DE2339870A1 - Verbesserung der sinterelektroden von elektrochemischen speichersystemen - Google Patents
Verbesserung der sinterelektroden von elektrochemischen speichersystemenInfo
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Description
Dnimler-Benz Aktiengesellschaft
Stuttgart-Untertürkheim
Stuttgart-Untertürkheim
2. August 1973 Daim
Verbesserung der Sinterelektroden von elektrochemischen Speiehersystemen
In elektrochemischen Speichersystemen werden meist poröse Elektroden verwendet, die aus einer oder mehreren Metallpulverkomponenten
bestehen und mittels Pressen und Sintern eine feste Form erhalten. An solche Sinterelektroden,
die sich normalerweise in einem wäßrigen Elektrolyten befinden, werden besondere Anforderungen gestellt. So
muß die Elektrode neben der Beständigkeit im Elektrolyt und ausreichender Festigkeit eine gewisse Porosität aufweisen. Durch diese Porosität wird eine. Vergrößerung der
katalytisch aktiven Oberfläche erreicht. Sehr oft sind Mischphasen, die sich bei ganz bestimmten Temperaturen
und Metallpulverzusammensetzungen bilden, für den optimalen Ablauf der elektrochemischen Reaktion entscheidend.
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OftKSlNAL INSPECTED
- 2 - Daim 9
Häufig muß zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit und
der elektrischen Leitfähigkeit noch ein Träger- oder Supportmaterial ι das an der elektrochemischen Umsetzung nicht
aktiv beteiligt ist, zugegeben werden. Es ist nun wichtig, daß sowohl die elektrochemisch aktiven Mischphasen
untereinander als auch das Supportmaterial bei Erhaltung der für die elektrochemische Umsetzung notwendigen Porosität
unter Bildung einer möglichst dünnen Kontaktschicht gut abbinden und unter Einhaltung der oben geschilderten
Bedingungen einen widerstandsfähigen Elektrodenkörper bilden.
Hierbei will man den Anteil des Supportmaterials möglichst
klein halten. Ein solches Elektroden-Supportmaterial trägt nämlich nicht nur zu einer unerwünschten Erhöhung des Gewichtes
der fertigen elektrischen Energiequelle (z.D. Akkumulator) und damit zu einer Erniedrigung dessen Energiedichte
(gewichtsbezogene Arbeitsspeicherkapazität) bei,
sondern das Supportmaterial kann auch, falls zu dicke und inhomogene Schichten zwischen aktiver Phase und Supportmaterial
entstehen, die gesamte elektrochemische Aktivität der Mehrphaaen-Sinterelektroden erheblich blockieren und
damit eine empfindliche Erniedrigung der Leistungsdichte hervorrufen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Elektroden in mehrfacher Hinsicht, insbesondere aber dahingehend zu verbessern, daß
sie von eich aus eine höhere Festigkeit haben und entweder aufgrund dessen ihre Herstellung vereinfacht oder auf den
Zusatz von Supportmaterial wenigstens teilweise verzichtet werden kann.
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- 3 - Daim 993o/4
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei
der Herstellung der Sinterelektroden Ultraschall angewandt wird. Durch die Ultraschalleinwirkung kann bei sonst gleichen
Bedingungen eine mehrfache Festigkeit gegenüber normalgepreßten
Sinterpreßlingen erzielt werden. Auch können unter der Einwirkung von Ultraschallschwingungen mit wesentlich
kleineren Preßdrucken dieselben Festigkeiten des Preßlings erreicht werden, die normalerweise nur mit wesentlich
höheren Preßdrucken erzielt werden können. Aus denselben Gründen erscheint auch eine Verkürzung der eigentlichen
Preßzeit durch Ultraschall möglich. Dies kann mit einem"Einrütteln"
der Pulver in die Preßform zu Deginn des Preßvorganges erklärt werden. Im übrigen kann während der Einwirkung
von Ultraschallschwingungen dadurch die innere Reibung polykrietalliner technischer Werkstoffe erheblich herabgesetzt
werden.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Ultraschalleinwirkung bei der
Herstellung von Sinterelektroden vor und/oder beim Sintern und/oder Pressen kann eine innige Verzahnung der Phasengrenzflächen
erzielt werden und dadurch die Qualität von Einstoff- oder MehrstoffSinterelektroden verbessert werden,
und zwar bezüglich deren mechanischer Festigkeit, der Korrosionsbeständigkeit, ihrer elektrochemischen Aktivität
und ihrer elektrischen Leitfähigkeit. Aufgrund dieser erzielbaren Verbesserungen des Produktes können im Gegenzug
dazu die Ausgangswerkstoffe und/oder die Verfahrenebedingungen
beim Herstellen vereinfacht bzw. günstiger gestaltet werden. Z.D. kann das teilweise auch aus Festigkeitsgründen
erforderliche Supportmaterial in der Ausgangsmischung
des Pulvers in dem Maß reduziert werden, als es zur
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Daim 993o/4
Festigkeitssteigerung der Elektroden beitragen sollte, da insoweit
aufgrund der Ultraschalleinwirkung für eine genügende Festigkeit der Sinterelektrode gesorgt ist. Darüber hinaus
oder statt dessen kann aber auch durch eine Erniedrigung des Preßdruckes eine kleinere und damit billigere Presse und ein
weniger aufwendiges Preßwerkzeug bei der Elektrodenherstellung verwendet werden, was sich günstig auf die Herstellungskosten
auswirkt. Außerdem kann die Preßtemperatur beim Heißpressen
herabgesetzt bzw. der HeißpreßVorgang durch einen
Kaltpreßvorgang ersetzt werden, da das Abbinden und Verfliessen der Sinterphasen und des Supportniaterials nicht allein auf
thermischem Wege bewerkstelligt werden muß. Hierdurch ergibt sich wiederum eine Verkürzung der Gesamtpreßzeit wegen Wegfall
der Anheizzeit und Abkühlzeit und es wird der Aufwand für eine Heizvorrichtung kleiner bzw. eine solche entfällt ganz. Außerdem
werden die Preßwerkzeuge billiger, da keine hochtemperaturbeständigen Werkstoffe nötig sind.
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Claims (6)
1. Elektrochemisches Speichersystem mit wenigstens einem
Paar von Elektroden, von denen wenigstens eine eine Sinterelektrode ist, dadurch gekennzeichnet
, daß die Sinterelektrode unter der Einwirkung von Ultraschall hergestellt worden ist.
2. Verfahren zum Herstellen von Sinterelektroden für elektrochemische
Speichersysteme, dadurch gekenn
ζ ei c h η e t , daß mit Ultraschall auf den Preßling eingewirkt wird.
3· Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet
, daß die Ultraschalleinwirkung vor dem und/oder beim Pressen des Sinterstoffes ausgeübt wird.
hm Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet
, daß die Ultraschalleinwirkung vor dem und/oder beim Sintern des Sinterstoffes ausgeübt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet
, daß die Ultraschalleinwirkung vor dem und/oder beim Heißpressen des Sinterwerkstoffes ausgeübt
wird.
6. Verwendung von durch Ultraschalleinwirkung hergestellten Sinterpreßlingen als Elektroden für elektrochemische
Speichersysteme.
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732339870 DE2339870A1 (de) | 1973-08-07 | 1973-08-07 | Verbesserung der sinterelektroden von elektrochemischen speichersystemen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732339870 DE2339870A1 (de) | 1973-08-07 | 1973-08-07 | Verbesserung der sinterelektroden von elektrochemischen speichersystemen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2339870A1 true DE2339870A1 (de) | 1975-03-13 |
Family
ID=5889071
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732339870 Pending DE2339870A1 (de) | 1973-08-07 | 1973-08-07 | Verbesserung der sinterelektroden von elektrochemischen speichersystemen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2339870A1 (de) |
-
1973
- 1973-08-07 DE DE19732339870 patent/DE2339870A1/de active Pending
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