DE240331C - - Google Patents
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- 235000015250 liver sausages Nutrition 0.000 claims 1
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01B—MEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
- G01B5/00—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
- G01B5/26—Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques for measuring areas, e.g. planimeters
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01D—MEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01D15/00—Component parts of recorders for measuring arrangements not specially adapted for a specific variable
- G01D15/24—Drives for recording elements and surfaces not covered by G01D5/00
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- Physics & Mathematics (AREA)
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- Indication And Recording Devices For Special Purposes And Tariff Metering Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - .M 240331 KLASSE 42 d. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT-GES. in BERLIN.
Bewegung des Schreiborganes.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1910 ab.
Bei elektrischen, mechanischen oder sonstigen
Zeigerinstrumenten mit gewöhnlicher Anordnung der Federn ist der Ausschlag des
Instrumentes, d. h. der Ablenkungswinkel des Zeigers dem Drehmoment proportional.
Verwendet man ein solches Instrument zum Registrieren, etwa derart, daß die Zeigerspitze
mit einer Schreibfeder versehen ist und unter der Schreibfeder ein Papierstreifen fortschreitend
bewegt wird, so erhält man eine Kurve, bei der die geradlinigen Ordinaten dem Drehmoment
nicht proportional sind; vielmehr sind nur die durch jeden einzelnen Punkt
der Kurve mit einem Radius gleich der Zeigerlänge beschriebenen Kreisbögen dem jeweiligen.
Drehmoment proportional. Mithin ist es auch nicht möglich, durch gewöhnliche Planimetrierung der mit einer derartigen Einrichtung
gewonnenen Kurvenfläche das wahre Bild der aufgezeichneten Vorgänge zu erhalten.
Gemäß der Erfindung kann es nun durch Anwendung eines, das von dem Instrumentensystem
ausgeübte Hauptdrehmoment unterstützenden oder schwächenden Hilfsdrehmomentes,
welches für die verschiedenen Zeigerstellungen verschiedene Größe besitzt, erreicht
werden, daß das auf den Instrumentenzeiger ausgeübte Gesamtdrehmoment eine derartige
Einstellung bewirkt, daß in jeder Zeigerstellung die zu dem angezeigten Kurvenpunkt
gehörige geradlinige Koordinate dem Hauptdrehmoment proportional ist. Die durch die
Kurve gewonnene Fläche ergibt dann, durch Planimetrierung ausgewertet, praktisch den
für gewöhnliche rechtwinklige Koordinaten giltigen Wert. Dieses Zusatzdrehmoment
kann durch eine oder mehrere Spiral- oder sonstige Federn, auch durch an exzentrischen
Scheiben angreifende Gewichte oder ähnliche j Vorrichtungen ausgeübt werden.
Aus Fig. ι sind die Bedingungen für die Wirkungsweise des Zusatzdrehmomentes ersichtlich.
Über dem Registrierstreifen R bewege sich der Zeiger r, so daß bei stillstehendem
Registrierstreifen die Aufzeichnungen seiner Spitze sich auf einem' Kreisbogen k
befinden. Der Teilung dieses Kreisbogens entspricht nun, wenn man auf geradlinige
Koordinaten übergehen will, eine Teilung mit kleineren Einheiten auf zwischen dem Mittelpunkt
P1 und den Endpunkten p2, p3 liegenden
Geraden g, während in den genannten drei Punkten selbst die Teilung gerade übereinstimmt.
Zeichnet man die einer Teilung, beispielsweise, wie angedeutet, in die Hälfte,
ein Viertel, ein Achtel, sowohl des Bogens als auch der Ordinate zukommenden Radien
oder Zeigerstellungen r' und r ein, so ergibt sich, daß, und zwar unabhängig davon, ob
der Skalennullpunkt bei P1 oder pa liegt, mit
zunehmendem Ausschlagwinkel von der Mittelstellung (P1) des Zeigers aus die durch die in
ausgezogenen Linien dargestellten Radien r oder Ausschläge zunächst geringer als die
punktiert dargestellten r' bei . dem System. mit bogenförmigen Koordinaten sein müssen,
bis sie schließlich am Rande des Registrier-
Streifens wieder damit übereinstimmen. Diesen Bedingungen entsprechend muß das Hilfsdrehmoment
auf den Zeiger wirken.
Wenn nun auch bei den mit einer derartigen Einrichtung erhaltenen Kurven die
geradlinigen Ordinaten stets dem Hauptdrehmoment proportional sind, so erscheint es
zunächst dennoch fraglich, ob eine Planimetrierung der Fläche völlig richtige Werte
ίο ergibt, da die in der Richtung der Streifenbewegung
gemessenen Abszissen der Kurvenpunkte mit Rücksicht auf die Bogenbewegung der Zeigerspitze nicht ohne weiteres
der durch die Streifenbewegung dargestellten Zeit proportional sind. Um nämlich die
jedem Kurvenpunkt entsprechende Zeit zu erhalten, müßte man, wie in Fig. 2 der Zeichnung angedeutet, den zugehörigen Kreisbogen einzeichnen, da nur die Abstände dieser
Kreisbögen die Zeiten ergeben. Die einem Kurvenpunkt P entsprechende Zeit ist dann
aber nicht gleich der dem in der Ordinatenprojektion liegenden Punkt A zugehörigen,
sondern gleich dem durch den Schnittpunkt B des Kreisbogens mit der an der Seite des
Registrierstreifens vorgesehenen Zeitskala gekennzeichneten Zeitpunkt, d.h. die Zeitabstände
kann man nur durch Vergleichung der Schnittpunkte der durch die einzelnen Kurvenpunkte
gelegten Kreisbögen mit der Zeitskala auf dem Streifenrand oder auf irgendeiner
sonstigen der Abszissenachse parallelen geraden Linie erhalten.
Trotzdem nun die von den einzelnen durch die Zeigerspitze markierten Punkten gegebenen
Kurve in diesem Sinne verzerrt ist, erhält man bei deren Planimetrierung mit einem
normalen Planimeter praktisch richtige Werte. Es ergibt sich das aus folgender Betrachtung:
In Fig. 3 der Zeichnung ist ein Instrument mit dem Nullpunkt in der Mitte der Skale
angenommen, da sich dadurch die Beweisführung einfacher gestaltet, trotzdem sie auch
für .Instrumente mit seitlichem Nullpunkt gilt. Beim Planimetrieren der Fläche B-C-D-E des
Registrierstreifens R mit einem gewöhnlichen Planimeter erhält man das Integral
MdT,
wobei T die geradlinige senkrechte Koordinate (Abszisse) eines Kurvenpunktes P in Richtung
des Pfeiles als Abstand von einem Anfangspunkt T0 gemessen und M die dem
Punkt P zugehörige wagerechte Koordinate (Ordinate) bedeutet. Die Werte von M messen
also bei einem System mit Zusatzdrehmoment unmittelbar das Hauptdrehmoment des Instrumentes,
während, wie bereits erwähnt, der einem Punkt P der Kurve entsprechende Zeit-. wert nicht durch die Abszisse dieses Punktes
oder seiner wagerechten Projektion T, sondern durch die Abszisse t des auf der Zeitskala
liegenden Punktes B und für den der Abszisse T' entsprechenden Anfangspunkt D der Integralfläche
durch die Abszisse /' gemessen wird. Das gesuchte Integral ist somit
Mdt,
wobei t = Γ—ζ ist, wenn ζ den senkrechten
Abstand des Punktes P von der durch den jeweiligen Punkt B gezogenen Wagerechten
bedeutet. Wenn weiter mit h die Differenz zwischen dem Radius r, der Zeigerlänge, und
dem größten Wert von ζ bezeichnet wird, erhält man
t =
J/V2 —ikf2 + h.
Dieser Wert von t in das erste Integral eingesetzt ergibt:
τ rt
MdT = M dt
Mdz
= Mdt —
■Μ
μ2 '
wobei M das dem Zeitwert t, M' das dem Zeitwert t' entsprechende Drehmoment darstellen.
Man erhält somit die Differenz von zwei Integralen. Das erste Integral davon ist
nichts anderes als das gesuchte Integral, das zweite ist ein Ausdruck, der dadurch entsteht,
daß die Kurve unter Annahme rechtwinkliger Koordinaten für Zeit- und Drehmoment
planimetriert wurde, während diese Annahme — wie oben gezeigt ist — nicht
zutrifft. '
Hiermit ist aber zunächst bewiesen, daß das Integral der bei Vorhandensein des Zusatzdrehmomentes
erhaltenen Kurve in erster Annäherung gleich ist dem gesuchten Integral
MdT, d.h. Mdt
gleich oder annähernd gleich
MdT.
Das zweite Integral
ΓΜ Μ2
dM
M'
ist nun gleich:
ι M]/V — M2 arc sin
M'
Der Wert des bestimmten Integrals ist somit o, wenn M gleich M' ist, d. h. wenn
man die' Kurve zwischen zwei Punkten integriert, die beide auf derselben Abszissenlinie
liegen* Ist dies nicht der Fall, so wird das Fehlerglied in den meisten Fällen, insbesondere
bei ■ Planimetrieru'ng längerer Streifen, klein sein gegen die beim Planimetrieren unvermeidlichen
Fehler, während andererseits bei den bisher üblichen nicht korrigierten Systemen
die Fehler mit der Länge des Streifens sehr bald eine unzulässige Größe erreichen. Übrigens
kann auch das Fehlerglied genau bestimmt werden, da r bekannt ist und die
dem Anfangs- und Endpunkt der Kurve entsprechenden Werte von M und M' aus der
Kurve abgelesen werden können.
Claims (1)
- Pate nt-An SPRU CH:Korrektionsvorrichtung an registrierenden Zeigerinstrumenten mit bogenförmiger Bewegung des Schreiborganes, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Achse des beweglichen Systems eine feder- oder ge- wichtsbelastete Kurvenscheibe, ein Federsystem o. dgl. einwirkt, welches derart eingerichtet ist, daß je nach dem Ausschlagwinkel des Zeigers das von dem Instrumentensystem ausgeübte Hauptdrehmoment vergrößert oder verkleinert wird, derart, daß die zu jedem Punkt der Kurve gehörige geradlinige Koordinate dem Hauptdrehmoment proportional ist, zum Zweck, die Kurvenfläche mit einem gewöhnlichen Planimeter ausplanimetrieren zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240331C true DE240331C (de) |
Family
ID=499699
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT240331D Active DE240331C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE240331C (de) |
-
0
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