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Vorrichtung zum Bei einen eines faserhaltigen und/oder feinspanigen
Mischgutes.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum vorzugsweise kontinuierlichen
Beleimen eines einen hohen enteil an Fasern und/oder feinen Spanbestandteilen enthaltenden
Mischgutes, das vorzugsweise für die Spanplattenfertigung bestimmt ist, mit wenigstens
einer zylindrischen Mischkammer und mit in der Mischkammer angeordneten, eine relative
Drehbewegung gegenüber der Mischkammer ausführenden Mischwerkzeugen, die bei ihrer
relativen Drehbewegung in den sich an die Innenwand der Mischkammer anlegenden Mischgutring
eingreifen und zwischen zt1ei über die axiale Länge der Mischkammer verteilt angeordneten,
von der Mischkammerwand nach innen abstehenden, in den Mischgutring hineinragenden
Düsenröhrchen hindurchlaufen, die zum Eintrag von Flüss'gkeit, insbesondere von
Leim, in das Mischgut dienen.
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Bei bekannten (DT-OS 2 219 352), zur Beleimung von Mischgut zur Spanplattenherstellung
dienenden Vorrichtungen ist die zylindrische, mit ihrer Längsachse waagerecht angeordnete
Mischkammer längsgeteilt und von einer zur Längsachse konzentrischen Drehwelle durchsetzt,
die radial abstehende Mischarme trägt. Diese weisen eine Steigung auf, die beim
Umlauf der Drehwelle einen axialen Transport des Mischgutes bewirkt Der Leim wird
dort dem Mischgut durcn Verteilerrohre zugeführt, die von außen her durch die Mischkammerwand
hindurchragen unG mit ihren Endabschnitten tangential in Wrnlaufrichtung des sich
im Inneren der Mischkammer bildenden, sich an die Mischkammerwand anlegenden Nischgutringes
abgewickelt sein können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese bekannten Mischvorrichtungen
zu verbessern und vor allem bei feinspanigem bis faserförmigem Mischgut eine durchgehend
gleichmäßige Beleimung zu erzielen, bei der der Leim dew Spangut im Mischgutring
in genügend fein zerteilter Form zugegeben wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Düsenröhrchen
an ihrer Stirnseite geschlossen sind und an ihrem freien, in den Mischgutring hineinragenden
Mantel-Abschnitt mindestens eine Düsenöffnung für die unter Druck stehende Beleimungsflüssigkeit
aufsen, deren Spritzrichtung quer zur Bewegung des Mischgutes verläuft, das heißt,
wenigstens annähernd parallel zur Achse der Mischkammer gerichtet ist.
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Beste Beleimungsergebnisse können erreicht werden, wenn die Düsenröhrchen
an ihrem im Bereich des Mischgutringes liegenden Mantel zwei bis vier derartiger
Düsenöffnungen aufweisen, die als 1 bis 1,5 mm starke Bohrungen aus gebildet sejn
können. Zweckmäßig können die als
Leimungsabeeinrichtungen dienenden
Düsenröhrchen in einer gemeinsamen, zur Achse der Mischkammer parallelen Ebene in
einem solchen gegenseitigen Abstand eingebaut sein, daß jeweils zwischen zwei dieser
Düsenröhrchen wenigstens ein auf einer zur Mischkammer koaxialen Antriebswelle befesG-igtes
Nischwerkieug rotieren kann und dabei mit Abstand an den Düsenröhrchen vorbeilaufen
kann. Der notwendige seitliche Abstand des Mischwerkzeuges richtet sich nach der
Größe der zu beleimenden Spanarten und soll bei groben Spänen etwa 15 mm und bei
Fasern und ähnlich feinen Bestandteilen des Mischgutes etwa 8 mm betragen. Vorteilhaft
ist es, wenn in mindestens einer Ebene am Umfang der Antriebswelle mehrere Mischwerkzeuge
angebracht sind und hintereinander an den Düsenröhrchen vorbeistreichen.
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Wenn zum Beispiel in einer gemeinsamen Ebene am Umfang der Antriebswelle
sechs Mischwerkzeuge angeordnet sind, dann drücken diese bei jeder Umdrehung der
Welle sechsmal Teilmengen aus dem Mischgutring an die Austrittsöffnungen der Düsenröhrchen,und
die immer wechselnden Spanmassen wischen dabei den ausströmenden Leim in Kleinstmengen
ab. Bei einer Drehgeschwindigkeit von 1500 U/min = 25 U/sec wird der ausströmende
Leim in jeder Sekunde 150 mal vom Spangut abgemischt, so daß der Leim bereits in
feinstzerteilter Borm in das Mischgut eingetragen wird.
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Die hochtourig umlaufenden Mischwerkzeuge versetzen die eingebrachten
Fasern, Späne und dgl. des Mischgutes sofort in einen entlang der Innenwand der
Mischkammer wendelartig vom Einlauf bis zum Auslauf wandernden Mischgutring von
geringer Wandstärke. Dieser wandernde Mischgutring streicht den an den Düsenröhrchen
ausströmenden Leim fortlaufend in Kleinstmengen, das heißt, in feinster Zerteilung
ab, so daß keine Leim-Staub-Agglomerationen entstehen können. Von den
Mischwerkzeu,en
wird dann der Leim in der Beleimungs- und Nachmischzone an den Spanoberflächen sekundenschnell
weiter verrieben, bevor die stark saugfähigen, trockenen Späne und sonstigen Anteile
des tEschgutes den Wasseranteil des Flüssigleimes eingesaugt haben und dadurch ein
weiteres Verwischen des Leimes unmöglich machen.
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Die Düsenröhrchen können in weiterer Ausgestaltung der Erfindung am
Umfang der Mischkammer in einer oder auch in mehreren Reihen eingebaut sein. Um
zu vermeiden, daß der in den Düsenröhrchen und deren Zuführungsleitungen befindliche
Leim nach dem Abschalten der Beleimungsvorrichtung noch unvermischt in die in der
Nischkammer noch befindiche Spanmasse tropft, kann man vorteilhaft die Düsenröhrchen
mit ihrem freien Endabschnitt nach oben zeigend in die Wand der Mischkammer einbauen.
Hierbei ist es jedoch wichtig, daß die Düsenröhrchen tangential von außen nach innen
in den Mischgutring in dessen Umlaufrichtung hineinragen.
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Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels, einer
Belaimungsvorrichtung, die in der Zeichnung vereinfacht wiedergegeben ist, näher
beschrieben und erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 die Mischvorrichtung in einem vertikalen Axialschnitt,
Fig. 2 ausschnittsweise in einem nach der Linie II/II in Fig. 1 geführten Querschnitt,
Fig. 3 ausschnittsweise einen nach dem gebrochenen Linienzug III/III in Fig. 2 geführten
Längsschnitt durch zwei Düsenröhrchen, während
Fig. 4 einen Querschnitt
durch eine abgewandelte Ausführungsform der in Fig. 3 dargestellten Ddsenröhrchen
und Fig. 5 eine weitere Abwandlung eines Düsenröhrehens in seinem Querschnitt wiedergibt.
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Die Beleimungsvorrichtung nach Fig. 1 weist eine Mischkammer 1 auf,
die an einem ihrer Endabschnitte einen Einl,aufschacht für das zu beleimende Spangut
und an ihrem anderen Endabschnitt einen Auslaufschacht 3 hat. Gleichachsig zu der
zylindrisch ausgebildeten Mischkammer 1 ist eine beidseitig gelagerte Mischerwelle
4 angeordnet, die in Richtung des Pfeiles 5 hochtourig, beispielsweise mit einer
Drehzahl on etwa 1500 U/min angetrieben wird. Die Mischerwelle 4 trägt in der Einlaufzone
unterhalb des Einlaufschachtes 2 zwei Werkzeuge 6, die in bekannter Weise mit einer
Einholschaufel versehen sind und das durch den Einlaufschacht 2 einfallende Spangut
in Richtung des Pfeiles 7 mit einer zur Mischerwelle parallelen Komponente in die
Beleimungszone der Mischkammer 1 befördern. Dort sind an ihren freien Endabschnitten
stiefelförmig ausgebildete Werkzeuge 8 axial gegeneinander versetzt auf der Mischerwelle
4 befestigt.
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Die Werkzeuge erfassen das einlaufende Spalt und erzeugen infolge
der Zentrifugalkraft einen Spangutring 10, der wendelförmig in Richtung auf den
Auslaufschacht 3 wandert und dabei in den Drehbereich der Mischwerkzeuge 9 gelangt.
Die Mischkammer 1 wird von einer inneren zylindrischen Wand 11 begrenzt, welcher
mit geringem rauialen Abstand eine Außenwand 32 derart zugeordnet ist, daß zwischen
den beiden Wänden 11 und 12 ein Ringraum verbleibt, in welchem ein Kühlmittel geführt
werden kann.
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Durch die Innenwand 11 und die Außenwand 12 treten Düsenröhrchen
in
der aus Fig. 2 näher erkennbaren Weise derart ein, daß sie bei der in Fig. 2 mit
einem Pfeil 14 angedeuteten Umlaufrichtung des Spangutringes lo diesen von außen
nach innen mit kleinem Tangentenwirikel durchdringen Diese nüsenröhrchen liegen
beim dargestellten Ausführungsbeispiel in einer gemeinsamen Ebene, welche parallel
zur Mischerwelle 4 verläuft. In dieser Ebene sind sie hinsichtlich ihrer seitlichen
abstände derart angeordnet, daß jeweils zwischen zwei.
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dieser Düsenröhrchen mindestens eines der Werkzeuge 8 hindurchtreten
kann. Während nach Fig. 1 nur jeweils ein Werkzeug 8 zwischen zwei Düsenröhrchen
13 hindurchläuft, kann die Anordnung in Anlehnung an Fig. 3 auch derart getroffen
werden, daß zwischen zwei Düsenröhrchen nacheinander zwei. axial zueinander versetzte
llerkzeuge 8 hindurchlaufen.
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Jedes der Düsenröhrchen 13 enthält eine Zulaufbohrung 15 für die zu
versprühende Beleimungsflüssigkeit. An ihren freien Stirnseiten sind die Düsenröhrchen
durch einen eingedrehten Gewindestopfen 16 verschlossen. Jedes der Düsenröhrchen
enthält vier Düsenbohrungen 21 bis 24, von welchen jeweils zwei Düsenbohrungen auf
einer gemeinsamen Mantellinie in dem in den Mischgutring lo hineinragenden Mantelabschnitt
liegen. Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig.
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2 und 3 sind die Düsenbohrungen derart angeordnet, daß ihre in Fig.
2 mit strichpunktierten Linien angedeuteten Spritzrichtungen parallel zur Drehachse
der Mischerwelle 4 und demgemäß quer zur Umlaufrichtung 14 des Spangutrings lo verlaufen.
Die Büsenbohrungen 21 bis 24 haben eine lichte Weite von etwa 1 bis 1,5 m-n und
stehen rechtwinklig zur Achse der Düsenröhrchen 13 und deren Zulaufbohrung 15. Sie
können vorteilhaft in einem Winkel α von etwa 30° bis 45 geneigt sein.
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In Fig. 4 ist ein abgewandeltes Düsenröhrchen 33 in seinem Querschnitt
wiedergegeben, bei welchem jeweils zwei rechtwinklig zur Rc,hrchenachse ausgeführte
Düsenbohrungen 34 und 35 nicht diametral zueinander, sondern in einem stumpfen Winkel
zueinander geneigt angebracht sind. In dicsem Falle ist die Gefahr, daß die Düsenbohrungen
von dem vorbeistreif enden Mischgut verstopft werden können, besonders gering, wenn
das Düsenröhrchen vom Mischgutring in der mit einem Pfeil 14 angedeuteten Bewegungsrichtung
des Mischgutrings angeströmt wird.
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Bei dem in seinem Querschnitt in Fig. 5 dargestellten abgewandelten
Ausführungsbeispiel für ein Düsenröhrchen 43 ist ein aufsteckbarer Düsenkopf 44
vorgesehen, der mehrere einander gegenüberliegende Düsenöffnungen 45, 46 enthält,
die nebeneinander im Abstand angeordnet und: über einen Großteil der freien Mantellänge
des Düsenröhrchens 43 liegen können. Auch hier ergibt sich der Vorteil, daß die
Düsenöffnungen im Strömungsschatten liegen, wenn der Mischgutring lo in der mit
einem Pfeil 14 angedeuteten Strämungsrichtung das Düsenröhrchen 43 umspült.
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Der besondere Vorteil der erfind:ungs gemäßen Ausbildung der Düsenröhrchen
und ihrer Anordnung in bezug auf den Mischgutring besteht darin, daß der umlaufende
Mischgutring 10 an den Düsenröhrchen den unter geringem Überdruck aus den Düsenbohrungen
austretenden Leim fortlaufend in Eleinstmengen und in feinster Zerteilung abnimmt
und daß demzufolge sichergestellt ist, daß keine Leim-Staub-Agglomerationen entstehen
können. Von den Mischwerkzeugen in der Beleimungs- und Nachmischzone kann der Leiman
den Oberflächen der bis zu Faserstärke aufweisenden Spangutkomponenten in kürzester
Zeit so weit verrieben werden, daß eine weitgehend: gleichmäßige Verteilung der
Beleimungsflüssigkeit
erzielt wird, bevor die stark saugfähigen
Mischgutteile den Wasseranteil des Flüssigleimes eingesaugt haben und dann ein weiteres
Verwischen des Leimes unmöglich machen.
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(Ansprüche)