DE2425152A1 - System zur modifikation automatisch gesteuerter beatmungsgeraete - Google Patents

System zur modifikation automatisch gesteuerter beatmungsgeraete

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DE2425152A1 DE19742425152 DE2425152A DE2425152A1 DE 2425152 A1 DE2425152 A1 DE 2425152A1 DE 19742425152 DE19742425152 DE 19742425152 DE 2425152 A DE2425152 A DE 2425152A DE 2425152 A1 DE2425152 A1 DE 2425152A1
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Description

Dipl.-Ing. Klaus Jehmlich
7024 Leipzig, Imil-Sohubert-Straße 21 Dipl.-Ing. Eckhard Brauns
7031 Leipzig, Philipp-Bfiiller-ßtraße 94 Ing· Peter Reißmaan
7125 Liebertwolkwitz, Gäldengossaer Straße 26 Ing. Rudolf Miller
7031 Leipzig5 Schnorrstraße 7
Horst Voigt
7022 Leipzig, Faradaystraße 55
Bevollmächtigte Vertreter s
Patentingenieur Herbert-Räthke und
Ing. Rudolf Müller, beide im
VEB Kombinat Medizin- und Labortechnik Leipzig
7035 Leipzig
Prans-Flemming-Straßa 43-45
System zur Modifikation automatisch gesteuerter Beatmungsgeräte
Die 3rfindung betrifft ein System zur Modifikation automatisch gesteuerter Beatmungsgeräte, deren technische Mittel zur Lösung der Automatisierungsaufgaben sowohl Logikelemente und periphere Geräte darstellen, welche in Vorm von Bausteinen zusammengefügt, Seile bekannter Systeme der Digitaltechnik sind, als auch entsprechend des Anwendungsbereiche au« Bauelementen und Baugruppen bestehen können, welche einzeln oder integriert dem System zugeordnet sind· Unter Ausnutzung der in der Steuerungs- und Verriegelungstechnik gelösten Steuerungeprobleme wurden Beatmungsgeräte
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bekannt, die jeweils für ihren Einsatzzweck, ihren funktioneilen Aufbau für Antrieb und Steuerung, die erforderliche Beatmungsart und den individuellen Beatmungsverlauf einen mit pneumatischen Komponenten kombinierten Aufbau aufweisen. Ähnlich wurden auch die technischen !Probleme für die Warn- und Kontrollfunktionen oder anderer Zusatzerfordernisse gelöst. Dabei ist zwangsweise das Steuermedium mechanischer, elektrischer, hydraulischer oder pneumatischer Natur, da letztlich Aufgabe, Art, Verwendungszweck und Einsatzort der Steuerung das eine oder andere Medium als das. geeignete zur Anwendung kommen lassen. Sin solches Beatmungsgerät kann beispielsweise mit einem Luftverdichter, einem Steuerteil zur Steuerung des Luftstromes beim Ein- und Ausatmen und mit einem Mundstück, durch das die Atemluft zu- und abgeleitet wird, versehen sein. Damit die in ihm verwendete Steuerung möglichst wenig bewegliche Seile aufweist, besitzt das Steuerteil einen pneumatischen Verstärker, der durch das Ein- bzw. Ausatmen gesteuert wird. In ihm ist für die Eingangs- oder Arbeitsluft ein Einströmkanal vorgesehen, der sich in einen oder mehrere Ausgangskanäle gabelt. Unter der Wirkung einer Steuerströmung, die gewöhnlich im rechten Winkel zu dem Arbeitsstrom in den Eingangskanal des pneumatischen Verstärkers eintritt, begibt sich der Arbeitsstrom ganz oder überwiegend in einen bestimmten der Ausgangekanäle und kann durch Veränderung der St euer strömung zwischen diesen hin- und hergeschaltet werden. Sein Aufbau ist dabei »o gestaltet, daß die Atemluft selbst die Steuerimpulse zur Umsteuerung des Verstärkers aus der einen in die andere
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stabile Lage liefert. Außerdem sind Rückkopplungskanäle mit Regulierventilen vorgesehen die an die Steueröffnuhgen geleitet Druckänderungen signalisieren.
Bei einem druckgesteuerten Beatmungsgerät ist in die einatemführende Leitung des Patienten ein Steuermittel in form einer Membran eingeschaltet, das durch den von der Eigenatmung des Patienten erzeugten Über- bzw· Unterdruck gesteuert über di© Steuervorrichtung auf den Antriebsmechanismus des Beatmungsgerätes einwirkt. Für den Ausfall der Eigenatmung über eine bestimmte Zeit ist eine zweite Steuervorrichtung vorhanden, welche dann von einem Zeitglied gesteuert wird. Bas heißt, bei diesem Beatmungsgerät wird bei Ausfall der von der Patientenatmüng ausgehenden Impulse die durch das Beatmungsgerät erzeugte assistierende Beatmung selbsttätig durch das Zeitglied gesteuert. Die vom Patienten ausgehende Impulssteuerung oder die vom Zeitglied verursachte Steuerung wird erkennbar gemacht, indem entweder die eine oder die andere Steuervorrichtung mit einer Anzeigevorrichtung versehen ist. Zu bemerken ist noch, daß die patientenabhängige Steuerung nach dem Prinzip einer Trigger-Steuerung und die patientenunabhängige Steuerung nach dem Prinzip einer Timer-Steuerung funktioniert. Fernerhin sind intermittierend arbeitende Überdruck-Atemgeräte bekannt, ,die auch als IPPB-Geräte bezeichnet werden. Diese sind u. a. bestimmt für ateminsuffizente Patienten, deren Gesamt-Lungenfunktion die sogenannte Kontrollierte Beatmung erfordert. Die für den Beatmungsverlauf an ein solches IPPB-Gerät gestellten
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Forderungen einschließlich der assistierten Beatmung, sollen nun durch ein einziges Fluidik-Element erfüllt werden, welches praktisch frei von den Nachteilen der bis dahin bekannten At emhilfsgeräte ist. Dieses Fluidik-Atemhilfsgerät weist eine Anzahl Düsen, Kanäle und Durchlässe auf, die in einer in der Fluidics-iPechnik an sich bekannten Weise ausgebildet und begrenzt sind. Das in ihm verwendete bistabile Fluidik-Element entspricht einem Wandfolgetyp, was bedeutet,' daß der Arbeitsstrom jeder der beiden den Wirkungsbereich begrenzenden Seitenwände folgen kann.
Die nach dem. Fluidik-Prinzip gestaltete Ausführungsform ist besonders durch eine unterstromseitige Belüftung gekennzeichnet, die zwischen dem Umgebungsdruck und dem Atmungskanal in Verbindung steht und auf einen höheren als der Umgebungsdruck im Atmungskanal anspricht, um Fluid aus dem Strömungskanal abzuleiten bzw. auf einen niedrigeren als den Umgebungsdruok im Atmungskanal anspricht, um eine beträchtliche Einströmung von Umgebungsluft dem Atmungskanal zuzuführen. Bei diesen und einem großen iDeil noch bekannter Beatmungsgeräten wird schließlich während einer kontrollierten und assistierten Beatmung mittels einer druck- oder auch frequenz- bzw. volumengesteuerten Vorrichtung dem Patienten eine bestimmte Atemgasmenge zugeführt. Allerdings wird bei der kontrollierten Beatmung der Zeitpunkt der Einatmung gesteuert, dagegen bestimmt ihn bei der assistierten Beatmung der Patient selbst. Grundsätzlich jedoch haben alle Beatmungsgeräte eine
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Grundfunktion zu erfüllen und übernehmen bei einer Vielzahl von Beatmungsgeräten gleichzeitig noch Überwachungs- und teilweise Zusatzfunktionen.
Ausgehend von der Grundfunktion werden die Beatmungsgeräte · entweder mittels Druck, Frequenz, Flow oder Volumen gesteuert bzw. mittels Druck, Flow, Gaskonzentration oder Volumen geregelt. Die Uberwachungsfunktion dagegen bezieht sich auf die Kontrolle über Flow, Gaskonzentration, Volumen oder Frequenz und auch auf die Handbeatmung. Letztere kann natürlich auch nur eine der Zusatzfunktionen sein, zu denen z. B, noch die Absaugung, die Gasmischung, Medikamentenverabreichung im Atemgas und die Anfeuchtung und Erwärmung des Gases gehören.
Allein die hier aufgezeigten Realisierungsmögliehkeiten lassen erkennen, welche Maßnahmen zur Kontrolle der Atemparameter von Patienten und der Arbeitsweise von-Beatmungsgeräten notwendig sind* Zu diesem Zweck wurde eine Vorrichtung bekannt, die nach einem pneumatischen System aufgebaut jede Energieform ihren Vorteilen entsprechend ausnutzt. Das in ihr vorhandene Sortiment an Eingabegliedern, Wandlern, Logikelementen, Ausgangsgliedern u. a»ermöglicht die Informationseingabe wie beispielsweise die Bedingungen einmaliger bzw. automatischer Abläufe, Signalisierung von Weginforuiationen und direkte Ansteuerung des Ausgangs. Als Grundbestandteil wird ein Doppelmembranrelais verwendet, das über einen Drucxttiiler angesteuert wird.
Daiiit ist de^ bisher betriebene .jrerätetechnische Aufwand für eine Beatmung und deren Kontrolle noch nicht erschöpfend b3-
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handelt und könnte z. B. hinsichtlich der unterschiedlichsten Arbeitsweise der Beatmungsgerät^ noch nähei* untersucht und deren konstruktiver Aufbau noch vielseitiger dargelegt werden. Die funktionale Kompliziertheit und ihre Realisierbarkeit führt jedoch zu immer neuen Lösungen, die bei entsprechender Beatmungsaufgabe und gewählter Beatiuungsmethode noch zusätzlich eine durch Undichtigkeit, Über- Lind Untersclireitung des Beatmungsdruckes bzw. der Beatmungsfrequenz, Versagen der Steuertechnik oder Ausfall der Speiseenergie, aber auch durch Abweichung von den Ventilationseffekten von Op-Aufnahme und GOp-Abgabe hervorgerufene Gefährdung des Patienten ausschließt.
Die Realisierungsniöglichkeiten bei den automatischen Beatmungsgeräten mit Konti'ollf unkt ion sind von" bestimmten Kriterien abhängig. Diese sind:
Einsatζzwecks Erwchsene, Kinder s Säuglinge oder
Sonderzwecke
Steuerungsart; Drucksteuerung, Zeitsteuerung, Volumensteuerung, flow oder iJisehsteuerung '
Beatmungsartι assistierte Beatmung, kontrollierte
Beatmung oder geregelte Beatmung (alle für Langzeit oder Kurzzeit), Spontanatmun^, Handbeatmun^ oder Nai'kosebeatiaung (diese für halboffen oder geschlossen)
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Beatmungsverlauf: Überdruck IEEB, .Wechseldruek PIiPB
(AHiB)", IPEB mit endinspirat. Überdruck, IPEB mit endinspirat. Plateau, IPPB mit Seufzer oder Hochfrequenz
Antriebsart: elektrische (Gebläse oder Kompressor),
pneumatisch (gerätespezifisch, fluidisch oder relaistechnisch) oder gemischt
Zugeordnete oder inte- Beatniungsartwechsel, Gaskonzentration grierte Kontroll-und (Äther, Halothan, Lachgas, CO2, Og oder Warnfunktioni Zykloprop),. Druck (Atem oder Antrieb),
Volumen (Zug, Minuten oder Strom) oder Atemrhythmus (Frequenz oder Atemzugvolumen)
Das Gesamturteil erfolgt also in Abhängigkeit von der jeweiligen Gerätemodifikation·
Um weitestgehend den Bedürfnissen der Praxis gerecht zu werden, •wurden deshalb Variationen zwischen einem einfachen, nur eine einfache Grundfunktion erfüllenden Beatmungsgerät und einem Idealgerät mit universellen Einsatzmöglichkeiten entwickelt, die allesamt die an sie gestellte Problematik versuchen zu lösen. Ihr Hansel besteht jedoch darin, daß bei einfachen Prinziplösungen nur jeweils eine der genannten Beatmungsarten möglich ist oder bei erweiterten Einsatzmöglich/keiten es sich um ein übermäßig kompliziertes und teures Gerät handelt„ Hinzu kommt, dais in der Regel jedes Gerät einen unveränderlichen" konstruktiven Aufbau aufweist, der an die ihm zu^e-
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ordneten Funktionen gebunden ist· Dies trifft auch auf die ; dabei verwendeten Elemente, Baugruppen, Ein- und Ausgabeglieder u.a. zu,
Sie Erfindung bezweckt die Beseitigung des Mangels und eine Verbesserung dahingehend, daß unabhängig von der vorbestimmten Gerätemodifikation eine gewünschte Erweiterung der Grund-, Überwachungs- und Zusatzfunktionen im Sinne der neuesten Erkenntnisse von Medizin und Technik möglich sind.
Aufgabe der Erfindung ist es» ein System zur Modifikation automatisch gesteuerter Beatmungsgeräte zu schaffen, deren ·. einzelnen und/oder gruppierten technischen Mittel eine Wiederverwendung und wechselseitigen Einsatz ermöglichen. Außerdem soll der Entwicklungs- und Realisierungsauf wand modifizierter Geräteeinheiten um ein beträchtliches MaB reduziert werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das System aus einem Auswahlsortiment der technischen Mittel besteht und diese mit aufeinander abgestimmten Anschlüssen versehen und in vorbereitete Druckbereiche unterteilt sind und daß über die Ausnutzung ihrer funktionsgestaltung die technischen Mittel einen funktionalen Yerkettungsaufbau aufweisen, der einerseits eine Vielzahl von Gerätemodifikationen zu projektieren und bauen gestattet und andererseits eine Variabilität von Grund-, Überwachungs- und/oder Zusatzfunktionen sowie eine Kombination der Grundformen ermöglicht. Die Vorteile dieser Lösung sind nicht nur in der Wiederverwendbarkeit der technischen Mittel, in der Realisierung einer
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" maximalen Funktionsvariabilität oder in der geminderten Entwicklungskapazität der modifizierten Geräteeinheiten zu sehen, sondern gleichfalls in der leichten Fehlerbeseitigung der möglicherweise nur nooh lokal auftretenden Mängel in nur einem Element der Funktionskette·
Die im Sortiment vereinten technischen Mittel können aus Wege-, Strom-, Eichtungs- und Druckbegrenzungsventilen, aus Wandlern, Antriebs- und Kontrollelementen sowie aus Steuerungen im Einzel- und Kompaktaufbau und anderem Zubehör bestehen· Der auf diese und die nach Bedarf noch ergänzungsfähigen technischen Mittel festgelegte Druckbereich kann durch kleine Nennweite oder große-Nennweite bzw· durch Nieder druckbar eich oder Normaldruckbereich gekennzeichnet sein·
Weiterhin ist es vorteilhaft, die technischen Mittel tabellarisch zu ordnen, und zwar derart, daß ihre Auswahl entsprechend den an die zu modifizierende Geräteeinheit gestellten Funktionen vorbestimmt ist oder diese koordiniert in einer Tafel zu gruppieren, und zwar derart, daß jeweils in ihren Schnittpunkten die technischen Mittel für die ausgewählte Kombinationsvariante der Geräteeinheit ausgewiesen werden· Die technischen Mittel können entweder direkt nach einem Ordnungsachema bereitgestellt sein oder sind durch Hinweis aus Übersichtslisten aus dem Sortiment auszuwählen und zu montieren· · Die Einsatzmöglichkeit der insgesamt im Sortiment erfaßten technischen Mittel gestattet somit den Aufbau eines einfachen druckgesteuerten Beatmungsgerätes, ebenso wie die Konzeption eigenständiger Geräte für Beatmung, Überwachung oder Zusatz-
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funktion oder kann in eine andere GeräteVariante, beispielsweise in ein druckgesteuertes Gerät mit Umschaltmöglichkeit auf Frequenz- und Volumensteuerung bei gleichzeitig integrierter Volumenregelung, Druck- und Frequenzkontrolle und Atemgasanfeuchtung, modifiziert werden·
Die Erfindung wird an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert:?
Ss zeigt:
Pig. 1 einen Auszug der in einem Sortiment zusammengefaßten technischen Mittel,
Fig. 2 die schematische Darstellung eines modifiziert automatisch gesteuerten Beatmungsgerätes,
Fig. 3 die nach einem Koordinationsschemä für die Bestimmung der technischen Mittel der Gerätemodifikation aufgebaute Tafel und
Fig. 4 mehrere charakteristische Atemkurvenverläufe in ihren Grundformen und deren Kombinationen.
Das in Fig. 1 symbolisch aufgeführte Sortiment technischer Mittel ist nur auszugsweise dargestellt. Bs kann entsprechend der beabsichtigten Gerätemodifikation ergänzt bzw. erweitert werden. Ihre Zuordnung erfolgt jedoch nach Nennweite und Druckbereich und für eine Funktionswahl sind sie mit mindestens zwei Anschlüssen versehen. Im Hinblick auf ihre Wieder-. Verwendbarkeit geben die technischen Mittel auch einen Hinweis auf ihre Komplexität und Einsatzmöglichkeit. Die damit maximal möglichen Beatmungsgerätefunktionen sind aus der in Fig. 2 dargestellten Gerätemodifikation erkennbar und können
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im Sinne des Beispiels 2 der Fig. 3 leicht abgeleitet werden.
Der Antrieb des Beatmungsgerätes kann wahlweise mit Luft oder Sauerstoff erfolgen. Die Anschlüsse hierfür sind mit der Bezugsziffer 1, 2 und 3 gekennzeichnet. Für einen kontinuierlichen Flaschenwechsel bei (^-Flaschenbetrieb sorgen zwei Anschlüsse, die gegeneinander durch zwei Richtungsventile 4 und 5 abgesichert sind. Beide Gase können mittels eingesetzter Filter 6 und 7 gereinigt werden. Bine Gesamtabschaltung des Antriebsgases ist durch die Betätigung der Wegeventile 8 und eine Umschaltung nur auf Luftantrieb durch die Betätigung des Wegeventils IO möglich, über das Druckminderventil 11 wird die Steuerung 12 - in diesem Fall nur mit einem Steuerblock 13 - und der Anschluß 14 für Zusatzgeräte mit Antriebsenergie versorgt. Das Atemgas wird über das Wegeventil 15, das Stromventil 16 und dem Injektor 17 dem Patienten 18 über die Leitung 43 zugeführt. Dabei kann der Injektor 17 auf der Saugseite über das Wegeventil 19 und die Richtungsventile 20 bzw. 21, die teilweise auch Druckbegrenzungsfunktionen haben, einerseits Frischluft aus der Atmosphäre über den Filter 22 oder andererseits Sauerstoff aus dem Atembeutel 23 ansaugen. Die Dosierung des Sauerstoffs erfolgt über das Stromventil 24 und den Durchflußmesser 25$ eine Absicherung des Atembeutels gegen überdruck mittels des Druckbegrenzungsventils 26. Der Patient hat im Falle des Hustens noch die Möglichkeit, über das Druckbegrenzungsventil 27 gefilterte Luft aus der Atmosphäre zusätzlich aufzunehmen. Das Druckbegrenzungsventil 28
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sichert den Patientenkreislauf gegen Überdruck ab.
Die Ausatmung des Patienten erfolgt über das Richtungsventil-29, das zur Gewährleistung einer assistierten Beatmung erforderlich ist. Vom Richtungsventil 29 aus strömt das Ausatemgas über das Atemvolumeter 30» das Wegeventil 31 und ein spezialisiertes Druckbegrenzungsventil 32. Letzteres ist für Überdruckbeatmung mit endexspiratorischem Überdruck ausgelegt.
Die Wegeventile 15» 19 und 31 werden von der Steuerung 12 in Rhythmus der Atemfrequenz und des Atemzeitverhältnisses betätigt. Außerdem werden vom Atemraum des Patienten zu dem. Anschluß 14 für Susatzgeräte und su den Schwellwertschaltern 33 und 3^» an denen die.Ansprechschwelle für assistierte Beatmung und der Umschaltdruck zur Beendigung der Inspirationsphase vorwählbar sind, Leitungen 42 geführt. Eine Kontrolle des Atemdruckes kann am Atemdrucküiesser 35, welcher über das Wegeventil 36 zuschaltbar ist, vorgenommen werden.. Die Wahl der Beatmungsart erfolgt am Wegeventil 37 und die Vorgabe der Exspirationszeit am Stromventil 38. Der beim Wechsel von assistierter zu kontrollierter Beatmung automatisch eintretende akustische Warnzustand kann über das Wegeventil durch Ausschalten der Hupe 40 aufgehoben werden. Die optische Anzeige 41 bleibt wahrnehmbar. Die bei diesem Beatmungsgerät gewählte. Kennzeichnung entspricht den in der Fig. 1 enthaltenen technischen Mitteln'.
Im Ausführungsbeispiel der Erfindung ist gemäß Fig. 3 eine nach einem Koordinationsschema für die Bestimmung der wesentlichen technischen Mittel der Gerätemodifikation aufgebaute Tafel enthalten, die darüber hinaus für jede Grund-, Überwachungs-
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und Zusatzfunktion die hierbei wirksam werdenden technischen Mittel auszugsweise angibt. Mit ihrer Hilfe und dem Schaltschema der bestimmten Gerätemodifikation kann somit der Verlauf von Signalen über die verschiedenen technischen Mittel verfolgt werden.
Um beispielsweise eine der noch zu beschreibenden Grundformen der charakteristischen Atemkurvenverlaufe nach Fig, 4 von z. B". einer einfachen Überdruckbeatmung oder deren Kombinationen zu erzielen, enthält die Tafel stets die selektive Aussage der in Abhängigkeit von der benutzten Grundfunktion beteiligten technischen Mittel, Es ist somit möglich, auf der Grundlage einer ..durch die medizinische Indikation bestimmten Auswahl charakteristischer Atemkurvenverläufe ρ, ν = f(t) nach Fig. 4 als Grundformen oder Kombinationen davon den für das diesen Indikationen optimal entsprechende Beatmungsgerät notwendigen technischen Aufwand nach dem erweiterungsfähigen Schema entsprechend Tafel nach Fig. 3 kurzfristig zu bestimmen, bevor die Umsetzung in die jeweilige Gerätemocfifikation erfolgt.
Aus der Tafel geht hervor, daß für das Beispiel nach Fig. 2 die Realisierung der charakteristischen Atemkurvenverläufe mittels Drucksteuerung die technischen Mittel O, z^, z^ und X2, die entsprechend dem festgelegten Sortiment nach Fig, 1 mit den Bezugsnuinmern 1, 2, 3» 12, 13, 33 und 42 gekennzeichnet sind, neben den "allgemeinen notwendigen Mitteln" erfordert.
Ton den in Figβ 4 aufgeführten charakteristischen Atemkurvenverläufen A bis T können mit der Beatmungsgerätemodifikation
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entsprechend Beispiel 1 nach Fig. 3 (entsprechend Beispiel nach Fig. 2) die folgenden unter Zuordnung der für die Realisierungerforderlichen technischen Mittel realisiert Werdens
Atemkurvenverlauf technisches Mittel
A a, c, d, e, f, g, h, i, k,
m, p, «i, r
e.
Mit der Beatmungsgerätemodifikation entsprechend Beispiel 2 nach Fig. 3 ergeben sich noch folgende erweiterten Möglichkeiten bei Einschluß der schon aufgeführten und unter Gewährleistung der weiteren Steuerungsarten Zeit-Volumen- und Mischsteuerung:
D d, x-ji ZZ4
E a, c, d, g, X5, Zy Z^
F b, d, g, p, X6, Zy Z4
H siehe B und D
I siehe B und E
J siehe 0 und D
K siehe G und E
L siehe B und E
M siehe D und F
N siehe E und F
Q siehe B und D und E
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R S
siehe G und D und B
siehe D und E und F
Im aufgeführten Sinne ist es möglich, erfindungsgemäß jede erforderliche Geräteinodifikation bei Anv/endung jeder Steuerungsart zur Gewährleistung jeder Atenikurvencharakteristik ebenso vorteilhaft zu konzipieren wie integrierte oder separate Warn- und Zusatzgeräte entsprechend Beispiel 3 und Beispiel 4- der Fig, 3.
Die zur Gerätemodifikation in den Beispielen 1 bis Λ verwendeten Zeichen geben einen Hinweis auf die technischen i.iituel nach I?ig, 1, Diese sind erforderlich für
Beispiel 1: ( Gr undf ukt ion)
χ - für ein druckgesteuertes Beatmungsgerät für kontrollierte und assistierte ΓΕΕΒ entsprechend Fig„2;
Beispiel 2;
( Gr undf unkt ion)
- für ein Beatmungsgerät nach Fig. 2, das darüber hinaus umschaltbar auf Zeitvoluinensteuerung bzw. Mischsteuerung ist, Wechseldruckbeatmung erlaubt und die Eingabe vorprogrammierter vertiefter Atemzüge gestattet;
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Beispiel 3ί
(Überwachungsfunktion) £ — für einen Druckmonitor zur Warnung lebenebedrohlicher Zuständr wie Über- bzw. Unterschreiten eines wählbaren Beatmuntjsdruckes, der Frequenz und des Antriebsdruckes;
Beispiel 4:
(Zusatzfunktion) - Q - fur einen Medikament enve rne bier.
-.17 -509808/0703

Claims (1)

  1. Patent ansprüclie
    "T-.j Sys tea zur modifikation automatisch gesteuerter Beatmunggerate, deren t-echnische Mittel zur Lösung der Autoiaatisierungsaufgaben sowohl Logikelemente und periphere Geräte darstellen, welche in E'orra. von Bausteinen zusammengefügt Teile bekannter Systeme der Digitaltechnik sind, als auch entsprechend der Anwendungsbereiche aus Bauelementen und Baugruppen bestehen können, welche einzeln oder integriert dem System zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet j daß das System aus einem Auswahl-Sortiment der technischen Mittel besteht und diese mit ,aufeinander abgestimmten Anschlüssen versehen und in vorbestimmte Druckbereiche und Kennwerten unterteilt sind und daß über die Ausnutzung ihrer Funktionsgestaltung die technischen Mittel einen funktionalen Vex'kettungsaufbau aufweisen, der einerseits eine Vielzahl von Gerätemodifikationen zu projektieren und bauen gestattet und andecerseits eine Variabilität von Grund-, Überwachung- und/oder Zusatzfunktionen sowie eine Kombination der Grundformen ermöglicht.
    ο System zur Modifikation automatisch gesteuerter Beatmungsgerät e nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da^j die im Sortiment vereinten technisoiun uitüel aus Vve^e-, Strom.-, üichturiLiS- uud Druckbe-
    grenzunysventilen, aus Wandlern, Antriebs- und Kontrollelement en sov/ie aus Steuerungen im. Einzel- und Kompaktaufbau und anderen Zubehör bestehen.
    · Syste&i zur !Modifikation automatisch gesteuerter Beatmungsgeräbe nach Anspruch 1 und 2, dadurch ^skennze ic h net, da*] die technischen Litt el für verschiedene Heimv/eiten und Druckt ere iche aus^elejt siiui.
    4. System zur !.lodifikätion automatisch gesteuerter Beat.Mun£sgeriite nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daii die technischen Mittel tabellarisch geordnet sind, und zwar derart, daß ilire Auswahl entsprechend den an die zu modifizierende Geräteeixiheit gestellten funktionen vox^DeatirjQbar iüt.
    5. System zur iJodifikatjion autoaatiDch gesteuerter £-eataiungSberäte nach Anspruch 2 und 3» dadurch H^- kennze ichnet, dau die techniachen Mittel direkt nach einem OrdnungssciieLia bereitgestellt oder durch Hinweis aus Übex*sichtslisten aus deu. Sortiment auszuv/ählen und zu montieren sind.
DE2425152A 1973-08-10 1974-05-24 Automatisch gesteuertes Beatmungsgerät Expired DE2425152C2 (de)

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