DE2355513C3 - Verfahren zur Herstellung von RuB und/oder Eisenblau enthaltenden Pigmentpräparaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von RuB und/oder Eisenblau enthaltenden Pigmentpräparaten

Info

Publication number
DE2355513C3
DE2355513C3 DE19732355513 DE2355513A DE2355513C3 DE 2355513 C3 DE2355513 C3 DE 2355513C3 DE 19732355513 DE19732355513 DE 19732355513 DE 2355513 A DE2355513 A DE 2355513A DE 2355513 C3 DE2355513 C3 DE 2355513C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon black
dispersion
water
solution
pigment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19732355513
Other languages
English (en)
Other versions
DE2355513B2 (de
DE2355513A1 (de
Inventor
Hans 8771 Rodenbach Graef
Guenter Dipl.-Chem. Dr. 6454 Grossauheim Osswald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DE19732355513 priority Critical patent/DE2355513C3/de
Priority to IT7009874A priority patent/IT1024625B/it
Priority to NL7414003A priority patent/NL7414003A/xx
Priority to GB4776474A priority patent/GB1495512A/en
Priority to DK577974A priority patent/DK147641C/da
Priority to BE6044811A priority patent/BE821925A/xx
Priority to FR7437002A priority patent/FR2249934B1/fr
Priority to CH1490174A priority patent/CH565828A5/xx
Publication of DE2355513A1 publication Critical patent/DE2355513A1/de
Publication of DE2355513B2 publication Critical patent/DE2355513B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2355513C3 publication Critical patent/DE2355513C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D17/00Pigment pastes, e.g. for mixing in paints
    • C09D17/004Pigment pastes, e.g. for mixing in paints containing an inorganic pigment
    • C09D17/005Carbon black
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D17/00Pigment pastes, e.g. for mixing in paints
    • C09D17/003Pigment pastes, e.g. for mixing in paints containing an organic pigment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pigments, Carbon Blacks, Or Wood Stains (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von in organischen Lösungsmitteln lösliches Polymer und Ruß- und/oder Eisenblaupigment enthaltenden Pigmentpräparaten mit schneller Verteilbarkeit in organischen Medien, wie Lackbindemitteln, Druckfarben, ο ä, insbesondere für die Pigmentierung von Kunststoffen, Lacken und Druckfarben oder deren Vorprodukten-
Es ist bekannt, Ruß' bzw. Eisenblaupigment neben Pölymersfoffen enthaltende Pigmertlpräparatc in Form von sogenannten Chips dadurch herzustellen, daß man die Pigmente in die Polymerstoffe mit Hilfe von Walzwerken, Knetern, Extrudern oder ähnlichen schweren Dispergierwerkzeugen einmischt und in diesen zu einer Zerkleinerbären Masse Verteilt,- die »nsehlicßend in Chips zerteilt wird Derart erhaltene Pigmentkonzentrate weisen den Nachteil auf, daß sie infolge der bei ihrer Herstellung zur Einwirkung gelangten hohen Scherkräfte thermisch verändertes Polymer enthalten können, welches die anwendungstechnischen Eigenschaften verschlechtert So führt die thermische Belastung bei der Präparatbereitung häufig zu einem höheren Polymerisationsgrad des Polymers, wodurch bei der Weiterverarbeitung z. B. zu einem Lack, Glanzverlust, Stippenbildung und schlechtes Lösungsvermögen zu beobachten sind.
ίο Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von in organischen Lösungsmitteln lösliches Polymer und Ruß- und/oder Eisenblaupigment enthaltenden Pigmentpräparatun mit schneller Verteilbarkeit in organischen Medien, wie Lackbindemitteln, Druckfarben o. ä, insbesondere für die Pigmentierung von Kunststoffen, Lacken und Druck!arben oder deren Vorprodukten zu schaffen, welches keinen Einsatz schwerer Dispergiermaschinen und Brechvorrichtungen erfordert
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man zu einer Dispersion des Pigments in der Lösung des Polyme-s unter intensiver Durchmischung eine das Polymer nicht lösende Flüssigkeit als Fällmittel zusetzt und das Fällungsprodukt nach Abtrennung von der flüssigen Phase trocknet Das Verfahren kann in verschiedenen vorteilhaften
Varianten ausgeführt werden. So kann man einer Vorlage aus das Polymer mindestens teilweise lösendem Lösungsmittel gleichzeitig oder nacheinander die Dispersion und das Fällmittel zusetzen.
Die Fällung des Pigmentpräparats erfolgt stets aus einer Lösung des Polymers, welche das Pigment dispergiert enthält Die Fällung wird dadurch bewirkt, daß man genannter Dispersion ein flüssiges Fällmittel zusetzt, welches das Polymer nicht zu lösen vermag. So wird z. B. einer ein wasserunlösliches Polymer enthaltenden Dispersion Wasser oder einer ein benzinunlösliches Polymer enthaltenden Dispersion Benzin zugesetzt.
Bei der Fällung muß die Dispersion mit dem Fällmittel intensiv durchmischt werden. Liegen rührfähige Dispersionen vor, so nimmt man die Durchmischung am besten mittels eines Schnellrührers, vorzugsweise eines Dissolvers, vor. Bei Vorliegen pastöser Dispersionen kann man die Fällung in einem Kneter durchführen, welcher die Durchmischung besorgt, wobei dieselben oder ähnliche Maßnahmen für das Zusammenführen der Ausgangsstoffe gewählt werden können wie bei rührfähigen Dispersionen.
μ L/ie anzuwendende Optimalmenge des flüssigen Fällmittels wird im Einzelfall durch Vorversuch ermittelt. Als Richtschnur kann gelten, daß grundsätzlich das Fällmittel in einer Volumenmenge angewandt wird, welche in der Größenordnung des Volumens der Pigmentdispersion liegt. In jedem Fall hat es sich als günstig erwiesen, die Löslichkeit des organischen Polymers im Lösungsmittel durch einen Überschuß des Fällmittels vollständig aufzuheben. Nicht unbedingt kritisch ist, inwieweit das Fällmittel mit _ dem als
Lösungsmittel für das Polymer bzw. Dispersionsmittel für das Pigment dienenden Löser mischbar ist, Gegenseitige Mischbarkeit wird an sich bevorzugt Bei fehlender oder begrenzter ineinanderlöslichkeil kann besonders intensive Durchmischung von Dispersion und Fällmittel nötig werden» Es wird angenommen, daß die Benelzungsverhältnisse zwischen Fällmittel Und Poly* mer eine Rolle dabei spielen, wie sich eine Dispersion gegenüber einem bestimmten Fällmittel verhält.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren können zahlreiche Polymere mit Ruß- und/oder Eisenblau zu Pigmentpräparatpn mit verbesserten Anwendungseigenschaften kombiniert werden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht demnach vor, eine Dispersion von Ruß- und/oder Eisenblau in einer Lösung eines Copolymers aus Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid mit z, B. Vinylestern, Vinyläthern, Maleinsäure bzw. Maleinsäurehalbestern in einem Keton, mit Wasser zu fällen. Dabei fällt man z. B. eine Dispersion eines niedrig-strukturierten Furnace-Rußes, in einer Lösung eines Copolymers aus 86% Vinylchlorid und 14% Vinylacetat in Aceton, mit Wasser.
Nach einer weiteren günstigen Ausgestaltung der Erfindung können Pigmentpräparate auf Basis von Cellulosederivaten erhalten werden, indem man ein» Dispersion von "uß- und/oder Eisenblau· in einer Lösung von Nitrocsllulose, Acetylcellulose oder Celluloseacetobutyrat in einem Keton, vorzugsweise Aceton, mit Wasser fällt.
Ein besonderer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß Polymerstoffe, welche nach konventionellem Verfahren kaum mit befriedigendem Ergebnis bei der Herstellung von Pigmentpräparaten verwendet werden konnten, einsetzbar werden. So kommt man nach einer überraschend günstigen Ausbildung der Erfindung zu einwandfreien Präparaten mit dem Polymerbestandteil Polyacrylnitril indem man eine Dispersion von Ruß- und/oder Eisenblau in einer Lösung von Polyacrylnitril in Dimethylformamid mit Wauer fäll.
Präparate mit Polyamid als crganische Komponente können dadurch erhalten werden, iaß man eine Dispersion von Ruß in einer Lösung eines Polyamids, z. B. einem Mischkondensat üüs Hexamethylendiamin/ Adipinsäure und Caprolactam in mit Wasser versetztem Alkohol, vorzugsweise Äthanol, mit Wasser fällt.
Aber auch Polyamidharz kann als Ausgangsstoff verwendet werden, um verbesserte Ruß- und/oder Eisenblau-Pigmentpräparate zu erzeugen. Man geht dabei so vor, daß man eine Dispersion von Ruß in einer Lösung von Polyamidharz, z. B. Kondensaten dimerilierter Fettsäuren mit Diaminen, in einem niederen Alkohol, vorzugsweise Äthanol, mit Wasser fällt.
Nach einer bevorzugten v/eiteren Ausgestaltung der Erfindung sind schließlich auch Präparate zugänglich, welche Polyäther- oder Polyesterurethanharz als organische Komponente enthalten. Zu ihrer Herstellung kann man z. B. eine Dispersion von Ruß in einer Lösung von Polyäther· oder Polyesterurethanharz in einem niederen Keton, vorzugsweise Aceton, mit Wasser fällen.
In das Pigmentpräparat bzw. das darin enthaltene Polymer können Wärme- und/oder Lichtstabilisatoren inkorporiert werden, indem man eine Lösung des Polymers einsetzt, welche diese Stabilisatoren gelöst enthält. Auf die gleiche Weise können auch Netzmittel in die Präparationen eingebracht werden.
Ist eine Farbintensivjerung von Farbruß beabsichtigt, so kann diese durch Einsatz eines Gemisches aus dein Farbruß und Eisenblau im Gewichtsverhältnis Von 1 :0,1*-0,2, vorzugsweise ca, 1:0,12, bewerkstelligt werden.
Die Effindurig betrifft des weiteren die nach dem geschilderten Verfahren zugänglich gewordenen Pigmentpräparate, Diese zeichnen sich durch ein feinteiliges, lockeres, poröses Und damit Voluminöses Gefüge aus, welches ein schnelles Eindringen von Lösungsmit* teln, Lackbindemittein, Polymeren etc. ermöglicht und damit in überraschend kurzer Zeit eine optimale Verteilung des Pigments im herzustellenden Endproduktliefert
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist schließlich die Verwendung des erfindungsgemäßen Pigmentpräparats für die Pigmentierung von Kunststoffen, Lacken und Druckfarben oder deren Vorprodukten.
Die im Rahmen der Erfindung bevorzugten Verfahrensweisen werden nachfolgend durch Ausführungsbeispiele weiter erläutert und einige der Verfahrensprodukte zur Charakterisierung der verfahrensgemäß ennelbaren Qualität hinsichtlich physikalischer Eigenschaften und Anwendungseigenschaften im Vergleich zu einem Produkt des Standes der Technik näher beschrieben. Zur Prüfung der ausgewählten Pigmentpräparationen wurden folgende Methoden eingesetzt:
Siebrückstand
Zur Bestimmung des Siebrückstandes wird eine bestimmte Menge des Präparats in einem geeigneten Lösungsmittel aufgelöst, die Lösung durch ein 40 Mikron-Sieb gegossen und der Rückstand mit dem Lösungsmittel ausgewaschen. Der Rückstand wird sodann gewogen und njikroskopisch auf seme Beschaffenheit, insbesondere auf seinen Gehalt an Pigmentagglomeraten oder Harzpartikeln, beurteilt Rückstände in einer Menge unter 0,01 % sind als gut anzusehen. Ist kein deutlich sichtbarer Rückstand vorhanden, gilt das Präparat ebenfalls als gut
Stippentest
Eine Lösung des Präparats, gegebenenfalls versetzt mit weiteren Polymerbestandteilen, wird auf eine Cellophanfolie mittels eines Lackrakels von 20 Mikron aufgezogen und der trockene Lackfilm im Mikroskop (Durchlicht) auf die Pigmentverte'ilung beurteilt Es sollen keine Partikel über 5 Mikron anwesend sein. Außerdem wird die Oberfläche des Aufstriches visuell auf ihre Beschaffenheit in Bezug auf Rauhigkeit Matteffekt und insbesondere auf Vorliegen einzelner größerer Stippen beurteilt
Prüfung einer Transparent-Einfärbung am Beispiel
einer Standard-Rezeptur T
Grundmischung:
67,0 Gew.-Teile Polyvinylchlorid-Suspensionspolymerisat
31,0Gew.-Teile Dioctylphthalat
2,0 Gew.-Teile Wärmestabilisator
Mischzeit im Henschelmischer:
10 Minuten
Herstellung der Transparenteinfärbung:
100,0 Gew.-Teile Grundmischung
0,1 Gew.-Teil Präparation
Mischzeit:
8 Minuten bei 150°C(Mischwalze)
Prüfung einer deckenden Einfärbung am Beispiel
einer Standard*Rezeptür D
Grundmischung:
67,0 Gew/Teüe Polyvinylchlorid-Süspensions·'
polymerisat
31,0GeWi-TeUe Dioctylphthalat
2,0 Gew.-Teile Wärrnestabilisator
0,5 Gew.-Teile TiO2
Herstellung der deckenden Einfärbung:
100,0 Gew.-Teile Grundmischung
0,1 Gew.-Teil Präparation
Mischzeit:
8 Minute bei 1500C(MiSChWaIZe)
Die auf der Mischwalze hergestellten Folien werden auf einer Hochdruckpresse 5 Minuten bei 1600C zu ca. 1 mm starken Platten verpreßt. Die so hergestellten Platten werden in einem Spektralphotometer ELRE-PHO vermessen. Dabei wird jeweils der Normfarbwert Y nach DIN 5033 bestimmt
Beispiel 1
(Vergleichsbeispiel zum Stand der Technik)
600 g Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymer werden mit 400 g Farbruß eine halbe Stunde bei ca. 110-120°C im Kneter dispergiert und anschließend zu Fellen ausgewalzt. Die Felle werden nach Abkühlen in einer Brechvorrichtung zu Chips zerkleinert (Eigenschaften sieheTabelle).
600 g Aceton werden im Dissolver vorgelegt und dann 80 g Farbruß und 120 g Vinylchlorid-Vinylacetat-Copoiymer eingerührt Nach einer Vorlöse- und Vordispergierzeit von ca. einer halben Stunde wird die Vordispersion in einer Perlmühle fertig dispergien. Anschließend wird die Präparation mit 100 g Wasser unter Rühren mit einem Dissolver ausgefällt Die in feinen porösen Perlen sedimentierende Präparation wird durch Filtrieren abgetrennt und dann bei 70—800C getrocknet (Eigenschaften siehe Tabelle).
Beispiel 3
Das gemäß Beispiel 2 in der Perlmühle fertigdispergierte Produkt wird in einen Fällbottich, in welchem 200 g Benzin vorgelegt sind, unter kräftigem Rühren in einem feinen Strahl eingebracht und gleichzeitig 150 g Wasser in einem weiteren Strahl zugegeben. Nach Abzentrifugieren des entstandenen Niederschlags mit einer Schälzentrifuge und Auswaschen mit Wasser wird bei 75° C getrocknet Das Produkt ist schnell und vollständig, d. h. stippenfrei in geeigneten Lösungsmitteln (Ester, Ketone) loslich. Ebenso können sowohl deckende, als auch transparente Einfärbungen von Vinylpolymeren vorteilhaft vorgenommen werden.
Beispiel 4
Es wird wie in Beispiel 2 verfahren mit dem Unterschied, daß zuerst das fertigdispergierte Produkt in Benzin eingebracht wird, worauf erst das Wasser (150 g) zugesetzt wird.
Beispiel 5
80 g Collodiumwolle 35% alkoholfeucht (=52 trocken) werden mittels 200 g Äthyiacetat gelöst und dieser Lösung 8 g Dibutylphthalat zugesetzt. Anschlie* ßend werden mit dem Dissolver 40g Farbruß eindispergiert Dies« Vordispersion wird hierauf durch eine Perlmühle geschickt und nach Fertigdispergieren mit einem Überschuß an geradkettigem Kohlenwasserstoff (Lackbenzin 80/110) ausgefällt. Hierauf wird dec Niederschlag durch /dtfatiön abgetrennt und bei ca. 800C getrocknet. Ein besonderer Vorteil dieses Produktes ist es, daß es nach diesem Verfahren vollkommen ungefährlich (nicht explosiv, nicht feuergefährlich) hergestellt werden kann. Gleichzeitig ist das Präparat sehr gut löslich und schnell in Lack- und Druckfarbenbindemittel verteübar.
Beispiel 6
In einem Kneter (LUK von Werner und Pfleiderer) werden 120 g Farbruß zusammen mit 180 g Polyacrylnitril (PAN) in 450 g Dimethylformamid (DMF) eine Stunde lang intensiv geknetet Danach wird das Präparat durch Zugabe von Wasserüberschuß ausgefällt, dem Kneter entnommen, mit weiterem Wasser frei von DMF gewaschen und bei 8O0C schließlich getrocknet Das nach diesem Beispiel erhaltene Produkt ermöglicht es ohne Anwendung von Dispergierkräften Polyacrymitrilfasern oder -folien nach den verschiedensten Verfahren einzufärben.
Beispiel ""
Es wurde wie im Beispiel 2 geerbeitet mit dem Unterschied, daß zusätzlich ein Überschuß von 200 g Wasser (also insgesamt 300 g) beim Ausfällen zugesetzt wurde. Es ergab sich, daß die Aceton enthaltenden Perl'· ι dadurch mechanisch fester und besser handhabbar werden.
Beispiel 8
92 g Collodiumwolle 35% alkoholfeucht (= 60 trocken) werden in 200 g Aceton gelöst und 20 g Dibutylphthalat zugesetzt Anschließend werden im Dissolver 20 g Farbruß FW 2 eingerührt und das Ganze in einer Perlmühle dispergiert Hierauf wird die Pigmentpräparation in einem Dissolver durch Zugabe von 150 g Wasser ausgefällt und nach Abtrennung und gleichzeitigem Auswaschen restlichen Acetons mit Wasser in einer Schälzentrifuge, bei einer Temperatur unterhalb 500C (45°) in Vakuum gctrock/iet Ein besonderer Vorteil dieses Produktes ist es, daß es nach diesem Verfahren vollkommen ungefährlich (nicht explosiv, nicht feuergefährlich) hergestellt werden kann. Gleichzeitig ist das Präparat sehr gut löslich und schnell in Lack- und Druckfarbenbindemittel verteilbar.
Beispiel 9
120 g Farbruß werden in einem Ultra Turrax-Mischer portionsweise zu 450 g Dimethylformamid gegeben. Anschließend wird eine vorher in einer Schnellrührvorrichtung hergestellte Polyacrylnitril-Lösung von 180 g Polyacrylnitril in 450 g DMF zugesetzt und das Ganze eine halbe Stunde bei lOOOOUpm im Dispergator Ultrax Turrax dispergiert. Das Präparat wird hierauf in eir-im Schnellrührer mit 500 g Wasser ausgefällt und nach Waschen mit Wasser bsi 80° Celsius im Trockenschrank getrocknet. Das nach ciiesem Beispiel erhaltene Produkt ermöglicht es ohnt· Anwendung von Dispergierkräften Polyacrylnitrilfasern oder -folien nach den verschiedensten Verfahren einzufärben.
Beispiel 10
200 g 96%iges Äthanol und 15 g Wasses werden vorgelegt und mittels eines Schnellrührtrs 80 g Polymer aus Hexamethylendiamin, Adipinsäure und Caprolactam bei einer Temperatur von ca. 50—600C gelöst. Anschließend werden 20 g Farbruß FWl zugegeben und zuerst im Dissolver und dann in einer Perlmühle dispergiert Auf die Dispergierung folgt die Fällung mit 150 g Wasser. Das ausgefallene Präparat wird bei ca.
80° C getrocknet. Diese Präparation läßt sich einwandfrei in Polyamidprodukten (Folien, Bänder, Fasern, Formkörper) stippen- und streifenfrei einarbeiten.
Beispiel 11
Es werden 200 g Äthanol (96%) vorgelegt, 100 g Polyamidharz Versamid 961 eingebracht und unter leichtem Erwärmen gelöst. Nach dem Abkühlen werden ϊΟΌ g Farbruß mit dem Dissolver eingearbeitet, dann in einer Perlmühle die Mischung dispergiert und schließlich das Pigmentpräparat durch Zugabe von 320 g Wasser ausgefällt. Das abfiltrierte Produkt wird bei 65—700C getrocknet Durch einfaches Auflösen in einem Flexo- oder Verpackungstiefdrucksystem, läßt sich die Präparation schnell und vollständig zu einer Druckfarbe verarbeiten.
Beispiel i2
Es werden 150 g Aceton vorgelegt, 47,4 g Vinylite VYHH darin gelöst, 2,5 g Wärme- und Lichtstabilisatorkombination (Rheoplast 39, ein epoxydiertes Sojaöl mit irgastab CZ 11, einem Kalk/Zinkstabilisator) und 0,1 g Netzmittel zu besserer Pigmentbenetzung zugesetzt und dann 50 g Farbruß Printex 400 mittels eines Dissolvers eindispergiert Nach einer Passage in der Perlmühle wird die Dispersion durch Zugabe von 150 g Wasser gefällt, nachfolgend durch Filtration abgetrennt und schließlich bei 8O0C getrocknet (Eigenschaften siehe Tabelle).
Beispiel 13
Es wird wie im Beispiel 12 gearbeitet mit dem Unterschied, daß anstelle von 50 g Farbruß nunmehr 44 g Farbruß und 6 g Eisenblau verwendet werden.
Beispiel 14
ίο 80 g Polyätherurethanharz (Versuchsprodukt A) gelöst in Aceton und 20 g Farbruß werden im Dissolver eingemischt und mit der Perlmühle dispergiert Anschließend wird mit 120 g Wasser ausgefällt, durch Filtration abgetrennt und bei 50'C in Vakuum getrocknet Die Präparation ist vielseitig zum Pigmentieren verwendbar, insbesondere zeigte sie gute Verträglichkeit und leichte Einarbeitbarkeit in Alkydharz-, Acrylharz- und Nitrocellulosesystemen.
Die nachfolgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung physikalischer bzw. anwendungstechnischer Daten des nach Beispiel 1 auf konventionelle Weise erhaltenen Produkts mit den nach Beispiel 2 und 12 erhaltenen erfindungsgemäßen Produkten. Die Eigenschaften der in den Beispielen 4 und 7 erhaltenen Pigmentpräparate sind im wesentlichen denjenigen des Produkts gemäß Beispiel 2 vergleichbar. Das Produkt aus Beispiel 13 hat dieselben Eigenschaften wie das Produkt von Beispiel 12.
Tabelle
Kritierium
Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 12
Siebrückstand (%)
Mikroskopische
Beurteilung
Stinnpntpct
Transparent-Einfarbung
Standard Rezeptur T
(y) % Remission*)
Deckende Einfärbung
Standard Rezeptuf D
(y) % Remission*)
0,15-1
Durchsetzt mit Harzpartikeln und Pigmentagglomeraten
uiplp ^tinnpn ra 10—TJn
4,5
<0,01
Einwandfreier
glatter Farbfilm
pin7Plnp. Stinnp.n
ca. 3-5 μ
3,9
13
<0,01
Einwandfreier
glatter Farbfilm
kaum Stippen
ca. 1 μ
3,75
12,5
*) Spektralphotometer ELREPHO Normfarbwert y nach DIN 5033.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von in organischen Lösungsmitteln lösliches Polymer und Ruß und/oder Eisenblaupigment enthaltenden Pigmentpräparaten mit schneller Verteilbarkeit in organischen Medien, dadurch gekennzeichnet, daß man zu einer Dispersion des Pigments in der Lösung des Polymers unter intensiver Durchmischung eine das Polymer nicht lösende Flüssigkeit als Fällmittel zusetzt und das Fällungsprodukt nach Abtrennung von der flüssigen Phase trocknet
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Dispersion eines niedrigstrukturierten Furnacerußes in einer Lösung eines Copolymers aus 86% Vinylchlorid und 14% Vinylacetat in Aceton, mit Wasser fällt.
3. Verfahren HSC^1 dSP A.ncnrfiphpn 1 nHpr 2
dadurch gekennzeichnet, daß man eine Dispersion von Ruß und/oder Eisenblau in einer Lösung von Nitrocellulose, Acetylcellulose oder Celluloseacetobutyrat in einem Keton mit Wasser fällt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Dispersion von Ruß und/oder Eisenblau in einer Lösung von Polyacrylnitril in Dimethylformamid mit Wasser fällt
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Dispersion von Ruß in einer Lösung eines Polyamids in mit Wasser versetztem Alkohol mit Wasser fällt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1—5, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Dispersion von Ruß in einer Lösung von Polyamidharz in einem niederen Alkohol mit Wasser fällt
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 —6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Dispersion von Ruß in einer Lösung von Polyäther- oder Polyesterurethanharz in einem niederen Keton mit Wasser fällt
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1—7, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Farbintensivierung von Farbruß ein Gemisch aus Farbruß und Eisenblau im Gewichtsverhällnis 1 :0,1 -0,2 einsetzt.
9. Verwendung des Pigmentpräparates erhalten nach den Ansprüchen 1 bis 8 für die Pigmentierung von Kunststoffen. Lacken und Druckfarben oder deren Vorprodukte.
DE19732355513 1973-11-07 1973-11-07 Verfahren zur Herstellung von RuB und/oder Eisenblau enthaltenden Pigmentpräparaten Expired DE2355513C3 (de)

Priority Applications (8)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732355513 DE2355513C3 (de) 1973-11-07 1973-11-07 Verfahren zur Herstellung von RuB und/oder Eisenblau enthaltenden Pigmentpräparaten
IT7009874A IT1024625B (it) 1973-11-07 1974-10-17 Procedimento per la preparazione di composizioni pigmentate contenenti nerofumo o vivianite
NL7414003A NL7414003A (nl) 1973-11-07 1974-10-25 Werkwijze ter bereiding van roet en/of ijzer- blauw bevattende pigmentpreparaten.
GB4776474A GB1495512A (en) 1973-11-07 1974-11-05 Process for the production of pigment preparations
DK577974A DK147641C (da) 1973-11-07 1974-11-06 Fremgangsmaade til fremstilling af sod- og/eller jernblaatpigmentpraeparater, som indeholder en i organiske oploesningsmidler oploeselige polymer
BE6044811A BE821925A (fr) 1973-11-07 1974-11-06 Procede de production de preparations pigmentaires contenant dunoir de carbone et/ou un pigment bleu en ferrocyanure de fer
FR7437002A FR2249934B1 (de) 1973-11-07 1974-11-07
CH1490174A CH565828A5 (de) 1973-11-07 1974-11-07

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19732355513 DE2355513C3 (de) 1973-11-07 1973-11-07 Verfahren zur Herstellung von RuB und/oder Eisenblau enthaltenden Pigmentpräparaten

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2355513A1 DE2355513A1 (de) 1975-05-15
DE2355513B2 DE2355513B2 (de) 1980-02-14
DE2355513C3 true DE2355513C3 (de) 1981-02-19

Family

ID=5897364

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19732355513 Expired DE2355513C3 (de) 1973-11-07 1973-11-07 Verfahren zur Herstellung von RuB und/oder Eisenblau enthaltenden Pigmentpräparaten

Country Status (8)

Country Link
BE (1) BE821925A (de)
CH (1) CH565828A5 (de)
DE (1) DE2355513C3 (de)
DK (1) DK147641C (de)
FR (1) FR2249934B1 (de)
GB (1) GB1495512A (de)
IT (1) IT1024625B (de)
NL (1) NL7414003A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR2249934A1 (de) 1975-05-30
DK147641C (da) 1985-05-06
BE821925A (fr) 1975-05-06
IT1024625B (it) 1978-07-20
DK577974A (de) 1975-07-07
GB1495512A (en) 1977-12-21
DK147641B (da) 1984-10-29
FR2249934B1 (de) 1978-11-24
CH565828A5 (de) 1975-08-29
NL7414003A (nl) 1975-05-12
DE2355513B2 (de) 1980-02-14
DE2355513A1 (de) 1975-05-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3344464C2 (de)
DE69522230T2 (de) Tintenstrahltinte und verfahren zu deren herstellung
DE2427952C2 (de) Verfahren zur Umhüllung von Pigmentpartikeln mit einem organischen Polymerisat
DE2132546C3 (de) Verfahren zur Herstellung farbstarker Pigmentpasten für Druck- und Lackfarben
DE3418057C2 (de)
DE69613195T3 (de) Verfahren zur Herstellung von einem Tintenkonzentrat
DE1916267A1 (de) Verfahren zur Einverleibung von Zusaetzen in eine thermoplastische Harzgrundmasse
EP0296106B1 (de) Mit über Ethylcellulose fixierten Metalloxiden beschichtete organische Pigmente
DE2904224C3 (de) Gefärbte Polyvinylchloridpasten-Zusammensetzung
CH639006A5 (de) Verfahren zum herstellen von in waessrigen und/oder organischen medien leicht dispergierbaren, konzentrierten praeparaten von in wasser schwerloeslichen bis unloeslichen wirksubstanzen.
DE1769488C3 (de) Pigmentzubereitungen
DE2355513C3 (de) Verfahren zur Herstellung von RuB und/oder Eisenblau enthaltenden Pigmentpräparaten
EP1163294B1 (de) Purpurfarbene pigmentzusammensetzung und deren verwendung
DE4342622B4 (de) Verfahren zur Herstellung dispergierfähiger Chinacridone
DE2027537C3 (de) Feste Farbstoffpräparate und deren Verwendung
DE2520528A1 (de) Verfahren zur vollstaendigen isolierung und raschen trocknung von feststoffen aus suspensionen
DE2300456A1 (de) Verfahren zur herstellung hochkonzentrierter farbstoff- und pigmentpraeparate
DE2746164C2 (de) Verfahren zur Überführung von schwerlöslichen Chinolinderivaten in eine Pigmentform
DE2210073A1 (de) Verfahren zur herstellung von pigmentzubereitungen
DE1592862C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Pigmentpräparationen
DE2450786C3 (de) Pigmentzubereitungen
DE2113090B2 (de) Pigmentzubereitungen, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zum faerben von acrylnitrilpolymerisaten oder -mischpolymerisaten in der masse
DE2004885C3 (de) Pigmentkonzentrate
DE2019230A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pigmentpraeparaten
DE2714778A1 (de) Verfahren zur herstellung einer deckenden pigmentform des perylen-3,4, 9,10-tetracarbonsaeure-bis(2&#39;,5&#39;-dimethylphenyl)imids

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
BGA New person/name/address of the applicant
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)