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Char'kovskij aviacionny institut HAMMER ZUR AUSFÜHRUNG EISES BINZExSCHLAGS
Die Erfindung bezieht sich auf Nieteinrichtungen, insbesondere auf einen Handhammer
zur Ausführung eines Einzelschlags.
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Am zueckiäßigsten ist der Hammer nach der vorliegenden Erfindung
zum Stauchen von Nieten großen Durchmessers aus üblichen und schwer verformbaren
Metallen und Legierungen einzusetzen.
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Bekannt sind EinzelschlaHäimner, in deren Gehäuse ein Hohlraum zur
Unterbringung der Pulverladung vorhanden und ein Zylinder mit Kolben montiert ist,
welcher an den erwähnten Hohlraum in der Ausgangsstellung angrenzt und unter der
Einwirkung von Pulvergasen sich fortschreitend bis zum Zusa:mnenstoß mit dem Niet
bewegt.
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Im Gehäuse ist eine Abzugsvorrichtung angeordnet, deren Schlagbolzen
auf die Pulverladung einwirkt (siehe z.B.
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das Buch von W.W. Belozerkowez "Einsatz der Bau- und Montagepistole
CMII cl im Elektromontagebetriebt, Verlag Gosenergoisdat, 1962).
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Die erwähnten Hammer, die zwar in der Bedienung sehr handlich sind,
weil sie ohne Energiezui hr von außen arbeiten, haben einen wesentlichen Nachteil,
bestehend darin, daß sie kein zuverlässiges Zentrieren des hammers in bezug auf
den Niet gewährleisten, wodurch die Qualität des Nietens vermint und Ausschuß herbeigeführt
wird.
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Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Beseitigung der vorerwähnten
Nachteile.
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Dies wird dadurch erreicht, daß bei einem Einzelschlag~ Hammer, in
dessen Gehäuse ein Zylinder mit einem sich in diesem fortschreitend zum Zusammenstoß
mit dem Niet bewegenden Kolben montiert ist, erfindungsgemaß ein Mechanismus zum
Zentrieren des Zylinders in bezug auf den Niet vorhanden ist, welcher an dem an
den Niet angrenzenden Ende des Zylinders mit Möglichkeit der radialen Verschiebung
bis zur Berührung mit dem Nietschaft und der RUckfUhrung in die Ausgangsstellung
angeordnet ist, während an dem anderen Ende des Zylinders eine in Radialrichtung
federnde Einrichtung zum Festhalten des Kolbens in der Ausgangsstellung angebracht
ist.
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Zweckmäßigerweise wird der Mechanismus zum Zentrieren
des
Zylinders in bezug auf den Niet in Form von zwei koaxial angeordneten Büchsen, von
denen eine am Ende des Zylinders starr betestigt und die andere drehbar relativ
zu der ersteren gelagert ist, sowie in Form von Hebeln ausgebildet, deren Schwenrachsen
im gleichen Abstand voneinander an der Stirnfläche der Buchse, die am Zylinder befestigt
ist, angebracht und längs der Achse des letzteren gerichtet sind, wobei in den beiden
Buchsen radiale Nuten zur Unterbringung der Arme der Hebel ausgearbeitet sind.
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Eine solche Ausfahrung des Mechanismus zum Zentrieren des Zylinders
in bezug auf den Niet ist einfach und betriebssicher.
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Nicht weniger zweckmäßig ist, daß die Einrichtung zum Festhalten
des Kolbens in der Ausgangsstellung durch im Zylinder ausgefUhrte Öffnugen hindurchragende
Dorne aufweist, die in radialer Richtung abgefedert sind und sich gegen eine im
Kolben ausgeführte Ringnut abstützen.
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Eine derartige Ausführung der Einrichtung gestattet es, den Kolben
in der Ausgangsstellung festzuhalten und außerdem hohe Geschwindigkeiten des Zusammenstoßes
zwischen Kolben und Niet zu erreichen, da die Beschleunigung des Kolbens nach Erreichen
eines vorgegebenen Drucks beginnt, dessen lert durch die Federkraft bestimmt wird.
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Der epfindllnSse.laQe Einzelschlag-Hammer gewährleistet eine hohe
Qualität des Stauchens von Nieten, weil er das Zentriea
ren des
Zylinders in bezug auf den Niet zustandebringt und hohe Geschwindigkeiten des Zusammenstoßes
zwischen Kolben und Niet zuläßt.
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Nachstehend wird ein konkretes Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen beschrieben; in den Zeichnungen
zeigen Fig. 1 einen erfindungsgemaßen Einzelschlagmmers Gesamtansicht teilweise
g s gescknitten; n itt en; Fig. 2 einen Schnitt nach II-II in Fig. 1; Fig. a die
Einzelheit A in Fig. 1, in vergrößertem Maßstabe; Fig. 4 einen Schnitt nach IV-IV
in Fig. 3; die Hebel befinden sich in der Ausgangsstellung; Fig. 5 dto., die Hebel
befinden sich in Kontakt mit dem Niet.
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Der Einzelschlag-Hammer besitzt ein Gehäuse 1 (Fig. 1). Dieses Gehäuse
besteht aus zwei Teilen 2,3, welche mittels Gewindeverbindung miteinander verbunden
sind. In dem Teil 3 des Gehäuses 1 ist ein Hohlraum 4 zur Unterbringung einer Patrone
5 mit Pulverladung ausgebit. An demselben Teil des Gehäuses 1 ist ein Handgriff
6 mit Schlag- und Abzugsvorrichtung 7 befestigt.
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Der Schlagbolzenstift 8 dieser Vorrichtung schlägt auf das Zündhütchen
der patrone 5.
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In dem Teil 2 des Gehäuses 1 ist ein Zylinder 9 untergebracht, an
dessen Innenfläche eine Abstufung 10 vorgesehen
ist. In diesem Zylinder
befindet sich ein Kolben 11, welcher ebenfalls abgestufte Form hat.
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Eine solche Ausfuhrung des Zylinders 9 und des Kolbens 11 gewährleistet
das Festhalten des Kolbens 11 im Zylinder 9 nach dessen erfolgtem Arbeitshub unter
Einwirkung der sich ausdehnenden Pulvergare.
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Der Kolben 11 grenzt in der Ausgangsstellung mit seiner Stirnfläche
an den Hohlraum 4 an und wird in dieser Stellung mittels einer Einrichtung 12 festgehalten.
Diese Einrichtung besteht aus Dornen 13, welche durch die im Zylinder ausgeführten
radialen Öffnungen hindurchragen, sowie aus einer Feder 14, die die Dorne' 13 an
eine im Kolben 11 ausgeführte Ringnut 15 andrückt.
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Der Zylinder 9 ist mit dem Gehäuse 1 über eine elastische Zwischenlage
16 verbunden, die zum Vernichten des EnergSeaberschusses beim Arbeitshub bestimmt
ist.
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Am freien Ende des Zylinders 9 befindet sich ein Kechanismus zum
Zentrieren dieses Zylinders in bezug auf den Niet 17. Dieser Mechanismus besteht
aus zwei koaxial angeordneten Büchsen 18 und 19 sowie aus Hebeln 20. Die Büchse
18 ist am Zylinder 9 mittels eines Federkeils 21 starr befestigt, welcher es ihr
nicht gestattet, sich gegenüber dem Zylinder 9 durchzudrehen.
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Die die Buchse 18 und den Zylinder 9 umfassende Buchse 19 ist drehbar
in bezug auf dieselben montiert, wozu an den letzteren Ringnuten ausgearbeitet sind,
in denen sich Kugeln
22 befinden. Diese Kugeln werden durch Offnungen
23 eingelegt, welche in der Buchse 19 ausgeführt sind und durch Verschlußstopfen
24 abgeschlossen sind.
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Die Hebel 20 sind als Winkelhebel ausgebildet, und ihre Schwenkachsen
25 befinden sich trr XTfllC des Hebels. Diese Achsen sind an der inneren Stirnfläche
der Buchse 18 befestigt, gleichmäßig über diese Stirnfläche verzur teilt und parrallel
ç Achse des Zylinders 9 gerichtet.
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Die Buchsen 18 und 19 weisen jeweils radiale Nuten 26 bzw. 27 für
den Durchtritt der Arme der Hebel 20 auf, deren andere Arme bei der Verschwenkung
der Hebel ?0 den Schaft des Nietes 17 einspannen.
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Zur Rückführung der Buchse 19 in die Ausgangslage ist eine Drehungsfeder
28 vorhanden, deren eines Ende in der Buchse 19 und das andere im Gehäuse 1 eingepreßt
ist.
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Der . Einzelschlag-Hammer arbeitet folgenderweise.
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In den Hohlraum 4 des Gehäuses 1 wird die Patrone 5 mit der erforderlichen
Pulverladung eingebracht. Der Hammer wird an den Niet 17 herangeführt, der Nieter
hält den Basmer mit der rechten Haud und dreht mit der linken Hand die auf ihrer
Außenfläche eine Rändelung aufweisende Buchse 19 im Uhrzeigersinn.
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Beim Drehen wirkt die Buchse 19 auf die in den Nuten 26, 27 befindlichen
Arme der Hebel 20 und zwingt diese zum Schwenken auf den Achsen 25.
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DlVej verschieben sich die anderen Arme der Hebel 20 in Radialrichtung,
umfassen den Schaft des Niets 17 und gewährleisten das Zentrieren des Zylinders
9 in bezug auf die Achse des Niets. Der Hammer wird dicht an die zu vernietendenBleche
angedrückt. Der Nieter läßt die BLichse 19 los, welche unter Einwirkung der Feder
28 in ihre Ausgangslage zurückkehrt und die Hebel 20 mitnimmt.
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Die letzteren, indem sie um die Achsen 25 schwenken, nehmen die Ursprungsstellung
ein, die die Bewegung des Kolbens 11 nicht behindert.
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Dann drückt der Nieter auf den Abzug der Schlag- und Abzugsvorrichtung
7 und der Schlagbolsenstift 8 trifft fft auf das Zündhütchen der Patrone 5.
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Das Pulver entflammt und die sich beim Verbrennen bildenden Pulvergase,
indem sie sich ausdehnen, wirken auf den Kolben 11 ein, der in der Ausgangsstellung
durch die Dorne 13 und die Feder 14 festgehalten wird. Die Beschleunigung des Kolbens
11 beginnt nach Erreichen des vorgegebenen Drucks, dessen Wert die Kraftdtr Feder
14 überwindet.
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Die Abgase werden durch im Zylinder 9 und Gehäuse 1 vorgesehene Öffnungen
29 una30 entfernt.
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Am Ende der Beschleunigung erlangt der Kolben 11 die erforderliche
Geschwindigkeit (bis zu 140 m/secl und demzufolge auch die kinetische Energie, die
zum qualitätsgerechten Stauchen des Schaftes des Niets "a" für einen Schlag ausreicht.
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Der Kolben 11 verläßt den Zylinder 9 dank Bremsung durch
die
Nietverformungskraft nicht, und nach Beendigung des Stauchens wird er durch die
Abstufung 10 des Zylinders 9 aufgehalten.
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Unter Zuhilfenahme eines speziellen (nicht vezeigten) Roinigungsstocks
wird die Rückführung des Kolbens 11 in die Ausgangsstellung zustandegebracht. Hiernach
wiederholt sich der oben beschriebene Zyklus zum Stauchen eines nächstfolgenden
Nietes.