührt. Auf diese Weise wird die *x_tß-Dibrompropionylgruppe in eine oc—Bromacryloylgruppe umgewandelt.
Sodann wird die Lösung mit 30prozentiger Salzsäure neutralisiert und der Farbstoff mit Natriumchlorid ausgesalzen.
Der Farbstoff wird abfiltriert und unter vermindertem Druck bei 50 bis 6O0C getrocknet. EjT hat die Formel
ClCH2CONH HO"
NaO3S NaOsS
Der Farbstoff eignet sich zum Färben von Volle in roten Farbtönen.
Auf die gleiche Weise werden folgende Verbindungen hergestellt:
Auf die gleiche Weise werden folgende Verbindungen hergestellt:
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Strukturformel Färbung von Volle
CICH2CONH
HO" NHCO
N=N
NaO1S NaO "S 3
Er
I
I
HHCOC=CH2
rot
SO2Na
CICH2CONH
HO NHCO
N-H
NaO3S NaO3S
Br
NHCOC-CH, rot
SO3Na
ClCH2CONH
N = N
NaO3S FIaO3S
HO NHCO —-\_7 Zr
^^ NHCOC ~CH2
rotstichig violett
SO^Na
ClCH2CONJ!
N=N
HO NHCO —\_7\ Br
.NHCOC-
NaO3S NaO3S
rotstichig CH2 violett
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0,06 Teile des gemäß Beispiel 1 hergestellten Farbstoffs werden in 120 Teilen Wasser gelöst. Die Lösung wird mit 0,15 Teilen
wasserfreiem Natriumsulfat und 0,5 Teilen 4prozentiger Essigsäure versetzt. -J Teile genügend angefeuchtete Wolle werden bei einer Temperatur von 40 bis 500C in die entstandene Flotte eingetragen. Sodann wird die Flotte innerhalb von 4-5 Minuten bis
zum Sieden erhitzt, anschließend wird 1 Stunde in kochender
Flotte gefärbt. Die Wolle wird aus der Flotte entnommen, mit
kaltem Wasser gespült und getrocknet. Man erhält eine in leuchtend rotem Farbton gefärbte Wolle mit sehr guter Wasserechtheit.
wasserfreiem Natriumsulfat und 0,5 Teilen 4prozentiger Essigsäure versetzt. -J Teile genügend angefeuchtete Wolle werden bei einer Temperatur von 40 bis 500C in die entstandene Flotte eingetragen. Sodann wird die Flotte innerhalb von 4-5 Minuten bis
zum Sieden erhitzt, anschließend wird 1 Stunde in kochender
Flotte gefärbt. Die Wolle wird aus der Flotte entnommen, mit
kaltem Wasser gespült und getrocknet. Man erhält eine in leuchtend rotem Farbton gefärbte Wolle mit sehr guter Wasserechtheit.
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Claims (1)
- Patentansprüche1. Monoazoverbindungen der allgemeinen Formel IsSSOxM HO NHCO -\J>(DX-NH MO3Sin der X eine Chloracetylgruppe, einer der beiden Reste. Y ein Wasserstoff atom, der andere eine SO ^-Gruppe, in der M ein Wasserstoffatom oder ein Alkalimetallatom darstellt, und Z eine o^-Bromacryloyl- oder ex. ,ß-Dibrompropionylgruppe bedeutet.2. Monoazoverbindung nach Anspruch 1 der FormelSO_Na HiN=NCl-CH2-C-NH NaO3S
QNHCOC-CH2BrSO3Na3". Möhoazoverbindung nach Anspruch 1 der FormelCl-SO,Na OH NHCONaO3S SO3NaNHCOC-CH2 Br409850/1091. Monoazoverbindung nach Anspruch. 1 der FormelSO3NaOH MHCOCl-CHo-C-KH<- IlN=- H NaO8SKH-C-ClI-CH -BrIlSO2Na5» Monoazoverbindung nach Anspruch 1 der Formelso. ,Na OH NHCO -\^ j Br U -N=N- 5 X NHCOC=CH2 V
Cl-CHo-C-NH
d. IlMaO3S SO Na 6. Monoazoverbindung nach Anspruch Λ der FormelBrSO3Na
3OfI MHCONHCOC = CH5N=NNaO3SCl-CH0-C-Mi<- IlSO3Na7. Monoazoverbindung nach Anspruch 1 der FormelSO3NaCl-CH0-C-NaO3SOH NHCO ^O SO3NaBr409850/10918» Monoazoverbindung nach. Anspruch 1 der FormelSOsNaNaO3SBr
NHCOC=CH4SO2Fa9« Monoazoverbindung nach Anspruch 1 der FormeljXOCHH^ SOjNa OH
ιflHCO.—-^ J—MHCO=CHa A-N=N- I
BrClH ■V KaO3S-" ■ν V 10. Verfahren zur. Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise ein Anilin der allgemeinen Formel IISO3MX-NHNH2(H)in der X und M die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, diazotiert und mit einer Kupplungskomponente der allgemeinen Formel IIIOH NHCOMO1SNH-Z1(III)Y .409850/1091kuppelt, in der Y»und M die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, und Z1 ein Wasserstoffatom oder eine <x -Bromacryloyl- oder cx^ß-Dibrompropionylgruppe darstellt und sofern Z1 ein Wasserstoffatom bedeutet, die erhaltene Verbindung mit cx_,ß-Dibrompröpionsäurechlorid oder oe-Bromacrylsaurechlorid acyliert und gegebenenfalls aus der erhaltenen oc,ß-Dibromprop'ionamidoverbindung durch Umsetzen mit einer Base Bromwasserstoff abspaltet.11. Verwendung der Monoazoverbindungen nach Anspruch 1 bis 9 ζήτα. Färben von stickstoffhaltigem Textilgut oder Leder.409850/1091
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP5769173A JPS5714390B2 (de) | 1973-05-25 | 1973-05-25 |
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| DE2425307A1 true DE2425307A1 (de) | 1974-12-12 |
| DE2425307C2 DE2425307C2 (de) | 1984-05-30 |
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ID=13062955
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742425307 Expired DE2425307C2 (de) | 1973-05-25 | 1974-05-24 | Monoazoverbindungen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung |
Country Status (5)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2425307C2 (de) |
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Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1644134B2 (de) * | 1966-12-13 | 1976-11-04 | Ciba-Geigy Ag, Basel (Schweiz) | Monoazofarbstoffe, deren herstellung und verwendung |
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-
1974
- 1974-05-22 CH CH708374A patent/CH609365A5/xx not_active IP Right Cessation
- 1974-05-22 FR FR7417952A patent/FR2230694B1/fr not_active Expired
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1978
- 1978-06-16 CH CH658878A patent/CH616176A5/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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Owner name: CIBA-GEIGY AG, 4002 BASEL, CH |
|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: BERG, W., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. STAPF, O., DIPL. |
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| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: C09B 62/473 |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: SCHWABE, H., DIPL.-ING. SANDMAIR, K., DIPL.-CHEM. DR.JUR. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |
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