DE239269C - - Google Patents

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DE239269C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B9/00Presses specially adapted for particular purposes
    • B30B9/02Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
    • B30B9/04Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams
    • B30B9/10Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams without use of a casing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, geschlossene, z.B. Seiherpressen in der Weise zu füllen, daß man sich eines absatzweise zu senkenden Kolbens bedient, der sich in dem Seiher bewegt. Durch den Kolben und die Wandung des Seihers wird eine geschlossene Form gebildet, welche vollkommen mit Ölsaat gefüllt wird. Es wird dann der Kolben gesenkt, von neuem gefüllt usw.
ίο Der Nachteil der Benutzung dieser Seiherpresse' besteht bekanntlich darin, ■ daß eine gute Ausbeute nicht zu erhalten ist. Deshalb verwendet man in neuerer Zeit offene Pressen, und zwar wird die Saat in Tücher eingewickelt und dann zwischen die Preßplatten geschoben. Die Ausbeute an Öl ist hier zwar eine bessere, jedoch stellt sich das Verfahren insofern teuer, als die Tücher stark abgenutzt werden und oft ersetzt werden müssen. Auch bleibt in den Tüchern noch verhältnismäßig viel Öl enthalten, das nicht ausgepreßt werden kann. Deshalb hat man auch vorgeschlagen, ohne Tücher zu arbeiten, so daß die äußeren Ränder der zwischen je zwei Platten befindlichen Saat in unmittelbarer Berührung mit der Luft bleiben. Man verwendet jedoch an beiden Seiten der Platten liegende Matten. Auch hier wird das Gut außerhalb der Presse auf eine von einer Preßplatte unterstützten Matte geschüttet und dann in die Presse eingeschoben. Der Übelstand dieses Verfahrens besteht darin, daß nur sehr unregelmäßige Kuchen erhalten werden können und auch das Pressen nur langsam vor sich gehen kann.
Will man regelmäßige Kuchen erhalten, so soll bei diesem Verfahren die Saat von einem Rahmen mit zusammenschiebbaren Wänden umgeben werden, was jedoch praktisch kaum ausführbar erscheint. Auch die Verwendung von Matten macht das Verfahren teuer, und es bleibt in den Matten noch verhältnismäßig viel öl, das nicht ausgepreßt werden kann.
Demgegenüber besteht nun das neue Verfahren zum Füllen von offenen Pressen darin, daß ohne Verwendung von Tüchern, Matten u. dgl. das Einfüllen des Gutes unmittelbar in die offene Presse selbst oder ein offenes Preßgestell erfolgt, indem für das Füllen mittels einer oben und unten offenen Form durch die von dem Kolben getragene Preß platte und die Öffnung in dem Fülltisch oder der •Presse selbst zeitweise ein nur oben offener Raum gebildet wird, in welchen die Saat eingefüllt werden kann.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch einen Füll- und Entleertisch sowie den Wagen zum Befördern der Preßgestelle; in Fig. 2 und 3 ist die Gesamtanlage in Seitenansicht und Grundriß dargestellt.
Das Rösten der ölsaat erfolgt abwechselnd in einer der Röstpfannen 1 (Fig. 2 und 3), in welche die Saat aus der Zuführungsrinne 2 gelangt, Unter den Röstpfannen ist ein mit beliebigem Rührwerk versehener Sammelkasten 3 angeordnet.
Zum Zwecke des Füllens der Preßgestelle ist ein Fülltisch 4 angeordnet (Fig. 1). Das Füllen erfolgt auf folgende Weise: Ein den Zwischenplatten als Führung dienendes, an sich bekanntes offenes Preßgestell 5 wird unter den Fülltisch gebracht. Dies kann z. B. durch einen auf beliebige mechanische Art, vorzüglich hydraulisch bewegten Wagen 6 erfolgen. Der untere Teil des Fülltisches 4 hat einen Zylinder 7, in welchem ein Kolben 11 hydraulisch bewegt wird. Der Wagen 6 und der Fülltisch 4 besitzen für den Durchgang des Kolbens entsprechend große öffnungen 9, 10 (Fig. ι und 3). Die obere Platte des Fülltisches ruht auf Säulen, die zweiseitig derart angeordnet sind, daß der Wagen 6 zwischen denselben durchfahren kann.
Zum Zwecke des Füllens läßt man zunächst den Kolben 11 des Fülltisches 4 emporgehen, bis daß seine obere Kante mit der unteren Kante der Fülltischöffnung 9 zusammenfällt. Auf den Kolben wird nun durch die öffnung eine Preßplatte 12 aufgelegt, und beide werden jetzt gesenkt, bis daß die obere Fläche der Preßplatte 12 mit der unteren Tischkante zusammenfällt. Dann wird auf die Platte eine unten und oben offene Form 13 gelegt, so daß die Preßplatte und die Form einen nur oben offenen Füllraum bilden, in welchen das Preßgut eingefüllt werden kann, wobei die Ränder der Preß platte von Saat frei bleiben. Die Form 13 ist um ein Scharnier umklappbar. Das Gut wird in diese Form gefüllt. Darauf wird der Kolben niedergelassen, die Form 13 aufgeklappt, eine Preßplatte aufgelegt und der Kolben wieder niedergelassen, bis daß die obere Fläche der Preßplatte mit der unteren Tischkante zusammenfällt, worauf von neuem eingefüllt wird. Das Spiel wiederholt sich so lange, bis daß das Preßgestell vollständig gefüllt ist.
Das gefüllte Preßgestell wird nun einer Presse 14 zugeführt. Bei der dargestellten Ausführungsform erfolgt dies mit Hilfe des Wagens 6, der auf Schienen verschiebbar ist. Der Wagen mit dem Preßgestell wird auf mechanischem (hydraulischem) Wege vor die zu beschickende Presse in die in Fig. 3 dargestellte Lage geschoben, sodann wird das Gestell vom Wägen in die Presse 14 gezogen, und hier erfolgt das Auspressen.
Nach dem Auspressen wird der Wagen samt dem die ausgepreßten Kuchen enthaltenden Gestell zu einem Ausladetisch geschoben, der bei der dargestellten Ausführungsform mit dem Füll tisch vereinigt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: '!
    Füllverfahren für offene Ölpressen.; mit zwischen herausnehmbaren Preßplatteri frei auszupressendem Saatgut, dessen äußere Ränder in unmittelbarer Berührung ' mit der Luft bleiben, unter Benutzung eines absatzweise, sich hebenden oder senkenden Kolbens, dadurch gekennzeichnet, daß das Einfüllen unmittelbar in die offene Presse oder das offene Preßgestell erfolgt, indem durch das jedesmalige Einstellen des Kolbens die Fülltisch- oder Pressen öffnung sowie die oberste Preßplatte zeitweise einen nur oben offenen Füllkasten bilden, dessen Füllraum durch eine Füllform derart abgegrenzt wird, daß der Rand der Platte frei bleibt und beim Senken des Kolbens die Saatschicht in der ihr gegebenen Form frei darauf liegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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