DE235249C - - Google Patents

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DE235249C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/02Aiming or laying means using an independent line of sight

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Details Or Accessories Of Spraying Plant Or Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 235249 KLASSE 72/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. August 1909 ab.
Die Erfindung betrifft eine Höhenrichtvorrichtung für Geschütze, bei der das Geschützrohr unter Benutzung nur einer Richtspindel zugleich mit der Visiervorrichtung oder unabhängig davon eingestellt werden kann. Von ähnlichen bekannten Richtvorrichtungen, bei denen ebenfalls nur eine Richtspindel Verwendung findet, unterscheidet sich der Gegenstand der Erfindung durch eine solche Verbindung
ίο der Visiervorrichtung mit der Richtschraube, die es ermöglicht, die Handräder beider Antriebsvorrichtungen in der Lafette zu lagern, so daß sie beim Einstellen des Geschützes ihre Lage nicht ändern. Bei Richtvorrichtungen mit mehreren konachsialen Richtschrauben ist eine solche Anordnung der Richträder bereits bekannt.
In der Zeichnung ist die neue Vorrichtung in einer Ausführungsform im senkrechten Schnitt dargestellt.
Die Richtschraube A, B ruht mit ihrem unteren Ende in einer Buchse B1, die mit dem Lafettenschwanz D schwingbar verbunden ist. Die Büchse umschließt eine drehbare Mutter B2 auf dem Spindelgewinde und eine drehbare Hülse Bs unterhalb und unabhängig von der Mutter, die mittels Feder und Nut δ7, δ8 mit der Spindel verbunden ist. Die Mutter B2 und die Hülse B3 besitzen Kegelradverzahnungen, in die auf den Spindeln e1, f1 der Handräder E, F sitzende Kegelräder e2, fs eingreifen. Wird das Handrad E gedreht, so erhält dadurch die Mutter B2 eine Bewegung und treibt die Spindel auf- oder abwärts ohne jede Drehbewegung, und wenn das Handrad F gedreht wird, so wird dadurch die Hülse B3 in Bewegung gesetzt; die Spindel muß dann unter Drehung in der dabei ortsfesten Mutter B2 auf oder nieder gehen.
Die Verbindung zwischen der Spindel und der Visierschiene wird durch den Lenkerarm C1 und eine Gleitmutter C2 bewirkt, die etwa in der Mitte der Spindel anfaßt und sich in der Längsrichtung frei bewegen kann, jedoch an Drehbewegungen durch geeignete Mittel, wie z. B. ebene Flächen c2, die gegen entsprechende Flächen a2 der Wiege A2 anliegen, gehindert ist.
Die Verbindung zwischen Spindel und Wiege ist durch einen zylindrischen Fortsatz Ax der Spindel bewirkt, der lose in einer schwingbar mit der Wiege A* verbundenen Hülse A3 ruht. Wird die Spindel ohne Drehbewegung in achsialer Richtung bewegt, so bewegt sich die Gleitmutter C2 mit der Spindel und ändert die Richtung des Rohres und das Visier gleichzeitig; wird aber die Spindel durch das Handrad F gedreht, so bewegt es die Mutter C2 nicht, und daher ändert sich dabei auch nur die Erhöhung des Geschützrohres.
Wird die Spindel durch das Handrad E vermittels der Mutter B2 in der Buchse B1 bewegt, so muß dabei die drehbewegliche Hülse B3 am Mitdrehen verhindert werden, und andererseits, wenn die Spindel durch das Handrad F vermittele der Hülse B3 in der Buchse B1 bewegt wird, so muß die Mutter B2 am Mit-; drehen gehindert werden. Zu dem Zweck wird eine selbsttätige Sperrvorrichtung oder Klemm-
Vorrichtung der bekannten Art, die nach Art der Freiradkupplungen arbeitet, vorgesehen. Wird ein Handrad, beispielsweise E, in einer Richtung gedreht, so läßt die zugehörige Sperrvorrichtung die Spindel e1 des Handrades E sich frei drehen und die drehbare Mutter B2 mitnehmen. Inzwischen bleibt die drehbare Hülse B3 des Visiergetriebes durch die Sperrvorrichtung des Handrades F und Spindel f1 ίο gesperrt. Wenn das Handrad F gedreht wird, so wird seine Sperrvorrichtung gelöst, und die Hülse B3 wird gedreht, während die Mutter B2 durch die Sperrvorrichtung des Handrades gesperrt gehalten wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Höhenrichtvorrichtung für Geschütze mit unabhängiger Visierlinie und einer ein-, zigen mit der Wiege verbundenen Richtschraube, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtschraube in einer gegen Drehung gesicherten, mit der Visiervorrichtung verbundenen Mutter (C2) geführt ist und eine Antriebsvorrichtung (B2, B3) besitzt, welche je nach der Art des Antriebes die Richtschraube entweder gleichzeitig dreht und verschiebt und dabei das Geschützrohr unabhängig von der Visiervorrichtung verstellt oder sie nur in der Längsrichtung verschiebt und dabei Visier und Geschützrohr gemeinsam verstellt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtschraube (A, B) eine undrehbar mit ihr verbundene Hülse (B3) sowie eine Mutter (B2) trägt, die entweder selbst gedreht werden oder bei der Drehung von Hülse (B3) und Richtschraube (A, B) als feststehende Mutter wirken kann, wobei eine Vorrichtung getroffen ist, die die Hülse (B3) ortsfest hält, wenn die Mutter (B2) gedreht wird, und umgekehrt die Mutter (B2) ortsfest hält, wenn die Hülse (B3) gedreht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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