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Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Erden einer Eisenbahnschiene
mit einer in einem Bügel geführten Spindel und mit die Schiene kontaktierenden Schneiden,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine obere (14) und eine untere (13) Schneide,
die an der unteren Schrägfläche (28) des Kopfes bzw. der oberen Schrägfläche (27)
des Fußes an einer Seite der Schiene (1) angreifen, unter Abstützung an dem Schienensteg
(2) durch die Spindel (6) spreizbar sind.
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2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen
Ende der Spindel (6) eine Platte (7) angebracht ist, an der mit den Schneiden (13,
14) versehene Nocken (11, 12) schwenkbar (15, 16) gelagert sind.
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3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Schenkel (3, 4) des Bügels an dem Schienensteg (2) abstützen.
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4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nocken (11, 12) durch Ausnehmungen (17, 18) der Bügel (5, 4) greifen.
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5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spindel (6) durch einen Hebel (26) über eine Ratsche (25) verschiebbar ist.
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6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Bügel (3, 4, 5) und einer auf der Spindel (6) sitzenden Gewindebuchse
(24) ein Tellerfederpaket (23) liegt.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erden einer Eisenbahnschiene
mit einer in einem Bügel geführten Spindel und mit die Schiene kontaktierenden Schneiden.
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Bei einer solchen bekannten Vorrichtung (DT-PS 1230 876) sind am
vorderen Ende einer Schraubspindel Schneiden vorgesehen, die isolierende Schichten
an dem Schienensteg abfräsen, wenn die Spindel auf den Schienensteg zu geschraubt
wird. Als Widerlager dient ein unter dem Schienenfuß durchgeführter Schenkel des
Bügels, der sich an dem Schienenfuß an der anderen Seite der Schiene abstützt. Nachteilig
ist hierbei, daß zum Ansetzen der Vorrichtung der Schienenfuß freigemacht werden
muß, indem z. B. der Schotter entfernt wird, und daß die Vorrichtung an Stellen,
an denen der Schienenfuß von unten überhaupt nicht zugänglich ist, nicht angesetzt
werden kann.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, die in einfacher Weise eine Kontaktierung einer Eisenbahnschiene
erlaubt, ohne den Schienenfuß freilegen zu müssen. Gelöst wird die Aufgabe dadurch,
daß jeweils eine obere und eine untere Schneide, die an der unteren Schrägfläche
des Kopfes bzw. der oberen Schrägfläche des Fußes an einer Seite der Schiene angreifen,
unter Abstützung an dem Schienensteg durch die Spindel spreizbar sind. Durch diese
Lösung wird erreicht, daß die Schiene nur von einer Seite an den Steg angesetzt
wird und sich dort selbst hält Die Schneiden kerben sich beim Spreizen in die Schrägflächen
des Fußes und
des Kopfes ein und ergeben somit ein Widerlager für die Vorrichtung.
Der Spreizdruck wird durch Verschieben der Spindel erzeugt.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist am vorderen Ende der
Spindel eine Platte angebracht, an der mit den Schneiden versehene Nocken schwenkbar
gelagert sind. Dabei können sich die Schenkel des Bügels an dem Schienensteg abstützen.
Vorzugsweise greifen die Nocken durch Ausnehmungen des Bügels.
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Die Spindel kann durch einen Hebel über eine Ratsche verschiebbar
sein.
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Um ein stabiles Kontaktverhalten der Vorrichtung auch bei längerzeitiger
Beanspruchung aufrechtzuerhalten, kann zwischen dem Bügel und einer auf der Spindel
sitzenden Gewindebuchse ein Tellerfederpaket liegen.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist abgesehen von der einfachen
Montageart deshalb noch vorteilhaft, weil sie Hochstrombelastungen standhält.
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Desweiteren können die freiliegenden Schneiden jederzeit auf ihren
einwandfreien Zustand überprüft werden. Eine besondere Reinigung der Kontaktschneiden
entfällt. Wenn die Kontaktschneiden abgenutzt sind, können sie nachgeschliffen oder
ausgewechselt werden.
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Ansonsten besitzt die Vorrichtung keine Verschleißteile.
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Eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung wird an Hand der
Zeichnung beschrieben, in der ist.
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F i g. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der an eine Eisenbahnschiene
angesetzten Vorrichtung und F i g. 2 eine Vorderansicht des Bügels, der Platte und
der gerade gestellten Nocken.
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Die Vorrichtung dient zum Kontaktieren bzw. Erden der Eisenbahnschine
1, und zwar im Bereich des Steges 2. Die Vorrichtung enthält einen Bügel aus einem
loch 3 und den beiden Schenkeln 4 und 5. In dem Joch 3 ist eine Spindel 6 geführt.
Ihr vorderes Ende tritt in ein Loch 8 einer Platte 7 ein und ist darin festgelegt.
Die Platte 7 weist eckige Ausnehmungen 9 und 10 auf, in denen die Nocken 11 und
12 mit den Schneiden 13 und 14 schwenkbar gelagert sind, und zwar mittels der Bolzen
15 und 16. Die Nocken 11 und 12 greifen durch Ausnehmungen 17 und 18 in den Schenkeln
5 und 4 des Bügels und stützen sich an den Kanten 19 und 20 der Ausnehmungen ab.
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Auf der Spindel 6 sitzt ein Kabelschuh 21 für die abgehende Erdleitung.
Unter Zwischenschaltung einer Unterlagscheibe 22 folgt ein Tellerfederpaket 23,
das sich andererseits an einer Gewindebuchse 24 abstützt, die auf ein Außengewinde
der Spindel 6 aufgeschraubt ist. Mit der Gewindebuchse 24 steht die Ratsche 25 in
Verbindung, an welcher der Hebel 26 angebracht ist.
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Zum Ansetzen der Vorrichtung werden die Stirnseiten der Schenkel
4 und 5 des Bügels an den Steg 2 der Schiene 1 angelegt Durch Hin- und Herbewegen
des Hebels 26 wird über Ratsche 25 und Gewindebuchse 24 die Spindel zurückgezogen,
wobei die Nocken 11 und 12 relativ zu der Platte 7 weiter in ihre gestreckte Stellung
schwenken und sich dabei durch Gleiten auf den Kanten 19 und 20 des Bügels gegeneinander
spreizen.
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Hierbei kerbt sich die Schneide 13 in die Schrägfläche 27 des Schienenfußes
ein, während sich die Schneide 14 in die Schrägfläche 28 des Schienenkopfes einkerbt.