DE237947C - - Google Patents

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DE237947C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04C—BRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00—Braiding or lacing machines
    • D—TEXTILES; PAPER
    • D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04C—BRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00—Braiding or lacing machines
    • D04C3/02—Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/14—Spool carriers
    • D04C3/16—Spool carriers for horizontal spools

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■— Ja 237947 KLASSE 25 b. GRUPPE
F. AUGUST SCHMIDT in BARMEN.
angeordneter geteilter Gangbahn.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Dezember 1908 ab.
Bei den gewöhnlichen Flecht- und Klöppelmaschinen werden die Klöppel in schlangenförmigen Gangbahnen der wagerechten Oberplatte geführt, so daß sie sich dem senkrecht über der Mitte der rund gebauten Maschine befindlichen Flechtpunkt bald nähern, bald sich davon entfernen. Die daraus sich ergebende abwechselnde Verkürzung und Verlängerung der freien Fadenlänge vom Flechtpunkt zum
ίο Klöppel soll durch das im Klöppel auf und ab spielende, an dem Faden hängende Spanngewicht ausgeglichen werden, das bei Annäherung des Klöppels an den Flechtpunkt den schlaff werdenden Faden einzieht, bei Entfernung vom Flechtpunkt von dem Fadenvorrat, in welchem es hängt, abzuziehen gestattet. Bei raschem Lauf der Maschine entstehen aber Stöße im Faden, da die Änderungen fast ruckweise eintreten, so daß die für die bessere wirtschaftliche Ausnutzung der Maschine wünschenswerte und angestrebte Erhöhung der Geschwindigkeit bald durch die Rücksichtnahme auf die auftretenden Fadenstöße begrenzt wird. Auch der starke Verschleiß in den gekrümmten Gangbahnen verbietet die Überschreitung einer gewissen Geschwindigkeitsgrenze.
Zur Behebung dieser Ubelstände sind bereits Maschinen erfunden worden, bei denen die Klöppelbahn in die Mantelfläche eines Hohlzylinders oder Kegels gelegt ist und die Kreuzungen der Klöppelfäden durch Heben und Senken der Klöppel und Hin- und Herführen der geteilten Gangbahnen erzielt werden.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen dieser Art. Während aber bei den bekannten Einrichtungen das Verschieben des beweglichen Teiles der Gangbahn -und das Heben und Senken der Klöppel nacheinander erfolgte, werden hier beide Bewegungen zusammen ausgeführt; daraus ergibt sich die Möglichkeit eines bedeutend rascheren Laufes der Maschine neben sonstigen Vorzügen, auf die im Laufe der Beschreibung hingewiesen ist.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 1 und 2 zeigen hauptsächlich die zum Heben und Senken der wagerecht gehaltenen Klöppel dienenden Vorrichtungen in Ansicht (Fig. 1) ' und teilweisem Schnitt (Fig. 2) nach der Linie A-B von Fig. 1. Fig. 3 ist eine teilweise Innenansicht des die Klöppelbahn enthaltenden Hohlzylinders, in die gerade Ebene gestreckt gedacht. Fig. 4 und 5 sind weiter unten erklärte sehematische Darstellungen der Bewegung der Klöppel. Fig. 6 stellt eine Oberansicht der Maschine und Fig. 7 einen senkrechten Schnitt nach der Linie C-D von Fig. 6 dar. Fig. 8 bis 13 veranschaulichen die Bewegung zweier Klöppel in aufeinanderfolgenden Stellungen. Bezüglich der Fig. 14 bis 22 siehe am Schluß der Beschreibung.
Die Führungsringe a, ax für die Klöppel werden hier beide hin und her geführt, und. zwar (Fig. 3) in einander entgegengesetztem Sinne und in einem solchen beiderseitigen Abstand, daß das Herz der ruhenden Klöppel in dem von den beiden Ringen gelassenen Abstand
Platz hat (vergl. Fig. 3 links). Gelagert sind' die Ringe in einem äußeren Gehäuse b, und zwar der obere Ring α auf Rollen r, der untere a1 auf Rollen r1, die auf den im Boden b1 des Gehäuses verschraubten Bolzen p drehbar sind (Fig. 2 und 7). Der Ring α1 ruht durch sein Gewicht auf dem angedrehten Rand der Rollen r1 auf, die im Kreise, dem inneren Durchmesser des Ringes entsprechend, angeordnet sind (Fig. 6) und deren Zapfen somit auch den Ring gegen seitliche Bewegungen sichern. Die hin und her gehende Bewegung der Ringe α und a1 wird durch Exzenter y bewirkt (Fig. 6).
Da das Heben und Senken der Klöppel gleichzeitig mit der hin und her gehenden Bewegung der Führungsringe erfolgen soll, beschreiben die Klöppel eine annähernd kreisförmige oder elliptische Bahn; erreicht wird dies in nachstehend beschriebener Weise.
Die Klöppel werden in der Ruhestellung (Fig. 3 links) durch Stifte s und 0 gehalten. Erst ere treten in Verbindung mit den hinteren Fußplatten k der Klöppel und sichern diese seitlich (in Fig. 2 ist der Stift s zum Teil durch die Klöppelstifte η und die Fußplatte verdeckt), letztere stützen den Klöppelstift η oben oder unten. Die Stifte sind alle in dem feststehenden Gehäuse b untergebracht, und zwar die Stifte 0 beweglich, derart, daß sie vor Beginn der Klöppelbewegung durch Zug an dem Winkelhebel t (Fig. 2) zwecks Freigabe des Klöppelstiftes η zurückgezogen werden. Von den runden Fußplatten der Klöppel berühren sich die vorderen, die hinteren (etwas kleiner im Durchmesser gehalten) aber einen der feststehenden Stifte s; bei der Bewegung rollen die hinteren Fußplatten auf dem Stift s ab. Die Bewegung erfolgt dadurch, daß die Klöppel mit dem Herz ζ von Partialvorrichtungen, die auf die Stifte η wirken, in die Schlitze w des oberen oder unteren, sich ständig hin und her bewegenden Ringes gedrückt und auch weiterhin geführt werden. In den Endlagen der hin und her gehenden Bewegung stehen nämlich die Schlitze w senkrecht über und unter den Klöppeln, und diese können alsdann (bei zurückgezogenen Stiften 0) von Stößern h, h (Fig. ι und 2) in die Schlitze hineingedrückt werden; die Ringe nehmen sie hierauf nach rechts oder links mit.
Diese Stößer h, h sind auf der senkrechten inneren Wandung des feststehenden Ringes b auf und ab beweglich untergebracht, und zwar führen sie sich mit den Stangen c und c1 an den Knaggen d und ebenso an den Stiften s und 0. Die Stößer werden immer paarweise von der Jacquardmaschine betätigt. Zu diesem Zwecke sind die Stangen c und c1 zu Zahnstangen ausgebildet, in welche das Zahnrad e eingreift und so den abwärts gerichteten Zug der Jacquardmaschine an der Stange c1 umsetzt in eine Aufwärtsbewegung der Stange c; die an letzterer angreifende Feder m führt beim Nachlassen des Jacquardzuges die Anfangsstellung wieder herbei.
In den Fig. 4 und 5 ist die beschriebene Arbeitsweise der Vorrichtungen in mehreren Stellungen für eine Links- und eine Rechtskreuzung der Klöppel schematisch wiedergegeben. ·. Es bezeichnet der eine Kreis um den Mittelpunkt des Ganzen die Bahn der Klöppel, auf welcher je zwei konzentrische Kreise Klöppelstift und -fuß in acht verschiedenen Stellungen vorführen. Die gabelartigen Linien stellen die Schlitze w eier Führungsringe in den entsprechenden Stellungen dar, während die kurzen wagerechten Linien die Arbeitskanten h1 der Stößer h und die langen deren Kanten χ bedeuten. Die wagerechten Pfeile veranschaulichen die Bewegungsrichtung der Ringe a und a1, wohingegen die senkrechten Pfeile die Bewegungsrichtung der Stangen c, c1 angeben.
Die Fig. 8 bis 13 führen aufeinanderfolgende Stellungen zweier Klöppel bei einer halben rechten Umdrehung vor, die diese Drehung zusammen mit den Schlitzen in den hin und her bewegten Ringen vollführen. Die Fig. 8 bis 13 sind gewissermaßen Fortsetzungen eines Teiles der Fig. 1; wie bei dieser sind hier auch die Ringe a, a1 fortgelassen und daher deren Schlitze nicht zu sehen, die aber leicht hinzuzudenken sind, weil sie nichts anderes als an den Klöppelstiften η, η jeweilig anliegende gerade Flächen bedeuten. Die Klöppel sind veranschaulicht durch ihre hinteren Fußplatten k, k (die mit dem Stift s in Verbindung treten) und die schraffierten Klöppelstifte n.
Aus der Stellung Fig. 2 und 8 werden die Klöppel zunächst durch die vorderen Teile h1 der Stößer hochgedrückt; nach x/8 Umdrehung (Fig. 9) sind die Stifte η noch in Berührung mit den Teilen h1. Wenn sie jedoch nunmehr von den Ringen α und a1 weiter mitgenommen werden, verlassen sie schließlich kurz vor der höchsten und der tiefsten Stellung die Oberkanten der Stößer; ein Nachdrücken von Seiten der letzteren ist dabei nicht mehr nötig, denn die Ringe a, a1 wälzen die Fußplatten k auf den Stiften s weiter. In der höchsten und tiefsten Stellung der Klöppel (Fig. 10) wechseln sie über aus dem Bereich des einen Stößers in den des anderen, indem die Klöppelstifte mit den Kanten χ, χ der Stößer in Verbindung treten (Fig. 10 und 11). Es sei bemerkt, daß die Teile h1 und die Kanten χ so hoch bemessen sind (Fig. 2), daß sie mit den kurzen Klöppelstiften η in Verbindung treten können, während letztere über den dünner bemessenen Teil h hinweggehen können. Die im gleichen Sinne weiterbewegten Stößer nehmen mit ihren Kanten χ die Klöppel mit aus der Stellung Fig. 10 in die nach Fig. 11 und schließlich in die nach
Fig. 12, so daß die Verlegung der Klöppel um i8o° vollendet ist.
Alsdann werden die Stößer h freigegeben, und sie schnellen infolge Federkraft zurück in die Stellung nach Fig. 2. Damit sie hierbei nicht durch die Klöppelstifte η behindert werden, sind die Stößer h in Schlitzen f der Stangen c, c1 um Stifte g drehbar, so daß sie ausweichen können, wie Fig. 13 erkennen läßt, welche die Stellung der zurückgehenden Stößer wiedergibt, in der das Abbiegen der Stößer beginnt, gegen den Druck der Federn i, welche die Stößer später wieder in die alte Lage zurückbringen.
Es ist angenommen, daß die Klöppel eine gleichmäßige, kreisförmige Bewegung machen, die in den Figuren durch einen strichpunktierten Kreis für die Klöppelstiftmittelpunkte angedeutet ist. In diesem Falle muß dann die Bewegung der Ringe a, a1 und der Stangen c, c1 eine beschleunigte und verzögerte sein. Man kann aber auch den Klöppeln jede beliebige Laufbahn, elliptische o. dgl., geben.
Wenn die Klöppel durchlaufen sollen, so müssen die Partial vorrichtungen der dem jeweiligen Drehteller benachbarten Teller mit in Tätigkeit treten. Soll beispielsweise die in Fig. 14 dargestellte Verkreuzung der Fäden i, 2, 3, 4, die bekannte Kreuzbindung, ausgeführt werden, so werden von den entsprechenden Klöppeln 1, 2, 3, 4 nacheinander die in den Fig. 15 bis 22 gezeigten Stellungen durchlaufen. Aus der Grundstellung nach Fig. 15 machen die Klöppel 2, 3 zunächst eine halbe Linksdrehung nach Fig. 16 und 17. Sodann tauschen die Klöppel 1, 3 und 4, 2 in halber Rechtsdrehung nach Fig. 18 und 19 ihre Lage aus, nach Fig. 20 und 21 wechseln 1 und 4 in Linksdrehung und hierauf, wie in Fig. 22 eingeleitet, 3, 4 und 2, 1.
Dadurch, daß es nach vorliegender Erfindung möglich ist, die Klöppel dicht aneinander zu schieben und bei der Bewegung aufeinanderwälzen zu lassen, wird eine sehr kleine Maschine erzielt, was in vielfachen Beziehungen von Vorteil ist. Am Wesen der Erfindung wird nichts geändert, wenn die Laufbahnen statt auf einer Zylinderwandung auf der Wandung eines Kegels angeordnet werden. Denkbar wäre auch die Anordnung in einer Ebene, alsdann träte allerdings das Längen und Kürzen der Flechtfäden wieder auf. Die Bewegung der Klöppel braucht nicht unbedingt durch die geschilderten Partial vorrichtungen erfolgen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Flecht- und Klöppelmaschine mit auf der Mantelfläche eines Zylinders oder Kegels angeordneter geteilter Gangbahn, dadurch gekennzeichnet, daß beide Klöppelführungsringe in einander entgegengesetztem Sinne hin und her bewegt und dabei die arbeitenden Klöppel in den senkrechten Führungsschlitzen der Ringe vom Rapportwerk aus gehoben und gesenkt werden, so daß ein mehr oder minder kreisförmiger Lauf der Klöppel zustande kommt.
2. Flecht- und Klöppelmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Heben und Senken der Klöppel während der Hin- und Herbewegung eier Führungsringe durch ein Paar gemeinsam betätigter, in entgegengesetzter Richtung sich bewegender Stößer erfolgt, die im oberen Teile nach einer Richtung hin drehbar das Zurückgehen an den Klöppelstiften vorbei ermöglichen und mit zwei Arbeitsflächen für den Klöppelstift und die Klöppelfußplatte versehen sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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