DE2420587C2 - Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen

Info

Publication number
DE2420587C2
DE2420587C2 DE19742420587 DE2420587A DE2420587C2 DE 2420587 C2 DE2420587 C2 DE 2420587C2 DE 19742420587 DE19742420587 DE 19742420587 DE 2420587 A DE2420587 A DE 2420587A DE 2420587 C2 DE2420587 C2 DE 2420587C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
percent
weight
solution
transparent
dimethyl ether
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19742420587
Other languages
English (en)
Other versions
DE2420587B1 (de
Inventor
Carl 8500 Nuernberg Landt
Peter 8510 Fuerth Neuber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Winter-Optik 8510 Fuerth GmbH
Original Assignee
Winter-Optik 8510 Fuerth GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Winter-Optik 8510 Fuerth GmbH filed Critical Winter-Optik 8510 Fuerth GmbH
Priority to DE19742420587 priority Critical patent/DE2420587C2/de
Publication of DE2420587B1 publication Critical patent/DE2420587B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2420587C2 publication Critical patent/DE2420587C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/18Materials not provided for elsewhere for application to surfaces to minimize adherence of ice, mist or water thereto; Thawing or antifreeze materials for application to surfaces

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Coating Of Shaped Articles Made Of Macromolecular Substances (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen durch Aufbringen einer wäßrigen Lösung von Polyvinylalkohol, die 0,5 bis 5 Gewichtsprozent bezogen auf Polyvinylalkohol anDimethylolharnstoSdimethyläther und 7 bis 14 Gewichtsprozent bezogen auf letzteren an Ammoniumchlorid enthält, bei 15 bis 60° C, anschließendem Lufttrocknen und gegebenenfalls thermischem Härten.
Bekanntlich beschlagen die Oberflächen der meisten Materialien, wie z. B. von Glas, Kunststoffen und Metall, bei Abkühlung unter den Taupunkt der Umgebungsluft, was bei Sichtscheiben, z. B. Instrumentengläser, Ski-, Arbeitsschutz- und sonstigen Brillen, aber auch bei anderen Sichtscheiben, wie z. B. Spiegeln oder Auto-Heckscheiben lästig oder sogar gefährlich sein kann.
Ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art ist bereits in dem Patent P 23 60 245.1 vorgeschlagen worden. Es hat sich gezeigt, daß durch dieses bereits vorgeschlagene Verfahren auf Silikatglas festhaftende Filme mit Beschlagfrei-Effekt erzeugt werden können, die gleichzeitig eine gute Naßwischbeständigkeit aufweisen.
Es ist bereits bekannt, durchsichtige bzw. reflektierende Teile aus Polycarbonat mit beschlagfreien Filmen unter Verwendung von Copolymerisaten aus c-Hydroxyäthylmethacrylat und Äthylenglykol-
55
65
dimethacrylat zu versehen. Diese Filme zeichnen sich durch die Verwendung von 10 Gewichtsprozent
durch eine glatte Oberfläche und gute Naßwisch- NaOH in wäßriger Lösung erzielt, wobei die Versei-
festigkeit aus; ihre Beschlagfreiheit ist aber verbesse- fung bei Raumtemperatur erfolgt. Grundsätzlich
rungsbedürftig. können auch andere Hydroxide eingesetzt werden,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 5 wie z. B. KaOH oder LiOH, wobei die eingesetzte
Verfahren der eingangs beschriebenen Art derart Menge in Gewichtsprozent dann so zu wählen ist,
weiterzubilden, daß der beschlagfrei machende Film daß sich die gleiche OH-Konzentration einstellt,
fest auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen Die kurzzeitige Behandlung mit einer wäßrigen
aus Polycarbonat haftet. Lösung von Dimethylolharnstoffdimethyläther und
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- ic Härter erfolgt zweckmäßigerweise nur über einen
löst, daß auf durchsichtige bzw. reflektierende Teile Zeitraum von 10 bis 30 sek, und zwar vorzugsweise
aus Polycarbonat vor dem Aufbringen des beschlag- 25 sek, wobei der Wahl dieser Behandlungszeit große
frei machenden Filmes eine Polyvinylacetatlösung Bedeutung zukommt, damit einerseits der in der
aufgebracht, getrocknet, an der Oberfläche verseift Oberfläche des Polyvinylacetats gebildete Polyvinyl-
und nach erneutem Trocknen mit einer Lösung, die 15 alkohol ausreichend vernetzt wird, andererseits aber
15 bis 25 Gewichtsprozent Dimethylolharnstoff- noch ausreichend hydrophil bleibt. Besonders vor-
dimethyläther und bezogen auf letzteren 7 bis 14 Ge- teilhaft erfolgt die Behandlung mit einer wäßrigen
Gewichtsprozent an Ammoniumchlorid enthalt, be- Lösung, die 10 Gewichtsprozent Ammonium-Chlorid
handelt wird. enthält, über einen Zeitraum von 25 sek bei Raum-
Es hat sich gezeigt, daß das Polyvinylacetat gut auf ao temperatur. Zweckmäßigerweise erfolgt das Trocknen
Teilen aus Polycarbonat haftet. Durch die Ober- der Haftbrücke bei 50 bis 90° C über einen Zeitraum
flächenverseifung wird der dünne, auf den Polycarbo- von 10 bis 15 Minuten. Als besonders vorteilhaft hat
nat-Teilen gebildete Film von 5 bis 10 μ Stärke sich eine Trocknung bei 60° C über einen Zeitraum
hydrophil gemacht, da sich in seiner Oberfläche von 12 Minuten erwiesen. Die anschließend auf diese
Polyvinylalkohol bildet. Die Wasserlöslichkeit des in 35 Haftbrücke aufgebrachte Lösung kann hinausgehend
der Oberfläche des Polyvinylacetatfilms gebildeten über den Vorschlag gemäß der Patentanmeldung
Polyvinylalkohol? wird durch die Behandlung mit ρ 23 60 245, auf deren gesamten Inhalt insoweit Be-
einer Lösung von Dimethylolharnstoffdimethyläther zug genommen wird, noch 0,07 bis 0,14 Gew.üus-
und Härter (Ammonium-Chlorid) gesenkt. Auf prozent eines handelsüblichen Lackverlaufmittels
Grund der nur kurzzeitigen Behandlung bleibt aber 30 enthalten, das zu einem besseren Verlaufen und da-
eine ausreichende Hydrophilie vorhanden, um die mit zu einer besonders glatten Oberfläche des Films
Benetzung mit einer Lösung von Polyvinylalkohol, führt.
Dimethylolharnstoffdimethyläther und Ammonium- Der so erzeugte Trockenfilm von etwa 60 bis 100 μ
Chlorid zu gewährleisten. jst schnitt- und knickfest mit dem Teil aus Polycar-
Hierdurch wird also eine Haftbrücke geschaffen, 35 bonat verbunden und weist im Dampftest über Was-
die eine ausgezeichnete Haftung des bereits vorge- Ser von 6O0C eine Beschlagzeit von 2Vi bis 54 sek
schlagenen Films auf den Teilen aus Polycarbonat auf.
sicherstellt. A ,.., , ■ - ,
Unter Polycarbonat wird bevorzugt Polykohlen- Ausfuhrungsbeispiel
säureester aus Bisphenol A (4,4'-Dihydroxidiphenyl- 40 Handelsübliche Polycarbonatscheiben (Polykoh-
2,2 Propan) verstanden, das unter der Warenzeichen- !ensäureester aus Bisphenol A [4,4'-Dihydroxidiphe-
rechtlich geschützten Bezeichnung Makroion handeis- nyl-2,2 Propan]) werden in an sich bekannter Weise
üblich ist. in Wasser bei einer Temperatur von 50 bis 60° C
Polycarbonate haben ohnehin schon schlechtere unter gleichzeitiger Ultraschalleinwirkung eingetaucht, optische Eigenschaften als Mineralglas. Würde die 45 anschließend mit destilliertem oder demineralisiertem insgesamt aufgebrachte Schicht zu dick, so wäre eine Wasser gespült und getrocknet. Dann stellt man eine zusätzliche Beeinträchtigung der optischen Eigen- Lösung aus 50 g Polyvinylacetat (Copolymerisat aus schäften zu befürchten. Damit die Haftbrücke mög- Vinylacetat und Maleinsäuredi-η-butylester mit liehst dünn wird, also eine Dicke von 5 bis 10 μ mög- überwiegendem Polyvinylacetatanteil — markterhältlichst nicht überschreitet, ist es vorteilhaft, eine Lö- 50 lieh unter der geschützten Bezeichnung Mowilith Type sung von 3 bis 10 Gewichtsprozent Polyvinylacetat 35/73 der Firma Hoechst) und 95 g Äthylenglykol her auf die Teile aufzubringen. und taucht in diese Lösung von Raumtemperatur die
Die Wahl der Konzentration der Lösung hängt ent- Scheibe ein. Als gleichermaßen brauchbar haben sich
scheidend von der gewählten Polyvinylacetat-Type (reine) Polyvinylacetate mit unterschiedlichem PoIy-
ab, und zwar primär von deren Viskosität. Als be- 55 merisationsgrad erwiesen, und zwar beispielsweise die
sonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von unter den geschützten Bezeichnungen handelsüb-
5 Gewichtsprozent Polyvinylacetat in der Lösung er- liehen Polyvinylacetate der Firma Hoechst Mowilith
wiesen. Type 20, Mowilith Type 30, Mowilith Type 50, Mo-
AIs Lösungsmittel für das Polyvinylacetat kommen wilith Type 70 und Mowilith Type 90, wobei die zugrundsätzlich alle Lösungsmittel in Betracht, die das 60 nehmenden Ziffern zunehmenden Polymerisations-Polycarbonat nicht zu stark angreifen, wobei sich grad und damit zunehmende Viskosität bezeichnen, aber Äthylenglykol als besonders vorteilhaft erwiesen Nach dem Herausziehen der Scheibe aus der PoIyhat. vinylacetat-Lösung werden die beidseitig auf der
Die Polyvinylacetat-Lösung wird vorteilhaftenveise Scheibe gebildeten Filme 30 Minuten bei Raumtem-
bei Raumtemperatur auf die Teile gebracht. Die 65 peratur getrocknet, so daß sich Trockenfilme von
Oberflächenverseifung erfolgt vorteilhaftenveise un- etwa 5 bis 10 μ Dicke bilden.
ter Verwendung von Alkali- oder Erdalkali-Hydroxid Anschließend wird eine Lösung aus 50 g NaOH
in wäßriger Lösung. Optimale Ergebnisse wurden und 95 g demineralisiertem Wasser hergestellt, in die
die Scheibe 3 Minuten lang eingetaucht wird. Unmittelbar anschließend wird die Scheibe mit demincralisiertem Wasser gespült und danach getrocknet.
Im Anschluß daran stellt man a) eine Lösung aus 200 g Dimethylolharnstoffdimethyläther und 700 ml demineralisiertem oder destilliertem Wasser, und b) eine Lösung aus 20 g Ammonium-Chlorid und 80 ml demineralisiertem oder destilliertem Wasser her. Diese beiden Lösungen werden gut verrührt und die Scheibe 25 sek bei Raumtemperatur getaucht. Anschließend wird die Scheibe gespült und bei Raumtemperatur vorgetrocknet. Danach erfolgt eine Trocknung über einen Zeitraum von 12 Minuten bei 60° C.
Im Anschluß daran stellt man a) eine Lösung aus 100 g Polyvinylalkohol (Typ 10/98 der Firma ι* Hoechst) und 800 ml demineralisiertem oder destilliertem Wasser, b) eine Lösung aus 0,8 g Dimethylolharnstoffdimethyläther (unter der wtienzeichenrechtlich geschützten Bezeichnung Kaurit W der Firma BASF, Ludwigshafen, handelsüblich) und 80 ml de- ao mineralisiertem oder destilliertem Wasser und schließlich c) eine Lösung aus 0,08 g Ammonium-Chlorid und 20 ml demineralisiertem oder destilliertem Wasser her. Diese drei Lösungen werden unter Zugabe von 1 g Lackhilfsmittel Nr. 7 der Firma as DOW-Corning (handelsüblich) gut verrührt, vor der Anwendung durch Absaugen über eine Filternutsche gereinigt und bei Raum- oder leicht erhöhter Temperatur durch Tauchen der Scheibe auf die &ach der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise mit einer Haftbrücke versehenen Oberflächen der Polycarbonat-Scheibe aufgebracht. Diese werden dann hängend getrocknet. Nach etwa einer Stunde ist Lufttrocknung erreicht. Die Scheiben werden dann in einem Trokkenschrank über einen Zeitraum von 50 Minuten einer Temperung bei einer bis auf 120° C steigenden und etwa 10 Minuten hier verbleibenden Temperatur unterzogen.
Der insgesamt erzeugte Film hatte eine Dicke von 80 μ.
Der Beschlagfrei-Effekt des erzeugten Films und seine Naßwischfestigkeit sind jeweils die gleichen wie bei dem nach der Patentanmeldung P 23 60 245 erzeugten Film, so daß insoweit wiederum auf diese ältere Anmeldung verwiesen werden kann. Der einzige Unterschied besteht darin, daß zweckmäßigerweise zur Erzeugung des Films mit Beschlagfrei-Effekt dann, wenn beide Seiten der Polycarbonatscheibe beschichtet werden, nur 10 Gewichtsprozent Polyvinylalkohol in der Lösung eingesetzt werden, damit auf Grund der geringeren Viskosität der Lösung die Filme dünner werden, was im Hinblick auf die optischen Eigenschaften der Scheibe zweckmäßig ist.
Bei Herstellung der Lösung aus 10 Gewictitsprozeni Polyvinylalkohol und einer Härtung bei 1200C über 50 Minuten, wurden in einem Dampftest die nachfolgend tabellierten Zusammenhänge zischen der Menge des eingesetzten Dimethylolharnstoffdimethylätnei: und der Zeit bis zum Beschlagen der mit einem solchen Film versehenen Scheibe festgestellt:
Anteil Dimethylolharastoff- Zeit bis zum Beschlagen
diiaiethyläther in der beschichteten Scheibe
Gewichtsprozent in Sekunden
0,5 54
1,0 36
2,0 22
3,0 13
4,0 6
5,0 2V1
Dieser Dampftest wird derart durchgeführt, daß in ein Becherglas mit einem Volumen von 1 1 0,5 1 destilliertes Wasser gefüllt werden. Dieses Becherglas ist oben mit einer Abdeckscheibe abgedeckt, durch das ein Thermometer in das Wasser und ein angetriebener Ventilator in den Raum oberhalb des Wassers ragt. In der Abdeckplatte ist ein rechteckiger Ausschnitt von 20 X 30 mm, auf den eine durchsichtige mit einem geschilderten Film beschichtete Scheibe gelegt wird, und zwar derart, daß die Beschichtung zum Innenraum des Bechers hin liegt. Dieser von der Firma Röhm, Chemische Fabrik, Dannstadt, entwickelte Dampftest ist nicht Gegenstand der Erfindung.
Das Wasser wird zuvor auf eine konstante Temperatur von 6O0C gebracht. Die Scheibe weist beim Auflegen Raumtemperatur von 20 bis 22° C auf. Dann wird die Zeit gemessen, die verstreicht, bis der Film beschlägt, wobei auf Grund der Durchsichtigkeit der Scheibe die Beobachtung leicht möglich isL
Es hat sich im übrigen gezeigt, daß bei Filmen mit der Zusammensetzung gemäß der Tabelle bei Einsatz von 2,5 bis 5,0 Gewichtsprozent Dimethylolharnstoffdimethyläther die Filme auch in beschlagenem Zustand mit Wasser und einem weichen Lappen gereinigt werden können, ohne daß Wischspuren auf dem Film zurückbleiben. Bei Einsatz von 0,5 bis 2,5 Gewichtsprozent Dimethylolharnstoffdimethyläther ist es empfehlenswert, eine Reinigung von beschlagenen, also aufgequollenen Filmen mit einem Äthanol-Wasser-Gemisch mit einem Mischungsverhältnis von 60 :40 zu reinigen.

Claims (20)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen durch Aufbringen einer wäßrigen Lösung von Polyvinylalkohol, die 0,5 bis 5 Gewichtsprozent bezogen auf Polyvinylalkohol an Dimethylolharnstoffdimethyläther auf 7 bis 14 Gewichtsprozent bezogen auf letzteren an Ammoniumchlorid enthält, bei 15 bis 600C, anschließendem Lufttrocknen und gegebenenfalls thermischem Härten, dadurch gekennzeichnet, daß auf durchsichtige bzw. reflektierende Teile aus Polycarbonat vor dem Aufbringen des beschlagfrei machenden Filmes eine Polyvinylacetatlösung aufgebracht, getrocknet, an der Oberfläche verseift und nach erneutem Trock-■en mit einer Lösung, die 15 bis 25 Gewichts- ao prozent Dimethylolharnstoffdimethyläther und bezogen auf letzteren 7 bis 14 Gewichtsprozent an Ammoniumchlorid enthält, behandelt wird.
2. Verfahrennach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Aufbringen einer Lösung von 3 bis 10 Ge- as wichtsprozent Polyvinylacetat.
3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Aufbringen einer Lösung von 5 Gewichtsprozent Polyvinylacetat.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3, gekennzeichnet durch Aufbringen einer Lösung von Polyvinylacetat in Äthylenglykol.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyvinylacetat-Lösung bei Raumtemperatur auf die Teile aufgebracht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Film zur Verseifung an der Oberfläche mit einer Lösung von Alkali- oder Erdalkali-Hydroxid in Wasser behandelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Film mit einer Lösung von 10 Gewichtsprozent NaOH in Wasser behandelt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verseifung bei Raumtemperatur erfolgt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die kurzzeitige Behandlung mit einer wäßrigen Lösung von Dimethylolharnstoffdimethyläther und Härter über einen Zeitraum von 10 bis 30 sek erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit einer wäßrigen Lösung von 20 Gewichtsprozent Dimethylolharnstoffdimethyläther und, bezogen auf die eingesetzte Menge Dimethylolharnstoffdimethyläther, 10 Gewichtsprozent Ammonium-Chlorid über einen Zeitraum von 25 sek bei Raumtemperatur erfolgt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknen des Filmes bei 50 bis 9O0C über einen Zeitraum von 10 bis 15 Minuten erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Trocknen bei 6O0C über einen Zeitraum von 12 Minuten erfolgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß durchsichtige bzw. reflektierende Teile aus Polykohlensäureester aus Bisphenol A (4,4'-Dihydroxidiphenyl-2,2 Propan) verwendet werden.
' 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch Verwendung von 4 bis 16 Gewichtsprozent Polyvinylalkohol für den beschlagfrei machenden Film.
15. Verfahren nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch Verwendung von 8 bis 15 Gewichtsprozent Polyvinylalkohol in der Lösung.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, gekennzeichnet durch Verwendung von 10 Gewichtsprozent Ammonium-Chlorid bezogen auf die eingesetzte Menge Dimethylolharnstoffdimethyläther in der Lösung.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß Polyvinylalkohol mit einem Verseifungsgrad von 88 bis 98 Gewichtsprozent (für Polyvinylalkohol aus Polyvinylacetat) eingesetzt wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, gekennzeichnet durch Verwendung von 0,07 bis 0,14 Gewichtsprozent eines Lackverlaufmittels in der Lösung.
19. Verfahren nach Anspruch 18, gekennzeichnet durch Verwendung von 0,1 Gewichtsprozent Lackverlaufmittel in der Lösung.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Härtungsprozeß durch allmähliches Erwärmen der Teile auf 120 bis 1400C über einen Zeitraum von 40 bis 60 Minuten erfolgt.
DE19742420587 1974-04-27 1974-04-27 Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen Expired DE2420587C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19742420587 DE2420587C2 (de) 1974-04-27 1974-04-27 Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19742420587 DE2420587C2 (de) 1974-04-27 1974-04-27 Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2420587B1 DE2420587B1 (de) 1974-11-14
DE2420587C2 true DE2420587C2 (de) 1975-10-23

Family

ID=5914188

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19742420587 Expired DE2420587C2 (de) 1974-04-27 1974-04-27 Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2420587C2 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE2420587B1 (de) 1974-11-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69725195T2 (de) Verbundglasscheibe und Primer zur Verwendung bei seiner Herstellung
DE69103801T2 (de) Chemisch behandelte Glasoberfläche.
DE69021356T2 (de) Beschlagfreier Film.
DE3511349C2 (de) Überzugszusammensetzungen und Verfahren zur Verhinderung der Vereisung
DE60124083T2 (de) Feuersicheres glas
DE3425923A1 (de) Kunststofflinse
DE2641952A1 (de) Glaszusammensetzung aus anorganischen oxiden und ihre verwendung
DE68911034T2 (de) Kondensationshemmende, weichelastische, durchsichtige Polyurethandeckschicht für durchsichtige Substrate aus Glas oder Kunststoff.
DE2652764C2 (de) Abriebfeste Oberflächenbeschichtung für optische Elemente und Verfahren zur Herstellung dieser Beschichtung
DE2420587C2 (de) Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen
DE60106592T2 (de) Klebefilm und klebestruktur
DE1962354A1 (de) Verfahren zur Modifizierung der Oberflaecheneigenschaften von Formteilen aus durchsichtigen thermoplastischen Kunststoffen
DE2851220C2 (de)
DE1924493C3 (de) Schnell reagierendes phototropes Glas hoher Stabilität auf Borat- oder Borosilikatbasis sowie Verfahren zu seiner Herstellung
DE2914538A1 (de) Waessrige loesung einer sulfonato- organosilanol-verbindung
DE10239762A1 (de) Hydrophile Schutzschicht
DE2360245C2 (de) Verfahren zur Herstellung von beschlagfreien durchsichtigen und gehärteten Polyvinylalkohol und Ammoniumchlorid enthaltenden Filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden Teilen
DE2051832C3 (de) Überzugsmittel für organische und anorganische Gläser
DE4326502A1 (de) Wasserabstoßendes Fensterglas und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2453442A1 (de) Verfahren zur herstellung von beschlagfreien, durchsichtigen filmen auf durchsichtigen bzw. reflektierenden teilen
JPS6032653B2 (ja) セルロ−スアセテ−トブチレ−ト又はセルロ−スプロピオネ−ト基材の防曇処理方法
DE2413965A1 (de) Verfahren zum reparieren von spruengen in glasgegenstaenden
JPS6023780B2 (ja) アセテートプラスチツク基材の防曇処理方法
DE2119349A1 (en) Anti-mist agent for glass - based on hygroscopic film-forming high polymers or resins
DE2020704A1 (de) Verfahren zur Behandlung von Glasoberflaechen,insbesondere von Glas zur Verwendung in Kraftfahrzeugen

Legal Events

Date Code Title Description
8340 Patent of addition ceased/non-payment of fee of main patent