DE241164C - - Google Patents

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DE241164C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F5/00Sewerage structures
    • E03F5/26Installations for stirring-up sewage

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Treatment Of Biological Wastes In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Λ*'241104-KLASSE 85 e. GRUPPE
WILHELM LOHE in TREPTOW b. BERLIN.
für fortzuleitende Flüssigkeit.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1911 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Einrichtungen zur Ausführung des an sich bekannten Vorschlages, den Niederschlag in Sammelbehältern für fortzuleitende Flüssigkeiten, wie z. B. Abwässer, aufzuwühlen und dadurch absaugbar oder fortspülbar zumachen. Das Wesentliche der Erfindung besteht darin, daß der Flüssigkeitsstand in den einzelnen, nebeneinander liegenden Kammern des unterteilten Behälters umschichtig erhöht und aus der oder den Kammern mit jeweilig erhöhtem Spiegel ein Unterspülstrom in die Kammern mit niedrigem Spiegel geleitet wird. Diese Erhöhung des Wasserspiegels kann von Hand oder selbsttätig erfolgen.
In dem einen Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist Fig. 1 ein Grundriß des Behälters, Fig. 2 ein senkrechter Schnitt nach Linie A-B der Fig. 1 und Fig. 3 ein senkrechter Schnitt nach Linie C -D der Fig. 1. Fig. 4 stellt eine andere Ausführung der Verbindung der beiden Kammern und Fig. 5 die selbsttätige Bedienung der verschiedenen Verschlüsse dar.
Der Behälter ι ist als Tiefbrunnen gedacht und wird durch die Wand 2 in zwei gleich große Kammern unterteilt. Diese Zwischenwand ragt senkrecht fast bis zur Höhe des Zuflußrohres 3 aufwärts. Damit der Zufluß in beide Kammern gelangen kann, ist das Rohr 3 in die Zweige 3° und 3* gegabelt. In entsprechender Weise ist das Saugrohr 4 gegabelt, dessen beide Zweige \a und 4δ bis zur Sohle der beiden Kammern reichen. Diese sind in der üblichen Weise durch ein Gitter 20 abgeschlossen.
Zu beiden Seiten der senkrechten Zwischenwand 2 sind niedrige senkrechte Rohre 5 und 6 angebracht, die bis auf den Boden reichen und mit einem wagerechten Ansatz 5a bzw. 6a durch die Zwischenwand hindurch in die andere Kammer eintreten. Zweckmäßig" sind diese wagerechten Teile durch entsprechende Aussparungen in der Sohle des Brunnens gebildet und durch leicht entfernbare eiserne Platten oder Winkel verdeckt. Die Wirkung der Ausgleichströme kann durch Abzweigrohre 5δ und & und durch Spritzlöcher 21 gleichmäßiger über die einzelnen Kammern verteilt werden. Die Rohre 5 und 6 sind gewöhnlich durch Deckel 7 verschlossen, die etwa mit Hilfe einer Stange 8 und eines daran sitzenden Handgriffes 9 von oben leicht abgehoben werden können. Diese Rohre 5 und 6 dienen dazu, den Höhenunterschied der Wassersäulen in den beiden Kammern von Zeit zu Zeit auszugleichen und so die Wirbel . und das Aufrühren in dem Behälter hervorzurufen und damit ein Festsetzen des Niederschlages zu verhindern.
Um den Höhenunterschied künstlich herbeizuführen, sind die Zweige 3® und 3s des Zuflußrohres mit Schiebern ioa und io6 oder ähnlichen Verschlüssen versehen, die von außen leicht zugänglich sind und unabhängig voneinander geöffnet und geschlossen werden
können. Zweckmäßig wird auch das Saugrohr mit den Schiebern na und ii6 ausgerüstet.
Die Erzeugung des Höhenunterschiedes der Wassersäulen und die Reinigung des Behäl-. ters erfolgt im Betrieb in regelmäßigen Zeiträumen, etwa alle drei Tage, in folgender Weise:
Der Schieber des einen Zuflußrohres, also beispielsweise ioa, wird geschlossen. Zweckmäßig wird auch gleichzeitig der Schieber ΐΐδ desjenigen Zweiges des Saugrohr es geschlossen, der in die andere Kammer hinabreicht. Hierdurch wird erreicht, daß an der einen Behälterseite Wasser abgesaugt wird, aber nichts zufließt, während an der anderen Behälterseite Wasser zufließt, aber nichts abgesaugt wird. Es wird daher in ganz kurzer Zeit der Spiegel der einen Kammer stark gefallen und der der anderen stark gestiegen sein. Wenn dieser Unterschied eine Höhe von etwa 1 bis 2 m erreicht hat, werden die Deckel 7 der Verbindungsrohre 6 vermittels
. der Stangen 8 geöffnet, so daß ein kräftiger Strom sich durch die Röhren (im Beispiel 6) gegen die Sohle der anderen Kammer ergießt, die hier befindlichen Schlammassen aufrührt und so bewirkt, daß diese Schlammassen durch fden Saugrohrarm 4" abgesaugt werden. Darauf werden die Rohre 6 wieder verschlossen.
Wenn man dann die Schieber ioa und ii6 öffnet und dafür ΐοδ und iie schließt, wird jetzt die Wassersäule umgekehrt in der zweiten Kammer hochsteigen, so daß nach öffnen der Rohre 5 durch Abheben ihrer Deckel 7 jetzt die erste Kammer ausgespült wird. Darauf werden die Rohre 5 geschlossen und die Schieber ΐοδ und na wieder geöffnet.
Wenn dieses Ausspülungsverfahren in regelmäßigen, nicht zu langen Zwischenräumen wiederholt wird, werden die Niederschlagsmassen nicht zu fest und können daher durch das Eigenspülwasser des Behälters leicht aufgewühlt oder auch fortgespült werden, so daß die Kosten für diese Einrichtung nur sehr gering sind.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 4 ist angenommen, daß zu beiden Seiten der Wand 2 nicht zwei verschiedene Gruppen von L-förmigen Röhren 5 und,6, sondern nur eine Reihe von U-förmigen Röhren 12 angeordnet ist. Der wagerechte Schenkel dieser Rohre liegt auf der Sohle des Behälters und tritt durch die Zwischenwand hindurch. Die beiden senkrechten Schenkel liegen zu beiden Seiten der Wand und sind nur ganz niedrig und zweckmäßig etwas nach außen umgebogen, so daß die Spülwirkung sich über den ganzen Querschnitt der betreffenden Kammer erstreckt. Das Saugrohr 4 in Fig. 4 entspricht einem anderen Einflußrohr als dem mit 3 bezeichneten.
In dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die verschiedenen Schaltungen für die Rohre 3α, 3δ, 4a, 4h und 5, 6 oder 12 von Hand ausgeführt werden. Jedoch werden die Betriebskosten noch \vesentlich verringert, \venn diese Schaltungen selbsttätig erfolgen. Als Hilfsmittel kommen hierbei hauptsächlich Schwimmer in Frage, die infolge der Höhe der beiden Wassersäulen . in den beiden Kammern leicht die verschiedenen Schließ- und Öffnungsbewegungen ausführen können. Ein Uhrwerk kann diese Schaltbewegungen in regelmäßigen Zwischenräumen einleiten, z. B. auf elektromagnetische oder andere Weise.
. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist schematisch das Zusammenwirken eines mittels Uhrwerkes erregten Elektromagneten mit einem Schwimmer dargestellt, wobei das Öffnen und Schließen sowohl von der Zeit wie auch von dem Höhenunterschied abhängig ist.
Z. B. unterhalb des Abflußrohres 46 (dessen Herunterbiegung in den Behälter nicht mitgezeichnet ist) ist in dem Behälter ein Elektromagnet 13 angeordnet. Dieser ist in einen Stromkreis eingeschaltet, wie er etwa bei den elektrischen Uhren Anwendung findet. In dem Wasserwerk befindet sich also eine Uhr, die etwa alle sechs Stunden auf einige Minuten einen Stromkreis schließt, durch den der Elektromagnet 13 erregt wird. Hierdurch zieht dieser seinen Anker 14 nach oben und schließt daher durch den an diesem Anker sitzenden Schieber ΐοδ den-Abfluß aus dieser Kammer des Behälters. Die Flüssigkeitssäule in der Kammer steigt und mit ihr der Schwimmer 16, bis dieser eine solche Höhe erreicht hat, bei der die Kette 17 straffgezogen ist und daher den Deckel 7 des Rohres 12 abhebt. Das Wasser kann also durch das Rohr 12 in die andere Kammer des Behälters fließen und dort die Schlammassen auhvühlen. Die Bewegung des Schwimmers 16 erfolgt an einem Sperrhaken 19 vorbei, der an dem unteren Ende des Ankers 14 sitzt und die Aufwärtsbewegung des Schwimmers gestattet, aber seine Abwärtsbewegung hindert. Wenn also die Flüssigkeit in der Kammer sinkt, wird der Schwimmer festgehalten, so daß das Rohr 12 no erst wieder verschlossen wird, wenn die Erregungszeit des Elektromagneten abgelaufen ist und daher der Anker 13 den Schwimmer freigibt und gleichzeitig der Abfluß wieder geöffnet wird. Damit der Schwimmer dabei unter den Sperrhaken treten kann, muß letzterer aus der Bewegungsbahn des Schwimmers gebracht werden, was z. B. dadurch erfolgt, daß der Sperrhaken an einem an der Behälterwand drehbaren, an den Anker 14 angelenkten Arm 20 sitzt. Um ein Steigen des Wasserspiegels der einen Kammer herbeizuführen,
könnte man auch, statt nach dem Ausführungsbeispiel ihren Abfluß zu schließen, den Zufluß der anderen Kammer schließen.
Die Schwimmer ein und derselben Kammer des Behälters können untereinander mechanisch verbunden sein, so daß für jede Kammer nur ein Elektromagnet erforderlich ist. Um für die beiden Elektromagnete der beiden Kammern nur eine Zuleitung verwenden zu
ίο brauchen, empfiehlt es sich, polarisierte Anker zu verwenden und in bekannter Weise die Stromstöße durch die eine Spule in der einen Richtung und durch die andere in der anderen Richtung zu senden.
Aus den Erläuterungen ergibt sich, daß die Anwendung des neuen Behälters auf vielen Gebieten möglich und nützlich ist, denn das Aufrühren des flüssigen Inhaltes ist nicht nur bei Abwasseranlagen erforderlich, sondern auch beispielsweise bei Reinwasseranlagen nützlich, um das Faulwerden des Wassers zu verhüten. Desgleichen wird sich der neue Behälter überall dort mit Vorteil verwenden lassen, wo es aus technischen, wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Rücksichten erforderlich ist, einer dauernd zufließenden und wieder fortzuleitenden Flüssigkeit nicht eine zu lange Ruhe zu gestatten.
Wenn es sich um dicke Flüssigkeiten handelt, wird man natürlich die Spritzlöcher 21 fortlassen. Man kann ■ das letzte Rohr (nach Fig. ι das äußerste rechte) so verlegen oder Abzweigrohre so an ihm anbringen, daß sich der Spülstrom auch gegen das Gitter 20 und gegen die Öffnungen der Saugrohre 4a und 4s richtet und sie daher gegen Verstopfungen schützt.

Claims (10)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zum Aufwühlen des Niederschlages in Sammelbehältern für fortzuleitende Flüssigkeit, wie Abwässer, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsstand in den einzelnen, nebeneinander liegenden Kammern des unterteilten Behälters umschichtig erhöht und aus der oder den Kammern mit jeweilig erhöhtem Spiegel ein Unterspülstrom in die Kammern mit niedrigem Spiegel geleitet wird.
2. Behälter für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuflußrohr (3) und das Ableitungsrohr (4) mit je einer verschließbaren Abzweigung in die Kammern münden, die unten durch verschließbare Rohre (5,6, 12) miteinander verbunden sind.
3. Behälter nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch L - förmige Verbindung^ rohre (5, 6), deren wagerechter Teil in die zu spülende Kammer mündet und deren senkrechter Teil einen von außen zu öffnenden Verschluß (7) trägt.
4. Behälter nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch U - förmige Verbindungsrohre.
5. Behälter nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet durch Verzweigungen (56, &>) der Ausflußmündung der Verbindungsrohre.
6. Behälter nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet durch Spritzöffnungen (21) in dem Spülende der Verbindungsrohre.
7. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der wagerechte Teil der Verbindungsleitungen (5, 6) durch Aussparungen der Behältersohle gebildet und durch abhebbare eiserne Platten oder Winkel verdeckt ist.
8. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das abwechselnde Verschließen und öffnen des Zuflußrohres selbsttätig vermittels eines Uhrwerkes in regelmäßigen Zeiträumen erfolgt.
9. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das abwechselnde Verschließen und Öffnen der Verbindungsrohre selbsttätig vermittels Schwimmer (16) erfolgt.
10. Behälter nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (14) eines Elektromagneten (13), wenn dieser vermittels eines Uhrwerkes in regelmäßigen Zeiträumen erregt wird, den Verschluß des Zuflußrohres einer Kammer und, oder, den des Abflußrohres einer anderen Kammer schließt und den hiernach in der zweiten Kammer gestiegenen und infolge der durch Öffnen des Verbindungsrohres (12) bewirkten Spiegelsenkung wieder fallenden Schwimmer (16) nach Anspruch 9 bis zur Ausschaltung des Elektromagneten hindert, das Verbindungsrohr (12) wieder zu schließen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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