DE240780C - - Google Patents

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DE240780C
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spinning
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H9/00Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine
    • D01H9/02Arrangements for replacing or removing bobbins, cores, receptacles, or completed packages at paying-out or take-up stations ; Combination of spinning-winding machine for removing completed take-up packages and replacing by bobbins, cores, or receptacles at take-up stations; Transferring material between adjacent full and empty take-up elements
    • D01H9/04Doffing arrangements integral with spinning or twisting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
  • Replacing, Conveying, And Pick-Finding For Filamentary Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76 c. GRUPPE
Firma J. SCHILGEN in EMSDETTEN i.W.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Oktober 1909 ab.
Spinnmaschinen sind bekannt geworden, bei welchen die Spindeln auf einem drehbaren Trägerbalken, dem sogen. Wagen, in Form eines Kreuzes angeordnet sind. Es befinden sich hiernach auf dem Trägerbalken vier Spindelreihen. Durch die Einrichtung wird die volle Spulenreihe, welche in der Regel senkrecht steht, durch Drehen des Trägerbalkens um 90 ° in eine wagerechte Lage gebracht, während eine neue Spindelreihe, entsprechend der Bewegung des Armkreuzes, in den Bereich der Spinnflügel tritt, worauf die Inbetriebsetzung der Maschine zwecks Bewickeln einer neuen Spulenreihe erfolgen kann. Während auf der neu eingestellten, senkrechten Spindelreihe das Bewickeln der Spulen stattfindet, kann während dieser Zeit das Auswechseln der vollen und Aufsetzen der leeren Spulen erfolgen. Diese bekannten Einrichtungen besitzen indessen den
ao Nachteil, daß die Spinnflügel sämtlich so eingestellt werden müssen, daß sämtliche Flügel in einer einzigen geraden Linie liegen, da andernfalls die Spinnflügel in den Bereich der sich mit dem Wagen drehenden Spindeln kommen würden. Das Ausrichten der Spinnflügel erfordert eine besondere verwickelte Einrichtung am Wagen und nimmt außerdem Zeit in Anspruch. Die Verwendung geschlossener Spinn vorrichtungen statt der U-förmigen Spinnflügel ist bei dem Revolversystem nicht möglich, da die geschlossenen Spinnvorrichtungen die Spulen umschließen und ein Drehen derselben mit dem Wagen nicht gestatten. Andererseits besitzen die geschlossenen Spinnvorrichtungen gegenüber den offenen erhebliche wirtschaftliche Vorteile, welche es wünschenswert erscheinen lassen, auch bei dem Revolversystem geschlossene Spinnvorrichtungen verwenden zu können. Es ist nun aber auch noch eine Einrichtung bekannt geworden, bei" welcher die vollen Spulenreihen aus den die Spulen umschließenden, geschlossenen Spinnvorrichtungen dadurch herausgebracht werden, daß der Wagen über das Maß des Üblichen zum Spinnen Erforderlichen gesenkt wird, bis die Spulen aus dem Bereich der geschlossenen Spinnvorrichtungen kommen, worauf eine geringe Drehung des Wagens stattfindet, welche es erlaubt, die vollen Spulen seitlich der geschlossenen Spinnvorrichtungen abzuziehen und leere Spulen aufzustecken, worauf durch Zurückdrehen in die ursprüngliche Lage und Wiederanheben des Wagens die Einrichtung wieder betriebsfertig wird. Diese bekannte Einrichtung stellt aber weder ein Revolversystem dar, noch könnte diese bei Spulenrevolvern Verwendung finden. Zweck der Erfindung ist es, die Anwendung geschlossener Spinnvorrichtungen .bei .Spulenrevolvern zu ermöglichen. Um dieses zu erreichen, wird beim Wechseln der Spulen der Wagen so weit gesenkt, daß die Spindeln unter die Unterkante des die Spinnvorrichtungen tragenden, fest gelagerten Trägerbalkens gelangen, worauf die Drehung des Spindelträgers ohne weiteres erfolgen kann und hierauf die neue Spulenreihe durch Heben des Wagens in die Spinnvorrichtungen eingeführt wird. Dieses Heben und Senken des Wagens erfolgt unabhängig und über das Maß der üblichen Wagenbewegung hinaus, welche dem letzteren in be-
kannter Weise beim Spinnen erteilt wird. In sinnreicher Weise ist die Vorrichtung, durch welche das über das Maß des Üblichen hinaus erfolgende Heben und Senken des Spulenträgers erfolgt, mit der Vorrichtung verknüpft, welche das Heben und. Senken selbsttätig bewirkt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt die teilweise Vorderansicht einer
ίο Spinnmaschine, wobei die im übrigen bekannten Einrichtungen der Spinnmaschine, so weit sie nicht zum Verständnis erforderlich sind, weggelassen wurden.
Fig. 2 zeigt die zugehörige Seitenansicht.
Der Spulenträger besteht aus einem kantig abgesetzten Balken a, welcher in Längsrichtung der Maschine verläuft und auf seinen Flächen, kreuzweise gegenüberstehend vier Reihen Spulenhalter b trägt. Der Balken α wird in bekannter Weise durch die geführte Zugstange c während des Betriebes zum Aufwickeln des Fadens gehoben und gesenkt. Diese Bewegung wird abgeleitet von einem Gestänge d, einer Kurbel e und einer Kette f. Letztere steht mit einem Rade g in fester Verbindung. Die Stange ^ wird unter Vermittlung eines Exzenters gehoben, wodurch das Rad g um einen bestimmten Winkel gedreht wird, während das Senken des Spulenträgers α durch das Eigengewicht desselben eintritt, sobald die die Stange beeinflussende ', Kurvenscheibe den höchsten Punkt überwunden hat. Durch die Stange c und die auf dem Kettenrade i befestigte Kette h wird die Welle k und mit ihr das Rad g in bekannter Weise in Abhängigkeit gebracht.
Der Vorgang stellt sich demnach so dar, daß, wenn die Kette f angehoben wird, die Kette h aufgewickelt wird und umgekehrt, wodurch in bekannter Weise und unter Zuhilfenahme der Maschinenteile ein dauerndes Auf- und Abbewegen der Spulen erreicht wird. Um die Spulen aus den sie umschließenden Spinnvorrichtungen η herauszubringen, ist dann noch folgende Einrichtung vorgesehen. Zwischen der Stange d und der Kette f ist ein im Punkte m.
drehbarer Handhebel geschaltet, welcher in einem höher gelegenen Punkte η gelenkig mit
. der Kette f verbunden ist und der in seiner Stellung gegenüber der Stange d durch einen Sperriegel gesichert wird. Nach Auslösen dieser Sperrung kann man den Hebel e um den Punkt m drehen, wodurch der Punkt η unterhalb des Drehpunktes m zu liegen kommt. Durch das Eigengewicht des Spulenträgers α wird dieser, da, wie schon erwähnt, derselbe im Zusammenhange mit Stange d, e usw. steht, so weit niedergebracht, daß die Spulen unterhalb der Spinnvorrichtungen treten, so daß dann der Spulenträger α frei gedreht werden kann.
Das Auflager p für die Spinnvorrichtungen I wird durch besondere, am Maschinengestell q befestigte Träger r gehalten. Die Spinnvorrichtungen bestehen bekanntermaßen aus einer geschlossenen, kreisförmigen Büchse, welche eine Nut t für die Antriebsschnur η trägt. Zum Einlegen bzw. Durchziehen des Spinnfadens w sind in der Büchse I Einschnitte χ vorgesehen. Die Fäden werden durch diese Einschnitte χ gezogen und mit den aufzuwickelnden Spulen in Verbindung gebracht. Infolge der Drehung der Spinnvorrichtungen / wird der Spinnfaden um die Spulen herumgeführt. Der Antrieb der Spinn wirtel . erfolgt mittels endlosen Schnurtriebes von Scheibe y über Leitrollen z.
Der Arbeitsgang stellt sich wie folgt: Nachdem eine Spulenreihe vollgesponnen ist, wird die Maschine ausgesetzt, der Spulenträger α gesenkt, so daß die Spulen außerhalb des Bereiches der Spinnvorrichtungen kommen, und hierauf mittels des Handrades 14 der Spulenträger um 90 ° gedreht. Durch beliebige Sicherungsmittel wird die eingestellte Lage jeweils gesichert, beispielsweise durch einen Sperrsteekstift 15. Durch die Viertelkreisdrehung kommt eine neue Spulenreihe unterhalb der Spinnvorrichtungen. Hierauf wird der Faden von den vollen Spulen abgeschnitten, der Träger α durch Zurückdrehen der Handkurbel e angehoben und die Maschine in Betrieb gesetzt. Nunmehr kann die Spinnerin, während dessen die frischen Spulen gewickelt werden, die alten Spulen abziehen und durch neue ersetzen.

Claims (2)

Patent-An sprüche:
1. Spulenwechselvorrichtung für Spinnmaschinen mit Spulenrevolver, dadurch gekennzeichnet, daß der Revolver über das Maß der üblichen Wagenbewegung hinaus senkbar angeordnet ist, um außer Flügeln auch geschlossene Spinnvorrichtungen, z. B. Flügelringe, verwenden zu können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem üblichen Wagen-
, trieb eine von Hand verstellbare Vorrichtung vorgesehen ist, welche zweckmäßig aus einem Handhebel fe) besteht, der durch Bolzen fm) gelenkig mit der von der Kurvenscheibe aus angetriebenen Hubstange (d) verbunden ist und seinerseits durch einen oberhalb des Drehpunktes fm) liegenden Drehpunkt (n) an die Hubkette ff) angeschlossen ist, so daß durch Drehen des Hebels fe) um 180° der Punkt fn) höher oder tiefer wie der Drehpunkt fm) zu liegen kommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT240780D Active DE240780C (de)

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