DE236754C - - Google Patents

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DE236754C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/54Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities using organic material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 236754 KLASSE 85c. GRUPPE
in FLÖRSHEIM a. M.
Verfahren zum Klären und Reinigen von Wasser. Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juni 1910 ab.
Das vorliegende Verfahren bezweckt die Klärung und Reinigung von Gebrauchs- und Abwässern, verbunden mit einer gleichzeitigen Desinfektion. Die Klärung, d. h. die Befreiung des Wassers von. Schwebestoffen, von Kalk, Eisen usw., erfolgt durch die Erzeugung unlöslicher flockiger Niederschläge, welche die Schwebestoffe beim Absitzen mitreißen. Die Desinfektion wird dadurch gewährleistet, daß
ίο sämtliche in dem Verfahren verwandten Stoffe desinfizierende Eigenschaften besitzen.
Das Verfahren besteht darin, daß man den zu klärenden Wässern zunächst durch Alkali wasserlöslich gemachte, aus Holzteeren und Holzteerölen durch Destillation im Luftstrome gewonnene Produkte zusetzt, und zwar am besten in wässeriger Lösung. Durch diesen Zusatz werden zunächst Kalk, Magnesia, Eisen usw., die in Wasser gelöst sind, in unlösliche Verbindungen übergeführt, die in Gestalt großer brauner Flocken im Wasser schwimmen und sich allmählich zu Boden setzen, einen Teil der etwa vorhandenen Schwebestoffe mit sich reißend. Gleichzeitig damit tritt die desinfizierende Wirkung des überschüssig vorhandenen Alkalisalzes der obengenannten Teerprodukte ein. Zur Entfernung des Überschusses an Alkalisalz wird nun die Lösung eines der wasserlöslichen kieselfluorwasserstoffsauren Metallsalze oder freier Kieselfluorwasserstoffsäure dem vorbereiteten Wasser zugefügt. Dabei wird gleichzeitig ~ das vorhandene Alkali und der Überschuß an Teerverbindungen als Metallverbindung bzw. bei Anwendung freier Kieselfluorwasserstoffsäure als freie Säure gefällt, wiederum in Form von braunen Flocken, die beim Absitzen die Klärung des Wassers unterstützen.
Die gemäß vorliegendem Verfahren zuzusetzenden Teerprodukte können beispielsweise nach den Verfahren der deutschen Patentschriften 163446, 171379 und 171380 erhalten werden, bei denen die Teere oder Teeröle längere Zeit mit einem kräftigen Strom von Luft, Sauerstoff oder ozonisierter Luft behandelt werden.
Als Metallverbindungen der Kieselfluorwasserstoffsäure kommen in Betracht das Zinksalz, Magnesiumsalz, Kupfersalz, Aluminiumsalz, Eisensalz und andere, soweit sie wasserlöslich sind. Die Wahl der in Frage kommenden Metallverbindungen richtet sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck des gereinigten Wassers. Handelt es sich beispielsweise um Reinigung von Schmutzwässern, so ist die Anwendung von Eisen-, Zink- oder Kupferkieselfluorid jedes für sich oder auch im Gemisch am Platze, da mit Hilfe dieser Salze gleichzeitig auch noch Schwefelverbindungen gefällt werden. Handelt es sich dagegen um Kesselspeisewasser, so ist Aluminiumfluorsilikat zu verwenden.
Wenn es sich lediglich um Reinigung und Klärung handelt, läßt sich das Verfahren auch umkehren, d. h. man setzt dem Wasser zunächst die Metallverbindungen der Kieselfluorwasserstoffsäure bzw. die freie Kieselfluorwasserstoffsäure und später erst eine alkalische

Claims (2)

Lösung der genannten Teerprodukte zu. Die Bildung des klärenden Niederschlags erfolgt dabei in derselben flockigen Form wie im umgekehrten Fall. Es ist zwar bekannt, Kieselfluorwasserstoffsäure oder deren Salze für Wasserreinigungszwecke zu verwenden. Dem vorstehenden Verfahren gegenüber unterscheiden sich diese älteren Methoden aber dadurch, daß bei ihnen ίο mehr oder weniger kristallinische Niederschläge gebildet werden, die sich schnell zu Boden setzen und so Schwebestoffe nicht mitnehmen können; außerdem bleibt bei diesen Verfahren das Eisen des Wassers vollkommen in Lösung, weil kieselfluorwasserst off saures Eisen bekanntlich wasserlöslich ist. Bei dem vorliegenden Verfahren hingegen bilden sich großflockige Niederschläge von Doppelsalzen der Metalle mit organischen Säuren und Kieselfluorwasserstoffsäure, so daß alles Eisen ausgefällt wird und die Schwefelstoffe niedergeschlagen werden. Dazu kommt, daß bei dem vorstehenden Verfahren im Gegensatze zu den älteren Methoden sämtliche Zusätze desinfizierende Eigenschaften besitzen. Ρλ τ ε ν τ - A ν s ρ r ü c η ε :
1. Verfahren zum Klären und Reinigen von Wasser mittels Kieselfluorwasserstoffsäure oder deren Salze, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser mit den durch Alkali wasserlöslich gemachten, aus Holzteeren und Holzteerölen durch Einwirkung von Luft in der Wärme gewonnenen Produkten versetzt und sodann mit den wasserlöslichen Metallsalzen der Kieselfluorwasserstoffsäure oder mit freier Kieselfluorwasserstoffsäure bis zur neutralen oder schwach sauren Reaktion behandelt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser zunächst mit den wasserlöslichen Metallsalzen der Kieselfluorwasserstoffsäure oder mit freier Kieselfluorwasserstoffsäure versetzt und sodann bis zur neutralen Reaktion mit den durch Alkali wasserlöslich gemachten, aus Holzteeren und Holzteerölen durch Einwirkung von Luft in der Wärme gewonnenen Produkten behandelt wird.
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