DE238697C - - Google Patents
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- DE238697C DE238697C DENDAT238697D DE238697DA DE238697C DE 238697 C DE238697 C DE 238697C DE NDAT238697 D DENDAT238697 D DE NDAT238697D DE 238697D A DE238697D A DE 238697DA DE 238697 C DE238697 C DE 238697C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C17/00—Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
Landscapes
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- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Electrochromic Elements, Electrophoresis, Or Variable Reflection Or Absorption Elements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 238697 KLASSE 42 c. GRUPPE
WILLIAMHENRYHENNAH
und AUGUSTE KERR WAITANGI RISSEL
in WELLINGTON, Neuseeland.
Anzeigevorrichtung für Abweichungen eines Schiffes vom Kurse.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Juli 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, durch welche die Abweichungen
eines Schiffes von einem bestimmten Kurse angezeigt und auf einem ablaufenden Streifen
vermerkt werden, wobei der Grad der Abweichung und deren zeitliche Länge registriert
werden, so daß die Stellung des Schiffes in bezug auf den Ausgangspunkt genau gemessen
werden kann.
ίο Die Einrichtung beruht auf den Bewegungen
des Kompaßgehäuses in bezug auf das Kompaßblatt, so oft das Schiff seinen Kurs nach der einen oder anderen Seite hin ändert.
Das Kompaßblatt trägt eine Metallstange mit Kontaktstiften, die mit dem einen Pole einer
Stromquelle verbunden sind, während das Kompaßgehäuse Klemmen besitzt, die mit
dem anderen Pole verbunden sind und, wenn das Schiff seinen Kurs innehält, von den
Kontaktstiften gleich weit entfernt sind. Wenn das Gehäuse sich infolge der Abweichung des
Schiffes von seinem Kurse in bezug auf das Kompaßblatt bewegt, so vermehrt die den
Kompaß füllende Flüssigkeit auf der einen Seite den Widerstand eines Stromkreises, in
welchem ein Elektromagnet liegt, und vermindert auf der anderen Seite den eines zweiten Stromkreises, in welchem gleichfalls
ein Elektromagnet liegt, so daß hierdurch die Erregung der beiden Magnete geändert wird
und diese einen Schreibstift oder Zeiger von einer Mittelstellung auf einem ablaufenden
Registrierstreifen entsprechend weit verschieben.
Bei den Kompassen, welche bisher für die Bestimmung der Abweichung des Schiffes von
seinem Kurse benutzt wurden, wurde durch die Kontakte des Kompasses ein Stromkreis
geschlossen, so oft das Schiff den Kurs verließ, so daß also die Stärke dieser Ströme
von der Größe des Abweichungswinkels nicht beeinflußt werden konnte. Daher war aus
den bekannten Apparaten nur immer die Länge der Abweichung, aber nicht der Winkel
derselben zu erkennen. Demgemäß ist es auch erst durch die neue Anordnung möglich
geworden, bei Abweichungen des Schiffes von seinem Kurse den Ort, wo es sich gerade befindet,
zu bestimmen, da ja die beiden hierfür maßgebenden Faktoren, Abweichungszeit und Abweichungswinkel, von dem Apparat
abzulesen sind.
In dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist Fig. ι eine schematische Darstellung der
Einrichtung, Fig. 2 ein Grundriß des Kornpasses im Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 3
und Fig. 3 ein Aufriß des Kompasses im Schnitt.
Die Form des Kompasses ist die des bekannten
Flüssigkeitskompasses, wo. das Blatt in die Flüssigkeit eintaucht. Nach der Erfindung
ist an der Unterseite des Blattes a die Metallstange b angeordnet, die mit nach
abwärts gerichteten Metallstiften c versehen
ist. Die Stange b ist mit dem einen Pole der Batterie d durch einen Draht verbunden,
der von unten durch den zentralen Träger der Karte hinaufreicht (Fig. 3).
Auf der Innenseite des Kompasses sind die Metallklötze e, f befestigt, am besten vier Stück, welche auf beiden Seiten eines jeden Endes der Stange b liegen. Das Kompaßgehäuse kann in bezug auf die Karte eingestellt werden, so daß, wenn ein Kurs festgestellt ist, das Gehäuse gedreht wird, bis die beiden Klötze an jedem Ende der Stange b gleich weit von dem abwärts ragenden Stifte c entfernt liegen. Die beiden an jedem Ende der Stange liegenden Klötze liegen in dem Stromkreise eines Elektromagneten g bzw. h, deren gemeinsame Rückleitung mit der Batterie d verbunden ist. Die beiden Klötze der beiden Paare, die sich einander gegenüberliegen, sind miteinander elektrisch verbunden.
Auf der Innenseite des Kompasses sind die Metallklötze e, f befestigt, am besten vier Stück, welche auf beiden Seiten eines jeden Endes der Stange b liegen. Das Kompaßgehäuse kann in bezug auf die Karte eingestellt werden, so daß, wenn ein Kurs festgestellt ist, das Gehäuse gedreht wird, bis die beiden Klötze an jedem Ende der Stange b gleich weit von dem abwärts ragenden Stifte c entfernt liegen. Die beiden an jedem Ende der Stange liegenden Klötze liegen in dem Stromkreise eines Elektromagneten g bzw. h, deren gemeinsame Rückleitung mit der Batterie d verbunden ist. Die beiden Klötze der beiden Paare, die sich einander gegenüberliegen, sind miteinander elektrisch verbunden.
Die Flüssigkeit im Kompaß wirkt so als
Widerstandsleiter zwischen den Stiften c und den Klötzen e, f, so daß der Strom von der
Batterie zu den beiden Magneten dauernd fließt.. Solange die Stange b in der Mitte
zwischen den beiden Klötzen liegt, ist die durch die beiden Magnete fließende Stromstärke
in beiden Fällen die gleiche. Wenn sich jedoch der Kompaß in bezug auf die Kompaßkarte bei Abweichungen des Schiffes
bewegt, wird die Entfernung zwischen den Enden der Stange und den Klötzen geändert,
so daß die erhöhte Flüssigkeitsmenge zwischen Stange und Klotz auf der einen Seite als ein
größerer Widerstand auf dieser Seite wirkt, während der Widerstand auf der anderen
Seite entsprechend kleiner geworden ist. Auf diese Weise wird die Stärke der durch die
beiden Magnete fließenden Ströme in dem Verhältnis geändert, wie sich die Stellung der
Stange b zu den Klötzen ändert; daher wird auch die Stärke der Magnete im gleichen Verhältnis
geändert.
In unmittelbarer Nähe eines jeden Magneten ist ein Paar Uhrwerke j, k o. dgl. angeordnet,
. die beide normal dauernd mit derselben Geschwindigkeit kufen. Jedes dieser beiden Werke wird in bekannter Weise bezüglich
der Umdrehungszahl durch ein Flügelrad geregelt. Nach der Erfindung reichen die Wellen dieser Flügelräder nach außen und
tragen die Metallscheiben Z und m. Diese Scheiben treten zwischen die Pole der Magnete
g und h, so daß das Verhältnis der Umdrehungen der beiden Werke unmittelbar
durch die Stärke der Magnete geregelt wird. Bringt also das Schiff durch seine Kursabweichung
die Klötze e näher zu den Stiften c und weiter von denselben die Klötze f, so
wird der Magnet g verstärkt und der Magnet h entsprechend geschwächt. Hierdurch übt der
Magnet g eine größere Bremswirkung auf die Scheibe / aus und verzögert dadurch die Umdrehung
des Werkes j, während die Bremswirkung des Magneten h auf die Scheibe nt
geschwächt und so die Drehung des Werkes k beschleunigt wird. Diese Geschwindigkeitsänderungen werden also von dem Grad der
Abweichung des Schiffes von seinem Kurse unmittelbar geregelt.
Die beiden Werke / und k kämmen mit
den Außenrädern eines Differentialgetriebes n, welches der Welle 0 in bekannter Weise eine
umkehrbare Drehung erteilen kann. Da die Änderungen dieser Geschwindigkeit durch den
Grad der Schiffsabweichung bestimmt werden, ergibt sich, daß auch die Größe der Umdrehung
dieser Welle genau dem Grade der Abweichung proportional ist. Die Richtung der Umdrehung entspricht der Seite, nach welcher
das Schiff von seinem Kurse abgebogen ist.
Mit der Welle 0 dreht sich eine Schraubenwelle ft, auf welcher ein Block r mit dem
Schreibstift s o. dgl. angebracht ist. Dieser Stift ruht auf der Registriertrommel t und
wandert bei der Drehung der Schraubenwelle quer zur Oberfläche der Trommel. Diese
wird durch ein Uhrwerk o. dgl. gleichmäßig angetrieben, und auf ihrem Umfange befindet
sich ein Registrierstreifen, der der Breite nach entsprechend der zeitlichen Geschwindigkeit,
mit welcher die Trommel sich dreht, in die zeitangebenden Teile unterteilt ist; über
der Trommel bewegt sich der Schreibstift, wenn diese sich unter ihm dreht. Der Streifen
ist ferner auch der Länge nach auf jeder Seite einer Mittellinie gleichmäßig unterteilt,
wobei die Teilstriche verhältnismäßig kürzeren Zeiträumen entsprechen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Wenn der Kurs des Schiffes festgesetzt ist, wird das Kompaßgehäuse so eingestellt, daß
die Ströme durch die beiden Magnete einander gleich werden, und der Block r des
Schreibstiftes wird so eingestellt, daß er mit der Mittellinie des Streifens zusammenfällt.
Wenn dann das Schiff von seinem Kurse abweicht, dreht sich die Spindel 0 proportional
dem Grade dieser Abweichung, so daß der Schreibstift sich quer zum Streifen bewegt,
in einer Richtung, die der der Abweichung entspricht. Da sich der Streifen unter ihm
gleichzeitig bewegt, zieht also der Schreibstift eine Linie in einem Winkel zur Mittellinie
des Streifens, und die Größe dieses Winkels ändert sich unmittelbar mit der Größe der
Querbewegung des Schreibstiftes. Die Aufzeichnungen geben die Zeit an, wann die Abweichung
begann; da ihre zeitliche Länge sowie die Geschwindigkeit des Schiffes bekannt
ist und der Winkel der Abweichung aufge-
zeichnet wird, so folgt, daß die genaue Stellung des Schiffes von dem Ausgangspunkte
aus leicht bestimmt werden kann. Wird das Schiff wieder auf Kurs gebracht, so werden die
Magnete wieder gleich stark und daher die Drehungen der Spindel ο und der Schraube p
beendet, aber der Schreibstift bleibt auf dem Streifen in einiger Entfernung von der
Mittellinie desselben. Er zeigt dann an, daß,
ίο obgleich das Schiff sich wieder auf seinem
Kurse bewegt, wie der Kompaß es anzeigt, es doch tatsächlich auf einer parallelen Linie
dazu in einem Abstande fährt, der gleich der Länge des Abstandes zwischen der Mittellinie
und der von dem Schreibstifte parallel gezogenen Linie unter Berücksichtigung des Maßstabes
des Instrumentes ist. Um das Schiff wieder auf seinen eigentlichen Kurs zurückzubringen,
muß eine Abbiegung gleicher Größe nach der anderen Seite hin erfolgen, worauf
der Schreibstift zur Mittellinie des Streifens zurückkehrt.
Ferner ist ein Alarmsignal vorgesehen, welches ertönt, wenn die Abweichung sich über
eine bestimmte Zeit hin ausdehnt, oder wenn eine Reihe von Abweichungen nach derselben
Seite hin während einer bestimmten Zeit eintreten. Die Vorrichtung hierfür besteht nach
Fig. ι aus einem Paar Kontakten u, die auf
beiden Seiten des Schreibsiftblockes r, der aus leitendem Material besteht, einstellbar angeordnet
sind und von dem Schreibstifte berührt werden, wenn er sich seitlich bewegt. Der Block r ist mit dem einen Pol eines Alarm-Stromkreises
w verbunden, während die beiden Kontakte u mit dem anderen Pol verbunden
sind. Durch Berührung dieser beiden Kontakte u mit dem Klotz r bzw. dem Schreibstift
wird also der Alarmstromkreis geschlossen.
Claims (2)
1. Anzeigevorrichtung für Abweichungen eines Schiffes vom Kurse mit einem mit
einer leitenden Flüssigkeit gefüllten Kompaß, dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt
des Kompasses eine leitende Stange (b) mit an den einen Pol eines Stromkeises
angeschlossenen Kontaktstiften (c) trägt, und daß das Gehäuse mit dem anderen
Pol verbundene Kontakte (e, f) trägt, welche beim Innehalten des Kurses von
den Ansätzen gleich weit entfernt eingestellt werden, so daß die Flüssigkeit, wenn
das Gehäuse sich bei Abweichungen des Schiffes gegenüber dem Blatte bewegt, den Widerstand eines Stromkreises vermehrt
und den eines anderen vermindert und dadurch in demselben Verhältnis die
Stärke zweier Elektromagnete ändert, welche einen Zeiger oder Schreibstift entsprechend
von der Mittellinie eines ablaufenden Registrierstreifens entfernen, wodurch die Größe dieser Entfernung der
Abweichung des Schiffes von seinem Kurse proportional wird.
2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1, ■ dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Elektromagnete je nach der Stärke ihrer Erregung verschieden stark bremsend auf zwei Uhrwerke einwirken, welche normal
gleich schnell laufen und auf ein Differentialgetriebe einwirken, so daß dieses normal den auf einem mit Gewinde versehenen
Teil seiner Welle (0) sitzenden Zeiger oder Schreibstift nicht verschiebt,
dagegen bei verschiedener Erregung der Elektromagnete ihn nach der einen oder anderen Seite entsprechend den Abweichungen
des Schiffes von seinem Kurse einstellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE238697C true DE238697C (de) |
Family
ID=498196
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT238697D Active DE238697C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE238697C (de) |
-
0
- DE DENDAT238697D patent/DE238697C/de active Active
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