DE2304103C3 - Vorrichtung zum Fertigbearbeiten und Abreiben der Ränder von ungebrannten, hohlen keramischen Gegenständen, wie Tassen Näpfe, Schalen od.dgl - Google Patents
Vorrichtung zum Fertigbearbeiten und Abreiben der Ränder von ungebrannten, hohlen keramischen Gegenständen, wie Tassen Näpfe, Schalen od.dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fertigbearbeiten und Abreiben der Ränder von ungebrannten,
hohlen keramischen Gegenständen, wie Tassen, Näpfe, Schalen od. dgl., mit einem unterhalb einer Putzeinrichtung
angeordneten endlosen Förderband, das eine Reihe aufrechtstehender, rotierender Werkstückhalter
trägt.
Durch das Abreiben werden irgendwelche nach dem Formprozeß an den Rändern der Gegenstände zurückgebliebene
Unvollkommenheiten entfernt, und die Ränder werden fertig bearbeitet, bis sie eine zufriedenstellend
glatte, runde Kontur aufweisen.
Es sind Maschinen zu dem genannten Zweck entwik-
keil worden, bei denen gemäß der österreichischen Patentschrift
2 60 762 die Gegenstände seitlich an einem Putzstreifen vorbeigeführt werden, der mittels einer
unter der Wirkung einer Feder stehenden Schwenkeinrichtung gegen den jeweils gerade sich in Bearbeitung
befindenden Gegenstand gedrückt wird und miitels einer Kippeinrichtung um eine horizontale Achse kippbar
ist. Dabei werden die Gegenstände von dem Putzstreifen nacheinander einzeln bearbeitet, so daß das
ίο Bearbeiten vieler Gegenstände entsprechend viel Zeit in Anspruch nimmt, was insbesondere deshalb von Bedeutung
ist, da es sich bei Tassen, Näpfen, Schalen od. dgl. um Massenartikel handelt. Ferner läßt sich der
Putzstreifen aus seiner seitlichen Vertikaistellung nicht so weit kippen, daß ein Bearbeiten des ganzen oberen
Randes der Gegenwände einwandfrei gewährleistet ist. Schließlich weist die Vorrichtung gemäß der österreichischen
Patentschrift 2 60 762 auch einen aufwendigen Aufbau auf.
Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, die bekannte Vorrichtung so zu verbessern, daß bei
einfacherem Aufbau bei hohlen Geschirrgegenständen, wie Tassen, Bechern, Krügen od. dgl., einwandfreie
obere Ränder erhalten werden und erfolgreich und schnell verschiedene Arten von Geschirr, vom feinsten
Porzellan bis zum dicken Hotelgeschirr behandelt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine drehbare Scheibe, auf deren Umfang ein als Putzwerkzeug
dienendes Bearbeitungsband aus schwammartigem Material aufgezogen ist, und durch ein das Förderband
führendes, koaxial zur Scheibe angeordnetes Zahnrad, wobei die Scheibe und das Zahnrad gleichen
Durchmesser aufweisen und die Werkstückhalter so angeordnet sind, daß auf dem Teil ihres Weges, auf
dem sich die Bahnen von Förderband und schwammartigem Bearbeitungsband decken, die oberen Ränder
der jeweils in den Werkstückhaltern beförderten Gegenstände mit der Unterseite des schwammartigen Bearbeitungsbandes
zur Einwirkung gelangen.
Dadurch werden folgende Vorteile erzielt: Durch das Anordnen der drehbaren Scheibe über den Werkstückhaltern
können bei einfacherem Aufbau der Vorrichtung eine größere Anzahl von Gegenständen gleichzeitig
nachbearbeitet werden, so daß die Vorrichtung nach der Erfindung zeitsparender arbeitet als die bekannte
Vorrichtung gemäß der österreichischen Patentschrift 2 60 762. Da ferner die oberen Ränder der Gegenstände
stets der Unterseite des schwammartigen Bandes gegenüberliegen, erhält man eine einwandfreie Nachbearbeitung
unabhängig von der Art des Geschirrs.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 6 gekennzeichnet.
In den Zeichnungen ist ein Alisführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Abreibmaschine, F i g. 2 die Draufsicht auf die Maschine, F i g. 3 eine Seitenansicht des Antriebsmechanismus der Maschine und
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Abreibmaschine, F i g. 2 die Draufsicht auf die Maschine, F i g. 3 eine Seitenansicht des Antriebsmechanismus der Maschine und
F i g. 4 die Draufsicht auf den Antriebsmechanismus. Die Vorrichtung enthält einen Tisch oder ein Gestell
10 mit einem Elektromotor 12, auf dessen Ausgangswelle 14 eine Scheibe 16 sitzt, von der aus ein Riemen
eine Scheibe 20 und eine Welle 22 antreibt, welche die Eingangswelle zu einem Reduktionsgetriebe 24 darstellt.
Ebenfalls auf der Welle 22 sitzt eine andere Scheibe 26, von der aus mittels eines Riemens 30 über
Umlenkscheiben 28 eine Reihe von Scheiben 32 anee-
trieben werden, die jede einen Teil eines Werkstückhalters bildet, die noch beschrieben werden. Von dem Reduktionsgetriebe
24 aus treibt eine Ausgangswelle 34 ein Zahnrad 36 an, das mittels einer Kette 38 ein anderes
Zahnrad 40 antreibt, aas an einer sich nach oben erstreckenden Welle 42 sitzt, auf der eine Scheibe 44
befestigt ist, auf deren Umfang ein Bearbeitungsband 46 aus schwammartigem (natürlichem oder künstlichem)
Material lösbar angebracht ist. Das Bearbeitungsband 46 kann an der Scheibe mittels Streifen aus
einem eine Haftverbindung herstellenden, gewebeartigen Material befestigt sein, dessen Oberfläche aus einer
großen Anzahl von ineinandergreifenden, hakenähnlichen Gebilden besteht, so daß das Bearbeitungsband 46
einerseits fest mit der Scheibe 44 verbunden ist und andererseits nichtsdestoweniger bei Bedarf leicht abgestreift
werden kann. Die Unterseite des Bearbeitungsbandes 46 ist zu einem Zick-Zack-Musler ausgebildet,
das sich, wie bei 46a gezeigt ist, quer über das Bearbeitungsband 46 erstreckt, wobei das unter die Scheibe 44
herabhängende Bearbeitungsband 46 einen sehr beweglichen, biegsamen Rand bzw. eine solche leistenartige
Abdeckung bildet.
Unterhalb des Bearbeitungsbandes 46 ist ein kettenförmiges endloses Förderband 50 auf Zahnrädern 52,
54 aufgezogen, wobei das Zahnrad 52 der Scheibe 44 genau gegenüberliegt, so daß in einer Betriebsstellung,
in der das Förderband 50 um das Zahnrad 52 herumläuft,
die Bahn des Förderbandes 50 sich mit derjenigen des darüberliegenden schwammartigen Bearbeitungsbandes
46 deckt. Das Zahnrad 54 dreht sich um eine feste Achse 56. Das Zahnrad 52 ist auf einem Vorsprung
oder Zapfen 60 angebracht, der frei und lose an der Welle 42 sitzt und an dem ein Zahnrad 62 befestigt
ist, dar mittels einer Kette 64 von einem an einer Welle 68 befestigten Zahnrad 66 angetrieben wird. An der
Welle 68 ist unterhalb des Zahnrades 66 ein weiteres Zahnrad 70 befestigt, das von der Kette 38, auf die das
Reduktionsgetriebe 24 wirkt, angetrieben wird. Die Kette 38 ist außerdem um das Spann-Zahnrad 72 herumgeführt,
mit dem die Kettenspannung eingestellt werden kann.
An jeder der Scheiben 32 sind Werkstückhalter 80 befestigt, die in gleichen Abständen entlang des endlosen
Förderbandes 50 geiragen werden, wobei jede Einheit aus Werkstückhalter 80 und Scheibe 32 frei drehbar
auf einen Steckzapfen aufgesteckt ist, der sich von den Kettengliedern aufwärts erstreckt. Jeder Werkstückhalter
80 ist tassenähnlich geformt und innen mil einem lockeren, beweglichen, biegsamen Futter aus
schwammartigem Material ausgekleidet. Die Werkstückhalter 80 sind zur Aufnahme von Tassen. Schalen
oder Näpfen 82 aus Ton bestimmt, die oben über die Oberkante der Werkstückhalter 80 hinausragen, so daß
die oberen Schalen-, Napf- oder Tassenränder frei und der Abreibwirkung des von der drehbaren Scheibe 44
getragenen Bearbeitungsbandes 46 ausgesetzt sind. Die Höhe der Scheibe 44 und damit die Höhe des Bearbeitungsbandes
46 kann mittels einer Schraubvorrichtung 84 eingestellt werden, die oberhalb der Scheibe 44 auf
die Welle 42 aufgeseiz! is!. Das Bearbeitungsband 46
wird mittels eines oder mehrerer Wasserrohre 86 befeuchtet. Überschüssiges Wasser wird zusammen mit
anhaftenden Tonteilen durch ein Paar Abstreifrollen 88, 90 entfernt, die an der äußeren Oberfläche bzw. an den
Teil der inneren Oberfläche oder des inneren Randes des Bearbeitungsbandes 46 anliegen, der nach unten
über die untere Oberfläche der Scheibe 44 übersiehi. Das ausgepreßte Wasser und die Tonteile fallen in
einen Trog 92.
Die lockeren Futter in den Werkstückhaltern 80 erlauben deren schnelle Anpassung an verschiedene Formen
und Größen von Gegenständen bzw. Werkstükken.
Das Förderband 50 kann sich zur Aufnahme von Gegenständen bzw. Werkstücken über mehrere Teile
einer Werkstätte od. dgl. erstrecken und die Gegenstände in die Abreibposition bzw. zur Bearbeitungsstation
oder -stelle transportieren. Die Vorrichtung kann so aufgebaut sein, daß mehr als eine Größe oder Form
von Gegenständen abgerieben werden kann, indem man mehrere verschiedenartige lockere Futter in die
Werkstückhalter 80 einpaßt, die zur Kennzeichnung der verschiedenen Arten mit Farbmarkierungen versehen
werden können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Fertigbearbeiten und Abrei ben der Ränder von ungebrannten, hohlen keramischen
Gegenständen, wie Tassen, Näpfe, Schalen od. dgl., mit einem unterhalb einer Putzeinrichtung
angeordneten endlosen Förderband, das eine Reihe aufrechtstehender, rotierender Werkstückhalter
trägt, gekennzeichnet durch eine drehbare Scheibe (44), auf deren Umfang ein als Putzwerkzeug
dienendes Bearbeitungsband (46) aus schwammartigem Material aufgezogen ist, und durch ein das Förderband (50) führendes, koaxial
zur Scheibe (44) angeordnetes Zahnrad (52), wobei die Scheibe (44) und das Zahnrad (52} gleichen
Durchmesser aufweisen und die Werkstückhalter (80) so angeordnet sind, daß auf dem Teil ihres Weges,
auf dem sich die Bahnen von Förderband (50) und schwammartigem Bearbeitungsband (46) dekken,
die oberen Ränder der jeweils in den Werkstückhalter (80) beförderten Gegenstände mit der
Unterseite des schwammartigen Bearbeitungsbandes (46) zur Einwirkung gelangen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung der Werkstückhalter
(80) der Drehrichtung der Scheibe (44) mit dem schwammartigen Bearbeitungsband (46) entgegengesetzt
ist, aber dem Laufsinn des Förderbandes (50) entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des schwammartigen
Bearbeitungsbandes (46) zu einem Zick-Zack-Muster ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
schwammartige Bearbeitungsband (46) leicht lösbar auf dem Umfang der Scheibe (44) angebracht ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband
(50) eine Förderkette ist, die eine Vielzahl von nach oben ragenden Zapfen aufweist, auf die
die Werkstückhalter (80) frei aufgesteckt sind, und daß jeder Werkstückhalter (80) mit einer Scheibe
(32) verbunden ist, die durch einen Riemen (30) während des Laufweges der Werkstückhalter (80)
durch die Abreibstation hindurch drehbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Werkstückhalter (80) ein lockeres und austauschbares, bewegliches, biegsames Futter enthält.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB455372 | 1972-02-01 | ||
| GB455372A GB1387473A (en) | 1972-02-01 | 1972-02-01 | Manufacture of ceramic articles |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2304103A1 DE2304103A1 (de) | 1973-08-23 |
| DE2304103B2 DE2304103B2 (de) | 1975-09-04 |
| DE2304103C3 true DE2304103C3 (de) | 1976-04-15 |
Family
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