DE299920C - - Google Patents

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DE299920C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C21/00Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
    • G01C21/20Instruments for performing navigational calculations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Instructional Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen justierbaren Kursanzeiger zur Bestimmung des Kurses auf Land- und Seekarten, behandelt also ein Zwischending zwischen Karte und Kompaß. Atlanten und Seekarten sind nach dem geographischen Pole geregelt, und der Nordstrich des Kompasses zeigt an den mei-. sten Plätzen nicht gerade nach Norden, sondern weicht mehr oder weniger ab. Diese sowie von anderen Umständen abhängigen Abweichungen sollen bei der Kursbestimmung beseitigt werden. Dies ist wohl bei früheren ähnlichen Apparaten versucht worden, doch waren die Ausführungen zu diesem Zwecke derart, daß die Apparate für die zahlreichen, verschiedenen Fälle nicht praktisch verwendbar waren, welche bei Kursbestimmungen vorkommen können.
Im Gegensatz zu den erwähnten bekannten Apparaten besitzt der vorliegende solche Eigenschaften, daß er sowohl einfach in Konstruktion ist, wie auch ohne besondere Vorkenntnisse von jedermann verwendet werden kann, um Kurse, schnell und bequem für alle mögliehen Fälle zu bestimmen. Der Kursanzeiger gemäß der vorliegenden Erfindung hat wie die bekannten ähnlichen Apparate zwei zur Anbringung auf der Land- oder Seekarte ber stimmte, miteinander drehbar verbundene Hauptteile, von welchen der eine zur Einstellung nach den Längen- und Breitengraden usw. auf der Land- oder Seekarte eingerichtet ist und der andere eine Kompaßeinteilung hat. Das charakteristische Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Drehpunkt dieser beiden Hauptteile außerhalb des Mittelpunkts der Kompaßeinteilung liegt. Hierdurch wird gegenüber bekannten Apparaten der Vorteil erreicht, daß, sobald der Apparat einmal auf der Mappe oder Seekarte in der Weise eingestellt worden ist, daß der Mittelpunkt der Kompaßeinteilung mit dem Beobachtungsort zusammenfällt, verschiedene Kurse von dem betreffenden Ort aus ohne jede Veränderung der Lage der Hauptteile des Apparates auf der Karte bestimmt werden können.
Die beiliegende Zeichnung zeigt in Fig. 1 nur als Beispiel einen nach der Erfindung konstruierten Kursanzeiger. Fig. 2 zeigt in größerem Maßstabe und im Schnitt eine Einzelheit.
Eine viereckige, durchsichtige Scheibe 1 aus Zelluloid ist mit einer Anzahl paralleler Striche 2 und mit Seemeilen und gewöhnliche Meilen angebenden Skalen versehen. Senkrecht zu den parallelen Strichen oder Linien ist auf derselben Scheibe ein Index 3 angebracht. Auf der Scheibe 1 in der Nähe eines Randes derselben und in der Verlängerung des Index ist im Punkte 4 eine kreisförmige Scheibe 5 aus Zelluloid drehbar gelagert. Die Scheibe 5 hat eine Kompaßeinteilung, welche sich längs des halben Umkreises der Scheibe erstreckt. Von dem Punkte 4 heraus geht nach dem Umkreis der Scheibe 5 hin ein Strich 6 in der Richtung einer durch den Mittelpunkt der Kompaßeinteilung und den
Punkt 4 gedachten Linie, und auf dieser letzteren Linie befindet sich der Nordpunkt der Kompaßeinteilung, welcher in der Mitte zwischen den Enden der Kompaßeinteilung liegt. Normal nehmen die Scheiben ι und 5 eine solche Lage ein, daß der Strich 6 und der Index 3 koinzidieren. Auf der Scheibe 5 ist eine längs eines Kreisbogens laufende Gradeinteilung mit dem Punkte 4 als Mittelpunkt vorgesehen. Der Nullpunkt dieser Gradeinteilung befindet sich auf dem Strich 6, und die Gradeinteilung erstreckt sich nach beiden Seiten dieses letzteren hin. Die Scheibe 5 hat auf der einen Hälfte eine Aussparung 7 mit Belassung einer Zunge 8 am Mittelpunkte. In dieser Zunge ist ein Loch vorgesehen. Ein Lineal 9 ist mit seinem einen hakenförmigen Ende zwischen zwei Ringen 10 und 11 (Fig. 2) mittels Schrauben 12 festgeklemmt. Der Ring 10 erstreckt sich durch das Loch der Zunge 8 hindurch und hat einen äußeren Flansch 13. Zwischen diesem und dem eingeklemmten Lineal 9 liegt die Zunge 8 frei, so daß das Lineal 9 mit den Ringen 10 und 11 sich gleich der Scheibe 5 drehen kann, wobei der Drehungsmittelpunkt sich im Mittelpunkte der Ringe 10 und 11 befindet. Die Ringe 10 und 11 haben eine durchschnittene Stelle 17 bzw. 18. Die eine Kante des Lineals 9 erstreckt sich gerade durch diese durchschnittene Stelle bis zum Mittelpunkte des Loches der Zunge 8 und ist mit einer Gradeinteilung nach Seemeilen versehen. Die Scheibe 5 kann mittels einer Klemmschraube 19 auf der Scheibe 1 und das Lineal 9 mittels einer Klemmschraube 20 auf der Scheibe 5 in verschiedenen Drehungslagen befestigt werden.
Der beschriebene Kursanzeiger wird in folgender Weise angewendet. Die Scheibe 5 wird auf der Scheibe 1 in der Weise eingestellt, daß der Index 3 auf diejenige Gradzahl seiner Skala zeigt, welche der Abweichung des Kompasses von der Beobachtungsstelle entspricht. Auf der Zeichnung ist der Index 3 auf eine Gradzahl gen Westen (F) zwischen den Gradstrichen 5 und 10 eingestellt. Der Kursanzeiger wird auf die Karte in der Weise eingestellt, daß der Beobachtungsort auf der Karte im Mittelpunkt der Ringe 10, 11 liegen wird, und daß die Striche 2 parallel mit den Breitengraden der Karte liegen werden. Danach wird das Lineal 9 in der Weise eingestellt, daß der zu beobachtende Ort an der mit Gradeinteilung versehenen Kante des Lineals liegen wird. Der Kurs kann dann von der Kompaßeinteilung der Scheibe 5 am Lineal abgelesen werden.
Man könnte auch ein loses Lineal oder ein anderes Mittel verwenden. Auch sind noch andere Abänderungen denkbar. Kurz, die Einzelheiten des beschriebenen Kursanzeigers können hinsichtlich Material, Anzahl, Form, Größe und Zusammensetzung abgeändert sowie ausgewechselt werden, falls nur das charakteristische Merkmal der Erfindung beibehalten wird.

Claims (5)

Pate nt-An Sprüche:
1. Justierbarer Kursanzeiger zur Kursbestimmung auf Seekarten u. dgl., welcher aus zwei auf der Land- und Seekarte anzubringenden, miteinander drehbar verbundenen Hauptteilen besteht, von welchen der eine zum Einrichten nach den geographischen Breitengraden der Karte angeordnet ist und der andere eine Kompaßeinteilung hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt dieser zwei Hauptteile außerhalb des Mittelpunkts der Kompaßeinteilung liegt.
2. Kursanzeiger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehpunkt "der beiden Hauptteile sich auf einem Durchmesser durch den Nordpunkt der Kompaßeinteilung auf der demselben entgegengesetzten Seite mit Hinsicht auf den Mittelpunkt der Kompaßeinteilung befindet.
3. Kursanzeiger nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem einen der miteinander drehbar verbündenen Hauptteile eine Gradeinteilung längs eines Kreisbogens angebracht ist, welcher exzentrisch zu der Kompaßeinteilung ist, derart, daß er seinen Mittelpunkt in dem zur Kompaßeinteilung exzentrisch ange-' brachten Drehpunkt der beiden Hauptteile
■ hat, und auf dem anderen Hauptteil ein entsprechender Index angebracht ist.
4. KürsanzeigeT nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Kompaßeinteilung versehene Hauptteil un-
■ ter Belassung von Material für die Verbindung mit dem anderen Hauptteile, für Gradeinteilungen und zur Befestigung am Mittelpunkt der Kompaßeinteilung eines wie gewöhnlich zusammen mit dem Apparat anzuwendenden Lineals, in der Weise durchbrochen ist, daß die Karte auch zur Bestimmung des Kurses innerhalb der Kompaßeinteilung geeignet ist.
5. Kursanzeiger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe, mittels welcher das Lineal im Mittelpunkt der Kompaßeinteilung drehbar gelagert ist, durchschnitten sind, und daß die eine ng Kante des Lineals -sich gerade durch diese durchschnittene Stelle bis zum Mittelpunkt der Kompaßeinteilung erstreckt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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