DE2413623B2 - Flüssigkeitsdichte, eingangsseitige Abdichtung von mindestens zwei in ein Muffengehäuse parallel einmündenden Kabeln - Google Patents
Flüssigkeitsdichte, eingangsseitige Abdichtung von mindestens zwei in ein Muffengehäuse parallel einmündenden KabelnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung an Kabelmuffen gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei bekannten Schraub-Kabelaiuffen (z. B. DE-OS
22 09 629) hat man im DichtungssysteM der Kabeleinführung vorgeformte Abschlußstücke angeordnet, und
zwar im Eingangsbereich zwischen Gehäusehälften aus starrem Material, um dadurch die wasserdichte Einführung
der Kabel in die Muffe zuverlässiger und einfacher als bei älteren Konstruktionen zu gestalten, bei denen
man auf jedes Kabel Dichtungsmanschetten aufgebracht und den Raum zwischen diesen Dichtungsmanschetten
mit so viel Dichtungsband bewickelt hat, daß eine zwischen den Dichtungsmarischetten gebildete
Dichtungskammer ausgefüllt wird. Durch Anwendung der Abschlußstücke wird die Funktionssicherheit der
Einführungsstelle und damit der Muffe von der Geschicklichkeit des Monteurs unabhängig gemacht
und die Montagearbeiten können in kürzerer Zeit ausgeführt werden. Die bekannten Abschlußstücke sind
bei der bekannten Muffe ein- und mehrteilig vorgesehen, wobei bei einteiliger Ausführung in den Abstandsstücken
Aussparungen ausgebildet sind, deren Größe und Anzahl den einzuführenden Kabeln entsprechen.
Die bekannten Abstandsstücke können aus zähplastisch bleibendem, klebendem Dichtungsmaterial bestehen,
können aber auch aus Metall, Elastomer oder thermo- bzw. duroplastischem Material hergestellt sein und für
die Abdichtung können zusätzliche Dichtungsbänder benutzt werden, welche die Abschlußstücke sowohl
gegen den Kabelmantel als auch gegen die Muffencinführung abdichten.
Die im Querschnitt kreisförmige Muffeneinfiihrung der bekannten Muffe ist durch das starre Muffengehäusc
in seiner Ocsliilt festgelegt, welcher Umstand sich
auch auf die Anzahl und die Starke der einzuführenden Kabel limitierend auswirkt. Die Abschlußstücke der
bekannten Muffe besitzen dabei rein ν komplizierte
Formen,
Aufgabe der Erfindung ist es, eine eingangssejttge
Abdichtung bei Kabelmuffen der bekannten Art zu schaffen, die bei einfachen Formen der Abschlußstücke
erlaubt, eine hohe Anzahl von Kabeln unterschiedlichen Durchmessers in die Kabelmuffe einzuführen.
Bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Maßnahmen des Anspruches 1 gelöst Durch die Erfindung wird es möglich, jedes an einem
Muffenende einmündende Kabel sicher flüssigkeitsdicht abzudichten, wobei innerhalb sehr weiter Grenzen eine
Anpassung hinsichtlich Kabelzahl und -stärke mit geringem Aufwand möglich ist, so daß man in der
Fernmeldetechnik praktisch mit wenigen Grundgrößen des die Außenumhüllung der Kabelmuffe bildenden
Kunststoff-Schrumpfschlauches und sonstigen Teilen der Kabelmuffe auskommen kann.
Man kann mindestens einen an mindestens ein Abschlußstück angrenzenden Blindstopfen für den
nachträglichen Anschluß mindestens eines weiteren parallelen Kabels vorsehen, d. h. dieselbe Kabelmuffe
kann im Bedarfsfall durch Aufschneiden des aufgeschrumpften Kunststoffschlauches wieder geöffnet und
nach Entfernen des betreffenden Blindstopfens an ein weiteres Kabel angeschlossen werden, worauf dann ein
neuer Kunststoffschlauch aufgeschrumpft wird.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert Diese zeigt in
Fig. 1 einen vertikalen Teilschnitt durch eine Kabelmuffe gemäß der Erfindung mit strichpunktiert
angedeutetem aufgeschrumpftem Kunststoffschlauch, F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie /t-flder F i g. 1,
Fig.3 eine Stirnansicht von der linken Seite der
Fig. 1 her gesehen,
F i g. 4 eine teilweise weggebrochen wiedergegebene perspektivische Teilansicht einer Kabelmuffe gemäß
der Erfindung mit gesondert herausgezeichneten Einzelteilen.
Die in der Zeichnung wiedergegebene Kabelmuffe weist zwei geteilte Kabelhalterungen 1 auf, deren
Einzelheiten nicht näher erläutert sind, da sich die Erfindung hierauf nicht richtet.
Nachdem alle anzuschließenden Kabel K in den Kabelhalterungen befestigt und in bekannter Weise
aufgesplissen sind und nachdem dann zwei Stützmantel-Halbschalen 13 um den Spleiß zur Verbindung der
beiden Kabelhalterungen herumgelegt und in Nuten 6 der Kabelhallerungen eingesetzt sind, wird die Muffe
mit einem Schrumpfschlauch 14 abgedichtet.
Hierzu kann ein geschlossener, vorher auf die Kabel aufge.'chobener oder ein geteilter zylindrischer Kunststoffschlauch
verwendet werden, der so auf die Muffe aufgezogen wird, daß die Enden des Kunststoffschlauches
ca. 30 mm über die Kabelhalterungen hinausragen. Dann werden zwischen die einzelnen Kabel K im
wesentlichen X-förmige Abschlußstücke 15 so eingesetzt, daß sie den Raum zwischen den einzelnen Kabeln
ausfüllen, wie dies am besten in F i g. 4 wiedergegeben ist. Die Flansche der X-förmigen Abschlußstücke sind
dabei an die angrenzenden Kabel weitgehend angepaßt und verjüngen sich gegen Null, während die Stege der
Abschlußstücke sanft abgerundet in den Flanschen auslaufen, derart, daß die Kabel und die Abschluflstiicke
wellenförmige Oberflächen bilden, um eine gute Auflagefläche für den zu schrumpfenden Kunststoffschlauch
/u bilden.
Vor dem Einfügen der Abschlußstücke 15 wird
zwischen diesen und den Kabeln ein Klebemittel vorgesehen, vorzugsweise ein geeignetes Klebeband um
die Kabel gewickelt und auch auf die Abschlußstücke an den Stellen aufgebracht, wo später der Kunststoffschlauch
zur Auflage kommen soll.
Beim dann erfolgenden Schrumpfvorgang, der mittels einer Heißluftdusche oder einer weichen Flamme
durchgeführt werden soll, soll sich der Kunststoffschlauch in seinen Endbereichen den Kabeln und
zwischen diesen angeordneten Abschlußstücken so anpassen, daß eine einwandfreie Wasserdichtigkeit
erreicht wird.
Um dies zu erreichen, wird unmittelbar nach der Wärmeaufbringung und dadurch bewirkten Schrumpfung
des Kunststoffschlauches ein Werkzeug verwendet, das mit gegeneinander beweglichen Klemmbacken
versehen ist, welche so angesetzt und verspannt werden, daß der Kunststoffschlauch die wellenförmigen Oberflächen
der Kabel und der zwischen diesen angeordneten Abschlußstücke so fest umschließt, daß der geschrumpfte
Kunststoffschlauch zum Formstück wird.
Nach dem Erkalten des Schrumpf-Kunststolfschlauches und dem Abnehmen des Werkzeuges wird im
Bereich jeden Wellentales bzw. Abschlußstückes ein U-förmiges Klemmstück 18 aufgekiemmt. um ein
späteres Aufspringen des aufgeschrumpften Kunststoffschlauches bei stärkeren mechanischen Beanspruchungen
der Kabelmuffe zu verhindern.
Wie Fig.4 zeigt, ist es ferner noch möglich, an
zunächst nicht von Kabeln K besetzten Stellen Blindstopfen 19 anzuordnen, an deren Stelle man später
noch weitere Kabel in die Muffe einführen kann, wozu man naturgemäß zunächst den aufgeschrumpften
Kunststoffschlauch entfernen muß, um dann nach dem Anschluß der weiteren Kabel einen neuen Kunststoff-
■> schlauch in der zuvor beschriebenen Weise aufzuschrumpfen.
Als Dichtrnittel zwischen den Kabeln, den Abschlußstücken
und dem Kunststoffschlauch verwendet man vorzugsweise einen sogenannten Heizschmelzkleber,
ίο d. h. einen solchen, der erst bei über 1000C weich wird,
um bei der für die Aufschrumpfung des Kunststoffschlauches erforderlichen Wärmeaufbringung ein zu
frühzeitiges Wegschmelzendes Klebers zu vermeiden.
Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Die Abschlußstücke zwischen den Kabein können in verschiedenen Größen auf Lager gehalten werden, derart, daß sich die Außenseiten der Flansche derselben verschiedenen Kabelgrößen möglichst gut anpassen, wobei naturgemäß auch Abschlußstücke mit Flanschet, mit unterschiedlichen Krümmungsradien verwendbar sind, wenn es sich um Abschlußstücke zwischen Kabeln s:hr unterschiedlichen Durchmessers handelt. Bildet man jedoch dii. Abschlußstücke aus einem flexiblen Material, vorzugsweise aus Kunststoff, so ist es im allgemeinen ausreichend, eine Sorte von Abschlußstücken zu verwenden, da sich dann die gegen Null auslaufenden Flansche der X-förmigen Abschlußstücke an die
Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel in vielfacher Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Die Abschlußstücke zwischen den Kabein können in verschiedenen Größen auf Lager gehalten werden, derart, daß sich die Außenseiten der Flansche derselben verschiedenen Kabelgrößen möglichst gut anpassen, wobei naturgemäß auch Abschlußstücke mit Flanschet, mit unterschiedlichen Krümmungsradien verwendbar sind, wenn es sich um Abschlußstücke zwischen Kabeln s:hr unterschiedlichen Durchmessers handelt. Bildet man jedoch dii. Abschlußstücke aus einem flexiblen Material, vorzugsweise aus Kunststoff, so ist es im allgemeinen ausreichend, eine Sorte von Abschlußstücken zu verwenden, da sich dann die gegen Null auslaufenden Flansche der X-förmigen Abschlußstücke an die
i" unterschiedlichen Kabelkrümmungen anpassen können.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. FlQssigkeitsdichte, eingangsseitige Abdichtung
von mindestens zwei in ein Muffengehäuse parallel einmündenden Kabeln gegen das Muffengehäuse
mit homogenen Abschlußstücken, die in den Kabeleingangsbereichen den Raum zwischen den
Kabelmänteln und dem Muffengehäuse unter Anlage an den Kabelmänteln und dem Muffengehäuse
ausfüllen und die mit den Kabelmänteln und dem Muffengehäuse verklebt sind, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Endbereichen eines die Außenumhüllung der Kabelmuffe bildenden
schrumpffähigen Kunststoffschlauches (14) zwischen benachbarten parallelen Kabeln (K)
jeweils ein im Querschnitt X-förmiges Anschlußstück (15) angeordnet ist, derart daß die Kabel (K)
und die Abschlußstücke (15) wellenförmige Oberflächen bilden, in deren durch die Abschlußstückc (15)
gebildeten TäJcm über den Kunststoffschlauch (14)
schiebbare, !dammerartige Klemmstücke (18) angeordnet
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens einen an mindestens ein Abschlußstück
(15) angrenzenden Blindstopfen (19) für den nachträglichen Anschluß mindestens eines weiteren
parallelen Kabels.
Priority Applications (1)
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| DE19742413623 DE2413623C3 (de) | 1974-03-21 | 1974-03-21 | Flüssigkeitsdichte, eingangsseitige Abdichtung von mindestens zwei in ein Muffengehäuse parallel einmündenden Kabeln |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19742413623 DE2413623C3 (de) | 1974-03-21 | 1974-03-21 | Flüssigkeitsdichte, eingangsseitige Abdichtung von mindestens zwei in ein Muffengehäuse parallel einmündenden Kabeln |
Publications (3)
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| DE2413623A1 DE2413623A1 (de) | 1975-10-02 |
| DE2413623B2 true DE2413623B2 (de) | 1980-09-04 |
| DE2413623C3 DE2413623C3 (de) | 1984-08-02 |
Family
ID=5910753
Family Applications (1)
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| DE19742413623 Expired DE2413623C3 (de) | 1974-03-21 | 1974-03-21 | Flüssigkeitsdichte, eingangsseitige Abdichtung von mindestens zwei in ein Muffengehäuse parallel einmündenden Kabeln |
Country Status (1)
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